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Zur Unterhaltung

Das

er selbst

mit offenen Augen durchs Leben geht, muß oft

Wer

p. a.

heiterer

Fulda, den 28. November 1924.

steif bleiben . . .

Zu-

Er liegt in der

verlangt da-

Er

Die kommen

Man redet, es fei tödlich gewesen.

Er

verl- sie die

befallen hat.

Dr. Scholl "

in das Zimmer des Kranken.

Air eine

Wer brüt! ot.

wäre furcht-

fei und bat

ein Hanswurst ist.

*

auf großem Fuße lebt, den wird oft der Schuh

und das fülle.

Brant ow; ge- uuf. Er gab

mer* obenauf sind. -sVj&i-

*

3e ernster wir das Leben nehmen, desto heiterer läßt es sich an. .. . v.

Wem das Sterben nichts sagt, der versteht auch nicht

zu leben. #

Lebe«: ein fortwährendes lleberrmnden des Träg­

heitsgesetzes. # '

Wer dar Leben ein- Komödie nennt, gibt zu. daß

eins zudrücken. .. . ,..

Das Leben hat den Zweck, zu zeigen, wie man leben soll.

Wer nichts weiß van Furcht nnd Hoffen, Hat des Lebens Sinn getroffen.

*

In jungen Jahren rege dich!

In alten Tagen pflege dich!

Krässparhassc fslfla

staßdiMhcs Leihhaus Fulda

stadflsec Sparhasse Fulda

versprach es ihr. Ern wenig zuverflehtlich KI,ml und eilte in dis Stadt zurück.

20. Kapitel.

Stenay, der von dem Unglück Helmut

Zn der Nidolaurftadt.

Sm Fritz Mielert.

^Nachdruck verboten.)

Nach übereinstimmigem Beschluss vergüten die unterzeichneten Spar­kassen mit Wirkung vom 1 Dezember folgende Guthaben-Zinssatze:

linke Dem würde steif bleiben . . .

Helmut wußte das letztere noch nicht. Er lebte noch ui der Hoffnung, daß fein verhängnisvoller Sturz kei­nen Einfluß auf feine weitere Laufbahn als Kunstrahrer haben würde. Der Arzt ließ ihn vorläufig bei dem Glauben, um einen Rückfall in die kaum überstandene

feien. ...

Mißtrauisch sah sie die Frau an.

.Herr Drandow ist ja gejtürzt.

Klinik!'

Ich soll ihm feine Briefe bringen! nach.'

.So ist es nicht lebensgefährlich?

Krankheit zu verhüten.

Helmut freute sich, als Stenay ihn besuchte. _ La- cheld wehrte er zu den mitleidsvollen Worten des Tuch- bändlers ab:O es ist nichts Besonderes! Ein par Tage noch, dann trete ich wieder auf!

So? Also gar nicht so schlimm? Um jo besser!"

Da kam Elisabeth. Rosig und fröhlich wie früher. : So schien es wenigstens Helmut. Sie brachte einen Hauch frischer Wiuterliift mit herein. Herzlich begrüßte sie den Kranken und legte ihm einige Blumen auf das Bett.

Dankbar sah er sie an und ergiff ihre Hand.

.Die lieb von dir, Elisabeth! Ich danke btr!"

Dann rief er Stenay, der sich unanfällig in den Hin­tergrund zurückgezogen hatte, herbei und machte ihn mit Elisabeth bekannt. Stenay war sehr freundlich zu Elisa- l>eth. Er wollte sich sogleich verabschieden. Aber Hel­mut bat ihn, zu bleiben. Da fiel ihm plötzlich wieder der Brief von der Schwester ein, der ihm bis jetzt, da sein Zustand eine Erregung nicht vertrug, nicht ousgehänvigt war.

Elisabeth klingelte der Wärterin und erbat sich den Brief. Erwartungsvoll übergab sie ihn dann dem Kran­ken.

Helmut erbrach ihn und überflog schnell die wenigen Zeilen. Er war von dem Hausarzt und enthielt nur wenige Worte:

Ihre Schwester las Ihre Zeilen und freute sich tr­über.

Sobald es ihr möglich ist, antwortet sie Ihnen. Zur­zeit befindet sie sich bei mir in Behandlung wegen eines Gemütsleidens, das sie seit den letzten Jahren

Elisabeth wehrte betroffen ab. Sie darauf?"

