Einzelbild herunterladen
 

Mittwoch, 14. 3u1l 1926

3afjrg. 53.

Nr. 159

Die Vorbereitungen für Genf

* Der republikanische Richterbund veranstaltete im ehemaligen Herrenhause eine Kundgebung gegen die Ausschließung deS Senatspräsidenten am Kammergericht Dr. Großmann aus dem Preußi­schen Richterverein. Kammergerichtsrat Dr. Orgler, der die Kundgebung leitete, betonte, daß der Senatspräsidenl Großmann in dem Kampfe, den der Preußische Richterverein gegen die Republikaner führe, als Vorposten getroffen wurde. Reichsjustiz. Minister a. D. Rechtsanwalt Dr. Otto LandSberg führte u. a. auS: Durch Dr. Großmann fei die deutsche Republik angegriffen worden, die nicht mehr länger Schindluder mit sich treiben lasten' dürfe. Auch die übrigen Redner, Chefredakteur Otto Nuschke M. d. L., Frau Rechtsanwalt Dr. Margarete Behrent, Rechtsanwalt Emil Roth, Ministerialdi-- rektor Dr. C. Falck und Hochschulprofestor Dr. Walter Schücking unterstrichen diese Ausführungen und vertraten die Forderung, daß die Richter mcht nur mit einem Lippenbekenntnis, sondern auch mit dem Herzen auf dem Boden der Weimarer Per«, sassung stehen sollten.

Hbö el Krims Verbannungsort.

wtb Paris, 13. Juli. (Eig. Funkm.) Wie Havas bekannt gibt, scheine es nunmehr festzustehen, daß Abd el Krim auf die Insel Comoro und nicht nach Madagaskar, wie ursprünglich geplant war, deportiert wird.

Aus Berlin schreibt man uns:

2(m 3. September wird der Rat des Völkerbun- des in Genf zusammentreten und am 7. September wird die etwa 3 Wochen dauernde Ordentliche alljährliche Tagung des Völkerbun­des abgehalten werden. An der Spitze dieser Ta­gung stebt die Aufnahme Deutschlands inden Völkerbund, die bei der Außerordent­lichen diesjährigen Tagung im März infolge von Widerständen, die nicht von Deutschland kamen, nicht erfolgen konnte Dieser Vorgänge haben zu einer inneren Krisis des Völkerbundes geführt, welche die bekannten Entschlüsse Brasiliens und Spaniens zeitigte. Wenn damit nun auch gewisse Hindernisse beseitigt sind, die der Aufnahme Deutsch­lands in den Völkerbund im Wege standen, so sind roch lange nicht alle Schwierigkeiten beseitigt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß es zu neuen Ueberraschungen kommt, wenngleich unsere Diplomatie augenblicklich ganz außerordentlich leb­haft am Werke ist, um einen möglichst glatten und wenigstens nach außenhin ungestörten Ablauf der Dinge in Genf sicherzustellen.

Von den Hemmungen, die noch bestehen, und die teilweise neu eingetreten sind, mögen für heute nur folgende genannt werden. Fürs erste wird Deutsch­land danach trachten müssen, daß bei seinem Eintritt in den Völkerbund mit gewissen Dingen aufgeräumt wird, deren Weiterbestand unvereinbar ist mit dem Geiste, der im Völkerbund zwischen den in Ge­meinschaft vereinigten Nationen herrschen feit. Dazu gehört vor allen Dingen, daß m Rückwirkung von Locarno zwischen Deutschland und Frankrein über die weitere Herabminderung der Besatzung am Rhein nachdrücklich gesprochen wird. Das Ziel der deutschen ReichsreAerung geht daraufhin, eine Herabminderung der dort noibfte. henden Truppen zum mindesten auf dasjenige Maß zu erreichen, das in Friedenszeiten für die Besetzung dieses Gebiets mit deutschen Streitkräften galt. Von deutscher Seite ist bisher immer starke Rücksicht ge­nommen worden auf die inneren Schwierigkeiten, unter denen Frankreich infolge seiner Währungs­krisis leidet und die es auch verschuldet haben, daß eine stabile Regierung nicht geschaffen werden konnte, die sich diesem Problem autoritativ hätte widmen können. Nun aber, vor dem Wiedererschei­nen der Deutschen in Genf, wüsten bestimmte Zu­sicherungen nicht nur zugestanden, sondern auch ga­rantiert werden, und diesem Ziele dienen äugen«

