Einzelbild herunterladen
 
  

Fuldaer Zeitung

bäte.

verlangen.

Der Mann im Monde.

I DU ZUVMLASSIGSH l

Friedrich war im Kampfe mit den Reichsstädtern wirklich entkommen; sein flinkes Roß hatte ihn mit Windeseile aus dem Bereich des Feindes getragen. Auch Amasia hatte, da man wenig auf sie achtete und da die Städter es besonders auf den Grafen abgesehen hatten.

Wiederholt hatte der Anführer der Reichsstädter, ®fais Hetzel, die Aufforderung an die Besatzung er­sehen lassen, sich zu ergeben. Doch einmütig, trotz des Hungers, hatte diese erklärt, ausharren zu wollen, bis Entsatz käme.

Eines Morgens, als Walter in den Burghof trat, er einen Pfeil zu seinen Füßen, der mit einem Papierstreifen umwickelt war. Er mußte während der Nacht über die Mauer geflogen und daher Hilfe nahe Wn. Freudig hob er ihn auf und las die Zeilen. Aber

Zuckte erschrocken zusammen. Amasia, die Geliebte des Grafen, kehrte mit Puloervorrat zurück; um Mitternacht foHte die Besatzung durch den geheimen Gang bringen

*tnd ihr bie Türen öffnen.

Neues Unglück! Wie sollte er bie mächtig dicke Mauer. welche die eiserne Türe deckte, durchbrechen? Und lelwt für den Fall, daß dies gelingen würde: hieß das Mcht dem Feind«, der unablässig in dem ^gehe.men Gange tatlg war, Türe und Tore öffnen! Nein, er mußte auf anderem Wege den Puloervorrat in bie Burg bringen.

Deutschnationalen mit 11 Mandaten fast gleich- kommt und die zweitstärkste Partei des LaMages ist.

In Niederschlesien hat es seinen Besitzstand mit 17 Mandaten gewahrt, während die Sozialisten

Zurück zur Natur. — Cchicksalswege der Welipolitik — Benesch und der Slaveublock. — Wirt­schaftliches Umlernen. — Ein starkes Deutschland.

in dem Getümmel das Weite genommen; eine geräumige Höhle, die nicht allzuweit von dem Schauplatze entfernt und den Söldnern jedenfalls unbekannt war, hatte beide den Tag über ausgenommen. 2n der folgenden Nacht waren beide dem Rhein« zu geritten; unglücklicherweise war aber die Tasche, in der Friedrich Gold und Schmuck mit sich geführt hatte, im Kampfe verloren gegangen. So hatte er also wenig Hoffnung, den Markgrafen Bern­hard von Baden für sich zu gewinnen.

Er sah nun immer mehr ein, wie sehr er von feinen Freunden verlassen worden war, und der Zorn darüber verleitete ihn zu den tollsten Streichen.. Wie ein Frei­beuter zog er im Elsaß von Burg zu Burg, um Man- nen für sich zu werben; als ihm der eine Burgherr um den andern die HUfe rundweg abschlug, kündigte er ihnen die Fehde an nud zog mit der handvoll Soldner, die er mit Mühe geworben, gegen jeden Ritter, der ihm die Absage gegeben hatte. So verging der Winter, ohne daß es ihm gelungen wäre, nur das geringste zur Rettung feiner Burg zu tun. Er gab diese schließlich für verloren und überließ es der Besatzung, sich so gut als möglich aus der Schlinge zu ziehen.

Selbst Amasia verlor ihren Einfluß auf ihn; ver­geblich mahnte sie ihn an fein gegebenes Wort, auf alle Fälle wieder zurückzukehren und zu retten, was zu reiten war. Es war vergeblich. Wie ein Wahnsinniger war er darauf erpicht, sich an den Rittern, von denen er sich durch ihre ablehnende Hallung beleidigt glaubte, zu rächen, und darüber vergaß er fein gegebenes LLort, seine Besatzung— gar alles.

Auf eigene Faust unternahm Amasia, die all ihre Schmuckgegenstände verkauft und aus dem Erlös etliche Knechte geworben und Pulver gekauft hatte, den Ritt nach dem Zollern, ohne daß sie Friedrich aufgehallen ober ihr Hilfe angeboten hätte.

