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Das englische

Don Carl Hoehl- Geisenheim.

heutige Türkei Kemal Paschas durchgesetzt hat.

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Geäriiiier Müller / Fulda ।

. 7?...

Englisch-Statistik:

186 000 Araber,

19 000 Juden,

62 000 Nestorianer,

66 000 Türken,

455 000 Kurden.

Türk ische Statistik:

150 000 Araber,

20 000 Juden,

Kleiderstoffe

Kostümstoffe

Mantelstoffe

Blusenstoffe

Samt- und Seidenstoffe } Baumwollstoffe Herrenstoffe

Möbelstoffe Leibwäsche Erstlingswäsche Tischwäsche Bettwäsche

M 291.

Sonntag, 21. Dezember 1924.

Evangelischer Gottesdienst.

~ Sonntag. 21 Dez. Fulda Vormittags 9'/, Uhr Sup Nuhl. Abends 6 Uhr Psr. Weber. — Ämt-woche: ^^D^e n s tag, 23. Dez. Fulda. Abends 8 Kirchenchor.

2. Blatt.

Druck bet Fuldaer Netienbrnck-rei i«

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Rule Dritannia, Britannia rule the waves. Und nicht nur die Meere beherrscht Dntannia, sondern die Welt. Aus dem Weltkrieg ist das bnt-s-ge Im­perium durch die Niederlage Deutschlands zunächst gestärkt hervorgegangen durch die Vernichtung der deutschen Flotte, den Erwerb eines großen Teils der deutschen Kolonien und durch das ^uruckdrun- gen des deutschen Ileberseehandels. Das große eng­lische Weltreich mit seinen Etappen: Gibraltar, Malta, Singapore, Shanghai, seine ostasiatische Stellung. Tibet, der schwarze Erdterl, Australien, Westindicn, Kanada, — es ruht auch seit dem Weltkriege nicht, seine Stellung m der Welt zu festigen und zu vergrößern. 77 Nicht m letzter Vinie ist die Mossulsrage, die bisher im deutschen Leserpublikum vielleicht noch nicht die ihr geouh- rende Beachtung gesunden hat, dazu angetan, die- les Streben Englands nach Vergrößerung seiner Machtstellung in der Welt in das rechte Licht zu

christlichen Nestorianer-Brigade der Chaldäer. Die Türken konnten in kurzer Zeit starke Truppenver- bäirde auf den Kriegsschauplatz brmgen, unter De^ Nutzung der Dagdadbahn. Allerdings bestand die Gefahr daß England von Westen der unter Be­setzung von Smyrna und der mittelländischen Küste "^bJnzwisä^n wurde eine Vereinbarung getrossen, nach welcher nun doch die Entscheidung des Vo ker- bundes angerufen werden sollte. Derselbe c Grenzlinie sestlegen. Lord Parmoor und Oethi Bey kamen in Eens überein, daß eine dreigliedrige Kommission die Grenzlinie ziehen solle, der Gedieh zustand sollte inzwischen so bestehen wie bisher.as die Entscheidung der Kommission vorliege, h.e platzten die Geister nun stark aufeinander. Die Türken standen auf dem Standpunkt, daß unter diesem Status quo ante der Gebietszustand zu ver- stel'en sei. wie er zur Zeit der Vereinbarung des Abkommens, d. h. am 30. September 19-4 wat,

1 während Lord Parmoor den Status zur Ze-t der Lausanner Konferenz (Juli 1923) für matzgebc: b hielt. — In dieser Frage hat England eine voll" kommens Niederlage erlitten, insofern cs den tur- kischen Standpunkt anerkennen mutzte und d,e Tür­kei die von ihr inzwischen besetzten Gebiete, m denen sie sich stark militärisch vorgeschoben hatte, im Besitz hielt. Die Türkei hatte hierbei besonders das Interesse im Auge, eine Verbindung mit der kurdischen Bevölkerung zu erhalten, da man be-

I fürchtete, daß England mit der Gründung eines I neuen Staatengebildes — ® r 0 «S? u r ö t ft a n I — dieses Gebiet den Interessen der Turke, entzöge und es nach Osten absperre. Die außerordentliche

I Tagung des Völkerbundes in Brussel unter dem I Vorsitze von Branting bat im Wesentlichen diese

Grenze anerkannt. England und die Turke, fugten sich dieser Entscheidung, ersteres allerdings mit dem I Vorbehalt, daß diese Lösung sachlich nicht befriedige, I man habe aber angenommen, um den Frieden zu ermöglichen. Die beiderseitigen Vorposten wurden

I zurückgenommen und der Friede ist zunächst außer- 1 üch hergestellt. Beide Parteien verpflichteten sich, diese Entscheidung loyal durchzusühren.

