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Dienstag, 16. Dezember 1924

Nr. 292

er Vernimmt die Führung im neuen Kabinett?

1)

1. Jtapitel.

presse nach wie vor den Hauptplatz ein. Die »Westminster Gazette" berichtet aus Paris, in gut unterrichteten kreisen verlaute, Ministerpräsident herriot habe an Jusserand eine telegraphische An­weisung gesandt, sich vor der Antunst seines Nack- folgers alle Verhandlungen über die französischen Schulden zu enthalten. 3n denselben kreisen ver­lautet weiter, das; dievonAmeritain den Be­sprechungen mit Jufierand vorgeschlagenen Be­ding ungensehr schwer gewesen seien und

Än»einen»Prette Sietmeile «Colonel» total o.lft ®oibm«i I .

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Burg Rosenstein.

Eine schwäbische Geschichte von Fritz Ritzet.

Die Entente.

wtb Conbon, 15. Dez. (Id.) Die Artige der interalliierten Schulden nimmt in der

Ministerpräsident Herriot infolge der Krank­heit des Ministerpräsidenten rücktritt. »Daily Lhronicle" bdont, datz zahlreiche Radikale herriot den Rücken wenden, während im Sena« die Opposition gegen Herriot wnehme.

Die»Iimes" meldet au« Par,«, er überrasche nicht, daß die Möglichkeit des Rücktritts herriots und die Umbildung des Kabinetts nicht nur d,e Gegner, sondern auch die Anhänger emstlich be­schäftige. Man sei der Ansicht, das; nur Herriots ^rsönlicher Linsluh bisher die Sozialisten veran- lasit habe, die rein radikale Regierung zu stutzen. Sobald herriots Einfluß aufhöre, werde der Zu­sammenhang Zwischen den verschiedenen Gruppen der Cinksblock» vielleicht nicht langer möglich sein. Die -Times" bezeichnet ebenso wie die anderen Blätter P a i n l e v e oder B r i a n d als voraus- sichtliche Rachfolger und fügt hinzu.

werde angenommen, daß, wenn die Sozialisten wieder eine aktive Betdligung an der Gerung ablehnken, eine K o n z e n t r a 1 > o n in> der Ruch- tung nach dem Zentrum unvermeidlich werden

SeranttDortlitb >ür bie ednrtftiettuns: Dr. 2» bann er h,r Anreisen: I- B arreller, Fulda. Rotationsdruck unb Verlas »er : SulboeT S dirrMrdnei i« P«lto. Ferrlvrecher Rr- S.

----- Vonatlicber BetuawrelS: 1.50 Mk.______________

dH einem leichten Bart beschattet und von einer Fülle goldblonder Locken umgeben war — einem Weliajt, in dem sich ebensowohl kindlich-fröhltche Hannlongkei wie schwärmerische innere Glut ausprägte. Eigentümlich wirkten darin die tiefdunkeln, sich von dem h-llen Blond, haar abhebenden Augen, in welchen etwa« an m°nnl.che Reise und festen Willen Gemahnendes lag. trotzdem der Reiter wohl, kaum die fünfundzwanzig erreicht hatte, -as Wappen aus dem am Sattel des Pferde« hängenden Brustschilde, zwei mit einem Eichenkranz umgebene ge. kreuzte Schwerter darstellend, ließ in dem Retter einen Edelmann vermuten, für welche Annahme auch besten selbstbewußte, stolze Haltung sprach, doch "kannte man an der ganzen Ausrüstung wie an dem Roß. datz bte Güter der Erde wohl nicht allzu reichlich dem Jüngling zugemesten waren. Sowohl den am Sattel Hangenden Rüstungsstücken, Brustpanzer und EiMhaube, als auch dem Schild sah man es an. daß sie ^on mon^n Strauß bestanden hatten, wie auch das den Oberkörper des Reiters bedeckende Lederkoller deutliche Spuren lang andauernden Gebrauches trug. - Auch das an den Gra- fern des Berghanges zupfende und S-duldig mit dem Schweif die lästigen Fliegen abwehrende Roßlem hatte anscheinend längst die Jahre hinter sich, in welchen es als feuriger Renner gelten konnte, denn trotz den gele- gentlichen Zurufen seines Herrn ließ es sich nicht aus dem gemächlichen Paßgang herausbrmgen. Erst als das Rauschen des Baches aus dem Talgrunde hörbar ward, spitzte der Gaul die Ohren und strebte rascher vorwärts. Was Sporen und Zuruf nicht vermocht hatten, das be­wirkte der brennende Durst und die Nähe des ersehnten Labsals — der Klepper setzte sich sogar, als der Weg ebener wurde, in einen gelinden Trab, ein Beginnen, bas ben jungen Reitersmann zu einem hellklingenden «roh- liehen Lachen veranlaßte. Doch seine heitere Laune schwand, als das Roh auf dem fetzt erreichten schmalen Talweg plötzlich in seinem Lauf innehielt und trotz aller Bemühungen seines Herrn nicht zu bewegen war, einen Schritt weiter zu treten, vielmehr strebte es mit geblähten lüstern, offenbar vor Angst zitternd, nach