Der französische Finanzminister Eaillaux flog am Montag nach London. Er ist dort in den Ver­handlungen mit Churchill über die die Konsolidie­rung der französischen Schulden betreffenden Punkte zu einem vollkommenen Einverneh­men gelangt. Das endgültige Abkommen ist von beiden Ministern im Namen ihrer Regierungen unterzeichnet worden.

Gleichzeitig mit der Ankunft Eaillaux' in London erlitten die Währungen aller romanischen Länder an der Londoner Börse einen empfindlichen Sturz. So erreichte der belgische Franc mit 218 für das Pfund einen neuen Rekordtiefstand. Auch der französische Franc und die italienische Lira ga­ben auf 191V» bezw. 143 nach. Selbst die spanische Peseta wurde trotz optimistischer Aeußerungen, die der spanische König lautManch. Guard." über Spaniens Finanzlage gemacht hatte, niedriger no­tiert.

Der Inhalt der Abmachungen.

wtb Paris, 13. Juli. (Eig. Funkm.) Das ge­stern unterzeichnete englisch-französische Schulden­regelungsabkommen enthält nach dem Havasver-

trifft mittags in Paris ein und wird nachmittags um 4 Uhr zur gleichen Zeit, wenn Schatzsekretär Mellon das Schuldenabkommen dem Unter­haus vorlegt, es der französischen Kam­mer unterbreiten.

»niefflen- Greifet KleimeM (Colonel) 'ofal 0,1b ReichSmar auswärts 0.20 ReickSmark. Reklameteile! lokal 0.60 ReichSmar1

auswärts 0.80 Reichsmark.

Bei Wiederkiolunaen Rabatt. Boltlcheckkonto Frankfurt a. M. 4051.

Angora-Türken.

Strafanträge im Verschwärerprozeh.

WieHavas" aus Konstantinopel meldet, hat der Staatsanwalt in dem Derschwörerprozeß 12 Todesurteile, darunter gegen drei Abgeord­nete, beantragt. Ferner wurden acht Verurtetlun- gen zur Zwangsarbeit beantragt. Das Urteil mirf am Donnerstag gefällt werden.

Für Eaillaux und die Regierung Briand zieht damit wieder eine neue Entscheidungsstunde her­auf. Die prinzipielle Gegnerschaft gegen die von der Regierung verlangte Handlungsfreiheit ist so groß, daß nur ein voller Erfolg auf dem Gebiet der ausländischen Schuldenregelung Eaillaux die notwendige Autorität geben könnte, um diese Wi­derstände zu überwinden. Kehrt er mit leeren Hän­den oder auch nur mit einem Teilerfolg von Lon­don zurück, so ist schon jetzt mit Sicherheit damit zu rechnen, daß in der Debatte um das Ermäch­tigungsgesetz die schwache Mehrheit, die Eaillaux der Kammer in der Nacht zum Samstag zu ent­reißen vermocht hat, sich in eine Minderheit ver­wandeln wird.

Vie belgische Finanjnot.

Der Ministerrat in Brüssel prüfte die Fi- nanz- und die Währungslage und beschloß, daß der Finanzminister am Abend Vertreter der Na­tionalbank und der Privatbanken zu sich berufen solle, um mit ihnen zusammen unverzüglich Maß­nahmen zum Schutze des Franken zu ergreifen. Ein ständiger Ausschuß für die Wäh­rungskontrolle wird eingesetzt werden.

