Einzelbild herunterladen
 

Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Stadl Fulda.

151. Zahrg.

Zreltag, 5. Dezember 1924

Nr. 283

wtb

Das Zlettner-Zchiff.

Reichskanzler Marx.

geben.

Völkerbundstagung in Hom.

Chamberlains Romreife.

Paris, 4. Dezbr. (Tel.) Der englische

* Ehrenschutz in Italien. Wie aus Rom bet« taufet, wird der der Kammer demnächst zugehende Preffeaesehentwurs die Bestimmung enthalten, daß Beleidigungsprozesse infolge von Presfever Sffentlichungen von den Gerichten in geheimer Sitzung zu führen sind.

* Reue amerikanische Luftschiffe. Nach einer Reutermeldung aus Washington befinden sich gegen­wärtig sechs Halbstarre Luftschiffe im Bau, die für den Heeresdienst bestimmt sind.

Aus Kiel wird gemeldet: In Anwesenheit von geladenen Gästen aus den Kreiien der Reedereien, der schiffsbautechnischen Hochschulen, der Industrie und deS Handels sowie der ausländischen Presse fand eine Vorführungsfahrt des Flettner- Rotor schiffe s in Buckau statt. Das Schiff ge­horchte den Rotortürmen in feder Lage und führie bei wechselnder Windstärke die verschiedensten Ma-

verantwort»» iüt die Schriitleitung- Dr- Johannes $ttarnet. SmeiBMt: I. P arreller, Fulda. Rotationtvruck und Verlag der Fuldaer Sditrbrttdmi in Fulto. Feruivrecher Rr- 9.

Monatlicher BetuesdreiS: 1.50 Mk.

Drei Tage vor der Wahl har die Wahlarbeit überall ihren Höhepunkt erreicht. Der beson­nene Staatsbürger läßt sich aber durch F l u g - blätter mit tönenden Worten und Versprechun­gen oder durch grelle Wahlplakate nicht aus dem Gleichgewicht brigen. Er weiß, welcher Partei seine Stimme aehört: der Partei der ruhigen, sach­lichen Arbeit, der Partei der Realpolitik, der chr i st l i ch e n, v a t e r l ä n d i s ch e n, s o z i a l n Z e n t r u m s p a r t e i!

Zentrum und kirchliche Interessen.

Eine Erklärung des hochw. Kardinals Bertram.

Die Aenkrumspartei wird insbesondere nach wie vor bestrebt sei«, gerade den sozial bedrückten Schichten wieder da» Gefühl menschlicher und nalionaler Wertschätzung zu geben, sie wird be­strebt sein, den unglücklichen Millionen deutscher Volksgenossen, die in einer anglücklichen Entwick­lung unseres Volkslebens Heimat und Vaterland verloren haben, Heimat und Vaterland wiederzu-

StaaksfekretSr des Aeußeren. Chamberlain, trifft heute abend 10 Uhr in Paris ein und seht mor­gen seine Reise nach Rom zurvölkerbunds- t a g u n g fort.________________________

fln»eiflen-S8teif$: «leinsetle (Solans» total 0.15 ©olbmart auswärts 050 Oolbmort; Stetlameieile lokal 0.60. Soldmark auswärts OOO Soldmar^ -r

Bei Meberbokuuaeu Stabatt. PoMckeckkonfo FrmiNuri a. M.

Spanische Rrise?

DiePariser Information" veröffentlicht über Bordeaux eine Meldung aus San Sebastian, derzufolge in gewiffen Zentren von Spanien lokale Kundgebungen stattfinden, die sich nicht nur ge­gen das Direktorium, sondern auch gegen die Krone richten. Es handele sich um vereinzelte Kundgebungen, aber nach gewiffen Gerüchten beun­ruhigte« sie die führenden Persönlichkeiten des Direk- toriuS.

Für diese Nachricht muß derInformation" die Verantwortung überlasten werden.

