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Sonntag, 30. iUai 1926.

Nr. 123.

MMtärausstand in Portugal

Paris, 29. Mai. (Gig. Funkm.) „Oeuvre" zu­folge habe B r a s i l i e n auf freundschaftliche und einmütige Bitten erklärt, es werde kein Beta gegen den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund einlegen. Es lei ein Abkommen getroffen worden, dem Brasilien zugestimmt habe. Ginzelyeiten über dieses Abkommen teilt das Blatt stdoch nicht nut. Diese Nachricht wird auch vom „üuotivren" bestä­tigt Brasilien und Spanien dürften, ielbft wenn sie während der Völkerbundstagung nicht zugleich mit Deutschland ständige Sitze im Bölkerbundsrat erlangten, sich zu Gunsten der Zuteilung eures ständigen Sitzer an Deutschland aussprechen

Die englische presse zur Haltung VraMiens.

ErlLeint sechsmal wöchentlich. »°»e«b«.Iaaen: SUuflrlette Bei löge“ und Bu-benblStter". Rotationsdruck und B-rlag Fuldaer «ctiendrucksrei in Fulda. Feruidre-ber «r. » Monatlicher BeruaSdrei»! 1 50 Mk.

Vierverkauf und Politik.

Amerikanische Borstellungcn b.im deutsch-» Botschafter.

London, 29. Mai. (Gig. Funkm.) Einer Times- Meldung zufolge wird aus Los Angeles berichtet, dast aus dem deutschen Kreuzer Hamburg, wah­rend er in San Pedro (Kalifornien) vor Anker la! Bier an Besucher verkauft worden se?' dessen Alkoholgehalt über den durch das ame­rikanische Prohibitionsgesetz vorgeschriebenen Pro- ?ensiatz hinwsging. - Wie dazu aus Washing- ton gemeldet wird, wird das Staatsdepar­tement wegen des angeblichen Verkaufs ubn- vrozentioen Bieres voraussichtlich heute die deutsche Botschaft in Kenntnis setzen, womit der Zwischenfall als erledigt betrachtet werde.

Brasilien und der Völkerbundsrat.

| seiner Abreise bei einem Empfang deutscher Presse­vertreter: .....

Bon der internationalen ArbeitÄouferenz.

Der zweite Ausschuß der Genfer Internationalen Arbeitskonferenz hat grundsatzüch die Schaffung eines besonderen Organs zur Ueberwachung der Durchführung der ratifizierten international en Ärbeitskon v e n t i o neu beschlossen. Der Beschluß soll stdoch erst dann end­gültig werden, wenn die Defugnisie dwses Organs unter Zustimmung aller beteiligten Gruppen g « nau feftvlegi sind und stder Widerspruch zu per Satzung der internationalen Arbeitsorganisation ausgeschlossen ist.. Die Aufgabe des Ausschusses wird rein technischer Art sein. __

Navas berichtet aus Lissabon: Hier ist wiederum eine'Militärrevolte ausgebrochen. ZweiDrvt- llonen die eine im Norden und die andere 'm Süden haben gemeutert. Der Ministerpräsident erklärt,' der Uvbotmäßigkeit Herr werden zu können.

Die Verbindung zwischen der Hauptstadt Li sa- bon und dem Innern des Landes ist wegen des MilitSrausftandes unterbrochen. Der General oer meuternden Truppen richtete M^ie BevöNerm^ einen Aufruf. Die Regierung hofft stdoch, me wegung unterdrücken W können.

Lissabon, 29. Mai. (Gig. Funkm.) Die Regie- n.na bat aeftern eine Mitteilung veröffentlicht, die besagt, der Aufftand beschränke sich auf einige Elemente der Garnison Draga, die unter dem Befehl des Generals Gomez Costa° stunden. qtoei Abteilungen würden m Porto aufgestellt, mn die Aufftändischen von Braga matt zu setzen.