Also das, was Helmut vor einigen Wochen Elisabeth gegenüber als Notlüge gebraucht hatte, war Tatsache. Seine Schwester war seit längerer Zeit krank! Durch

Lebenslauf.

Einfälle und Ausfälle von 8- Schrönzh am er-Heimdall Leben ist ein .Strom", in dem dieschivim-

hort hatte, suchte ihn am nächsten Tage fid) als guten Freund Helmuts aus und actangtc dadurch

Das Fieber war von dem Verunglückten vollständig gewichen. Beide verletzten Körperteile würden dem be- rühmten Künstler erhalten bleiben. Die Verstauchung des Armes hatte keine nachteiligen Folgen, nur Vas

Dinge und Menschen betrachten. Ueberall sind Reihen finsterer Torbögen, Höfe mit Bogengängen und Volks­leben, das uns in seiner malerischen Altertümlichkeit in tief zurückliegende Zeiten zaubert. Hin und wieder öffnen sich Palasthallen mit großartigen Freitreppen, | auf welchen schwarzhaarige Mädchen aus dem Volke sitzen und arbeiten; oder eine Kirchenfront stellt sich uns unerwartet in den Weg, und es schauen die Riefenbogen des großen Heiligtums selber, der Kirche San Nicola, riesenhaft durch die Gassenspalten, und der gotische Tor­bogen des Vorplatzes der Kircke trägt das verblaßte Wappen des Karl von Anjou. An anderer Stelle wie­der stehen wir auf typischen engen Plätzen mit mittel­alterlichen Brunnen, deren einer einen Löwen barstem, die mittelalterliche Gerichtsstelle von Bari; bort xxt- fperren Mauern den Weg und steil und ohne Gelander steigen wir Treppen an ihnen empor, um uns plötzlich

I auf einem Wall zu schm, von dem aus , wir auf Bastionen hinausschreiten. Dicht danebm umfangt uns wieder Dunkel tunnelartiger Portalgänge, in denen rote überall in der Altstadt die Bildstöcke der Muttergottes und des hl. Nikolaus grüßen, von Blumen geschmückt und vom Licht roter oder blauer Ampeln uberschienen. Der längste dieser Torgänge bringt uns zum alten

I Hafen; glatt und schwer wie Oel dehnt sich die bunt- I schillernde Flirt, in welcher sich Häuser und Mauern I spiegeln und in denen Manner und Burschen noch mit I dem altertümlichen Dreizack auf die Fischiagd ausgehen.

Ich war in Kleimrfien gewesen, wo einst der kinder- I Hebside Bischof seines Amtes gewallet hatte nnd mm, I da ich, von Insel zu Insel gleitend, in überaus seliger Fahrt den italischen Gefilden guftrebte, sehnte es mich, I such den Ort kennen zu lernen, wohin man später den I Leib des Heiligen brachte. Drei Tage währte die Fahrt und war eine Symphonie in Blau, denn Land rote Meer I wetteiferten, sich im Schmuck dieser Farbe zu zeigen. 3n I Brindisi stieg ich in den Schnellzug nach Ancona, der mich in einer Stunde nach Bari brachte. Die Fahrt mar kurzweilig durch die herrlichen Ausblicke auf das stets nahe, tiefblaue Meer und feine roeißfchäumenden I Mögen, die an dem goldgelben Strande zerperüen. Lmtd- cm steigen, manchmal zu recht hübschen und hohen Der- I een sich erhebend, Millionen und AbermMonen von Oel- I bäumen herauf. Ihr Laub glänzt rote bläuliches Silber, I nttb zuweilen taucht zwischen ihnen, wie ein Btld aus I dem Märchenlcmde, eine milchweiße Stadt auf, bte Hau- I (er zusammengepreßt und der Fuß der Mauern von der I kristallenen Flut des Meeres gekühlt.