Ein halbes Dutzend Knechte ritten mit ihr, jeder ein Säckchen mit den kostbaren Körnern hinter sich; um Auf. sehen zu vermeiden, hatte sie die Kleidung eines Ritters angelegt. Ein leichtes Panzerhemd umschloß den Leid und ein zierlicher Helm deckte bas Haupt mit bem langen, dunklen Haar, das in der Wölbung des Hel­mes geborgen ward. Eine leichte Lanze aus Esthern holz mit scharfer Stahlspitze bildete neben einem Scheuerte

über 41, die Deutschnationalen über 29 Mandate verfügen. Ein tolles Durcheinander herrscht in Schleswig-Holstein. Das Zentrum hat hier sein Mandat verloren und nirgendwie ist die ZesspLü- terung unter den Parteien so groß wie hier.

In Oberschlesien verfügt das Zentrum über die größte Mehrheit in Preußen, nämlich über 26 von 54 Mandaten. In Hannover benmhrt es feinen Besitzstand von 11 Mandaten und wird an Stärke nur von den Sozialisten und Hannoveranern über­troffen, vermag aber infolge der Parteizersplitterung — e? gibt hier nicht weniger wie 16 Parteigruppen — eine sehr starke Stellung auszuüben. In Sach­sen hat es von fünf Mandaten eins abgeben müssen und verfügt damit bei 113 Gesamtsitzen über eine schwache Position. Neben den Sozialisten mit 34 Mandaten herrscht hier der nationale Ordnungs­block mit 20. Stark ist seine Stellung bagegen in Westfalen, wo es bei 138 Mandaten über 50 ver­fügt. Es hat keinen Sitz verloren und übertrifft selbst die nächststärkste Partei, die Sozialisten, um mehr als das Doppelte. In Kassel, Wiesbaden und Hohenzollern hat es im großen und ganzen feinen

wie wird das Wetter?

Debet Mitteleuropa find die Temperaturen stärker angestiegen. Gleichzeitig ist bie Suftbrudberteilung eine sehr gleichförmige, so bah bie Ausbildung flacher Druckstötungen sich verstärken wirb. Infolgedessen ist auch in unserem Bezirk zeitweise mit dem Auftreten stärkerer Bewölkung und auch von Re,:enfällen, verein­zelt auch in Begleitung von Gewitterstörungen zu rechnen.

Aussichten für Sonntag: Keine wesentlicheAenberung.

Besitzstand gewahrt, so daß man im allgemeinen den Ausgang der Provmziallandtagswahlen als günftig für die Gesamtpartei in Preußen ansprechen kann

ihre Bewaffnung. Das Abenteuerliche dieses Zuges gefiel ihr ausnehmend und sie versuchte sogar bie Lanze zu werfen imb verfehlte selten bas Ziel.

Ungehindert kamen sie bis in bie Nähe bes reichs- stäbtischen Lagers, hier aber mußten sie Vorsicht an» roenben, um nicht in bie Hände der Feinde zu fallen; in einer dunklen Nacht wagte sich einer ihrer Begleiter ganz nahe an die Burg nud schoß einen Pfeil, welcher der Besatzung ihre Ankunft meldete, in dieselbe. Des Tags über verbarg sie sich mit ihren Begleitern in der Höhle, bie ihr schon einmal als Schutz gedient hatte.

Mtt Anbruch bet. Nacht beluben sich ihre Genossen mit den Säcken und schlugen, von Amasia geführt, vor­sichtig den Weg nach ber Mündung des geheimen Gan­ges ein die sie auch glücklich erreichten. Amasia trium­phierte. Nun war alles gewonnen und Hoffnung vor­handen, die Burg zu retten.

