Fuldaer Zeitung
Rund um die Woche
aus dem Huldaer Land
14.
zum
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1
und linde blüht es in dir auf, wie der Keim in der Ackerkrume. Oder auch: Laß nur die Straße
An irgendeiner Straße in Berlin sah ich schon mehrmals eine ganze Reihe dieser bekannten Kleinhändler, die ihren Wagen mit dem gesamten Lager mit sich führen omnia secum portans, alles mit sich tragend, wie es weiland Cicero vom Weisen sagte. Ich bleibe gern bei diesen Leuten stehen und dränge
mich in den______ _ .
wahrlich, da gibt es Musterbeispiele einer . sigen Beredsamkeit, und ich wünschte nur, es^wurde auf jeder Kanzel in l„ "
packend gesprochen, wie dort unter dem kleinen Zelo- dach, wo weder dir heilige Taube schwebt, noch
zwischen Gott und deiner Seele immer frei sein und schön: Auf dieser Straß kommt es über
' Die Sonne begann zu sinken und aus den Straßen der Stadt zogen die Menschen und Karren zu den Toren hinaus, denn Stadt und Land hatten ihren Bedarf ausgetauscht: die Sauern in den weißen Linnenkiüeln nahmen wohl im Gehen ein Maß Weines zu sich und teilten mit ihrer Ehehälfte, die unter der Blähe au dem Wagen saß, den sauren Trunk. Dann rasselten di« Wagen wetter über das holperige Pflaster zum Tore hinaus, der Heimat zu, wo die pausbackigen Spräß- linge mit Sehnsucht auf „ebbes Euet's" warteten.
In der Stadt bauert die Bewegung fort; die Bürger freuen sich des milden Abends und sitzen mit Ge- nassen und Nachbarn zusammen auf der Steinbank oder schweifen durch die Gassen und wandern in die Trinkstuben. Der Marktplatz und die Straßen füllten sich aufs neue mit Menschen, die Neuigkeiten aus- tauschen, Familienklatsch treiben ober sich gegenseitig Wunderdinge, die sie heute von ihren Kunden erfahren hatten, erzählen.
Die Handwerker zogen zur Zechstube ihrer Innung; die Vornehmen gingen stolzen Schrittes durch die ehrerbietig grüßenden Gruppen der Bürgersleute in ihre Geschlechterstuben, wo geschlossene Gesellschaft war und seltene Speisen und teure Weine ihrer warteten.
Von der nächsten Gasse tönte verworrener Lärm Und die schrillen Klänge einer Sackpfeife; bald drang ein Haufe Kinder auf den Marktplatz, denen ein Spiel- mann in bunter Tracht, mit kleinen Glöckchen am Saum Seines Wamses, voranschritt. Tanzend und singend lotsten die Kinder dem Manne, der luftige Weisen
geschluckt hätte. Schallendes Gelächter der Gäste belohnte den guten Witz, denn die Leute hatten wohl begriffen, daß er mit Absicht ein saures Gesicht schnitt.
„SBraoo, • braDo!" rief von der unteren Gaste her eine tiefe Baßstimme, die dem Wirte zum „Karpfen" angehörte, „Bravo! Peter, es ist saurer Reutlinger, den bet kahlköpfige Heckenwirt ausschenkt. Hierher lieber
M 89.
eonntan, 18. April 1926.
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2. Blati.
Druck der Fuldaer AcNendrnckerei, F«wa»
Frauenhaß.
Geschichtliche Erzählung aus dem 15. Jahrhundert von Felix Nabor.
Aus Niederheffe«.
-„„„t„ D-r k-ttte Viehmarkt war
Kerrschende Maul- und Klauenseuche zuruckzusuy ren ist Das aufgetriebene Pferdematerial ausgesucht gut, doch ließ der Handel wegen ^er Geldknappheit zu wunsck^n übrig. Lebhaste
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& D-r nächst- Bteimartt ftaM am 18. Mm iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniii iSie MW siii
in gar mandier Beziehung, wenn Sie nicht die
bie Augen aufsperren; und als sie hineingreifen, zi^hi jeher — einen fingerlangen Karpfen aus dem Glase.
