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aer Leitung

Kau Regula flmrain.

denLeuten von Seldwyla" erzählt der berühmte Schweizer Dichter Gottfried Keller auch von der treff, ßchen Frau und Mutter Regula Simrain und ihrem Jung, ogn. Als dieser Jüngste an einem Wahltage sich gleich- Mtig zu seiner Tagesarbeit begab, ohne zur Wahl zu gehen, steigt ihm seine Mutter, die resolute Frau Regula seinem guten Rock und Hut über dem Arm nach, jjb ihn ernsthaft an feine Wahlpflicht zu mahnen, nach­dem die Bemühungen seiner jungen Frau fruchtlos ge- büeben waren. Nach langem Hin und Her gelingt es ihr g,dlich, den Sohn von der Richtigkeit ihrer Ansicht zu Kerzeugen und auf den Weg zur Wahl zu bringen. Die schäften Worte der wackeren Frau über das schmachvolle Verhalten der Richtwähler «pd von köstlicher Klarheit und paffen Wort für Wort ouf unsere heutigen Verhältnisse.

6s ist eine wahre Schande, nicht zur Wahl zu gehen", «klärt die Frau ihrem Sohne,und noch größere Schande, daß eine Frau euch ermahnen muß zu tun, «äs eine geschworene Pflicht und Schuldigkeit ist. Bei allen kleinen Angelegenheiten, bei allen schlechten Ge­schichten, eitlen Vergnügungen und Dummheiten, bei chlem Gevatter- und Geschnatterwesen befleißigt man stch der größten Pünktlichkeit; aber einmal sich pünktlich and vollzählig zu einer Wahlhandlung einzufinden, welche die Zrundlage unseres ganzen öffentlichen Wesens gnd Regimentes ist, das soll langweilig, unausstehlich and lächerlich sein! Das soll in dem Belieben und in der Bequemlichkeit jedes einzelnen stehen, der immer nach «einen Rechten schreit, aber sobald dies Recht nur ein hißchen nach Pflicht riecht, sein Recht darin sucht, keines gg üben ! Wie, ihr wollt einen freien Staat vorstellen und seid zu faul, einen halben Tag zu opfern, einige Aufmerksamkeit zu bezeigen und eure Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit dem Regiment, das ihr vertrags­mäßig eingesetzt habt, zu offenbaren? Sagt nicht, daß ihr immer da wäret, wenn es sein müßte! Wer nur da ist, wenn es ihn belustigt und seine Leidenschaft kitzelt, der wird auch ausbleiben und sich eine Rase drehen bissen, gerade wenn er am wenigsten daran denkt.

Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert, und so auch der, welcher für das Wohl des Landes arbeitet und fcefien öffentliche Dinge besorgt, die in jedem Hause in ^Errichtungen und Gesetzen auf das tieffte eingreifen. Schon dix alleräußerste Artigkeit und Höflichkeit gegen die betrauten Männer erfordert er, wenigstens an diesem Tage sich vollzählig einzuftnden, damit ste sehen, daß sie nicht in der Luft stehen. Der Anstand vor den Nachbarn und das Beispiel für die Kinder verlangen es ebenfalls, daß diese Hcmdlung mit Kraft und Würde be­gangen wird, und da finden es diese Helden unbequem und lächerlich, die gleichen, welche täglich die größte Pünktlichkeit innehalten, um einer Kegelpartie oder einer nichtssagenden aberwitzigen Geschichte beizuwohnen.

Wie, wenn nun sämtliche Behörden, über solche Un- Höflichkeit erbittert, euch den Sack vor die Türe würfen unb auf einmal abtreten würden? Sage nicht, daß dies nie geschehen werde! Es wäre doch immer möglich, unb alsdann würde eure Selbstherrlichkeit dastehen wie die Butter an der Sonne, denn nur durch gute Gewöhnung, Ordnung und regelrechte Ablösung oder kräftige Bestäti­gung tft. in Friedenszeiten diese Selbstherrlichkeit zu brauchen und bemerklich zu machen. Wenigstens ist es die allerverkehrteste Anwendung und Offenbarung der­selben, sich gar nicht zu zeigen, warum? weil es ihr so beliebt!" .