Paris 29. Mai. (Gig. Funkm ) Nach einer Meldung aus Lissabon haben die Führer der Aufstandsbewegung den Präsidenten der auiaefordert, eine republikanische Regierung !us Nichtparlamentariern zu bilden und die Führer der politischen Parteien zu sich zu berufen. *

Die portugiesische Putsch-Manie charakterisierte de. »--«AK S-EUIt d- A--u,°

litten hätten. *

Wie Havas aus Madrid berichtet, haben die SRntfrhnffer 5)eutfd)Iönt)5 UTlt) bCT 2o C t C t TI y ten Staaten dem spanischen Außenminister an­gesichts der Unterwerfung Abd et Knms Gluck wunschbefuche abgestattet.

Wie Havas aus Madrid berichtet, hat Minister Präsident Primo de Rivera der Presse gegenüber seine Besorgnisie über das Los der noch nicht au - gelieferten Gefangenen der Rifleute zum Ausdruck gebracht. Die spanische Regierung hat ch" B - Weier und die Vertreter der französischen Regierung ersucht, von Abd el Krim genau Abklärung hier­über zu verlangen, um die Freilassung der noch fehlenden Gefangenen durchführen M.konn^und um für den Fall, daß die humanitären Grund, sätze bei der Behandlung der Gefangenen verletzt sein sollten, Abd el Krim zur Verantwortung zu ziehen. „

Havas berichtet aus Fez: Wie ^ autorisierter Quelle verlautet, sollen die französischen V e lüste im Verlaufe der letzten Offensive sehr ge» rina gewesen fein. Sie betragen Nicht mehr als 100 Tote einschließlich der eingeborenen Truppen und der ftanzosentreuen Stämme.

Zur Lage in Syrien.

Wie Havas aus Beirut berichtet, hat -me Abteilung Aufständischer in der Gegend von Homs geplündert, ist aber zurückgeschlagen worden.

Vie Inflation in Frankreich.

Der sozialdemokratische Abg. Ehauss! hat einen Antrag eingebracht, m dem Reg'eru g aufgefordert wird, die Ausfuhr sämtlich er Lebensmittel, die für Ernährung Frankreichs unerläßlich feien, zu untersagen.

Die Arbeiten des Ausschusses hatten ausschließ­lich vorbereitenden Charakter und konnten sich nur auf die Ausarbeitung von Methoden, durch die der gewaltige Stott des Abrüstungsproblems bewältigt Ä taSt," „ftrrf.n. BHe gefunden werden und damit ist em A n ran g g - macht, dessen Bedeutung weder unttr- noch über­schätzt werden soll. Die Haltung der deutschen De e- aation mußte notwendigerweise ab wart end sein. Die deutsche Politik, die durch dre Vertrage von Locarno und Berlin umschrieben ist und den wirtschaftlichen und moralischen Wiederau,- bau Deutschlands erstrebt, wird auch im Raknen des Völkerbundes unverändert eme Politik des Frie­dens nach Westen und Osten bleiben.

” An bereichten Sitzung der Bremer Bürgerschaft wurde ein sozialdemokatischer von dm rcmo-ra- I ten unterstützter Antrag mit 48 gegen 37 Summen angenommen, der den Senat ersucht, beider Reists- regierunq die Aufhebung der ftlaSgeN' Verordnung vom 5. Mm zu erwirken. Ge­gen den Antrag stimmten die Deutsche Bolkspai.ei, die Deutschnationalen und die Völkische gartet

In der Flaggenfrage kann man nur hfrfner wieder den Herren in Berlin zu Gemüt. | führen, daß sie sich die Flaggensorgen der auf gute Renten- und Pensionseinkommen gestutzien oberen Kreise nicht zu sehr 3», Herzen nehinen mögen. Bei uns haben die breiten Volksmassen, Land wirte, Handwerker, Arbeiter ganz andere Sorgen. Sie erwarten, daß die Reichsreaierung ihre ganze Tatkraft auf die Lösung ber ®tit- schaftsfragen richtet, das Erwerbslosinpro - blem löst und das arbeitende deutsche^ Volk davor bewahrt, daß wegen Flaggen und Laiben neue Gefährdungen der Ordnung und Ruhe, neue Sto­rungen der wirtschaftlichen Erholung eintrelcn, durch Putsche und Putschversuche neue Wirtschafts­krisen begünstigt werden. Uns liegen die All­tagssorgen am Herzen. Flaggen spielen nur on Sonn- und Festtagen eine Rolle.

