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Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Stadt Fulda.
Samstag, 6. Dezember 1924
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Wann tritt der Reichstag zusammen?
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5lu§ dem desetzten Gebiet.
Die Rheinland?ommi>sion hat, wie Havas au» Koblenz berichtet, ihren Delegierten Instruktionen erteilt, bet Beflaggung auS Anlaß von Festlrch- feiten religiösen, nationalen, beruflichen oder spart» lichen Charakters eine liberalere Handhabung der Bolschriften durckzuführen.
Bankdirektoren. , , „ ,.
Auch zwischen der Deutschen V o l k s p a - tei und den Deutjchnatronalen bat es i-l»-
Derantwortlicb iür die ScbtittleituRfl: Dr. JobanneS Äramei-
Anzeigen: I. B arzeller. Fulda. Rotalionddruck und Verlos d-r
Fuldaer 9 ciierhrdcrei in T nltfl. Fkrnlvrechrr St- 9.
WonatliÄer Belussdreis: 1.50 Mk> _____
Das deutsche Volk ist zum Großwahltag am 7. Dezember ausgerufen. Auch Preußen wählt an diesem Tage eine neue Volksvertretung. Das Schicksal Preußens, des weitaus größten Landes des Reiches, ist so innig mit den Geschicken des Reiches vernüpft, daß seine Volksvertreter das vorzeitige Ende des Landtags bestimmten, um gemeinsam mit dem Reich das Volk über die künftige Re- gierungsart und Regierungsform zu befragen. Denn darum dreht es sich in diesem Wahlkamps.
Schmetternden Fanfaren gleich gellen die Wahl- auirufe der Parteien durch die deutschen Gaue, mit Sturmesgewalt fegt die Wahlbewegung den Lauen und Gleichgültigen die Schlafmütze von Kopf und Ohren, die, zur politischen Betätigung aufgerufen, sich den Schlaf aus den Augen reiben und erstaunt fragen: Warum? <
Weil die Reichstagswahl vom 4. Mai sich als ein Fehlspruch des deutschen Volkes herausgestsllt hat, weil die Zersplitterung des deutschen Volkes und seiner Parteien, weil das Wachsen der extremen ©eiten, nach rechts und nach links, weil die scharfe Opposition der starken deutschnationalen Partei und das Beiseitestehen der ebenso starken sozialdemokratischen Partei ein Arbeiten d-r in der Mitte vereinigten Koalition unmöglich machten. Der Reichstag bot zu sehr das B i l d d e r Gegensätze, der zentrifugalen Kräfte, die von dem Wege der Mitte, dem Wege der Verständigung nach innen und außen abstrebten. 3n den schweren Kämglen der letzten Jahre war die Erhaltung der E i n h e i t des Reiches stets Grundgedanke des Handelns der Zentrumspartei; die Rot des Voltes zu lindern erstes Gebot und wichtigste Aufgabe.
Die ErhaltungdesStaates.dieLlN- derung der Not seiner Einwohner war auch der Grundgedanke bei der durch das Sachverständigengutachten vorbereitenden Beratung und Annahme des Londoner Abkommens. Ohne eine Verständigung mit unseren ehemaligen Feinden war der deutsche Staat dem Untergang geweiht. Das Londoner Abkommen gibt uns wieder Luft unu Möalichkeit zum Wiederaufbau. Man hatte glau- ben sollen, das ganze deutsche Volk wäre so einsichtig gewesen, die Annahme dieses Abkommens mit einem gewissen Aufatmen zu begrüßen. Das war nicht der Fall. Blinder M a ch t w , l l e und übersvannter Nationaldunkel kämpfen mit allen Kräften und Mitteln gegen den Londoner Pakt, lehnen die durch das Abkommen er= zielte endliche Erlösung des deutschen Volkes und insbesondere der Einwohner des besetzten Gebietes
Der „Lokalanz." will wissen, daß der am 7. Dezember zu wühlende neue Reichstag vor & e = nachten nicht mehr zusammentreten werde. Der Reichstag könne nach Feststellung der endgültigen Reichstagswahlresultate frühestens am a. oder 23. Dezember die erste Sitzung abhalten. Da dieser Zeitpunkt praktisch jedoch nicht in urage komme, ebenso nicht die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, werde der neue Reichstag voraussichtlich zur konstituierenden Sitzung e r st A n sa n g Januar und zwar, wie das Blatt mnnimmt, am 7. Januar zusammentreten. Die Einberufung des Landtages solle einige Tage später erfolgen. *
Don einem parlamentarischen Mitarbeiter.
