Einzelbild herunterladen
 

MMWNlN IS W.M 15 W.)

51. Zahrg.

fir. 265

Zentrum und Bayern.

nasiast Kurt Keßler, ist wegen Mordes und Mord­versuchs in Tateinheit mit schwerem Naub zuzehn 'ähren Gefängnis vom Schwurgerrcht rn

heniol und Baldwin.

Vorbereitung einer Zusammenkunft des franzö­sischen und des englischen Premierministers.

wtb Paris, 12. Roo. (Tel.) Nach Londoner Meldungen einiger Morgenblätter wird wahrschein­lich, nachdem das englische Parlament die Advers- Debatte beendet haben wird, eine Begegnung zwischen Herrn! und Baldwin stalkfin- den. Rach demEcho de Paris" kann die Zusaw- menkunt erst siatifinden, nachdem der neue franzö­sische Bolschasler in London seinen Posten ange- treten hak, was erst Anfang Dezember geschehen könne.

Laht Euch vor der Wahl «icht durch Schlag­worte betöre«!

Sorgt für eine« arbeitsfähige« «ud ar­beitswillige« Reichstag!

Stärk« die Mitte!

Reichskanzler Marx.

Verantwortlich iür die SchriNleituns: Tr. I°banner «rarn er An-eigen: I. « arretier, Fulda. Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Sctiendiuckerei in Fulda. Fernivrecher "xx- v- Mvrotlicker BernasvreiS: 1.50 Mt.

Deutschland und Japan.

Verhandlungen über einen deutsch-sapansichen Handelsvertrag.

Wtb London, 12. Nov. (Tel.) Die .Times" melde! aus Tokio: Aach einer amlUären Meldung trifft Japan Vorbereitungen, um Verhandlun­gen mit Deutschland wegen Abschluß eines Handelsvertrags zu eröffnen. Ter Vertrag soll auf der Grundlage der Meistbegunstl- qung beruhen, um den gleichen Zustand wieder herzustellen wie er vor dem firiege bestand.

Nm wer arbeitet, wird siegen 1

Die Gegner rüsten fieberhaft und mit Aukbietun» riesiger finanzieller Mittel. Wir dürfen nicht zurück- bleiben.

Spendet für »e« Wahlfond!

Werbt neue Mftglieder für die Partei, ueue

Abonnenten für unsere Presse.

Deutscher Reich.

* 1 , I Satiren Gefängnis vom iVwwurgerru^ tz

Zu der Verhaftung zweier Führer des Reichs- ^-^en verurteilt worden. Keßler halte zehn Tage e.'ttnfnlh IN Striegau, wo I , nnrlmmte bet Berchtes»

- -

katholische Wett.

P Droste * Der frühere langjährige General- präfett und RekL des früheren Jesuitenkollegs St. Andreas (Chariottenlund) Pater Jos. Droste J., ist im Alter von 66 Jabren gestorben. Jn ReckltNg Hausen am 25. Juni 1858 geboren, trat P. Droste tm Herbst 1878 ins Noviciat der deutschen ^esurten zu Ersten Schon vor seinen theologtschen Studien tn den achtziger Jahren als Lehrer am kleinen Ordenskolleg St. Andreas bei Kopenhagen tatrg, kehrte er l893 dort hin zurück, nach seiner Priesterweihe tn Dltton (1891). Hier wirkte er in leitender Stellung abwechselnd als Generaipräfekt und als Rektor bis zur Aufoebung der Anstalt, die infolge des Krieges 1914 durch die bamjaje Regierung erfolgte. ,

Der Berliner verkehrsstreik.

