Amtlicher Anzeiger für den Kreis und die Skadk Fulda.
Nr. 264
Mittwoch, 12. November 1924
51. Zahrg
Verkehrsstreik in Berlin.
grnndbahn.
Reichskanzler Marr.
datz ihr frevelhaftes Hc Offiziere unD den Offizi
Die übrige bayerische Presse äußert sich noch weit abfälliger über Ludendorff. Die nennt ihn einen revolutionierenden General. Die Artikel erscheinen unter Titeln wie: „Er, Ludendorf der Selbstherrliche". — Bedauerlich ist nur.
„Daß der Qönig, Seine König!. Hoheit der Kron- I Prinz Rupprecht, mich beleidigt hat, werde ich I schriftlich veröffentlichen. An der Beleidigung I ist heute kein Zweifel mehr, denn sonst hätte General- I seldmarschall Hindenburg in seinem Vergleichs» I Vorschlag es nicht für erforderlich gehalten, Sr. König!. Hoheit aufzuerlegen, für die mir zugefügte Beleidigung die Entschuldigung auszusprechen. Früher hatte der König das Recht der Gnade. Dre Generale sprechen aber dem Königtum das Recht zu, unaesühnt beleidigen | zu dürfen. Was fetzt hier in Bayern vor sich geht, । das ist Byzantinismus, das isr Reaktion der schlimmsten Art. Ich habe mich stets mit meiner ganzen Person für das Offizierskorps eingesetzt. Heute aber nehme ich mir daS Recht, den Offizieren zu sagen, datz ihr frevelhaftes Handeln das OsfizierkorpS, die Offiziere uno den Offizierstand zum Gespött der ganzen Welt macht. Der Reaktion mache ich hier den Vorwurf, datz sie den Stampf gegen schwarz-rot« vold. gren den Marxismus zerschlägt. DaS ist nicht' wunderbar, denn diese Reaktion selbst ist schwarz.»
Die.Münchener Neuesten Nachrichten', die früher für Ludendorff eintraten, bemerken zu dieser Erklärung: Es wud uns wirklich nicht leicht zu erklären, daß die Au-sührunaen Ludendorffs mit der Auffassung, die im deut chen Heere und Volk selbstverständlich war, nicht mehr zu vereinbaren sind. Die Wahrheit gebietet fesizustellen, daß Ludendorffs Airsführungen den Tal fachen ausweichen, daß er eine außerordentlich schwere Beleidigung aus- ge p ochen hat, die er nach eigenem Geständnis nicht beweisen konnte, die er aber auch nicht unetn« geschränkt zurücknehmen wollte. Nach alledem ist das heutige Verhalten LudendorffS nicht mehr verständlich."
Die Bayern gegen Ludendorff.
Die Offiziersregimentsvereinigungen in Baycrr haben sich der Erklärung der bayerischen Generalität gegen Ludendorff angeschlossen. Ebenso die bayerische Vertreter - Derfammlung des Deutschen Offiziers - Bundes für die bayerischen Kameraden.
Ludendorff setzt sich mit den bayerischen Offizieren, die ihn geächtet haben, auseinander und schreibt n. a.:
Ehren, aber zieht die Fahne deS neue« Deutsch- land nicht in den Staub!
8. Fürsorge für das besetzte G e b i e t mit Sem großen vaterländischen Ziele der endgültigen Befreiung.
9- Befreiung Deutschlands von der Kriegs- fchuldlüge unter Förderung der wissenschaftlichen Forschung.
10. Erhaltung und Weckung des Sinnes für K o- l o n t e n im Auslande (Mandatsfrage des Bölker- bundes).
w‘b Paris, 11. Roo. (Id.) tzavas meldet aus Barzelona: Gestern vormittag 7 Uhr wurden Zwei der an den 1'nruhen vorn 6. November De- tetliglen und durch das Kriegsgericht zum Tode vcrurterlten Spanier standrechtlich erschossen. Sjus Madrid wird berichtet, daß dort za'lrelche
wtb Berlin, 11. Nov. (Tel.) Zufolge eines heute nacht von dem Fahrpersoual der Hochbahn getroffenen Entscheids ruht seit heute morgen der gesamte Verkehr bei der Hoch- und Anker-
BerantwortUlb tüt die Schrntleitung: Dr. Johannes Ätant er Anzeigen! 3. ® arretier. Fulda. Rotationsdruck und verlas der : Fuldaer ActievdrvSerei in Fulda. Fernivrecker Rr- 9.
