§ uldaer Leitung
Sür unsere Frauenwelt.
............................ ........................ , i ITr. 303 vom 31. Dez. ,924. E ; ■ ■■■■■■ee •■<••■•••••• - ■■«•■■■•■••eeeaeeeeae* ®
Feuerwer
Ferner
Weine m. Steuer
Drogerie Hugo Wohlgemuth, Fulda
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tern, die ihr so macht euch keine nur sonst gesund, es gedeihen will; spät reifen, dami um so wertvoller tatenlos zusehen
Edenkobener ..... ,
Tarrag na.......
Dürkheimer .......
Ungar Rotwein.....
Malaga (Dkl.)......
Birkheimer (Feuerberg)
Fruchtbranntwein Nordhäuser . . . Wacholder . . . Kümmel.....
Zwetschenwasser Kirschwasser . .
Jam. Rum (Versöhn) . . . , Champagner (Feh t-Cabinet)
7i Fl. Mk. I SO „ „ „ 2 50 „ „ . 220 „ „ . 2.50 „ , „3 00 » . n 2.60
Welt am meisten gesucht. Der russische Pelzmarkt, der für gewisse Pelzsorten, die man nur in Rußland findet, maßgebend ist, findet alljährlich zur Messe in Nishnij- Nowgorod statt. Hier wird vor ollem der Astrachan oder Persianer verhandeü, der als Mantelpelz und zur Anfertigung von Muffs und Pelzkappen sehr begehrt ist, und der noch vor wenigen Jahren der beliebteste aller Pelze war. Einer der wertvollsten und kostbar» Pelze, der Chinchilla, wird jetzt wohl vom Markt verschwinden; denn das kleine, harmlose Tierchen, die südamerikanische Haselmaus, die dieses wertvolle Fell liefert, ist in den letzten Jahren so schonungslos gejagt und gehetzt worden, daß sie aller Wahrscheinlichkeit nach aussterben wird. •
um sich abzuhärten und den Körper zu trainieren. Wer setzt krank wird, wirds durch die schlechte Stubenlust, durch das zuviele Cinheizen der Oefen, durch zu wenig Bewegung. Ein treffliches Mittel gegen Halserkrankungen sst übrigens Gurgeln mit zweiprozentigem Salzwasser. An dieses einfache Mittel, morgens und abends intensiv angewandt, sollte man nicht nur sich, sonderv auch seine Kinder von früh auf gewöhnen.
Vie Krau als Erzieherin.
f Aus dir wird nie ekwasl Wie schon oft haben Eltern solches und ähnliches zu einem ihrer Kinder gesagt, und wenn sie es auch nicht sagten, so haben sie es doch gedacht. Bekümmerten Herzens haben sie in die Zukunft des Kindes geschaut: was soll aus ihm werden! In der Schule kein rechtes Fortkommen, es mangelt am ernsten Trieb, der Junge träumt zu viel, ist ewig unberechenbar und unzuverlässig. D, ihr Er
denkt und denken zu müssen glaubt, Sorge! Ist der Junge, das Mädchen so laßt das Pflänzchen gedeihen, wie es gibt Früchte genug, die spät, sehr aber um so herrlicher schmecken und sind. Damit ist nicht gesagt, daß ihr sollt! Jedes Pflänzchen im Garten
ergab sich, daß der Schnupfen beim Schlaf in angcfäuer» tsn Schlafräu—en alsbald verminderte Heftigkeit zeigte, ja, daß Erkäli. ngskrankheiten seltener bei den in solchen Räumen tm Gegensatz zu den in ungesäuerten Räumen Schlafenden auftraten.
Es setzten nun in der Folgezeit Untersuchungen in großem Maßstabe ein. Krankenhäuser, Kliniken, Schulen wurden in den Untersuchungsbereich bezogen. Fach, leute, ärztliche Spezialisten, gaben ihr Urteil ab, die wissenschaftliche Grundlage wurde studiert und einheitlich iestgelegt, daß ein gewisser, nicht allzu hoher Gehalt der Atmungsluft nicht nur den Schnupfen verhütet, sondern auch den ausgebrochenen abkürzt, ferner auch die in §olge verbrauchter Luft auftretenden geistigen Ermüdungserscheinungen hintanhält.
