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FuldaerZeitung

AmkNcher Anzeiger für den kreis und die Sfaöf <Fulda.

51. Zahrg.

Donnerstag, 18. Dezember 1924

Nr. 294

Sermttoörtlich üt d.e Schriitiertun«: Dr. Johannes Kramsi. Anrrisrni 2-D arreller, Fulda. Rotationsdruck und Verlag der Soltau rt crtirdnc' t vtta. FernlrreLrr Rr- L .1h"o*,etn<6er Ve-ueSv'eis! 1.BO Mk.

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1321:

von 8806 auf 10127,

Deutscher Reich

Nach Berliner Meldungen steht die Erteilung des Auftrages zur Kabinettsbildung durch den Reichs­präsidenten Ebert unmittelbar bevor. Nach den im Reichstag umlaufenden Gerüchten soll der Reichspräsident die Absicht haben, den Reichsmini­ster des Aeußern Dr. S t r e s e m a n n, der aus dem Sanatorium Fürstenberg in Mecklenburg zu­rückkehrt, mit der Kabinettsbildung zu betrauen. Wie dieZeit" bemerkt, werde Stresemann aller Wahrscheinlichkeit nach den an ihn ergangenen Auf­trag nicht annehmen. Man rechne, wie das Blatt sagt, ziemlich bestimmt damit, daß Stresemann im künftigen Kabinett den Posten des Außen­ministers weiter bekleiden werde. Die Möglich- teik der Bildung eines überparteilichen Kabinetts wird von dem genannten Blatte als wenig wahr­scheinlich bezeichnet, da die kommenden Regierungs­rufgaben, vor allem die Lösung der S t e u er­frage und der W i r t s ch a f r s p r o b l e m e, eine ganz feste Regierungsmehrheit »erlang« ren. Das Blatt hält es allerdings nicht für un­bedingt notwendig, daß eins Persönlichkeit mit der Kabinettsbildung beauftragt wird, die fest im par­lamentarischen Leben wurzelt.

DieVoss. Ztg." will sogar wissen, daß Strese- mann nach seiner Ablehnung der Kabinettsbildung dem Reichspräsidenten eine außerhalb des Parlaments st e h e n d e P e r s ö n l i ch k e i t nennen werde, die nach seiner Ansicht für den Reichskanzlerposten besonders geeignet fei. Strese­mann scheint, soweit es an ihm liegt, noch ein­mal ein Cuno-Experiment machen zu wollen. Wir glauben nicht, daß es ihm diesmal gestattet werden wird. Das deutsche Volk, nament­lich der gesamte Mittelstand, der dieses Ex­periment mit dem Verlust der alten Vermögen be­zahlen mußte, dankt!

Schwere Schlappe der Spanier.

Neuer Sieg der Ausständige» in Marokko.

wtb £ a t i s, 17. Dez. (Tel.) Nach einer 9a- vas-Meldung aus Tanger ist die Garnison von Algsrza-Seguir, die durch Ausständige ange­griffen wurde, gestern vormittag nach 4Sstündigem Widerstand indleüände derRebellenge- fallen. Man hofft, mit einer Abteilung von 20 000 Mann die Ordnung wiederherstellen (!!) ju können. Die Sicherheit innerhalb der internatio­nalen Zone sei vollkommen garantiert.

achtestde Zentrumspartei zu unterstützen.

' Betrachten wir Mscklenburg-Strelitz allein, fo wurden an Zentrumsstimmen abgegeben:

politische Luftreise.

Wtb. London, 17. Dez. (le!) R »ter inriöei auS No»! antinopel, kor brihid.e Lust chis mar jchaU Scjton Brauckec ist mir dem Flng^evS nach Aleppo weiterzereist.

Erfolg der albanischen Revolution' Skukari eingenommen.

