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Anzeiger für die Skadk und den Kreis Fulda. Amtliches Kreisblakk.

Samstag, 15. Mai 1926. |

Nr. 111

>ene

Die Auflösung rechtsradikaler Verbände

v. Knauer wurde nai

war.

verknüpft, und ich bin überzeugt, daß die Gei dereinst unter den Männern, denen Deutsch!

ner Wohnung auf dem „ . .

Zweck und die Ansichten des Aufmarschplanes ge­fragt. Nach Abschluß Öier Vernehmung wurde er

beschlossenen Aufhebung bis zum waltungsstrertverfahren. Der Bund Wicking veran-

Erkckeint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagem „Illustrierte Bei­lage" und .Brrchenblitter". Rotationsdruck und Lerlas der

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bergbundes bez selbst, sonder« , ,

Tatsache, daß Oberst v. Knauer der Der. fasser des beschlagnahmten 5“ ' ...o w rr...

marschplanes gegen Berlin ist. Oberst I wurden. Die Belvedere blieb

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Die Neubildung des Reichskabinetts

Um Luthers Nachfolge.

tisch unterwiesen und halten Schießübungen ab. Der Durch verfolgt staatsfeindliche mnerpoliüsche 'Zwecke in Richtung der Untergrabung der verfas- sungsmäßrgen republikanischen Staatsform. End- wird auf Grund der gleichen Gesetzesbestim­mungen der Bund „Wiking" mit allen seinen Bezirken, Gauen und Ortsgruppen, einschließlich sänülicher Organisationen des Jung-Wiking für den Bereich des Freistaates Preußen verboten und aufgelöst. Der Bund stelst sich gleichfalls als ein militärisch organisierter und durchgebildeter Kampfverband dar, der eine Fortsetzung der M a. rinebri gade Ehrhardt ist, dessen Mitglie­der Waffen besitzen. Der Bund ist gewillt, sein monarchistisches Programm mit Gewalt durch- zusetzen, um die bestehende Staatsform zu beseitigen.

Das Vermögen der drei genannten Organisatio­nen wird zugunsten des Reiches beschlagnahmt. Diese Beschlagnahme begründet sich aus § 18 des Gesetzes zum Schutze der Republik.

Em Staatsstreich in Polen

Bürgerkrieg.

Reichrbannertagung in Magdeburg.

Die Dundesgeneralversammlung des Reichsban­ners Schwarz-rot-gold wurde am Himmelfahrtstag in Magdeburo eröffnet. In einer öffentlichen Kund- gkbunym der "Halle „Stadt und Land,, sprach Bun­des Vorsitzender H ö r s i n g. Er teilte mit, daß das Reichsbanner 3'A Millionen M i t gl re der zählt. Redner erinnerte bann nach einem Rückblick auf die mnerpolitifchen Ereignisse der letzten Jahre, an die Aufgaben, die das Reichsbanner bereits ge°

Der Führer des Sportvereins „Olympia", Oberst *• Luck, der bei der Polizeiaktion gegen die Rechts- orgamfatfonen festgenommen worden war, wurde nach seiner Vernehmung durch den Dernehmungs- Eichter im Polizeipräsidium wieder frei gelassen.

Der Reichspräsident hat am Donnerstag den bis­herigen Reichskanzler Dr. Luther seinem Wunsch entsprechend von der Führung der Geschäfte entbun­den und den Reichswehrnünister Dr. G e ß l e r als dienstältesten Minister mit der S t e l l v e r t re- tun g des Reichskanzlers in dem geschäftsführenden Kabinett bvtraut. Dr. Geßler ist zugleich vom Reichspräsidenten gefragt worden, ob er auf der Nsoerigen Grundlage der Koalition der Mittelpar­teien die Neubildung der Regierung überneh­men wolle. Dr .Geßler hat sich seine Entscheidung bis nach Fühlungnahme mit den in Frage kommen­den Parteien vorbehalten.

