Einzelbild herunterladen
 

Anzeiger für die Skadi und den Kreis Fulda. Amtliches Kreisblakk.

nr. 191.

Sreifaq, 22. fluguft 1926

Zahrg. 53.

Die Friedenspolitik Nordamerikas

be. in

bestände jene, die mit Deut! ser Gert

* Bor einem griechisch-rumänischen Freundschafts. Vertrag. Die „Voss. Ztg." meldet aus Athen: In politischen Kreisen verlautet, daß die griechische Re­gierung unverzüglich Verhandlungen mit Rumänien wegen Abschlusses eines griechisch-rumänischen Freund- schaftsvertrages aufnehmen wird, der in seinen Grund­linien dem griechisch-südslawischen Abkommen gleichen soll.

schwinden gebracht wird. Wenn wir von bescheidensten Anfängen ausgehen, so haben wir Mr Aussicht vorwärts zu kommen, als wenn alle ^Volker warten wollen, bis eine allgemein anwend­bare Formel für die Abrüstung gefunden ist.

Mussolinis Kampf um die Lira

wtb Rom, 19. August. (Eig. Funkm.) In einer Rede in Pesaro erklärte Mussolini, er werde die Lira bis zum letzten Atemzug verteidigen. Nie werde er dem italienischen Volke die wirtschaftliche Katastrophe eines Fallissements der Lira zumuten.

AuS Han kau wird gemeldet: Nach Nachrichten, die der hiesigen Franziskanermission zugingen, wurde am 4. August der spanische Priester Pater Maiqnez von chinesischen Soldaten in der Nähe von Sianfu in der Provinz Schensi ermordet.

an Belgien fn Höhe von 1,5 Milliarden Mark er­wartet und die Frage Eupen-Malmedy mit der vielbesprochchren Aufwertung der deutschen Mart- Belgien verknüpft sehen möchte. Alle ine umfassende Verständigung Belgiens and wünschen, bewahren gegenüber die- ,teträgerei Schweigen. Weder auf deutscher noch auf belgischer Seite besteht Neigung, die berukfsmäßigen Giftmischer in ihrem Gewerbe-j zu unterstützen.

Im März 1921 bei der letzten Wirtschaftskrise trug die Zahl der unterstützten Arbeitslosen Frankreich 91000.________________

England und die Bergarbeiter.

pessimistische Betrachtungen des Ministers Churchill.

Wie aus London gemeldet wird, erklärte Chur­chill in einer Rede über den Bergarbeiterkonflikt, er habe allen Grund zu glauben, daß man eine bal­dige und ehrenvolle Regelung erzielen werde . Die kommuni st ifchen und sozia­listischen Kräfte machten zwar alle Anstrengun­gen, die Wohlfahrt des Landes zu untergraben, doch dürfe man auf eine Wiedergeburt der briti­schen Industrie noch während der jetzigen Parla­mentsperiode rechnen.

Churchill sagte weiter, der Generalstreik und der Bergarbeiterstreik habe zu einer V e r a r m r ’g der arbeitenden Klassen und der kleinen Gewerbetreibenden geführt. Außerdem hätten die Finanzen des Landes schweren Schaden gelitten. Die Möglichkeit einer Herabsetzung der Steuern sei dadurch aufgeschoben worden. Churchill fügte hinzu, seine ganze Anstrengung sei darauf gerichtet, eine Erhöhung der Steuern zu o e r m e i d e n. Die Tatsache, daß die Bergenie um eine Konferenz mit den Grubenbesitzern erl cht hätten, sei ein ermutigendes Zeichen, aber man könne noch nicht sagen, ob es sich nur um den ver­späteten Versuch handele, weitere schrittweise Re­gelungen zu verhindern oder um die Entschlossen­heit der Bergleute, den Tatsachen gegenüberzutre­ten und alles Notwendige zu tun, um die Kohlen­industrie zu retten.

vtb. Rom, 19. Aug. <E!g. Funkm.) Nach einem amtlichen Dekret soll dos Brotgetreide in Italien bis zu 85°/, ausgemahlen werden.

