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Beiblatt.

Nr. 134.

I 50Jähr. Jubelfeier des Rhönklubs

ZZ. juk bis L August Js. Im Schlosspark zu Fulda

i

ausgeführt.

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Carl Schneider Heinrichstrasse 64.

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steinerne Gedenktafel aufgestellt. Daraus sind die Namen der 43 aus hiesiger Gemeinde Gefalle- nen, überragt von zwei Friedensengeln, verzeickMt. Unter den Namen steht versinnbildet eine Glocke und die Inschrift:Wenn St. Josephs-Glocke für die Krieger fleht, ichenk auch Du den Toten gern ein Gebet". Die Gedenktafel wurde hergestellt in De.

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Sutoaer Zeitung (amtlicher Kreisblatt). Sonntag, 13. 3um rc2b. Sie deutschen Nochen im SchnMMrgebiet.

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Alrbriter-Äentrums-Wähler und Wählerinnen!

Am Sonntag, den 13. 3uni, abend 8 HO*» finbef im großen Saale der Harmonie eine

wichtige Versammlung

statt, zu der alle Wähler und Wählerinnen der Zentrmnsarbeilerfchast freundlichst eingeladen sind.

Ein dazu berufener Redner wird über

MsentWD unö MsieiMiidW

sprechen. Rach dem Vortrage ist freie Aussprache.

Da die Meinungen über Fürstenabfindung und Fürstenenteignung noch weit auseinander gehen und sich vielfach nicht auf der richtigen Linie be­wegen, so dürfte die Versammlung allen Zentrums­arbeitern und Arbeiterinnen eine willkommene Ge­legenheit sein, sich über diese heiß umstrittene Frage durch einen im christlichen Geiste gehaltenen Vortrag mit sachlicher Aussprache richtunggebend zu orientiere«.

Ls darf daher wohl ein Massenbesuch der Ver­sammlung erwartet werden.

Der Vorstand des Arbeiterausschusses der Zenlrumspartei.

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Rüderes unter Nr. 923 in der Geschst. dies. Ztg.

IMIIIIUIHIIHI

Rings um die Gebiete des Schwarzen Meeres | finden mir auf russischem Boden einen blühenden Kranz von deutschen Kolonien, die ihre deutsche Kultur sich wohl bewahrt haben. In den Gou- I vernements Bessarabien, Cherson, Iminen, 3 I rinoslaw, Charkow, im Dvngebiet Woronesst, im Kuban- und Tarekgebiet zahlten die deutschen Ko­lonien an die 600 000 Seelen mit ungefähr 4JW» Honen Deßjiatinen Land. Stolz und selbständig I satzen sie dort aus ihren Höfen, zeigten kerniges, gerades Selbstbewußtsein, vielfach in rourbiget unö kräftiger Frim als die Deutschen im Mutterland. I Ja pcuriachelischer Einfachheit gestalteten sie rzaus- halt und Familienleben. Sie machten die deutsch- Ehrlichkeii sprichwörtlich in Rußland:Ehrlich wie I ein Deutscher" hc>i te man ost die Russen 1 rgen.

Diese deutschen Ansiedlungen entstanden um die­selbe Zeit wie die im Wolgagebiet (f.Fuld. Ztg, Nr 83 v. 11. 4. 26.). Ws um das Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Russen den Türken die weiten Gebiete am nördlichen uno westlichen User des Schwarzen Meeres bis zur Donau abgenommen, die sie vielfach ihren Groß- I Würdenträgern als Eigentum überwiesen, sahen je I sich nach Kolonisten um, die dieses Land der Kultur I erschließen und ein Bollwerk gegen die mohameda- nisch-türkische Bevölkerung bilden sollten. Die Kai- I ferin Katharina und Kaiser Alexander I. betrieben vor allem die Ansiedlung der deutschen Bauern, I deren kolonisatorische Tätigkeit sie im siavtschen Gebiete vielfach bewundern konnten. Don 1787'bis 1857, hauptsächlich in den Jahren 1804 bis 1809 erfolgte die Einwanderung der Deutschen mrrch | reichliche Versprechungen ins Land gelockten Bau- I em. Diese große Wanderung im 18. bis 19. Jahr- I hundert können wir als die letzte Welle der großen I geramnischen Rückwanderung bezeichnen, die das ganze Land östlich der Elbe und Saale bis zur Weichsel, ja noch tiefer ins slavische Gebiet hinein dem Deutschtum wieder erschlossen Hal, nachdem ee der Völkerwanderung diese Spitze dem slavifchen Nachbarn eingeräumt hatte.

