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FutdaerZeitung

Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Stadl Fulda.

Nr. 256.

Äerviitu-ori'uL iüt die CchrUtlstt«,«: Dr- Johanne» Kramer- $ nietet*: S- 'S ar,eiter. Suite. Rohrtiotttortur und «erlaa der - Suldarr ürtienbiuicrei ta Strtba. Sern!>re<ber St- 8.

(KauafliiStr Beieetorett: 1.50 Mk.

Samstag, I. November 1924.

emeteen-Tteifc «leiweile (SoloneO total 0,15 Goidmar« auswLrt» 0120 fltottmatt; Sietlame»eite total 0,60. Soldmart «SwSrt» 080 «oldmart. s

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51. Zahrg.

Die Rückkehr Baldwins.

Nach den letzten Meldungen über das Wahl­resultat in England erhalten die Konservativen 393, Nrbeiterparteiler 149, Liberale 40, Wilde 13 Sitze, darunter 1 Kommunist. Damit fehlen noch 20 Er­gebnisse von insgesamt 615 Mandaten. Die reinen Gewinne der Konservativen betragen Ü49, die reinen Lerluste der Arbeiter» p a r t e i 40 und der Liberalen 110. Die Kon­servativen haben jetzt die ungeheure Mehrheit von Ü91 Mandaten über ale andern Parteien zusam­men. Eine derartige Mehrheit ist fest dem großen liberalen Wahlsiege des Jahres 1906, wo 376 Li­berale gewählt wurden, nicht mehr dagervefen. Kein Mitglied des Arbeitertzgbinetts ist bei der Wahl unterlegen. ,;

Das englische WahlresuSat Istht erkennen, daß die englischen Liberalen die Kosten dieses Kampfes noch in viel höherem Maße tragen als hie englische Arbeiterpartei. Die Niederlage der Liberalen wird vor allem gekennzeichnet durch die Tatsache, daß ihr Führer Asquith dnrchgefaSen ist. Das ist wohl die größte Ueberraschung dieser jetzigen Wahlen. Wie stark man die Stellung As­quiths selbst bei den Konservativen gehalten hatte, geht au» dem Umstande hervor, daß man ihm in feinem Wahlkreise überhaupt keinen konservativen Kandidaten gegenüberstellte. Nur die Arbeiter- Partei tat das und deren Kandidat kam auch gegen Äsguith durch.

Die Arbeiterpartei selbst wird «us der Füh- r u n g der englischen Politik bis auf weiteres ans- scheiden. Die Macht ist wieder den Konservativen igugefallen und es wird sich in England wieder kla­rer als bisher das Zweiparteien-Syfiem durchsetzen, nur mit dem Unterschied, daß den Ron- fervativen nicht mehr btt Liberalen als Macht­faktor, sondern die englische Arbeiter­partei gegenüberstehen.

Für uns interefstert das Ergebnis namenstich vom Standpunkte der Stellung des neuen Kabi­netts zu Deutschland und demgemäß der Ein­stellung der deutschen Außenpolitik gegenüber der neuen Negierung in England. In diesem Punkte dürfte sich wohl kaum etwas andern. Weder hüben noch drüben dürfte eine Neuorientierung nötig sein, weil ja diese englischen Wahlen fast vorwiegend aus innenpolitischen Gründen getätigt wurden. Außenpolitisch find die englischen Konservativen, bei denen sich die Finanzwelt und die Industriellen vor- wiegend sammeln, absolut auf der Linie des Se- wes-Gutachtens, und die hundertfache Aeberzeich» mmg der Deutschland-Anleihe an der Londoner Börse ist gewiß nicht durch Mitglieder der Ar­beiterpartei herbeigeführt worden. Aller- dings arbeiten die englischen Konservativen in wirtschaftlichen Fragen viel enger mit der ameri­kanischen Finanz zusammen und die englischen Industriellen betrachten die wirtschaftliche Entwick- lung Deutschlands zweifellos mißtrauischer in Furcht vor der erneuten Konkurrenz der deutschen Waren auf dem Weltmärkte, während die Amerikaner in dieser Beziehung weitherziger sind.

Das neue englische Kabinett. dürfte unter der Führung Baldwins sich außenpolitisch kaum non dem Kabinett Macdonald unterscheiden. Aber sowohl in der Außen« wie in der Innenpolitik wird zweifellos jetzt mehr, als das bei dem Kabinett Mac­donald der Fall war, die w i r t s ch a f 11 i ch e Note gegenüber der politischen in den Vordergrund treten-

Die Stimmung in England.

wtb' London, 31. Off. (Tel.) Die konser­vative prefie feiert den unerwarteten konservativen Dahlerfolg als Sieg über den Sozlasismus, betank jedoch, daß die «efahr angesichts der Zunahme der sozialistischen Stimmen feinest»«» beseitigt sei. Di« Arbeiterpartei bleibe nicht nur die zweit st SrkstePartei im Unterhaus, fie habe auch ihre Anhänger iw Lande zusammen­gehalten. Die Abstimmung zeige, daß die Nieder­lage der Arbeiterpartei nicht auf das Nachlassen Ihrer Energie und ihrer Disziplln zurückzuführen sei. Sie sei geschlagen worden, nicht weil sie es weniger gut gemacht habe als bei der letzten Wahl, sondern weil es die konservativen viel besser getan Höllen als sie. Der Energie und Organisation von Seilen des Sozialismus müßte entgegengetrcten werden. Sät Neutrale gebe es m diesem Kqpyzfe keinen Platz. -

"V Das Urteil in Frankreich.

wtb Paris, 31. Oft. (Tel.) Die französische Presse urteilt über den Ausgang der englischen Wahlen nicht gleichmäßig. Lin Teil der Rechts- Presse erwartet von der Niederlage Macdonalds einen heilsamen Einfluß auf die sran- zSsische Politif. Die Cinfayreffe jedoch glaubt nicht, daß außenpolitisch das Wahlergebnis einen wesentlichen Einfluß ausüben wird.

