Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Stadt Fulda.
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Nr. 285.
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Sonntag, 7. Dezember 1924.
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51. Zatzrg.
Die Völkerbundstagung in Rom
Das Zentrum am Vorabend der Wahl
Mafsenversammlung im Stadtsaal mit Dr. Sefftmet «19 Redner.
Am Vertrauensvotum für Marx nehmen wir alle teil
Die Helden vom „Toten Mann".
Die in der Presse mehrfach erwähnte Nachricht von der Auffindung einer größeren Anzabl noch erbetener Kriegrrteichrn in einem der Siollen am To en Diann" bei Verdun wurde jetzt durch eine Rückäußerung der fran;öii!chen Behörden geklärt. Der Belicht besagt: Die 74 deutschen Kriegerleichen, die als ver'chüttet im Stollen des Toten 3J?anne8 gemeldet waren, wurden fortgeschafft. Eine Iden, rrfizier» na war nicht möglich, da dir Toien keinerlei Srfcnmtng$$eid)nt answie'en. Em Teil wird wobt dem 35. Infanterie-Regiment angehört haben, da einige Achselstücke die es Negimen s in' dem Schutt aufgefunden wurden. Sämtliche Ueberreste der toten Krieger wurden auf dem end- güttroen deutschen Friedbof in Consrnvoye vereinigt beigesetzt. Noch diesen Mitteilungen besieht für die deutschen Behörden leider keine Möglichkeit, irgendwelche weiteren Feststellungen zu treffen.
geräumt tc erben oder nicht, jeben? Cis werde eine weitere heikle Arage entstehen, wann die Räumung flattfinden werde, nämlich die des neuen Debets und der zweiten und dritten Zone, nachdem die britischen Truppen gebracht werden sollen. Lod- lenz werde vorgeschtasen und hier allgemein begünstigt. Einige Deutschs schkü-en jedoch d'.e Errichtung de» britischen tzanpiqaartters in Trier vor. Der letzte unictmeße Vorschlag, der non edierter Seite gemacht wurde, sei Düren.
Vie Frage der Militärkontrolle.
Wtb patis, 6. Dez. (Tel.) Rach dem „Oeuvre" beabsichtigt herriol Ende Dezember oder Anfang 3erat;ar sich nach London zu begeben, um dort die Verhandlungen über die angeschnittenen Fragen fortzusehen, havas wollte gestern abend wissen, daß der Bericht der Miliiürkon- trollkommifsion erst in vier oder fünf Nochen zu erwarten fei, aber nach dem „Oeuvre" darf man an nehmen, daß die Diskussion über die
Das amerikanische Gold.
Wtb Paris, 6. Dez. (Tel.) Die „Chicago Tri- 5une" meldet aus Kerogorf, die B-nkficma 5. V. inotaan und Ls Habs nach D-nlfchland einen ve- itari"von 5 Millionen Goldmark abge- führt. ,
Die Fuldaer Zentrumspartei kann mit ®e» .ugtuung auf den jetzt zu Ende gehenden Wahl« chmpf zurückblicken. Sie hat ihn eröffnet mit der zeistsprühenden, kraftvollen Rede des badischen Zentrumsführers, Prälat Schofer. Sie hat dann dem Gelsenkirchener Polizeipräsidenten Stiel e r, der aus dem Arbeiterstande hervorgegangen ist, Gelegenheit geboten, in überaus überzeugender Weise über die Politik des Zentrums vom Stand« vunkt des schaffenden Dolles aus zu sprechen. Der Wiesbadener Schreinermeister tmd Mittelstands« -ührer Fink hat weiterhin hier gesprochen und ! siel Wissenswertes über mittelständlerische Wirt« 'chaftsftaoen dem Nachdenken feiner Hörer unterbreitet. Am Freitag Abend nun erfolgte nun Abschluß und K r ö n u ng dieser Wahlkampagne. Pro- feffor Dr. Dessauer, der Spitzenkandidat der Zentrumspartei in unserem Wahlkreis, sprach im großen Stadtsaal, der bis auf den letzten Platz gefüllt toar.