* Der Staatsanwalt gegen den „vorwärts". Wie der „Vorwärts" mitteilt, hat die Berliner Staatsanwaltschaft wegen der Angriffe des Blattes gegen den bayerischen Justizminister Dr. G ü n t h e r auf Antrag des bayerischen Justizmimsters die Vor­untersuchung gegen den verantwortlichen Re­dakteur des „Vorwärts" eingeleitet.

Aus Gräfenthal in Thüringen wird gemel­det: Auf der Strecke Neuhaus-Rennstrig-Probstzella entgleisten bei Lippelsdorf mehrere Wagen eines Bremsversuchszuges. Kurz darauf fuhren zwei zu- sammengekoppelte Lokomotiven auf den haltenden Zug auf. Dabei wurde der M e ß w a g e n mit den wertvollen Meßinstrumenten völlig zer­trümmert. Menschen sind nicht zu Schaden ge­kommen.

Siehe auch unter „Letzte Nachrichten". #

'nreiaen- Prelle- Äleinietle «loloneD okal 0.16 SleWmnr aurwSrt» 0,20 Reichsmark. Reklame,eile- lokal O.SN ReichSmar aurwSrtS 0.80 Reichsmark.

Bei Wiederbolmmen Rabatt. Postscheckkonto Frankfurt a. M. 4051.

Die Tanger-Frage.

wtb. London, 19. Aug. (Eig. Funkm.) lieber die Gärung in Tanger meldet „Daily Mail": Die spa­nische Kolonie in Tanger sei über Primo de Riveras Erklärung, in der er einen größeren Anteil für Spanien an der Kontrolle der internationalen Tangerzone beansprucht, erregt. Hervorragende Ein­geborene, die durch die französische Verwaltung der Polizei aufgebracht seien, hätten dem Vertreter des Sultans in Tanger eine Petition unterbreitet. „Times* berichtet, daß die Lage Besorgnisse ver­ursache, aber eS werde keine unmittelbare Krise er­wartet.

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen.- Illustrierte Bei­lage"' und .Buchenblätter" Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer «ctiendruckerei In Fulda. Fernsprecher Rr. 9- Monatlicher BeruasbreiS-1.50 Mk.

D-Zug Berlin-Hannover verunglückt

lieber 8 Tote und mehrere Schwerverletzte.

Frankreich und der Balkan.

Zum Abschluß des griechisch-jugoslawischen Bünd­nis- und Freundfchaftsvertrages und zur Regelung der übrigen zwischen beiden Ländern schwebenden Fragen schreibt der „Temps": Frankreich hat stets mit all seinem Einfluß eine griechisch-jugo­slawische Annäherung begünstigt, die die erste Bedingung für jede Konsolidierung aus dem Balkan ist und vor. deren Durchführung es Nicht möglich sein würde, einen wirklichen Balkan­pakt der gegenseitigen Garantie ins Auge zu fassen. Das feste Bündnis zwischen Jugoslawien und Ru­mänien genügt zur Not, um den Respekt vor den Verträgen auf dem Balkan zu sichern. Aber damit diese Verträge gegen jede böse Überraschung ge­schützt sind, ist es notwendig, daß Griechenland mit Rumänien und Jugoslawien steundschaftliche, auf fester Grundlage beruhende Beziehungen unterhält. Man kann sagen, daß dieses Resultat jetzt erreicht ist.

Das „Journal des Dubais" erklärt: Man muß sich zu dieser Annäherung beglückwünschen. Die Ergebnisse dieses Vertrages werden auf dem Bal- kan und anderswo ausgezeichnete fein. Trotz der Kritiken derjenigen, di« in einem unorganischen Eu­ropa den Frieden aufrichten wollen, entfaltet sich das System der regionalen Bündnisabkommen. Das ist eine Bewegung, die nur diejenigen, die im Trü- den fischen wollen, oder die reinen Utopisten zu hintertreiben suchen. Man muß im Gegenteil diese Bewegung fördern.