'stu dem Streik bei der Berliner hoch- und llimerqrundbahn teilen die Blätter mit, daß als Anwort auf die von der Direktion angekun- biqtc Entlassung der Stretkend en e.ne Versammlung des Derkehrspersonals beschloßen fyat, unter keinen Umständest die Arbeit wieder °u - zunehmen, bevor nicht d,e von dem Personal «e stellten Forderungen bewilligt worden stnd. Ein lieber greif en des Streiks auf bic ubn6en Berliner Verkehrsmittel dürfte nicht zu befurchten sein. ..-

banners SchMarz-Rot-Gsld in Striegau, ~- es am 26. Oktober zu Zusammenstößen zwtscyen Reichsbanner- und Stahlhelmleuten «etommen war, meldet dieBoss. Zig. , daß dw Haft­entlassung der beiden Beschuldigten bevor­steht, da die Untersuchung ergeben habe, daß sie sich bemüht haben, Zusammenstöße zu vermeiden.

Entspannung in Oesterreich«

Vor dem Ende des Eisendahnerstretks. Die Rückkehr Seipels.

Der österreichische Eisenbahnerstreik, der eine Regierungskrise zur Auslösung brachte, war das Werk der deutsch-völkischen Elsenoahner. Die christlichen und die freien Eisenbahner haben die Streikbewegung erst mitgemacht, als sie nicht mehr aufzuhalten war. Inzwischen hat sich aber bereits die Vernunft durchgeseßt. Die Berhand- lungen zwischen der Generaldirektion der Bundes­bahnen und den Vertretern der drei Eisenbahn­gewerkschaften haben, wie m p°rlamentarstchen Kreisen verlautet, zu emergr undsaßlichen U e b e r e i n st i m m u n g über den Vorschlag der Generaldirektion geführt. In diesem Vorschlag gehe die Generaldirektion der Bundesbahnen über tne: vor Ausbruch des Streiks gemachten Zuaestandnche für dieses Jahr nicht hinaus, erkläre sich ledoch be reit, für das kommende Jahr in der Frage der Be- I soldungsreform weitere Zugeständnisse zu machen.

Die getroffenen Vereinbarungen werden den Ver- I trauensmännerversammlungen vorgelegt und, wie I es heißt, von den Vertretern der sozialdemokra- I tischen und christlich-sozialen Elfenbahnergewerk­schaft zur Annahme empfohlen werden. Auch die Vertreter der Deutschen Verkehrsgewerkschaft, deren Mitglieder in ihrer Mehrheit der National sozialistischen Partei angehorem durften, wie aus ihren Kreisen verlautet, keme Schwierig­keiten machen, sodaß mit der Beendigung des Eifen- bahnerstreiks gerechnet wird.

Auf Grund dieser Entwicklung und der Bespre- jungen im Nationalrat erklärte Bundeskanzler I Seipel sich bereit, den Auftrag zur Bil-, düng der Regierung zu übernehmen, um I mitzuhelfen, eine möglichst rasche Beendigung der | Krise herbeizuführen.

fammenfassung von Einzelindividuen, die alle na­türlichen Unterschiede des Geschlechts, des Alters, der Erfahrung, der Kenntnisse, der Leistungen eben­so grundsätzlich wie völlig unbeachtet und dadurch alle organische Bedingungen auflost, sondern die Demokratie ist ein leb end i ger Do lksst aot. Sie ist die Pflanzstätte der menschlichen Kraftent- wicklung und muß es fein. In ihr geht eine Sche^- I düng der höheren und niederen Kräfte vor sich, die Entfaltung jeder Art von Züchtigkeit. Demo­kratie ist kein Zukunftsreich, m dem nun allen erfüllt wird; sie ist vielmehr Aufgabe, Maße, in dem alle um alle besorgt werden, wachst ihr Segen und des Volkes Wohlfahrt.