Nach herzlichen Begrüßungsworten des Vorsitzenden der Fuldaer Zentrumspartei Herrn Amts- aerichtsrat Dr. M a r x, in denen dieser dem Redner herzlichen Dank für fein Erscheinen sagte, nahm Unwersitätsprofessor Dr. Dessauer das Wort. Seine Ausführungen waren von einer seltenen Gedankentiefe und durchdrungen von dem (Seifte des gegenseitiaen Verstehens. Er führte . a. aus:
Die Politik kann nicht mit dem Gemüt«, der Leiden- fchaft und Gesten gemacht werben, sie beamnt da, wo hie Leidenschaft aufhört. Die Leidenschaft kann di- Ouelle politischen Handeln» werden, aber das Wesen der Politik ist die Wahl'der Mittel, die nur nut dem Se- wissen und dem Verstände gemacht werdem kann Daß die Vaterlandsliebe eine Quelle der Politik ist, ist recht, und gut. Alle Parteien behaupten, daß sie da» Volk lieben and dem Vaterlande dienen wollen. Manche von ihnen nehmen das Nationale für sich allein 'n Anspruch. Die landsliebe. Wir alle lieben dasvaterland der Mensch muß andern seien das nicht und ihnen fehle die rechte Vaterliebe. Wir alle lieben unser Vaterland, der Mensch muß ia lein Volk lieben, dem er angehört, darum kann es sich Nicht handeln. Die Frage ist, nut welchen Mitteln können wir ihm dienen und welches sind die Wege« Der nationale Mensch denkt sich unter dem Vaterland etwa» nationale Mensch denkt sich unter dem Vaterland ewas besonderes. Was ist denn dar Vaterland und wie steht es um die Vaterlandsliebe? Der Grundbesitzer steht es m der Verbundenheit mit der eigenen Scholls der Sorte« mann glaubt, die Vaterlandsliebe lieae im Blut und erst wenn alles Fremde hinaus fei, wurden wir dar Vaterland wiedeninden. Alle haben ein wenig recht, aber die «ewaliiae Tiefe des Daterlandsbegriffes fühlen sie nicht. Das deutsche Vaterland ist die Gesamtheit aller deutschen Seelen, ihre Verbundenheit, die stärker sein soll, als olle Spaltung der Klaffen und Stände unb alles, was uns uneins macht. Diese Verbundenheitz.bealeitet von dem Gefühl der Verantwortung loht uns die Zu.amrnen- pehörigkeit stärker emfinden als die Trennung der Stände. . _ ,
Der Kampf um die Macht, die rücksichtslose Cllen- boc-enfreiheit, di« manche Partei, pokbend auf die «>arke der Stunde, verlangt, ist die eigentliche deutsche ~rngu. «ur Politik aehört Emst, Verantwortung und Vernunft. Wenn jemand vom Biertisch autoritative Entche,düngen erläßt und große Reden führt, dann ist da» doch nicht Politik. Wer urteilen will, muß Sachkenntnis haben. Man kann die großen Probleme nicht mit dem Merken ar.b Gestühl lösen, die Politik muß studiert werden, wie der Arzt den Kranken untersucht und der Forscher prust
und wägt, demütig und bescheiden, und frei von Vorurteilen.
Völker lernen langsam. Wir Deutsche muhen langsam lernen, ein politisches Volk zu werden Die letzten Jahre waren für uns eine harte Lehre. Wer jetzt noch nicht weiß, daß Politik eine ernste Sache ist. der hat nicht Augen zu sehen und Ohren zu Horen. Wir hatten Tage der aeraroeiftung, der Hoffnung, der Furcht und der Leidenschaft. Möchte doch die Stunde kommen, wo die Leidenschaft weicht und die Bernunft beginnt! Seit 1918 sind im deutschen Volke zwei Gruppen, die sich in der Schwere der Zeit verhalten wie es der einzelne Mensch zu tun pflegt. Die einen verurteilen alle», was geschehen ist, und die andern gehen, wenn auch blutenden Herzen» an den langsamen Wiederaufbau. Erst eine spätere Generation, die den Ereignissen der Gegenwart kühl und objektiv gegenübersteht, wird ermessen können, wa, von den Männern in verantwortlicher Stelle in den furchtbaren Jahren für das deutsche Volk geleistet worden ist. Die deutsche Einheit wäre vernichtet worden, al» die Gefahr im Westen und der Bolschewismus Im Osten unser Vaterland bedrohten. Männer wie Erz- berger, Rathenau und Wirth werden von einer vorurteilslosen Zukunft vielleicht höher bewertert werden als manche glänzende Erscheinung der Vergangenheit die in ruhiger Zeit großen Glanz angesmnmelt hat.