Die Säuerung der Luft wird aufs einfachste erzielt, indem in dem einzurichtenden Raum flache, mit den entsprechenden Säuremengen gefüllte Glasschalen aufgestellt werden. Zum Füllen der Schalen werden je nachdem Salzsäure, Essigsäure usw. benutzt. Die Säure in der Luft muß eben als leichtes Stechen beim Atmen bemerkbar fein. Als besten Gehalt der Luft ergaben sich 6,2—0,3 Prozent pro Kubikzentimeter Atmungsluft. Die Schalen werden je nach Größe im Raum verteilt. Selbst, verständlich muß Sorge getragen werden, daß die konzentrierten Säuren nicht umgeschüttet werden können, von Karpff hat die gesammelten Erfahrungen über die „Säuretherapie" in einem Buch gesammelt. Man verspricht sich noch mannigfache günstige Heilwirkung von der Entdeckung. Schon sind sog. Trockeninhalatoren entstanden. Die Amerikaner verdanken also den so marktschreierisch angekündigten Schnupfentod deutscher Forschung, nur daß sie an Stelle der weit harmloseren Salzsäure usw. Chlorgase anwenden, von denen wir wissen, daß sie schon in geringer Konzentration gesundheitsgefährlich sind.
Auch der Körper- und Schönheitspflege kann die Säurebehandlung dienstbar gemacht wrden. Die menschliche Haut hat mannigfache Aufgaben zu erfüllen. Eie soll nicht nur durch ihre Straffheit und Frische entzücken, sie soll vor allem auch der Atmung Unterstützung leihen. Dieses alles vermögen abendliche Abreibungen mit angefäuertem Waschwasser zu erreichen, die die auf der Haupt befindlichen Krankheitskeime abtöten, diese frisch und elastisch machen. Wählt man also ein Toiletten- wasser, so sei es ein saures. Auch für die Haarpflege ist Gewicht auf Säuregehalt zu legen.
Die Stau in der Lüche.
f Mecklenburger Punsch. Man nimmt zu diesem Punsch (für 10 bis 15 Personen) drei Viertel Liter guten Tee, 4 Flaschen guten, nicht herben Rotwein, 1 Flasche Portwein, 1 Flasche Weinbrand, eine halbe Flasche Madeira und 1 Kgr. Zucker, worauf 2 Zitronen abgerieben wurden. Der Punsch wird zur Erhaltung des Aromas am bestesi im Wasserbade zubereitet.
f Glühwein. Man gießt eine Flasche Rotwein in einen Topf, gibt 4 bis 6 Gewürznelken und etwas Zimmt dazu, läßt gut verdeckt aufkochen und süßt endlich nach Geschmack.
f Silveflerpunsch. Dieser Punsch darf nicht kochen, weshalb er bis zu möglichster Hitze im Wasserbad zu- bereitet wird. Man löst 300 Gramm Zucker in 1 Liter kochendem Wasser (oder auch 1 Liter Tee), gibt 1 Flasche guten Rotwein (oder Rheinwein) dazu, dann den Saft von zwei Zitronen und zuletzt eine halbe Flasche Rum,
Vie Kau im Beruf.
f lieber die Frauenberufe in England ist jüngst eine interessante Statistik erschienen. Danach wurden von fast 14 Millionen Bewohnern männlichen Geschlechts über 12 Jahre alt 1980000 als „unbeschäftigt" fest- gestellt, von den 15 700 000 Bewohnern weiblichen Geschlechts über 12 Jahre alt aber 10634000. Als Hausangestellte waren 1676000 Frauen tätig gegenüber 340 000 Männern: von letzteren entfallen aber nur 67 000 auf Privathaushalte. 1734 Frauen sind in Berufen beschäftigt, die zum Baugewerbe gehören, 260 Frauen sind Direktoren, 67 Glaser, 127 Rohrleger, 84 Steineklopfer und 69 Dachdecker. Dem Sportbetrieb gehören beruflich neben 67 000 Männern 28:000 Frauen an, gewiß eine sehr beträchtliche Zahl. Weibliche Büro- angestellte gibt es 430 000, die den 568 000 männlichen Kollegen eine erhebliche Konkurrenz machen. Don 982 Straßenartisten sind 105 Frauen, und von 156 Loko- motivführern — 2 Frauen.