Wtb Paris, 17. Dez. (Tel.) hcwas meldet aus Belgrad zur Lage in Albanien, nach presse- Meldungen bestätigt es sich, das Skutarieinge- n o m m e n wurde und die dortigen Truppen zu de» Ausständigen übergegangen sind. 3n der Gegend vonDalona soll einheftigerKamps statt- sinden. Die Regier nngsiruppen, die im Rückzug auf Tirana begriffen seien, würden durch die Ausständigen, die nur 20 Kilometer von diesen entfernt operierten, bedroht.

Die erste Landkagssihung. Der amtliche preußische Pressedienst teilt mit: Das preußische Staatsministerium beschloß, die erste Sitzung des pr e u ß i s ch e n Landtages auf Montag,. den Januar anzusetzeu.

am 7. Dezember 467; am 4. Mai 307, welches Ergebnis einem Zuwachs von 52 Prozent gleichkommr. Ein Vergleich zwischen Mecklenburg- Schwerin und Mecklenburg-Strelitz:

Stimmenzuwachs 37 Proz. : 52 Proz. zeigt, daß, du die Verhältnisse der Zentrumspartei in beiden Ländern gleichartig sind, in Mecklenburg- Schwerin noch viel an Boden gewonnen werden kann.

Die Provinz Pommern brachie einen Stim­menzuwachs von über 25 Prozent gegenüber oem Stande vom 4. Mai.

7. Dezember 9623; 4. Mai 7670.

Leider war es auch in Pommern aus ben ver­schiedensten Gründen noch nicht möglich, an allen in Frage kommenden Orten, geschweige auf dem Lande, praktisch in gewünschtem Maße in Erschei­nung zu treten. _

Die beiden Wahlkreise Berlin und Pots­dam 2 (ungefähr Groß-Berlin außer Spandau, Lichtenberg, 'Pankow), brachten zirka 5 Prozent Stimmen mehr auf als am 4. Mai.

Der Wahlkreis 4 (Potsdam 1), umfassend die Provinz Brandenburg von Südwest bis Nord, ausschließliches Diasporagebiet, konnte seine 'stim­menzahl um 3295 vermehren.

7. Dezember 22 362; 4. Ma: 19 067, mithin um über 17 Prozent.

Einen nicht so starken Stimmenzuwachs weist der Wahlkreis Magdeburg auf, nämlich etwas über 11 Prozent. Die Stimmenzahl betrug:

am 7. Dezember 17 568; am 4. Mai 15797.

Etwas günstiger steht der Wahlkreis 11 Merse­burg da, in dem das Zentrum seine Stimme um

Der kommende Reichskanzler.

Stresemann will eine außerparlamentarische Persönlichkeit Vor­schlägen. Das Zentrum entscheidet sich.

Katholische Welt.

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mithin um ungefähr 15 Prozent vermehren konnte. , .

Einen bedeutenderen Stimmenzuwachs konnte das Zentrum als Gewinn für sich im F r e ist a a t Sachsen verbuchen.

am 7. Dezember 25 978; am 4. Mai 18 774, ein Mehr von 7204 Stimmen ober nicht ganz 38 Prozent. Hier hat hauptsächlich die Chrsttlichsoz. Volksgemeinschaft rast drei Fünftel ihrer «stimmen vorn 4. Mai an das Zentrum abgegeben.

Der Wahlkreis 34 Hamburg und der Wahl- l hei» 8 LiogniZ als Diafporadezirke haben einen Stimmenzuwachs von über 11 Prozent und 10 Prozent zu verzeichnen.

Das Bild vervollständigt sich erst, wenn bei dem Vergleich der Mai- und Dezemberwahleri berück- sichttgt wird, daß ein großer Teil der Ruhr und Rheinflüchtlinge noch am 4. Mai eine vor- übergehende Heimstätte gerade in Meatenburg, Pommern .Notdbrandenburg und in den Bezirken der Wahlkreise Merseburg und Magdeburg hatte. Dank des Londoner Abkommens konnten sich die Flüchtlinge zum größten Teil am 7. Dezember ihrer Wahlpflicht in der Heimat entledigen. Am 4. Mat waren sie es gerade, die dem Zentrum in der Diaspora viel Stimmen gebracht haben.

