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Amtlicher Anzeiger für den Kreis und die Skadk Fulda.

WWWMr 10 W. (Hilf Mssr. 15 M

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Nr. 279.

BerantwortUL lür die Sdnmtleituna: Dr- Johannes Kromer- Anreisen-I-L arreller, Fulda. Notar umddruck und Verlag der : Fuldaer S ditrtirdnn in Ftnto. Ferrldrecher Rr- S.

Vo^aUickier 8e*n<*8t>rei8: 1.50 Mk.

Sonntag, 33. November 1924.

Anrelsen-Bren? Lieurreile (tfolonei) lotai u.16 So.Oman auswärts 0.20 So'.bmart: Reklame,eile total 0.60 Oolbmarf auswärts 030 Goldmark. ::

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51. Zahrg,

flu$!anös6reMt für die lleichsba'n

Don einem parlamentarischen Mitarbeiter wird tms geschrieben:

Die Tatsache, daß der auf Grund der Londoner Vereinbarungen geschaffenen 2 e u t s ck e n Reichsbahngesellschaft nunmehr ein Kre­dit von 60 Millionen EoDmark durch ein großes ausländisches Konsortium eingeräumt worden ist, muß in ihrer wirtschaftspolitischen, aber auch in der allgemeinpolitischen Bedeutung hoch eingeschätzt ^werden. Nachdem in den letzten Wochen, sofort Kach dem Zustandekommen der großen internatio- alen Anleihe eine ganze Reihe, vornämlich priva­ter Kreditoperatwnen zwischen Deutschland und England und Amerika abgeschlossen wurden, nach­dem dieser Tage durch das Newyorker Bankhaus Speyer und Co. der Deutschen Bank ein effektiver Kredit von 40 Goldmillionen Mark durch lieber« Nähme von Aktien der Deutschen Bank eingeräumt iworden ist, muß diele neue Kreditzuwendung an die Deutsche Reichsbahn ganz besonders bemerkt stverden. - - '

i Die Reichsbahn in ihren heutigen Betriebsform jtfl nach kaufmännischen Gesichtsvunkten und dem- igemäß durchaus privatwirtschaftlich gestaltet. Die­ser Umstand dürfte wohl auch die Grundlage für das jetzige Kreditgeschäft abgegeben haben. Die Reichsbahngesellschaft beabsichtigt, den Betrieb der Reichsbahn künftig nach privatwirtschaft­lichen Gesichtsvunkten umzugestalten und zu füh­lten und das bedingt naturgemäß ganz erhebliche Ausgaben, die zunächst nicht aus den laufenden Einnahmen gedeckt werden können. Insbesondere wird es sich darum handeln, eigene Betriebe zu schaffen oder bestehende einzugliedern, um die größtmögliche ökonomische Ausnutzung der Kräfte herbeiführen zu können. Weiter kommt es darauf Finanzgruvpe abgeschlossene Kredit nicht sofort tn wie den Güterverkehr zu beleben und das ist nur möglich, einmal durch reichlichere Einstellung von Wagen und zum zweiten durch eine bessere Aus­stattung. Es ist beispielsweise beabsichtigt, die für den unmittelbaren Reiseverkehr auf weiten Strei­ken bestimmten Wagen mit erhöhten Be­quemlichkeiten auszustatten, zum anderen sollen für den Güterverkehr zum Transport be­stimmter Gegenstände Sonderwaaen geschaffen wenden. Alles das sind Anlagen, die recht erheb­liche Kapitalien erfordern. Trotzdem braucht der jetzt mit einer sehr bedeutenden amerikanischen an, den Verkehr, und zwar sowohl den Personen- Anspruch genommen zu werden. Die Lauffrist er­streckt sich bis zum 31. Januar 1926. Die technischen Vorbereitungen für die oben erwähnte Umgestal­tung sind aber in allen Einzelheiten bereits abge- schlösien, und diese Dispositionen wurden ja auch zur Grundlage des Geschäfts selbst gemacht. Jeden­falls wird die Reichsbahngesellschaft nunmehr an die Vergebung größerer Aufträge gehen können, für die insbesondere die Waggon- industrie, aber auch die Maschinen- und Metall­industrie in Frage kommt.