praktische winke.
f wildlederne Handschuhe müssen stets von der linken Seite gereinigt werden, und zwar mit lauwarmem Wasser, dem nur etwas Salmiakgeist beigefügt wurde, etwa 2 Eßlöffel auf 1 Liter. Nach tüchtigem Auswaschen und Ausdrücken zieht man sie zur Erhaltung der Form über die Hand, läßt sie dann halb trocknen, wendet sie um, zieht sie nochmals über die Hand und hängt sie nun zum völligen Trocknen an der Luft auf.
f Marmorplallen an Waschtischen usw. reinigt man gut mit Seifenwasser, dem etwa 10 Prozent Salmiakgeist beigegeben werden. Am besten läßt man die Flüssigkeit 1 bis 2 Stunden auf der Platte stehen.
Worte an ftellensuchende Mädchen und deren Eitern.
Die Not unserer Stellensuchenden ist groß. Man braucht es wohl kaum noch zu sagen, alle wissen es. Wer wie erschreckend sie in ihren Folgen fein kann, können wir den jungen Mädchen und ihren Eltern nicht oft genug betonen.
Ihr Eltern, es geht heute nicht mehr, daß Ihr Cure Tochter in eine Stadt schickt, damit sie sich dort eine Stelle sucht! Geht nur einmal hinein in ein Ma- rienhaus und seht, wie jedes, auch das bescheidenste Plätzchen ausgenutzt wird, um all den vielen stellen- suchenden Mädchen eine Unterkunft zu bieten. Die Zahl der Stellensuchenden ist bei weitem höher als die der Angebote. Wochenlang wartet ein Mädchen oft auf eine Anstellung. Da ist cs nicht erstaunlich, wenn seine mellt bescheidenen Mittel rasch aufgebraucht werden.
Und nur ein geringer Teil der Mädchen hat das Glück und die Möglichkeit, den Schutz und die treue Fürsorge eines Marienheims zu genießen. Laßt Euch einmal erzählen von den vielen, die fremd und obdach- los in die Stadt kamen — laßt Euch ihre Sorge und ihre Not schildern. Allen Gefahren für Seele und Leib ist so ein armes Menschenkind ausgesetzt. Und wer da nicht eine ganz feste Stutze hat in feiner Religion und seiner Lebensanschauung, der kann leicht fallen. Ein wohlbehütetes Mädchen wird zwar, auch wenn es manche unglückselige Veranlagung hat, seinen Weg gerade und in Ehren gehen. Wir haben darum aber nicht das Recht, es diesen Gefahren auszusetzen. Wie manche Mutter hat es traurig gesagt: „Ich ließ mein Kind fremd und allein in die Stadt, und schon die erste Nacht in der Fremde hat es entehrt und unglücklich gemacht für fein Leben."
Wer darum ein Arbeitsfeld in der eigenen Familie finden kann, bleibe daheim. Immer noch kommen Mädchen vom Land auf gut Glück in die Stadt, um sich dort feine Stelle zu suchen. Wenn es doch alle Landmädchen And ihre Eltern bedenken wollten: es ist heute nicht mehr wie früher. Die Stellennot in der Stadt ist so groß, größer noch als auf dem Land. Es ist ein Unbing, in eine Stadt zu reifen in der Hoffnung, man iroerbe in einigen Tagen eine Anstellung gefunden haben. Wer das tut, muß sicher eine harte Zeit durchmachen. Er fetzt sich allen bereits erwähnten Gefahren der Db- bachlosigkeit aus.
) Wer eine Stelle hat, gebe sie um keinen Preis auf, Such wenn sie nicht allen Wünschen entspricht. Ist jemand gezwungen, eine Stelle zu suchen oder zu wechseln, so gehe er darin nicht leichtfertig vor. Unsere Xat$. sozial-caritativen Stellenvermittlungen sind bereit, den stellenlosen Mädchen aus ihrer Not herauszuhelfen. Wendet Euch darum, wenn Ihr eine Stelle sucht, rechtzeitig an sie, ehe die Stellenlosigkeit mit allen Nöten an Euch herantritt. Ihr seid dann vor vielem bewahrt.
lieber die zuständigen katholischen Stellenvermittlungen aller Städte und Orte gibt gern Auskunft der Reichsverband fozial-caritativer Stellenvermittlung Freiburg i. Br., Werderstr. 4.