In ihren Wagen, die den geringen Hausrat ber- I gen zogen sie aus Schwaben und Hessen durch I Bayern, Oesterreich und Ungarn, überstiegen müh­sam die Karpathen, wanderten weiter durch die I weglosen Strecken Polens und Rußlands, bis sie an den Ufern des Schwarzen Meeres auf öder, weit und breit leerer Steppe eintrafen.

hier siedelten sie sich an und legten den Dörfern, I die sie gründeten, den lieben Heimatnamen der I Städte und Landschaften bei, aus denen sie tarnen. I So finden wir dort ein Mannheim, Elsaß, Straß­burg, ein Karlsruhe, Landau, Speyer und Worms, ein Heidelberg, Darmstadt und Kassel.

Die große Not, in der sich der deutsche Bauer I im 18. Jahrhundert vielfach befand, namentlich in I der Zeit als die französischen Revolutionshee.e I das deutsche Land aussaugten, dazu die alte deutsche Wanderlust, trieb die Leute aus der Heimat auf der Suche nach einem besseren Leben m fernen Landen, hatten doch die Agenten des russischen Rei­ches die schönsten Vorrechte und großen Vorteile ihnen in Aussicht gestellt: zehnjährige Befreiung von Steuern und Abgaben, Freiheit vom Soldaten­dienst, Glaubensfreiheit, Selbstverwaltung.

I Während die deutschen Ansiedler an der Wolga I mit den größten Hindernissen zu kämpfen halten und im Kampfe mit den tartarischen Völkern na­menloses Elend erleben mußten, ging es den Zu-

I gen, die nach dem Schwarzen Meer wander- I ten, besser. In 214 Kolonien wurden etwa 10 000 I Familien mit ungefähr 50 000 Köpfen angesiedelt, denen an 600 000 bis 654 000 Hektar Deßjiatinen Land in Bessarabien, Cherson-, lau- rten, Krim und Je k a t e r in o sla w zugeteilt

I wurden. _ _ .

In der Bebauung und Besiedlung des Landes finden wir in den deutschen Kolonien altgermanische I Grundsätze angewandt. . Das Land wurde in eine Anzahl gleich großer Höfe geteilt. Jede Familie erhielt eine Wirtschaft von durchschnittlich 60 Deh- I jiafmen (64,5 Hektar) Land, so daß die Bauernhöfe recht stattlich waren. Das Weideland blieb gleich der mittelalterlichen Allmende zur gemeinsamen De- I Nutzung. Die Wirtschaft war unbelehnbar und un­verkäuflich und wurde' durch Erbschaft an Söhne I oder Brüder weiter gegeben. Starb der Mannes- I stamm aus, so sollte die Wirtschaft an die Gemeinde 1 zurückfallen. 3m Lause der Lahre wurden aller-

Schutz für die älteren Angestellten. I

Dom Deutschnationalen handlungs- I gehilfenverband wird uns geschrieben:

Nachdem bereits im Februar der vorläufige I Reichswirtfchastsrat sich mit dem A n t r a ge der Angestelltengewerkschaft en betr. schug- maßnahmen sür die älteren stellenlofen Angestellten | beschäftigt und ein Gutachten abgegeben hatte, hat I seist auch der Unterausschuß für Angestelltenfragen des Sozialpolitischen Ausschusses des Reichstages zu ber Frage Stellung genommen. 3hm lagen die I Anträge der Abgeordneten Thiel, Lambach, > Gering, St ö'h r usw. vor. Erfreulicherweste wurde im Unterausschuß einstimmig über die Anträge beschlossen, die folgendes besagen:

Sn Unternehmen öffentlichen und privaten Rechts smd freiwerdende Stellen bei den öffentlichen oder sonstigen gemeinnützigen Arbeitsnachweisen anzu- - melden. Die Kündigung ober Entlassung älterer I Angestellten (über 40 Jahre)) sind ebenfalls den Arbeitsnachweisen anzumelden. Wenn bei Chisire- 1 cmzeigen die Bewerbungspapiere im Falle der er­folglosen Bewerbung innerhalb zwei Wochen nicht zurückgesandt werden, hat der Bewerber das Recht, I beim Verlag der Zeitung die Anschrift des Em­pfängers der Bewerbung anzufordern.