Bereits am 4. Mai konnten wir einen beträcht- ] lichen Stimmenzuwachs in der Diaspora verbuchen.

Es dürfte bei dieser Krise wieder so ergehen wie bei vielen vorangegangenen: Die Krise bewegt sich im Kreise und wird an den Ausgangs­punkt wieder zurücktmnmen, und das wurde im vorliegenden Falle bedeuten, daß dis nach dein Wahlergebnis einzig mögliche, sichere und rrag- fähiae Pärteigruppierunn der großen Koali­tion praktisch wird. Die Anzeichen dafür, daß die Entwicklun.g diesen Verlauf nimmt, sind neuer­dings verstärkt worden dadurch, daß der Führer des Bayerischen Bauernbundes, der frühere Reichsernährungsminister Fehr, die Zen- irumsfraktion hat willen lassen, daß die Mitglieder des Bäuerischen Bauernbundes im Reichstag eine Politik der Mitte unterstützen imb an einer Re­gierung der Mitte teilnehmen würde. Auch der Führer der Wirtsckastspartei, Dr. Dredt, hat varlantenrarischen Kreisen erklärt, daß die W;rt- schaftspuriei einer solchen Regierung ihre umec- stünung leihen werde, wobei allerdings noch eine bestimmte Stellungnahme zu gewissen Wirtschafts­fragen, vor allen denen der Aufwertung Vor­behalten bliebe.

Die Stimme aus Vaden.

Das Havptvrgo» des badischen Zentrums, der ,Badllchs Beobachter", schreibt zur Neaien'mMl'e:

W r nehmen an, daß niemand im Zen trttm eine solche Fälschung des Wahlergevnnses mitmachen will wie die Bildung des von der Deut­schen Bolksvaitei und der Tenticbnalionalen Partei herbeige ehnren B ü r g e r b l o ck s wäre. Dir Wirkung einer solchen Reürtung wäre außenpolitisch und innenpolitisch aesäbrlich, pattkipolmsch genommen aber katastrophal. Tas Zentrum ist gewohnt, sach­liche Politik zu treiben. CS muß, um sachliche Polin? zu treiben, nicht unbedingt der Regie- rung angehören. 'Dafür, um den Schanddecke! für neue deutschnationale und volksparteiliche Re­gierungsexperimente zu bilden, ist das Zen- tmnt zu oui. Bei uni erwartet man, daß bte praktischen Folge ungen daraus im Zentrum allent­halben beachte? und gezo-cn werden".

(Bergt unter .Das Neueste" auf der zweiten Seite.)

fers, sei es durch offizielle Vertretung innerhalb einer solchen Regierung als Partei kommt für das Zentrum nicht in Frage. Andererseits wird das Zentrum Verpichen, eine reine Rechtsregierung zu chaffen, keine Hindernisse in den Weg legen. Es wird aber schon bei dem Zustandekom­men einer solchen Regierung die Frage auswerfen, ob die von ihm als unerläßlich gehaltene Fort­führung der bisherigen P o l i t i k d e r Mitte nach innen und außen gewährleistet ist, und es wird bet allen weiteren Handlungen dieser Re­gierung in jedem Fall diese Frage aufwerfen und danach rein sachlich seine Stellung eirmehmen. Aus deutschnationaler Seite ist man auf das äußerste bestürzt darüber, daß das Zentrum sich der ein­seitigen Orientierung versagt. Man glaubte, sowohl bei den Deutschnationalen wie bei der Deutschen Volkspartei, daß es nur eines Druckes bedürfe, um das Zentrum vor eine Entscheidung zu stellen, bei der man offenbar auf eine Spal­tung in den Reihen der Zentrumspartei speku­lierte. Diese Spekulation ist aber völlig daneben gegangen, sodaß nunmehr die Deurschnatio- nalen von der anderen Seite dem Zentrum bei­zukommen suchen, indem sie erklären, nun sei die Zentrumspariei lahmgelegt. Eine derartige Auffassung ist allerdings sehr naiv, denn kaum jemals hat das Zentrum in solcher Aktionsfähigkeit sich befunden rote jetzt, was ja am besten aus dem Umstand hervorgeht, daß sich sowohl die Deiufck- nationalen wie die Deutsche Volksportei in die pein­lichste Verlegenheit versetzt sehen, nachdem sie er­kennen müssen, daß das Zsutrum sich nicht dazu hergibt, der f o z i a l e n u u d politischen Re­aktion die Steigbügel zu halten. Es sind eine «ranze Reihe von Versuchen im Gang, um das Zen­trum doch noch zu bewegen, den Reichskanzler- pofter. zu übernehmen, aber diese Versuche dursten nicht zum Ziele führe,:. Wir sind sicher, baß die Zentrumsfraktwn in ihrer offiziellen Entscheidung, die am Mittwoch zu treffen ist, die politllchLLm'L.,, die der Partei im Wahlkampf vorgezeichnet war und bei der sich wieder Millionen treuer Wähler zusammenfanden, unbedingt werter verfolgen wird.