Kriegsgericht und Sicherheitsmaßnahmen.

wtb Paris, 4. Dez. (Tel.) DemJournal" wird aus Madrid gemeldet, da» Oberste firiegs- gerichk hat von den vier Hauptanstiftern der Un- | ruhen in Vera, die vom Kriegsgericht la Campe-

dooliöges Programm.

Die Haltung Nordamerikas zu den europäischen Problemen.

Die Verhandlungen in Paris.

Die Vorarbeiten zum deutsch-französischen Handelsvertrag.

wtb Paris, 4. Dez. (Tel.) Die deutsch- französische Wirtschaslskonserea; hat gestern nachmittag eine Sitzung abgehalten, in deren Verlauf die Delegierten der Eisen verar- beikendcn Branchen Berichte über ihre Beratun­gen ersialtel haben. Rach demEcho de Paris" wurden die Tariffragen bekannt gegeben, über die man sich geeinigt hat. Da über gewisse Positionen noch keine Einigung erzielt wurde, seien neue Be­ratungen festgesetzt worden. 3m Laufe des heutigen Tages wird eine Sitzung der deutschen und franzö­sischen Sachverständigen für die Landwirtschaft statt-

Professor Dr. Dessauer

spricht

Sreitag, abends 8 Uhr, im Stadtsaal.

Alte Wähler und Wählerinnen der Zentrumspartei werden mit Zreude die Ge­legenheit wahrnehmen, den Spitzenkandidaten unserer Partei, den hervorragenden Zorscher, Schriftsteller und Wirtschaftsmann, der auch ein außergewöhnlich guter Redner ist, kennen zu lernen.

günstige Gelegenheit geschaffen. Im Hinblick aus die Vorschläge, die bereits wegen einer europäischen Konferenz von anderen Regierungen gemacht wur­den, sei es jedoch notwendig, zunächst das Ergebnis dieser Aktion abzuwarten. Der Präsident fugte hinzu: Ich würde nicht wünschen, eine Konferenz vorzuschlagen oder Vertreter an einer Konferenz teilnehmen zu lassen, die Verpflichtungen zu er­wägen haben würde, welche unserer Handlungs­freiheit entgegengesetzt wären. Wir wünschen nach wie vor, in unseren innerpolitischen Angelegenhei­ten vor Einschränkungen und Eingriffen bewahrt

Der Wahlkampf auf dem Höhepunkt.

Erfolge in die Augen springen, steht die Mitte gc- rechtfertigi da und die Ritter vom großen Wort bekennen sich als Stümper. Dos deutsche Volk aber wird am 7. Dezember zeigen, das, mir keine

* Eine .Gesundbeterin' verurteilt. Die Leilerm der Lübecker Gemeinde der chri.tllchen Wchenichost Tsrau Koch-Gedecke, stand vor einem Lübecker Gericht unter der Anklage, den Tod eines 14iahpaen Knaben verursacht zu haben. Dem.Knaben waren tarn Usberklettern eines Zaunes Hol z splitt ert nben Unterleib gedrungen. ®te Eltern der verun glückten Kindes schickien darauf zu ^rau Koch, welche erklärte, daß sie den Knaben gesund beten werde. Da sich dessen Zustand aber immer mehr ver­schlimmerte, ließen die Leute 12 Stunden nach dem Unfall endlich einen Arzt holen, der eine beginnende Bauchfellentzündung feststellte, die zum Tode de - Knaben führte. Tie Aerz'.e erklärten, daß bei einer sosortioen Operation der Junge Halle gerettet werden können Die Angeklagte wurde zu einem ^ahre Gefängnis und 50 Mark Geldstrafe verurteilt.