Die Kirchenverfolgung in Mexiko.

Der in New Bork eingetroffene amerikanische Handelsattache in Mexiko erklärte, daß die Boy­kottbewegung in Mexiko einen g e w ks s e n, aber nicht sehr großen Erfolg habe. Der wirkliche Erfolg könne erst nach einem ober zwei Mo- n a t e n festgestellt werden. Der Boykott mache sich in der Hauptstadt und in den Städten, in denen die Petroleums-, Textil- und Bergwerksindustrie vor­herrsche, weniger geltend, als in den landwirtschaft- lichen Mittelpunkten und bett Städten mit streng religiöser Bevölkerung. Dem Verkauf von Auto­mobilen und anderen Luxuswaren habe der Boykott geschadet.

wtb Braunschweig, 19. Aug. (Eig. Funkm.) Zu dem Eisenbahnunglück zwischen Meinersen und Lei­ferde wird ergänzend mitgeteilt, daß von dem Zuge D 8 die Lokomotive und 6 Personenwagen auf freier Strecke entgleisten. Drei Reisende und der Zugführer waren sofort tot. Der Pack- meister wurde so schwer verletzt, daß mit seinem Ableben zu rechnen ist. Außerdem wurden 13 Reisende als schwerverletzt gemeldet. Um 9 Uhr früh wurde der Verkehr bereits wieder eingleisig ausgenommen. Nach den bisherigen Feststellungen waren die Verbindungslaschen und Verschraubun­gen her Gleise gelockert, sodaß die Vermutung eines Bohnfrevels berechtigt zu sein scheint.

wtb Hannover, 19. Aug. (Erg. Funkm.). Hebet das Eisenbahnunglück bei Lehrt« teilt die Reichs- eisenbahndirektion mit: Heute nacht um 2.10 Uhr

Waffensuche bet Magdeburg.

Die Landeskriminalpolizei des Regierungsbezirkes Magdeburg, unterstützt von bei Magdeburger Schutzpolizei, veranstaltete eine ausgedehnte Waffen­suche in Gomm ern und anderen Orten. Anlaß zu diesem Unternehmen waren die noch nicht auf­geklärten Uebrrfälle in der Gegend von Gommern, wobei in den letzten zwei Jahren auf 19 Personen Schüsse aus dem Hinterhalt abgegeben worden waren. Ein Polizeiaufgebot von rund 200 Beamten unter der Oberleitung des Magdeburger Polizei­präsidenten Dr. Menzel durchjuchte die Häuser der Ortschaften nach Waffen. Außer zahlreichen Revolvern, Teschings and anderen Waffen wurden auch zwei Jnfanteriegewehre gefunden. Alle festge­nommenen Wassenbesitzer wurden bis auf drei Arbeiter, die dem Gommerner Amtsgericht zugekührt wurden, wieder freigelaffen.

Laut Associated Preß gibt das mexikanische Aus­wärtige Amt zu, daß sich die lateinamerika­nischen Diplomaten bemüht hätten, in dem Klr. chenstreit zu vermitteln. Diese sei auf Veranlas- sung des Episkopates geschehen, aber die mrxika- Nische Regierung habe nicht gestatten können, daß sich eine fremde Macht in rem innere Angelegen- heilen des Landes mische. — Gewissensfreiheit und Menschlichkeit,' Dinge auf die die mexikanischen Gr- walthaber mit Füßen treten, sind keine „rein inne­ren Angelegenheiten" eines Landes.

Lupen-Malmedy.