Weherndes Gelächter erschallt, die Gaste des Hecht. Wirts klatschten in die Hände, trommelten auf den Tv scheu und stampsten rtiit den Füßen, wahrend die Km. der auf der Gosse umherhüpfen und laute Jauchzer ** J)urra, Peter! sollst leben", tönts von allen Tischen, Gläser und Krüge strecken sich ihm entgegen und er Yai Mühe, allen Bescheid zu tun.
Don der untern Gasse her ledoch tonen grobe Schimpfwotte herauf, verhallen aber tn dem allgemei- neu Lärm, so daß der Karpfenwirt fluchend und brum. wend hinter sein Faß zuruckkehrt. Für diesmal hat iHv der dicke Hechtwirt, ober vielmehr her lumpige Spiel- mann, geschlagen. „Aber - ber Spieß dreht sich, denkt er und sinnt auf Rache.
Spiel auf, Peter", riefen die Gäste, und dutzend- weis fliegen ihm die Heller zu. Er fetzt sich zuoberst auf bas Weinfaß, die Füße über besten dicken Bauch ge- spannt, und pfeift die Lieblingstänze; alt und jung dreh, sich auf ber schmutzigen Gaste im Tanz. Serbe Scherzworte fliegen durch die Luft und die Wangen der Tänzer röten sich in der Hitze des Tanzes.
„Zum Teufel, ihr Rangen", ruft ein gefetzter Bür- ger den gaffenden Kindern zu, „schert euch nach Hause und kriecht ins Federbett, damit ihr suswachsen könnt.
Erschreckt stoben diese auseinander, als sie die drohende Bewegung, die ber Mann mit dem wuchtigen Knotenstock machte, sahen.
Der Hechtwirt strich sich behaglich das glänzende Kinn und berechnete im Stillen schon den Gewinn, den ihm die heutige Zeche eintragen mußte.
„Trink, Pcter", rief er dem Spielmann zu, „heute gibts für dich bis zur zweiten Ratsglocke einen Frei» trunt. Gar zu köstlich war der Schwank, den du über den dürren Karpfenwirt zu berichten wußtestl" (u- W
-- Vachrain. Am Sonntag finden in Dachrain an- flKdi* der Reichsqesundheitswoche folgende Veranstaltungen statt: Nachm. 3 Uhr ist Beginn der turnerischen Hebungen, der Spiele beider Turn- und Sportvereine und der beiden Schulen. Abends 8 Uhr «nbet im Saale des Gasthauses zur schonen Aussicht em Werbeabend statt, in dem Herr Dr. meb. Sebalo» «„[Da einen Vortrag über Krankheitserreger und Krank- bettsverhütung halten wird. Zu beiden Veranstaltungen sind bie Einwohner von Künzell und Bachrain em» aelaben. Am Freitag, den 23. April, findet norm. 10 Uhr in Künzell ein Vortrag des Herrn Dr. Hunold statt, wozu die Eltern der Schulkinder eingeladen werden.
= Weyhers. Anläßlich der R «k ch s g e 'f u n d- heitswoche findet Sonntag, den 18. April, um 4 Uhr ein Propagandaweckspiel statt zwischen der 1. Mannschaft der hiesigen D. I. K. und ber Alten Herrenmannschaft des Turnvereins. Abgesehen davon, daß es gilt, die Oeffenilichkeit auf die Bedeutung des Turnens und Sports für die Gesundheit aufmerksam zu machen, ist ein spannendes Spiel zu erwarten, das das Interesse weitester Kreise beanspruchen darf. Außerdem sind geplant leichtatl. Wettspiele, ein Stafettenlauf der Jugend und ein Vortrag unseres Arztes Herrn Dr. Hofmann. Daß Musik- und Gesangverein sich m den Dienst der guten Sache stellen, wirb den Deran- italtungen ein besonderes Gepräge geben. Das Programm für den Abend hat der Gesangverein^ übernommen und sieht unter andern, em Theaterstück vor
seien auf die Veranstaltungen hmgewiesem
* - Kerzell. Mit dem 12. April b. 5- fdjteb auf Bischöfliche Anordnung Herr Kaplan Wald von Hatten- bof um die Stelle des brüten Stadtkaplans zu Fulda -u übernehmen. Mit ihm scheidet ein Seelsorger, der sich um das religiöse Leben ber beiden Filialgemeinben Rothemann und Kerze! I das größte ^Derdienft er- worben hat. Daß die hiesige Kirche so prächtig ausge- mott und wieder neue Glocken erhalten formte, verdanken wir Herrn Kaplan Wald. Die Jugend sammelte er in der Jungfrauenkongregation und im Jungmannerver- ein. Beide Vereine hat er nicht nur gegründet, sondern war auch in denselben unermüdlich tätig. Der Beschaffung kirchlicher Paramente und Gerate sonne dem Bott -- verein widmete er feine besondere Fürsorge. Schwer fällt den beiden Gemeinden das Scheiden von ihrem verdienstvollen Seelsorger und innige Wunsche und Gebete begleiten ihn in seinen neuen Wirkungskreis.