Es ist beabsichtigt, die betriebstechnische Umge­staltung in der oben beschriebenen Form schon mit kommendem Frühjahr in die Wege zu leiten. Auf alle Fälle ist dieser Auslandskredit, den die Deutsche Reichsbahngesellschaft nunmehr erhält, abermals ein Zeichen dafür, daß das Vertrauen des Ausländerin die wirtschaftlichen Fähigkeiten Deutschlands auch weiterhin sich erhalten hat, und daß die künftigen Aussichten der deutschen Wirt­schaft durchaus günstig beurteilt werden.

panier Ludendorf!

(Eine interessante Feststellung.

In dem deutschoölkischen „Alldeutschen Hand- «eifer', dem Hammer-Jahrbuch für 1924, verhim­meln die Deutschoölkischen Oesterreichs Luden­dorff als das „Panier':

- Run ist es sehr interesiant, die Farben die­ses Paniers kennen zu lernen. Bekanntlich kämpft itn Deutschland Ludendorff und sein völkischer Block (unter der Flagge: Schwarz-weiß-rot. In Deutsch- ' ofterreid), wie überhaupt im Auslandsdeutschtum (hat man nun aber für die „großpreußischen' Warben schwarz-weiß-rot absolut kein Verständnis, und die Deutschen in Oesterreich, in Böhmen, in der ^Tschechoslowakei kennen und verehren nur die Far- jben Groß deutschlands, die alten Farben der Freiheit schwarz-rot-gold. Und unter wel­chen Farben kämpfen denn nun die Deutsch- völkischen in Oesterreich? Man sollte doch an- nehmen, das „Panier Ludendorff" wäre in Deutsch­österreich genau so wie diesseits der Grenze! Man kann doch nicht annehmen, daß Ludendorff jenseits der Grenze anbetet, was er diesseits der schwarz- gelben Pfähle verbrennt? "Doch man vernehme und staune: Der „Zeitweiser", der mit einem Bildnis und einer Widmung Ludendorffs geschmückt ist, in dem Ludendorff als der Führer der völkischen Be­wegung gefeiert, in welchem Ludendorff geradezu gleichgesetzt wird mit dem Panier der Deutschvölki- schen — der „Zeitweiser" entrollt in einem Gedicht (S. 132) schließlich dieses deutschvölkische Panier, sodaß die Farben hell „im Sonnenlichte leuchten". Es heißt da in einer Strophe:

.Nun drauf ohn' Wanken, ohn' Besinnen, Das stolze Banner ist entrollt, Wie leuchten hell im Sonnenglanze Die heil gen Farben schwarz-rot-

gold !" ----- 1

Man muß der „Bergischen Tageszeitung" zu­stimmen, wenn sie dazu folgendes bemerkt:

Man sieht: Wenn bei den D'e u t s ch n a t i o - nalen unter Hergts Führung trotz aller Kraft-

Christentum und nationaler Gedanke.

„Das Christentum hat versagt". Das ist ein oft gehörter Schlußrefrain feit dem Jahr der großen Völkerkatastrophe 1914. Darin liegt — allerdings in negativer Formulierung — die Erwartung aus­gesprochen, daß das Christentum die Macht fei, den Frieden der Völker zu hüten. Weil es jedoch der christlichen Lehre, d. h. der Kirche nun nicht gelun­gen fei, den Weltkrieg zu verhindern, so könne sie nicht die Ideal-Religion der Menschheit fein, die den ewigen Frieden unter den Menschen verbürge. Das Christentum gehöre somit ebenfalls zu den überlebten Formen der verschiedenen Religions­erscheinungen. So lautet der eine Fehlschluß.