Soweit ist heute die Sachlage gediehen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß England durch die Entscheidung des Völkerbundes einenRuckzug angetreten bat. Die Zukunft wird lehren, wieweit es die getroffenen Vereinbarungen einhalt und da­mit den Beschluß des Völkerbundes respektiert. An Konfliktstoff fehlt es in den strittigen Gebieten mcht und es ist wohl nicht ausgeschlossen, daß der Streit wobl zeitlich begraben ist, aber in absehbarer Ze>t wieder ausleben wird. Es wäre wohl nicht zu verwundern, wenn England sich in dem reichen Erdölgebiet doch wieder vorschiebt. Soweit sich heute übersehen läßt, sehen Frankreich und Amerika eine derartige Ausbreitung ihres früheren Bundes- genossen nicht 8-rne. - Man muß anerkennen, daß der Völkerbund sich fraglos bemüht hat, sachlich zu entscheiden. Die Türkei kann mit diesem Schteds-

15 000 Nestorianer, 500 000 Kurden und Türken.

Die Art, wie die englische Statistik sür das eng­lische Lesepublikum frisiert wurde, springt m die Augen. Man gelangte inzwischen noch zu> kemer Einigung, im Gegenteil verschärfte sich die Lagem den Grenzaebieten von Tag SuTag.sodaßAnang Oktober Plänkeleien zwischen den beiderseitl- gen Grenztruppen an der Tagesordnung waren und die Wahrscheinlichkeit einer gewaltsamen Lo- hina der Frage sehr groß war. Auf der einen Seite LnnHfrf'e frlu^xcune sowie Truppen der m Eng­lands So dsth-"d-n christlick)en Nestorianerbri- aade aufder anderen kurdische Banden und Stämme sowie türkische reguläre Truppen. Verden D iS war“n bie umstrittenen Gebiete wirtschaft- lich, politisch, ethnographisch und Militärisch von oleicker Wichtigkeit, wobei zu berücksichtigen war, daß England militärisch stark im Nachteil sich be­fand Äußer starken Flregerabteilungen verfugte es nur über etwa 10 000 Mann. Die eingeborenen Truppen waren unzuverlässig mit Ausnahme der

England behauptete trotz ferner Niederlagen m Mesopotamien im Weltkriege (Kut el Amaro) nach Friedensschluß seine Stellung in dem Lande, dessen Fruchtbarkeit von altersher sprichwörtlich gewor- den ist. Der Vertrag von Seyres bedeutete auch für die Türkei einen starken Aderlaß, an welchem England profitierte. Der Bundesgenosse Deutsch- rnds wurde mit in den Strudel gezogen und aus uropa nach Kleinasien zurückgedrangt. Nur Kon- antinopel und Adrianopel ragen m der Haupt- dje heute in Europa noch als «äulen verschivun- euer Pracht aus dem Trümmerfeld besserer Zel- en hervor. Aber die T ü r k e I hat bald einen Be- weis ihrer Lebensfähigkeit gegeben im Kampfe ge­gen Griechenland, der mit der Einnahme Smyrnas gekrönt wurde. Kemal Pascha zeigte der ersiaun- en Welt, was sein Volk unter semer tatkraft gen Leitung vermochte. In der Konferenz zu,Lau­sanne wurde am grünen Tisch den ®r0&rna$J*" gegenüber von Jsmed Pascha das behauptet was das Schwert errungen hatte- Es ist anzunehmen, daß es England zum mindesten schwer fallen wird, in Mosiul einer selbstbewußten 4-urtei gegenube Oberwasierzubhealten, in dessen Besitz es sich b.s- her unrechtmäßiger Weise und durch keinen Fne- denspakt gedeckt, gesetzt hat.

s Die Grenze zwisä)en der Türkei und dem Irak sollte nach den Bestimmungen der Lausanner Kon kerenz vom 24. Juli 1923 zwischen der Turke, und England auf gütlichem Wege innerhalb neun Mo­naten festoestellt werden, militärische Bewegungen

®S di-I-r Seit uni.rbk.ton Don England wurde zu dieser Konferenz, die in Konstantinopel stattfinden sollte, Sir Perey von türkisck'er Seite Fethi Dey, der Vorsitzende der türkischen Nationalversammlung, ern°nnt Poli tpch war es von besonderer Wichtigkeit sur die Tür­kei daß das Kurdische Sprachengebiet ihr zufalle, da'die Kurden den Türken freundlich gejinnt gegen­üb ersteben. Aber es sind weniger politische als

• rfw Interessen, die England veranlassen.

