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Zur Unterhaltung.
r Nr. 292 vom 16. Der. 1924. ; Z
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er oben. Doch das SiiUfitsen wollte ihm
hervorkam, dünn
Sie sind erstaunt
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paar schneweiße Leinentücher schmutzig trat, Mangel lagen, aber er machre sich nichts
zurück, mit dem Walze hindurch.
Sieh doch nur, du hast die rechte Seite genäht.
Das kann unmöglich so
aromatisch und ausgitbig.
er dabei ein die auf der daraus.
Nun saß
er auf der anderen Seite der Walze und glatt war, wie eine Pappe.
Und nun ging es denselben Weg Kopf poran unter der fürchterlichen
Gntk'Wefönadit&Ossen
N/ecfer/acjen in cit/en «5tacWe/7en
einerlei sein," erwiderte
rief er erschrocken: „Ach! — für. dummes Zeug gemacht! ja mein linkes Bein auf Der- Schuh steht ja einwärts. bgeLen."
„O, das wird wohl ganz
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nicht gefallen; die Maschine sollte auch, wie sonst, hin- und herfahren. Er drückre hier auf eine Eisenstange, drehte dort an einem Rade und rüttelte endlich an einem Hebel an der Seite, wo ein Riemen von der Decke herablief. Da endlich setzte sich die Maschine in Bewegung.
Fritz wollte einen Freudenschrei ausstoßen, allein es wurde ein Iammerfchrei und zwar sein letzter. Die Maschine bewegte sich, Fritz fuhr wie auf einem Schlitten aus die große Walze zu, sie erfaßte seine Füße, seine Beine, seinen Leib, seinen Kopf und preßte ihn mit furchtbarer Gewalt zusammen, so daß der Knabe, als
Blben seien, der seine Mutter verspottet hatte.
Dann holte sie ihr Nähkästchen herbei, nahm eine Si;Pfnadel und recht dicken, starken Zwirn und versuchle d^m Männlein die abgebrochenen Arme und Beine wilder anzunähen. Als sie mit der Nadel dem Mann« lefcr durch die Schenkel stach, begann es plötzlich zu giLiken und „Au! Au!" zu schreien, so daß Grete Zip- peLmeier vor Staunen und Erschrecken beinahe vom Sijchl gefallen wäre.
Aber sie faßte sich ein Herz und fragte tapfer: „Was ist denn das mit dir? Was bist du denn für ein Mtinnlein? Ich meine, du wärest nur buntfarbige P»?e"
„Ach, ich bin doch der Fritz Hampelmann!" tönte es aus dem breiten Munde des Männleins zurück. „Ich bist doch in deiner Walze zusammengewalzt worden, wes.l ich unartig war."
Da staunte Grete Zippelmeier erst recht und fragte: „Bist du wirklich der Fritz Hampelmann, der feiner AÄ tier immer so viel Sorgen macht?"
„Ja, der bin ich. Zulegt habe ich gar meiner guten Ml tter die Zunge herausgestreckt und ihr eine lange Neffe gemacht, aber der liebe Goll hat mich dafür ge- strtP. Ich war auf die Maschine geklettert und wollte hin», und herfahren; aber da hat mich die Walze er wißht und mich zusammengepreßt."
„Das schadet dir gar nichts, du böser Junge!" erwiderte Grete Zippelmeier. „Eigentlich sollte ich dich in lhen Ofen werfen und dich verbrennen; aber um deiner sbraven Muller willen werde ich's nicht tun. — Doch soll denn nun mit dir geschehen!"
Dem jungen Hampelmann war es himmelangst gemachen, als er Grete so reden hörte; denn vor dem Bi» brennen fürchtete er sich sehr. Dann faßte er wieder ein wenig Mut und bat: „Bitte, nähe mir wieder die Aatn und Beine an, aber nur mit einem einzigen Stiche, beem das Stechen mit der dicken Radel tut furchtbar weh."
„Mit einem einzigen Stich?" rief Grete Zippelmeier Sonnig. „Das geht ja gar nicht. Zum allerwenigsten brauche ich zu jedem Arm und Bein zwei Stiche: einen wo der Faden hinein und einen, wo er wieder heraus- geyk. Dann binde ich den Faden zusammen."
„Doch es geht auch mit einem einzigen Stich!" behauptete der Hampelmann.
„Wie denn?"