Das Zentrum in Norddeutsch!ünd.

Don Generalsekretär Gr ob del-Berlin.

Nachdem die Wahlen zum Reichstag und zum Preußischen Landtag vorüber sind, und die ein­zelnen Parteien stärker oder schwächer zum Ein­zug in die beiden Parlamente bereitstehen, glau­ben wir einen Rückblick auf unsere Ärbeitim Wahlkampf in der Diaspora werfen zu dürfen. Gerade in Mittel- und Nordostdeutichland befindet sich die Zentrumspartei in einer äußerst schwierigen Lage. Zum größten Teil bestehen selbst tn den größeren Orten der Provinzen Bran­denburg, Pommern, Sachsen und in den Ländern Mecklenburg-Schwerin und Meckienburg-Strelitz noch keine eigentlichen Parteiorganisationen. Und dennoch ist gerade in diesem Wahlkampfe von den treuen Zentrumsmännern und Zentrumsfrauen Vorbildliches geleistet worden. Die Wahl am 7. Dezember hat klar bewiesen, daß gerade trotz der schwierigsten finanziellen und lokalen Verhältnisse der Zentrumsgedanke auch in der Diaspora cur dem Vormarsche ist. Der S t i m m e n z u w a ch s liegt bei weitem über dem Durchschnitts­zuwachs der gesamten Zentrumspartei. Von allen Gebieten stehen die Länder Mecklenburg- Schwerin und M e ck l e n b u r g - S t r e l i tz an der Spitze. Hier wurden an Zentrumsstim­men abgegeben:

am 7. Dezember 3685; am 4. Mai 2683.

Zur Lage wird uns aus Berlin geschrieben:

Die politische Situation ist durch die lieber, ckeichung der Gesamrbemission des Reichskabinetts in der Sache nicht um einen Schritt vorwärts ge­kommen. Der Reichspräsident war bei dem Stande der Auseinandersetzungen innerhalb der Parteien nicht in der Lage, sofort van dem ihm verfassungs­mäßig zustehenden Reckte der Beauftragung einer anderen Persönlichkeit zur Bildung einer Regie­rung Gebrauch zu machen.

Ueberhaupt ist diese Beauftragung durch den Reichspräsidenten neuerdings ganz außerordentlich erschwert worden, da die Deutsche Volks- partei, die biefe Krise unnötig anzettelts, über Auswege sich ganz und gar unschlüssig ist. Nach­dem S t r e f e m a n n im Effekt die Regierung ge­stürzt hat, obwohl er ihr als Außenminister ange­hörte, entspricht es der partamemarifdten Gepflo­genheit, daß nun er selber mit der Bildung einer Regierung beauftragt wird. Damit freilich hat die Volkspartei nicht gerechnet, einmal, weil pe sehr wohl weiß, daß ohne das Zentrum eme Re­gierungsbildung nach der einen oder anderen Rich­tung hin unmöglich ist, andererseits aber auch, weil Stresemann nicht gern von dem Posten des Reichs­außenministers weicht. Er müßte aber d^se Po­sition auigeben, wenn er mich noch bas Reichs- f a v 31 e r a m t übertragen erhielte. ötrefemann5 versönlichem Wunsch entspricht es auch nicht, Reichs­kanzler zu werden, dagegen hängt er sehr an dem Amt des Außenministers.

