..... _ - Ctnieinnmmer 10Nfs.smkkWffr.FpiwIM.)
FuldaerZertung
Amklicher Anzeiger für den Kreis und die Sfadf Fulda.
Mittwoch, 17. Dezember 1924
Nr, 293
Der Kampf in Albanien
Verbindung
schon im
Nach -er Mibtürkontrolle.
Tatsachenmaterial zur deutschen Abrüstung.
Der Reichspräsident hat das Wort
Wer wird mit der Kabinettsbildung beauftragt werde«.
vom Völkerbund.
Austen Lhamberlain als Prophet.
Zu Beginn seiner Rede im Unterhaus sagte Chamberlain in Bezug auf den Völkerbund u. a., er sei von R o m zu rü ckg e keh r t mit der festen Ueberzeugung von der Zweckmäßigkeit des Bundes und mit größerem Vertrauen in seine Zukunft. Er glaube aber, zuweilen brächten einige Freunde des Bundes diesen in Gefahr, indem sie von i h m i n seiner ersten Jugend Leistungen verlangten, denen er noch nicht gewachsen sei. Es sei klüger, Schritt für Schritt vorwärts zu gehen bis zu dem Tage, an dem die Welt gewahr werde, daß der Bund ein machtvolleres Instrument geworden sei als irgend jemand geglaubt habe.
Der Präsident des Handelsamtes teilte im Unterhause mit, daß im vergangenen Jahre Genehmi- gungen fürdie AusfuhrvonKriegsmate- rial, darunter 600 Vickers-Maschinengewehre, nach Sowjetrußland erteilt wurden. Die Regierung habe aber nicht die Absicht, weitere Genehmigungen zu erteilen.
fallen. _____________
* Die Vorgänqe in Marokko. Habas bestätigt, daß seit einigen Tagen zwischen der spanischen Re- gie'Una und der französischen Botschaft m Modul) Besprechungen bezüglich Der Räumung der ipa- niichen Zone in Marokko stmifinden. Es sei ganz naiüilicb, daß die beiden Länder miteinander Fühlung nehmen, um die gegenseitigen Absichten angesichts der neuen Lage sicherzustellen»
Hiobstpost aus Marokko.
Wtb p a 11 s, 16. Dez. (Tel.) Die das „Iournal" aus San Sebastian meldet, dringen trotz der Jeu- furbeunruhigendenRachrichten von der marokkanischen Front durch, nach denen zwei s p a n i f ch e p o st e n von je 22 Manu in der Gebirgsgegend zwischen Zenta und Tetuau non Ausständigen getötet worden seien.
VerantwortUL ür bte Sdmttleitung: $t. 3«ba«neB Rramet. Ameisen: 3- 9 mellet. Fulda. Rotationsdruck und Perlag der Fuldacr ?G'rrt'«ckGki >n 7 «Na. Fernlvrechn Rr- 9.
SFg«atTicbet Verugsvreis: 1.50 Mk.
Deutsche Beteiligung.
Wtb p a r i 6, 16. Dcz. (Tel.) Die der »Motin' berichtet, hak Deutschland die Einladung, sich an der im Mai 1925 in Grenoble stattfrudenden Elektrischen Ausstellung zu beteiligen, angenommen.
Der formelle Rücktritt der Regierung Marx ist em Montag nachmittag erfolgt. Der Reichspräsident nahm die Demission entgegen, beauftragte aber gleichzeitig den Reichskanzler und die bisherige Reichsregierung mit der einstweiligen Weiterführung der Geschäfte. Der Reichspräsident hat jetzt nach der Verfassung die Aufgabe, die ihm geeignet scheinenden Persönlichkeiten mit der Blldung des Kabinetts zu betrauen. Wen Reichspräsident Ebert betrauen wird, steht noch dahin. Bisher ist noch kein Schritt erfolgt. Der Reichspräsident wird, bevor er einer Persönlichkeit den Auftrag zur Neubildung des Reichsministeriums erteilt, die Auffassungen der Parteien kennen lernen und hat deren Führer für Dienstag zu sich geladen, um ihre Meinung zu hören. Die Blätter halten es auch für möglich, daß die Entschließung des Reichspräsidenten erst erfolgen werde, wenn die Beschlüsse der Fraktionen, insbesondere die sehr wichtige Entscheidung der Zentrumsfraktion, vorliegen werden. Der „Lokalanzeiger" spricht von der Möglichkeit, daß als letzter Ausweg die Bildung eines überparteilichen Kabinetts in Frage kommen könne.
