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Zur Unterhaltung

i Nr. 263 vom ll. Nov. 1924. I

beifeite ,efch,ben . . .

triftige Geschichten

Qu Parchim,

Artur Jger.

scheidenheit liegt der wahre Wert.

zu leiten. DRt

in das Darf,

Peel, der tut Privatleben und im Dtenst schon

tieren.

Stoffech

sein Herr gestorben

,31», geffn Cte wttr halt so 1 Me-

Der Redeschwall.

Jffnbe ltetWchchch dm lewfiM, der Sicher -u Veden

vom Schttkstrl oer

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ab sie an

Dame

sollte.

Par.

mir einem einzigen feiner Diener dann bekanntlich nie mehr nach der Diener sprach erst auf dem Schatz, war aber, da mittlerweise

halb der Mauern, die Schloß und Festung Baturin schloffen, vergraben haben. Das Versteck teilte er

mit. Mazeppa Baturin zurück, Totenbett von

das uns

6s sch««, als

des jw^At 1Mb.

ihr und

man die «chwestewrvereine aller umtiegenben Städtchen med Setfer ein. Durch Schrekfteftrieft.

Cte?"

«qgt

ter 20."

um» aber kam und dem

Wagen gebundene Tier vertauscht, während der Führer im Lokal sich aus den verschiedenen Anlässen stärkte.

Leben zu sehen, so wie es ist, nicht so, wie wir es ausmalen ober wünschen."

Jlsabe ließ keinen Blick von dem Sprecher, der das Profil zukehrte, und deffen Antlitz fast weich träumerisch geworben war.

folgten Fmrchie!"

Wieder entstund eine Panse, eb Lothar diese letzten Warte

Der Herr Professor.Was haben Sie denn da für »imen sonderbaren Hut, Herr Professor!"Verflixt Da habe ich aus Versehen die Kopfbedeckung Amenehops des Fünfundoierzigsten aus der Dynastie der Paramo- näer aufgesetzt. Da muß ich gleich ins Museum zurück."

war, nicht zu bewegen, das Versteck des Schatzes zu verraten. Er nahm das Geheimnis mit ins Grab. Heute ist Daturin längst zur Ruine verfallen, doch die Schätze Mazeppas sind noch immer nicht gehoben.

Mein Leben ist bisher von großen seelischen Er» schötteeungen frei geblieben. Ich fand eben mündig geworden hier das blühende Großunternehmen vor und setzte mich nach dem Tode meines Oheims, wie man zu sagen pflegt, gleich ins warme Nest. Das tut nicht gut, Fräulein Rasmus, das macht uns dem Leben fremd und erzieht nie wahre Menschen. Aber trotzdem mir

Tatkraft hängt, hat für mich kein Interesse, ich will es nicht haben."

Garland erregte, man kann sich das denken, bei feinen meistens doch sehrsmarten" Landsleuten sensationelles Kopfschütteln. Aber der junge Millionenhaffer lleß sich nicht abbringen. Er lag weiter seinen Studien und der Bewirtschaftung einer kleinen Form ob.