Die Deutschnationalen sowohl als auch I die Sozialdemokraten haben für den Fall, daß sie bei der Regierungsbildung ausgeschlossen werden, schärfste Opposition der künftigen Regierung angesagt. Scharfe Opposition kann aber Deutschland zurzeit nicht brauck-en, well die innere und äußere Lage weiterhin kritisch bleibt. Deshalb lädt das Zentrum beide Parteien «in, sich an der Regierung zu beteiligen. Dann hat es keine notwendig schärfste Opposition zu treiben und die Volksgemeinschaft ist verwirklicht. Bleibt nur die Unfähigkeit der beiden Parteien, unterem- anderzu einem Modus vivendi zu kommen.

im Aufbau, die Zeichenwahl ist «ine willkürliche und die Wiedergabe bet Selbstlaute spricht I*der sprach, misienfchaft Hohn. Tewischett nennt auch die Kri- tiken übet daS neue System, die förmlich vermchtend sind, und die Lehrbücher, welche dies neue System vermitteln sollen, „wtmmeln von Fehlern.

* Bon dem österreichische« -Heer". Wie der Morgen* aus Wien meldet, sind die Verhandlungen zwischen bet östereichischen Regierung und de» Sozial, demoktaten über die Auswahl der sut das Bundis Heer anzuwerbenden S^daten auf einem toten Punkt angelangt. Nach dem pichen Blatte soll im Parlament darüber eine verschärfte Oppo s itio n der Sozialdemokraten einsetzen.

vor wenigen Stunden noch hatte die Ju stonn« von »em demantblauen himmelszett herab ihr goldene-» W über das romantische Bergland der Schwäbischen Alb ^gossen, ,° daß da« Auge sich fast geblendet von den aus dem Waldesgrün emporragenden, vom Alter ge- -leichten Iurakalkfelsen abwanden mußte - letzt, nach- dem die Tageshöhe längst überschritten war, verhüllte ein bleifarbener Dunst das strahlende Tagesgestirn und eine erstickende Schwüle legte sich über Wald und Flur. Der Wind hatte sich gedreht und wehte gleich einem Glutstrom vom südwestlichen Himmelsrande her, an dem ft* dunkle, immer näher heranwogende Wolkengebilde türmten, gleich mahnenden Boten, die verkünden sollten, daß alles Schöne auf der Welt vergänglich sei. und daß dem heiter blauenden Himmel trübe Tage folgen müßten, damit der dürstenden Erde das erquickende himmelsnaß aefpenbet werde. .

Des erquickenden Raste« schien auch der emjame Reitersmann, welcher den steilen Beigweg. in das von waldigen höhen eingerahmte Remstal herabritt, ge­radeso wie fein Röhlein nach bestandener, ausdorrender Sonnenglut bedürftig zu sein, denn spähend ließ er ,eine Blicke bei jeder Wendung des Weges über die den Berg- Hang durchfurchenden Rinnen schweifen, ob nicht in einer derselben ein Wästerlein sprudelte, das die Pein des brennenden Durstes nach dem vielstündigen Ritte lindere. Ader vergebens forschte er; die schon feit einem Monat herrschende Hitze hatte ein jedes aus den Bergen quel­lende Tröpfchen aufgefogen. So mußte er sich gedulden, bis die Talsohle mit ihrem saftigen Grün erreicht war; dort wollte er sich und dem müden Rosse eine längere Rast zur Erholung gönnen.

Es war ein noch recht jugendlicher Ge>elle mir jn» |$em, von der Luft und der Sonne gebräunten Gencht,

* Zwischenfälle in Moskau. Der „Montag- morgen" verzeichnet aus Moskau in Berlm und Wien «ingetroffene Privatmeldungen, wonach der der Abreise TrotzkYs na* ber aroßeOvationen dargebracht wurden. ^mAn ( schlug daran hätten D monstralionen ftattgelunben, die bis in die Nacht angedauert und an verlchtebenen Stellen bet Stadt zu blutigen Zui ammen. flößen mit der Polizei und Gegendemonstranten geführt hätten.