Die Reform des Wahlrechts.
Man schreibt uns aus parlamentarischen Kreisen: Eine der wichigstcn politischen Fragen, die sofort nach Wioderzusammentritt des Reichstages ihre Klärung erfahren muh, ist bte der Reform desWahlrechtszum Reichstag. Die bisherigen Wahlen haben immer wieder ergeben, daß der reine politische Wille des deutschen Volkes bei dem gegenwärtigen Wahlrecht nicht zur Geltung kommen kann. Das Wahlrecht der M in - vorjährigen — es handelt sich um mindestens eine Million Wahlberechtigter — kommt fast ausschließlich den radikalen Parteien der äußersten Rechten und der äußersten Linken zugute. Damit aber wird eine Verwässerung der politischen Absichten der in ihren Erfahrungen und Auffassungen gefestigten Volksschichten herbeigeführt. Aber ein noch größerer Mißstand ist die Art der gegenroär- Ligen Verfassung der Wahlkreise, und das damit
Die Berliner Blätter verösfentlichen eine längere Darstellung über den Umfang der deutschen Abrüstung auf Grund des Versailler Vertrages. An Hand von Tatsachenmaterial wird den Behauptungen französischer und englischer Zeitungen entgegengetreten, daß die letzte Militärkontrolle in Deutschland ein unbefriedigtes Ergebnis gezeigt habe. Es wird nachgewiesen, daß in Deutschland die allgemeine Wehrpflicht voll st ä n « big abgeschafft ist und daß Deutschland im Jahre 1930 lediglich über 115 000 ausgebildete Sol- baten verfügen wird, da zu diesem Zeitpunkte b i e früheren Kriegsteilnehmer infolge ihres Lebensalters für einen Kampf an bet Front nicht mehr in Frage kommen.
Diese Tatsache, gemeßen an ber französischen Ar- mee, bie ständig 780 000 Mann unter den Fahnen hält, werde allein genügen, um die vollständige Wehrlosigkeit Deutschlands zu dokumentieren. Es wird weiter darauf hingewiesen, daß sämtliche Mobilmachungsvorbereitungen be- feiti gt sind, und daß die deutsche Flotte ausgeliefert ist. Es werden bann bte genauen Ziffern der Waffen- und Munitionsbestande angegeben, die unter Aussicht der interalliierten Militärkontrollkommission abgeliefert und zerstört worden sind. Auch die deutsche Rüstungs- Industrie — es handelt sich hierbei um rurb 10 000 Fabriken — sei unter Aufsicht der Kommis-
würde Deutschland der Anarchie und dem schrecklichsten Elend ausliefern. Helft also mit mir dem Vaterland?, ein jeder auf feinem Posten, bis die Stunde der.Ablösung gekommen ist." — .
In Ihre Hände ist das Schicksal des deutschen Volkes gelegt. Don Eurem Entschluß wird es abhängen, ob bas deutsche Volk noch einmal zu einem neuen Aufschwung gelangen wird. Ich bin bereit und mit mir das ganze Heer, Sie hierbei rückhaltlos zu unterstützen. Wir alle wissen, daß mit diesem bedauerlichen Ausgang des Krieges der neue Aufbau des Reiches nur auf neuen Grundlagen und in neuen Formen erfolgen kann. Was mir wollen, ist, die Gesundung des Staates nicht dadurch auf Menschenalter hinauszuschieben, daß zunächst in Verblendung und Torheit jede Stütze unseres wirtschaft- lichen und sozialen Lebens vollkommen zerstört wird, gez. Hindenburg.
Die Zeugenvernehmung im Magdeburger Prozeß wirb voraussichtlich noch 8 Tage bauern. Allem Anschein nach wirb es diesmal nicht gelingen, bas Ziel zu erreichen, bas seinerzest Helfrich im Erzbergerprozeß erreicht hat.
