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WuiSaer Heilung

Reifen.

»ekchSkanzler Marx

rum

Rechte gu marschieren, indem die Nationalsozialisten und Kommunisten ja diejenigen mären, die allein die Dawes-Parteien erkannt hätten. Wenn die Kommunisten dem Rate folgten, dann würde jeden­falls das 5)eil der Arbeiter ebensowenig gefunden werden, als es der Kommunismus nach diesem Flugblatt in Rußland den Arbeitern gebracht hat.

politik der Weg ins _ . .

nur ein langsames Vorwärtskommen, aber man merkt doch, daß man allmählich festen Boden unter ben Füßen bekommt und man sieht, wie in der Welt dis Haßathmofphäre gegen Deutschland im Schwinden begriffen ist und sich dafür die Idee vom Aufbau Europas durchsetzt.

M 285.

Sonntag, 7. Tezemder 1924.

Rheinland irgendwelche Anfragen wegen Reichs­treue zu richten, denn wenn das Zentrum im Rheinland nicht reichstreu gewesen w ä r e, so wäre dasganzeRhernland langst nicht mehr deutsch.

Ein besonderes Flugblatt der Nationalsograusten wendet sich an die Kommunisten und fordert sie aus. von der äußersten Linken auf die äußerste

2. Blatt.

Druck der Fuldaer Aettcudruckerei i# Fulda

Die soziale» Machtkämpfe wrrSsn wir i« unserer irdische» Unvollkommenheit wohl nie I beseitige» kSnnen, nur ein« seelische Neu­ordnung der Mensche« kSnnte hier Wände»

Diese Idee vom Aufbau Europas hat ihren wirtschaftlichen Niederschlag gefunden in dem D a - wes-Gutachten. Gewiß bringt dasselbe schwere Lasten für uns, aber es ist doch wenigstens ein Weg, der einen Ausgang geigt aus der wirt­schaftlichen Versklavung Deutschlands. Und es ist klar, daß ein geschlagenes Volk immer einen Weg aus der Hölle der Hölle selbst vorziehen wird; da­her war die Annahme der Ausnahmegesetze durch den deutschen Reichstag eine dringende Notwendig­keit. .

Der Pakt von London war für uns ein Erfolg. Wer da leugnet, weih nichts von jenen Kräften, die Bismarck einmal als Impon­derabilien der Politik bezeichnet hat. InLondon hat Marx durch feine Persönlichkeit sich eine A r t Weltsympathie geschaffen, und dieser Um­stand allein hat den Entgistungsprozeß des Welt- Hasses gegen uns um ein Gewaltiges beschleunigt. Dieser moralische Erfolg hat zugleich eine Ebene geschaffen, auf der der Primat der Außen­politik auch für uns Deutsche wieder wirksam werden kann. Was das wert ist. wird uns erst die Zukunft zeigen.

Bei näherer Betrachtung obiger Gedanken ergibt sich, daß die Führung der Politik durch die Mitte, die diesen Erfolg errang, auch in Zukunft fortgesetzt werden muß.

digen ganz vorzüglich sind. Die Eltern sind ein­fache Handelsleute. Musikfreunde sorgen für tue weitere Ausbildung des Knaben.

* Radio als Derdisnstmöglichkeit für allere Schauspieler? Bernhard Shaw hat in voriger Woche einen seiner neuesten Einakter im Wege ues Rundfunks vorgelesen. Er hat dies zum Anlaß ge­nommen, um auf die Notlage der alte re n Schauspieler und Schauspielerinnen hinzuweisen, und hat an die englische Radiogesellschaft das Er­suchen aerichtet, künftig zu ihren Darbietungen in erster Reihe ältere Kräfte heranzuziehen, die wegen ihrer Erscheinung für die Bühne nicht mehr in Be­tracht kommen, aber noch im Vollbesitz ihrer Stimme sind. Er hofft auf diese Weise das soziale Problem des überalterten Schauspelers wenn auch nicht ganz zu beseitigen, so doch zu mildern.

» Ein Prinz als Laternenanzünder. Ein russi- scker Prinz, dessen sämtliche Angehörige und Ver­wandte in der Revolutionszeit getötet wurden und der nur durch eilige Flucht das nackte Leben retten, konnte, ist jetzt in a r t s als Laternenanzünder beschäftigt. Alle seine Bemühungen, sich als Schrift­steller zu betätigen, wie er das fchon früher getan, oder sonst eine einigermaßen erträgliche Existenz zu finden, schlugen fehl.