MonEcher vernsSdreiSr 1.50 IRL
Schwaezrotgold ist das Symbol grotz. deutscher Einheit, nicht eine Berhetzeeung von Schwarzweihrot. Hastet die alte Fahne in
Am Montag trat der Geschäftsausschuß der Beamtenspitzenverbände in Berlin zusammen, um zu einer Erhöhung der Beamtengehälter Stellung zu nehmen. Laut der „Germania" war man sich darüber einig, daß noch vor einer zu erwartenden Regierungserklärung über die Aufbesserung der Beamtengehälter eine Abordnung der Beamtenschaft im Reichsfinanz. Ministerium und beim Reichskanzler vorstellig werden soll, um der Regierung gewisse Mindest- wünsche der Beamtenschaft vorzutragen. Ueber die Höhe dieser Forderung soll in einer Sitzung am 12. dieses Monats beschlossen werden.
Die Kölner Sone.
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Die der „Makin" berichtet, wurde im Iahre 1919 durch amerikanische Truppen im Beifein des I Besitzers der Villa in Roubaix, der den General beschuldigte, — namens Dolt — in der Wohnung d-s Generals von Rakhusius in Koblenz eine tzatis- I fuchung vorgenommen, die ohne Ergebnis | bltcb. Die amerikanischen Behörden haben erklärt, daß die Beschuldigung hinfällig sei und dem General sogar die Erlaubnis gegeben, nach Kassel fibet- i zu siedeln. 3 m 3ahre 1921 fiat ein Kriegsgericht tn kille ein Abwcsenheiksurkeil aesällt. wie von 2'af!?rfi»s auf Ehr-n^ort erklärt, Hai er niemals caron Kcnnknis erhalten.
2- Sicherung der Fürsorge für Sozialrentner, Klemrentner, Kriegsbeschädigte usw., gleich- zeitig Behandlung der Aufwertungsfrage im sozia- len Smn. 1 0
FuldaerZertung
Rückführung -er Regiebahn.
Wie die „Oermanta" mittellt, haben zwischen einem Beauftragten des Hauptoerwaltungsrats der Reichsbahngesellschaft und den ® e ° werkschasten Besprechungen über die Rückführung der Regiebahn und die daraus für die Arbeiterschaft sich ergebenden Maßnahmen stattgefunden. Da unter dem Regiebetrieb eine Vertretung der Arbeiterschaft im Sinne der Detriebsräteordnung nicht möglich war, will die Reichsbahngesellschaft, um die Vertretung des Personals erneut zu ermög- ltchen, voraussichtlich im Januar Neuwahlen der Betriebsräte vornehmen lassen. Inzwischen sollen durch Mehrheitsbeschlüsse in allen Dienststellen Vertrauensleute ernannt werden, die die Vertretung der Arbeiter etwa im Sinne der Betriebsräte zu übernehmen haben. Es wurde ferner beschlossen, den Arbeitern, die von der Regie entlassen oder ousgewiefen worden sind, die Zwischenzeit, in der sie nicht im Dienste der Bahn standen, voll als Dienstzeit anzurechnen.
von -er spanischen Grenze.
^^Ls'^.'^espondent der „Liberte" gibt seinem Blatte über dte Zwischenfälle, die sich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag an der spanisch.
G^nze abgespielt haben, folgen- oes totlo:
50 Spanier, die mit verschiedenen Zügen von Perpignan erngetroffen seien, sollen sich in der Nähe der Ortschaft Ascam gesammelt haben, um in kleinen Gruppen nachts die Grenze zu überschreiten. Sie hatten sich gegen 2 Uhr nachts bei Dera gesammelt. Nachdem sie einige Posten der Bürgergarde, dir sich ihnen entgegenstellten, niedergeschossen hätten, sei die Garnison arlamiert worden, die nach einer Schießerei 27 Spanier festgenommen, 5 getötet und die übrigen in die Flucht geschlaoen habe. Don den Geflüchteten seien noch weitere 5 durch französische Zollbeamte festgenommen worden.