Ihr Frauen! machts wie jene treffliche Schweizenn; mahnt Gatten und wahlberechtigte Kinder an die Wahl­pflicht und gebt selber restlos zur Wahlurne. Auch ihr müßt helfen, daß nicht wieder Hader, Krieg und Geld­entwertung über Deutschland hereinbrechen.

We W im WiösW.

Don Dr. 23 er ns.

Wer wollte leugnen, daß es unendlich viele Klippen M. von denen das eheliche Leben bedroht wird! Gleicht doch bie Ehe in vieler Hinsicht einer zu zweien zurück­gelegten Seefahrt! Mag man hierfür mit einem Bittet erfter oder zweiter Klaffe versehen fein, oder als genüg« famer Zwffchendeckspaffagier die gemeinsame Fahrt an- treten, es bleibt doch keiner von Stürmen, die das wchtff- chen bedrohen und in Schwankungen zu versetzen suchen, verschont, ebenso rote Windstille und sonnige Tage glei­chermaßen allen zugute kommen. Mancher führt wahr als Ballast einen roohlgefüllten Geldsack mit, der ihm die Satatce halten helfen soll, während andere, nm mit Mut und Entschloffenheit ausgerüstet, ebensogut wohl­behalten ans Ziel gelangen. Viele werden unterwegs seekrank, andere wieder bleiben vom liebel verschont; froh­gemutes Behagen begleitet sie bei ihrer Reise über das trügerische Gewäffer.

Wer sich zu einer solchen Seefahrt zu zweien rüstet, stillte bedenken, daß es keinen Lotsen gibt, der die Rei­senden an den unzähligen Untiefen und Klippen vorüber, an jenen Stromschnellen und Sandbänken, wo das Fahr­zeug so leicht zerschellen kann, ungefährdet vorbeigeleitek; jeder ist hier fein eigener Steuermann und muß selbst darauf bedacht sein, jene drohenden Klippen am geschick­testen zu umschiffen.

Manche bringen es in dieser Kunst recht weit; andere Bieber leiden kläglich Schiffbruch, und zwar wird außer- ordentlich ost eine Hauptklippe im ehelichen Leben über- setzen.

Welche Hausfrau hBte nicht schon die betrübende Ent- Deckung gemacht, daß sich der Gatte manchmal in einer eigentümlich reizbaren Stimmung befindet, wenn er nach S^ der beruflichen Tätigkeit nach Hause kommt! Län­ger als eine Viertelstunde hält diese Verstimmtheit zwar meiftens nicht an, genügt aber doch, um Konflikte schwer­wiegendster Art heraufzubeschwören. Selbst der sried- llebendste, der gutmütigste Ehemann krankt an dieser Eigentümlichkeit; seine umbüfterte Miene, sein ganze» Gebaren bringen ein gewisses Etwas zum Ausdruck, yas besagt:Mit mir ift jetzt nicht gut Kirschen offen!"

Kluge Evastöchter tragen dieser kritischen Viertel­stunde Rechnung; sie wiffen ja genau, der Brummbär har jedenfalls in seinem Beruf Merger gehabt, oder er ist übermüdet, abgespannt, und wenn er nörgelt ober sich sonstwie ein Ventil für seine Nervenabspannung sucht, so ist das nicht ernst zu nehmen. Nach einem Viertek- stündchen ist, dank der ausgleichenden Wirkung, die eine Kamronische Häuslichkeit auf die erregten Nerven aus- prüden pflegt, diese Verdüsterung der Laune verflog«,.