Hindenburg und Ebert.
Erinnerungen an die Revolulionswochen.
In Magdeburg spielt vor einer einfachen I Schöfsengerichtskammer seit mehreren Tagen ein Prozeß, der sich zu einer großen politischen Angelegenheit ausgewachsen hat. Reichspräsident Ebert hatte den Redakteur eines rechtsradikalen Blättchens in Staßfurt wegen Beleidigung verklagt, weil Ebert darin des Landesverrats im Zusammenhang mit dem Mnnitionsarbeiterstreik im Frühjahr 1918 bezichtigt worben war. Dank der beiderseitigen Anwälte marschierten nun ganze Serien der namhaftesten politischen Persönlichkeiten Deutschlands als Zeugen auf. Auch der Reichspräsident selbst wurde in Berlin vernommen, vor allem deshalb, weil ein Schreiner gehört haben wollte, wie Ebert im Frühjahr 1918 in einer Massenversammlung im Treptower Park gesagt haben fällte: die Muntionsarbeiter sollten etwaigen Gestellungsbefehlen nicht nachkommen. Der Zeuge ist von einer deutschnationalen Parteiorganisation ausfindig gemacht worden; auch sonst spielen Zeu- gen, die sich von radikalen Sozialisten zu Funkrio- nären der deutschnationalen Panei entwickelt ha- oen, in dem Prozeß eine Rolle.
Die innere Gärung, die nach den schweren, für die meisten Volksgenossen mit den bittersten Opfern verknüpften Kriegsjahren sich damals zeigte, stellte gerade bie sozialdemokratischen Führer in jenen Wochen vor bie allerschwierigsten Aufgaben. Es war nicht leicht, die Massen in den Großstädten vor unbesonnenen Taten zurückzuhalten. Mit Gewalt war da» damals schon wohl ebenso wenig möglich, wie es im November 1918 nicht möglich war. Selbst der „Berliner Lokalanz." mußte jetzt anerkennen, daß z. B. Noske, der damals Redakteur in Chemnitz war, ganz hervorragendes zur Niederhaltung von Streikbewegungen in Sachsen getan hat Die sozialistischen Führer waren damals, wie in Magdeburg gesagt wurde „Feuerwehrmänner", die immer wieder aufzüngelnde Bewegungen ablöschen mußten. In dem Prozeß, ber jetzt in Magde- burg spielt, wirb aller Voraussicht nach ber Beweis erbracht, baß auch E b e r t in diesem Sinne gewirkt hat und nicht umgekehrt.
Bemerkenswert ist es, daß in den Reoolulions- fagen, wie im Prozeß mitgeteilt wurde, General- feldmarschall v. Hindenburg folgenden Bries an Ebert geschrieben hat:
„Sehr geehrter Herr Ebert! Wenn ich mich in nachstehenden Zeilen an Sie wende, so tue ich dies, weil mir berichtet wird, daß auch Sie als treuer deutscher M a n n Ihr Vaterland über alles lieben unter Hintanstellung persönlicher Meinungen und Wünsche; wie auch ich es habe tun müssen, um der Not des Vaterlandes gerecht zu werden In diesem Sinns habe ich mich mit Ihnen verbündet zur Rettung unseies Volkes vor dem drohenden Zusammenbruch. Ich möchte Sie erinnern an Ihren Ausruf vom 9. November, in dem es heißt:
„Sie neue Reichsregierung kann ihre Aufgabe nur erfüllen, wenn alle Behörden und Beamten in Stadt und Land ihre hilfreiche Hand bieten. Ich weiß, daß es vielen schwer werden wird, mit den neuen Männern zu arbeiten, die das Reich zu leiten übernommen haben, aber ich appelliere an Ihre Liebe zu unserem Volke. Ein Berjagen ber Organisation in dieser schweren Stunde
Deutscher Reich.