Die offizielle belgische Telegraphenagentur mel- bet aus B r ü s s e l: Die b e l gi s ch e R e g i er u ng stellt erneut die Meldung des Pariser „New Port z^vald" In Abrede, daß Belgien VA Milliarden <tp Holland angeblich schulde und daß gegenwärtig zwrfthen Belgien und Deutschland über ^Abkommen betreffend die Rückgabe von Eupen und Malmedty verhandelt würde.

n a l b a u e s erwogen werde, doch könne er keines­falls schon heute sagen, ob dem Bau des masurischen Kanals eine Vorzugsstellung eingeräumt werden könne. Den Hafenbauten werde besonderes Inte- reffe entgegengebracht. Das Reich werde seine Bei- Hilfe auch weiterhin nicht versagen. Im Hinblick auf die schwierige Lage des Wohnungsbaues in Ostpreußen erklärte der Minister, daß es der Reichsregierung und fein Bestreben sei, für die energische Förderung der Bautätigkeit zu sorgen. Bei dieser Förderung verdiene Ostpreußen, das durch die Uebernahme der Verdrängten aus den ab­getretenen Gebieten besondere Schwierigkeiten zu überwinden habe, besondere Rücksicht.

_ * Tagungen der Deutschen Volkspartei. Laut Tägl. Rundschau ist der Vorstand der Deutschen Volkspartei auf den 31. August, der Reichsausschuß auf den 1. September nach Berlin einberufen worden. Die diesjährige Parteitaguug findet vom 1. bis 8. Oktober in Köln statt.

Der flrbeitsmarfct in Frankreich.

Die Scheinblüte bet Inflation.

Nach einer Mitteilung des Arbeitsministeriums in Paris bat die wirtschaftliche Tätigkeit Frankreichs seit drei Monaten und besonders seit Juli einen außerordentlichen Aufschwung in allen Teilen der landwirtschaftlichen, industriellen und Handelsproduktion genommen. Die Zahl der Ar­beitssuchenden, die keine Beschäftigung erhalten konnten, betrug am Ende der ersten Augustwoche 7700 gegenüber 10000 im August 1925, während die Zahl der Arbeitsstellen, für die keine geeigneten Bewerber vorhanden waren, am 7. August mehr als 12500 betrugen gegenüber 10000 im August 1925. Am 12. August zählte man in ganz Frankreich nut 351 unterstützte Arbeitslose, davon 47 in Paris.

1 wtb London, 19. Aug. sEig. Funkm.). Der diplomatische Berichterstatter des „Daily Telegraph" glaubf, -aß di« Frage einer Wiedetabgebung von 'Eupen tmb Malmedy in der nächsten Sitzung des Wuswärtigen Ausschusses besprochen werd«. Bisher habe lediglich Reichsbankpräsidenl Dr. CÄchacht mit dem belgischen Mitglied der Repa- ratskochftnission, Delacroix, darüber gesprochen. W8H. rend Holländische und deutsche Bankiers sowie Wall- streei« und die City in London für den Abschluß emeHDelgisch-deutschen Abkommens über diese Frage Mert, befürchte man in Paris offenbar, daß durch eine.allzu ausgesprochene Versöhnung zwischen Betclin und Brüssel die französisch-belgische SoKdarität leiden könne. Man müffe auch fra- o Deutschland die als Gegenleistung für bte R ertragung nn Eupen und Malmedy ersor- n Geldbeträge hernehmen solle, die auf b des Dawesplanes unter die Alliierten verteilt Den müßten.

».—:---- --

$cr Finanzmimster im Osten.

tniniftL Königsberg eingetroffene Reichsfinanz- „Könia^^' Reinhold erklärte dem Vertreter der Zweck s^^" Hortungschen Zeitung", daß der über die w.^ches die persönliche Information ^ens im^'^schaftliche Lage Ostpreu- der Reichs, "'blick auf die derzeitigen Beratungen runoen , Staatsregierung über die Forde- Reichsreoier.^ens Ri- Es sei das Bestreben der prüfen. . i°de der Forderungen sachlich zu föton^miniff.. .--te5 Interesse bekundete der Reichs» baue«- sm: 'Ur bie Forderung des Si cdlun gs» Stelle der iefe; toeit 65 möglich sein werde, an die Und Steii-^E^u Steuerstundungen Steuererlasse und wohlw^N'Sungen zu setzen, solle sorgfältig 6ers schwierig- n ^p^üft werden. Auf die befon» klärte der Dstpreußens hingewiesen, er­