In der Jahresbotschaft an den Kongreß wieder­holt Präsident Coolidge bei Erörterung der aus­wärtigen Angelegenheiten die Erklärung, daß er gegen den Eintritt der Vereinigten Staaten in den Völkerbund fei. Da­gegen sei er für eine Beteiligung an dem ständigen internationalen Gerichtshof. Fer­ner forderte Coolidge die amtlichen Stellen und Privatpersonen auf, den Dawesplan im Inter­esse der Regierung der europäischen Angelegenhei­ten zu unterstützen.

lieber die Verminderung der Welt­rüstungen tagte Coolidge, er gedenke an die anderen Mächte wegen einer neuen Kau­fe r e n z in dieser Frage heranzutreten, sobald die Ausführung des gegenwärtigen Reparationsplanes I finden, geregelt fei. Die Politik Europas habe hierfür eine |

* Die

» WWUNMl 10 W. MMikl.WlM 15 BfflJ

FuldaerZertung

xu bleiben._ _

Heber die Flottenpolitik erklärte Coolidge, er trete dafür ein, daß ständig darauf hingearbeitet werde, daß die Flotte der Bereinigten Staaten auf die volle vertraglich vereinbarte Stärke gebracht werde. Weiterhin sprach sich Coolidge dafür aus, daß das Einwanderungsgesetz etoas menschlicher gestaltet werde, damit die Per­sonen, die sich schon in Amerika befanden, die Mög­lichkeit hätten, die Zulaffung ihrer eigenen Fami­lien zu erlangen. .

Coolidge wiederholte die Erklärung, daß die Ration eine Politik treiben müsse, dre sich mit anderen Nationen im Geiste der Freund­schaft und Verständigung befasse und erklärte, daß er selbst eifrig wünsche, die stemden Volker möchten die Ehrlichkeit und Aufrichtig­keit verstehen,, womit wir uns zu diesem Stano-

Die .Schlesische Volkszeitung' veröffentlicht folgende wichtige Erklärung des Kardinals Fürst- I bischof Bertram vom 30. November 1924: _

In einem heute mir zugesandten, an die Katho- I liken Schlesiens gerichteten Wahlaufruf lese ich: Das Zentrum ist von sich selber abgefallen:" »Gebt nur I solchen eure Stimme, die, tote es unsere Bischof« ge- I fordert haben, für die Verteidigung der Religion und Sitllichkeit, für die volle Freiheit und Gleich- j berechtigung der christlichen Konsesstonen, für die Er- I Haltung der konfessionellen Volksschulen eintreten" nsw. I

Damit ist nicht ausdrücklich gesagt, doch der Zu­sammenhang legt die Deutung nahe, als sei das I Zentrum, das hingestellt wird als von sich selber I abgefallen, untreu dem Grundsatz, für die Forde- rungen der Kirche gemäß den Erklärungen der I Bischöfe eintreten. I

Da die Autorität der Bischöfe in diesem überaus scharf gehaltenen Wahlaufruf an der ge­nannten Stelle hineingezogen ist, glaube ich zu jener Stelle nicht ganz schweigen zu dürfen. Durch I die Pflicht der Dankbarkeit für das, was das Z-n- I trum in fünf Jahrzehnten für dir kirchlichen und I Cchulintereffen der deutschen Katholiken getan bat, I fühle ich mich gedrängt, einzig zur Verhütung fal- scher Auffaffungen zu erklären:

Meine bischöflichen Amtsbrnder und ich haben die Neberzeugung. daß das Zentrum I stets, wo und wie immer die Verhältnisse es als I möglich erscheinen ließen, nach bestem Können I für die religiösen Güter der Katholik.n ernzu- I treten bestrebt war, und daß es auch in Zukunft I diesem Grundsatz treu bleiben werde.

L, Äeuö. Bertram, Fürstbischof". I

Sie bauen vor.

Die Verwirrung im rechtsradikalen Lager wächst von Tag zu Tag und die zunächst bezeigte angebliche Siegeszuversicht macht immer mehr der lieber?,eugung Platz, daß am 7. Dezember ] die deutschen Wähler sich von den Parteien der nationalen Worte zu den Parteien dei nationa­len Taten hinwenden werden. Manche dcutsch- oölkische Blätter beginnen schon, ihre Anhänger­schaft auf eine Niederlage noraubereiten. Bezeich­nend dafür ist ein Leitartikel des Äungdeutschen, in dem es heißt:

Die traurigen Ergebnisse die die sogenannten Rechts­parteien in diesen drei bereits erfolgten Wablschlachtcn zu verzeichnen haben, werden aber ganz gewiß noch von einer viel schwereren Niederlage in den Schatten gestellt werden, wenn sie bis zum 7. Dezember nicht eine grundlegende Umstellung in der Tätigkeit der Parteien erzwingen.