* «dM Stegertoolb, ber bekannte Zentrums- politiker^unb Führer des Deutschen GewerkichaftS- bundes, wurde am Sonntag 5 0 I a h r e alt. Steger- wald wurde am 14. Dezember 1874 in Graußenheim bei Würzburg geboren. Nach dem Besuch ber Volksschule erlernte er das Schreinerbandwerk- Sckon früh erwachte in ihm das Interesse für da« öffentliche Leben. In jungen Jahren betätigte er sich in den katholischen Gesellenvereinen. Bereits auf dem erften christlichen Geweikichafiskongrrtz tritt er mit dem Gedanken der Gründung eine» christlichen Holz- arbeiterverbanbeS hervor. Bald richtet sich die Auf- merfiamteit weiterer Streife auf den jungen Gewerkschaftsführer. Der vierte christliche Gewerkschafts- kdngreß Wählt ihn im Jahre 1902 zum General- sekretär, in welcher Stellung er der christlichen Gewerkschaftsbewegung die größten Dienste leisten konnte. Seine eigentl die politische Tätiokeit begann während des Krieges. 1916 wurde er in den Vorstand des Kriegsernährungsamtes berufen. Im folgenden Jahre 'zieht er als erster deutscher Arbeiter- Vertreter in das Herrenhaus ein. 1919 wird er in die Natwnalv rjamtnlung und die preußische Landesverjammiung gewählt. Dem Reichstag hat er von da an ununterbrochen angehört. Die letzte Reichstagsfraklion des Zentrums wählte ihn zu ihrem stellvertretenden Vorsitzenden. Tas preußische Wohlfahrtsministerium hat Stegerwald aufgebaut und emaericdtel. 1921 wurde er preußischer Munster- Präsident. Siegerwald ist auch heute einet ber angesehensten Führer im Zenit umslager.
‘ * Peinlich berührt. Den Blättern zufolge hat Reicksminister Jarres erklärt, baß er febon mit Rücksicht auf feine dienstlichen und persönlichen B-ziequngen zum Reichspräsidenten auf das Peinlichste davon berührt ser, daß teinRame mit der kommenden Reichspräsidemenwahl in Bei- binbung gebracht worben fei. — Bekanntlich war aus tttetiett der Parteifreunde des Herrn Jarres, der Deutschen Volkspartei, Jarres als Kandidat für den Prasiventenpösten benannt worden, weil man auf Zustimmung der Deutschnationalen rechnete.
in Verbindung stehende System ber Ausstellung der Kandidaten. Die unmittelbare Fühlung des zu Erwählenden mit dem Volke ist durch diese Methoden im höchsten Grade beeinträchtigt, ja teilweise vollständig ausgeschaltet. Rur so ist es möglich, daß in den Reichstag Persönlichkeiten einziehen, bie bie Wähler garnicht kennen, bie es nur besonderen Verhältnissen verdanken, baß sie mit auf bie Wahlkreis- ober Reichsliste gefetzt würben, auf denen an ben ersten Stellen zugkräftige San- b i b a t e n, bie erfahrenen Parlamentarier unb begleichen sich befinben, für bie im Grunbe ber Wähler seine Stimme abgibt. Mit Dieser Stimmabgabe erwählt er zugleich aber auch bie anberen, bie auf ber Reichslifte stehen, bie also bamit förmlich ernannt werben, aber nicht in offenem Ringen ihre Position sich zu schaffen brauchen. Gerade dieses Erkämpfen unb Erobern eines Wahlkreises aber muß wider maßgebend werben für die Auslese.
Die auch jetzt wieder gemachten Erfahrungen bei den Wahlen haben fo ziemlich alle Parteien veranlaßt, zu diesen Singen Stellung zu nehmen. Die Demokraten haben bereits in ihrer ersten Frak- tionssitzung diese Angelegenheit zur Debatte gestellt, die übrigen Parteien werben es ebenfalls alsbalb tun müßen. Ein Entwurf zur Reform des Wahlrechts ist ja von ber früheren Regierung bereits bem vorletzten Reichstag vorgelegt worben, würbe aber damals nicht mehr verabschiedet. In bem verslossenen Reichstag, ber nur einige Monate beisammen war, konnte für bie Erledigung biefer Angelegenheit kein Raum unb keine Zeit geschaffen werben, nachdem durch bas Auftreten der rabikalen Gruppen bie parlamentarische Arbeit fast vollstänbig sabotiert war. Im übrigen war dieser Entwurf auch nicht gerade ideal, dazu kamen bestimmte parteipolitische Bedenken, bie sich namentlich in ber Richtung von Befürchtungen wegen Mandotsschä- bigungen erstreckten, sodaß ein innerer Drang bei den bisherigen Parlamenten, bie Reform des Wahlrechts durchzuführen, nicht vorhanben war.