Eine Verschwörung entdeckt?
wtb£onbon, 5. De;. (Tel.) Die »Daily Matt" mcldet die Entdeckung einer Verschwörungin Aegyten zur Ermordung hervorragender Mitglieder des britischen fi«' binekts.
Wtb London, s. Dez. (Tel.) Die Mitteilung der „Daily Mail" über die L n k d e ck u n g e i v e s komplotlszurLrmordunghervorra- gender Mitglieder des britischen La- binetts behauptet, es beständen alle Anzeichen dafür- daß das Komplott das Ergebnis einer von der Wafd-Partei (das ist die nationalistische Partei; von Aagluk Pasch« Liugeleiteien und geführten De wegung sei. Die Nachricht von der Entdeckung sei in einem von Lord Allenby an das Aoreign Ossi« gesandten Telegramm enthüllen. Infolge dieser Depesche sei sofort eine Sondersitzung des Kabinetts einbernfeit worden. Rach dem Schluß gab der Minister des Innern, Johnson, eine Mitteilung an seine besondere Abteilung von Scottland- fang an seine besondere Abteilung von Scokland- Polizeileiker einberufen und Befehl erteilt wordeu, die bestehenden Polizeitruppe» und die privaten Detektiven, die die Kabinettsmitglieder beschützen, z u v e r m e h c e n. Die Scolland-Kon- ferenz hat beschlossen, daß jedes Ministerium sofort eine besondere Wache von Pslizeioffizieren erhalten soll. Dis Behörden erhielten auch besondere Anweisungen, wie sie sich verhalten solle«, wenn irgend ein Anschlag auf Minister, Beamte oder Regr»
। runasgebäude unternommen werden sollte.
Das Unterhaus.
Wtb Loudon, 5. Dez. (Tel.) Das Unterhaus hat die offizielle Eröffnung durch den König a u j die nächste Woche vertagt.
Der Gouverneur des SufcaiL
Aus Kairo wird gemeldet: Der frühere M'
starke Reibungen gegeben. Das ist nun soweit gegangen, daß sich die Deutsche Dolkspartei alles weitere bezüglich ihrer Haltung gegenüber der Deutschnationalen Volkspartei vorbehalten hat. Es ist auch bereits die Erklärung erfolgt. Laß die künftige Reichstagsfraktion der Deutschen Dolkspartei nicht mehr an ihren Brief, und das darin erfolgte Anerbieten der früheren Reichstagsfraktion an die Deutfchnationalen bezüglich ihres Eintrittes in dis Regierung gebunden fei.
Alles das braucht man aber nicht allzu tragisch zu nehmen. Nach den Wahlen sehen sich sofort die Dinge anders an, als wie zuvor. Wenn erst wieder einmal die realen Notwendigkeiten zu meistern sind, wenn man erst wieder einmal gezwungen ist, praktisch die Folgerungen aus dem Wahlergebnis zu ziehen, bann werden die Nebel-Schwaden, die im Wahlkampf aufgestiegen sind, rasch sich zerstreuen.
Wie sich die parlamentarische Lage in der Zukunft stellen wird, laßt sich freilich im Augenblicke noch nicht sagen. Aber man braucht nicht zu befürchten, daß persönliche Verstimmungen oder Meinungsverschiedenheiten über dre politische Taktik auf parlamentarische Gruppenbildungen einen Einfluß hätten. Das sind Dinge, die in den Wahl- und Agitationsversammlungen ausgemacht werden, die sich aber wohl auf die eigentliche parlamentarische Arbeit wohl kaum übertragen.
Dieser Reichsiogswahlkampf hätte jeden Sinn verloren, wenn nicht eine starke, in si ch ge- festigteundbreiteMitte erwachsen wurde. Die deutsche Politik und die deutsche 2Birifd)aft bedürfen der Ruhe und Stetigkeit. Wir müssen eine tragfähige Regierungskoalition schaffen ; können, die endlich einmal eine Gewähr dafür gibt, daß die steten Regierungskrisen ihr Ende haben, sodaß ohne von ständiger Unsicherheit bet aller Maßnahmen und Handlungen beunruhigt zu sein eine Politik auf weite und lange Sicht moaltd) fett rürix.
aus bitterster Not ab und versagen der Regierung bei der wichtigen Ausführung der Vertrgasbedin- gungen die Mitarbeit und Unterstützung. Dre chwierigen Verhandlungen über die hierzu erforderliche Verbreiterung der Regierungsgrundlage, bei denen Reichskanzler Marx alle Möglichkeiten von der Regierung der Volksgemeinschaft bis Zur Bildung eines Kabinetts von den Deutzchnationalen bis zu den Demokraten erschöpft hat, sind bekannt. Die Verhandlungen scheiterten an der Halsstarrigkeit der Parteien.