So ist auch Bari, das seinen Ruhm dem Nikolaus I verdankt, dem allbekannten Kinderfteund und «mbote-n des Christkindes. Der $L Lischst habe, so e^ähll die Legende, auf einer feiner Reifen nach Italien das Feft- lcmd in Bari betreten und die Stadt ihm so gut gefallen, I daß er den Wunsch aussprach, hier einmal begraben ju Ian. Sein Wunsch ging in Erfüllung. 3m Sabre 106 < wurden die Gebeine des Heiligen, die bis dahin tn Dchra m Kleinasien geruht hatten, von Fischern aus Bart dsrchin gebracht. Man errichtete bie groharttge Kirche San Nicola, die noch heute die Bewunderung ,edes Kunst- treundes in hohem Maße wegen ihrer Grütze, vor allem aber wegen der streng normannischen Formen tm Asche- ren> ihrer Eigenart im Innern erregt. 1069 wurde hie zuerst hergestellte Krypta, die den Leib des Helllgen SnSnt, durch Papst Urban H. eingeweiht, dte Ober- Krche von dem Normannenkönig Rog« aber erst 1139 vollendet. Prachtvolle Fenster mit eigenartigen Sockeln trab schön gedrehten Säulen schmücken dte Wante, und Grabsteine an der Außenseite erinnern an Sarefer Adelsfamilien des Mittelalters und an byzantinische Pilger, die hier gestorben sind.

Kanonikus Monsignore Don Bosco, welcher nttr die Schatzkammer zeigte, war auch mein Führer zmn Heilig- tumorm St. Nicola. Die Krypta ist, obwohl niedrig, dock, von sehr schönen Gewölben und Säulen geglieder und durch große Fenst« erhellt. In ihr« Mitte strahlt ^d funkelt ein hoher Mar, der vollMndig aus Silber gearbeitet, und einen sehr großen Wert besitzt. Die stbensgroßc Statue des hl. Nikolaus, ebachalls ganz aus Silber bestehend, bildet den Mtttelpunkt des Altars. Will man etwas von den Gebeinen des hl. Nikolaus sehen, so muß man halb in den Altarraum hmem- kriechen. Den Boden desselben bedeckt eine Marmor- »latte, m deren Mitte eine etwa faustgroße Vestnung sich befindet. Durch diese wird an einem Kettchen ein Licht und ein kleines Gesäß zum Heraufholen des soge­nannten Manna di San Nicola hinuntergelafien, einer massorhellen Flüssigkeit, der man Wunderkraft bewußt. Jeden zweiten Tag holt man etwa einen Örter von diesem Mcmna herauf und füllt es den dosewe ver- langenden Pilg«n in kleine, von diesem gebrachte und mit dem Bildnis des Heillgen versehene Fläschchen. Auch ick erhielt Manna di San Nicola und erwähnte, Satz wird. Die Herren weigerten sich, «ne bar gebotene Gabe, selbst in der Form einesAlmofens färbte Armen, entgegenzunehmen. Ganz »an, selbst die Fr«- sinnigsten unter den höheren Standen, glauben an bte Wunderkraft des Manna di San Nicols und es ist keine Familie in Bari, welche Nicht ein Fläschchen mit Füssigkett im Hause hat. Diesete soll die Eigentümlichkeit besitzen, mfä lahrelangem Stehen nicht zu faulen, wohl aber soll st--, nach - zehnten ein grünes Gewächs in ihr bilden. Am 6. De lember, dem Feste der Ankunft der Gebnne m Dan, strömt das Volk aus ganz Apulien zu Tausenden m

Das innere Bari, in welchem das Bokk unglaublich dicht zufammengedrängt lebt, ist ein getreue« 11 -

b^eibsel des Mittelalters, und wundersam wird einem zumute, wenn man die Gassen zur Abendzett, zumal am 6. Dezember, durchstreift. Eine Art vorweihnachtliche Stimmung, getragen von der Weihe des überall unsch - bar uns umschwebenden Geistes des ni'wen Blfchoss von Myra, umfängt uns und läßt uns mit LieteaUe

lrt)neibekurs müsse.

Er hielt sie nicht.

Sie verabschiedet sich stumm.

Stenay bat, sich Elisabeth anschließen zu dürfen, sie vor dem Hause standen, bat Elisabeth Sienay um

sank er in die Kissen zurück.

Teilnahmsvoll sah ihn Elisabeth an. .Wenn sie bie guten Nachrichten über ihren Helmut erfährt, wird s.ß gewiß wieder gesund."

Er schüttelte wehmütig den Kopf.

Er sitzt zu tief bei ihr, Elisabeth! Ich kenne fiel*

Elisabeth merkte, bah dem Kranken jetzt weitere Er­regung schaden wurde. Sie sagte, bah sie zu etnem c1*

ihn, der sie verlassen und sich nicht wieder um sie ge­kümmert . . . Der unbeirrt seinen Weg gegangen, ooi Erfolg zu Erfolg, zur größten Höhe, bis er sah um je tiefer fiel . . . Niedergeschlagen und ganz wirr m> Sinn, reichte er Elisabeth das Schreiben. Tiesatmead

Der Wille der Vaters.