Die sehr häßlichen Anwürfe und Per» sonenkämpfe der bayerisch-völkischen Unordnungszelle, von denen täglich mit außer­ordentlichem Behagen jede nicht völkische Zeitung be­richtet, die schweren Erschütterungen innerhalb der Deutschnationalen Volkspartei, die einmal den Rücktritt ihres seit 6 Jahren immer wieder herausgestellten Füh­rers zur Folge hatten und zu täglich mehr d"rchsickern- den Unstimmigkeiten zwischen Partei uno Fraktion, Wählern und Gewählten führten, die außerordentliche Schwierigkeit, aus den vaterländischen Organisationen umsichtige und scharfblickende Führer zu lösen, die teils dort durch organisatorische Arbeit, teils im Existenzkampf durch berufliche Röte geseffelt sind, läßt im Augenblick die Gefahr, die der Wiederbelebung eines kampfentschlos- fenen nationalen Willens von allen Seiten droht, ge mdezu ins phantasievolle wachsen. Man täusche sich nicht darüber, daß die Zugkraft der Parteien, die feit dem 9. November 1918 sechs Jahre lang Mutze hatten, aus einer früheren, rein auf Agitation beruhenden Staatsverneinung in das Fahrwasier bewußten Verantwortungsgefühls und eines stetigen Kampfes zur Erhaltung der Rooembererrungenschaften einzulenken, infolge der, wenn auch von uns als undeutsch bezeichneten so doch in wieder zutage tretenden Konsequenz ihrer politischen Betätigung heute größer denn je ist. . . . Ihrer Taktik und Regiekunst gegenüber haben sich die öffentlichen Vertreter der nationalen Idee als erhebliche Stümper ge-

Das stimmt allerdings. Die Taktik der Mitte hat nämlich darin bestanden, vor dem 4. Mai nicht durch Hetzen und mit unmöglichen Versprechungen zu arbeiten, sondern dem Volke diebittereWahrheit zu sagen und ihm nur

Stümper brauchen können.

Der Zerfall derVölkischen".

Späte Einsicht des Abaeordne»sn Pöhner. Dir Geldquelle der bayerischen Ralionalfoziaitsien.

~ Wie' die Blätter ans München melden, wird nunmehr der Austritt der Abgeordneten Pöhner und Dr. Rutz aus dem Völkischen Block und der Uedertritt z u r d e u t s ck n a t i o n a l e n P a r t e t amtlich bestätigt. Pöhner begründet seinen Aus­tritt in einem Schreiben an die Leitung des Voltt- schen Blocks, in dem cs heißt: Rach meiner Ansicht ist die Pflicht zur politischen Selbstverantmortitchte.t Gewiffenssache jedes Einzelnen und läßt sich un­möglich burd) militärischen Gehör- f am ersetzen, namentlich dann nicht, wenn man nach der bisherigen Tätigkeit der nationalsozialisti­schen Reichssührerschaft Z w cif e( an deren politi­scher Führerguaiität hat. . Ich hatte das Finanz- und Wirtschaftsprogramm Feders für utopisch. Es werden darin Anschauungen ver­treten, die in ihrer Konsequenz letzten Endes zu einer Art N a t i o n a l m a r x i s m u s führen können.