General v. Nathusius'.
^tb Paris, 11. Roo. (Tel.) Der „Blatin“ bat bei der deutschen Botschaft über den -fanbpunff der deutschen Regierung in der Angelegenheit des Generals von Rathustus angefragt und erklärt folgendes: Das juristische Problem, das durch die Verhaftung des Generals gestellt ist, unterliegt gegenwärtig der Prüfung im Auswärtigen Amt in Berlin. Der General leugnet die Tat, deren man ihn beschuldigt und bereitet selbst feine Verteidigung vor. Aus rein Humanitären Gründen — der General ist 68 Jahre alt und hat ein Hals- und ein Leberleiden — habe er den Ministerpräsidenten Herriot gebeten, ihn provisorisch in 5re;*-’’f zu sehen, selbst unter Kaution, wenn nötig. r Anorschuldigte ist bereif, bis zur Beendigung {...iss Prozesses in Frankreich zu bleiben, aber er wünscht seine Verteidigung in voller Freiheit durchführen zu können.
val-wins stntrittsre-e.
Vertrauen aus 6a$ Londoner Abkommen. — Deutschland zoll in den Völkerbund eiutreteu.
Bei einer besonders feierlichen Gelegenheit, dem Guildhall-Bankett, an dem das ganze offizielle London teilnahm, hat Baldwin nach seiner Rückkehr in das Amt des englischen Premierministers zum erstenmal wieder eine große politische Rede gehalten. Er erklärte, die Hauptsorge der Regierung auf dem Gebiete der Arbeiten der auswärtigen Politik werde sein, den Zusammenhang mit den früheren Regierungen zu wahren. Er werde daher gute Beziehungen zu allen Völkern aus der Grundlage der Friedensverträge pflegen. Die Regierung werde eine sortschritilrche Innenpolitik treiben, um die soziale Lage der Massen zu bessern. Sie werde energisch in der Wohnungsfrage auftreten und die Hoden Lebensmilie-kosten nachprüfen. Zwischen den Gestehungskosten und den Handelspreisen sei eine große Spanne, die beseitigt werden müsse. Die Regierung sei vollkommen davon überzeugt, daß das Londoner Abkommen Deutschland in den Stand setzen werde, ein Faktor für die Festigung des europäischen Friedens zu werden. Aber dir Verwirklichung bieder Hoffnung bange von dem deutschen Volke ab. Die Deutschen hätten eine neue Gelegenheit, wenn sie gewissenhaft allen Verpflichtungen nachkämen und allen Versuchen, sie zu umgehen, Widerstand leisteten. Die Regierung hoffe, daß Deutschlands Entwaffnung ohne Verzug oder Schwierigkeit beendet werde, und begrüße den Vorschlag, daß Deutschland in den Völkerbund eintreten solle.
Nsquith und Lloyd George.
Asquith hat im Reform-Klub seine mt. Spannung erwartete Rede über die Zukunft bet liberalen Partei gehalten. Er sagte, es sei zwecklos, den Umfang und die Bedeutung des Rückschlages bei den letzten Wahlen zu bemänteln. Es fei jedoch falsch, von einer dauernden Vernichtung des Liberalismus als politischen Faktor zu sprechen. Er sei der Letzte, der die Bedeutung des Aufstiegs der Arbeiterpartei und die Ausbreitung des wzialistischen Geistes unterschätze. Das Experiment ver Arbeiterregierung bedaure er nicht im mindesten; es habe Vielen die Augen geöffnet und einem Feldzug ein Ende bereitet, der die nationalen Interessen und die nationale Ehre deS Landes bedrohte. Eine unabhängige liberale Partei fei jetzt notwendiger als je. Für das englische Volk würde nichts verhängnisvoller sein, als wenn die Politik des Landes zu einem ständigen Zweikampf zwischen dem Konservatismus und den Sozialismus ausartet. Den gegenwärtigen, besonderen Umständen entsprechend müsse der Hauptteil der Pionierarbeit don der liberalen Partei außerhalb des Parlaments geleistet werden. Das wirksamste Werkzeug hierfür sei die Propaganda, in der man von der Arbeiterpartei lernen könne. Nach Asquith sprach Lloyd George, der nicht, wie Asquith, bei den letzten Wahlen geschlagen worden ist. Er erklärte, von der Tätigkeit der kleinen Gruppe, die den letzten Konflikt überlebte und die den Kampf für den Liberalismus im Unterlaufe weiterführen werde, werde viel abhängen. Lloyd George hat zugleich für eine größere Einigkeit innerhalb der Partei ein.