ber For-s 'ter< baß selbstverständlich die Frage

uvrnubtuna des masurischen Ka-

jenigen Seemächten zu regeln sein, die haupt­sächlich interessiert sind. Das Bestreben verschiede- ner Mächte, das Maß der Abrüstung von den wirtsch-ftlichen Quellen eines Landes abhängig zu machen, würde die Vereinigten Staa­ten in Anbetracht ihrer großen natürlichen Hilfs­quellen jeder Armee ober Marine vollständig be­rauben. Die einzig praktische Grundlage für eine Begrenzung der Rüstungen sollte in der Berück­sichtigung der militärischen Machtmittel und der sichtbaren und greifbaren Rüstungen bestehen. Die Durchführung jedes internationalen Uebereinkom- mens über die Rüstungsbeschränkungen wird, so­weit die Vereinigten Staaten beteiligt find, von dem guten Glauben und derAchtungvonden Verträgen allein abhängen müssen. Eine Ueberwachung durch ausländische Organisa­tionen können wir nicht annehmen. Wenn aber andere Mächte den Wunsch haben, eine neue in­ternationale Kontrolle einzurichten, so würde das nur die Welt, nicht aber uns angehen.

vom Völkerbund.

wtb Genf, 19. Aug. (Eig. Funkm.). Hier trat heute vormittag die erste Gruppe der von den Döl- terbunbsorgnnen beschlossenen Sachverständi­gen-Kommission für Fra gen der Pre > fe zusammen. Die erste Sitzung wurde von dem Generalsekretär des Völkerbundes im Beisein des Chefs des Nachrichtenwesens eröffnet. Die Kom­mission besteht aus den Vertretern einer Anzahl internationaler Nachrichtenagenturen.

entgleiste zwischen Seiferte und Blockstelle 169 der Schnellzug D 8 Berlin-Hannover. Maschine und sieben Wagen entgleisten. Ein Teil stürzte den 1A Meter hohen Damm hinunter und legte sich auf die Seite. Der siebente Wagen hat sich auf oen sechsten hinaufgeschoben und ihn vollständig zertrümmert. Bisher sind der Zugführer und fünf Reisende als tot, drei Reisende und zwei Zugbedienstete als verletzt sestgestellt. Di« Ursache des Unfalls ist offen- kundigB ahnfrevel durch Lösung einer Mutter von der Schwellenschraube. Die Rettungsarbeiten sind sofort aufgenommen worden. (Eine Anzahl Aerzte und Hilfszüge von Oebigsfeld«, Lehrte und Hannover waren in kürzester Zeit zur Stelle. Der Präsident der Reichsbahndirektion hat sich unver­züglich zur Unfallstelle begeben.

wtb Berlin, 19. Aug. (Eig. Funkm.). Der um 10.37 Uhr abends nach Hannover abgehende D-Zug ist gegen 2 Uhr nachts zwischen Isenbüttel und Lehrte entgleist. Eine Person wurde getötet. Die Zahl der Verletzten steht noch nicht fest. Man hofft, das Gleis Hannover-Berlin bis gegen 10 Uhr vormittags wieder frei zu bekommen. Das Unglück ist wahrscheinlich auf Bahnfrevel zurückzufüh­ren. Die Untersuchung ist eingeleitet.

Der chinesische Hexenkessel.

Das Nachrichtenbüro des Generals Wupeift, erhielt vor zwei Wochen ein Telegramm, in dem die Abreise Fengyusiangs von Moskau nach China mitgeteilt wurde. Man nimmt an, daß Fenghusiang jetzt in Pingtitscbuan angelangt ist, von wo aus er den allgemeinen Rückzugder Kuomintschun- Armee leitet.

Zwei britische Kanonenboote sind nach Tfchangscha zur Unterstützung bei der Suche nach dem von Banditen am letzten Freitag gefangen genommenen Beamten der Asiatischen Petroleumgesellschaft Moore abgesandt worden. DaS Büro für Auswärtiges in Kanton hat nach Tfchangscha telegraphiert, daß alle Anstrengungen gemacht werden sollen, die Frei­lassung Moores herbeizuführen.