DerSozialdemokratische Pressedienst ver­öffentlicht Mitteilungen einer bekannten Persön­lichkeit der Schweiz über die Geldquellen der bäue­rischen Nationalsozialisten. Wie cs in dem Schrei­ben heißt, soll Hitler im Herbst vorigen Jahres per­sönlich in der Schweiz um finanzielle Unterstützung seiner Pläne geworben und hierbei in dm Zehntou- sende von Schweizer Franken gehende Summen > r- halten haben. Diese Gelder sollen dann zur Dot- bereitung und Durchführung des Novern- ber-Putsches in München verwendet wor­den fein. Die seit langer Zeit sestgepellten Beztc- hungen gewiffer Schweizer Kreise zu den völkischen Organisationen Deutschlands sollen das eidgenössi-

i sche Justizdepartement sowie die schweizerische Brm- desonwaltschast zu einer amtlichen Unter» szrchung veranlaßt haben, die gegenwärtig noch schwebe. Angeblich soll auch eine hochgestellte militärische Persönlichkeit d e k S ch w e i z in die Angelegenheit verwickelt sein.

Die Volksparteiler über die Deutschnationalen.

I Der Vizepräsident des Preußischen Sanbtege? ! der Abgeordnete Hugo G a r n i ch. beschäftigt fich | in den Berliner Stimmen, dem Nachrichtenblatt der Deutschen Volkspartei, im Wahlkreisverbanü Ber­lin, mit der Preußenpolitik feiner Dartei

I und schreibt dabei in Verteidigung dieser Politik I seinen Freunden zur Rechten ins Stammbuch:

IDie Demschnaiwnalen scheinen ihre Wahltaktik bar. I auf einstellen zu wollen, die Vorgänge im, Reich nnv I ihre öüprozentige Haliung im Reich verschämt in, den I Hintergrund treten zu lasten, dafür aber umso kräftiger gegen die fürchterlichen Z u st ä n d e in Preu-

[feen vom Leder zu ziehen. Was haben wir als Deut- I sche Volkspartei auf alles dies zu antworten und zu I tun? Um gleich mit dem letzteren zu beginnen, dies I Konzept müssen wir den Deutschnationalen gründlich I verderben. Keine Ausflüchte und keine Verschiebung I des Kempffeldes, meine Herren! Die haben im ver- I gangenen Wahlkampf das Dawes-Kutachen nach Strich I und Faden heruntergeristcn. Sie haben das Londoner I Abkommen als eine schmachvolle Neuauflage von Der- I sailles bezeichnet. Ihr bisheriger Parteiführer Hergt I hat fein berühmtes Wort gesprochen:Hier stehe ich, ich I kann nicht anders!" Und bann konnten Sie doch anders, I nur eins konnten Sie nicht: die Kunst, wenigstens in I Schönheit umzufallen., Sie haben in der kritischen | Stunde unserer Politik recht geben müssen. Sie waren I bereit, diese unsere Politik mit den gleichen Männern I im Reichskabinett zu unterstützen, die noch kurz zuvor I gegen das Abkommen gestimmt hatten. Wenn Sie ehr- I lich sein wollen, so müssen Sie Ihren Wählern sagen, I wir haben uns geirrt und die Deutsche Volks- I Partei hat Recht behalten. Nun, Sie werden bas nicht I tun, aber dann wollen wir es tun und wollen uns unsere I Erfolge nicht schmälern lasten durch taktische Wahl- I Manöver, die für den Einsichtigen gar zu leicht zu I durchschauen sind."

Wir möchten an diese Auslassung nur die be- I fcheidene Feststellung anknüpfen, daß die Zen- I trumspolitik diese Politik, dieRecht behalter I hat", schon seit 1918 unentwegt geführt ha I und daß auch die Deutsche Volkspartei noch vor I zwei Jahren' genau dieselbe Stellung zur Politil I der Mitte einnahm wie heute die Deufichnationalen I Wie schade, daß nicht die Reden, die Stresemann 1 in der letzten Zeit hielt, schon vor zwei Jahren vor [ihm gehalten wurden und daß Artikel, wie der angeführte, nicht schon damals bei der Deutschen Volkspartei möglich waren.

növer aus. ____________________

Das werk der Glaubensverbreitung.