__ Mederkalbach. Unter Anteilnahme der ganzen Gemeinde wurde am 2. Ostertag der Kriegsveteran von 1870-71 Cornelius Hübner zur letzten Ruhe befchttet. Kurz vorher war seine Ehefrau verstorben, die sich bet ber Stiege ihres fronten Mannes ganz hmgeopferi hatte. Die Familie Hübner hat somit ein harierSchlag cetoffen.
— Schwärzlich (Kr. Hüntelbl. Zu dem Bericht aus Echwar-bach wird uns geschrieben, baß bte hiesige Kirche von Herren Kirchenmaler C. Sch mau tz aus Fulda auSgemalt wurde. Von Herrn Kunstmaler Pfister wurden nachträglich drei Gemälde ausresubri.
__Rasdorf. Am kommenden Sonntag ist wiederum Gottesdienst auf dem Gehilfersberge. Da- feierliche Hochamt ist um %10 Uhr. Es fei bemerkt, daß an federn Samstag in ber Kapelle von >47 Uhr ab Beichtgelegenheit ist und danach ein Gottesdienst abgehalten wird. Es ist erwünscht, daß sich viele Gläubige im
werde ich zur Not noch fertig. Soll es immer sauber sein, habe ich genug zu putzen. Und ioll es immer laufen, hab? ich genug zu ölen.- Allo: Wer nur den lieben Gott läßt malten . . . Laß den Gashahn nur zu und denke, nachdem du bis heute gekommen, wird es wohl noch bis morgen gehen. Gewiß wird die Atlantis, die Insel der Seligen, emportauchen, wenn du es nur willst. Aber nicht hn fernen Ozean, sondern aus den Tiefen deiner eigenen Seele. Da rnnj - — - - - . Ist noch
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rische Maßregeln die Jugend vor den h des Alkoholismus.
Hier ging es sehr laut und übermütig zu; vor den Schenken sahen Männer, Weiber, Kinder und Ehehalten und hatten blinkende Kannen vor sich; auf starken Holzschragen lagen dickbäuchige Weinfässer, aus denen bte Wirte auf offener Straße den Wein verzapften.
„Hierher, Spielmann!" rief ber bitte Wirt zum „Blauen Hecht" mit schriller Stimme. „(Ein feiner Trunk, den ich zapfe. „Hier, Peter, trink diese Kanne zum Einstand!" Und er hielt ihm die gefüllte Kanne unter bte Nase. „Ein guter Tropfen, was?"
Peter nahm einen kräftigen Schluck, verzog aber bas Gesicht, nachdem er getrunken hatte, als ob er Essig
Heiligtum einsinden. .
= Bad Brückenau. Dom 9. bis 11. Mat ds. Js. findet m den ftaatl. Kurhäusern zu Bad Brückenau ein ärztlicher Fortbildungskurs statt. Die nam- Hastesten FachgrSßen aller Zweige der medizinischen Wissenschaft von ganz Deutschland werden auf dieser Tagung in bunter Vortragsreihe über dir neuesten Forschungsergebnisse und Heilerfolge referieren. Für die Unterkunft der Kursteilnehmer in den Hotels «iw Villen des Bades ist bestens gesorgt. Anmeldung und Anfragen sind an die „Vereinigung der Aerzte in Bad Brückenau" zu richten. Näheres über Dortragsfolge und Unterbringung der Gäste ist in folgenden Fachschriften zu ersehen: Deutsche mM-inische Wochenschrift", „Medizinische Klinik", und «Münchner medizinische Wochenschrift". —
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Das finden Sie in der „Fuldaer Zeitung“, in MM 18 Will link IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIH1 tteues aus Frankfurt.