Den Testamentsvollstreckern gab der Geldoerächter eine harte Ruß zu knacken. In der letztwilligen Ver­fügung des alten Garland stand klipp und klar der Satz:Ich ernenne meinen einzigen Sohn Charles zum alleinigen Erben meines vermögens ohne a fchränkung", und nun kommt so ein soeben b:. schalen ber Minderjährigkeit abwerfender junger und erklärt kategorisch:Ich nehm's nicht." Da 112..._ alle Schläue der Advokaten, da nützten alle Derklanse- lierungen der dickleibigen Gesetzbücher nichts,volenti non fit injuria", sagt der Römer, doch nicht nur den Wollenden, auch dem Richtwollenden soll kein Unrecht geschehen. Gnrland konnte also nicht verurteilt »erben, das vermögen ongunehmen. Gewalt konnte hier nichts «usrichten, höchstens Ueberredrmgskunft. Und die er­rang wenigstens einen Teilsieg. Mr. Garland war nämlich verheiratet und- sogar schon glückücher Suter. In punkt»Money" gingen die Ansichten der Ehegatten erheblich auseinander. Ein ganzes Jahr bohrte und bohrte Nr». GariaNd, «n ganger Jahr leistete der Satte hridenmüttgen Dkdsrfftmd. Endlich, im ksichre 1922, nicht Umwerftmg, aber friedliche Einigung. Ein Kom­promiß, bei dem jeder zu feinem Recht kam. Mrs. Vorland echSst von der Erbschaft 200 000 Dollar, den Rest bekommt ein speziell zu dem Zweck gegründetes Wohlfahrtsuntemehmen, das den NamenDer ameri­kanische Dienst an der Oefsenklichkett" führt. Er selbst schwor feierlich, keinen Cent des GÄdes anzurllhren. Seit dieser PatenüSsung hat derErbangefallene" end­lich Ruhe. Man hört nichts mehr von ihm, also n>trb er wohl vor »eiteren Millionenüberfällen verschont ge­blieben fein.

Man sieht, auch in Geldsachen find die Ansichten ver­schieden. Was dem einen Dollarsegen, ist dem andern Dollarfluch. Cs muß ja auch schließlich Leute geben, die nach dem Grundsatz leben: In der Einfachheit und Be-

Pnntystn »wrbe «»geladen. Deffen Vorsitzender aber, «n iaen men die Einiademg richtete, ist ein Herr namens

Die Post in Parchim aber übersteht bas naheliegende Gute rmd lleß den Vries in die Ferne schweifen. Und so geschah «, daß cm, Festmorgen nicht Herr Serfin mit N*e* Pankowern, dafür aber die wackeren Schützen- Nflber aus Pankow bei Berlin ftöyftch anrückten und froh genossen, »e* ihnen die Post oerfehentlich be- fchteden.

Dagegen sind die Pcmkower au» der Umgegend Parchim» von der Findigkeit ui* Zuverlässigkeit der Post nicht mehr so sehr tbergeagt. 3Wt Fürst.

heute früh auf dem Wege zum Markt mit ihr sprach, hat sie mindestens zehnmal gegähnt."Vielleicht hat sie gar nicht gegähnt, Schatz, vielleicht wollte sie auch etwas sagen."

einem Strick ausgerüstet, begab er

"ahm die Ziege in Empfang, und beide zogen nach «nem guten Fußmarsch wohlgemut ta die Stadt etn. Hier kamen sie an der Stammkneipe des bemikwklUgvn Helfers vorbei. Ein längerer Marsch macht bwfHg j°lso band ber Biedere die Ziege cm einen vor ber Tür stehenden Wagen und hob erst einmal einige Glas edler Labung. Dann setzte er mit feinem vierbeinigen Be­gleiter den Heimweg fort.

Lothar unterbrach ihren Gedankengang.

Ich habe mit Ihnen zu sprechen, Fräulein mus."

Eine kurze deklemmenbe Pause trat ein.

Ringen und Kämpfe versagt blieben, bin ich kein Weich­ling geworden mid traue mir zu, mit scharfem BNck

Er war jedoch ehrlich erschrocken, ak ifte neugebackene Ziegenhalterin ihn statt mit Worten des Dankes mit beredter Entrüstung empfing:

Wat, bat sollne Zeeg sien? Dai « jo 'n Duck (Bock)! Wat fall ick mitn Zeegenbmvkk"

Leider mußte ber Transportführer ihr beipflechten: er hatte sich einen Ziegenbock aufhängen kästen, bei dem die Möglichkeit der Milchproduktion gang offensichtlich gering war.

Er machte also mit dem Bock eine ganze ME», msndung, um das Tier beim Verkäufer rangutauschen. Doch auch Enttäuschungen machen durstig « fe Ehr, wenn sie mit einem bevorstehend«, mehrstündigen Fußmarsch zusammenhängen. Atzv band er oor fernem Stammlokal feinen meckernden Begleiter wieder an den «och dort stehenden Wagen mlb stärkte sich ewwwt, doch diesmal nur mit einem GlSschvu.