Aeltere Angestellte, die mindestens 10 Jahre I in einer Tätigkeit zurückgelegt Haden, und mmb- stens drei Monate erwerbslos find, sind im offen.- I lichen und privaten Betrieben einzustellen, und zwar I fo, daß auf je 5 Angestellte ein Angestellter über 40 Jahren kommt. Gegebenenfalls hat der Vor­sitzende des Landesamtes für Arbeitsvermittlung I das Recht, die Zwangsweise-Einstellung zu veran- I lallen. Maßgebend ist der zuständige Tarifvertrag. Bei der Zuweisung sollen sachliche Eignung, Dauer I der Stellenlosigkeit, Lebensalter und Farnmenver- hältnifse berücksichtigt werden. Verstöße gegen die Bestimmung werden unter Geldstrafe gesetzt. Die I Kündigung der älteren Angestellten darf nur mit I Zustimmung der Betriebsvertretung erfolgen. Aus» I nahmen bestehen nur dei Stillung und Entlas- I fung aus einem wichtigen Grunde.

Ferner sollen die bestehenden Mmdesttundigungs- fristen für sämtliche Angestellten abgeändert wer» den, und zwar bet Kündigung durch den Arden- I geber soll die Kündigungsfrist von 5 Dienstjahren I an 3 Monate, von 10 Dienstjahren an 6 Monate, I von 15 Dienstjahren an 9 Monate zum Schluß eines . Kalendervierteljahres betragen. Nach 20 Dienst- I jähren darf zu einer Kündigung nurein wichtiger Grund" Anlaß geben. Der Angestellte dagegen soll höchstens an eine Kündigungsfrist von drei Kalen­dermonaten gebunden fein.

hinsichtlich Zahlung von Abgeltungssummen for­dert der Unterausschuß bei einer Betriebszugehörig-

feit von 3 Jahren ein Monatsgehalt. Nach je 2 Jahren ist in weiteres Monatsgehalt zu zahlen. Ferner fordert der Unterausschuß reichsgesetztliche Vorschriften über die Höchstzahl von Lehrlingen im Handelsgewerbe.

In Kürze wird die Reichsregierung zu vorstehen­den Verhandlungsergebnisfen des Ausschußes Stel­lung nehmen und auch die Länderregierungen- I ren. Die Vertreter des Deutschnationalen hand- . lungsgehilfenverbandes haben bereits dem hessischen Minister für Arbeit und Wirtschaft ihre Wünsche zu dem Verhandlungsergebnis vorgetragen. Der Minister erklärte, den Forderungen des Ausschusses wohlwollend gegenüber zustehen. Eine Stellung­nahme im einzelnen müßte vorbehalten bleiben, da der Wortlaut des Beschlusses des Unterausschusses noch nicht vorlag.

aus dem zuldaer Land.

= Eichenzell. Am Mittwoch nachmittag fand hier in der Gastwirtschaft Faust eine L e h r e r k o n f e r e n z des Bezirksoereins Florenberg statt. Lehrer Diegel- mann-Welkers hielt einen gehaltvollen Vortrag über Willenserziehung mit einschlägiger Anleitung ; zur Selbsterziehung, der durch eine lebhafte Besprechung fruchtbringend ausgeschürft wurde. Kreisiugendpfleger fLehrer Pappert-Bachrain bereicherte die Teilnehmer mit Erfahrungen, die er im Turnkursus zu Spandau gesammelt hatte. Er betonte die harmonische Ausbil­dung von Körper und Geist und machte die Anwesenden mit demOldenburger Schleuderball" bekannt. Aus An­regung des Lehrers Diegelmann empfahl er das Werk Durch Körperbildung zur Geisteskraft" von Lockington. chauptlehrer Streb aus Pilgerzell besprach den von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft herausgegebenen Leit­faden für den Unterricht in den oberen Klassen der Schulen und FortbildungsschulenVom Reisen mit der Eisenbahn" und verteilte einige Exemplare. Nachdem schließlich noch auf Anregung des Vorgenannten das Liederbuch für Jugendliche besprochen und auf die Macht und Pflicht des guten Beispiels aller Iugendkuldner be­züglich des Tabak- und Alkoholgenusses hmgenuesen worden war, fand die Konferenz ihren Abschluß.