Der 7. Dezember soll nun die Entscheidung bringen, ob das deutsche Volk eine Politik der Illusion, der Unbesonnenheit, der Zweitdeutigkeit und des Rückschrittes wünscht, oder ob die Politik der Vernunft und Verständigung, des Wiederaufbaues im Geiste der inneren Versöhnung und des äußeren Friedens, der wirtschaftlichen und geizigen Erneuerung weiter richtunggebend fein soll, so, wie da- Zentrum die deutsche Politik seit den unfeligeu Tagen der Revolution in mühsamer, entsagungsvoller Arbeit von Fehrenbach über Wirth nach Marx gegen Unverstand und Bosheit zu stetig wachsender Änerkennung geführt hat.
Für das Zentrum ist die Frage der Regienmgs- bildung nicht nur eine Angelegenheit des Wahlergebnisses, sondern vor allem auch eine Frage des politischen Kurses, den die deutsche Politik enthalten soll. Das Zentrum wird, ganz gleich wie die Wahlen ausfallen, es nicht verantworten können, wenn von der politischen Linie der letzten Jahre abgewichen wird.
Die Zentrumspartei bat die Einheit des Reiches nach außen gerettet; sie wird es als höchste, strolche Verpflichtung bedachten, diese nationale Euchen a u ch n a ch i n n e n immer mehr zu befestigen und zu vertiefen, wahres deutsches Volksgemeinschaftsbewußtsein immer nrehr zu verwirklichen.
Die Volksgemeinschaft ist das Herzstück der Zentrumspolitik. Die Heranziehung aller Volkskräfte zu lebendiger Anteilnahme und Mlt- arbeit an den Aufgaben des Staates und bet der Lösung der sozialen Frage und der Schäden moralischer und materieller Art, die sich in allen Schichten und Ständen, zeigen, ist ihr Grundgedanke, der ftcy immer an den großen, sittlichen Idealen christlichen Gemeinschaftslebens orientiert.
Dieser Politik haben wir die Treue geschworen und werden dies bezeugen am M a h l t a g , d e n 7. Dezember, dem Schicksalstage Deutschlands;
Wenn man sich gewisse Erscheiungen des gegenwärtigen Wahlkampfes vor Augen fuhrt, dann sollte man meinen, die Parteien und vor allem Diejenigen, die bisher die Regierungs-Koalition gebildet hoben, seien weiter auseinandergekommen und hätten sich soweit auseinandergere- det, daß eine Einigung zu gemeinschaftlichem Arbeiten eigentlich garnicht mehr möglich wäre. Ganz besonders scharf ist der Gegensatz zwischen der DeutschenVolksparte i und den D emo - traten Die Demokraten verübeln der Deutschen Volkspartei und ihren Führern, insbesondere dem Außenminister ©trefemann, gewisse schroffe Bemerkungen, die sich nicht nur auf die von den beiden Parteien ja gemeinsam geführte Politik und ihre Richtung beziehen, sondern auch besttmmw Persönlichkeiten betreffen. So ist man auf oemo- kratiscbechSeite außerordentlich verftimmt darüber, daß bei einer volksparteilichen Versammlung bei - - — ------------ *>— ^UtUf
Der Sowietvertreter in Paris.
Srassins Ankunft in Frankreichs Hauptstadt.
Ueber den Empfang des in Paris eiqgeiroffenen Sowietbotfchafters Krassin wird berichtet, daß er von 'einer Gruppe von Kommunisten am Nord- bahnhof erwartet wurde. Zwei Mädchen, die r o t e Häubchen trugen, boten dem Botschafter etnen roten Blumenstrauß. Die versammelten Kommunisten zogen hinter dem Auto des Botschafters her und veranstalteten vor dem Gebäude der kommunistischen Partei eine K u nd g eb u n g. 4icr kommunistische Abg. Doriot, der im Kammeraus- schuß für auswärtige Angelegenheiten einen Zwischenfall hervorgerufen hatte, hielt vom Balkon des Hauses der kommunistischen Partei herab eine Ansprache, in deren Verlauf er, nach dem „Temps , eine ähnliche Revolution voraussagte, wie die, die d i e G r ö ße R ußl a u d s gefchas- f e n habe. Auch auf die Verhaftung des Haupt- -nanns Sadoul spielte der Redner an. In diesem Augenblick erschien die Polizei, die die Manifestanten veranlaßte, weitere Kundgebungen zu unterlassen. __________________
Chamberlain bei Herriok. "
Der englische Außenminister beim französische» Ministerpräsidenten.