Von Anna Freiin oon Staue____

Wenn man den Bitten des Vaterunsers nachdenkt, fällt , es auf daß der Dritten unter ihnen gewöhnlich em sehr einseitiger Sinn unterlegt wird. Fürdie meisten Derer bedeuten die Worte: .Dein Wille geschehe" nur ein te- mütiges Neigen unter die Hand Gottes, ein sebutbtges Kreuztragen, ein Hlnnchmen des bitteren Kelches, ten vnsber SBater beut - mit einem »ort: es bedeutet Fatalismus, Glauben an ein unabwendbares Schtcksa für fie Und doch sollten mir, gerade tn unserer schm- geben, anstatt sie mit einem Seufzer der Ergebenheit ab- ^Wa- ist denn ter Wille des Vaters? Mrklich nur Kreuz und Leid und unerforschliche Ratschlüsse. Aber SFir*»**w

Lx. nrm. arhere Dinge hm. Da heißt es. «ju« e.mme uns dein Reich'." Umd bas Reich Gottes ist doch eins der Gerechtigkeit, des Friedens, der Freude und Lllgkett. Es ist sein Dille, daß die Menschen glücklich ! stchn, und wenn sie unglücklich sind, so , ist es, weil sie Gottes Willen nicht befolgen. Wenn wir uns das klar

nochmals um Briefe.

Es war ein Brief da. Er trug den Stempel von Helmuts Hennatsort! Da hielt es Elisabeth nicht mehr. Sie dankte hastig und eilte wieder hinaus tn die Stiinti.

Helmut faches. Man ließ sie nicht in fein Zimmer. Sie bat, ihm den 'Brief auf das Bett zu legen. Man

Der Kranke schreckte plötzlich auf.

Hat meine Schwester geantwortet?"

Elisabeth war ratlos. Sie tröstete ihn:Ich werde bei deinen Wirtsieuten nachfragen, Helmut! Sie hat gewiß geantwortet! Du warst ja einige Tage nicht zu Hause."

Nur drei Tage, beharrte er.

Es ist gewiß ein Brief da'"

Bitte, hole ihn, Elisabeth!" bat er.

Sic erhob sich.

Morgen, Helmut! Heute kann ich nicht mehr Nie- derkommen!"

Bille, l-eute noch," bat er.

Elisabeth drückte ihm zum Abschied die Hand.

Gut. Helmut! Auf Wiedersehen!"

Langsam ging sie nach Hause. Dor Helmuts Woh­nung blieb sie ratlos stehen. Dann ging sie entschloßen und tlingette. .. . ...

Die Wirtin erschien.

Elisabeth fragte, ob Briefe für Helmut angekommen

Sein Wunsch.Haben Sie diese Dante schon, mal spielen hören?" -Bis jetzt nicht." --Sie müsse« st« hören; sie ist eine Zauberin. Sie macht mit dein Klav.er, was sie will."Wirklich?! Dann soll sie mal machen, daß es verschwindet."

Leichle Ausgabe.Man kann 'tu-, immer Gleich« addieren," erklärte der Lehrer den Schulern, ,Mfä nicht ein Schaf und eine Kuh; das ergäbe weder Zwei ci.afe och zwei Kühe."Aber bei uns zu Haufe kamt man es doch," rief das vorlaute Söhnchen eines Milcyhund- lers.Wenn Vater einen Liter Milch unb einen Liter Wasser zusammengietzt, so sind das: Zwei Li,er Mrlck.

*

Hundetreue.Sie haben mir den Hund als treu cer fauft unb doch ist er mir schon dreimal fort und -dqnen immer wieder zugelaufen!" Hunvehändler: ,,-ia, tst das etwa kein Beweis seiner Treue!"

Dämon Ehrgeiz.

Roman von Karl Lütge.

171 -----

Die Schwester rückte einen Stuhl an das Bett des Kranken, woraus Elisabeth Platz nahm. *

st* freue mich, daß du gekommen mft sagte zart- lid) der Kranke und streichelte ihre Hände, die kalt wärest nnd leise zitterten. . .

Zch mar gestern bereits bet dir, Helmut. Du hast mich aber nicht erkannt." ,

Erstaunt zog er die Augenbrauen zusammen.Ge- ^Sie^hg^bei seinem erstaunten Blick die Augen nie­der. Die Tränen waren ihr nahe. Tapfer sagte ,te: ,3a, Helmut, ich war eine ganze Wecke bei btr!