Die Regierung wird dem Parlament einen Ge­setzentwurf vorlegen, in dem dem König für die Dauer von sechs Monaten die nötigen Vollmachten erteilt werden, um alle Fragen zu regeln, die sich auf den Vanknotenumlauf, Lebensmittelversorgung sowie auf die Organisation der Amortisationskasse und die in sie einzuzahlenden Summen beziehen. Die Minister für Industrie und Landwirtschaft wer­den die Mül l e r und andere B»teiligte zu einer Besprechung einladen, um eine Ausmahlung des Getreides von 82 P r o z. berbeizufiihren, wodurch täglich eine halbe Million Franken in der Getreideeinfuhr erspart werden würden. Ferner sollen in der Besprechung Maßnaknnen betreffend die Ausfuhr von Getreide, Mehl, Zucker und Kohle besprochen werden.

Der Finanzminister ist beauftragt worden, Maßnahmen zur Herabsetzung des Verbran- ches aller Luxuserzeugnisse zu treffen. Die Eisenbahngütertarife werden um 10 Proz. und die Sondertarife um rund 20 Proz. erhöht werden.

M neue englisch - französische SchMenabkomen.

Eaillaux' Flug nach London und Rückkehr nach Paris. Gelingt das werk der Sanierung des Franken? Frankreich mit 260 Millionen Pfund bei England verschuldet.

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilaaen: Illustrierte Bei­lage" und .Buchenblätter" Rotationsdruck und Verlag der Iuldaer Actiendruckerei in Iulda. Iernsvrecher Nr. 9.

Monatlicher BeniaSdreiS! 1.60 Mk.

blickliche Verhandlungen, die übrigens schon ziem­lich weit fortgeschritten sind. Aus der Tatsache, daß der Reick^außenminister, nachdem er sich mit dem deutschen Botschafter in Paris eingehend über diese Situation aussprechen konnte, jetzt in Ur­laub gegangen ist, darf man wohl schließen, daß die Vorbereitungen in diesen Dingen zu einem ge­wissen Abschluß gekommen sind.

Das ist aber nicht die einzige Hemmung, die be» standen hat, sondern schon wird aus Genf gemeldet, daß neue Anforderungen Polens aufgetreten sind, und zwar dahingehend, daß Polen den ihm demnächst nichtständigen Ratsitz gewissermaßen auch für die spätere, nach drei Jahren ablaufende Epoche im voraus garantiert haben wM. Jedenfalls wird auch in diesem Punkte sorgfältig darauf ge­achtet werden müssen, daß wir nicht in Genf durch solche neuen und unerwarteten Zufälligkeiten ge­hindert werden.

Zur Entwaffnungsfrage.

Zu der in verschiedenen Zeitungen gebrachten Nachricht, daß in einer Note der Botschafterkonferenz bzw. der interalliierten Militär-Kontroll-Kommis- sion eftie Reihe von neuen Abrüstungsfor. derungen übermittelt worden sei, wird uns von zuständiger Seite mitgeteilt, daß dem Reichskommis­sar für Entwaffnungsfragen mehrere Noten des Generals Walch (nicht der Botschafter-Konferenz) vorn 2. und 3. Juki zugegangen sind, die im Rahmen der schwebenden Verhandlungen verschiedene Einzel­fragen der deutschen Entwaffnungs- und Heeres- Organisation behandeln. Die Forderungen der in­teralliierten Militcirkontrollkommission wird zurzeit von den beteiligten Ressorts geprüft.

Amerika und die Abrüstung.

wtbltero Park, 13. Juli. (Eig. Funkm.) Nach einer Meldung derAssocieted Preß" aus Washing­ton hat das Staatsdepartement die Gerüchte als un-

* Derpofemfinfilm verboten. In einem neuen Verfahren hat die Filmüberprüfungsstelle auf Antrag mehrerer Länder ein allgemeines Ver- b o t gegen die Aufführung desPotemkin"-Filmes erlassen. Der Film verherrlicht bekanntlich in künst­lerisch sehr wirkungsvoller Weise die Meuterei der russischen Flotte im Jahre 1905.