Verhaftungen eorccnomm n wurden. Unter I * ~ .. I daß die Bayern so lange gebraucht haben, um
den Verhafteten befindet sich auch der ehemassäe n h Ooe.bu^erme.ste wch! in Ess n. Die Stadtver. sich über diesen Mann das richtige Bild zu machen , d°- •**. CW«, IteÄS. n S 2 SrÄ »- Ml °°- -m-m Mr. batenfi, ibn Li2F
1 mingo. *" , A" »r-ch- ! «ntetorrarmt, namenKid) di- Slubmlen, imb m
^uuourgcrniei|itt, i ke.ncrlei Warnuna hören molkt»
Ueber die revolütionäre Bewegung in Barcelona wird der „Stber’ä" gemeldet, daß der dortigen Polizei bekannt gewesen ist, daß im Ver- >auf- einer anarchistischen Geheimversammlung ein Anschlag auf die Artilleriekaserne von Atarazanas geplant worden sei und daß man einige Soldaten für diesen Plan gewonnen habe. Dreier Anschlag let ledoch infolge der Wachsamkeit der Polizeibeamten mißglückt, die 5 mit Handgranaten und Ma'chinen» pinolen ausgerüstete Anarchisten festgenommen haben Zwilchen Artilleristen, die die flüchtigen Anarchisten zu verietdigen suchten, und Poltzisten entwickelte sich tn bet Stadt em Kampf, in dessen Verlauf ein -holtztst getötet wmde. Zwei Soldaten wurden fest- genommen und sofort standrechtlich erschossen. Die Ruhe war bald wieder hei gestellt.
Zahlreiche Verhaftungen in Madrid.
auch einige Fragen allgen
Ter deutsche Botschafter L.... „„„
StaatssekretÄ: Dr. v. Trendelenburg, der erste Dele- gierte für die Handelsvertragsverhandlungen hatten mit Ministerpräsident Herriot eine Besprechung, her auch Handelsminister Reynaldi beiwohnte. Diese Besprechung galt den deutsch-französischen Handels-
3. Bekämpfung der Erwerbslosiakeit. ve."ragsverhandlunaen, die Mitte vorig«Woche hi« Einige Ziffern mögen die Bedeutung dieses Pro- I h,iet*es ausgenommen wurden blems kennzeichnen: Wir hatten Erwerbslose im Januar 26,5, tm März 8,6, im Juli 12,5, Kurz- arbelter Ende Mai 8^, im Juli 28,2 v. Hundert der Gewerkschaftsmitglieder. Zum Glück ist seit Ende Äugust ein Stillstand dieser Bewegung eingetreten.
4. Die Durchführung des Preisabbaus wird eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden Monate sein. Wenn es nicht gelingt, das Preisniveau in feiner ganzen Breite weitgehend herunterzudrücken, werden wir die Konkurrenz mit dem Ausland nicht ausnehmen können Der Grund- satz „Kleiner Nutzen, großer Umsatz" muß wieder zu Ehren gebracht werden.
5. Die Erhaltung und Kräftigung des Mitteist a n d e s, der, wie kaum ein anderer Wirtschafts- zwetg, unter der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre gelitten hat, muß im staatspolitischen Interesse mit besonderer Wärme erstrebt werden, im besonderen auch Förderung der Wohnungsfrage.
2-e Handelspolitik. Am 10. Januar 1 „ ®.trö das Reich von der einseitigen Meist- ^gunstlgungspflicht der Artikel 264 bis 267 des «erfaiUer Vertrages frei. Das ist für uns von Bedeutung. Denn „einem ge- ^»wachten Staat wie dem deutschen, der des mili- t 0ut roie Sanz entraten muß, verbleibt als fast dre einzige Waffe zur Zurück- drangung unberechtigter Interessen des Auslandes nur feine Handelspolitik." (Posse, Grundlagen der künftigen deutschen Handelspolitik, S. 71.) Es gilt ^Handelspolitik nach großen politischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten, es gilt, sie vor bei- Gefahr der Verzettelung durch 1000 kleinliche In- Kressen zu bewahren. Das Zentrum, das alle Be- rufskreife in sich vereinigt, wird darauf achten, daß der Grundsatz der außenpolitischen Klugheit und des volkswirtschaftlichen Wohles sich durchsetzt. Der deutsche Außenhandel, der im ersten Halbjahr 1924 nur 54 Prozent des ersten Halbjahres 1913 betrug, muß wieder in die Höhe gebracht werden.