Aber es gibt auch verwunderlichem)eise undiploma- Dche Gattinnen, die sich durch diese viertelstündliche, ehe- männllche llnliebenswürdigkeit gekränkt oder zurückgefetzt ffühlen. Ein scharfes Wort, das gar nicht ernst gemeint, do es mir der Ausfluß der nervösen Verstimmung war, stahlt sie mit gleicher Münze heim, sie schmollt, da er sich Estnschoinlich nicht freut, daß er wieder bei ihr fein

n und für ihre Zärtlichkeit keinen Sinn hat.- So Mirst diese eine verhängnisvolle Viertelstunde einen Schak- *to auf den ganzen Tag, ober die Beeinträchtigung der MSNMS MiÄ gar noch schwerere Folgen. Die tlugv

RCM-----

Sür unsere Frauenwelt.

Hausfrau war ein beffever Wetterkundiger; gelassen mat­tete sie, bis sich die Wolken auf der umbüfterten Stirn ihres Ehcherrn zerteilten, und siehe ba, allmählich stahl ich der Sonnenschein wieder herein Der heitere Gleich - mut, den sie seinem Sarkasmus entgegensetzte, em Scherz­wort, ihre Nachsicht brach dessen Schärfe die Spitze ad. ie fühlte wohl, daß es unklug wäre, ein Pulverfaß, dem der nervös Ueberl)astete momentan gleicht, durch ein Fünkchen zur Explosion zu bringen. Ihre unverwüstliche, -rohe Laune wirkt wie Del auf die erregten Wogen einer Verstimmthei!.

Mancher eheliche Zwist, manche Disharmonie könnte vermieden werden, wenn diese kritische Viertelstunde von eiten der Gattinnen als das aufgefaßt würde, was sie in Wirklichkeit ist, als die Folgeerscheinung einer Störung des seelischen Gleichgewichts, gleicherweise wie die gekräu- dte Oberfläche, der stürmische Wellenschlag bedrohliche Vorgänge in der liefe des Meeres verraten, das Vorhan­densein einer tückischen Klippe, an der schon mancher Schiffer zum Scheitern kam.

Und wenn der Freund dich kränkt, Verzech ihm und oerftcr Es ist ihm selbst nicht wohl, Sonst tat er dir nicht weh.

Und wenn die Lieb' dich kränkt. Sei dies zur Lieb ein Sporn! Daß du die Rose hast. Das merkst du erst am Dom!"

----- II.» > (>< ---------

Die grau im Beruf.

f. Der erste weibliche Gerichlsasseffor. Die Reseren- darm Fräulein Hildegard Schenkel aus Torgau bestand ihre Prüfung als Gerichtsaffeffor mitsehr gut". Die Dame tft der erste weibliche Gerichtsaffeffor in der Pro­vinz Sachsen.

f. Eine Dame leitet die Schichauwerke. Nach dem Tode ihres Mannes, des Großindustriellen und Be- fftzers der Schichauerwerke in Elbing, E. Carlson, hat die Witwe selbst die Leitung des Riesenunternehmens m die Hand genommen. Sie wird hierin unterstützt von einem kaufmännischen, einem juristischen und einem Maschinenbau-Direktor.

Die grau als Erzieherin.

f. Mürrisches wesen. Man liebt nicht Menschen mit finsteren Mienen und einem verschlossenen Wesen, son­dern die gefälligen freundlichen Kinder sind es, die sich die Herzen erobern. Deshalb muß das mürrische Be­tragen der Kinder streng bekämpft werden. Kinder, denen die Gabe fehlt, sich auszusprechen, sind oft mür­risch, weil sie sich unbehaglich in ihrem gequälten Zustand fühlen. Gelingt es, solche Kinder dazu zu bringen, ihr Herz auszuschütten, so flieht vor dieser Erleichterung bas mürrische Wesen. Gewöhnlich ift dies aber nicht so sehr leicht, denn meist sind diese Kinder auch mißtrauisch, und dies Mißtrauen zu überwinden, ift Sache der Erziehung. Ist dies gelungen, dann ist auch bald das mürrische Wesen beseitigt.