* Preußens Antwort an Hohenzollern. Nach einer Mitteilung des Demokratischen Zeitungsdien­stes kann angenommen werden, daß die preußische Staatsregierung in ihrer voraussichtlich in dieser Woche zu erwartenden Antwort auf das Schreiben des Generalverwalters des Hohenzollernhaufes zum Ausdruck bringen wird, daß der Df tobe r- Vergleich vom Jahre 1925 als Verhandlungs­grundlage nicht in Frage kommen könne.

MMNNlMl 1 m. (OTiiffr WfW in Pw.1

FuldaerZeitung

M Anzeiger für die Stadt und den Kreis Fulda. Amtliches Kreisblakk.

wtb Paris, 13. Jult. (Etg. Funkm.) General wtb Paris. 13. Juli. (Eig. Funkm.) Finanz- Primo de Rivera ist gestern abend in Begleitung Minister Eaillaux verläßt heute vormittag London, feines Sohnes und des spanischen Botschafters in I

Paris, Ouinones be Leon, in Paris eingetroffen. 1 - , _ x

Zum Empfang hatten sich Ministerpräsident Briand, I £00 OUS ©CgtlCTS ITlUilO. der Kriegsminiftär, Mattfchall Petain, und eine I H. v. Gerlach schreibt in derWelt am Mon- Reihe französischer und spanischer Persönlichkeiten tag" Nr. 28 vom 12. Juli u. a.:

auf dem Bahnhof eingefunden. Beim Verlaßen Zentrum ist die wert- und machtbe-

des Bahnhofs wurden von mehreren Zuschauern ständigste Partei in Deutschland. Seit seiner Grün- Schmäbrufe ausgestoßen, das zur V e r h a f - I düng hält es sich immer auf einem parlamentarischen tung von 17 Personen führte. Es kam hier- I Besitzstand um 80 Mandate herum. Ob Deutschland bei zu einem Handgemenge, bei dem ein Polizist I Republik oder Monarchie ist, ob Bismarck Reichskanzler verletzt wurde. Mehrere der Verhafteten, darunter I ist "der Scheidemann, ob das Zentrum in der Regie- ein Spanier und ein Stabsarzt Trrcoire, wurden SJLfe I0nmmer 6 e,bt em

in Hast behalten. Tricoire soll, wie verlautetz dem ® sAmarck ist es, bergen Zentrumsturm ge- Kriegsgericht übergeben werden. General Prinw baut hat in diesem Falle natürlich Baumeister w i- de Rivera wird während feines Aufenthaltes wider Willen. Er fing den Kulturkampf an, um die Pari-- in b»~ ipa-ftlcb-n Botschaft Wohnuna neh- I katholische Kirche so zum Werkzeug des Staates men. I zu machen, wie es die evangelische von jeher gewesen

* I war. Aber die katholische Kirche erwies sich stärker als

M- WW km »rkg;.

Minister Herzog von Tetuan und dem Marmemmt- I Maigesetze zurückziehen.

fter Vizeadmiral Cornjo das Großkreuz der Ehren- I Märtyrertum ist ein ganz besonderer Kitt. Seit legion verliehen. I Bismarcks Sozialistengesetz haben wir eine unwider-

. , ~ I stehlich wachsende Sozialdemokratie, seit Bismarcks Kul-

* Politische Personennachrichteu. Der Hauptvor« I turtampf ein unerschütterliches Zentrum als Vertretung stand der Deutschen Demokratischen Partei und die | der Mehrheit der deutschen Katholiken.

demokratische Reichstagsfraktion haben dem lang- I An der Existenz des Zentrums muß jede Hoffnung jährigen Führer und Vorsitzenden Vizekanzler a. D. I Wttern, es in Deutschland einmal zum Zweipar- Friedrich Payer und seiner Gattin zum Fest der te,ensystem zu bringen Es gibt keine Mehrheit blt wiw«®i«Ä,ün&.... HZ

-r ».-,,«»-«...1. e»,* ?I, ,eu>. te

zettung' beschäftigt sich (Nr. 316) mit dem Reichs- I mehr links regiert wird. Und da es immer dabei fein parteiausschuß und mit der Tatsache, daßDr. Wi rth I muß. kann nie ganz rechts oder ganz links wieder zum Zentrum zurückgekehrt ist. Dabei wird I regiert werben."