Muß denn immer dieser Kampf der Völker gegen die Völker dauern, soll immer die Tür verschlossen sein zwt- scheu Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Dauer und Dur- ger? Wann wird die deutsche Seele, stark gnug sin, um alle diese Schwierigkeiten zu überwinden? Wer im Ruhr- gbiet die flammenden Feuer und die Tausende von Arbeitern gesehen hat, die unter der Erde ihr Leben zu- bringen, der weiß, wa, es heißt, im Schacht zu arbeiten imb versteht und würdigt die Lage aller dieser Menschen. Die Menschen finden einander nicht, sie hassen einander, statt zu überlegen: Du bist doch auch ein Deutscher.
In den Bitten des Daten,nsers: „Zu uns komme Dein Reich" u. „Dein Wille geschehe" ist das Programm, das die Zentrumspartei unentwegt verfolgt hat. Wenn diese Worte in uns allen lebendig sind, dann, wird es ander» und bester werden.
Im weiteren Verlaufe feiner glänzenden Rede kam Dr. Dessauer auf die wirtschaftlichen Fragen zu sprechen, die er al» Wissenschaftler und Fachmann tiefgründig beherrscht. Alle die schweren Fragen der Gegenwart lasten sich nicht lösen ohne Rücksicht auf da» Ausland. Wenn wir heute unsere Löhne erhöhen wurden, wären wir am folgenden Tage unfähig, aus dem Weltmarkt zu konkurrieren. Aber wir können einen Weg finden, um für die Arbeiter bessere Lebensbedingungen zu schaffen, indem wir die deutsche Ware wieder mit unserem Geiste erfüllen, besonders bevorzugte Arbeit leisten, durch die wir im Welthandel wieder an die Spitze kommen.
Auch das Problem der Aufwertung und der Woh- nunasfrage läßt sich nicht in einer Versammlung lösen. Es muß jedem Einsichtigen klar sein, daß eine Aufwertung nur durch neue Steuern möglich ist, die von der Gesamtheit qetraaen werden muffen,.wer anders spricht, ist fein Politiker, sondern Demagoge.
Da, Christentum, die Religion mich der Führer sein in unferm Kämpfen und Ringen auf Erden; Christii» muß der große Führer fein und au, aller Menschen Augen muffen wir Christi Augen herausleuchten sehen.
'Ein Beifallssturm dankte dem, Redner für feine tiefen Ausführungen, die aber in ihrer Klarheit auch dem einfachen Manne reiche Gedanken vermittelten. Eine Aussprache fand, da niemand sich meldete, nicht statt, und so konnte der Vorsitzende mit inniaem Danke die letzte Versammlung her Zentrumspartei mit der sicheren unb frohen Hoffnung auf eine glückhafte Wahl schließen.
«. pr»f r«»Nhö«ser f. Der Professor en der Berliner technischen Hochschule Dr. Felix STannbäufer, der seit mehr al» 1'/, Jahrzehnten dem Lehrkörper der Hochschule anaebört. ist im Alter von 51 Satiren ge« stürben. Tannhäuser beschäftigte sich hauplfachlich mit der technischen GesteinSforschung.
träges führen.
In England betrachtet man diese bevorstehenden amerikanisch - französischen Finanzverhandlungen außerordentlich mißgünstig. Die englische Presse macht bereits daraus aufmerksam, daß mehr noch Frankreich als England einen Schuldennachlaß durch Amerika erfahren müsse, denn England habe die größeren Aufwendungen gemacht und habe vor allem auch seine Bevölkerung stärker durch Steuern für die unmittelbaren Kriegszwecke angespannt. Gerade die jetzige höbe Steuerlast in England wirb darauf gunidgefübit, daß sich Amerika in der Frage der Schuldenstreichung England gegenüber zu zurückhaltend verhalte. Jedenfalls erwartet England, daß Amerika mit Frankreich keine Vereinbarungen trifft, ohne daß auch England von solchen Abmachungen berührt würde.
Die Rosten der Lebenshaltung.