------- MHI- -------

Die grau als Hausarzt.

f. Erfrorene Hände und Finger find «in llebelstand, der viel Tausende oft m der empfindlichsten Weise pei­nigt, unb zwar auch schon zu einer Zeit, wo an Frost noch gar nicht zu denken ist. Heber die eigentliche Ursache ist man sich noch nicht klar, doch so viel steht ftst, daß die merkwürdige Erscheinung mit demFroste" eigent­lich gar nichts zu tun hat. Viele führen ihre erfrorenen Hände darauf zurück, daß sie sie einmal in der Jugend erfroren haben. Das kann ja wohl der Fall fein, aber die Ursache des immer wiederkehrenden Leidens ist das nicht. Die Ursache ift jedenfalls In schlechtem Blut unb mangelhafter Blutzirkulation zu suchen. Man muß also bie Grunbübel beteiligen unb wird dann auch bald Besse- rung bemerken. Regelmäßigkeit in den Darmfunk- Honen, einfache gewürzlose Kost, Diät, viel Bewegung im Freien, dazu Finger-Massage, Beklopfen und Reiben der Hände und füglich auch bas wechselweise Dämpfen derselben über einem Topf mit recht heißem Wasser, mit nachfolgendem Eintauchen in kaltes Wasser, das sind die einzigen erfolgversprechenden Mittel gegen erfrorene Hände.

f. Nervenschmerzen, bie durch Erkältungen entstanden sind, erfordern die Anwendung von Schwitzmitteln, Dampfbädern ober Dampfduschen, die man längere Zeit auf bie schmerzhafte Stelle einroirfen läßt. Auch Haut­reize wie das Bepinseln einer solchen Stelle mit Spa- nischfliegenkollobium, erweisen sich bei derartigen Nerven­schmerzen zuweilen als hilfreich.

f Allerlei Magenleiden treten häufig infolge schlechter Mund- unb Zahnflege auf. Die Reinigung der Zähne

owie der Mundhöhle mit Zahnpulver und Bürste ist daher unumgänglich notwendig. Bei krankhaften er- Meinungen am Zahnfleisch oder an den Zähnen ift a s Mundwasserzufatz eine Abkochung von Salbeiblattern, der eine Messerspitze Borax zugesetzt ist, emvfehlensweri.

Die grau in der Mche.

f. Teuselssauce. Vier hartgekochte Eidotter werden fein gerieben, bann allmäblich trophenweise Dier L°,r feines Del hinzugerührt, ebenso sechs Eßlöffel voll Rot­wein, ein Eßlöffel voll Senf, ber Saft von Zwei kleinen Zitronen, eine Prise weißer Pfeffer, Salz, zwei Ehloffe- gehackte Schalotten, einen Teelöffel Zucker unb ein c.r löffel Weinessig. Die Sauce muß eine halbe stunde flott gerührt werben. Sie ist zu jedem kalten Fleisch, besonders zu Wild sehr paffend.

f. Senf-Sauce zu Fischen. 100 Gramm Butter laßt inan in einem Topf zergehen, fügt einen Eßlöffel voll Senf, ein Teelöffel mit drei Löffel Fischwasser ierqutrb ;es Stärkemehl dazu, kocht alles durch und zieht bt Sauce mit einem Eigelb ab. Sollte sie zu dick sein, fug man noch etwas Fifchwasser hinzu.

f. Schmalzküchlein. Zwei Obertassen voll Maismehl gibt man in ein Viertelliter kochende Milch unb rührt dies über Feuer zu dickem Brei, den man erkalten laßt. Nun wird er langsam mit 80 Gramm Butter, 4 Eiern, 80 Gramm Zucke? unb einer Prise Salz vermischt, bavon kleine Klöße geformt, biefe in Ei und Reibbrot getaucht unb in Fett schön braun gebacken.