Als Amasia an die eiserne Türe kam und anklopste, erhielt sie keine Antwort, aber bald sah sie beim Schein der Fackeln, die sie, den andern weit voraus, in ber Hand hielt, daß die Türe nur angelehnt sei. Sie stutzte und öffnete vorsichtig bie Türe schritt hindurch und winkte ihren Begleitern, herbeizukommen, als sie den Gang leer sah. Kaum aber hatten diese den Eingang hinter sich, als die Türe zugeschlagen wurde und von außen sowohl als von dem Gange her in hellen Hau- fen bie Söldner ber Städter herbeistürzten nud auf sie eindrangen.

-Ser mit ber Fackel muß der Graf sein", rief der Anführer, „fangt ihn lebendig". Und sie fielen über Amasia her, bie, die Fackel in ber einen, das kurze Schwert in der anderen Hand sich wie eine gereizte Lö- win oerteibigte.

„Hierher! meine Genossen!" rief sie ihren Knappen zu, „schatt euch um mich, und wir wollen sehen, ob wir diese schmutzigen Städter nicht zu Paaren treiben."

Doch bie Ueberzahl war zu groß und Amasia des Kämpfens ungewohM. Trotzdem hieb sie tapfer um sich, aber auch ihre Begleiter unterlagen und es stand nur noch wenig Augenblicke an, so mußte sie unter de« Streichen der Söldner fallen.

(Sortierung folgt)

von den Hochschulen.

= von der Universität zrankfurt. Die Einschreibunaen für das Sommersemester 1926 haben am 16. d. Mts. ihren Anfang genommen. Zu der ersten feierlichen Jmmatttkulatton versammelten sich in der Aula der Universität am Samstag, den 24. April, 334 Studierende, die mit dem üblichen Handschlag von dem Rektor der Universität auf die Satzung verpflichtet wurden. ES haben sich eintraaen lassen bei der Rechtswissenschaft- lichen Fakultät 97, bei der Medizinischen Fakultät 48, bei der Philosophischen Fakultät 55, bei der Natur­wissenschaftlichen Fakultät 52 und bei der Wirtschafts, und Sozialwissenschaftlichen Fakultät 82 Studierende,

Gewerkschaftlicher.

— Velttebsrabvahlen In den Höchster .Farbwerken. Bei den Betriebsratswahlen in den Höchster Farbwerken, die am Mittwoch zu Ende gegangen sind, haben sich von nmb 8084 wahlberechtigten Arbeitern 5219, das sind 65 Prozent an ber Wahl beteiligt. Auf die Liste 1 (freie Gewerkschaften) entfielen 4327, auf Liste 2 (ch r i st l. Gewerkschaften) 676 und auf Liste 3 (Hirsch-Dunker) 176 Stimmen. 47 Stimmen waren ungültig. Bon den

M 10t.

Sonntag, 2. Mai 1926.

2. Blatt.

Druck der Fuldaer AcNendruckerei, Fulda.

aus Indien. Beide waren sie gerade betroffen über die inneren Verhältnisse in Europa. Diese Kleinig­keiten allenthalben. Wieviel Pässe und Visa braucht der Mensch, wenn er auch nur ein paar Stunden reisen will, etwa von Berlin nach Prag, dann nach Wien, nach Belgrad oder nach trieft Und welche politischen Gegensätze, welche wirtschaftlichen Schwierigkeiten in all diesen Ländern. Wieviel Kraft geht da verloren, die wir auf Rückeroberung der verlorenen Handelsgebiete wenden müßten. Der Deutfche in der Heimat begreift kaum, wie da drau­ßen alles anders geworden ist. Amerika hat von uns gelernt. Es produziert nicht mehr wie früh« bloße Ramschware. Es hat das Geheimnis der Qualität begriffen. Es hat die südamerikanisHen Märkte erobert. Man denke nur an den Ford- wagen, der überall unsere Konkurrenz darstellt. Ein paar Typen nur produziert Ford und diese mit sabrihafter Billigkeit. In Dorf und Stobt hat er eine Rrpar-nuiWerkstätten. 3S;e leicht auch eine solche Einrichtung, wenn man mit so wen g Ersatz­stücken auskommt. Bei uns hat jede Fabrik nicht nur einen, sondern mehrere Typen. Schon dadurch leidet die Billigkeit. Die Reparaturwerkstätten kön­nen nicht einheitlich fein. Alles ist umständlicher und kostspieliger. Man müßte sich zusamm-nich,lie­ßen, sich aut wenige Muster einigen, kurzum, von Ford lernen — solange es noch Zeit ist. Mag es mit dem Locarnogeist noch so schwer fein, eine grö­ßere Einheit muß und wird auch kommen.