Deutscher Reich.

' Dr. Leim. Wie bi« München-Augsburger Abendzeitung" berichtet, ist Geheimrat Dr. Hetm, der lange Zeit an beiden Augen schwer erkrankt war und sich mehrerer Operationen unterstehen mußte, nunmehr wieder vollkommen genesen.

* Die Reichseinheitskurzschrift ein Fehlschlag? Die ReichseinheUSkurzschrift tft «der völlig nutz, alückte Versuch, die Sylteme Gabelsberger und ^tolze-Schrey zu vereinigen", so urtettt Sludien^at Dr. Dewischert in der neuesten „Umschau. SJte neue Kurzschrift ist außer,lande, unzahliche Wörter derdeutschen Sprache überhaupt richtig wiederzu. yben. Da« System krankt an orgamschen^Mangeln

n^rtÄTÄte sich der iun9c ^iteT.” ™ .mb fah sich einer Erscheinung gegenüber, bte wie aus ber Erde gewachsen plötzlich vor ihm stand, unb bereit Anblick wohl im ersten Augenblick erschrecken konnte Es war die riesenhafte, über und über "" Rutz bedeck^ Gestalt eines alten Mannes mit langem weißen bef en ganze Bekleidung in nichts werterem als in einen Leinenhemde bestand, das, vorne offen, eme Don dicht n haaren bedeckte Brust sehen lieh. Sn d" Rechten h der Mann einen unten zugesprtzten entasteten Tannen bäum, ber ebensogut als Waffe, wie Stütze bienen konnte- so gemahnte ber Alte an einen der Riefen, rote sie nach dem Glauben der Zeit in den unwegsamen Fel. fenschründen der Berge Hausen soltten.

Unwillkürlich trat der junge Mann einen Schritt zurück, was dem Riesen zu der lachenden Orage »er. ""^Erschreckt wohl über mein rußiges Junker? habt Shr noch keinen Kohler gesehen?

„Wo tarnt Ihr her — ich sah Euch nicht?" fragte der junge Reitersmann entgegen.

„Zerbrecht Euch darüber nicht den Kopf, erwiderte der Alte. „fjört lieber meinen guten Rat unb sputet Euch, von hier fortzukommen'. Die edlen Herren chaug und Jörg vom Rofenstein, sie möchten Euch garübel lohnen, daß Shr mit Eurer sicheren Hand dem Untier

! dort das Lebenslicht ausgeblafen habt!"

„Der Haug und Jörg vom Rofenstein — vor ihnen warnt Shr mich?" , . ..

„Mit gutem Grund! Wär' mir von Kerzen ietb, wenn sie Euch sahen! Derliert bic Seit mit Morten nicht! Hört Ihr, wie nahe schon die Meute lauter. Schwingt Euch auf Euer Rößlein und folget mtrl Bort oben in dem Tann steht meine Hüne■ — dort seid Ihr sicher! Sch eile voran — mag den Gestrengen auch nicht gern begegnen!"

‘ „So geht mit Gott - ich fliehe nicht!" erwiderte de Jüngling mit abweisender Gebärde. „Feig wäre es. denn keines Unrechtes bin ich mir bemüht!"

^Fortsetzung folgt.)

würde. „ —

• Katastrophe eines fapanifchen Dampfers. Aus I Tnfio wird gemeldet: Bei stürmischem Wetter is I der Dampfer „Kwando Maru" aus der Hohe von Tsuraga mit seiner Besatzung von 150 Mann untergegangen. Der Kapitan» I Offiziere und 50 Mann wurden von einem Kriegs- Irftin aerettet. 40 Mann sollen gelandet sein. Das I W°I d« rötetannL Ach. ScW«