Er schüttelte den Kopf.Gestern war ich doch dort »den, in Stockholm, wo ich den großen, schönen Erfolg erzielt habe, Elisabeth! Weißt du bas nicht?

Ratlos blickte Elisabeth die Schwester an.

Die Schwester machte nur ein Zeichen, thm nicht zu vidersorechen. _ .__

Der Kranke fragte abermals leise und vorwurfsvoll; ggeiktt du es nicht, Elisabeth?"

Gewiß, Helmut," erwiderte sie schnell.Alle Welt ^e-ß von deinem ungeheuren Erfolg! Alles redet von Ot Seine Augen leuchteten.Was sagt man?*

..Daß dv ein großer Künstler bist, Helmut? Bay btt oie Welmieisterschaft errängest, beweist es. ^ch habe mich unendlich gefreut, als ,ch es erfuhr.

Dankbar sich er sie an. ,,5d) frme mich, batz ich Bi; eine Freude damit macken konnte! Ttaunz stihr er nach einer Wecke fort:Rur dies dumme Eisenbahn, unqlück hätte nicht zu ionmien braucken. Rich- wahr Elisabeth? Da hab' ich mir den Arm vei-etzt. Aber es ist nicht schlimm. Nur einige Tage, bann .rete >ch nneber auf. T: hole ich dann alles, was ich oerfaumte, ach. Meinst du nicht auch, Elisabeth?"

Elisabeth drängt« gewaltsam ein wildes Aufschlüßen Uiürf. Sie drückte feine Hand.

Ja, Helmut!"

Er fuhr leise fort:Und bann, Elisabeth bann mrft du auch mein! Sobald ich gesund bin! Larum t-ycn mir bis zum nächsten Frühjahr wallen.

Lluabeth nickte ftuauii und ergeben.

- Nr. 283 vom 5. Der. 1924. ; ?______________________......

bar gestürzr!"

Elisabeth sagte, daß es nicht gefährlich

Unterredung.

Stenay fällig einen Spaziergang in den nahen G'.u. n. roald vor. Langsam gingen sie auf den einsamen, ver­schneiten Wegen dahin. Elisabeth sprach von Hemmt. Von feinem verhängnisvollen Sturz und de,,en Foloen. Der Arzt hatte ihr bie Wahrheit gesagt und ihr nicht oct schwiegen, daß bas linke Dem Helmuts auf alle ;>et= len steif bleiben wurde. An ein weiteres Ausübcn ferne? Beriyes war also nicht zu denken.

Schlicht und einfach erzählte Gtifabeth es Stenay Be ti offen meinte der Tuchhändler:Also doch! Le Aermste!" _

Elisabeth bat ihn um seinen Rat, was für Hestnu, des weiteren getan werden könne.

Stenay überlegte lange.' Er fragte schließlich:Wis­sen Sie, welchen Beruf er gelernt hat?"

So viel ich weiß, hat er eine regelrechte kaufmän­nische Lehre durchgemacht."

Entschlossen und ausatmend sagte Stenay:Da fär- gen Sie sich nicht um ihn!" Unb als ihn Elisabeth noch fragend ansah, jagte er noch kurz:Ich besitze eine nrr>sie Tuchfabrik. Da werde ich ihm behilflich fein, sich selbst ein Geschäft zu gründen, das er iiotz seines Leitens führen kann!"

Ich wäre Ihnen so dankbar, wenn Sie es tun wollten!"

(Fo"tiotzuno tet-st.i

Am aller Welt.

- Der Sternenhimmel im Dezember. 5ebes Ätnb weiß, daß uns der Dezember die kürzesten Tage bring'-, aber wer mit der Uhr in der Hand den Sonnenauf- und -untergang verfolgen will, findet doch Gelegenh o mancher interefianten Beobachtung. So rot roahrnehmen, daß sich die Zeit des Ausgangs der «onne in den ersten zwei Dritteln des Monats um etwa 20 Minuten zu verschieben scheint, während der Sonnen Untergang in ter gleichen Zeit sich, fast gar nicht ver- ändert. Der Grund hierfür ist natürlich keine Unregel, Mäßigkeit des Sonnenlaufes, sondern der Umstand tey sich unsere mechanisch arbeitenden Uhren dem Sonnen- gang, nach dem sie sich im Großen und Ganzen nchtem wegen der ungleichen Länge der Sonnentage mcht völlig genau anzuschließen vermögen. Um die Mitte des Monats weitt die Sonne nur 7% Stunden über bem i Horizont, wozu noch eine Dämmerung von etma % Stunden hinzukommt. Um fo emdriicksvoller erstrahlt der Sternhimmel; und gerade zur Winterszeit. d'e die längste Beobachtungszeit bietet stehen d" schönsten un hellsten Sternbilder über dem Horizont. Schon bet Ct tritt der Dunkelheit erblickt man tm Osten den Stern- Haufen der Plesaden. Zwischen ihnen und der ehr hock am Himmel stehenden wförmigen Kassiopeia ö'eht sich das Sternbild des Perseus hm. Im Derlauf der weiie