Vas moiente Pelzwerk und seine Geschichte.
Bon Martha Weber.
In der Zeit der Reformation wurde es Sitte und den Burgern auch erlaubt, schmale Pelzstreifen an ihren Gewändern anzubringen und Pelzmützen und Pelzstiefeln zu tragen. Dafür waren damals aber noch gewisse Pelzsorten, besonders Hermelin und Zobel, dem Adel und dem Vornehmen allein Vorbehalten. Ludwig XIV., der Pelze außerordentlich liebte, trug ihn nach langer Pause als erster wieder, als elegantes Kleidungsstück, und fein tonangebendes Beispiel machte den Pelz in der ganzen Welt, auch da, wo man ihn bisher nicht sehr geschätzt hatte, beliebt und begehrt. Heute ist der Pelz- mantel und die Pelzgarnitur ein üblicher Bestandteil der Garderobe einer eleganten Dame imb auch der eines Herrn, und es werden heute für Pelze, die gerade modern sind, ober für besonders schöne Exemplare einer Gattung manchmal märchenhafte Preise bezahlt. Die auffällige Preissteigerung des Pelzwerks in Verhältnis- mäßig kurzer Zett sst in der Hauptsache auf die unratin- nelle Art zurückzusühren, mit der den Pelztieren in den letzten 50 Jahren nachgestellt wurde. Heute ist es schon so weit gekommen, daß manche Tiere überhaupt vernichtet, manche so selten geworden sind, daß ihre Pelze fast mit Gold ausgewogen werden. Die Länder, die für die Pelzgewinnung am meisten in Frage kommen, find Sibirien und die Urwaldstrecken in Kanada. Während die Pelzjagd in Sibirien auch heute noch mit unverhältnismäßig großen Schwierigkeiten verknüpft ist, ist und war Kanada von jeher das Ideal aller Pelz- jäger und Pelzhändler. An den kanadischen Flüssen und Seen siedelten sich die Pelzhändler, die meist im Dienst großer Gesellschaften standen, an, schossen und fingen die Tiere, präparierten die Felle, und wenn der Winter kam, währenddessen der Aufenthalt in den Ur- Wäldern nicht mehr angenehm war, zogen sie mit ihren Pelzen nach der Stadt, um diese dort gegen klingende Münze einzutauschen. Montreal war der Hauptmarkt I des internationalen Pelzhandels. Hier trafen sich im Herbst die großen Kürschner aller Herren Länder, hier wurden oft die heftigsten Kämpfe geführt um ein besonders schönes Stück Pelzwerk, und von hier aus nahmen sie ihren Weg zu den großen Kürschnereien in Europa, wo sie verarbeitet wurden und von wo sie dann, mit schwerer Seide verbrämt, als Prunkstücke in den Auslagen der großen Modeateliers Aufnahme fanden. Fast I ZU allen Zeiten waren die langhaarigen Pelze mehr ge- I schätzt, Marder, Nerz, Blaufuchs und andere, womit aber nicht gesagt sein soll, daß die kurzhaarigen Pelze verschmäht wurden, im Gegenteil, der kurzhaarige Hermelin gilt noch heute als der Aristokrat unter den Pelzen. Nerz und Zobel sind wiederum in der eleganten |
I wächst nach seiner Wesse, am schönsten aber doch dann, wenn es gepflegt wird: wenn es am richtigen Orte steht, gute Nahrung hat, Licht und Sonne und Regem Laßt also auch die Liebe nicht untergehen zu eurem Kinde! Aber nicht Mutter und Affenliebe wendet an, die alles entschuldigt, bemitleidet, olles selber tut, sondern die Liebe des Herzens, die das Beste will: eiserne Konsequenz mit ruhiger Geduld, mit nachhaltiger Güte. Erzwingen läßt sich nichts, gar nichts in der Erziehung. Deshalb aber wäre es töricht, zu verzweifeln. Bei vielen Kindern platzt der Knoten, wie man im Volke sagt, erst in den späteren Jahren, dann werden sie plötzlich von einer Lust und Lebendigkeit durchflutet, die die „verlorenen" Jahre bald wieder einholt, und aus dem Samenkorn, das erst so dürftig keimte und wuchs, wird nun dennoch ein kräftiger Baum, aus dem verträumten Kinde ein gesunder tätiger Mensch, der feinen Eltern Freude bereitet.