Die auf den Stichtag vom 3. Dezember berech nete Großhanbelsindexzifser des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber dem Stand« vom 26. November (129,0) um 0,5 v. S). auf 128,5 zurückgegangen. Niedriger lagen vor allem die Preise für (Betreibe und Zucker, ferner für Ochsenhäute, Baumwolle, Jute, Jutegarn und Flachs. Gestiegen sind die Preise für Fette und Fleisch, ferner für Baumwollgewebe, Leinengarn, Wolle, Hanf sowie für die meisten Nichteisenmetalle und Mineralöle. Bon den .Hauptgruppen sind Lebensmittel von 124.2 auf 123,4 oder um 0,6 v^ h. zuruckgegangen, während Jndustriestoffe von 137,9 auf 138,2 oder um 0,2 v. h. anzogen. Für den Durchschnitt des Monats November ergibt sich ein R u ck g a n g der Großhandelsindexzifser von 131,2 auf 128,5 oder um 2,1 v. h.
Die R e i ch i n d e x z i s f e r für Lsbenshal- tungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung. Beleuchtung und Bekleidung) für Mittwoch den 3. Dezember ist nach den Feststellungen des Statisti- fchen Reichsamtes gegenüber der Vorwoche (122,2; unverändert geblieben. Für Oktober 122,0) eine unwesentliche Steigerung von 0,4 v. H. (auf 122,5). Die Indexziffer der Ernährungskosten allein beträgt im Durchschnitt des Monats November 135.
Die „weiße" Flotte.
wtb Paris, 6. Dez. (Tel.) Dem „Iournal" »virb aus Eifertet gemeldet, daß das w rangel - Geschwader, das sich auf der Reede von Liserla Hf dem 18. Dezember 1920 aufhielk und sich aus 2 Panzerkreuzern, 2 Kreuzern, 1 Schulschiff, 9 Torpedobooten und 4 Unterseebooten zusarnmensehle, entwaffnet wurde.
General Wränget wollte bekanntlich an der Spitze der „Weihen" mit einem Angriff zu Wasser und zu Lande das alte Regiment m Rußland wieder aufrichten, konnte aber der „rot. Sowjets nicht Herr werden. _L
Deutscher Reich.
♦ C4efänwi6ftrafe für Verleumder. Vor einem Hamburger "Amt-s-ncht hatte der Herausgeber des in Leipzig erschemenden „Hammer , ^cheooor Griffet tveaen Beleidigung der Hamburger Bankiers Max Warb^urg und Dr. Karl Melchior ,u veran . rootfen. T» Klage liegt ein Artikel tn dem ge«
Konklusionen der General Inspektion früher beginnen wird. Ehatnberloün und Herrist, so fährt bas Malt fort, sind einig darüber, daß die lleber- wachung bet deutschen Entwaffnung, die der Völkerbund führen soll, unter dem Vorsitz und der Mhrung Frankreichs vorgenommen werden soll.
Gestern habe am Quai d'Orsay das Studien- Komitee des Obersten Roles für nationale Verteidigung, dessen Vorsitzender der sozialistische Abgeordnele Paul Donrouri ist, den Entwurf über die Kontrolle des Völkerbundes, von dem man in Rom während der Völkerbundstagmig sprechen werde, vollendet. Das Statt will ferner wissen, daß dieAragederinternalionalen Schulden gestern kaum angeschnitten wurde, daß man sich aber auf die Verpflichtung des Iahres 1904 fesigelegl habe. 3m ganzen habe man die allgemeinen Grundlagen für eine französisch-englische Hebercinflimmung gesucht.
Rach dem «Echo de Paris" wurde gestern über die Räumung der Kölner Zone nicht gesprochen. Das Blatt glaubt jedoch, daß man vor allem die Fragen behandelt habe, die aus der Tagesordnung der Völkerbundstagung in Rom stehe, so vor altem die S aa r srag e, bis Frage der zukünftigen Verwaltung für Danzig und die Frage der zukünftigen Enlwaffnungs- kontrolle für Deutschland. Außerdem seien besprochen worden die Wiederherstellung der deutschen Autorität im Rheinland, die ägyptische Frage, die Frage der verhällnisse im Kiffgebiet und die Beziehungen Frankreichs und Englands zu Rußland und der Türkei.
Frankreichs Schulden bei Amerika.