I ren Abendstunden wird das glänzende Sternbild des I Orion sichtbar, testen hochgeschwungene Keule nach der | Vorstellung ter Asten den anftürmenten Stier, zu dem I auch die Plesaden gehören, bedroht. Etwa gleickzeckig I mit Orion, aber weiter nach Norden zu, geht das Stern- I bild der Zwillinge auf, dessen Hauptsterne Kastor und I Pollux beim Aufgehen fast senkrecht übereinander stehen. | Der tiefere, etwas hellere Stern ist Pollux. Etwas | später erscheinen dann die Hunte und zwor zuerst der I Kleine Hund, ober Prokyon, den man leicht findet, I wenn man die betten obersten Sterne des Orion mitein- I ander verbindet und die Verbindungslinie bis> etwa auf I das Dreifache nach links verlängert. Schließlich erfchemt der Große Hund, der hellste und bekannteste Stern des

I ganzen Fixsternhimmels, nämlich der Sinus, der tn der I Verlängerung der drei Gürtelsterne des Onon tefunb®n werten kann. Sein erstes Wiedererschemen am Morgen- Himmel gab schon den alten AegYPtern eine feste Zeit-

I marke für ihre Jahreseinteilung.

I Hiskvllsch beglaubigtes Jägerlatein. Ein seltsames | Jagdunglück hatte bei einer Parforcejagd der General- I abjutant des Königs Friedrich Wilhelm I. von ! Preußen, v. Haake. Er wurde uiroernniteterroeife | von einem starken Keiler angegriffen, gegen den er tm | Augenblick gerade keine Waffe zur Hand hatte. ^ Um sich j vor dem anrennenben Tier zu retten, stellte er ch breit- I beinia auf und dachte, ter Keiler würde dann zwischen I feinen Beinen durchrennen. Das tat er auch, euer nahm I den Adjutanten, dessen Beine doch n'cht breu genug I auseinander waren, mit. Jämmerlich um H'lle ^retenb I und vellehll auf dem Rücken des Bieres sitzend, ritt der Adiutant davon. Der Oberstleutnant von Munchow eckte I | ihm zu Hilfe. Als er jedoch den Keiler im* dem Jagd- I I spieß durchbohren wollte, traf er unci roerretfe bte I Wade des Reiters. Immerhin wurde bin, ce-jcn Ret- mng, denn er fiel daraufhin von dem ier erun er, und zwar ohne sich Schaden zu tun. Per König, em großer Freund aller Ngerftuckchen. kmmte ,w>.. _

| tonten nicht verzechen, daß er sich Piescu ,-ci-n | seiner Abwesenheit geleistet hatte.

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frist 1530 Tagen....... 9 |0

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frist von über einem Monat I®

machen, dann bekommt das Bort:Dein Wille gefärbe rtn E anderes Ansehen.Wie im Himmel also auch aus Erden" bttten wir weiter. Ja, em Blick nm nach dem Sternenzell lehrt uns, daß alIe® t tl)J Gottes Willen geordnet ist, daß

aeborsame Stäublein in der Unenbtfätett auf s«uen Wtnk kreisen und wenn wir an die West des Ueoersmn- lichen, des Geistigen denken, welche Fülle und Herrlichkeit öffnet sich uns da! Unb all bas ist Reich bes Vaters, das wir erflehen! ®°s afles f b Ausstradlung feines Willens, dem nur ter Setau.ne Mensch den Widerstand entgegensetzt.

Darum sollen mir nicht mit roehmutigem seufzen, sondern rnst freudigem Herzen die Erfüllung des goitlt- chen W'llens erbitten, damit unserer trüben, färoeren, kp.,.7-,-n Seit -«ch d°- M» °-- »i-'d-

Reich des Vaters nach fernem Willen sich er.