Es ist außerdem schwierig, Vergleiche zwi- n der Rüstungslage im fernen Osten und in fteuropa, sowie zwischen Ost-Europa und Nord- und Südamerika zu ziehen. Wenn wir aber jede ~«ttgfeit so lange hinauszögen müßten, bis überall n der Welt für die Abrüstungsfrage ideale Be­dungen geschaffen werden, so müßten wir jede Öffnung auf irgendwelche Rüstungsbeschränkun- g«n aufgeben. Wir hoffen, daß sich aus den Er- bV0cn in Genf eine Beschränkung u_r ftungen zu Lande und zu Was- icki.^^ben wird. Hinsichtlich des Wunsches ver» unb'i»nlr buchte, die Abrüstung zu Lande, Wasser ber Lust als ein unteilbares Ganzes zu be- rüfy,n"'.^!"ubt Amerika, daß die Frage der Ab- fackt ^Beschränkungen mit allen Mitteln verein- zux c; en muß. Die Frage der R üft u n g e n —wird nach unserer Ansicht zwischen den-

Die Havasagentur teilt mit, daß entgegen an- derslautenden Nachrichten PoincarL keineswegs daran denke, vor Mitte Oktober das Parla­ment einzuberufen, um ihm die noch in diüser Woche zu treffenden Beschlüsse betreffend die Finanz- und Sparmaßnahmen der Regierung zu unterbreiten.

* Die litauische Gesandtschaft in Paris dementiert formell die Nachricht, nach der Litauen an Deutsch- land große Aufträge für Flugzeuge und Panzerwagen im Hinblick auf einen Angriff gegen Polen bestellt haben soll.

Der amerikanische Staatssekretär für Auswär. jiges, Kellogg, hat eine Rede gehalten, in der fr sich über die Abrüstungspolitik Amerikas aus- -spricht. In der Landabrüstungsfrage haben wir es, sagte er, als wünschenswert bezeichnet, zunächst mit örtlichen Abkommen den Anfang zu machen, jdurch die das Hauptproblem der Welt insofern be- ruhrt wird, alsdieFurchtvordemAngriff eines unmittelbaren Nachbarn damit zum V e r •

Das „Derl. T/ageblatt" schreibt: Ein Teil der französischen Presse führt eine heftige Po- lemik gegen die bslgffche Regierung, der die Absicht einer Rückgabe von Eupen und Malmedy als Ge- genleiftung fürefne finanzielle Beteiligung Deutsch­lands an der Stabilisierung des belgischen Fran­ken zum -Vorwuxf gemacht wird. Es ist bekannt, daß in®; $ier der französischen Nationalisten in jedem Falle in Aufregung gerät, sobald ein Werk des Friedens, das den Geist von Locarno überzru- gend demonstriert, in den Bereich einer vorsichtigen Erörterung rüfft. Bemerkt werden aber muß, daß diesmal der Hamps mit tendenziösen Falschmeldun­gen geführt irfirb, gegen die Einspruch zu erheben ist. Eine solche Nachsicht ist die Meldung der Part- ser Ausgabe Des „New Parker Herald", der von i Deutschland die Uebernahme einer fanatischen Schuld

Kautschuk statt Dollar.

In der Pariser „Liberte" macht der Abgeordnete für Cochinchian, O u t r e y, den Vorschlag, zur Ab- wälzung eines Teils der franzöffichen Schulden bei Amerika einer amerikanischen Finanzgruppe, die sich zu diesem Zweck mit einer möglichst großen Anzahl französischen Finanzleute zusammenschließen sollte, eine Million Hektar zum Kautschukan- bau geeigneten Geländes in Jndochina zur Ver­fügung zu stellen. Outrey begrünbte seinen Vor­schlag damit, daß Amerika auf diese Weise die Mög­lichkeit erhalten würde, das ihm unerwünschte eng. lische Kautschukmonopol zu brechen.