von Dr. Wirth als demSozialist im Zentrums- I 3m übrigen kommt H. v. Gerlach auf die gewande" gesprochen. Dieser Ton, wie auch die I Sitzung des Reichsparteiausschusses vom 4. Juli ganze Sprache, den die ,Kreuzzeitung" gegenüber I Zurück, die er eine historische Sitzung nennt. Er dem Zentrum anschlägt, weil es sich den deutsch- I sagt von ihr:Sie hat den Ruf des Zentrums ge- nationalen Lockungen zu erwehren wußte, muß auf I rettet, die staatskluge Partei parexcel- daS entschiedenste zurückgewiesen werden. Wenn die I lencezu fein."

Deutschnationalen glauben, mit solcher Sprache auf I Des weiteren plädiert H. v. Gerlach dafür, daß uns einzuwirken, etwa gar noch im Sinne einer I nun auch die Sozialdemokraten, die er ihres 23er- Annäherung", dann täuschen sie sich. Ehe sie nicht I haltens in der Fürstenabfindungsfrage wegen scharf anständig reden wollen, haben wir mit ihnen nichts I getadelt und angegriffen hat, sich ebenso staatsklug zu tun. I verhalten, wie es das Zentrum getan hat. Er

I verweist darauf, daß Belgien regiert wird von

* Aus dem österreichischen Nationalrat.' Der I einer Koalition von Sozialisten und Katholiken, daß Nationalrat in Wien hat das Zentralbankgesetz in I sich naturgemäß beide Teile Konzessionen machen zweiter und dritter Lesung einstimmig angenommen, müssen, die Sozialisten vor allem in der Schul- Weiter wurde das Uebereinkommen zwischen Oester- I frage. Und er verweist weiter darauf, daß Sart­re id) und dem Deutschen Reich über die Durch- I oervelde, der überzeugte Freidenker und Marxist, führung der Sozialversicherung im zwischenstaat- I solche Konzessionen mache! Denn er fei Staats« lichen Verkehr in beiden Lesungen genehmigt. I mann und er wisse, daß man nicht alle Ideale

* Die Kabinettsbildung in Griechenland. Aus I gleichzeitig betreiben kann. Im ganzen Athen wird gemeldet: Nachdem Zavitsanon den I kommt der Verfasser auf Grund der oben gemach- Auftrag zur Kabinettsbildung zurückgegeben hat, I ten Erwägungen zu dem Wort: Zentrum berief Pangalos den Vorsitzende des Kassations- bleibt Trumpf!"

Hofes Zilimon, um ihn mit der Bildung der I Diese Stimme aus fremdem Lager ist sicherlich neuen Regierung zu beauftragen. Gleichzeitig rotrb I in Betrachtung der politischen Vorgänge der letzten er Parlamentswablen anordnen. t Zeit van Interesse.

treter in London außer ungefähr 8 Artikeln einen Briefwechsel über die Schutzklausel. Für den Fall, daß die Zahlungen Deutschlands in einem gewissen Verhältnis unter den von Frank­reich an England zu zahlenden Betrag herunter­gehen, sei eine Revision des Abkommens vorgesehen. Die französischerseits zu leistenden Jah­reszahlungen zerfallen in drei Gruppen, für deren erste ein Moratorium vorgesehen ist. Die Trans­fer-Klausel entspricht der des englisch-italienischen s» »s i sssoA °°N tsetsi ^6* wC,rtt davon tn Kenntnis gesetzt Hobe, I njerfe Goldpfand zurückzuerhalten. Bereits jetzt