Das von Pius XI. eingerichteteWerk der Glaubensverbrettung", das der heil. Kongregation der Propaganda in Rom angegliedert ist, veröffent- licht soeben in seinem von der Vatikanischen Druckerei hergestellten Publikarionsorgan (Acta pontificii operis a propagatione fidei) einen Rechen­schaftsbericht über die Finanzlage des Jahres 1923. Auf 25 Setten werden uns nur Zahlen vorgeführt, aber sie erzählen doch eindrucksvoll van den Opfern, welche für das hl. Werk der Mission gebracht wo-- den sind und von den noch größeren Mitteln, welche eine erfolgreiche Missionsarbeit erfordern.

Erfreulich ist vor allem die Tatsache, daß die Gesamteinnahme von rund 24 Millionen Lire im Jabre 1922 auf 31 Millionen Lire im Jahre 1923 gestiegen ist. Von diesen Gaben kom­men 14-/- Millionen Lire aus Europa, z. B. 350 000 Lire aus Deutschland, 6% Millionen Lire aus Frankreich, 800 000 Lire aus Belgien, 600 000 Lire aus England, 1300 000 Lire aus Italien, 2 Mill. Lire aus Holland, 1 Million Lire aus Spanien, % Million Lire aus der Schweiz-, ferner 150 000 Lire aus Asien, 76 000 Lire aus Afrika, über 15 Millionen Lire aus Amerika, 70000 Lire aus Australien.

Don diesen gewaltigen Summen verteilte der Generalrat des Werkes der Glaubensverbreitung 29 Millionen als außergewöhnliche Beihilfe, 800 000 Lire als Zugabe für die Reisekosten der Missionare. Besonders erwähnenswert ist noch die Summe von 500 000 Lire, die Papst Pius XI. für die Orientmission, der er ein besonderes warmes Interesse entgegendringt, spendete. Nach­dem jetzt bei uns in Deutschland die Geldverhält­nisse wieder feste Formen angenommen haben, ist zu hoffen, daß wir in edlen» <>->Wroit mit den an­dern Nationen bald wieder reichere Gaben für das hl. Missionswerk spenden werden.

Nation isie es unternimmt, ein militärisches I Tode verurteilt und den andern freigefpro- n ff em mit aggressiven imperia- l chem Die O f s i z i e r e des Kriegsgerichts in Pam- listifchen Zielen aufrecht zu erhalten, wird ! Muna. die den Freispruch getan hak- fich selbst bei der wirtschaftlichen Entwicklung der I ten sind mit einem Manat Arrest besirafi Welt ernstlich benachteiligt finden. I roori)en

awtAftfert aT< ffitfi>ntßs(5Iäubtaer. Wie demJournal" ap-Denday gemeldet wird, Amerika als Ememe ^auoiger. We Gouverneure der Provinzen Gnimzara

In der Jabresbotschaft an den Kongreß erkl rt die Grenzübe r w-chungs-

§'°"dent Cooltdge die Summem das mafen(,%mcn alle« strategischen Punkten

s?tma^l2 Milliarde^T°!lar. Er sei verstärkt, da man ein Eindringen aufrührerischer men eine Anullierung dieser Schulden und I Elemente nach Spanien bessirchtek. Rach Campe- olaube es liege im Interesse der Wohlfahrt der luna ist ein Regiment Artillerie gelegt worden, das Welt daß sie liquidiert und so schnell wie mög- überall hinverlegt werden kann, wo Verstärkungen lich bezahlt würden. Er trete durchaus nicht fut für nötig erachtet werden. Zwangsmaßnahmen ein, fei jedoch der Meinung, daß das entliehene Geld zurückgezahlt werden muffe, da sonst in Zeiten der Not kein Kredit mehr erwirkt werden könne. Außerdem bestehe die moraltsche Verpflichtung zur Zurückzahlung, dte Amertka nicht ignorieren und der sich die anderen Lander Vicht entziehen könnten.