Die erste rNinifierbesprschung nach Vftngsten.

Freitag nachmittag fand, den Blattern zufolge, die erste Ministerbesprechung nach den L-mg feinen statt. Sie beschäftigte sich lediglich mu laujerfca.

oerfotnmetUn Udi- inje.lh, anwesenden Reichsminister beim 5Kcicbspraftbenten zu der Abschiedsfeiec für Dr. Luther.

««»eisen-«reife Äleinteile (Eolonel) otai 0.15 ;

auswärts 0.20 Reichsmark. Setlomeieile lotal .6 «RetcbSm

auswärts 0.80 Reichsmark-

Bei « ederbolunaen Rabatt, «aftich'ckkanta Frankfurt a- M. «oi.

Heue Kämpfe in Nordafrika.

mtb Tanga, 29. Mai. (Gig. Funkm.). Dem Kor. reipondenten des Daily Telegraph zufolge setzte die D fch e b a ll a h - S t ä m m e m der Rahe von Tetuan den Kampf mit den Spaniern fort die bei den letzten Kämpfen s ch w e r e B e rl u st e er

„Die Stadt des vrusus"

Dom Faszistenfimmel erhielt man im römischen Senat neue Beweise. Gelegentlich der Beratung des Etats des Ministeriums des Aeußern hat der Senator Tolomey eine Rede gehalten, m der er u. a. verlangte, daß die Assimilierung Südtirol sich auch in den Denkmälern und Symbolen kund tun müsse. Das Waith er Denkmal solle den Deutschen der Stadt ge- schentt werden. Auf dem Marktplatz in Bozen, der Stadt des D r u s u s, solle em Denkmal die­ses lateinischen Gründers der Stadt sich erheben, der zuerst die lateinische Kultnr nach Süd tirol gebracht habe. Losung und Kriegsgechrel müsse lauten: „D r u s u s s oll« ach S ü d t i r o l zurück", „Rom soll nach Südtirol zurück.

Der König von Italien ist mit der Prinzessin Giovanna an Bord der Königsyacht Savoia abge- um »ine Reise durch Sardinien zu machen. Mer Dreadnoughts, drei Aufklärerschiffe und 22 Torpedobootszerstörer begleiten die Konigs- nackt Eine ungeheure Menschenmenge brachte dem König bei der Abfahrt begeisterte Huldigungen dar.

Verhaftungen in Polen.

General Michael Zimierski verhaftet.

Warschau, 29. Mai. (Gig. Funkm.) General Michael Zimierski, der ehemalige Adiutcmt des Generals Joseph Haller und spaterer stellver- tretenber Chef der polnischen Militärverwaltung, wurde gestern abend verhaftet wegen Mitz- bräuchen, die er sich angeblich m dieser Stellung hat zu schulden kommen lassen.

Der Kriegsminister der Warschauer Regierung Wiws, General der Infanterie Malczewski, ban­det sich im Militärgefängnis ©enteral Malczewski war seit 10 Tagen verschollen. Man wußte nur, daß er seinerzeit auf einer Autofahrt von Pchudskl ergebenen höheren Offizieren nach unbekannter Richtung verschleppt worden war.

Um Lloyd George.