= Rückers bei Flieden. Zum erfreulichen An­denken an die im Weltkrieg aus der Pfarrei Rückers Gefallenen wurde eine eigene Krieger­gedächtnisglocke, welche dem hl. Joseph geweiht ist, beschafft. Um nun auch die Namen unserer ge­fallenen Helden der Nachwelt zu erhalten, wurde l . - . cnc____e - -L - Ätna

3bre Angelegenheiten verwalteten die Dörfer I ziemlüh autonom. In den von der Zentrale wett entfernten Gouvernements finden wir E S-eml stark entwickelte Selbstverwaltung, die fafi: b«: md- telalterlichen Städteverwaltung m Deutschland vleichkanu Die Gemeindeversammlung wählte sich ihren Schulzen, sowie die übigen Gemeindeorgane I und »beamten, wozu auch der Pfarrer und Mehrer gehörten und beschloß die Steuern, die zu erheben waren. Mehrere Gemeinden zusammen bildeten einen Verwaltungsbezirk, die W o l oft. An ot Spitze dieser Wolost stand der Oberschulze, der m feinem Bezirk im wesentlichen dieselben Re chte w e der Schulze in der Gemeinde hatte. So kam es, datz die Kolonien, in ein deutschen Wolosten öusammen- gesaßt sich vollkommen selbständig verwalteten und fo ihr'Eigenleben erhalten konnten.

3m 19. Jahrhundert begann nun die riesenhafte Entwicklung des russischen Getreidebaues Dw streb­samen deutschen Kolonien erlebten hierdurch einen ungeheuren Aufschwung, wodurch sie befähigt wur­den, sich weiter zu entfalten. Nach ihren Gebrauchen durften die Güter bei Erbschaft nicht zerstückelt wer- em So zogen die jüngeren Sohne der kmderreich-n Familien in Verbänden aus, um sich neues Land zu suchen. Aus Kolonisten wurden Kolonisatoren. Die dräschen Wolosten kauften für ihre Whtglie&cr i die nicht mit Land ausgestattet waren, Tau ende von Deßjiatinen. So tarn es, daß sich die Deutsche..

I so zahlreich verbreiteten und soviel Land erwarben, daß sie Millionen von Deßjiatinen besaßen.

Seit dem Jahre 1871 erlitten die Kolonien einen empfindlichen Rückschlag. Es wurden mit diesen. Jahre die fürewige Zetten" verliehene Vorrechte ausgehoben, dem sie bisher unterstanden, und sie wurden in die allgemeine Vewaltung einbezogen. So traten neben die Beamten der Selbstverwaltung die staatlichen Organe, die Landvogte, von deren Zustimmung die Gültigkeit der Gemeinde- und Vo- lostbekchlüsse abhängig waren.

I Was das in dem russischen Staat bedeutet, in I demder Himmel groß und das Väterchen wett I mar, kann man sich leicht vor stellen.

Dazu regte sich noch der Neid der russischen Bau- I ern die feit 1864 wohl rechtlich aus der Leibeigen­schaft bereit, wirtschaftlich aber dadurch nicht beste, gestellt waren. Als dann die penslevisttschen Be- I wegungen immer mehr erstarkten und das Deutsch­tum in Rußland systematisch unterdrückt wurde, als I in den neunziger Jahren die deutschen Schulen un= I .erdrückt wurden, war es mit den schönen Tagen in den deutschen Kolonien am Schwarzen Meere wie I in den deutschen baltischen Ländern vorbei.

Ws die Stolypinische Agrarreform nach I der russischen Revolution im Jahre 1907 den k?e- I meittdebesitz auflöste, machte keine einzige Kolonie vor dem Kriege in Südrußland davon Gebrauch. I Die Kriegsjahre brachten diesen deutschen Kolo- I nien großes Elend. Während die wehrfähige I Mannschaft gegen Deutschland und Oesterreich I kämpfen mußte, wurden die Zurückgebliebenen I ihres Deutschtums wegen verfolgt und bitter drang-

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Hersield. Der 1901 auf dem Tageberg bei Hers, seid errichlele Loxturm, das Ziel vieler .tat freunde und Badegäste ist für baufällig erklärt und am Mittwoch abend von 23 Personen medergelegt ""-"Rotenburg a. d. F. Die Stadtverorbnetenver. sammlung genehmigte hie Ausnahme einer dn* leche in Höhe von 80000 Mark gut Deckung ver­schiedener außerordentlicher Ausgaben. 3« J*in vom Kreistag beschlossenen Bau Lanbw r schaftlichen Schule sollen 2400 Mark Mr Beschaffung

I des Geländes und Holz und Kies geliefert werden-: - Für den Bau eines als Gefallenend enk. mach für den Kreis Rotenburg gedachten Aus» sichislurmes auf dem Alheimer ist vom hrestgen Zweigverein die Ausschreibung einer Mit

einem auszuspielenden Kapital von oOOOO Mark beantraat^roteen. Bewohnern von Altendiez bot sich ein seltenes Schauspiel, das Erinnerungen I anlänaft vergangene Zeiten wachrief. Eine <scha,- h"erd e von 220^StüL bezog den hieben Zerz.er- ölafe und einige Tage darauf trafen nun Die I Schermädchen, aus der Magdeburger Gegend stammend, ein. Zur Arbeitsstätte wählten sie cm Scheunentenne aus und nun begann ihre Tätigkeit.