Zu der Beauftragung Geßlers mit der Kabi- rtdtebilbung teilen die Blätter mit, daß vorläufig die Meinungen über die Aussichten Dr. Geßlers noch geteilt seien. Im allgemeinen werde da­mit ger«hnet, daß Dr. Geßler an die Spitze des bisherigen Ministeriums treten werde. Eine Mehr­heit im Reichstag würde ein Kabinett Geßler, wie die Blätter schreiben, nur mit Hilfe der Deutschnationalen finden, da die Sozial- demokraten, wie auch der „Vorwärts" betont, nicht geneigt seien, einem Kabinett Geßler das Vertrauen zu bekunden.

Hindenburg an Luther.

Eia Handschreiben des Reichspräsidenten.

Reichspräsident von Hindenburg hat an den scheidenden Reichskanzler Dr. Luther folgendes Handschreiben gerichtet:

Sehr geehrter Herr Reichskanzler! Ihrem An­trag um Entbindung von dem Amte als Reichs­kanzler habe ich in Würdigung Ihrer Beweg­gründe mit der anliegenden Entlassungsurkunde entsprochen.

Mit lebhaftem Bedauern lasse ich Sie aus Ihrem Kanzleramte scheiden, das Sie V4 Jahre lang mit vollster Hingabe an die übernommenen Pflichten und in heißer Liebe für unser Volk und Vaterland geführt haben. 3A Jahre haben Sie der Reichs­regierung angehört, zunächst als Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, bann als Reichs­minister der Finanzen und zuletzt als Reichskanz­ler. In diesen verantwortlichen Stellen haben Sie in unermüdlicher, pflichtgetreuester Arbeit, unter­stützt durch Ihre vielseitigen Kenntnisie und Er­fahrungen dem Daterlande wertvolle Dienste ge­leistet. Ätit der Schaffung der neuen Währung, mit den außen- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen der jüngsten Zeit, die Deutschland in der Welt wie­der zur Geltung bringen sollen, ist Ihr Name eng

löst habe und erklärte, daß ihm neue schwere Auf- gabenbevorstünden. Mit den Worten: „Alle Mann an. Deck. Es ist Gefahr m Verzüge" schloß er ferne Ausführungen. .

Darauf ergriff General a. D. Deimling das Wort und sagte, das Reichsbanner müsse die ihm innewohnende politische Kraft mehr als bisher, aus- nützen durch erhöhte Aktivita t 3 u r S ich «- runq der Republik. Der naftche Redner, Abg S ch e i d e m a n n, erklärte: Das Reichsbanner ist der Fesen, an dem sich alke,_ die gegen die Re- publik anfämpfen wollen, die Köpfe einrennen wer­den. Die erste Vorarbeit zur Festigung der Re- piMt ist das Zustandekommen einer wahrhaft demokratischen Regierung. Ministerialdirektor z. D. Spiecker überbrachte die Grüße der Mitglieder des Reichsbanners innerhalb der Zentrumspartel. Namens der demokratischen Partei begrüßte Abg. Dr. Haas-Karlsruhe die Bundesgeneralversamm­lung und betonte: Im Bewußtsein unserer Kraft sehen wir jedem Putsch ruhig entgegen, ba wir stärker als die anderen sind und jeden Ber. such, die deutsche Republik zu beseitigen, niederschla- gen können. Für den Allgemeinen Deutschen Ge- werkschastsbund sprach als letzter Redner Graß< mann der der Versammlung die Grüße und Glück­wünsche der freien Gewerkschaften barbrachte.

anzusehen, dessen Mitglieder in geschlosiene mili­tärische Formationen zusammengefaßt und nach mi- Ltärffchen Dienstgraden eingestellt werden. Mit­

Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: Der preußische Minister des Innern hat aufgrund ber §§ 14 Abs. 2 und in Verbindung mit § 7, Ziffer 4 des Gesetzes zum Schutze der Republik vom 21. 7. 1922, den Verein „Olympia, beut- fiher Verein für Leibesübungen e. V." in Berlin aufgehoben. Zur Begründung wird angeführt, daß der Verein entgegen feinen vor geschützten sp ört­lichen Zwecken in Wirklichkeit ein militärisch organisierter, durchgebildeter Kampfoerband ist. Insbesondere wurde auch festgrstellt, daß der Füh- ver der „Olympia", Oberst a. D. v. Luck, wie der militärische Aufmarschplan für die Kampfver­bände beweist, im Ernstfälle geroUIt war, die von ihm geleitete Organisation gegen di« Reichshaupt­stadt zu führen. Auf Grund der §§ 14 Abs. 2 und 19, Abs. 2 in Verbindung mit § 7, Ziffer 4 und 5 des Gesetzes zum Schutze der Republlk wird ferner der „8Behrbund Ostmark, Internationaler Dugendbund e. V." mit dem Sitz Frankfurt a. d. Oder mit allen feinen Kreisverbänden und Orts­gruppen für den Bereich des Freistaates Preußen