Eines ist freilich sicher. Mit Absttaktionen schafft man keine Realitäten. Ein gewisser Wettkampf wirD immer in der Weltgeschichte bleiben. Niemals dür­fen wir Verständigung so verstehen, daß wir darin den Gedanken an deutsche Kraft untergehen lassen. Im Gegenteil. Und da komme ich doch noch ein­mal auf die Reichsgefundheitswoche. Nur ein g e- fundes, starkes Volk wird in jenem Wetttampf bestehen können. Solange man einen Deutschen in der Tschechoslowakei und in Südtirol behandeln darf wie Freiwild, kann es kein geeinigtes Europa geben. Nur freie und starke Nationen werden es schaffen. Darum sollten wir alle diese enMofen inneren Kämpfe beiseite lassen. Dafür sst es jetzt keine Zeit. Jeder Nerv und jeder Muskel hat sich zu spannen für die eine Aufgabe, daß wir wieder im Kresse der europäischen Nationen die uns zn- kommende Stellung einnehmen. Nicht um der Machst willen, sondern zur Herstellung der natürlichen Deir- hältnisse, auf denen das innere Gleichgewicht Euro­pas beruht. Heute ist dies Land wie ein Hampel­mann, dem die Bleikugel, die unten fein soll, damit er aufrecht stehe, ich weiß nickst wohin gerutscht ist. So kommt es denn - nie auf die Beine. Nur Ge­duld und mutige Ausdauer. Gegen die Nattrr kämpft man immer vergeblich. Aber der unfinnige Kampf gegen deutsche Geltung wird einmal den Natürlichen Lebensbedingungen weichen müssen, bie für Europa und die Well ein starkes Deutschland

21 Betriebsrats- bezw. 23 Arbeiterrats-Sitzen erhiellen die Liste 1 19 bezw. 20, und diee Liste 2 2resp. 3 Maa- Die Liste 3 ging leer aus.

Krümchen und kein Körnlein fanden. I Unter Bangen verging dem jungen Ritter der Tag.

Er sah, wie sich ein mächtiger Belagerungsturm er- I Als die Nacht tarn, die glücklicher weife jehr dunkel war, hob, von dem aus die Wurfmafchinen zentnerschwere I wurde ein junger Bursche aus der Besatzung. Namens Steine gegen die Umfassungsmauern schleuderten, ohne I Diether, der sich bereit erklärt hatte, bas kühne Wage- daß er es verhindern konnte. Ein Stück der Mauer I stück zu unternehmen, an einem langen Seile langsam um bas anbere sank unb in bie entstehenden Lücken I und vorsichtig über den Felsen, an einer Stelle, wo sich drangen mtt lautem Geschrei die Feinde; die Zahl der I viele Klafter tief ein dunkler Abgrund öffnete, in bie Besatzung war durch Hunger und Krankheit oder durch I schauerliche Tiefe hinabgelassen. Klopfenden Herzens die Kugeln ber Feinde so zusammengeschmolzen, daß es I ftanb Walter dabei; er sprach ein stilles Gebet, daß die Nicht möglich war, die neunfache Umfassungsmauer ge- I kühne Tai gelingen möchte. Und sie gelang! Der nirgend zu besetzen. So fiel allmählich die ganze Umge. I mutige Diether gelangte glücklich an. Er hatte den Auf- bung ber Burg in die Hände der Feinde. Nur die ! trag erhalten, zunächst Amasia aufzusuchen unb ihr mit- Burg selbst mit ihren hohen, festen Zinnen, mit ihren I zuteilen, daß es unmöglich sei, durch den geheimen Gang tiefen Gräben unb ben steilen, dicken Mauern widerstand I in die Burg zu dringen, da derselbe vom Feinde Tag kn_21ngriffen. | und Nacht bewacht sei. Das Pulver sollte an bem Seile

‘ emporgezogen werden unb Amasia bem Burschen Mit­teilung machen, wo Graf Friedrich weile und ob er halb zum Entsatz herbeieilen werde. Ein Feuerbrand, rasch im Kreise geschwungen, unb schnell erlöschend, sollte der Besatzung andeuten, daß Diether mit Amasia zusammen- getroffen sei und der Plan gelingen werde.