von der Wohnung.

f. Das geheizte Zimmer. Es gibt eine Menge Leute, die im geheizten Zimmer sich nie so recht Wohlbefinden, die sogar ftösteln, wenn eine Temperatur herrscht, bie sie im SommSr unerträglich finden würden. Dieses Ge­fühl des Fröstelns kann mehrfache Ursachen haben: Fal­sche Heizung, schlechte Lust, Mangel an Feuchtigkeit und natürlich auch krankhafte Zustände. Die Zimmertempe­ratur sollte man immer auf 14 bis höchstens 15 Grad Reaumur hallen, denn bei dieser Wärme fühlt sich ein qefunber Mensch am wohlsten. Eine größere Warme wirkt ähnlich wie ber Alkohol, sie ist momentan ange­nehm, aber fobalb sie nachläßt, empfindet die Haut Un­behagen. Unbedingt notwendig ist ein öfteres Lüften des geheizten Zimmers. Man glaube nicht, daß dieses ba= durch kalt wird; schlechte, verbrannte Luft erwärmt sich viel schwerer als frische, kühle, reine Lust. Diese bringt auch ein größeres Maß von Feuchtigkeit herein, welche für bas Wohlbefinden und die Gefunderhallimg durchaus erforderlich ist. Trockene Wörme entzieht dem Körper Feuchtigkeit, sie kühlt also die Haut ab, unb daburch eben entsteht das unbehagliche, fröftelnbe Gefühl. Deshalb sollte man ebensowohl einen Feuchtigkeitsmesser im Wohnzimmer haben rote einen Thermometer. Die ge­sunde Lust muß 6070 Grad Feuchtigkeit enthalten. Nötigenfalls lasse man Wasser verdampfen oder hänge nasse Tücher zum Trocknen auf.

von der Handarbeit.

f. Vie Erfinderin des häkelns tft wenig bekannt, trotz­dem sie erst im Anfang des vorigen Jahrhunderts lebte. Es war eine Irländerin namens Riego. Sie beobachtete eines Tages, wie Schnitter mit ihren Sicheln aus Stroh eine Art Kette anfertigten, um Garben zufammenzu- faffen. Sie verfertigte sich ein kleines hakenähnliches Instrument uni versuchte mit Erfolg, sich aus feinem Garn ein ähnliches Mafchenwerk herzustellen. Nach unb nach erfand sie bann bie ganze Fertigkeit bes Häkelns unb entwarf selbst sehr stilvolle Muster, benen sie durch Bearbeitung mit ber Nähnadel den Anschein von Point- lace-Spitze gab. Sie lehrte ihre Kunst in einem Kloster in Dublin, dessen Nonnen die schönsten Muster aufbe­wahrt haben. ___

Aus dem grauenleben.

f. Eine Stabt, bie nur von Frauen unb Kindern be­wohnt wirb, fit Nany Harm in Siam. Alle Einwohner, übrigens gegen 9000, gehören zur Kaiserlichen Familie. Die ganze Stabt ist also eigentlich der Harem des Kaisers von Siam, nur mit dem Unterschied von dem sonstigen Begriff, den man von einem Harem hat, daß hier auch alle Familien der Vorgänger bes Kaisers wohnen. Kein anberer Mann als ber Kaiser allein bars diese Stadt betreten. Alle Arbeiten werben von den Frauen und bereu zahlreichen Sklavinnen ausgeführl. Die Stabt enthält Tempel, Marktplätze, Kaufläden, Straßen, sogar ein Gerichlsgebäude mit weiblichen Rich­tern, Polizisten unb einem weiblichen Henker. Sind bie männlichen Mitglieder halbwegs erwachsen, so müs-

; Nr. 275 vom 26. Nov. 1924. \

, ,, .. . sonrabies. Der Name Nany

sen ste hinaus aus -r parames.