= Die Arbeitsmarktlage. Der Frankfurier Arbeits- markt hat sich in ber zu Ende gehenden Doche wiedet etwas verschlechtert, in ber Hauptsache für weibliche Personen. Es meldeten sich mehr.als mor- Imnbert Frauen, die stellenlos geworden sind. Ins. gesamt waren in dieser Woche 24 499 Personen arbeit» °S‘= Drei Jahre Zuchthaus für einen Hühnerdieb. Dai Schöffengericht verurteilte den Gelegenheitsarbeiter Jl> feph Taraba, der vor einiger Zeit m den Vorortev Hausen und Rödelheim m die Huhnerstalle gerinj bemittelter Leute eindrang, den Tieren gleich an Ort un, Stelle den Kopf abschlug und sie sackeweise.sodschleppttz wegen schweren Rückfalldiebstahls m zwei Fallen zr drei Jahren Zuchthaus und fünf Wahrer I Ebr verlust. Der Angeklagte behauptete hartnäckig die Hühner vorn „großen Unbekannten" im Taunus ae- I kauft zu haben. Bei einer Haussuchung wurde sestgeftellt I daß er 26 Hühner gerupft und für den Marktzurechi gemacht hatte. Auch die zahlreichen anderen Huhner diebstähle in den beiden Orten durften auf fern Konti I kommen, doch war ihm das nicht nachzuweisen. Mll dernde Umstände wurden ihm versagt
= Grohsener in ber Schuhfabrik Golo. Am Don nerstag abend brach auf dem Gelände der G°lo- I Sckubfabrik A.-G. in der Hanauerlandstraße e» I Grotzf euer aus, das sich rasch auf die Lagerschuppen der Schuhfabrik ausdehnte und mm ba bas massive Gebäude des Frankfurter Brauhauses über. I griff, in dem sich große Vorräte an Heu imd Stroh be- I sanden. Die Frankfurter Feuerwehr griff mit umfang. I reichen Kräften ein und konnte eine weitere Derbre,- I tung des Feuers nach längerer Tätigkett ^riterbinden. I — Da das Feuer ausbrach, als der.®ettt1.bA..lerc^ geschlossen war, war es bisher noch nicht möglich, btt I Ursache der Brandkatastrophe aufmklären. Der Brand- I schaden, den die Golowerke erlitten hat, wird von d« I Direstion der Gesellschaft auf lOOOOO jnit 9*Wäfet, berjenige des Frankfurter Brauhauses durste !« I ringer sein, sodaß also insgesamt ent Schaden von etwa I 200 000 Mk. zu verzeichnen ,st.
Aus Gberbeffen und den deM^en Remtern.
— Sirchhain. Zum Vorsteher des hiesigen Postamts wurde Postinspektor Reinhard aus Lüdenscheid ernannt. Der bisherige Inhaber der Stelle, Oberpostmeister Braun, wurde nach Derlin-Mariendorf versetzt.
---- Kirchhain. Sämtliche Parteien und Wirt- schastsverbände des Kreises Kirchhain haben einen pfiff und dazu mit dem Kopfe nickte, daß die Schellen feiner Kapuze luftig klangen.