Im Gegensatz zu diesen Gedankengängen steht die andere Anschauung, wonach Religion und po­litisches Geschehen in gar keine Berührung miteinander zu bringen seien, beide nicht mitein­ander verquickt werden dürfen. Die Heiligkeit der Religion verbiete das. Das Mysterium der Reli­gion werde geschädigt und profaniert.

Bei tiefer Uebertegung der Gedankengänge der genannten zwei Richtungen erkennt man, daß sie die gleiche Zielrichtung haben, und zwar: Ausschal­tung und Beseitigung des Wahrheitsgehalts der Lehre Cristi aus den Beratungen und Verhandlun­gen über die Lebensgestaltung der Völker im Innern und nach außen untereinander. In solch akutem Dilemma müßte ein ungelöster Zweifel ver­hängnisvoll sein. Jeder Christ muß sich insbeson­dere in den Zeiten des allgemeinen Wahlrechts klar fein über das Problem Christentum und nationaler Gedanke.

In den folgenden Ausführungen soll dazu Stel­lung genommen werden.

Der Gesamtbau der Lehre Jesu Christi ruht auf den Fundamenten der Naturgesetze, auf deren ver­schiedenen Eckpfeilern. So nun ruht die christliche Lehre über das Verhältnis des Christen zu Volk, Heimat, Vaterland zunächst auf dem Naturgesetz der Heimatliebe. Mit Naturinstinkt treibt es die Zug­vögel aus sonnigsten Ländern zurück zu jenem Land, zu Wald und Flur, wo sie im warmen Nest­chen zuerst das Licht der Sonne erblickt, von wo sie die erste Aetzung empfangen haben. — Dasselbe Naturgesetz der Liebe zum Land der Wiege ruht im Herzen jedes Menschen. Entsprechend der reicheren Lebensimpulse des Menschen ist auch die Heimats­und Vaterlandsliebe beim Menschen rxichgestaltiger als bei jedem Geschöpf. Der süße Klang der Sprache, die Art der Sitten, der Gebräuche der Hei­mat fesieln das Menschenherz mit tausend Zaubern an die Heimat. Wenn Not ober Zwäng ein Men­schenherz von der Heimat treiben, ja wenn sogar Streben ober Forschen in ferne Lande locken, immer weckt der Stundenschlag bes Abschieds bei Aus­wanderung ober Verbannung aus der Heimat

Schmerz und Weh. Das Zauberlieb der Heimats­liebe rauscht süß ober klagend um das ganze Er­denrund, solange dort Menschentritte verhallen.

Dieses unauslöschbare Naturgesetz wird veredelt und vertieft durch das Geheimnis der R e l i g i o n. Auch in der Entartung des Heidentums war der Hausaltar das Herz des Heims. Die tiefste Ver­letzung des Rechts des Nächsten ist die Bedrohung oder Zerstörung dieses Heiligtums. Zu den ergrei­fendsten Beweisen, wie das Mysterium der Reli­gion die Heimatliebe vertieft, gehört die wehdurch- zuckte Klage des israelitischen Volkes im babyloni­schen Exil um den Verlust von Heimat und Heilig­tum, von Stadt und Tempel Jerusalem.

Im Leben und Wirken unseres Herrn und Hei­lands greifen wir nur einige Szenen auf, um am persönlichen Beispiel unseres Weltheilandes uns in unserer Frage zu orientieren. Jrn Erdenleben des Gottmenschen ist ja dock jeder Augenblick, jede Fü­gung ein bedeutungsvolles Geheimnis und ein un­trüglicher Wegweiser.

Die Hütte Davids war in Nazareth von der eifrig elterlichen Sorgfalt Josephs und Mariä für die heilige Stunde der Erwartung aufgerichtet. Da kam der Reichsbefehl des Kaisers und führte in die ungastliche Höhle von Bethlehem. Schon der Be­ginn des Lebens Jesu ist also ein Opferakt der Hei­matliebe. — Die Verbannung und Flucht der hei­ligen Familie vom Land der Heimat nach dem fer­nen Aegnvten gilt in unserer Religion als Geheim­nis der Schmerzen, des Unglücks, der Tragik. — Rührender und erschütternder kann es kaum eine Klaae um Volk und Vaterland geben, wie wir es als Klage Christi um dis heilige Stadt Jerusalem durch die Jahrhunderte vernehmen. — Ergreifen­deres hat die Welt nimmer erlebt, als jenen Augen­blick, als aus den Augen Christi, des Eottheilanbes, Tränen über Jerusalems Schreckensende zur Erde fielen.' — Jesus Christus hat sein ganzes Leben, seine Arbeit und Kraft, seine Talente, seine Lehre in erster Liebe seiner Heimat, seinem Volk und Land gewidmet.