7. Pflege und Entfaltung der g e i st i g e n, f i tt- kichen und religiösen Kräfte unseres Volkes, Wahrung des christlichen Staatsgedankens, Sicherung und Pflege kirchlicher Belange (Konkordat), endliche Verabschiedung eines unseren Erfordernissen entsprechenden R e i ch s s chu l g e s e tz e s unter völliger Sicherung der Bekenntnisschule, bewußte Pflege einer körperlich und sittlich ertüchti- genden Jugend, Pflege des vaterländischen Gedankens im Volke.
I .Manchester Guardian" befaßt sich in einem I Leitartikel mit den außenpolitischen Schwierig- | ketten, die der neuen konservativen Regierung ent« | gegenständen. Bezüglich der Frage der Be- I Ietzung der Kölner Zone habe bisher ver- | lautet, daß die britische Regierung der Ansicht sei, die fünffährige Besetzung des Kölner Gebiets ge- mäß dem Versailler Vertrag werde nächsten Januar zu Ende gehen. Wenn jedoch die französi- ' chen Truppen noch ein Jahr im Ruhrgebiet blieben, so würden die Franzosen wahrscheinlich, falls sich die Engländer aus Köln zurückzögen, in Köln einrücken, um die französischen Truopen nicht einer Isolierung auszusetzen. Vielleicht könnte man die | Franzosen herauskaufen, wenn Deutschland dafür ein genügend günstiges Handelsabkommen mit Frankreich abschließe. Mangels eines solchen und jedenfalls vor einer Ausdehnung der Kölner Besetzung über den Januar hinaus sollte eine Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes über die Auslegung des Versailler Vertrags herbeigeführt werden.
Oberpräfibenf Schwander im besetzten Gebiet.
Die Regierung von Wiesbaden teilt mit: Zum ersten Male feit seiner Berufung an die Spitze der Provinz Hessen-Nassau im Jahre 1919 machte es jetzt die Entspannung der politischen Verhältnisse dem Oberpräsidenten Schwander möglich, dem besetzten Teil des Regierungsbezirks Wiesbaden einen Besuch abzustatten. Oberpräsident Schwan- I der besuchte gemeinsam mit Regierungspräsident Hänisch die jetzt von der Besetzung befreiten Gebietsteile Limburg, Caub und Lorch, um überall mit den Verwaltungen der Kreise und den kommunalen Körperschaften Fühlung zu nehmen. In Limburg statteten beide Herren auch dem Bischof einen Besuch ob. Außerdem bereisten der Oberpräsident und der Regierungspräsident das Ueberschwemmungsgebiet von Ems und Nieder- lahnstein sowie einige betroffene Orte des Wsiltales. I
Vas -erReichrtag leisten so» 1 Vie yan-elrverttSge.
Es wird sehr darauf ankommen, in diesem Wahl- I Der Außenbandelsauskckufi des ufS°b-n des Winters 19Z4- dustrie- «nbSbSlSjffiLSrttSffSMS 25 mit allem Nachdruck zu betonen. Wie der Ab- ab in der er sich mit der Außenband-l-vnM » gcorö;:ete Unwersitätsprofefsor Dr. Georg Schrei- sckästigte. Nach den Ausführungen Dr. Riedbergs nen ausgezetchneten soeben ausgegebe- über das Handelsabkommen mit Spanien stimmte
S -3entrru? und deussche Politik" der Ausschuß einmütia der Ansicht des Vor Mndes HApn aDerIr9k unb mit treff* für btt baldige Ratifikation des Abkommens zu.