Nun aber werben diese Dinge energisch in Angriff genommen werben tnüffen, damit unsere parlamentarische Arbeit diejenige Grundlage erhält, bie sie notwenbig hat, um ersprießlich unb sür Volk unb Staat nützlich zu fein.
Stieuuetle (lioumeo .otai u.lö Go dmar>
aurwSrtt 0.20 G-ldmork ReklamereN« total 0.60. Soldmart Tnhrrt
auswSrtr 0L0 Soldmart. -- M $
Bei ZHebertolamten Rabatt. BolUckieckkon'o Rran^nrt a. w 405,1 ___________
wtb p a r i s, 16. Dez. (Tel.) Rach einer ilgen- furmelbung aus Belgrad besagen die letzten aus Albanien eingeftoffen Nachrichten, baß bie Auf- ständigen Skutarl unb Sroja eingenommen pon ö 0 11 ft ä n b i g vernichtet worben, haben und sich a u f demwegenachTlrana. gn t>er ausländischen Chauvinistenpresse wirb dem Sih der Regierung, befinden. I wieder viel über deutsche Rüstungen gefaselt, weil
e I daraus gewisse Forderungen an Deutschland gc-
wtb Belgrad. 16. De^ (Tel.) Hier einge- gründet werben sollen.
Iroffcnen Melbungen zufolge wird die Lage der I ■
albanischen Regierung infofne der neuen -y Kommunistische Gefahr, nm sich greifenden revolutionären Bewegung in I ' J 1
Albanien kritisch. Unter den Führern der Ans- I herriot bekämpft die kommunislischr Propaganda, ständigen befindet sich auch der frühere Minister- I wtb pari®, 16. Dez. (Tel.) Mniskerpräsi Präsident Ahmet Zogu. S S m t l ich e Stämme ben( $CTtfot hat gestern nachmittag in seinem Rordalbaaleas haben sich der Bewegung I Krankenzimmer mit dem Minister des Innern fo- a n g e s ch l os s e a. In vielen Fällen sind auch I roje ^cm Direktor der Sicherheitspolizei unb dem Regleruagstruppea zu den Aufständischen über- I Polizeipräsidenten von Paris über die Bekämp- gegangen. Infolge der in Nordalbanien von ben funfl bet kommunistischen propa- Aufsiändischen erzielten Erfolge steht die Einnahme g g n d a verhandelt, während dieser Bcrhanb- von Skadar bevor. I tungen seien Maßnahmen geprüft worden, die
■—.......— I nach dem „Mäkln" geeignet crfcheinen. den Um-
Ein europäischer Trust? I trieben der revolutionären Agitation ein Ende zu ” I bereiten.
Don unserem wirischaftspolitischen Mitarbeiter. I gn Frankreich erkennt man jetzt also auch im Die deutsch-französischen Wirt- I Lager ber gemäßigten Linken bie Gefahren bet schaftsverhanblungen, die gegenwärtig 1 bolschewistischen Propaaanba. Gleiche Erkenntnifs« gepflogen werben, finb inzwischen auf eine ganz haben sich ja auch in Deutschlanb, in England, in neue Basis gebracht worben. Bekanntlich ist bas I Amerika burchgesetzt. Nur noch ganz wenige Zett- große Problem, bas zwischen biefen beiben Län- I genossen hulbigen ber Ansicht, baß bie Kommu- bern gelöst werben muß, umschrieben in ber For- I nistengesahr zu beschwören sei, indem man sie mel: wechselseitiger Austausch zwi- I „unter bie Segel" nimmt. Eine solche Unter- scheu Kohle unb Eisen. Nun hat es sich schätzung ber kommunistischen Energien ist gerabe. aber herausgestellt, baß bie Bewältigung biefer I z« sträflich.