Platz zu schweren Kämpfen gekommen sein. Nach einer Blättermeldung aus Mährisch-Ostrml soll es dabei 18 Tote und etwa 80 V ertounbete ge- geben haben. In Posen soll sich nach der gleichen Quelle der dortige Korpskommandant und ehe­malige Minister für Heereswesen, Sofakowski, das Leben genommen haben. Der Kommandant von Lublin, General Romer, habe sich für Marschall Pilsndski erklärt. In Lemberg habe die Ar- beiterschast große Straßendemonstrationen für PÜ- sudski veranstaltet. Auch in Krakau demonstrierte eine von den Sozialdemokraten einberufene Ver­sammlung für Pilsudski. Nach einer weiteren Mel- düng aus Mährisch-Ostrau sollen die soziallsttschen Eisenbahner-Gewerkschaften einen Ausruf zum Streik erlassen haben. Auch das Zentralkomttee der sozialdemokratischen Partei habe sich in einem Ausruf für die Bildung einer neuen Regierung ausgesprochen.

Neuester Lagebericht.

wtb. Prag, 14. Mai. (Eig. Funkm.) (Meldung des tschechoslowakischen Presse-Büros.) Wie auS Meldungen aus Mährisch-Ostrau, die dort gestern von der polnisch-tschechischen Grenze eintrafen, ge­schloßen werden kann, nimmt die Verwirrung in Polen zu. Die Stellung Marschalls PilsudskiS befestigt sich. Bisher hat sich nur die Armee a« den Kämpfen um die Macht beteiligt. Es wird je­doch mit einem Eingreifen der Arbeiterschaft in den Konflikt gerechnet. Gestern abend hielten die Eisenbahnangestellten in Dziedzitz Beratungen ob und beschlossen, keine Truppentransporte zuzulaflen. Bei den Beratungen wurde auch die Einstellung deS Eisenbahn-Betriebes überhaupt, in Er- Wägung gezogen. Die Preise für Lebensmittel sind im Steigen begriffen.

wtb. Prag, 14. Mai. (Eig. Funkm.) (Meldung des tschecho-flowaklschen Pressebüros.) Die Nach­richten- und Verkehrsverbindungen mit Polen sind fast gänzlich unterbunden. Es verlautet, daß Marschall Pilsudski völlig Herr der Lags ist. Er soll den Ministerpräsidenten Witos ge­fangen genommen haben. Nur der polnische Staatspräsident werde noch in Belvedere bela­gert. Aus den Grenzgebieten sind die polnischen Truppen nach den Großstädten gerufen worden, wo die Enffcheidungen fallen werden.

pariser presseftimmen.

wtb Paris, 14. Mai. (Eig. Funkm.) Die Pariser Presst beschäftigt sich ausführlich mit den Vorgängen in Warschau. „Journal" vertritt die Meinung, daß die Krisis auf das Fehlschlägen der sinauzi« eilen Sanierung in Polen zurückzuführen ift. „Petit Journal" wirst die Frage auf, ob Pilsudski lediglich die Einsetzung einer mit Hilfe der Linken gebildeten Regierung erstrebe, oder die Diktatur aufrichten wolle. „Matin" und „Echo De Paris" vertreten die Ansicht, daß Pilsudski eine friedliche Verständigung mit Deutschland wünscht. „Matin" glaubt, daß der Marschall für eine Ver- ftänbiaung mit Rußland eintrete, während ,Ecko de Paris" ihn als einen Feind Rußlands bezeichnet. Das Blatt fügt hinzu, P-lsudSki sei zwar ein An- bänger der französisch - polnischen Alliance, aber er betrachte sie lediglich alS einen Notbehelf.