f Das heiß!: „Das Kind muß erzogen werden?" Man versteht unter Erziehung gemeinhin einen „Drill" in allerlei Formen und Nuancen, aber „erziehen" heißt: Die kindlichen Anlagen und Talente herausfinden, stu- vieren und systematisch entwickeln, um dem Kinde feine Eigenart zu erhalten und es zu einer Individualität her- anzubilden! Deshalb ist es ganz verkehrt, von einem „Erziehungssystem" zu reden oder ein solches anzuwen- den, denn jedes Crziehungs-„System" ist schablonenhaft und muß schablonenhaft sein, sonst wäre es eben kein System, aber nirgends paßt die Schablone schlechter hin, als in die Kinderstube! Dos werden auch wohl alle Eltern einsehen. Es mag schwierig fein, die Kinderseele zu studieren, besonders wenn mehrere Kinder in der Familie sind, aber solcherlei Studien sind doch auch wieder interessant, nur nehme man nicht seine eigene Individualität zum Maßstab, sondern das wahre, wirkliche Leben, mit allem, was es fordert von einem Men- scheu, dem es Wohlergehen soll. Dann wird man auch bald feststellen, welche Einflüsse man auf das Kind einwirken zu lassen hat, und welche sernzuhalten sind.
Vie Stau als Hausarzt.
f Die winkerkrankheiten machen sich jetzt wieder geltend. Da und dort klagt man über Schnupfen, anderwärts ist sogar die gefürchtete Influenza schon ein- gezogen. Wer von alledem noch verschont ist, mag sich freuen, aber er mag sich auch vorfehen. Deshalb sollte der Mensch alle Tage hinaus ins Freie, soviel er kann,
ZchNApfen-Bekampfung.
s Surebehandlung. — (Eine neue Methode.
Don Frauenärztin Dr. Cordes-Berlin.
Aus Amerika, dem Land des Forsschritts, bringt die Freudenkunde: das Mittel zur Schnupfenbekämpfung ist gefunden! — Heil uns! — Wer so einen richtigen Gas« cadenschnupfen sein eigen nennt, weiß, was das bedeutet, so er es nicht weiß, lese er bei Th. Vischer „Auch Einer" nach. Also Scherz beiseite, wir wollen ernsthaft darüber plaudern. Die Amerikaner behandeln durch Aufstellung bestimmter Säuregemische nicht nur den schnupfen, auch andere Erkältungskrankheiten und haben bei dieser Behandlungsmethode immer steigende Erfolge besonders da, wo diese Maßnahmen prophylaktisch, d. h. vorbeugend angewandt werden. Säuren, in starkem Maße inhaliert, resp. eingeatmet, verursachen starke Beschwerden. Man denke, wenn in einem technischen Betrieb ein Säureballon platzt! Die Arbeiter werden schwer beschädigt, ja sogar manchmal getötet; und nun wollen die Herren Amerikaner mit eben diesen gefähr- lichen Dingen Erkältungskrankheiten verhüten, unseren Todfeind, den Schnupfen, töten, ja mehr noch: günstige Erfolge bei der Behandlung der Lungenschwindsucht haben.
Ein Deusscher, Chemiker Prof. Dr. von Kapff, fand eines Tages bei einer Visitation der ihm unterstellten Betriebe — es handelte sich um die Herstellung von Kunstwolle — während der Arbeitspause trotz des schönen Wetters die Arbeiter in dem einen Arbeitsraum versammelt, der, chemischen Zwecken dienend, stark mit Säurendämpfen ungefüllt war. Seinem Erstaunen Aus- dnick gebend wurde ihm die Mittellung, daß bif Lust dieses Raumes bei den Leuten als gesundheitsfördernd galt, mehr noch, daß Lungen- und Erkältungskranke anderer Abtellungen um Versetzung in diesen Teil der Werke baten. Dieser Widerspruch zwischen der Ansicht der Wissenschaft und der Wirklichkeit Netz den deutschen Forschergeist nicht ruhen, und alsbald begab sich von Kapff an die Nachprüfung dieser volksmedizinischen Annahmen. Es
Riesenhafte Auswahl!