„Das will ich dir gleich sagen. Du machst einen ganz dicken Knoten am Ende des Fadens. Dann stichst du mit einem einzigen Stich durch beide aufeinandergelegte TM- Wenn ich auch ein wenig schreie, so darfst du dir nichts draus machen, ich werde auch die Zähne fest ziqilmmendeißen. — Wenn der Faden bis zum Knoten dmchgezogen ist, bann machst du dir auf der Rückseite arrch einen dicken Knoten, damit der Faden nicht mehr hetrausrutschi, und die Sache ist fertig."
„Nun, mir tonne recht fein," meinte Grete Zipper- njBÜer und nähte dem Hampelmann auf die gewünschte Wrnse das rechte Sein an. Er schrie zwar, aber das Deich hing nun auch wieder an seiner rechten Stelle.
Als aber der Hampelmann, der sich, weil er noch töne Arme hatte, die Tränen nicht abwischen konnte,
nach einem Weilchen nach feinem rechten Fuße schielte, ach! — was hast du da
Friedrichstraße. [4851
Hampelmann und andere Märchen Fr. Donatus Pfannmüller O. F. M. Das Büchlein in feinem farbenfrohen Festgewand ist eine vortreffliche Weihnachtsgabe für alle guten Kinder. Daneben hat Pfannmüller noch andere gar vorzüglich^ Büchlein ür die Kinderwelt geschrieben, die alle in der F u ld a e r llctiendruckerei in Fulda erschienen sind. Dort inbet man aus ber Feder Pfanmnüllers bas luftige Märchen Lottchen Lustig und Prinz Frosch, erner das Märchen von Max Klecksikus und nicht zu vergessen den unsterblichen Hans Hippedipp, der ein richtiger Schlingel, ein Ausbund von bubenhafter Nichtsnutzigkeit war. Bekanntlich war er ein Söhnchen des Bäckermeisters Hippedipp, der in Fulda einstmals fein ehrsames Handwerk in der Ohmstraße betrieben haben soll. Für die Heranwachsende Jugend bietet Pfannmüller auch noch eine gigantische Fahrt nach dem Mond, die uns sehr an Jules Berne erinnert. Neben Pfanmnüllers Bück en wartet der Per- lag noch mit anderen ausgezeichneten Jugendschristen auf, die schon mehrfach neue Auflagen erlebten: Nüd- ling, Ixhäuser Geschichten, Elsbeth Düker, Bei den 3 Zwergen und Schwester Elisabeth, Fürs Kinderherz. Lauter schmucke Gcschenkbändchen, die auch ihren erzieherischen Wert haben. Helle Freude wird fein, wenn beim Chrlstbaum diese Bücher in die Hände der Kinder gelegt werden. Für weniges Geld (60 Pf. bis 1 Mk.) sind sie in allen Buchhandlungen und auch in der Fuldaer Actiendruckerei zu haben. _______
Und immer wieder hin und her, her und hin. Die Walze preßte und walzte, und der böse Fritz Hampelmann wurde gequetscht, gepreßt und gewalzt, wie noch nie ein Mensch vorher.
Das ging so eine ganze Weile fort, bann kam Grete ,'y ,'pelmeier in den Saal und sah die große Mangelmaschine laufen. Grete Zippelmeier war ein Fräulein von zwanzig Jahren und arbeitete gewöhnlich an ber großen Wäschemangel. Sie lief schnell herbei und drehte den Hebel herum, baß bis Maschine wieder stillstehen muhte. Denn leer sollten die Maschinen nicht laufen. Da sah sie ein wunderliches Ding unter der Walze liegen, wie sie noch nie ein solches gesehen hatte. Ein buntscheckiges, ganz dünnes Männlein war es, bas einen hohen, spitzen Hut auf bem Kopfe hatte und merkwürdige Gesichter schnitt, men wußte nur nicht recht, wollte das Männlein lachen ober meinen.
Grete Zippelmeier drehte das Männlein hin und her und betrachtete es von allen Seiten. Dabei überlegte sie, wer ihr wohl das komische Ding da hingelegt habe. Ob bas die Arbeitskolleginnen getan hatten? Aber wo sollten die Mädchen es herhaben, denn solche Männlein hatte bisher noch niemand gesehen.
Da ging die Tür wieder auf und mehrere junge Mädchen stürmten herein und wollten eilig, zu ihren Maschinen. Sie hatten nämlich in der Mittagspause draußen ein wenig zu lange geplaudert. Als sie Grete Zippelmeier mit ihrem bunten Männlein stehen sahen, kamen sie alle lachend herbei und riefen: „Seht! Unsere Grete hat nun auch schon einen Mann!"