daß dte G^rfer Verhandlungen, soweit die 23eremlg- Ihafte Frankreich von diesem Depot im Gesamt- en Staaten und Englandsmtereffiert-feten. nt^zrr- ^traq von 77-/- Millionen 24 Millionen zurück, sa mm en gebrochen betrachtet werden mußten. Die erste Jahreszahlung soll 4 Mill. Pfund be- Es sei auch von Seiten der nach Genf entsandten tragen. Erft ab 1931 werden die Jahreszahlungen Beobachter, wie das Staatsdepartement erNart in 12y Mill, erreichen. Nach demEcho de Paris- Washington kein derartiger Bericht ein» I ^sird die gegenwärtige französische Schuld an Eng- gelaufen. I wird von 653 Mill. Pfund einschließlich um 60 Pro-

| zent ermäßigt, sodaß die in 62 Annuitäten zu zah-

«rach um den spanischen Diktator. mnme6r un9e,56r 260i,L

Zwischenfall beim Lmvfang primo de Rivera in I _ _____

Paris Eaillaux vor neuem Kampf.

Die Faszisten in Bojen.

Grundsteinlegung eines italienischen Sieges­denkmals.

Bei der anläßlich der Eröffnung des 6. K o n - g r e f f e s der italienischen Kriegsinva- ttden erfolgten Grundsteinlegung zum italieni- fchen Siegesdenkmal in Bozen hielt der Unterrichts- Minister Fedele in Gegenwart des Königs eine Jtebe, worin er das künftige Denkmal als Zeichen des unerschütterlichen Willens Italiens feierte, das Bon der Sicherheit feiner Grenzen überzeugt fei. Unser Geist, so führt er u. a. aus, bem das lateinische Gefühl für Recht und Bil- ngkeit innewohnt, wird nicht verdunkelt durch trübe -r-raume, worin andere schon Hermann den Merusfer gesehen haben wollen, wie er die Legionen Roms schlägt. Niemand kann uns ohne offenes Uebelwollen kulturwidrige Absichten zu- ichreiben. Rom ist im vollen Bewußtsein seiner -«echte und feiner Mission zwischen den alten und neuen Völkern Europas voller A ch t u n g für j e be Kultur und für jede Tradition. Innerhalb der f re!J<5en, wo sich die römischen Adler niedergelas- ! " naben, müssen sich aber alle dem gerechten (9e= jeg beugen, das das Siegel der Tradition und der beschichte, der Kraft und des Rechtes trägt.

Nach Einmauerung der Urkunde begab sich der ha°n<S in Begleitung des Senatspräsidenten und ih A'nnnierpräsidenten in die Unterpräfektur, wo h" ^eorbnete ber Bürgerschaft begrüßten. Nach s'öo^,e.imarfd) des Festzuges mit Aborbnun- fKriegsinvaliben, ber Kriegsteilnehmer unb Mtifcher Organisationen trat ber König in ber utagsstunbe roieber bie Rückreise nach Rom an. IRatincparabe vor Rlusiolini in den Gewässern

L- von Ostia.

Ibpr na^m >n den Gewässern von Ostia V 1 47 Einheiten der Kriegsmarine Parade ab.

internationale Kommission zur Abwehr des Faszismus.

löfsick 13. Juli. (Eig. Funkmldg.) An-

blilnnit* ersten Reichssportlertages des.rupu- baus?1 . n Schutzbundes fand gestern im Partei- internationale Beratung der Sinti« Sericht $en Abwehrverbände statt. Nach der r ^ec verschiedenen Länder-Vertreter wurde zur gefaßt, eine internationale Kommission Deutssi, Faszismus unter Vorsitz des Abg. und h#r gründen, deren Sitz in Wien sein soll :ew,km/". Sekretariats-Arbeiten der österreichischen- publikanische Schutz-Bund besorgen soll.

(@iq °us einem portugiesischen Kriegsschiff?

fie(ie ^aba3 meldet aus Lissabon, es

bet ®eruct>t, daß die Besatzung des Kreuzers, be ®en*ra,t Gomez Costa nach Angra

. ® gebracht habe, revoltierte und den f'°nen hJ1«? 0?0 an, ?antl gebracht habe. 5 Divi- Costax Nordens hätten sich für General Gomez Tie wn'' ^e gegenwärtige Regierung erklärt. be6Q®t ^^aaa§ Llbt diese Nachrickt unter Vor-