Deutschland und Rußland.

Ratifikation des deutsch-rnssifchen Vertrages durch die Volkskommissare.

wtb. Moskau, 14. Mai. (Eig. Funkm.) Der Rat der Volkskommissare der Sowjet-Union ratifi­zierte den deutsch-russi'chen Vertrag vom 24. April dieses Jahres und überwies ihn dann dem Zentral- Exekutiv-Komitee zur Ratifikation.

* Vorskandssihung des Deutschen und des Preu- ßischeu Slädkekages. Die Vorstände des Deutschen und des Preußischen Städietages treten am 14. und 15. Mai m Dresden zusammen. Im Mittel- punkt der Tagung stehen neben steuertechnischen Fragen vor allem die Maßnahmen auf dem Gebiet« des Fürsorgewesens und die Fragen ber Polizeiver waltunu.

stattete am Donnerstag im Tiergarten em Sport­fest. Gegen 11 Uhr erschienen Kriminalbeamte mit . iber Mitteilung von dem inzwischen erfolgten Der- I ; bot des Bundes. Nach Rücksprache mit dem Poli- !_

zelpräsidttnn wurde aber die Durchführung des I erhalten. Festes genehmigt, «eiter wird bekannt, daß ange. Nach den Meldungen der Berliner Morgen- sichts der Putschgerüchte für die B e r l i n er S ch utz- blätter befindet sich die Stadt Warschau vollständig polizel erhöhte Bereitschaft angeordnet in den Händen Pilsudskis. Bet dem Vordringen

Die Polizeiwachen waren stark besetzt und I der Pilsudski-Truppen soll es in der Stadt, beson- für die Nacht, besonders im Regierungsoiertel ein 1 ders am Tbeaterplatz und auf dem Drei Kreuze­

verstärkter Streffendienst eingerichtet. Der Tag ist völlig ruhig verlaufen. , .

Die „B. Z." meldet: Das bet den Haus­suchungen im Rheinlande vorgeftmdene Material, daß über die Putschplane rechtsgerich- , । teter Kreise Auskunft geben soll, wurde nach schichte Berlin gebracht. Die Beamten der poltttschen chlands Polizei waren den ganzen Tag nut bem Durch- Wiederaufbau zu danken ist, Sie, Herr Reichskanz- I arbeiten der Fülle des Materials beschäftigt. Das ler, mit an erster Stelle nennen wird. Es ist nur Material wird mit den Protokollen über das Lr- ein aufrichtiges Herzenbedürfnis, Ihnen namens qebnis der Ermittelungen und der Haussuchungen des Reichs wie für meine Person für alles, was Sw sowie den Niederschriften der Verhöre nach Letp- während Ihrer Amtszeit als Reichsminister und I zig an den Reichsanwalt abgehen Reichskanzler für unser Vaterland getan haben, I , Am Freitag vormittag ist die angeo-dnete ß e - tiesempfunoenen Dank auszusprechen. Ich ver- schlagnahme der Vermögen der aufge- binde damit den Wunsch, daß auch künftig Ähr er- j lösten Verbände erfolgt, fahrener Rat und Ihre bewährte Kraft dem deut­schen Volke noch von Nutzen fein möge.

Mit den besten Wünschen für Ihr persönliches Wohlergehen und herzlichen Grüßen bin ich Ihr sehr ergebener gez. v. Hindenburg.

Die „Vsffiscke Zeitung" schreibt: „Niemand, der sich bemüht, Dr. Luther gerecht zu beurteilen, wird feine Haltung oor dem Reichstag begreifen formen. Man kann sie nur damit erklären, daß hier ein Mann mit scharfem Verstände, aber von völlig unpoliti­schem Sinn aus seinen Vorzügen und aus seinem Mangel heraus der leidigen deutschen Gewohnheit ver­fallen ist, Recht behalten zu wollen mti) da er gleich­zeitig ei ungenannter Auszeichnungsassessor ist, stm ver­meintliches gutes Recht aus den Akten und Geseiz-. büdjern zu belegen. So führt man Prozesse, aber so führt man keine Politik."