* Der Prinz aus Buffer. Unter den Ausstel­lungsgegenständen, die in Wembley zu sehen wa­ren, befand sich auch eine Reiterstatue des Prin­zen von Wales, die in natürlicher Größe aus But­ter hergestellt war. Kanada hat diesen Ausstellungs- aeoenstand gestiftet. Nachdem die Ausstellung nun­mehr geschloffen ist, erhebt sich die Frage, was mit der Bütierstatue geschehen soll. Man dachte zunachw daran, sie n einzelnen Pfunden zu verkaufen, und zwar wären dreitausend Pfundpakete daraus ge­worden. Aber es erwies sich, daß die Butter che­mische Zusätze erhalten hatte, die sie zur Berwen- dung als Nahrungsmittel in jeder Form ungeeignet i machten. Schon war man dabei, das Material als I Wagenschmiere angubicten, da kam man zu­nächst noch einmal auf einen Ausweg. Die Butter- statue wird in einer Kühlhalle bis zum nächsten Jahre Aufstellung finden. Dann aber wird sie wohl doch, wenn nicht unter, so doch an die Rader kommen. 2.

* Eine Aufomobllrennbahn auf dem Dach. Sie I berühmte Fiat-Automobilfabrik inTurin hat aus dem Dach ihrer riesigen Fabrikgebäude eine Auto- I mobilrennbahn eingerichtet, die dazu dient, die neuen Wagen der Firma ausguprobteren und Chauffeure auszubilden. Die Rennbahn stellt em längliches Rechteck mit abgerundeten Ecken dar und | hat einen Umfang von über einem Kilometer.

* Zm Kahn von Australien nach Rom. Ein ge- | roiffer George Smith hat das Wagnis unternom­men, in einem Kahn von etwa fünf Meter Lange von Australien über Newyork und London nach I Nom gu fahren. Die Strecke von Australien nach | Newyork hat er bereits zurückgelegt.

* Ein Bienenkorb als Denkstein. In England starb der Bienenzüchter und -forscher John Neigh- bour. Seine Freunde setzten ihm einen Bienen xb als Denkstein aufs- Grob. Aust'dein Sockel steh! ! außer den Personalien: Member of the Apis Cluv (Mitglied des Bienenklubs).

Ein elekfrifcher Kellner. In einem Restaurant Detroit in ben Vereinigten Staaten werden feit einiger Zeit die Mahlzeiten auf elektrischem Wege serviert. Der Gast betritt den Raum und wählt sich einen Tisch, an dem er Platz nimmt. Nun bezeich- I net er auf einer Menükarte, deren Nummer mit der des Tisches übereinstimmt, die gewünschten Spei­sen und Getränke und sendet die Karte durch ein Loch im Tisch in die unter dem Raume liegende Küche. Unten empfängt ein Koch die Karte und sorgt für die Zusammenstellung des Gewünschten. Sehr bald nach der Bestellung hört der East ein leises Klingeln, dann ein Geräusch und in der Mitts des Tisches, der eine große Oeffnung hat, erscheint auf einer Platte mittels Elektrizität von unten in die Höhe befördert, alles, was das Herz begehrte. Auf die gleiche Weife wird die Rechnung nach oben befördert, die der Gast an der Kaffe, die sich beim Ausgang befindet, bezahlt. Ob sich die Einrichtung I praktisch bewähren wird, steht dahin. Jedenfalls bildet diesesTischlein deck dich" eine echt amerika- I Nische Attraktion, die viel Zulauf findet.

ttohle und Eisen.

Don einem wirtschaftspolitischen Mitarbeiter wird uns geschrieben:

Das gegenwärtige Stadium der deutsch- französischen Wirtschaftsverhand­lungen bedarf nicht nur aus wirtschaftlichen, son­dern aud) aus hochpolitischen Gründen der aller­größten Aufmerksamkeit. Diese Verhandlungen sind gegenwärtig etwas ins Stocken geraten, jedoch dicht aus Gründen, die für den gedeihlichen Aus­gang Beforgniste erkennen Netzen. Es ist vielmehr jetzt jener entscheidende Punkt erreicht worden, an dem geroiffermaßen der Schlüssel hängt für die wirtfchaftsfriedliche Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich, aber auch derWirtschastsfriedenfürganz Europa.