Das Zentrum hat eine vollständig klare S t n i e bisher eingenommen, und alle Anzeichen sprechen dafür, daß die am Mittwoch zusammen- tretende Fraktion der Zentrumspartei keine andere Stellung einnehmen wird. Diese Lmie geht bahtn: Das Zentrum sieht das, Wahlresultat als eine B e- Nötigung seiner bisherigen Politik an und würde in Konsequenz besten bte Reaterung her Volksgemeinschaft für das Gegebene halten. Einen von der Deutschen Volkspartei an- geftrebten reinen Rechtsblock lehnt das Zen- trum als Partei der ausgleichenden Gerechtigkeit ab Eine aktive Beteiligung an einem solchen Rechtsblock, sei es durch Stellung des Reichskcmz-

Um die Wahl des Reichspräsidenten.

Zm Jahre 1925 wirb die Wahl des Reichs- Präsidenten vorgenommen weiden müßen. Bon dentichnatianaler S-cke wird beieii8 jetzt versucht, feen Magdeburger Prozeß zum Anlaß und Dorwand -ü nehmen, um fckon [efet bte wage der Sanbtootur für den Reichspräsidenten auszuwerfen. Es ist in b-r Prelle inzwi'chkN der Name des gerenroertrgen WinnenminifterSDr.Jarres,der der Deutschen Volkspartei nahestebtz genannt worden. JarreS hat allerdings et Hält, daß er nicht tn Verbindung mit dreier UKeibuno gebracht fern möchte, und auch ntckt als Kandidat für die Rnchsp ahbentenroabl m Frage komme. Tie Teuticke Vock-Partei hat dieser Muteilung dmzugesügk, daü sie sich zwar mit der P äiGentenfra e schon b ichäsiigt, und dabei auch den Namen deS Herin Tr. Imres genannt, sich ab.r noch nicht jestgele/t Hobe. Maßen mußte cte äaneeiung ter RanoiDatur Jarres, nachdem die Teutidinanonaien früher einmal ihr Paiteimilglied SSallraf für diese SanDibatur benannten. Jeden fall# ist der Kampf um das Reichspräsidentenauit beteil entbrannt. Wir werden auch in dieser Frage fr,.xAi« tu« schwerwteaenöeu Entscheidungen stehen.

Spannung in Oesterreich.

In Wien haben in den letzten Tagen verschie­dene Demonstrationen siattgefunben. Sie deuteten auf kritische Vorgänge in den politische» Kreisen hin. Jetzt wirb gemeldet:

Wtb Wie», 17. Dez. (TM Die Verhand­lungen mit bet Regierung wegen der Erzielung eines Arbeilsprogramms brachten, ben Morgen- blättern zufolge, insofern eine allgemeine Ent­spannung, cis eine Vereinbarung über ben Sag der nächsten Sitzung des Ratiorialrates zu- ftande kam. Der überwiegende Eindruck ist der, daß es trotz der bestehenden Gegensätze zwischen Regierung und Opposition möglich fein werde, schon am Donnerstag mit der Erledigung des 21fr beiksprogrswML zu beginnen.

Zum deutsch-englischen Vertrag.

wtb £ o n b o n, 17. Dez. (Tel.) Der präfibenl des eugüscken hsrrdelsamtes hat eine Resolution des Naiionalverbandes der Seeleute und Heizer |o- Sort beantwortet: Der denlsch-engiifche vertrug ficht die Möglichkeit der Gewah- r n n g der M c i si b e g ü n si i g n n g für die briti­sche Schifstchrt und den handel vor. wir könne» diese Vergünstigung nicht in Anspruch nehmen, wenn wir nicht bereit sind, auch unsererseits die Meistbesünsiiaung zu gewähren. Wir beabsichtige», dis Dentschen nlchl schlechter zu beh aa- del» als andere Ausländer. Die Regie- tuns wird weiterhin die Arbeit der britischen Unter- tauen zu Wasser und zu Land schützen, handel! e, nun um Deutsche oder sonstige Ausländer.