Eines ber Mädchen rief: „Sie hat einen bunten Rarremnann!"
Eine andere riß chr das Männlein aus ber Hand, um es genauer zu betrachten, ba schlenkerten die Arme und Beine des Männleins unb sein Kops wackelte, baß alle Mädchen lachen mußten; eines aber rief: „Der strampelt und zappelt ja gerade wie der Fritz Hampelmann."
Nun lachten die Mädchen erst recht; denn den Fritz Hampelmann kannten sie ja alle, weil feine Mutter ihnen oft ihre Not geklagt hatte wegen des bösen Buben. Da kam auf einmal ber Herr Zumpe, dem die Wäscherei gehörte, in den Saal unb schrie zornig: „Was ist denn bas hier für eine Wirtschaft? Warum wird hier nicht gearbeitet?"
Die Mädchen stoben erschrocken auseinander und jede eilte zu ihrer Maschine. Der kleine, gewalzte Hampelmann war aber auf die Erde gefallen und die Arme und Beine waren ihm bei dem Sturze abgebrochen. Grete Zippelmeier bückte sich, las die einzelnen Stücke zusammen und versteckte sie unter einem Pack Bettlaken, die schon gemangelt waren. Herr Zumpe hatte nicht gesehen, weshalb die Arbeiterinnen so gelacht hatten, und ging wieder fort, nachdem er ein wenig brummend im Saale herumgelaufen war. .
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großen Walze-1 hin- und herdrehten und die Wösch: ganz fest zusammenpreßten. Das war lustig anzusehen.
Fritz öffnete die Tür ein wenig und schaute in den Saal. Die Riemen liefen wie sonst, aber die Maschinen standen still, unb es befanb sich gerade niemand im Saal, keine Menschenseele. Da besann sich Fritz nicht lange, sondern huschte in den Saal.
Ganz i" Ker Nähe stand die allergrößte Mangel mit der aller- cn Walz. Er betrachtete sie von allen Seiten, dann kletterte er hinaus. Er merkte zwar, daß
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Günstige Gelegenheik. In der Zaubervorstellung: „Ich bitte jetzt eine der Damen, hier herauf m diesen Schrank zu kommen. Ich werde die Türe schließen und wenn ich wieder öffne, wird die Dame spurlos verschwunden sein." — Ein Gatte: „Nun, Amalie, wie wär's? Möchtest Du es nicht mal versuchen?" —
*
kopfrechnen schwach. Jemand erzählte, daß er aus einer kinderreichen Familie stamme. „Wieviel Geschwister waren Sie?" wurde er gefragt. „Wir waren zehn Jungen, und jeder von uns hotte eine Schwester. „Donnerwetter," rief alles, „da waren Sie ja zwanzig Kinder." „Nee," lautet die Antwort, „elf".
wer ist Kitz Hampelmann?
Bitte, folge mir und ich will dir diese Frage beantworten.
Was ein Hampelmann ist, das weiß jedes Kind. Unb wer noch keinen gesehen hat, dem will ich einen beschreiben. Ein Hampelmann ist ein Mann aus dicker Pappe. Er hat gewöhnlich eine hohe, spitze Mütze auf, unter der zwei lustige Aeuglein hervorschauen. Die Nase des Herrn Hampelmann ist manchmal lang und spitz, manchmal auch dick und rot. Und der lustig lachende Mund reicht gewöhnlich von einem Ohr bis zum andern. Das Röckchen aller Hampelmänner ist möglichst bunt unb farbenfroh, wie sich selbst ein Zigeunerkinb nicht kleidet. Was aber das Lustigste am Hampelmann ist, das sind die beweglichen Anne und Beine, mit denen er zappelt unb strampelt, sobald man an einer Schnur -Keyi, bie bem Hampelmann irgendwo herunterbaumelt.
So luftig nun auch heutzutage ein Hampelmann anzuschauen ist, so traurig war es dem ersten Hampelmann zu Mute, als er, ber ein gar wilber Junge war, zum .Hampelmann wurde. Fritz Hampelmann, so hieß biefer Knabe, war ber erste zappelige Hampelmann, unb von ihm stammen alle Hampelmänner ab. Darum ist er der Großvater aller Hampelmänner. Wie er dies wurde, will ich hier allen braven Kindern zur Freude, den unartigen aber zur Warnung erzählen.