Scherzartikel, Niese- u> Juckpulver, Parfüm und Stinkbomben usw.
Aus der Welt der grauen.
f Damenkränzchen im allen Aegypten. Wie es in I einem Damenkränzchen von heute zugeht, das wissen I unsere verehrten Damen ja alle, denn sie gehören wohl I f° ziemlich alle einem Kränzchen an. Warum auch I nicht! Es gibt ja so vieles, was die Gedanken bewegt, und ein reger Gedankenaustausch ist jedermann unentbehrlich. Aber das ist nicht erst seit heute und gestern der Fall, schon die Damen im alten Aegypten, dreitausend Jahre vor unserer Zeit, hatten ihr Kränzchem Und sonderbar, die Gespräche drehten sich ganz um die gleichen Dinge und Personen, die auch gegenwärtig den meisten Stoff zur Unterhaltung bieten. Auf noch erhaltenen Wandmalereien sieht man mehrfach Damen« kränzchen abgebildet: alle Damen sind jung; mst Lotosblumen geschmückt und sorgfältig frisiert sitzen sie in langer Reihe nebeneinander vor einem mit Bratenstücken, Trauben, Feigen, Weinkrügen beladenen Tisch, so daß anscheinend für alles gesorgt ist, wenn die Rede einmal stockt. Noch deutlicher berichten die Schriftzeichen auf den gefundenen Papyrosrollen. Danach scheinen die Damen jener Zeit weniger dem Kaffee als dem Gotte Bacchus gehuldigt zu haben. Und doch schimpfte man über die „getreuen" Dienerinnen schon damals just ganz wie heute. So sagt eine ehrsame Hausfrau: „Es wird immer schrecklicher, sie, die als Landstreicherin mit einem leeren Schurz zu mir kam, die ihr Gesicht im Wasser betrachtete, besitzt jetzt einen Metallspiegel und benimmt sich keck, als ob sie die Herrin sei. Ihr Mundwerk wird immer stärker. Während wir Vornehmen in Sorgen stecken, trägt unsere Sklavin Blütenzweige und Schlangendiademe, Gold, Smaragden und Federn. Wo ist noch ein Unterschied!" — So fragte man schon vor dreitausend Jahren, und so fragt man noch heute!
f Der Ursprung des Dominospiels. An den langen Winterabenden gehört das Domino zu den beliebtesten Famllienspielen, an denen auch Kinder teilnehmen können. Für sie ist es ein angenehmer Zeitvertreib. Er- wachsene erblicken schon etwas mehr in dem Spiele, denn es kann auch mit großem Scharfsinn gespielt wer- den, wie dies besonders in Italien, Frankreich und Belgien der Fall ist, wo man sich ihm leidenschaftlich hin- gibt. Der Ursprung des eigenartigen Spieles ist ganz dunkel; einer Sage nach soll es im 6. Jahrhundert entstanden fein. Danach waren zwei Mönche des berühmten Klosters Casstno bestraft worden. In ihrer einsamen Gefängnisklause kamen sie auf den Gedanken, mit Kalkstückchen zu spielen, die sie mit verschiedenen zusammenpassenden Zeichen versehen hatten. Jedesmal als ihr Wärter kam, fangen sie bann, um allen Argwohn abzuwenden, den 110. Psalm: „Dixit Dominus Domino meo . . ." Daher soll das Spiel auch feinen Namen haben. Jedenfalls ist der Ursprung des Spiels in Italien zu suchen, denn im 18. Jahrhundert gelangte es von dort nach Frankreich und später nach Deutsch- land.
Liköre:
Pfefferminz.........Vi Fl. Mk. 2.80
Caraoao ..........w w M 2 80
Bergamotte........... w 3.00
Caet ry-Brandy........ „ 3 50
Blutorangen ........ 400
Aha’s Excelslor....... „ * 4 50
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,, (Fxuoht).......,
Kognak . . . . Vi H. 5.00, 4.00 3 20
Steinhäger.........7t Krug ,