Die Stellung des liberalen Parteichefs Lloyd George, des englischen Staatsmannes, der im Kriege den Sieg der Entente mit m erster Linie erwirkt hat, ist ernstlich gefährdet. ^Der Evemng Standard zufolge beabsichttgen gewisse Mitglieder des radikalen Flügels der liberaen Partei, bei der Zusammenkunft der liberalen Parlamentspartei, die wahrscheinlich am Dienstag erfolgen wird, einen Mßtrauensantrag gegen Lloyd George emzubrin- aen Lloyd Grey nahm in einer Rede im Ratto- nalliberalen Mub Stellung zu dem Streit, zwischen Lord Oxford und Lloyd ©eorge. Er sagte, er stehe vollkommen hinter Oxford, der m fchwie- liaster Lage stets der geduldigste und ritterlichste Kollege gewesen sei. Wenn innerhalb der liberalen Partei Schwierigkeiten beständen, so stammten sie nicht von Oxford. Im weiteren Verlaufe seiner Rede tadelte" Lord Grey die Haltung der Regie- rung iisider Kohlenfrage und klagte über den Man­gel an gutem Willen bei der Pflege der Beziehun­gen zwischen Arbeitern und Arbeitgebern. Er jagte, den Arbeitern müsse ein gewisser Anteil vn der Lei­tung der Betriebe zugestanden werden. Sie -Bon teile eines solchen Verfahrens würden die Rachteil- bei weitem überwiegen.

Ostpreußen. |

Oberpräsident der Provin z O st p r e u- ßen Dr. Siehr, breit anläßlich der 650 Jahres­feier Sr Stadt Marienburg im Rundfunk eine Rede, in der er zunächst mit «"brucksvollen Worten ein Mld von der geschichtlichen Entwicklung.

Mt Bitterkeit wendet sich dann der Dberpra deni gegen das Diktat von BersMes, das den deut­schen Osten zerstückelte. Dieser aller politischen und wirtschaftlichen Vernunft hohnsprechende^ GrenMc- hung, so erklärte Dr. <Äehr, wird mcht der Weisheit letzter Schluß sein. Die Mitbenutzung der Weichsel und der von Polen zum Meere führenden Bahnen, will niemand dem polnischen Wirtschaftsgebiet ver­wehren. Aber gerade well wir in Frieden mit un­ter Nachbarvölkern, insbesondee auch mit Polen leben und arbeiten wollen, deshalb müssen tmr Ost- preuhen immer wieder von neuem die Forderung erheben, daß eine Korrektur dieser unmöglichen Grenzziehung, die Deutschland in zwei Stucke zer- reißt, gesunden, der räumliche Zusammenhang Ost- preuhens mit dem übrigen Deutschland wieder her- gestellt werden muh. Das ostpreußische Bollwerk mit allen Mitteln zu erhalten, ich eme deutsche ! Frage allerersten Ranges.

Als ich vor Jahren, so fuhr Dr. Siehr fort, in I dem sogenannten ostpreußischen Programm neben einer Reihe wirtschaftlicher und kultureller Einzel- Xunsm »m 6.6 «ufftellle. 6.8 Oftpr*n grundsätzlich eine Vor zugsbe handlun g erhalten müße, haben Reichsregierung und preu­ßisches Staatsniinisteriums diesen Anspruch als voll berechtigt anerkannt. Ich benutze diese Gelegenyeck, um ernst und nachdrücklich. alle veran wortttchen Stellen vor einer Vernachlässigung dieser hlston- fdien Pflicht zu warnen. Darüber Hinaus bitte ich alle dst dies hören, um Verständigung für die Große des'ostpreußischen Problems. Besuchen sie unsere schöne Provinz, die eine Fülle einzigartiger land- deuttche Kongresse, wo es nur möglich 'st, nach Oft- preußen. Schicken sie Studenten nach Königsberg, unserer geistigen Zentrale. Erkennen tmr Ostpreu­ßen, daß wir im Kampfe um die Deutscherhalmn^ I dieser Provinz nicht allein stehen, dann oll e- an I ostpreußischer zäher Deutschtumarbeit 'N allen Schich­ten und Parteirichtungen unserer ostpreußychen t Bevölkerung nicht fehlen»

Der Stielt um die lleichrflcgge.