wtb paris, 5. Dez. (Tel.) Heute vormitfag 11 Uhr hat Chamberlain Herriot einen Besuch ab- gestatlet und sich mit ihm bis zur Stunde des §rüy- tücks über aktuelle politische Aragen unterhalten. Die Abreise ist für 5 Uhr nachmittags in Aussicht genommen. Chamberlain reist bekanntlich weiter nach Rom zur Völkerbunds- taguna. >
* Auch i» England Wohnungsnot. Premierminister Baldwin hielt in London eine Rede, m der er sagte, ein ernstlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit sei nicht zu erwarten. Die Regierung werde gegen die Wohnungsnot Maßnahmen er greifen und hoffe, auch die Sorgen der Familienvater wegen hohen Alters und eines vorzeitigen Todes zu vermindern.
Die Zentrumsya-tei schließt «iemanv von gemeinsamer politischer Betätigung aus, der Wittens ist und mit ihr daS hohe Ziel erstrebt: Gesundung und Wievererftarnung des deutsche« BolkeS durch V-itivr poritische Arbeit aus der Grundlage des Rechts und der Lersajjung- Reichskanzler Marx.
Sosiales.
= Welcher sind Ne bevorznstesttn »«uft? Nach ber Statistik der vteichsarbertsverwaltung sind dre Le» ruisberatunasämter int letzten Jahre insgesamt von 235013 Ratsuchenden in Anspruch genommen worden, gebracht werden konnte. Die begehrtesten Berufe waren- Eleltrotechniker, Mechaniker, Maschinenbauer und die kaufmännischen Berufe. ?as Nachwucbsangebot war in den meisten Berufen zwer- bis fünfmal io hoch wie die Na»wuchsnachsrage. Em kfarkeS Änaebot war auch für das Hand werk da.
erstrebenswert erschien den meisten Ratfuchenden Beamten beruf, was freilich damit zusammen, hängen -nag, daß sich die angehenoen Beamtenanwarter meist bei den Behörden selber Rat holen
Latz es auch Berufe gibt, denen kein NachwuchS in dem angeforderten Maße zur Verfugunci sestellt w.rden konnte. Es waren dies folgende Berufe: Sattler, Gal- vaniseur, Lackierer, Schmied, Former, Gietzer.
Der deutsch-englische handel.
Wtb Londons. Dez. (Tel.) Die Besprechungen des heute verösfentlichken deutsch-englischen Handelsvertrags nehmen in der Presse den Hauptplah ein. Die »Times" schreibt, der Vertrag sei an sich schon wichtig wegen der neuen Grundsätze, die er für die Regelung des Han- dclsvekkehrs zwischen den beiden Ländern akt,stelle. 7iad) wichtiger sei er jedoch als Wegweiser, der ein AKgehen von dem Zustand bedeute, der durch die Erinnerung an den Krieg beherrscht worden fei. Richt einmal die Beschlüsse der Londoner Konferenz hätte klarer als dieser Handelsvertrag dre Tatsache ausdrücken können, daß, soweit zwei der hauptsäch- lichsien kriegführenden in Betracht kommen, der Krieg vorbei ist. und daß jetzt im Verkehr die immer noch bestehenden Erinnerungen an oen Stieg überwunden und die Gewißheit zu friedlicher Vereinbarung gekommen fei. Abgesehen von einigen Liurelheit-n, die nicht ganz klar seien, müsse der
I Handelsvertrag als Ganzes begrüßt werde«. .....
„Daily Chronik!:" schreibt, der deaftch-enginche Handelsvertrag sei ein wichtiges Stadium in dem Uebsraang zu einem normalen Europa.
Daily News" erklärt, die Unterzeichnung des Handelsvertrags bedeute ein weiteres wichtiges Stadium in der Nicderreißung der Schranken der Kriegs-Methoden.
Deutschland in Südafrika.
wtb London. 5. Dez. (Tel.) Die „Daily Mail" berichtet aus Kapstadt, es verlaute, daß die Regierung mit deutschen Skahlerzeugern über die Er- rlchtunZ von Stahlwerken in Sudasnta in ziemlich großem Umfange verhandele. Die h-mxt- fchwierigkeiten bei der Verwirklichung seien, wie gemeldet wird, in deutschen Versuchen zu sehen, ,ehr weitgehende Konzessionen von der Regierung zu erhalten. Die britischen Stahlfabrikanten seien zu dem Schluß gekommen, daß die Zeit für die Schaffung einer Industrie, die sich selbst erhalten müsse, noch nicht gekommen sei.