Dann trotteten beide, ber Tnmvpoebmr und vdr Vock, wieder dem Dorfe zu, ber erstere eifrig eine mit allen rhetorischen Klangfeinhelten gespickte Rede vor- bereitend, mit der er den Verkäufer des Tieres zu be­grüßen gedachte.

Der Dorfbewohner sah überrascht die beiden nahen und war höchst verblüfft, als ihn der andere mti einem Schwall von Worten überschüttete, die nur in der hei­mischen Mundmt handgreiflich verständllch find.

Ebenfalls im lieblichen Heimakdialekt gab er feiner Verwunderung Ausdruck:Mann, was wollen Me denn, bas ist dochne Ziege!"

Nun war die Reih des Verblüfftem» an bem lieber« bringet. Tatsächlich jetzt war's wieder eine Ziege! Heftig lleß er den Strick fahren.Dai Dreh * ver­hext . . .!" Damit ließ er den Landbewohner und Sie Kege stehen und wandte sich eilenbe heimwärts.

3n feiner Stammkneipe dann auch »er Schreck macht durstig empfing ihn ein brMmde» Gelächter. Gute Freunde hatten nämlich beste Mute da» «m den

Ja 6er» vnde eines auf falsche vichne» geleiteten jungen Lebens imb das Ende einer

,Jch versichere Dir, Männchen, die junge Frau Pieper hat gar keine Manieren. Als ich

eäe:Sie, ich bitt' Este, könnte ich nicht einen b»k o«nmen ans »men Housmezug?"

ber Kvmmia:Vttte ffchr, wieviel «Ästchen

Mn leisesImmcht" mar Ne «tawri. Dar Sflfcet stag wieder an seinem Platze, die Uhr iiette, w eer gae, M «m Zimmer. Konsul Wkllenberg faß nach immer am Schreibtisch, er vernahm ben Schlag feines Herzens in ber Sülle des Abends, und ihm war. als ob der Der- stand das Herz frage:Was soll dies alles, willst du das Mädchen etwa demütige», das dir «sher [b stolz

bie Wnstchrt für den Wagen frei zn bekommen, fein llted einige Schritte ' ~ "

Das durch dieGrabower Pmchr" bvrikhmt gernor« Scne Städtchen Grabow kennt man von ber Sfefie BerlinHamburg her; es ist die erste medfaftaigfefre Station hart nach dem Brandenburgischen hin über. In diesem Grabow wohnt unter den übrigen 6000 ©elfen eine Witwe, die ihre Wirtschaftslage durch das Hasten einer Ziege zu stabikifieren gedachte. Die erwarb ehre McheKuh des kleinen Mannes" in etoem Nnchbar- borfc m einem Exemplar, von dem der Serfltafrt ben ffrtrag eines garten Liters Milch rühmte. CRn ber SBitroe benachbarter Mann fand sich gern fteiett, Sie Aeberstedelung des Tieres in die

verschmähte IRilioetw.

In di« Gruppemertwürbiger Zeitgenvffen" hat sich em Xmerftäner namens Smith, der vom Völkerbund efngefetjte tSenerakkommiffar für Ungarn, dadurch ein- sereiht, daß er Me feinem hohen Amte entsprechenden ©efbev zurstandesgemäßen" Sebenshaltang ablehnte. Stockt der iyn, ongeboimw 3000 DollarBewegongs- grfber" begnügt er fick) mit 300 Dollar; er zieht auch «kn beschrifte«» Zstnmer im fünften Steck einer tont fortablsn Hotekmohmmg int eefben Mack vor.