Hieraus ergibt sich für uns die Lehre, Gleiches zu tun. Auch wir wollen unsere Heimat lie­be n: ihr gelMt unsere Arbeit, unsere Kraft und Liebe. Aus der Heimatliebe heraus aber erwächst die Siebe zum eigenen Volk und Vaterland. Ihm wollen wir helfen durch die rechte Erfüllung unserer staatsbürgerlichenPflichten. So wird auch die Teilnahme an der Wahl religiös verklärt. Deshalb bleibe kein katholischer Arbeiter und keine katholische Arbeiterin von der Wahlurne fern. Politischer Träger unserer katholischen Welt­anschauung ist die deutsche Zentrumsvartei. Sie wollen wir stützen, damit sie auch in der Zukunft in der Lage ist, unsere religiösen Interessen zu schützen. Darnach handelt!

worte und Anstrengung bas Banner ganz erheb­lich schwankt, so geht es mit dem Banner Luden- borffs und seiner deutschvölkischen Man­nen noch kurioser zu: das Panier Ludendorff sieht in reichsbeutschen Landen schwarz-weiß-rot aus, fobalb es aber die beutschösterreichische Grenze passiert, „wechselt es bie Farbe" und färbt sich mit einem Male schwarz-rot-gold!

Rentenerhöhung für Kriegs« beschädigte.

Halbamtlich wird mitqete lt:

Die Renten und Zusatzrenten der KneaS- beschadigten, der Kriegshinterbliebenen und fonitigen Miliiärrenmer winden mit Wirkung vom 16. Nov. ab enstpreckend der Aendernna der Befoldnngb- gebühren für die Beamten der Grupp.-n 1 bis 6 erhöht. Infolgedessen trat an Stelle der bisher geltenden Rentenerhöhung um 4 v. H. eine solche um 15 v. H. Da die Berioigringsämter für bie Rentenza''lung Ende November nur die bi”her geltende Nenienerhölmng um 4 v. H. berlicksihtigen konnten, wird die Nachzahlung für die Zeit vom 16. November ab mit der Rentenzahlung für Januar verbunden, sodaß für die Ianuwzahlnng eine Ren- lenerböhung von insgesamt 32 v. H. in Betracht kommt. Bei den Zusatzrenten werden die Stellen der tonalen Fürsorge die RentenerHöhung um 15 v. H. bereits bei der Dezeu berzahlung (Milte Dez.) berucküchiigen rind damit die Nachzahlung für die Zeit vom 16. November ab ve,binden, sodaß für die'e Zahlung eine Renteuerhöhung von rund 21 v. H. in Bewach' kommt.

Die Kosten der Lebenshaltung.

Tie Reichsindexzifser für die Lebenshal­tungskosten stellt sich für bett 26. November auf 122.2 und blieb gegenüber der Vorwoche unver- ä ndert.

wirtschaftliche Kampfbewegunge n.

— Schiedsspruch im ober schlesischen Bergbau. Sn der unter dem Vorsitz des vom Reichcarbeltsrnmister zim, Schlichter in den Lohnstreiiigkeiten im ober schlesischen Bergbau ernennten Oberregierungsrat Dr. Brandes jt» [ammengetretenen Schlichtungska ntner wurde, wie die .Ostdeutsche Morgenpost" meldet, da Stinnnenmeh Helt nicht-zu erzielen war, von dem Vorsitzenden und den bei­den unpa'.teiijchen Beisitzern ein Schiedsspruch gefall', dahingehend, daß tm oberschlesischeii Steinlah en- und Erzbergbau ab 16. 1. eine Lohnerhöhung von 7 Prozent eintreten soll. Die Erklärung-Frist über Annah ne oder Ablehnung des Schiedsspruchs lauft bis zum 15. De­zember,

Sorgt für die Aufwertung der Mündelvermögen!