Der Reichskunstwart R e d s l o d hat in Aus­führung eines Auftrags der Relchsrigi.-rung die Frage der E i n h e i t s f l a g g e heraldisitz zu be­arbeiten, einen Vorschlag ausgcarbeitc'., der fol­gende Einheitsflagge enthält: Dos Fahne-itach wird durch ein schwarzes Kreuz mit nach -<n plugeln bin etwas erweiterten Boden in vier tt-ider ge^ teilt, die links des senkrechten Balkens orange und rot, rechts von ihm rot und orange tragen lou. 3)ns Kreuz soll ungefähr die Form des Eisernen Kreu­zes haben. Der Hugenbergfche „Lotalonzeiger , der diese Mitteilung veröffemlicht, bezeichnet den Vorschlag als eine völlige Unmöglichkeit, was nie­manden Wunder nimmt, her weiß, daz onn deutschnationaler Seite dem Ve ^nunt-- «mnsche Hindenburgs nicht die geringste Bcrucksich- tiauna gezeigt werden wird.

Zu dem Vorschläge des Reichskunstmar-s Dr. Rel^lob bemerkt die „Tägl. Rundschau , daß das Reichsmini st er ium desJnner n von ver­schiedenen Persönlichkeiten Vrobeentwüne cinge- fvrdert hat, um dem Rei chsta gs au s schuß , der sich mit der Frage der Schaffung einer Em- heitsflaage befassen soll, Unterlagen zu geoen. lln- ter den angegangenen Persönlichkeiten befindet sich auch der Reichskunstwart Dr. Redslob., ^em JJa* nisterium sind außerdem zahlreiche f r « , w i l l i a Entwürfe zugegangen. Das Mmifteimm wird das Material zunächst sammeln und e- dann narb einer Sichtung ohne eigene Stellungnahme dem Reichstagsausschuß zuleiten. Aus diese Leisiwird wohl auch der Entwurf des Reichskunstv>atts nut vielen anderen zusammen dem varlamentaiuchen Ausschuß unterbreitet werden. Da sich die ,,rag- gegenwärtig noch in ihrem Anfangsstad'um oelin- det, so ist es, wie das Blatt schreibt, deshalo rer- ftüht, fetzt schon dem einen ober dem anderen der Entwürfe aus den vielen besonders heruuszuyeoen und ihm dadurch eine Bedeutung beilegen, die

Erkrankung Lobes.

VDZ. Berlin, 29. Mai. /Eig. Funkm.) Der Reichstagspräsident L ö b e ertrantk gei^rn abend an einer atuten Entzündung d-r ® alle a- blase unter großen Schmerzen und h^te uieber^ Er ließ den Arzt und Reichstagsabg. Dr. jes kommen, der ibn in Behandlung 't?-

ber Arzt das Krankhettsbilo gestern abend & •?- pisch schlecht bezeichnen mußte, konme er es heu.e Sittag als typisch gut ansprechem Es gn g Herrn Löbe heute b e b e u t e n b b e f 1 e r Cr mtrö aber noch bie nächste Woche hmburch voiau-sichi-.w liegen bleiben und unter ständiger --rzt.ryer Be­obachtung gehalten werben müllen.

Marx und Deutsch-Oesterreich.

Der österreichische Bunbeskanzler R a m e k Hot Re?chs?anKrfK £

scheu Regierung übermittelt. In dem ®c)ieioe.

e ift der qanz-n Welt zu gut bekamu- um "nicht schon in sich ein Programm tu enchaiisn, Frieden und Konsolidierung bedeutei. ll.w darum wird auch in Oesterreich, das maus andere. w,ck als den Frieden und den Wiederausbau Europas, > ) Berufung zur höchsten Regierungsstelle d-s L,cut|^^n Reiches herzlichen Widerhall smden.