Wahrlich, »kn feflfamer Zeityenvffen nach unseren ^griffen! 9t verdient in derOaferie der Ämiafttäten" ufgenommen je weckten, «eine SebeneSrschrekbvng geht dnrch die SÄtter, sdin Stfteri» peengt in eckten ileftrierten Zeitch«n»»n. Mr* doch hat Mw Mon- stenm <m sttalbstbefcheitenfe m Xmerten feine* D»r- flÄHtger. Das Sans ber mchegrmqten Msigktchkette* P ja nicht nnr da» Land der geoßen Xterbienet, sondern «Nh der gnetzzüglxen SnkSußerer. Man denke an Cowwgte und dessen berühmt gewordenen Grundsatz: Ss ist eine Schande, reich zu sterben." Zwar hinier- lteß auch er ckstche Milliönchen, aber gegenüber den Mll««de>ststtungen, die er gründete, erscheint die Htttteriaffenschaft beinahe ate winzig. Auch George 8- Batt pflegte bei an Institute, Wohl-

tätigkeitscmstalten selten unter einer MMon Dollar zu schenken. Der merkwürdigstereiche Mann", der wohl auch in Amerika einzig in seiner Art war, ist Mr. Ehar- tes 9ertaub von Mörth Garner im Staate Mofsachufett. Dtefer fMfcnne ZeÄgerwfie war eine ganze Welle Mtk- stonür wider Willen, effo sozusagenZwangnmMrmör". Al» er dn 5afee 1OM großjährig wurde, sah er sich durch Anfall de» väterlichen Erbes pkStzlich einem Mil- {fomnoemögen gegenüber. 6» wäre zwangskllvstg in sein tfigentwm ibergegange«, wenn ber junge Mann sich nicht standhaft geweigert hätte, es anzunehmen. Rur »« ich mir mit meiner Hände Arbeit «worben Nabe, gehört mir", s« oerfltaNete der Strngflng.®e& »dereöwxowt, an dem nicht eigener Ztetß und eigene

Hus aller Welt.

Zwerge in oller Zeit. Die altdeutschen Fürsten hielten an ihren Hosen mit Vorliebe neben Narren auch Zwerge. Je Heiner sie waren, um so höher standen sie im Wert. Und ein Liliputaner, dessen Witz, Humor und Schlagfertigkeit in umgekehrtem Verhältnis zu seiner Kör- pergröhe stand, wurde mit gutem Golde ausgewogen. Herzog Wilhelm von Bayern hielt an seinem Hofe zu München einen Zwerg, ber noch nicht einmal drei Span­ner hoch war. Als sich der Herzog anno 1568 in feiner Hauptstadt mit Renate von Lothringen vermählte, diente der kleine Mann zur besonderen Belustigung ber Hoch­zeitsgesellschaft. Es wurde eine prächtig geschmückte Pastet« aufgetragen unb vor den Platz der jungen Herzogin ge­stellt. Als man ihr von dem Gericht vorlegen wollte, öffnete sich an der Seite die Pastete, und der LeiLzwerg, bedeckt mit einer Mmiaturrüstung, trat hervor, begrüßte mit wohlgesetzten Worten seine junge Herrin und stolziert» dann zur allgemeinen Freude auf der Tafel umher; einem jeden Vornehmen besonders huldigend. Dieses Beispiel ahmte im Jahre 1715 Zar Peter der Große von Rußland nach, der sich stets von zahlreichen Leibnarren und -zwer» gen, die auch teilweise seine großen Reisen mitmachen muhten, umgeben ließ. Anläßlich eines großen Banketts zn St. Petersburg entschlüpften die winzigsten der kaiser- kichen Zwerge ebenfalls einigen zur Schau gestellten Pasteten. Im Jahre 1686 ließ sich in Deutschland ein Zwerg sehen, der nur zwei Fuß maß. Dieser kleine Mann war schon 36 Jahre alt und stammte aus ber Schweiz. 6r Mir de allgemeinDas Schweizermännchen" genannt. Zu gleicher Zeit traten drei Liliputaner auf: Michel Buster, dessen Schwester und Thomas. Die Zwergin soll drei, die Männlein noch nicht dreieinhÄb Spannen ge­meßen haben. Ein badischer Zwerg namens Akenheil (um 1780) erreichte nur eine Länge von wenig über zwanzig Zoll. Don dem kleinsten menschlichen Lebewesen, bas wohl je auf unserem Planeten gehaust haben mag, erzählt Nicophorus. Dieses winzige Menschlein lebte in Aegypten und soll nur wenig größer als ein Rebhuhn gewesen {ein.