Demokratie will nicht, daß viele Herrschern son­dern Demokratie bedeutet, daß man im Wege über Wahl und Parlament die rich­tige Führerauslese trifft. Demokratie ist nicht Unterdrückung der Führerpersonlichkeiten, son- ! dem ihre Benutzung im Sinne des Willens der Volksmehrheit. Es ist eine der unfeinsten Kampfesweifen der Gegner der Demokratie, es immer wieder so hinzuftellen. als ob tn der Demw Iratie der Demagoge Führer fei. Netn, auch der demokratische Führer ist Führer im * Sinne des Wortes; und,er wird auch Spiel- und I Lebensraum haben für seine Ideen und feinen gub- rerwillen. Dabei fällt dem Parlament die Aufgabe zu, gewissermaßen das Instrument zu sem,^an dem I die führenden Männer die Meinung des Volkes ab- I hören können. Der Führer m der Demokratie hat I in sich selbst das ganze Volk lebendig, besten wirt-

naäi der Ermordung Merz' nochmals bei Berchtes- gaben eine Dame überfallen, durch Mefferstiche ver lebt und beraubt.

200000 Kubikmeter Erde tn Bewegung. Am Walensee in der Schatz sind große Erdrutsche er­folgt. Da der Eisenbahnverkehr aus der, Gefahr- »ne verlegt werden muß, werden die Zuge von rtürich nach Ebur mir noch bt$ Weesen geführt, von wo die Reisenden auf der hoch am Berge da- hinführenden Landstraßen m Automobilen nach Mühlhorn befördert werden, ^n ben «ergab» hängen sind etwa 200000 Kubikmeter Erde m Be- wegung, die sich erst lösen muffen, bevor dre Aus­räumungsarbeiten beginnen können.

von den Hochschulen.

= Vie drahtlose Universität. Das Funkprogmnun wird in Kürze eine neue Bereicherung erfahren. Her­vorraaende Forscher der Berliner Universität sino von der Funkstunde für drahtlose Vorlesungen zewon. nen worden. Zu Evren des Schöpfers des deutschen Rundfunks werden diese Kurse den NamenHans Bredow-Schule" erhalten.

Wissenschaft und Forschung.

- Entdeckung der mQ|«nba6t«le?JReuter melbet: Dr. Kusama vom Laboratorium Krtasato (japan) teilt mit, datz ihm die Entdeckung der Masernbakterie gelungen fei.

Technik und Verkehr.

Vie Graanisation der amerikanischen Auloverkehrr. Der aewaltia anwachsenoe Äutoverkehr in den Stra- hen von Newvork hat bereits dazu oefuhrt datz ver­schiedene Stratzen unpassierbar geworden sind. In ae- wisien Stratzen dürsen keine Automobile harten oder die Stratze überqueren. Bei parallel laufenden Stra­tzen ist der Verkehr so geteaelt, daß dre Automobile mit geraden Nummern auf der östlichen und die -lutos mit ungeraden Nummern auf der westlichen-stratze fah­ren. ikreuzun iSiiellen de» Nordsüd. und Cftweft» Verkehrs werden dur st elektrische Signalstationen uver- wacht. Durch abwechselndes fahren und Hatten wird die Kreuzung der große« Verkehrsadern ermöglicht.

Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Skadf Fulda.

* 3n;eiaen«S5reiie Älemieile (Colonel) total 0,15 Goidmari auswärts 0.20 Soldmark: Stetlamesetle total 0,60. Goidmari auswärts 0,80 Goldmark. :r

Bei Wiederbolunarn Rabatt- Polstcheckkonlo irranNurt a. M. 4051

Die völkischen gegen die Juden.

Wirtschaftsausschuß des bayerischen Landtags veranlaßte ein völkischer Antrag eine länarre Aussprache. Der Antrag verlangte von der L"L»g -um Schutz d"«°»

der jüdischen Ausbeutung, daß bte behördliche Zu- Fassung zum Handelsgewerbe an ^uden ",hne Unterschied der Staatsangehörigkeit nicht mehr rteilt wird. In der Aussprache bezeichneten die Redner der Paneien und der Regierungsvertreter len Antrag sowohl gegen die klaren Bestimmungen Der Reichsverfassung, als gegen die Gewerbefreiheit verstoßend. Der Antrag wurde mtt allen gegen *üe völkischen Stimmen abgelehnt.