Das Problem heißt Kohle und Eifen. Jenes Pro­blem war schon das Kriegsproblem, und um seinetwillen sind die allerheftigsten Kämpfe ausge- fochten worden, um seinetwillen in erster Linie haben Millionen ihr Leben und ihre Gesundheit lassen müssen. Und tatsächlich hängt von der Lösung dieses Problems die Ruhe und Ordnung Europas ab. Wie Eisen und Kohle verteilt werden, wie sich die Produktionsländer über diese Verteilung einigen, wie diejenigen Rationen, die nichts von bcibem haben, von der Verteilung berücksichtigt werden, wie andere Länder, die ebenfalls Kohle und Eisen produzieren, mit in das Derteilungspro- gramm einrangiert werden, alles das sind Fragen von der allergrößten Bedeutung.

Deutschland besitzt Kohle, Frankreich Eissn. Beide find auseinander angewiesen und eine Verständigung über Kohle und Eisen bedeutet den Frieden für das Festland. Andererseits hat aber England das allergrößte Interesie zu wis­sen, auf welcher Grundlage diese Einigung zwischen Deutschland und Frankreich sich vollzieht. Es müs­sen bei diesen Dingen weiterhin berücksichtigt wer- *> den die Industrien Belgiens und Luxem­burgs einerseits und Polens und der T s ch e» cho-Slowakei andererseits. Bei der eigen­tümlichen Situation in der Produktionsbasis von Kohle und Eisen für Deutschland und Frankreich ist tatsächlich ein Ausgleich nur durch ein friedliches Uebereinkommen möglich, kein Land kann für sich allein disponieren, sondern ist von den Maßnahmen und Handlungen des anderen Landes abhängig. Diese gegenseitige Interesienverbundenheit bedingt geradezu den Zwang, sich zu verständigen. Und wie der Krieg letzten Endes wirtschaftlichen Kon- kurrenzgründen entsprang, so kann der Friede nur gedeihen, wenn eine, allen Teilen gerecht werdende, und insbesondere auch den Lebensinteressen der deutschen Wirtschaft entsprechende Verständigung zustande kommt.

Lus all diesen Erwägungen heraus kommt den gegenwärtigen deutsch-französischen Wirtschaftsver­handlungen eine Bedeutung zu, die nicht nur wirt­schaftspolitisch außerordentlich hoch zu bewerten ist, sondern auch unmittelbar in die großen Fra­gen der inneren und äußeren Politik

politische Kinder

saufen den großen Worten nach.

Unterrichtete Staatsbürger

lassen sich nur durch Taten überzeugen. Sollen wir Dir solche

Täte« .

nennen ?

Ruhe, Sicherheit, feste Währung, wirtschaftlicher Wiederaufbau und Ordnung in den Finanzen; Be­freiung von 900000 Deutscher von der Lesatzuna, Rückkehr der Vertriebenen, Freiheit der Eingekerkeiten; Rückgewinnung der Siienbahn, Wiederherstellung der deuijchen Wirtschaftreinheit und Staatshoheit im be- fetzten Gebiet, Wiedereintritt unseres Volke» in den Kreis der Großmächte. TaS hat

die Politik der Mitte erreicht. Der letzte Mann, die letzte Fran tritt am 7. Dezember für diese Politik ein und wählt

Zentrum:

Jeder, der die außen- wie innenpolitische Ent- Wicklung Deutschlands im letzten Jahre vorurteils­frei betrachtet, mutz erkennen, daßesmituns vorwärts geht. Mit der Einführung der Rentenmark vor rund einem Jahre ist nicht nur wirtschaftlich wieder einigermaßen fester Grund unter unsere Füße gekommen, Millionen haben auch ihr seelisches Gleichgewicht wieder erlangt. Don ungefähr derselben Zeit an geht in der Außen­politik der Weg ins Freie; gewiß ist es

Ludendorff alsProphet".

DienationalfozialistifcheFreiheits- beroegung macht auch in unserem Bezirk große Propaganda. Auf der ersten Seite ihres WahlblattsBas deutsche Tageblatt" heißt es: Iunirevolution 1926". Die Nationalsozialisten spielen sich da als Propheten auf. Auf der letzten Seite finden sich verschiedene Lieder: Heil Luden- dorsf. Treu Hitler! Schade, daß die Herren Luden- borff und Hitler nicht schon früher Propheten ge- wesen sind, dann hätten sie dem deutschen Volke mehr nützen können als durch ihre Prophezeiung für 1926!