Die „Germania" schreibt: „Auch die für die Be­

troffenen und die Zuschauer unendlich qualvolle, lang- i Marschall Dilsudski ber Führer der pol- sE Pr^edur des Kabinettssturz-^ martern ®ew«0 Sozialdemokraten in der Vorkriegszeit, der

Ein Politiker hätte die Unhaltbarkett der Position längst I spätere Kämpfer für die Befreiung Polens von herausgefühlt und rasch die Konsequenz des Rücktritts I Rußlcmd. stit 1918 Diktator und P^dent des gezogen. Ihm hätte feine Phantasie gesagt, daß er I neugefchafstnen polnischen Staates, ist aus der durch nichts besseren Eindruck auf die Zeitgenossen mache I politischen Reserve herausgetteten und hat sich gegen und sich die Möglichkeit baldiger Rückkehr ins Amt I von dem Bauernführer Witos gebildete sichern könne als durch einen freiwilligen schonen polm- I Rechtsreqieruna in einem bewaffneten Staatsstreich schen Tod. Ganz anders der unpolitische Luther. Ohne I gewandt Pilsudski, der in der Armee immer Großzügigkeit, ohne Vision ließ er.sich emem Ruck- S £ Anhang hatte, steht an der Spitze

von Trnppen, die gegen die Regierung.meuterten.

mer noch eine Stellung zu retten, die, wäre sie selbst I Er ist mit ihnen nach heftigen Kämpfen! n W a r- äußerlich gerettet worden, keine Freude am amtlichen schau eingezogen. Er hat die Zitadelle so- Dasein mehr gewährt hätte." wie alle wichttgen Punkte der Stadt besetzt. Bei

Am Freitag stellte sich die durch den Rücktritt den Kämpfen gab es über 60 Tote und zahlreiche des Kabinetts Luther geschaffene Lage so dar, daß I Verwundete. Die Regierung Witos halt sich noch eme Kabinettsbildung unter Dr. Geßler, des jetzigen I im Belvedere. In der Gegend von Lublin sind Reichswehrmmisters erwogen wurde, der sich dabei heftige Kämpfe ’m ® W..

wieder auf Vokspartei, Zentrum und Demokraten frühere KriegsmiNister, hat Bet Lemberg regt e stützen wird. Gleichzeitig verhandelte Reichsminister rungstreue Truppen ^sachwengezogen mit

Dr Külz mit den Sozialdemokraten, die denen er gegen Warschau vorruckt. PMudSkt er­

ber Geßlers Kandidatur ablehnend gegenüberstehen, klarte, daß er baw §ert von g«nr W«n fein Auch im Zentrum sind Bedenken gegen Geßler vor- I werde, obwohl sich zwei Provinzen^ siegen, ihn KmiHanc ärrpn 9 ' m T Grodno und Wilna hätten sich für ihn erllärt und

Nachmittags fallen. | bie§ fei besonders wichttg, weil sie in strategischer

Hinsicht und angesichts ihrer Garnisonen die be­deutendsten seien. Alle übrigen Landesteile, in denen die Rechtsparteien vorherrschend seien, seien von geringerer militärischer Bedeutung.

Das Etlu^sversahren wegen $^Jrats I PilsudskidoVWarschauErschien, wurde

nimmt ftotz dieser Maßnahme fernen Fortgang. I „ £jnc größere Truppenabteilunq entgegenge-

Eine Haussuchung wurde auch beim Führer des I stM, und es kam zu einem Waffenstillstand. Die völkischen „Tannenbrrg-Dundes", Oberst a. D. v. I Regierung suchte im Namen des Präsidenten der Knauer vorgenommen. Die Beamten beschlag- Republik Pilsudski zum Rückzüge zu bewegen. Pil- nahmten jedoch lediglich einen noch nicht geöffneten I sudski antwortete mit der Aufforderung an die Bries, der in Abwesenheit des Obersten, ber auch I neue Regierung Witos, sofort zurückzu- bei ber Haussuchung nicht zugegen war, eingetroffen I treten, bamit unter Führung einer starken Hand war. Das Vorgehen gegen den Führer des Tannen- I die Bildung eines überparteilichen Kabinetts von bergbundes bezog sich nicht auf diese Drganifation I Fachmännern durchgeführl werd«. Die Dechand- selbst, sondern hat seine Grundlage m ber I Jungen endeten ergebnislos, und Pilsudski erzwang

V e r • I seinen Einmarsch mit Waffengewalt, wobei dir Auf- Regierungstruppen überwältigt oder Ptrückgedrängt ~ T > jedoch im Besitze

ich der Durchsuchung sei- I der Wache deS Präsidenten. Die Zitadelle soll

Polizeipräsidium über den I sich in der Hand des KriegZministers befinden.