Also es war einmal m Hamburg eine Witwe, die ksteß Frau Hampelmann. Sie hatte zwei Kinder, nämlich den Fritz und das Clschen. Eischen war ein ganz braves Kind, besonders wenn es schlief; aber Fritz war ein rechter Wildfang. Er konnte keine Minute stillsttzen, sondern mußte immer zappeln und strampeln ober irgend einen Unsinn treiben. Er sang und lärmte den ganzen Tag, plagte sein kleines Schwesterlein und bk Nachbarkinder unb neckte Hunde und Katzen. Zu Ostern war er in die Schule gekommen und hatte bis Pfingsten schon siebenmal Hiebe vom Lehrer erhalten, weil er auch in der Schule niemals still saß, allerlei bumrne Sachen trieb und nichts lernte. Die Lehrer hat- ten ihre rechte Last mit ihm und beschwerten sich mehr- mÄs bei Fritzens Mutter; doch die konnte auch nichts wachen, denn Fritz folgte ihr einfach nicht. Sie mochte chn schelten und strafen, so tat er, als ginge ihn das gar nichts an ober er lief zur Türe hinaus und kam W heim, wenn es schon dunkel war.
Einmal hatte sich Fritz aus buntem Papier eine Hohe, spitze Mütze gemacht, hatte Eischens rote Jacke angezogen, sich mit farbigen Lappen behängt und tollte fo im Hause herum. Als die Mutter Hampelmann von Bjrer Arbeit heimkehrte, bie burchstöberten Kästen und bat närrischen Fritz erblickte, ward sie sehr betrübt. Sie tagte: „O Fritz! Mit dir nimmt es sich noch einmal »in schlimmes Ende. Du wirst wohl noch einmal an
-em Strick aufgehängt und kannst barm am Galgen Zappeln. Alle Leute sagen, daß du ein Nichtsnutz bist inb daß ich dich nicht genug abstrafe. Aber heute sollst fru einmal eine tüchtige Tracht Prügel bekommen." — Dabei stellte sie ihren Korb ab und wollte die Stute herabnehmen, bie hinter dem Spiegel steckte. Da tat Fritz etwas Schreckliches. Er streckte feiner Mutter die Zunge heraus, machte ihr mit den Händen eine lange Nase und lief hinaus.
Die Mutter war ganz erschrocken über eine solche Soshett. Sie setzte sich auf einen Stuhl und meinte bitterlich. Denn wenn ein Kind auf solche Weise seine Wern verspottet, so ist bas gerade so schlimm, als wenn es ihnen ins Gesicht schlage. Der Rebe Gott muß ein solches Kind schwer strafen. Und für Fritz war die Strafe schon viel näher als er dachte.
Er war hinausgelaufen auf die Straße, dann durch ein Gäßchen und durch eine Lücke in einem Gartenzaun tffib stand endlich vor ber großen Waschanstalt, in der feine Mutter drei Tage in ber Woche arbeitete. Weil Fritz hier keine Spielkarneraben fand, schlich er sich durch efere nur angelehnte Tür in die Wäscherei hinein. Er gutfte durch ein paar Türen, sah aber überall nur große Kessel und mächtige Dampfwolken, zwischen denen Frauen und Mädchen wie Schatten umherliefen.
i Dann tarn er wieder an eine Tür, und da erinnerte er sich daß ba drin die schönen glänzenden Maschinen standen, durch welche die Wäsche fein geplättet wird. Hier war er schon einmal mit seiner Mutter gewesen, tteberall liefen da von der Decke herab eilige Riemen, Äe bie Maschinen tn Bewegung setzten, sodaß sich bk
i Als es Abend geworden war und die Arbeit in der "iii scheret aufhötte, hotte Grete Zippelmeier die Stücke dp. zerbrochenen Männleins wieder unter der Wäsche hckwor, wickelte sie in ihre Arbeitsschürze und nahm sie mfc beim nach ihrer Wohnung. Und als sie Abendbrot gi»>efsen hatte, legte sie die Stücke des zerbrochenen Msnnleins vor sich auf den Tisch und dachte b-* 'er no»h, wie das Männlein in ihre Maschine getor; en fein, möge unb was bas alles zu bedeuten habe. Aber I sie konnte nicht dahinter kommen, daß diese dünngewalz- iert bunten Stücke bie traurigen Reste eines unartigen
(SJfcetc ganz ruhig. „Eigentlich sollte ich dir die Beine a« bie Schultern nähen und bie Arme unten hin; denn btt warst ja immer ein rechter Taugenichts, der alles vMehrt machte." ...
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