Die Rechnung der Frontkämpfer.

Am französischen Feiertag des Waffenstillstandes überreicht.

Aus Paris wird gemeldet: Die aus Anlaß je§ Waffenstillstandes flaltgefundeneu ostfd'ellenKund­gebungen, die in Paris und tn der Provm, einen militärischen Charakter trugen, sind ohne Zwilchen- fälle verlausen. Die ehemaligen Front kämpf er staben eine großzügige Kundgebung veranstaltet, um ihren Forderungeu ans Erhöhung der Pen lionen und der Unterstützungen cm.nsiaiken Nachdruck zu geben. Eine Delegation hat st» »um Ministe, Präsidenten begeben und ihm die WUmcve der Bereinigungen der Kombatianien ubermi teit. Der Ministerpräsident erklärte, er werde die For­derungen in wo 'lwollender Weise prüfen und hoste, den Wünschen Der Frontkämpfer Folge leisten zu können.

Die Verhandlungen zwilchen Zen.rum und I stasi-rischer Volkspartei über die Stellungnahme beider Parteien im Wahlkampf in Bayern gehen nun ihrer I Entscheidung'entgegen. Nachdem ber urfbrung« I ÄWo«, °°»» K.

der dahin ging, das ganze rechtsrheinische Bayern I für die Bayerische Volkspartei zu.reiervieren m der Pfalz jedoch mit einer gemeinsamen Lifte auf- mir et en auf deren erster Stelle der Kandidat der bayerischen Volkspartei und an zweiter Stell« der Kandidat der 'Zentrumspartei stände, aogelehnt war, ist die Bayerische Volkspartei nun »n daS Zentrum mit dem Vorschlag herangetteten, es be-

zuglich des rechtsrheinischen Bayerns bet den -b- , machungen zu belassen, dagegen t« der lPfalz ge- ' trennt zu marschieren. Das wurde bedeuten, daß das Zentrum im ganzen rechtsrheimschenBayern keine eignen Kandidaten aufsteüt, aber "uch solche Kandidaturen, die sich als Zentrumskand daturen bereichneten, weder direkt noch tndttekt unterstützt. Tagegen würde in der Pfalz n eben dem Kandidaten der Bayerischen Volkspartei das Zentrum tnetgenem selbständiaeu Aufireten feinen Kandidaten und zwar den bisherigen Abgeordneten Ho jman,« Ludwigshafen präsentieren. Die beiden Parte'«" würden sich verpflichten, einen siemasiichen V.ahl- kampf zu fuhren, jedenfalls |0 aufzutreten, daß den doch demnächst notwendig werdenden engtten Ver­handlungen betreffend einer engeren^Zufammenarbei der beiden Parteien keine unüberwindlichen Schwierig­keiten bereitet würden.

Dich« Situation wird nun der am 13. ^^vember 'm Berlin zusammentretende Reichs parteivor- stand vorfinven, und et wird sich über bk nunmehr Su ergreifenden Schritte entgultig schlulsig werden. Nach Lage der Dinge durfte'wohl die eben be- schriebene Regelung Platz greifen. >

Die Lage in Spanien.

Fortdauer der Massen-Verhaftungen

wtb. Paris, 12. Nov. (Tel.) DasJournal" meldet aus Madrid: Die Verhaftungen unter den extremen politischen Parteien dauern an und übersteigen bereits gestern in Madrid 80. Die Zensur wird strenger denn je gehandhabt.

Das Abenteuer in Marokko.

Wtb Paris, 12. Nov. (Tel.) tzavas meldet aus Madrid: (Ein Tommunique der Regierung teilt mit, daß die Iahresklafse 1 92 1 unter den Waffen gehalten und die Jahresklaffe 1924 einberufen wird, um die Operationen in Marotto forkfeheu zu können.