Dom Deutschtum in Brasilien. Nach der letzten Volkszählung lebten in Brasilien etwa 52 000 Deutsche, bas sind 0,17 Prozent der Gesamtbevölkerung. Das mag wenig erscheinen, doch muß man dabei brücksichtigen, daß in Brasilien nur etwa 5 Prozent Ausländer leben im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, wo sich die Bevölkerung zu einem weit größeren Prozentsatz aus Ausländern zusammensetzt. Der Zahl nach stehen unter den Ausländern die Deutschen an vierter Stelle. Sie folgen in weitem Abstand den Italienern, Portugiesen und Spaniern. Die meisten Deutschen leben in den brasilianischen 'Staaten des Südens: Rio Grande do Dul, Sao Paulo und Santo Catharina.

Ein noch geborgener Schatz Mazeppas. In Sefurin, dem alten Schloß in der Ukraine, bas einst die glänzende Residenz Mazeppas war, soll sich noch immer ein Schatz befinden, den Mazeppa, als er, vom Zaren angegriffen, fliehen mußte, zurückließ. Daß Mazeppa, der ehemalige Kosak, der es schließlich bis zum Fürsten der Ukraine gebracht hatte, große Reichtümer besaß, unterliegt keinem Zweifel. Bevor er nun das Schloß verließ, soll er einen großen Teil seiner Schätze inner-

va is «mal . ..

Als »sr etwa 18 Monaten in Oesterreich ei* umfef» fwtier Boomtenabbau vargenvmmen wurde, mutzte auch Franz Resl, »in kleiner Bohnkieamter, ben Dienst quii-

entgegentrot? Dr*> wräxt ente DchlechtchkE Ober bist du N» Begriff, eine Torheit j* begehenl"

Lothar zkhtte ine Sekunden. Petzt «utzte fenfte Treppe, jetzt vor ber Tür sein, unb als er die Ät'mte einschnappen Hirte, wußte er, daß sie im Zimmer stand. Bio dahin hatte er krampfhaft in eines der Kontobücher geblickt, besten Zahlen wie in einem Faschingstanz vor seinen Äugen durcheimmderwirbelteu.

Er riß sich mit ber ihm eigenen Tatkraft zusammen. Sollte er in dieser Stunde, da Großes an ihn herantrat, schlapp werden?

Ruhig und gemessen stand er auf, stützte die schlanke Hand auf das Buch und erhob den Blick, um Asabe an- zichhen.

Vie lehnte an der Tür, bescheiden wie immer, aber nicht demütig, sondern hoch «ufgerichtet, mit stolzer s'ml- temg, uwb das Licht des Kronleuchters spielte in ihren, blanden .Haar

Aber die Singen, die Augen, ine blickten wieder fs wgenBrrie, als ab sie in der kühlen Seele dieses Manne» dte Stelle erfpeihen wallten, wa Mftleid sitzt. Um-Mg frnfthten fte nrtb hofstmngslas.

In btefer Sekunde, da Lotten fernen WH ix den 2IMtes senkte, hatte er ben Kampf ausgekämpft, der ihn eben noch erschütterte; er wußte nun, was er walSe.

Gr ging deirchs Zimmer, schob einen Stuhl neben ben ScheeDtisch und mochte mS leichter Derbeuyng ein» Hwtt^-we^mg, die Stauf»m Rasmus zmn Sitzen etetud. ^tttd M*e fte der Aufforderung, «ährend sie keinen E w* Lothar «rmvte. «ns bevbpchtchte Keser M«m, wnw teft er st> feierlich, anstatt ihr kurz u*b er b* Tebewrtefi $o oerftenbet, das sie unb ihr? 8***6e rin für rffflW ans dem Kreis der Allen Se- sttetz?

yeiteres.