„Ei, ei, der lustige Peter!" riefen die Bürgersleute und drehten sich um, der fröhlichen Schar nachzuschauen, die über den Weinhof zog, wo der Spielmann hielt und vor dem Hause des Hans Wild die Sackpfeife noch schneller und schriller ertönen ließ als vorher. Knaben und Mägdlein reichten sich in weitem Kreise die Hände und sprangen fröhlich im Runde Reigen. Scharf spähte ber bunte Geselle nach den Fenstern des hohen Hauses, als wollte er bte Wände mit seinen Blicken durchdringen, allein niemand zeigte sich. Erst als er weiter zog, fielen aus dem Erker eine Handvoll Heller klirrend zur Erde, fo daß die Buben Mühe hatten, alle zu fam- mein. Mißmutig schob sie der fahrende Geselle in den Lederbeutel und ging weiter, ber Fischergasse zu, wo er hn „Blauen Hecht" fein Nachtquartier auf schlagen wollte.
Nacht.. .
Der Mann im Monde.
Sterne und Menschen. - Hitler und Saturn. - Prophezeiungen. - Di-Neger in Amerika. Der Multimillionär und tue Erzherzog»,. — Atlant,e.
hätte uns auch gegruselt. Und dabei die Rustungs- I Industrie. In England wieder ein neues Gas, das in Bomben herunter fällt und in wertem Umkreis alle I Menschen blind macht Hl! Und das ist doch nicht alles. Schon droben hinter den Wirtschaftskriegen, I
-md-i bi=l<n L-Ut-N ft-h-n imi> »rang. I »ie langlam «rem Sn».
nb ich wünschte nur, cs wurüe Lor einiger Zeit saß ich mit einem Amerikaner zu- d-- K.'ch- und WUM I- tz-». »>'
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irgend eine griechische Göttin. Um die letzten dieser I soll. Die e^r n ) unt, überhaupt sehr I
Buden gab es besonders bewegte Kreise. Ich schaue I ben setgen sich sh 6 fnnfurrenxfobifl Es wird I zu, was da wohl verkauft werde. Merkwürdig, tucht.g und Zürchaus konkurrenzchhig. keinerlei nützliche Gegenstände. Nein, da standen I emm-ll Hari s H & jjer ro8,ge cber I
mächtige Globusse, da hingen große Sternkarten, da wer H.rr sem soll Erinnere an das Christen,
wurden Bücher aufgeschlagen, deren Seiten mit I der schwarz ... Ich vertragen
Zahlen bedeckt waren und wieder onbere, bie Mn- tum. Es mü^en sicb d - Rasim d^ve^
sichten vom Firmament boten Genau wie bet Wal- ... Er war fern jar einmal in die
lenstein in Prag ober wie der Tycho Brahe. Und ber 1 auch. Aber, so sagt , g 9 Hh Oottes«
L---L.-WE LMZNMN betner jetzigen. Die Sterne wissen alles. Da war wcm ^bei ru ^rten wir ab. Aber ber
ein Mütterchen, bas sich schließlich einen Band ^E'^eAsp >gjpan und Amerika
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Dabei klopfte er aus den Einband, daß man meinte, I hatte ich sie besser gemacht, ch u y
Kometen und Sonnenflecken die Rede war. Bei Gott, es war kein Pläsier für sie. Das war vielmehr seelische Not. In diesen allen bebten Gefühle vom nahen Weltuntergang. Und da wollten sie doch wisien, wo und wann...