Montenegro und Mbanien.

wtb Belgrad, 12. Nov. (Tel.) »Prawda- meldet dm Ausbruch von Kriegsunruhen zwischen Montenegro und Albanien. Ursache sei die Ermordung eines monlenegrintschen Sreispräsekken. Albanische Banden und mehrere tausend Montenegriner marfchieren in Richtung BjelopoljeBerane. Die Verbindungen mit den Sandschak seien unterbrochen. Beiderseits seien be­reits zahlreiche Tote zu verzeichnen. Aus Spek

I sxien die Truppen abmarschiert, um die Ruhe wieder herzustellen.

Die Bewegung int Islam.

wbt. London, 12. Nov (Tel.) DieMor- ning Post" meldet aus Kairo: Iben Saud er­klärte in einer Konferenz von 300 Wahabitsu- I Scheichs er beabsichtige eine iftamitische Konferenz nach Mekka einzuberufe«, zu der I Abgesandte aus der ganzen muselmanischen Welt I eingeladen würden.

Beamtenfragen.

nie fflefcaJtsfrage. Wie die Blätter melden, wird die ^nekündigte Beratung zwischen: dem Re ich-- finanzminiiterium und den Vertretern der San- der über die Erhöhung der Beamtengehalter voraus­sichtlich nächsten Dienstag stattfinden.

Hus der Wahlbewegung.

Auf dem in Hannover abgehaltenen autzero'dent» lichen Bezirksparte'tag der Sozialdemokratischen Partei wurde trotz des Widerspruchs der Delegier'en der Stadt Hannover ein Antrag des Bezirksvorstandes mtt grozer Mehrheit angenommen, Oberbürgermeister L ein e rt an sicherer Stelle auf die preutzische Landtags- Wahlliste zu setzen.

Der Gymnasiast als Raubmörder. Der'ber des Studienrnts Dr. Merz aus Berlin, deffen Er­mordung in Bercktesaaden im Sommer großes Aufiehen erregte, der 17 jäbriae Nürnberger Ghm-

Zührertum und Volksftaak.

Don Dr. Johannes Dierkes.

Ter Wahlkampf hält heute das deutsche Volk in . ^^ichen^und kultu«ll^Ai>fMben u^^^ Bewegung. Neue Parolen werden auSgegeben oder sr Rechnung .zu tragen lucht wieder ein

alte neu aufgefrischt, je nachdem man an ihre Zug- ^m ^abei die Mogttch mt,^ ) Endigen Strö- Iraft glaubt oder nicht. Und.tm aufreichenden (sie- » Bestrebung M machen. Bestimmt

fühl werden schöne Reden folgen mtt alten und I mu"9^nu^irf,,X7fr6i59be5 ^ar^ame^t5, so bleibt neuen Ideen, mit bekannten und unbekannten Rezepten.nerbe£af^ selbständiger

Das mag alles schön fein, obgleich es ,tch lehr I ^ührerpersönlichkeiten, Raum für eine von befer I oft minder schön abspielt. Ter kluge Mann ledoch I .-^t jn jjte Zusammenhänge erleuchtete Wirk- I denkt nach. Nicht daß er resigniert oder grollend ^keit. os J

beifeite stehen oder sich vergrämt oder verbittert zu- I ^ster will es nicht scheinen, als wenn dies Ideal I rückziehen soll, nein - nur das mcht! Denn un- Demokratie in der Nachkriegszeit geradezu,am- toert bürgerlicher Ehre ist, wer tu ben srotzen I DOm deutschen Volke behandelt worden sei. I Kämpfen seines Volkes Parteilos bleibt. Sondern er ist | C5'jAj iOf a[5 ob unser Volk aut die Dauer I

sich klar über das, was die Zeit von ,hm erheischt, und I güi)rer mehr ertragen könne? Nicht immer I wie er sich zu den große« Fragen stellen soll, nicyt I rourben .-ie gemordet wie Rathenau und Erzberger; I ans aufrauschenden Gefühlen heraus, nicht als Nach- I aber mer tann ße heute noch aufzählen, die Man- I fchreier blöder Schlagworte, sondern denkend und I ... ,jt 1918 bemühten, der Schwierigkeiten

wollend als freier Mann und Treter Bürger I ' 1 ro'erben unb öic gehen mußten, weil eme

nimmt et an seines Volkes großen Enscheldimgen I un,u;rie^(,nej oft elende Oppositon ihnen das an­teil. Klarheit ist alles! I qefQngeRe Werk zerschlug. Keinem ward es ver-