Sollte derselbe aber auf irgend welche Weise miß­glücken, so hatte Diether den Auftrag, zunächst den Zi­geuner Murfu, dessen Aufenthaltsort Walter genau be­schrieb, aufzusuchen und mit dessen Hilfe Kunde von Friedttch einzuziehen. j

Stunde um Stunde verrann- sie dünkten Walter wie bange Ewigkeiten. So sehr er auch spähte, nirgends zeigte sich das verabredete Feuerzeichen.

ZUM Sdfulfonntag 1926.

Das am vergangenen Sonntag verlesene Hir- kenschreiben des Hochw. Herrn Bischofs hat den kommenden Sonntag zum Schulsonntag erklärt. Die an diesem Tage abzuhaltende Kollekte soll nach oberhirtlicher Weisung der katholischen Schulorga­nisation zufließen, jener Organisation, die zum Schutze der konfessionellen Schule ins Leben "ge­rufen wurde.

Vielleicht erinnern wir uns noch daran, daß man drauf und dran war, den christlichen Geist aus der Schule zu verdrängen, den Religionsunterricht durch Moralunterricht zu ersetzen. Vieler harter Kämpfe hat es bei der Schaffung der Verfassung des Deutschen Reiches bedurft, die Angriffe glau- bensfeinillicher Parteien abzuwehren und deren Absichten zu vereiteln. In Begeisterung hatte sich damals das katholische Volk um seine Bischöfe ge­schart und in den machtvollen Kundgebungen des ersten Schulsonntags gezeigt, daß es sich fein alt­ererbtes Gut, die Bekenntnisschule, nie und nimmer entreißen lasse.

Man neigt heute vielleicht zu der Ansicht, daß der feindliche Sturm gebrochen und daß der Be­kenntnisschule keinerlei Gefahr mehr drohe. Im Gegenteil! Wir haben heute erst recht alle Ursache, auf der Hut zu sein; denn die Gegner schlafen nicht. Ihre Kampfart ist eine andere geworden. Dutzende, Hunderte von vorzüglichen Helfern und Helferinnen stehen ihnen mit ihrer vorbildlich or-

Rechtrfragen.

«= Umsatzsleuerfreiheil bet Frachibelräge, auch bei Frankolieferungen. Nach Paragraph 8 Absatz 6 bes Um. fahfteuerqefefoes können Beträge, bie von Umsatzsteuer pflichtigen für die Beförderung und Versicherung bet Ware in Rechnung gestellt werden, vorn Umsatzsteuer- pflichtigen Entgelt insoweit abgezogen werben, als durch sie die Auslagen des Leillungsverpflichttgen für die Be­förderung und die Versicherung ersetzt werden. Nach der bisherigen Rechtsprechung bes Reichsfinanzhofes, ber sich die Verwallungspraxls im allgemeinen amchloh, konnte ein Abzug ber Frachtspesen vom Umsatzsteuer, pflichtigen Entgelt dann nicht erfolgen, wenn ber Ste­ierer die Ware franko Empfangsstatwn gekauft hatte. Rechtsprechung und Verwaltung standen bisher auf dem Standpunkt, daß in diesem Fall eine gesonderte Inrech­nungstellung nicht vorliege. Der Reichsfinanzhof hat nunmehr auf Antrag des Zentralverbanbes des Deut­schen Großhandels seinen bisherigen Stanbpuntt in die­ser Frage verlassen und sich für 11 m f a ü ft e u e r f r e t • heit der Frachtbeträge, auch bei Frankoliefe­rungen, ausgesprochen.