~ ' Die Aktion Pilsudskis war nach Besetzung einiger

Ministerien und des Hauptbahnhofes vorläufig be- roieber frei'gelaffen. I endet, und es setzten neue Verhandlungen

Freiherr Lüninck in Köln bittet bas WolffbÜro ein, in deren Verlauf.SefmmarsZaN Rwal Bisher

mitzuteilen, baß die Bei ihm vorgenommene Haus- ergeBnislos sich um EE fnebllc^ Belegung ber

suchung jeder sachlichen Grundlage entbehrt und Staatsknse Bemüht^ Pilsudski str^rte m pott­baß er von Puffchplänen, womit er in Verbindung I Äscher Beziehung Earantten fir eine Befreiung gebracht werde, nichtdiegering st «Ahnung I der ^^"wichtigsten Reffofts des Kneges und habe. Die dabei genannten Personen seien ihm des Aeußern vonfparteipolitischen Einflüssen, ausnahmlos völlig unbekannt. r. Die „Prager Presst" Ni^det welt« mis Wm-

’ y I schau unmittelbar von der Grenze: Die Regierung

* I ist in das Belvedere übergesiedett, wo die Prä-

Kapitän Eyrhadrt veröffentlicht in einer Der. I sidentenwache und alle regierungstreuen Tmppen liner Korrespondenz «ne Erklärung zu dem Verbot I konzentriert sind. In der Umgebung des Belvedere des ihm nahesteheichen Bundes Wicking: Der I haben neue Kämpfe begonnen. Die innere Bund Wicking besitzt danach kein« Waffen, weder I Stadt ist in der Hand Pilsudskis, der seinen Stab offen noch versteckt; er ist satzungsgemäß in keiner I tm Sächsischen Palais versammelt hat. Mehrere Weise militärisch organisiert. Beziehungen zur I hohe Offiziere, die als Anhänger Pilsudskis ver- Reichswehr sind von jeher grundsätzlich abgelehnt I haftet worden waren, sind fteigelassen worden, worden. Weiterhtzi W tz» feinem Arbeitsprogramm I

„nationale Einheit tat not* ausgesprochen: Wir I BelagCtUltQ SsdU|tQnO 11t POlNtsu) wißen, daß jeder Staatsstreich, ob von links oder I

rechts, zum Tode verurteilt ist und die Not unseres I u/ÖCr|u)ie,ieiu

Volkes nur erhöhen kann. Nach einer nxiteren Kor- I mtb. Kattowitz, 14. Mai. (Eig. Funkm.) Im refpondenzmeldung hat der Bund Wicking gegen das I Laufe des gestrigen Tages ist über die Wojewod- Derbot Beschwerde beim Staatsgerichtshof ein- I schaff ber Belagerungszustand verhängt worden, legen laßen, ebenso ber Sportverein Olympia. Der I Das inTarnowitzm Garnison stehenbe Militär Staatsgerichtshof erledigt noch trotz seiner inzwischen I ist mit unbekanntem Ziel abgerückt. Es scheint, beschlossenen Aufhebung bis zum 1. Juli b. I. Der- als ob die in Belvedere belagerte Regierung Witos wattung ssftettv erfahren. Der Bund Wicking veran- I zum Entsatz Truppen aus den W o je wo d - stattete am Donnerstag im Tiergarten ein Sport- I schäften heranzieht. In Kattowitz herrscht Ruhe, fest. Gegen 11 Uhr erschienen Kriminalbeamt« mit | Die Fernsprechverbindungen zwischen deutsch- und

Polnisch-Oberschlesien sind durchweg gesperrt. Der Telegraphen - Verkehr dagegen wftd auftecht