Aus dec Schule. Das Gedicht vom Kaiser Darkiaroffa wird in der Schule gelernt. Der Lehrer erklärt:Der Tisch war elfenbeinern, was heißt bas?," Schüler:Er hatte elf Füße!"

Im frfb»a Grabow kam ein 6tnweffner auf seinem Stabt »er einem «eschich votgeftchren, stieg de, stellte bss X* an die H«us»«ch uttd begab sich in den geben.

Als er wieder auf die Straße kam, stand das Rad nicht mehr da. Natürlich schlug der verlassene Besitzer auf ber Straße und im Geschäft gewaltigen Lärm. Ein äte* gestohlen! Da« ist in der Kleinstadt eine Selten- W, nrtb es sammelte sich um das entrüstete Opfer eines ftochen Diebstahls amh prompt ein ebenso entrüstetes SMÄtomm.

DMern, los nah de Polizei!" Wilhelm wollte auch losrennen, aber der Labenbesitzer hielt ihn zurück:Das muß schnell gehen: nimm doch inzwischen dieses andere Rad!" Wilhekm schwang sich auf ein abseits stehendes fremdes Rad unb kehrte eath bald mit einem Polizisten znrstck. Hirt mit dem fremden Rad natürlich. Diese» musterte ein inlec ftraund des Deftvhlenen:

6egß mal, Wsttem, is bat nich dien Mab?"

WNHestn wird stutzig * betrachtet eingehend das noch in seinen .Händen befindliche Stahlroß.

Ja, würklich oh, oh, bat is je mien Rad . . .!"

Wührend er sich im Geschäft swfbitit. hatte man, um

Sagt Ser Komittis:Entschuldigen, Sas ist doch viel $tt wensti auf einen Anzug."

Sagt ber Herr:Ja, ich wM ja keinen Anzug, ich will einen Ha»cmzug."

Sagt der Kommis:Ja, das ist auch auf einen Hmrsattzag gn wenig."

Was?" sagte der Herr,haben Sie eine Ahnung? S6 klein bin ich zu Haus."

Do i» tuwÄ a Frau g'skarb'n.

Da is ornol a Freu gftorbn. Aste Frau war', eigent­lich lernt. Es war em» fürchterliches Frarüenzimmer. Mte die Leich' nror, ist der Wann bobn Grab gstand'n und der Keine B* auch und ber Paffer hat eine Rede g> halten.Hier rrcht sie nun in ®oit, Ute Mmbe Gattin, die leaoe, güfee Mutter, fee fvrfe»gkche Hmteferntt" Da hat nun ber kleine bei Later gepft itofet Rock W* hat g^ogt: JSata, gehn'« mal Äir scheint, mir fae bei «»er ,'sehkl'n Lsich'I"

Der Eebmtenüberschch nach dem Kriege.

& allen europäischen Ländern zeigte sich wwüWSar Eh Beendigung des Krieges em starker Gebm-ttrnuRr- schnß, während in den Kriegsjahren bte Zcchl ber 3ebat- ten in allen Ländern mit Mutznnhm? Englands unter ber Zahl der Sterbefälle lag. Das Jahr 1920 brachte m D«ttfchland einen Geburten Überschuß von Iß,8 atef km fenb, Einwohner, in England von 13,2, in ffstrEeSch oon 4,1. Sann Hot sich b r GstmrkenMkrsthttß allmichffltz «rriugert. Das Jahr 1921 bringt mtr noch fist DenHtz» land eine Steigerung: 114. In England Betrug der veberschuß 10ch, in Frankreich 3,0. Im Dchre 1® ist . er auch in Deutschland geringer geworden: 8,6 (Deutsch- . taub), 7^ (Engtand), IP (Frankreich). Für ins W ®23 Kegen bisher nur die Ziffern Dr Deuffchtemd und ; Frankreich vor: sDenischland), 24 (Frankreich). Dd- E P der Geburtenüberschtch noch dem vvrWrivfim. den Auffchwung, den das Kriegsende gebmcht stkll, ewftr bte medrigste Dorkrtegszahl, die für Deulschkand im M.- etwa 11 bis 12 betrug, wesentlich herabgesunken. Kvr kn Frankreich ist gegenüber dem Vorkriegsstand eine «ch- ferung zu verzeichnen. . Denn Fnmkrsicb hatte vor fern Stiege, überhaupt keinen GsferrteniSerfchttß.