lieber die Reichsgesundheitswoche will ich nichts mehr sagen. Kein Zweifel, daß es eine wohltätige Veranstaltung war. Aber wenn alles no h b träte

des Innern das Ersuchen gerichtet, ihm eine Nach- I . _ . , t _

Messung über die parteipolitische Zusammensetzung I die Sozialdemokratie, von denen erstere der am 29. November 1925 gewählten Provinzial. I eine Verstärkung von 26 auf 33 Mandate erlebt ha- landtage und Kreistage zu geben unb zwar unter > bem In Brandenburg ist das Zentrum mit zwei Berücksichtigung des früheren Stimmverhältnisses. Mandaten vertreten und hat gegen früher seinen Dieser Aufforderung ist der Minister nachgekom- Besitzstand verdoppelt Beherrschend sind hier die men und legt nunmehr eine Feststellung dem Land- I Deutschnationalen und Sozialisten, die zwei Drittel tage vor I unter den 97 Mandaten besitzen. Die Deutfch-

Wir übergeben das Material wegen feiner ^Th±rU^

Weitschichtigkeit im Einzelnen «nb teilen nur bas Ä

oom Z « ntr um s st a n d p u n ft aus Wichtig - I nationalen und Sozialisten beherrschen hier voll- sammenhangend nut Danach ist die Starke des ^mmen den Provinziallandtag, aber auch hier hat ZMtrums in Ostpreußen 6 Mandate unter • Se- I &a5 sgj[b insofern eine Verschiebung erfahren, als "“SS** Partei den Verlust von zwei Mo - I bje Deutschnationalen zugenommen und die So- beklagen Beberrscherck m diesem Provm- I ^nften gegen die frühere Wahl abgenommen ha- ziallandtag sind die Deutschnationalen unb j ^n. In der Grenzmark hat das Zentrum heute

I fast ein Drittel aller Mandate und hat seinen Be- I sitzstand von 7 auf 9 vermehrt, so daß es den

GB>e* zi te am«» I Ein rettender Gedanke fuhr Walter durch den Sinn.

■0» U ll 6 16 P U P» I „So geht es!" rief er freudig und eilte zu dem Flehiw

Geschichtliche Erzählung aus bem 15. Jahrhundert | ger, um diesem feinen Plan mitzuteilen. Dieser war von Felix Nabvr. I damit einverstanden und beide gingen daran, denselben

551 I auszuführen. Nur eines beunruhigte sie, daß keine

Wenn er aber bann auf den Turm stieg unb Aus- I Nachricht von Friedrich in dem Briefe enthalten war. schau hielt, da schwanden seine Hoffnungen so rasch, wie I Aber sie beruhigten sich damit, daß Amasia ihnen wohl bie Bögel fort zogen, die auf der verödeten Burg kein I sichere Nachrichten bringen werde.

wie damals, als ich jung war, dann bedürften wir dergleichen kaum. Wir waren eben gesund in Seele und Gemüt und hatten auch noch den gesunden Men­schenverstand. Es gab noch nicht an allen Straßen­ecken Bonbons zu kaufen. Man rauchte mit 12 Jahren.noch keine Zigaretten. Noch hatten Krieg und Inflation die Nerven nicht ruiniert, und daß eine Börse existierte, wußte noch lange nicht jeder Backfisch. Inzwischen hat sich das Leben von sei­nen gefunden Naturgrundlagen weiter und weiter entfernt, und so muß man von Gesundheit reden, während doch ringsum alle Gifte der Welt feil- geboten werden. Rückkehr zur Natur, Schaffung gesunder Wohnungen, anspruchsloses Leben und in besonderen Notfällen ein Gläschen Leberthran oder eine Tasse Wermutstee, das ist die Hauptsache. Aber wehr, wenn man Leben durch Reden und kranke Glieder durch Maschinen ersetzen soll.