Client, Vormünder, Pfleger, B.'istände sind ver­pflichtet, darauf zu achten, daß die durch die Dritte Steuernotverordnung vorgesehene Auswertung der Rechte und Forderungen nicht versäumt wird, die zu dem von ihnen verwalteten Vermögen der Kinder und Mündel gehören. Eine Vernachlässigung dieser Pflicht kann ste ersatzpflichtig machen. Dor allem dürfen sie dre bis zum 31. Dezember 1924 laufende Anmeldefrist nicht verstreichen lassen:

1. Bei Sparkassenguthaben hat die Anmeldung bis zum 31. Dezember 1924 bei der Sparkasse zu erfolgen, bei der das Guthaben besteht. In der Anmeldung ist ar., zugeben, daß es sich um Mündelgeld handelt, damit eine bevorzugte Berücksichtigung stattfindet. 2. Hypotheken, Grundschulden und Rentenschulden werden ohne Anmel­dung auf 15 v. H. ausgewertet. Die durch Hypothek gesicherte Foiderung kann aber in besonderen Fallen höher aufgewertet werden, nämlich, wenn die Forderung auf den Beziehungen zwischen unierhaltsberechtigten oder unterhaltspflichtigen Personen oder auf den Beziehungen aus der Auseinandersetzung zwischen Miterben, geschie­denen Ehegatten, Erben und Pslichtteilsberechtigten oder Eltern und Kindern beruht, oder wenn es sich um eine Restkaufgeldforderung handelt, die nach dem 31. Oktober 1913 begründet worden ist. Bei den zu Kinder- und Mündelvermögen gehörigen Hypotheken werden d:ese Voraussetzungen häufig vorliegen. Der Antrag auf Auf­wertung der Hypothekenforderung über 15 v. H. hinaus ist bis zuin 31.' Dezember 1924 bei dem Amtsgericht zu stellen, in dessen Bezirk das Grundbuch geführt wird.

* Schlsiek-'tasi.opße im Schwarzen Meer. Zm Schwarzen Meere sind mehrere Dampfer und Schiffs» baiten von einem schweren Sturm überrascht worben. Weitere Dampfer und Barken sind unter gegangen. Der englische Dampfer „Bellermann" ist in der Nitze von Constanza infoige des Sturmes ge­scheitert und untergegangen. Das Schicksal wei­terer 14 D -mpser. darunter fünf deutsch-, ist iinbe- kannt. Der holländische Dampfer „Solw.e" ist an der bulgarischen Küste gestrandet.

Soziales.

--- r r e nd mit der niedrigsten Cnd'tkiikose Isfer ist Däne m art. Der dänische Professor Dr. Faber her. össent'icht in Kopenha.ze. er Blättern £>ie_ Er elmisse einer umfassenden Untersuchun r über öie J£u 'ertuloje. bekäii psun i. Ur teilt mit, daß nur 9 5 von 100 0 Todes allen auf die Tnbeituloie zur ick usuhien sind DaS ist die ni rigste Z ihl, Die irgendein Mano aut« weisen tonn Die Ursache dieses meömen Standes [teilt Prosesso Faber in den vielen Einrichtungen, Die Dänemark in den letzten Jahren zur Bekamp'ung der Tuberkuioje bütuffin bat

Die aegyptische «frage.

wtb London, 29. Nov. (Tel.) lln einer Redt in London behandelte Lolonlatsekretär Amery die ägyptische Frage. England hab- in Aegyp. k e n eine Stellung, die es nicht aufgebcn dürfe und die ihm in keiner Weife bestritten werden dürfe, am wenigsten von England selbst. Aus der andern Seite habe England niemals gewünscht, bie Aegyp- ter daran zu hindern, ihre eigenen Angelegenheiten ju fuhren. Er glaube, alle vernünftigen Leute in Aegypten und den übrigen Ländern würden er­kennen, daß die Folgen der energischen britischen Aktion Aegypten zum Frieden und zur Ernüchte- rung zurückbrrnge und die Möglichkeiten schaffen werde, daß in Aegypten eine wirklich verantwort­liche Regierung wirke.