Reichskanzler Dr. Marx sagt in seiner Antw^rr er werbe sich glücklich schützen, wenn mm r.cht^o^t Gelegenheit geboten sei, bie g e m e tn f o m e n n- teref fen der benachbarten Völker zu fOi"L.-rn und zu unterstützen. Es werde sein Bestreben vn, die freundschaftlichen Beziehungen, die oisher be­reits bestanden, auch weiterhin immer leohasie'' zu gestalten. — T

• Schwierige Kabinettsbildung in Griechen­land. Wie Havas aus Athen meldet, »ahi. G-ne- rai Paraskeropulos, da es iqm nicht ge­lungen ist, das griechische Kabinett zu vilden, wie­der nach Paris zurück.

FuldaerZeitung

Anzeiger für die Stadt und den Kreis Fulda. Amtliche^ kreis blakt.

London. 29. Mai. (Eig. Funkm.) Die Mel­dung, daß Brasilien endgültig beschloiien habesim Veto gegen die Erteilung eines stand gen Ralssige i an Deutschland nicht aufrecht zu erhaltet- nuro von ; ber Presse viel beachtet. „Daily Expreß eruart °ie britische Festigkeit haben einen toteg tn Genf dem Völkerbund bie sehr notwenblge.s t a 11 a 3 verleihen.

Vernstorff über Genf.

Bernstorfs, ber Ehef der deutschen Delegation im Abrüstungsausschuß, erklärte vor

solaendermaßen: „Wir Portugiesen haben eine neue Entdeckung in der Welt gemacht, wie man bewa s- uete politische Aufstände inszeniert ohne baß st mand dabei stirbt." Der Verlauf dieser Revo- Tutirmen ist immer derselbe, zwei oder bret lichkeiten, denen der politische EhrgeizkemeRuhe läßt stecken sich hinter die Armee, sichern sich em paar Regimenter, verschanzen sich. iwendwo Dle Regierung macht Truppen mobil, die.Aufständischen

, werben ein-stschlosseu, es- werden ein paar Tage lang Schüsse gewechselt, bis die Uebergabe erfolgt. Die Milde, mit der die Regierung nachher die Schuldigen behandelt, ist mit Veranlassung dazu, daß sehr bald wieder ein neuer Putschversuch unter- ""Ehandett fid) um Revolutionen ohne ausge­sprochene parteipolitische Grundlage, durchaus mcht etwa um den Gegensatz monarchlstisch oder repub­likanisch. Begünstigt werden sie durch die partei­politische Zerrissenheit, da jede Partei, und bereit aibt es in Portugal ebenso viel tote tn Frankreich, wieder in sich selbst in mehrere Gruppen zerspalten '"-L MSÄÄhi« j-w» küige Aufstand - bereits der zweite m diesem Frühjahr — ohne besondere Folgen unterdrückt

| werden wird. __

China.

Nach vorsiegenden Meldungen soll in Paoting in Südchina eine Zusammenkunft zwischen Wupetfu und Tschangtfolin stattfinden, um eine Arbeits« gemeinschaft zwilchen ihnen zustandezubrmgen und dadurch bie Bildung einer Regierung zu ermöglichen.

Ein Mitglied der amerikanischen Gesandt« schafi bat sich nach Kanton begeben, um mit den amerikanischen Konsulatsbeamten m Sudchma uber die zahlreichen Angriffe gegen amerikanische Staatsbürger Rück prache zu nehmen, die bte Aufmerksamkeit der Regierung derBeremigten Staaten in steigendem Maße tn Anspruch nehme.

Die Agentur Indo-Pacific meldet aus Charbin: Dri« Ttualaaer von Mukden ist durch eine Feue?sbrunst zerstört worden. Fünf jüngst aus Frankreich hier eingetioffene Flugzeuge und sechs weitere Flugzeuge sind vernichtet worden.

* Die Niederlande und der Vatikan. Dem Mao-bote- zufolge richteten bte niederländischen Bischöfe aus Anlaß der Abberufung des mederlan. bischen Gesandten beim Vatikan etn Schreiben an den Papst in dem sie im Interesse der guten Be« neburtoen der holländischen Katboltken zum Vatikan, um dw Beibehaltung der päpstlichen Jnternunttatur im Haag bitten.