Während wir nun stillfriedlich für unsere Ge­sundheit sorgen, geht die Weltpolitik ihren Schicksalsweg. Herr Benesch, der Dreipunkte- ganisierten Kleinarbeit zur Seite. An uns liegt I ^"ber von Prag, sucht mit seinen drei Fragen die cs nun, ihnen ein Gegengewicht entgegen zu setzen I .b^tte der Locarnomachte jU beunruhigen. Trub und das soll und muß am kommenden Sonntag muffen dre Wasser fern, sollen Benesch Sterne geschehen I scheinen. Wenn er vom Hradschin zur Moldau

Wieder einmal muß die Schule in den Blick- sieter vor sich den Hof und Palast,

punkt des katholischen Volkes gerückt werden. Er- I L" ®a^enftetn * *teJl9cn Lustschlösser

kennen soll es, was es der katholisch eingestellten I alles uon Vereinigten Staaten, so

Schule dankt; erfahren soll es, was ihm mit der I neue Prätendent von Böhmen,

katholischen Schule genommen würde. Die wirk- £er f*°.n den veremigten Slavenblock als Grund- famste Arbeit kann meines Erachtens geleistet wer- k^Ik'^^unfttgen vollgeschichtlickstn Große be- den, wenn wir der oben erwähnten Sckulorgani- I trachtet. Mit einer Ehe zwischen Tschechen und sation Eingang im kleinsten und entlegensten Dorf- I bat es angefangen. Die Braut ist zwar chen verschafften. Freilich genügt es nicht, wenn I bankerott und er ein alter Witwer mtt mehreren nur eine bald dem Schlafs verfallene Ortsgruppe recht widerspenstigen Kindern, als welche man die gegründet wird; wir müssen heran an den äußeren I unterthrütften Nationen der tschechoslovakischen Re- und inneren Ausbau, der bestehen muß in der publik ansehen mag — aber beide lieben die Musik,

harmonischen, fest verbundenen Einheit von Kirche, Und die Vereinigten Staaten der Slaven, das ist Schule und Elternhaus. Es genügt uns nickt, daß wahrlich herrliches Orchester — solange Frankreich

die Eltern mit mehr oder minder großem Wider- das Parkett finanziert. Mussolini hat Arbeft in

willen ihre Kinder n,r Sckule schicken — das ganze I Afrika bekommen und soll wohl auch die Kastanien katholssche Volk muß der Erkenntnis inne werden, I von Mossul aus dem Feuer holen. Alles natürlich daß es seine Schule als kostbarstes Erbgut fördern, I im Locarnogeiste. Abd el Krim tanzt inzwischen ausbauen und schützen muß. Herzenssache muß I einen Diplomatentanz zwischen den französischen die Schule allen Bevölkerungskreisen werden. Nickt I Innenfronten, und man weiß noch nicht, wer stärker mehr als die kalte, vom Staate geschaffene Bil- 1 sein wird, ob die Pazifisten oder die Generäle, dungsstätte dürfen mir sie betrachten — wir müssen I Rußland hat zur schlechten Ernte, dem eigentlichen in ihr die erhabene, heilige Stätte sehen, in der I Grund seiner Finanznot, den Bankerott in China, kindliche Herzen und kindliche Geister für den Herr- I und muß Hilfe suchen, wo immer sie sich bietet, gott erzogen werden. I lieber dem Stillen Ozean aber liegt noch die dro-

Wenn das Volk weiß, was es an feiner Schule bende, dunkle Wolke, und Amerika baut als Dor­hat, dann wird es auch gebefreudig fein und sich bereitung auf die künftige Abrüstungskonferenz nicht immer erst auf das Sparvrinzip besinnen, Schiff um Schiff. Das sst die Welt von heute, und wenn es gilt, Gelder für den Ausbau oder dis wer gehofft hatte, sie fei feit gestern anders gewar- Ausstattung der wichtigsten Bildungsstätte, die Pa- | den, der hat Stoff zum Nachdenken. Noch hat der tholische Volksschule, bereitzuftellen. Earl Walter. I Wille der überwältigenden Zahl von Friedensfreun- . I den die alten Systeme einer Politik voll List, C.-

I walt und Geschäft nicht Niederreißen können.

Die provinftallandtaae Vreuhens. I Dieser Tage saßen mir zufällig im Speisewagen , I gegenüber ein Deutscher aus Südamerika und einer Der Preußische Landtag hat an den Minister I