.tchen Darlegungen ausfuhrt, verlangen gerade diese I Dr. Siegelt empfahl die baldige Inkrastiekuna deS ^»L,b^Esen potttischen Arbeiten eine Abkommens mit Oesierreich. UeberbkZK rf* hitJ^n » t9e ^gterung. Der Reichstag hat nam- den Verhandlungen mit Italien wurde eine Resolu- itcf) öte Sonf olrd 1 erung der gesamten inneren I lution gefaßt, in der zum Ausdruck kam daß nur Ä-PnaU&?Len Arhosstnisse Deutschlands durchzu- aus der Grundlage der allgemeinen Meistbegünstigung BL t bte schwere Arbeit des letzten eine beiderseits befriedigende Regelung der deutsch.
nfb Untergang und der italienischen Handelsbeziehungen möglich sei. Selbst
sch ^wsten Not, so ist jetzt eme positive G e - wenn angesichts der noch nicht vollendeten Revision L“ „ ""9 herbetzufuhren. Gelingt diese nicht, so deS deutschen Zolltarifs nut eine Abmachung bis
rst Me Anstrengung vergebens gewesen. Die Auf- zum Inkrafttreten des endgültigen Zolltarifs abqe- gaben, dre fomtt der Erledigung harren, sind fol- I schlossen werden sollte, so könne doch auch ein solcher 8 i I vorläufiger Vertrag ohne die volle Meistbegünstigung
1. Durchführung der Dawesgesetze, I n'd)t befürwortet werden. Der Industrie- und Han- sor allem eme gerechte Verteilung der sich aus delstag nehme bestimmt an, daß keinerlei Vorschrift dem Londoner Abkommen ergebenden Lasten. Eine I ten im Vertrage Aufnahme fänden, die in irgendeiner durchgreifende Steuerreform muß die aus der Weise auf die politischen Zerwürfnisse der bergan- v'Nsiationszeit herrührenden und die in der schwe- I neuen Jahre und deren vertragliche Folgen Bezug ren Uebergangszett getroffenen steuerlichen Be- habe». Es sei daher nur selbstverständlich, daß sich ftrmmungen nach dem Grundsatz der Gerechtigkett bolle Meistbegünstigung außer auf den Waren- und der wirtschaftlichen Tragbarkeit revidieren. Es verkehr auch auf alle persönliche» rechtlichen Fragen werden zweifellos schwere Kämpfe über die erstrecke.
Durchführung der Reform entstehen. Hier einen *
gerechten Ausgleich zwischen den sich widersprechen- I Die am 29. September vertagten deutschen Interessen der einzelnen Volksschichten zu fin- belgischen Wirtschaftsverhandlungen sind im AnS- j s 'efonbers wichtige Aufgabe der Partei I wärtigen Amt wieder ausgenommen worden, der Mttte. Im engsten Zusammenhang damit steht Dte Diskussion hatte eine Annäherung der gegen»
ote ftrengfte Durchführung des Sparsamkeitsprin- I fettigen Standpunkte zur Folge. ES wurde ein I
jtps tn der öffentlichen Verwaltung. Bei der not- I Einverständnis darüber erzielt, daß das Prinzip der I
wendigen Steuerregelung des Finanzausgleichs- I Meistbegünstigung ‘ ‘ *
gefetzes, dessen Geltung am 1. April 1925 erlischt, I dienen soll. In i güt es einen gesunden Ausgleich zu schaffen, der --------
öen gesteigerten Bedürfnissen des Reiches und den berechtigten Interessen der Länder und Gemeinden gerecht wird.
tfür so hohe Aufgaben brauchen wir Männer und Frauen im Parlament, die hohe sittliche Auffassungen weitaeheude Kenntnisse, j teiaje Lebenserfahrungen mitbringen. ‘ Hinaus aus dem Reickstag müssen die Demo- i Sogen, 0/e Radaubrüder, die Krakehler, die das deutsche Volk vor der ganzen Welt blamieren. Denkt an dje beschämenden Lärmszenen der radikalen Flügelparteien. Sorgt am 7. Dezember dafür, daß die starke regierungsfähige
"^eit der Mdtte -.ustande kommtl
. . daß das Prinzip der .. J den Verhandlungen als Richtlinie In Aussicht genommen ist, neben den Vereinbarungen übet den beiderseitigen Warenverkehr allgemeiner Natur zu regeln.
" v. Hoesch in Paris und