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Nr. 438

angeschossen

Bernhard Fahr, Fulda,

Maiktstr. 14.

Viele Zuschauer hatten sich eingesunken, um die Fertigkeit dieser Mädchen zu bewundern, die tu einem vollen Tage mit dem Scheren von 216 Schafen fertig wurden. Auch verheiratete Frauen waren unter ihnen. Sie üben diese Tätigkeit als Lebensberuf aus, scheren Tag für Tag vom No­vember an, in Norddeutschland beginnend, bis August nächsten Jahres. Frühjahr und Sommer über verweilen sie in Süd- und Mitteldeutschland.

Wissenschaft und Forschung.

= Neue Methode der Tuberkulosebehandlung. Ein amerikanischer uno italienischer Arzt wollen eine neue Behandlungsweise Lungenkranker erprobt haben, die eine Heilung selbst dann noch nicht aussichtslos macht, wenn ein großer Teil der Lungengewebe zerstört ist. Die Behandlung soll in der Weise erfolgen, daß durch kleine Hohlnadeln Luft in die Lunge geblasen wird; und zwar wird die Nadel zwischen Lunge und Brust» korb angesetzt. Die Gewebe werden dadurch zusammen» gedrückt, die Luft aufgesaugt und die Lungenflügel be. ginnen sich wieder auszudehnen. Ist die Zerstörung der Gewebe allerdings zu weit vorgeschritten, so wird nicht direkt auf die Lunge eingewirkt, sondern die Behand­lung erfolgt indirekt, indem einige Nippen der befallenen Seite herausgenommen werden, wodurch die Älem- bewegungen des erkrankten Lungenflügels auf ein Minimum beschränkt werden. Der Patient atmet, dann nur noch mit dem gesunden Flügel. Die Operation er­folgt ohne Chloroformierusg durch lokale Betäubung. Sie ist angeblich in den meisten Fällen nicht gefährlich

Willi Gärtner

Petersbergerstrasse 24. Telefon 939.

Zur Jubelfeier des Rhönklubs werden viele Gäste aus allen Gauen Deutschlands in unserer alten Bischofsstadt Einkehr halten.

Schon jetzt bitten wir die verehrliche Bürgerschaft für Fahren, Fenster- und Blumenschmuck der Häuser in allen Strassen der Stadt

Sorge tragen zu wollen. Bau- und Ausschmückungs-Ausschuss.

Don Dr. Weber-Fulda.

dings diese Grundsätze gelockert, und es bildete sich auch Gelegenheit. Wirtschaften zu verkaufen. Diese Einrichtung, daß die Güter nicht verkauf werden durften, ist es wesenmch mit ju verdanken, daß ber rein deutsche Charakrer der Dörfer gewahrt

sattert. _ , . *

Das Jahr 1915 brachte die Enteigmmgsgesetze des deutschen Besitzes, die 1917 durchgeführt wer­den sollten. Wenn die Revolution sie wohl davor behütete, fo hatten sie jetzt doch die Verfolgungen durchzumachen, die alle Begüterten auf russischem Boden traf. '

Das Jahr 1918, als deutsche Truppen In die Ukraine einrückten, brachte ihnen für einige Zeit Er­leichterung. Die Deutschen, die damals in der Ukraine bei deutschen Kolonisten einquartiert wur­den, können davon erzählen, mit welcher Freude sie als Brüder aus dem alten Mutterlande begrüßt unö ausgenommen wurden.

In den Nachkriegsjahren haben diese Kolonien die furchtbaren Schicksalsschläge, die das russische Volk getroffen hat, tapfer cmsgehatten. Es ist zu hoffen, daß sie sich bei ihrem zähen Eifer und bet der Anerkennung, deren sie sich heute in Rußland schon wieder erfreuen, wieder emporarbeiten zur früheren Blüte._____________

Satt) Arbeiterverein das 25jährige Jubi­läum feines Bestehens. Der Tag soll festlich ge­feiert werden.

= Mansbach (Kr. Hünfeld.) Auch unsere Ge­meinde hat durch das Ingenieurbüro Köhl-Fulda die für die Herstellung des Wasserwerks her Gemeinde nötigen Arbeiten und Lieferungen in drei Losen öffentlich zur Vergebung ausgeschrie-