*** dmick iwdffee, wie fs viele junge A§d

**; «ß*r Wüt üeiite nichts Tciederdrchkmchs, |te war u<b 0»d Bfe gu dtefer Stunde die junge aus gutem, un^ßhaltenem Hmtse, Sri ihr nun Pktzst, ihre bürgerliche Ehre genommen werden

___ . . item GchnrtsstWttchen des großen

tGvkkste, ktettOstchtegte man, bie Hundertjahrfeier der kchützengefvlkfchast nckl allem Pomp, dem Tage ent- sprechmd, würdig zu begehen. Zu diesem Zweck lud

immer durch feinen urwüchsigen Humor ausgefallen war, verlor auch sicht den Mut nicht und erklärte plötzlich, er werde als Humorist austreten. Er führte seinen Plan durch und in kurzer Zeit gehörte er zu den beliebtester, Humoristen Oesterreichs. Eine stattliche Reihe der ulkigen GeMchten, Ke er zu erzählen pflegt, hat er fetzt unter dem TitelDa is mnal . . ." im Vertag Ludwig Bauer m Linz erscheinen lassen.

Wir geben aus diesem humorvollen Buch küe folgenden Schnurren wieder:

Da is amrt a Herr in a G sHllft kumma . . .

Da « arnrrf e Heer m a Geschäft kumma. Sagt er

Zuldaer Zeitung

Älsabe Rasmus.

Novelle von Felix Nenmana.

10] ----------

Herr Wilkenberg" Erwin stammelte es fassungs­los imb sah den Chef an, der chm mit entern säst an Haß gemahnenden Blick ms Gesicht starrte.

Lothar lachte kurz auf.

Ich weiß in Menschen herzen zu lesen!"

Dann wandte er sich schroff ab.

Ich bedauere, auf Ihren Vorschlag nicht etngehen zu können. Ms Mensch tat es mir leid, Ihnen keine an­dere Antwort geben zu können, aber meine Stellung als Firmenchef zwingt mich so zu handeln. Und nun gehen Sie, von Ihrer MWon aber will ich Sie entbin­den."

Zögernd strich sich Lothar über Sie Stirn und seine Stimme klang unsicher, als er sagte:Die dieser PunN geregelt wird, bemalte ich mir vor."

Erwin Sammler machte eine stumme 5>er0ewgwig, dl« Lothar nicht mehr sah, bann ging er Wmus.

Aks Willenberg sich umhstckte, war er allrin, unb er lachte bitter vor sich hin.

Also da lag vielleicht das Hindernfe; nun, wir werden ja sehen, jetzt oder nie m«ß Me Entscheiden» fallen."

Er ballle die Faust und' ließ sie schwer auf die Tffch- ptatte fallen.

Kampf hatte er sich gewünscht, mm wohl, er wollte M bestehen, fekdsi auf die Gefahr Pn, ftin Gfeck unter, qehen z« sehen.

Festen Schrtties gim; er zum Fernsprecher, ihr alle Zimmer des Hauses mft fern PrivÄkoittor vertexd.

Er hob ihn ab, und feine Stimme fchmaAkte ntt ««erklich, als er das Zimmer von FrSttlcktt btesonu» etr= fcn^e.

wschrzunefenen, 8te »en fhvwgm Gasdruck verloren hait n und eine tiefe, innere Bewegung wiederspiegelien, die auch im Ton der Siebe zum Ausdruck fern.