Harm bedeutetverschleierte Frauen .

f.Ich suche den König." Friedrich Wtthelm IV. vorn Preußen war von hitzigem und lmcht erreg h ter. Seine Gemahlin, Königin Ettsavelh, rabe Gegenteil. Wenn sich ber König mm s fahrenden unb zornigen Wesen überlist, pfleg l im Zimmer umzusehen unb zu sagen:34 $ König". Das erste Mal, als fie dies sagte, König so davon betroffen, daß er aussland. sich W Hand beugte, sie küßte und schwieg. Unb auch fpatert) war das Mittel von ausgezeichneter Wirkung.

f. eine längliche Liebeserklärung. Es soll, so ho» man sagen, manchmal recht lange dauern, bis es Zwischen zwei Leutchen, die genau wissen, was fie zu emanoer empfinden, zu einer Liebeserklärung fonimr. Umso schneller geht dann eines Tages die Erklärung vor fich. Ein paar Worte dann ifts heraus; man liegt sich tn den nächsten Minuten schon tn den Armen. Unb P weiter. Das höchste Glück Hal eben, nach des Dichters Meinung, feine Lieder. Und auch ferne Worte. 3e falls also wird man darin übereinstnnmen, daß eine i Liebeserklärung eine sehr schnelle Sache fft. Wers noch nicht selbst erfahren Hal, wird s schon noch kennenlernen. Je nun, es Hal schon einmal eine Liebeserklärung ge­geben, die nicht fix vor sich ging,fonbern fage unb schreibe volle zwölf Wochen dauerte, bis sie ganzheraus war! Das ging fo zu: Eine junge deutsthe Dame lernte in San Franzisko einen tungen Deutschen kennen, der in Tokio zu Hause war. Der junge Herr retfe ab. . 2 a» heim angekommen schrieb er nun seiner Angebeteten, eben besagter junger Same, jede Woche eme Karle, auf der nur immer ein Buchstabe stand -tas ^rautein legte die Karten nebeneinander, unb siehe, nach zwölf Wochen halle sie das Sätzchenich liebe Dich' beisammen. 1-as war. gewiß eine längliche Liebeserklärung, die auch so­gleich Crhörung fand. ,

heiteres.

Doppelsinnig.Nun, rote finden Sie das Weinchen, bas ich Ihnen gesandt habe?" Kunde:Der macht einem den Mund wässerig."

*

3a, warum? Der Lehrer erklärte den Kindern die Bedeutung der verschiedenen Farben.Weih", sagte er, bedeutet die Farbe der Freude, deshalb trägt eine Braut an ihrem Hochzeitstag immer ein weißes Kleid, weil es der freudigste Tag ihres Lebens ist." Darauf unterbricht ihn ber kleine Harry mit ber Frage:Wes­halb trägt benn ber Bräutigam einen schwarzen Anzug?

*

Unwissende Orden. Eine Frau niederen Standes reichte bei dem Slaatsminisler H. eine Bittschrift ein. Zur Ersparung der Kosten machte sie sich die Bittschrift

selber und auch die Aufschrift. Sie wußte zwar, daß der Minister mehrere Orden hatte, wußte aber nicht, welche unb um biefes auf der Adresse anzudeuten, schrieb sie dieselbe folgendermaßen:An seine Exzellenz den Herrn Slaatsminisler von H., Ritter mehrerer unwissender Orden."

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Gedanken find zollfrei. Emma, das neue Dienstmäd­chen, zeichnet sich leider nicht gerade durch die feinsten Umgangsformen aus. Kürzlich halte eine Dame einen etwas ramponierten Karton bei uns stehen lassen unb klingelte am nächsten Tage an, um nach dessen Verbleib zu fragen.Jewiß," rief Emma,hier stehl sone olle Schachtel, bei bie hab' ick jleich an Ihnen jedacht!"

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