In den nächsten Tagen werden zwischen Frankreich und Amerika wieder offizielle Verhandlungen bezüglich der von Frankreich on die Vereinigten Staaten aus dem Krieg noch ofsenstehenden Schulden stattfinben. Frankreich verlangt von Amerika einen erheblichen Nachlaß dieser finanziellen Verpflichtungen, eine Forderung, auf die die Regierung der Vereinigten Staaten nicht ohne weiteres eingehen will. Im Prinzip freilich hat Amerika wiederholt erkennen lassen, daß es zu einem Schuldennachlaß in gewisser Form bereit wäre, wenn Frankreich seinerseits Garantien dafür gibt, baß die ersparten Beträge nicht zu we i t e re n R ü stun« g e n und zu einer Verschärfung des Versailler Ver-
I nannten antisemitischen Blatte umrunde, der die lleberfdnift „Ter heimlich' Käfter" trug. Fnftch warf darin Marburg und Melchior vor, dem In« tereste der füdischen Hochfinanz vaterländische In« teress'n geopfert zn haben. DciS Gericht verurteilte den Angeklagten zu drei Monaten Gefängnis.
Frankreich und England.
wtb Paris, 6. Dsz. (Tel.) Der „ßuofibtett" berichtet, es sei wahrscheinlich, daß Ministerpräsident Herr io t Anfang 3anuar eine Begegnung mit Austen Chamberlain und vielleicht auch mit Stanley D a t d w i n, wenn nicht in England, so doch in einem nordfranzösischen Hasen haben werde. Es sei jedoch unwahrscheinlich, daß Ehambertain sich auf feiner Rückreise von Rom in Paris aufhalten wirb. Auf alle Fälle werde herriol mit ihm bei der Durchreise auf dem Bahnhof eine Unfertebung haben.
herrioi und Chamberlain.
Wtb Paris, 6. Dez. (Tel.) Das Reuter-Büro erfährt, Ehamberlam und herriol feien übereinae- kommsn, über die Potilik, die die Delegationen Frankreichs und Grohbrilanniens in der Erörterung der Aragen vertreten werden, deren Entscheidung beim Völkerbund liege. Chamberlain habe herriol versichert, daß Großbritannien die Ernennung eines Aranzofen zum Vorsihenden des völkerbundsaus- fchuffes für Untersuchung der deutschen Rüstungen ‘ unterstützen werde.
Reuter meldet weiter, die Frage der französischen Sicherheit sei von allgemeinen Gesichtspunkten aus erörtert worden. Der engt. Staatssekretär des Aeu- ßern habe herriol auIeinandergefeht, daß da das neue britische Kabinett mit dringenden fragen beschäftigt gewesen sei, es bisher noch keine Gelegenheit zur eingehenden Erörterung dieser Frage gehabt habe. ...
Das Genfer Protokoll.
wtb. London, 6 Te$. (Tel.) Der „Daily yseald" meldet aus Paris, Etzamberlein habe Ministe Präsident Hsrriot mitgeteilt, dis britische Negierung sei in ihrer Opposition gegen SaS Genfer Protokoll unnachgiebig. Sie Angelegenheit liege ihr sedoch sehr am Herzen und sie hosss» dsS kimst ge Ve- I sprschunasn zu einer für Frankreich annehmbaren i Lösung führen würden. Herriot Habs jedoch von : Ser Unterredung den klaren Eindruck davon ge- - tragen, daß eS unwahrscheinlich ist, daß i Großbritannien SenGarautiepaktunter- zeichnen wird.
In Ser Marokko frage habe Herriol au§- einanderstefetzt, daß Frankreich Kerne andere f Nbficht habe, als die französische Zone gegen Abdul Krim, Ser sich immer feinb;eliger zeige, zu verteidigen.
Die Kölner Zone.
wtb. London, 6. Dezember. (Tel.) Der s dlplomrrttsche Bertchterstaiker des „Oatty- : Telegraph« schreibt: 2S?r erfahren von i znvertüstiger Seite, daß 6er Tenor der D erlch le
6 et internationalen IRilifärtontroll- 5 tommiffion über die Entwaffnung Dsnksch- ; lanba weniger günstig für Deutschland ist, ; als allgemein behauptet wurde. Unter diesen f AMständsn könne die Frage der Riinmutig ' Kölns am 10. Januar mit einigen Schwierig
keiten verbunden fein. Msrde Köln von britischen Truppen am 10. Januar 1925
Auf zur Wahlurne!