Aufgaben nicht auf zwei Völker allein begrenzt I ‘
werben kann. Hier sehen wir eine Folge der außer- I Mpiio £llftfd)tffölänC.
ordentlichen Expansion auch wirtschaftlicher Art, die I -
sich durch die Beteiligung fast ganz Europas an I Ein Luftfegler mit amerikanischen Ausmaßen, dem Weltkrieg nach der militärischen und politi- j wtb Washington, 16. Dez. (Tel.) Die scheu Seite hin ergeben hat. Infolgedessen ist es I Zachvorstandigen des Marineslugwcfens haben nicht mehr möglich, lediglich die Bildung eines ^m Kongreß bie plane für das neue £ uf f- deutsch-französischen Jnbustrieblocks burchzuführen, mitaeteill. das einen Inhalt von 6 Mil-
sonbern man muß auch Die Heranziehung anberer ' eine Länge von 785 Fuß und eine
And-r und «er „6 «nbem WEE-°. M-- WrrkeMiln, crtalle« lol
oon"teurem6nm 6er TI ch-ch ° ilo w -1 -! Her »Mm-rndlu- l»0 715a Seemeilen Mraqen. und Pollen in Betracht ziehen. ohne daß das Luftschiff neuen Brennstoff an Lord
Und darum sind die deutsch-ftanzösischen Wirt- nehmen muß. Die Kosten werden auf b Millionen fchastsverhandlungen nunmehr über ihren ur- I Dollar veranschlagt, ipcünglichen Rahmen hinausgesteckt worden. Die I —,----------
Verhandlungen mit den genannten Ländern wegen I
Austausch von Kohle und Eisen, unb bamit m I IllgSWS Begnadigung.
Derbinbung von Kalk unb Fertigfabrikaten sind I ^^0 „Leipziger Neuesten Nachrichten" erfahren, schon im Gange, und bet allen diesen ©mflen tft I btr Reichspräsident im Gnadenwege bem früheren auch Amerika nicht nur unboteiltgler Zuschauer Regierungspräsidenten von Jagow bie noch zu sonbern bas Interesse, b^ es ber wirtschaftlichen Müßende Rechlsstrase erlaßen. Jagow war wegen Betätigung ber europäischen Lander unb Volker Heiligung am Kapp-Putsch vorn Rerchs- auf bem Weltmarkt entgegenbringt, tragt sich m I 9 «fahren Festung verurteilt worden und einer stark interessierten Anteilnahme an den ge° v^^ieser Sttafe am 18. Dezember drei Jahr, genroärtigen Vorgängen aus^ I t,etbüfst.
Die gegenwärtigen Vorgänge haben eine ganz I * *
außerordentliche wirtschaftspolitische Bedeutung, bte I h l, Mittwoch
^Xntorpiii» her deutschen Volkswirt- I An den Gerüchten, dütz 4)Hier am f*aft hinausrag? Man muß sich klar darüber sein, aus der Festungshaft entlassen werden soll, ist, wre baß b^ aroße und snstematifche Ausbau ber beut- das süddeu ische Korrespondenz-Büro aus zuverliffiger
schkn Handels- unb Wtttschaftsbeziehungen, bie feit Quelle erfährt, kein wahres Wo«. Dte Worunter, nunmehr über 10 fahren aeftört waren, vielfach | suchung tn der Fiontbannangelegenbetl, von deren nach ganz neuen Gesichtspunkten vor sich geben Ergebnis bie Entscheidung über ^"Bewährungsfrist muß, ^nachdem bie Kriegs- unb Nachkriegsjahre I Hitlers abhangt, ist noch nicht abgeschlossen.
auch weltwirtschaftlich gewaltige SBeränberunaen beroorgerufen haben. Durch den Zwang ber Kriegsarbeit finb viele Sänber von uns mehr ober weniger unabhängig geworben, woburch anberer- feits wir gewisse Bindungen haben übernehmen müssen, bie wir auch jetzt noch nicht ganz lösen können. Ganz frei unb felbftänbig ist überhaupt keine Staats- unb Volkswirtschaft, unb diese Realitäten sind es ja auch, die gerade jetzt bei dem neuen systematischen Ausbau ber weltwirtschaftlichen Beziehungen entscheibenb mit ins Gewicht