Weitere Lomirmnisten-Airstveisungen.

wtb Paris, 17. Dez. (Tel.) Ton der pari ,er Polizei find gestern vier Ausweisungsbefehl, gegen vier Italiener erlassen worden, deren Aufenthalt wegen kommunistifcher Vropaganda unerwünscht ist.

' Dampfer Sdiitfial. Nach bet ^rioiina" hüt das ft ich re SchlachtschiffDuilio", das setzt als Naphtaschiff im Sojen von Spezia lagert, au; noch unaufgeklärte An Feuer Orangen. wurde eiligst aus dem Hasen herausgeschleppt und brennt aus hoher See aus. Mensche» wurden »ich» verletzt. ,,

wirtschaftliche Uampfbewegungen.

streit in Saarbrücken. Die Belegt chatt der Eiseuvahn^auptwertstäite Äntdach in Starke von 10-0 Mann we en LohnLisf-renzen tn den Stceik go- treteu. ES tarn heute ja Demonstrationen.

Der Haarmann-Prozeh.

In den letzten Tagen wurde durch Uapäßtichkehe» des haupiangetlagien 5)aarmann w'-derhali die Ler- Handlung unterbrochen. Inzwischen ist noch Ailzr ^ eines Schneidermeisters aus der Nahe von Leimar em qelaut'cn, der das Äerjchwinden jeiiies Z^iahrigen Soh­nes auf Saarmann zurückfuhrt. Am Donnerstag mot­ten Staatsanwalt und Verteidiger sprechen. Das Ur­teil soll möglicherweise noch Donnerstag abend oer»

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und da hinzu cm 7. Dezember ein neuer, für un­tere Diasvoraverhältnisse geradezu gewaltiger. So ist hier ein steiniger Boden urbar gemocht, der mit aller Kraft und Einsetzung aller möglichen Mittel bebaut werden muß. Arbeiter heran und Mute! zur Anschassung der Saat. Und dann mit der Zeit noch mehr Abgeordnete, die in der Diaspora und mit der Diaspora leben und streiten und Helsen, um im Kamps ür Volk und Vaterland für eine neue Entscheidung eine wuchtige Macht heranzusuhren.

Deutsche Männer und Frauen der Deutschen Zentrumspartei, es geht auch bei uns in der Diaspora um Kirche und Schule, um ChristentumundsozialenFrieden.um Geltendmachung unserer hohen Ideale in einer Welt von Gegnern. Wir haben ben Willen und auch den Mut gezeigt, zeigt den Euren unb Heist der Diaspora durch die Tat.

Das bedeutet einen Stimmenzuwachs v o n 3 8 P r o z e n t. Dieser Erfolg ist zweifellos auf die Entfaltung einer stärkeren und dennoch in ihrem Umfange sehr beschränkten Propaganda­tätigkeit, die an verschiedenen Orten das Erstaunen anderer Parteien hervorries, zuruckzufähren. Und fo prägte ein gegnerischer Diskussionsredner in einer Zemrumsversammlung in Mecklenburg das Wort: DasZsntrum fange nun an, sich auchinMecklenburg breit zumachen." Allerdings fügte der Diskussionsredner hinzu:Um mitzuhelfen, Mecklenburg wieder katholisch zu ma­chen". Hiergegen muß öffentlich gesagt werden, daß auch in Mecklenburg sich eine große Zahl Pro­testanten enttchloisen hatte, die Politik des Reichs- . ranzler» Warr durch die Wgabe ihrer Stimme für die jeden isrand und jede ÄvnfeffioN