Ich fühle bas Schmerzliche dieser Stunde voll nnt Ihnen, indes, mir sind gereifte Menschen, Fräulein Ras- | MUS, und m ber Zeit, ba Sie in meinen Diensten fian» ' ben, merkte ich. daß Sie ba- besitzen, was man einen starken Geist heißt."

Run blickte er auf, aber er fanb Jlsabes Augen nicht, die sich gesenkt htateu

Ich habe viel im Leben durchgemacht, Herr Mllen- bern. das SÄtcksal dämmert auch ein weiches Frauen- gernüt schließlich hart und widerstandsfähig."

Wie rührend ihre Stimme klang, und wie der schmerz­liche Ton der Entsagung Lothar ins Herz schnitt.

Die rechte Hand hing über die Stuhllehne, die linke spielte ntet ber gaMtenen dünnen Uferfette, wohl einem alten Erbstück, bte vorn öfter ber Brust herabhing. Ihre Btzcke aber schweiften zur Seite, als oft sie es vermeiden «ritte, dem Stern* in» Auge 3* sichen, ber ihren Bruder «ls Dieb erkannte.

Dillenberg aber fuhr fori:Sie sind öfter alles auf­geklärt unb wissen, was sich frier in ben letzten Wochen und Monaten abspielte, unb daß wir am letzten Akt einer Handlung angelangt find, die viel Wirrniffe tn sich dingt."

Afede bvttte gu Mttenfteeg Mmifier, ber bas AMitz itw Sanfter geroan# hatte.

chens gar nicht gehbvt hätte, n®» o» nn hem Panzerkleid seiner strengen An schau un gen *re Kohrpfeile abgeprallt wären, dem, keine Miene eeerite, mie schwer sie ihn in Wirklichkeit trafen. Unb bann, begann er mit verschleierter Stimme zu sprechen, von Dingen, die eigentlich gar nicht hierher gehörten, die, so fch:en es Jlsabe, wohl nur die Einleitung fein sollten, um seinen harten Entschluß, den er gefaßt hatte, in milderem Lichte erscheinen zu lasten

Do hinaus wollte dieser merkwürdige Mann? Warum erzälstte er ihr von seinem Lebensweg und sprach nicht kurz und schroff vom künftigen Schicksal des Bruders?,

In einem Winkri ihres Herzens stieg so etwas wie eine leise Hoffnung auf, daß das Schlimmste vielleicht doch an ihr oorübergehen werde.

Plötzlich wandte sich Willenberg mft einem Ruck zu ihr unb sah sie an, sodaß sie fast erschrocken zusammei»- getfte.

Man nennt mich überall denkorrekten Mann"k" Er lächelle bitter,und ich weiß, daß das gerade keine Schmeichelei sein soll!"

Er schwieg, aber eine Antwort erwartete er nicht, berat er wußte, daß auch Jlsabe seines Wesens eigent­lichen Stern bisher verkannte.

Neber Gott, wenn man fo behütet ausgewachsen kst, wie ich, darf einen das nicht wundsrnehmen. Aber Fräulein Rasmus diese Korrektheit, manchmal mag sie ber Teufel holen, ist nur rein äußerlich! Wie sieht es zuweilen in meinem Innern aus! Leidenschaften und heiße Wimsche, Zukunftsttäume und Zweifel roirbetn »8b durcheinander. Dann stürze ich mich in die Arbett, bann kommen für mich jene Augenblicke, wo ich gerecht, öfter kalt urteile, kurz, um meine Seele, mein Gefühl zu übertönen, wo ich bas bin, was ine Menschenkorrekt" nennen!

Sie scheu mich erstaunt an, Fräulein Rasmus, Sie haben wohl nicht erwartet, daß ich jemals fo sprechen könnte?"

Kortsetzuno folai.)