wurden ans Land gespült. _ I

WHuHchen"fie'jetommen waren. Was batte das Tier? Sollte es in dem aus ber Ferne her- I übertlingenben Hundegebell eine Gefahr vermuten, ober waren Raubtiere in der Nähe? Suchend ließ der Retz ter die Blicke über die Hänge des Tales schweifen, nach der Seite hin, von welcher das Hundegebell tonte, und n I der Tat mußte fein s-haries Auge dort etwas wahrgenom­men haben, denn behend gürt er zu Boden, Mang die Zügel des Pferdes um einen Baumstrunk und erg ist I den am Sattel befestigten Speer. Jede Erschlaffung und Müdigkeit war sichtlich von ihm gewichen, als er voll Jagbester nach dem Wiefengrund hmabeilte unb ben rauschenden Bach übersprang, um hinter einemi gegem überlieqenben Weidengebüsch Deckung zu suchen. l brauchte nicht lange zu warten. Von dem lalabwans liegenden Waldrands her trottete mit eingezogener Rutt unb geifenbem Maule ein riesiger Wost, der, sichtlich auf das äußerste erschöpft, dem dichten Unterholz des i«n- feitigen Hanges zustrebte, um sich darin vor der ihm nachfetzenden Meute, deren Gekläff immer naher kam, zu verbergen. Sn der Nähe des Weidengebufches an- gekommen, stutzte das Tier unb suchte in weitem Bogen die Stelle zu umkreisen, aber das nur sekundenlange Zögern in seinem Lause wurde ihm zum Verhängnis, denn mit einigen gewaltigen Sätzen hatte es der hinter dem GebüfchVerborgene aufWurfweite erreicht und schleu­derte ben Speer, der tief dicht hinter dem Schmterbla t in den Körper des Wolfes drang und den kläglich W heulenden zu Boden streckte. Der Wurf war meisterlich Lungen unb hatte offenbar das Herz des Raubtier­durchbohrt denn nur noch ein krampihaftes Zucken gmg durch dessen gewaltigen Körper — dann lag es regungs­los, verendet.

Holiho!" rief der Süngling mit Heller stimme unb trat” zu dem getöteten Wolfe, um feinen Speer aus dessen Körper zu ziehen. Und holiho! klang das Echo von ber Bergwand zurück; daran aber schloß sich der ^"^Weidmannsheil - ist ein braver Wurk gewesen, hmger Herr, bei Gott!"

bjMlnvtNlNk>N8W. (müinnfir. FelWWo.)

FulbaerZettung

Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Stabt Fulda.

Die französischen Kriegsgeridfte.

Wieder ein Tendenzurteil.

wtb Paris, 15. Dez. (Tel.) Die dem „petit Journal" aus Metz berichtet wird, hat das Kriegs- gericht wiederum einen deutschen Ofstzier t n Ab­wesenheit verurteilt. Es tft der deutsche Oberst van Gemmingen, der in Montmedy September 1914 als platzkommandant einen Zivilisten habe er­schießen lassen, ohne ihn vorher vor -in Kricgs- aericht gestellt zu haben. Gemmingen wurde zu -0 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Das Settsamk an diesem Urteil ist, so wird von den Blattern fest gestellt datz das Kriegsgericht selbst gesagt habe, er 8 nicht möglich, das Opfer zu identifizieren, das am 12. September 1914 abends im Hofe der Kam- mandantur erschossen worden sei.

Die Räumung der Kölner Sone (Eine „schwierige Frage".

o„ xeT Möglichkeit, daß die britische Besetzung

LL Ä" °-rüch

räume“"6mürben Deutschland werde zugestehen LLL-SZ-rY-Zß-

I bestimmte Zeit zu rechtfertigen.

(Ein Komplott entdeckt.

Neue Feststellung zum Attentat in Kairo.

Wtb London. 15. Dez. (Tel.) (Reuter) Nach Dlättermeldungen aus Kairo haben be suchungen bezüglich der Ermordung des Sirdars hSlN^das sich nÄ auf Aegypten allein

<5. $ei- IT-l,

mU °-m M--» «n »•” ®"a" ““

Beweisen weder freigelasen worden. Unter den Freigelassenen befinde« sich auch 3 Deputierte.

~ yentTlim Montag" nach dieser Situation nicht leichter sondern nur

Außer dem Zentrum scheint, , n D schwieriger geworden. Das wird auch

berichtet, auch bte Deutsche vlksparr gekennzeichnet dadurch, daß die Deutschnationalen in

venig Neigung zur Uebernahrne der Regle- ^rem 'ei|er- an einer Regierung teilzunehmen,

wnasbildung zu zeigen. Der Gedanke einer Re- I außerordentlich nachgelassen haben, während nerungsbildung mit aktiver oder stillschweigender sie allerdings für Preußen, wo ja bie eigent- llnterftühuna der Sozialdemokratie lehne I liche Machtposition hinsichtlich der Lerwaltung Unterstützung oer nh lieat stärker sich geltendzumachen suchen. Aber auch

chan in volksparteilichen Kreisen nach w ' I h^'jst bie Lage insofern wesentlich beeinflußt wor-

„amentlich mit dem Hinweis darauf, daß eine i &.c Stellungnahme der Zentrumsfrak-

olche Regierung kein« praktischen Arbeitsmog- f. bie ber bisherigen großen Koalition in einem , ,

stchkeiten habe, da ein derartiges Kabinett bei den offiziellen Beschluß das Zeugnis ausstellt, daß ste bag herriot Jusserand mitgetetlt habe, daß die Be-

«rlten wichtigen politischen Fragen, vor allem bei I sich in Preußen bewährt habe, und daß die B o lks- Dingungen von Frankreich nicht gebilligt ]

ben Steuerfragen, auseinanderfallen würde. Eine gemeinschaft zu^.erstreben sei, a.,o der ^n- „„den könnten.