Ferner ist ein besonderer Abschnitt demrerchs- treuen Zentrum" gewidmet.Peinliche Fragen aber keine Antwort". Die Nationalsozialisten ha­ben jedenfalls kein Recht, an das Zentrum im

Die Bedeutung der Wahlen

Von Adam Stegerwald.

Stabilität unb Kontinui181, das sind zwei fundamentale Forderungen, d'.e die deutsche Politik der Zukunft unter allen Umständen beachten muß. Diese Forderungen legen uns weise Klugheit und Mäßigung aus und warnen vor den Extremen. Man kann nicht schon wieder Schwerter schmieden, wenn man selbst noch aus tausend Wunden blutet. Als uchiers nach ver französischen Niederlage von 1870 das Wort prägte: Immer daran denken, nie davon sprechen! das man beute so gern in nationalistischen Kreisen gittert, da hat er fürwahr anders gehandelt als heute so manche Kreise in Deutschland. Er hat in alle: Stille für den inneren Wiederaufbau der Nation gearbeitet, die wirtschaftlichen Kräfte des Landes m zäher Arbeit zur Blüte gebracht, und so innerlich gesund aeworden, konnte Frankreich bald wieder auch nach außen Ansehen und Achtung verlangen im Konzert der Völker. Das kann uns heute Vor­bild fein.Nicht laut den Mund auf­reißen, nicht hadern, sondern arb ei­ten, im Innern einig werden, das ist b e ft e na t i o n a t e Aufbauarbeit.

Auch die Extreme von links retten uns nicht. Jene, die mit immer neuen Mitteln auf immer neue Krisen hinarbeiten, treiben Zerstörung als Handwerk. Aber auch jene, die immer wieder ru­fen:Nie wieder Krieg!" und dabei sich nicht scheuen, die Freiheit tausendfachen Mordes des un- geboienen Lebens zu fordern, untergraben den Le­benswillen eines Volkes, schlagen Wunden, die viel schlimmer sind, als sie je ein Krieg schlagen kann und leiten den sicheren Untergang eines Volkes tn die Wege.

Was uns allein helfen kann, ist die Politik des Ausgleichs.

Christentum und Nation müssen dieser Politik Leitstern sein. Christ­liche Kulturgüter sind zu wahren, um mit Ihnen das Leben der Nation wieder aufzubauen. Nur so kommt eine neue Blüte für uns; und nur so die Wiedergewinnung eines ersten Platze? in der Welt.

Darum heißt es am 7. Dezember: - # ; Die Mitte stärken! .

vermischtes.

* Der Tod lm Beruf. In den Dc. Wackerwerten in Burghausen (Bayern) ereignete sich bei dem Ausziehen eines schweren Eisendeckels ein schwerer Ungluckssall da­durch, daß die Kette des Flaschenzuges riß und der Esiridcckel herabsiel, wodurch dem am Boden arbeitenden 25 Jahre alten Schlosser Franz Kilian der Kops zev- quetscht wurde und der Tod sofort eintrat.

* Gin seltsames Wiedersehen feierten jüngst zwei Brüder. Ins Drtsgefängnis in Forchheim wurde ein Landstreicher gesteckt, weil er gebettelt hatte. Anderentags erhielt er Gesellschaft von ei­nem Kollegen. Die beiden betrachteten sich erst ziemlich eingehend und sielen sich danach wonne­trunken um den Hals. Es waren zwei Brüder, die sich seit vielen Jahren nicht gesehen hatten und von denen keiner wußte, wo der andere war. Jetzt hat sie ihrBeruf" wieder zusammengssührt. Ist das nun Zufall oder nicht?

* Bon einem neuen Dunderknaben in Paris wird Unglaubliches berichtet. Als der kleine Renee im Alter von 6 Jahren von einer Kapelle den Chopinfchen Trauermarfch spielen hörte, ging er nach Hause und spielte den Marsch aus dem Ge­dächtnis auf dem Klavier nach. Jetzt ist er 10 Jahre alt und hat schon mehrere Symphonien, So­naten und andere Sachen für Klavier und Geige komponiert, die nach dem Urteil von Sachverstän-

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