Bei lästigem Husten rattn wirStnen die von AerUen al» irätziges fiufienrritlel httootragenb begutad) eien Lagikka-Husten-Donbons tu nehmen. Lindern die Schmelzen, löten den Schleim kocht a-Bonben« pnd <n allen Arothetrn erbö tlich.

Ausbeute der ErdölguelleN in Wilaieth Mosiul 25 Prozent des gesamten Erdölbedarfs der gesamten Welt von dort gedeckt werden! Man kann hieraus ermessen, welche Vorteile England durch Besetzung dieses Gebietes erlangen würde. — Zunächst schlug England vor, die Entscheidung des Völkerbundes m dieser Frage anzurufen, ein Vorschlag, dem die Türkei zunächst sehr mißtrauisch gegenuberstand- Die Türken waren der Ansicht, daß >m Dolkerbui.ds- rat, "bem England mit seinen Kolonien und eben- soviel Stimmen angehört, eine Enstchetdung zu Gunsten Englands fallen würde ohne daß man die türkischen Darlegungen gebührend würdigen würde. Dieser Ansicht schloß sich Angora an und man verlangte das ganze Wilaieth Mosiul. Deiner "ersuchten die Türken anstatt der Anrufung des Völkerbundes ein Schiedsgericht zu e.rei­chen, woraus ohne Weiteres zu entnehmen war, rote wenig Vertrauen der Völkerbund m der Türker m feiner damaligen Zusammersietzung befaß. Nach englischer Auffassung ist die Bevölkerung imWlla- jeth Mosiul in der Minderheit türkisch, nach tur- kiscker jedoch in der überwiegenden Mehrheih da die kurdische Bevölkerung, die auf türkischer Sei.e gestanden und gcsock'ten habe, mit der Turke, ver­einigt zu bleiben wünsche. Es ist dies mit der Kernpunkt der ganzen Streitfrage und ist der tür­kischen Aussassung wohl zweifelsohne zuzustimmen.

Interessant sind die nachfolgenden zrvei Stati­stiken, die eine englisch, die andere tur-isch, rote sie in der Presse beider Länder veröffentlicht wurden.

Goltesdienstordnung.

Sonntag, 21. Dez. M • ■j“ Juno fronen. L'e'cht 'e^penl ei . Ajnderdetchie. SS SLyy“

i/,6 Uhc an — Eonnta. S. Gottesdienste.

L n.7nl. Messen Vor „.noch denselbenl >ede-maAns «-iiyrn der bl Kommunion. '/>< Dtu bl Mesie nnd Komm, für die ?unofrourn»L m» 8 Pfarramt mit Anklebung Umgana,PredU °^

nut '.Inbacbt nnd ^e^dS

Au"sschmück"u ngd erKircheunddeS» r ip v« »

ferhftrn Sdiulinbre8 9-, P-arramt u. Pred., 11 zweiter Cchuiad. u. Pred.,' 9'/. Gbriitenlcbre »er 3unplmfle in der SeveriltrMe, 2*/. Ouotemberanoacht, 3 ür die Inngfr.^odalitat. b'h Abvcnttondoch. Mi t- wach ist Viailfastiag. — Pfarrtirche <um bethfltn Ucift. 7 Frühmesse und Ansprache, 8 Hochamt und Lrcdip, I 1//3 Uhr blocken weihe bunt) den Hochwardtglien Herr I Bücho und Andacht.-SodalitSt '"lV. -Sever. rche 7

Meße. - Frauenberg. 5, */.6, 6, */,7 unb 7 Uhr bl. Liessen, « Eingmesse m. Pred., 9 Hochamt mit Pred., nachm. Predigt und Andacht für die ^erzwren mit Elnileidunr und Proseß. — jinedhss ltap-lie an «ianjo{enwälb<t«n Sonntag e-/, *1 SK. n.usiommun. Ausieila. u. Ansprache. Dienstag 7 , ubr bl. -"letze. — kblelltitche der Sentdilitinerinnen. 2 Uhr nacbn. Herz-Jesu-Druderichaiteveisamml., Convcntaml8'/, Uhr.

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Hulvaer Leitung

Weltreich und die Moffulfragc