Mir scheint fast, als ob diese apokalyptische Stimmung wieder im Wachsen sei. Immer, wenn es auf der Welt nicht mehr recht weiter gehen will,
MZZM'SL MLLLPL-H ä'FäSÄSä ssSEä?« SÄ der SSSSeit in verschiedenen StMen Millionen tun es nicht. Dem fehlt die Atlantis, Ätten hat Da stehen H°ll^7 Be7qien Frank- das war alles. Und die Notiz, die dieser voran- K die Schweiz und Italien unter dem Zeichen ging in ber gleichen Äf'Ag, httß, es set die des Merkur Hitler mußte untergehen, weil Saturn, I 24iahnge Erzherzogin Assunta, eme von den zeh hrt, Htmrfifinnsaeft’rn ihm nicht günstig war. I Kindern des jetzt in Barcelona lebenden Erzher^gs Eben^ Ludendorff. 1926 sollen noch ganz andere Leopold Salvator, in ein Kloster eingetreten Die Katastrophen, wie Eisenbahnunglück, Ueberschwem- I hat das Eiland gefunden. _ Der Menschheit von mung. Erdbeben und dergleichen kommen, als im heute fehlt bte große Geduld. Nachdem die Autos letzten Jahr. Rußland wird über Europa herfallen, überall saufen und bte Flieger durch bte Lüfte Dtttssolini erliegt einem neuen Attentat. Der Friede schnellen, meinen sie, es müsse nun „alles tm Ge- von Versailles wird umgestoßen. Dann ein Tele- schwindmarsch erfolgen. Ach das Gluck, so meinen qromm: „Poincar« ermordet, blutige Unruhen in sie, müsse gewiß mtt dem nächsten Flugzeug kom- Frankreich." Ein Stück Irland versinkt in den Flu- I men. Das tut es aber nicht. Das kommt ganz ten aber die sagenhafte Insel Atlantis steigt teift unb langsam hergew-ht. Das ist ein stilles emnor Veilchen am Wege. Das ist ein gottfimug Ge-
Es war wie ein Märchen aus Tausendeinsnacht. mitt. Geh nur hinaus in den Lenz. So sanft
Ober? Nun ja, der Frankensturz in Frankreich, bie 1 ,:"s- n”f **
Arbeiierkrise in England, bie Arbeitslosenzifftr in Deutschland, der Dalutawandel in Rußland, der Schuß auf Musiolini in Italien, nimmt man alles zusammen und denkt man sich, es hätte uns ein Prophet dergleichen vor einem Jahre verkündigt, es
Ausschuß gebildet, ber sich an maßgebenden Stellen dafür einsetzen soll, daß der Kreis Kirchhain, ber eine wirtschaftliche Einheit bilde und lebensMg sei, nicht zur Austeilung gelangt
---- Marburg. Sechzehn Angehörige des hiesigen akademischen Lehrkörpers veröftentlichten folgende Erklärung: Peter, echten Würzburger, mild tote Liebfrauenmilch und klar rote Rheinwein!"
,Huuuh" kreischte ber dicke Wirt zum Hecht, stemmte bie Fäuste in bie Seiten und blies bie blauen Hängebacken auf wie ein Truthahn, „huuuh, Rheinwein! Unb gar Liebfrauenmilch! Hähähcihä! Derstunken und verlogen! Blamvasser ifts, Blcmwasser, was feine dummen Gäste saufen müffen. Da lob ich meinen Wein! Don- Neckar ist er, unb hat Feuer wie — wie — nun wie eine Pfeffer-Nuß!"
„Halloh, halloh!" riefen bie Hechtroiris Gäste, belustigt über den Wortstreit unb Geschäftsneid ber beiben Heckemoirte.
„Born Pfesferlanb ist beine Schmier!" schrie in tiefem Baß ber Karpfenroirt, „wohin ich dich selber wünsche, elenber Dickwanst!"
„Geh selber hin, wo ber Psefser wächst", rief ber Dicke, brohenb bie Fäuste geballt, „Wasserpantscher, ver- fluchter . . ."
„Recht hast!" fuhr ber Spielmann hämisch bazwt- schen unb blähte sich in seinem bunten Firlefanz wie ein eitler Pfau. „Recht hast, unb denk ich, ich will» beweisen. Kamen im Frühjahr — im Maien, wirbs wohl gewesen sein — zwei lustige Gesellen von Nürnberg über bie Donau gezogen. Großen Durst hatten sie — unb wollten sich im Blauen Karpfen gütlich tun. „Hollah. Herr Wirt, eine Maß vom besten!^ riefen sie unb liegen bas Gelb im Beutel klingen. „Na", schmunzelt ber lange, bürre Wirt unb steigt bie Kellertreppe hinunter, „vorn besten wollt Ihr. Sollts haben. Das beste ist bas Wasser!" Spruchs unb füllte bie Kanne mit Donau- wasser, bas in Menge hinter seinem Hause hinunter- fließt.' Darauf füllte er mit bickem Rotwein den Krug auf unb stellt ihn schmunzelnd auf den Tisch. „Das beite, so ihr verlangt — hier ifts!" sprach er zu den Säften. Lustig leerten sie die Kanne; beim letzten ein- , fchank aber zappelts in ihren Glasern, daß sie erftaunt
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