Das englische Unterhaus.

wtb London, 29. Nov. (Id.) Wie gemeldc. wird, soll das neue Unterhaus am 9. Dezember feine Arbeiten beginnen und sich dann am 19. Dezember vertagen. Erft am 10. Februar wird es wieder zufammentreten. Die Debatte über die auswärtigen Angelegenheiten soll am 15. Dezember erfolgen. ____________

Spanien und Marokko.

Die Abgrenzung der spanischen Zone.

Primo be Rivera erklärte einem Vertreter von „ABC" in Tetuan, angesichts der glücklich beendeten Räumung der Zone von Scheschauen werbe er jetzt die Bildung einer endgültigen Verteidigungslinie vornehmen, die stark genug wäre, um nicht nötig zu haben, Blockabestellungen zu beziehen und um bie Verbinbung bet Stämme bes Hinterlandes mit der Küste zu verhindern. Jetzt erst werde die wirkliche Aktion Spaniens in Marokko beginnen; aber wäh­rend dieser mindestens fünf Jahre dauern- Konfolibierungsperiobe werbe er nicht mehr Präsident und auch nicht Oberkommissar fein.

Wir sind Optimisten:

Wir glauben an die K-ast unsere? Bo'keS, Wie glauben an eine Zukunft unseres Volkes,

Reichskanzler Marx.

Rus dem besetzten Gebiet.

Zurück nach Mainz.

wtb D a r m ff a b f, 29. Rov. (Tel.) Die Reichs direktion Mainz, die bekanntlich während des passiven Widerstandes ihren Sih nach Darm­stadt verlegte, wird am 30. November wieder ihren Sih nach Mainz verlegen.

Bankerott.

wtb Amsterdam, 29. Rov. (Tel.) Die an­gesehene Diamanten-Firma Ramdas in Antwerpen hat ihre Zahlungen e i n g e sie t l t. Die Passiven sollen 12 Millionen Franc betragen. Da diese Firma auch in Antwerpen zahlreiche Ge­schäftsverbindungen hat. hat die Nachricht der Zah­lungseinstellungen an der hiesigen Dianlantbsrfe großes Auffehen Hervorgernfen.

Dom Stahlmarkt.

wtb p a r i s, 29. Nov. (Id.) Der „Rewyork herald" meldet aus Rewyork, der Staatssekretär für den Handel, Hoover, führte in einer Besprechung über die Wirkung des Dawesplanes aus, daß die Welt-Stahlindustrie schon jetzt bedeutende Konkurrenz zu spuren bekomme und daß der amerikanische Stahlmarkl auch durch die Lage der inneren Marktes betroffen werde.

* Schwere Brandfllftmig-n in Bommern. In Pommern würben zahlreiche B r ä n b e von Scheu­nen und Stallungen, bie auf Brandstiftungen zu­rückzuführen sind, festgestellt. So brannte einer Nachricht aus Stralsunb zufolge auf der Domäne Hilbebrand-Hagen-Sübhof ein Stallgebäubs mit 14 Pferbe, 7 Kühen unb großen Futteroorräten ab. In Penkon wurden fünf gefüllte Scheunen durch Feuer vernichtet.

heile (581510) oteoö 6 lüt spiicht Herr Landtazsabg. Schreinermeijter Zink ans Wiesbaden in der Harmonie übet MMlWiMkZMkSNWkMarl.

Alle Z ntrumsfreunde besonders aber alle Wirt» schäft-krei s van Handel und Gewerbe find freund­lich eingeladen.