Diese Klarheit zu gewinnen über Worte und I gönnt( feine Aufgabe durchzufuhren. Immer wie- j Begriffe, die das A. und O. in der Tagespreffe, tn I der Wechsel, immer wieder neues Beginnen, too Den politischen Verhandlungen und auch im kommen- I fehlte die große einheitliche Linie, tue uns nötig den Wahlkampf sein werden, tut not. Es gibt nun I gewesen wäre.

kaum ein Wort, dem man so oft begegnet tote dem I Md doch, Führer waren schon da. Wirty, Wort Demokratie. Von Tausenden mißbraucht, I ^atf)enau und andere. Sie mußten smar abtreten, ist es Tausenden wertlos und verhaßt geworden; I aber ber große Ideengehalt und d,e geistige Kraft anderen bedeutet es alles. Was ist sein wahrer Stnn it)rer Politik tat ihr Werk, entgiftete die Welt-

| und Gedankeninhalt? I atmosphäre und durch den Nebel hoßgeschwolleriei

Demokratie b e b e u t e t Volksstaat. I Stimmungen hüben und drüben leuchteten> °'e grw Alle haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, ßen Zusammenhänge gemein- amerS^d°rckat d» Aber - und das ist von entscheidender Bedeutung Völker. Und ie Heller es wurde im Ausland uno alle haben nicht gleiche Fähigkeiten und gleiche I je mehr das Denken unserer ehemaligen Fern sch Eiae'fichaften nicht gleiche Anlagen und gleichen | aller -aßeffekte entledigte und sie dt«-Las^erech

I Besitz.Demokratie E m-chamt»- Ä-- t-ra sich die an- *1* J ml?t.

>, I fcren Linie Platz, der Wche wieder mit^tun im qeistigen und wirtschaftlichen Wettstreit der Völker bei aller Betonung und Wahrung unse-

P« rt geführt hat, ist Marx. Das Erbe Wirths und Rathenaus hat er angetreten und ihre Aufgaben erfüllt mit der ihm eigenen mneren Ueberiegenbett über die Instinkte roher Gewaltpolitik. Mit dieser m ni«^ i ydfttgen Kraft tonnte er in London Deutschlands m dem | Politik auf jene Ebene bringen, auf der der Prr- ""t mot der Außenpolitik wieder wirken kann.

I Und weil wir bereits wieder em Faktor m der Welt sind, mit dem die Völker rechnen, darum tut nichts mehr not, als daß dis Erhaltung und F e ft p gung der deutschen Politik gewährleistet wird. Wir sehen in Marx den Mann, zu dessen Ehrlichkeit und Lauterkeit wrr Vertrauen haben, de sen Erolge in der Politik wir weitergefuhrt sehen möchten. Das Dauerhafte und Gesunde femer Außenpolitik, das langsam im Reifen tft, mutz in stetiger Entwicklung weiterwachsen. Und wenn wir daran denken, wie oft schon hoffnungsvolle Ansätze zerstört wurden, die wir von neuem mühevoll auf» bauen mußten und nun heute sehen, daß end.ich etwas im Werden ist, das uns schon eme Erleich- terung von unseren Lasten und em wachsende^ ver­trauen der Welt gebracht h°tk dann wollen ww hoffen, daß das Volk in feiner Mehrheit sich auch m Zukunft hinter den Mann stellt, der uneigennützig das Wohl seines Volkes will.