Der Tag der Entscheidung.
Bon SanitätSrat Dr. Stemmler«Bad Enis, Spitzenkandidat des Zentrums aus der Landtagsliste für Hessen.Nassau.
wlksparteilichen Versammlung Erwähnung der Währungsstabilisierung, der Z' Schacht! folgte, Stresemann etwas aufgeregt dem Sinne nach nusgerufen hat: Ach was, Schacht ist ja nur einer von den vielen, wir haben genug
weil die Angabe des Ministerpräsidenten Ziwar- P a s ch a, daß das Kabinett sich einstimmig für die Annahme der britischen Forderungen ausgesprochen habe, den Tatsachen nicht entspreche. Der frühere Unterrichtsminister Kaschaba-Dev het dllck- Erkla« rung bestätigt. *
Der Posten des @ ener alg ou»er nettti imSudan ist dem Gouverneur und Oberbefehls. Haber in Uganda, SirGoffreyArchir, enger boten worden.
Wer hat am 4. Mar fchrvarz-weiß- rot gewählt?
Der „Junadeutsche", vom 30. November, der sa seine Beufdten" fennen muß, letzt es uns auseinander. Er geht darauf aus, die, Ocff ntlichkett schon auf das r» erwartende klägliche Wahlergebnis für bte Völkischen am 7. Dezember, voczuberetten und schreibt u. a.: ,. _ . _ „
„Eine zweite Gruppe stellen bte Emtg.ha b-n, die Lauen und Schwankenden, bte typischen Mitläufer. Eie haben im Frühjahr fchwarz- weiß-rot gewählt. Denn damals waren ia 9xe- gimentsmärsche, deutsche Tage, schwarz.weiß.t o e Fahnen usw. bte große Mode. Und selbstverständlich — machten sie nut. Heute sehen sie plötzlich infolae des brutalen Zttgrtffes der Herrn Scv ring und G nossen nut schwarr-rot.gew, er« schrecke» nachirüaltch noch vor ihrer eigenen Kühnheit, fürchten, falsch „getippt" zu Haden (zu einer Beurteilung der inneren, der wahren Ktaftelchtch- tung haben sie natürlich nicht daS Zeug) und — schwenken um".
Wenn selbst bet .Zunadeutscye' das crnsieht, datz schwarz-werß-rot am 4. Mai nicht aus Grundsätzen heraus sondern wegen Aeußersichkeiten gewählt worden ist, dann brauchen wir nichts hinzuzufügen.
aus dem Wahlkampf.
4638 Reichstagsraudidaten.
Die ReichStagSwabllisten verzeichnen in ihrer Meiamtheit nach einer Zusammenstelluna der Wo'sischen TetcaravhenbureauS nicht weniger als 4638 Kandidaten, und zwar 4249 in den Kreiswahlvorschlägen und S>9 Kandidaten in den Netchswahlvo schlagen. Die Kandt- datenltsten für die Landtagswahl enthalten die Namen von 2831 bezw. 256 Kandidaten. Die Wahl- vorfchlä 'e für die Retchsta iswcchl enthalten nicht weniger als 51 verschiedene Parteizeichnungen und bieten das alle Bild von Deutschlands innerer Zerrisicn- heit.
* Stationskaste Alexanderplah. Die Kriminal- dienststelle der ReichSbahndireklion in Betlin hat laut „Voss. Z,g." ermittelt, daß in bet Stationskasse am Bahnhof Älexandetplatz feit einiger Zeit systematisch Unter schagungen, Fälschungen und Diebstähle verübt worden sind. Fünf Beamte sind verhaftet w-cden. Zwei Berhastete Haden bereits ein Geständnis abgele t. Bereits im Juni d. KS. war in b^r Stanonskasse ein Fehlbetrag von 60 000 ".Di k. festgeslellt worden. Tie damaligen Ermittelungen blieben jedoch etfoiglo?. Die nnie- treuen Beatmen baden bis in die letz e Zeit de Unterschlagung n iott<?e'e$t. Die Re chsbahn wird sich im Großen uud Ganzen schadlos halten können, da die Täte- das eeiuntrewe Geld , och teil Weite im Belitz att n, tetltoeiie auSgeliebcn ba ten. Tie fünf Bean.iin und thre Helfer-Helfer sind dem Untersuchungsrichter vorgesührt worbe»
Anreraen-Brrn: SleiiueUs (Cown-c) lol-i O.lö Gownrart
ausw8rt3 020 Oolötsart: Äetlamereite total 0.69. «Solbaiatt Hl lühtCt cnSWärtB 030 Soldmart.
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