Entscheidung in der Regierungsbildung dürfte I ^Jg^^^elbe ©ebonte, den Marx im- I Chamberlains Rückkehr nach London.

kä umvorDonnerstagzu erwarten fern, da I ^'vertreten hat, der aber feinerzeit sich nicht ver- I Laut „Sunday Times" ist das Ergebnis des die Entschlüße der Reichstagsfraktionen erst am wirklichen ließ, sodaß das Volk zu den Wahlen auf- Besuches Chamberlains i n P a r. s u n d Rom Di-nstaa oder Mittwoch fallen werden. I gerufen werden mußte. . I eine Festigung der Entente, ine Jt 1

®,en * 8 . —— | Es mag noch so utopisch klingen und scheinen: I Chamberlains werde zweifellos zu eurem f re und-

Die (Entfcbdöung der parieren. | Diese große Volksgemeinschaft von den Deutsch' schaftlicheren und e n g e r e n Z uf am men-

tms geschrieben: I i-„r Politik Und dieses Ziel wird eines Tages führen. „ .

Die gegenwärtige Lage ist von ^nem ganz V merben wenn wir wirklich gefeftig- I Roch eine amerikanische Forderung, eigenartigen Reiz. Zahlenmäßig betracktet gibt I fen unt> geordneten inneren Verhältnissen I ^ie „Sunday Times" ersährt, daß der An-

m dem gegenwärtigen. Reichstag nach Zertrumme ^^hen wollen. In der Politik sind die - Amerikas auf einen Teil der Reparationen,

rung der radikalen Element-!von äußerst rechts und J 9 ro9a^bclf)or, aber mit gutem Willen kann J Deutschland auf Grund des Dawesplanes zu links tatsächlich verschiedene parlamentanche „reicht und geschasst werden und auch die -len hat (Rückerstattung der Kosten der amen-

Möglichkeiten, und damit auch verschiebenartige märtigen Kämpfe, die nicht leichter Art sind, Manischen Besetzung), von der Konferenz der

Parlamentarische Grupplerungeku Es ist eine n^ht g^S wenn ungeeignete Hände tn sie e'ngrelfen, | aIliie%n Finanzminister im nächsten Monat in

geringe Ueberraschung für weitere Kreste, I .-ef)r ^,*1 zu einer recht kritischen innerpolitischen I « j erörtert werden wird.

Wahlergebnis als eine Bekräftigung der bisheri. jeyr^e^^s fo8iaIen Seite ihre 4sar’5 w

gen Politik der Mitte ansehen, dadurch, daß die g > haben müßte, führen könnte, würden eine I Tritt ßetTtOt ZUDUck?

Mitte nicht geschwächt, sondern gestärkt aus dem v s ^ses Gesundungsziel bilden können, I , k,.-* teine

Wahlkampf hervorging und daneben die gemaßig- Etapp f ehrlichen Willen und mit der Ausnutzung der ^.r.r"^u"9pfl^n *

ten Elemente, die bte auswärtige aufrichtigen Sorge geführt werden, einzig und I politifchen Gegner.

L-N7LLS .K « .«1.1.■.«kH'ä'»iAX- MÄV'Ä’lv w*- *"Äe" I Lk.LLL.7"^ XÄ

auch das Wahlergebnis vom 7. Dezember sie nicht I dazu veranlassen könne, ihre Ausfassung, die sie vor der Reichstagsauflösung zu diesem Punkte äußerte, zu ändern Die Parteien, die tn dieser Woche uzr endgültigen Stellungnahme zu der Re- aierungskrisis zusammentreten, werden sich nun klarüber klar werden müssen, welche Stellung sie ihrerseits zu den Auffassungen der Deutschen Volks, aartei nehmen. Die unzweideutige Erklärung des Reichskanzlers M a r x,. baß er für ^>ne Person sich nicht imstande seh«, eine derartige Koalition zu -ühren, hat nicht nur für die Zentrumspartei als plche, deren Führer ja auch Marx ist, eine sehr be- deutungsvolle Lage, sondern auch die gesamte Situation, wie sie sich nunmehr darbietet, grell be- leuchtet. Jedenfalls ist die gesamtpoltttsche Lage