DerMalin" sagt, was die Auswärtigen Ange- tegenheiten anlangt, so ist es sicher, daß nunmehr in allen Fragen, die zu einem Weltfonstikt führen könnten, England viel geneigter sei« wird, sich feiner St teilt räf tc zu bedienen, j. D. gegen­über der Türtei und im Falle einer Krise im Offen. Baldwin ist inAmeritapersonagrala und er hat das Abkommen über die Schulden un­terzeichnet, worüber man ihm selbst in bet eigenen Partei oft Vorwürfe gemacht habe. 6t wird sicher versuchen, sich mit den Vereinigten Staaten gut zu stellen, was einen Teil seiner Politik der engen Zusammenarbeit mit den Dominions bedeute.

Der «Figaro" schreibt: Die Zukunstsgeschichke Englands jei leicht yi beschreiben. Ls würden ah-

Allerheiligen - Allerseelen.

Bon UniversttätL-Profeffor Dr. A. D anders »Münster.

Ein Apologet der Kirche und des Christentums, Lug. Nicolas, Laie und Jurist, hat vor vielen Jahren eine ganze Darstellung der Religion Jesu Christ ans dem Satze aufgebaut: @e gibt keine Forderung der menschlichen Seele und keine Sehn­sucht des menschlichen Herzens, die nicht im Christentum ihre Erfüllung fänden. Eine neue Auffassung und Bestätigung de» alten Satzes Ter- tuMsns:Die Menschenseels ist von Hause aus eine Christin". Das Christentum bedeutet die Bollendung der leisten Forderungen im Innerste« des Menschen.

Allerheiligen und Allerseelen am Schtoß des heiligen Jahres der Kirchs bestätigen das. Tage des Scheidens, Tage des Herbstes, die Zett der fallenden Blätter und des beginnenden Winters. AllerheWgem ist des Kirchenjahres großes Scheidefsst. Hat es Tag und Nacht die Reihen der einzelnen Heiligen gefeiert, so will es jetzt zum Schluß alle auf einmal überschauen und ju- fammensossen. Wie Albrecht Dürers be­rühmtesWerhelligenblld", so ist dies ganze Fest in feinem innersten liturgischen Gehalt: der Himmel geöffnet, als fei der Schleier gelüftet and die Scheidewand nieder gelegt, die Erde und Himmel sonst trennt Die Heerscharen (Aller Heiligen), gesammelt um da» Kreuz der Erlösung, das der Patergott in müden Händen hält:Ich sah eine große Zahl aus allen DRkern und Nationen, die niemand zählen konnte: sie felgen dem Lamme, ntobht es geht."

Im ALerheillgenfest lebt die Helden-Ber- « h r u n g der Religion Jesu Christi und der Kirche. Wie Carlyle einmal sagte:Der Reichtum der Menschheit besteht in ihren großen DersSnlich- ketten."

Das Christentum geigt uns die lange Litanei jener, die mit den schweren Forderungen Christi »ollen Ernst gemacht haben:Ihr fettet vollkom­men fein, also wie euer Dater im Himmel voll­kommen ist." Man band «ns dieses Wort an die Sterne, und sagte, das fei uns unmöglich; meinte auch, die Bergpredigt fei heutigentags ganz un­erfüllbar, unerreichbar. Haben die Besieger der Lüste, die Erbauer und Lenker der Luftschiffe jemals so gedacht und so gespochen? Dann hätten sie nie den Triumph dieser letzten Tage errungen, den Sieg Wer den Ozean hinüber, nein, nie. Ler­net auch für das religiös sittliche Leben von der Technik und ihrem starken »ollen. Ein Eroberer wird nur der, der alles einfetzt und alles mutig nxigt. Wo die Feigen zittern, da jauchzt dem Tapferen das Herz. EinHeld ist derjenige, der einer großen Sache so dient, daß seine Persönlich­keit ganz hinter der Sache zurücktritt", der er dient. Dies Wort des modernen Philosophen hat

einen tiefen Wahrheitsgehalt. Einer Idee fol­gen, einem Ideal dienen: das schafft Helden und Heilige. Unsere Seele breurfjt ein hohes Ideal.

Unser Herz will eine große Liebe. Beides gibt uns der lebendig« Christus. In ihm ist das Ideal Wirklichkeit und die Wirklichkeit zum Ideal geworden. Darum ist er Urbild und Vor­bild aller Heiligen, hat sie alle nach sich und feinem Bilde geformt, in der Hochschule seiner Nachfolge.

Wenn Jesus Christus uns Christen etwas bedeutet, so müssen wir Ihm das zeigen im Erweis der Kraft und Wahrheit ernster, ehrlicher Nachfolge- Die Stufenleiter der acht Selig- pre ifungen führt uns zu ihm hin, ist Lebens­programm auch für moderne Menschen und Zei­ten. Das Christentum ist nicht bloß Lehre, es ist vorab Leben. Die Heiligen sind der Beweis seiner Göttlichkeit. Sie rufen uns ein Jeder zu: Mir nach, mir nach!" Wie einst Augustinus im Gedanken an sie es aussprach: »Das haben diese und jene gekonnt: warum foCte ich es nicht können?" So wird dies leuchtende Fest zu einer Jtroft- unb Licht- und Energiequelle für unser sittliches Höherstreben und den ganzen Geist echter Nachfolge Christi. *. *?

Die Heiligen find unsere Helden. Die Toten find unsere Freunde. Pietätvoll ge­denken wir ihrer und beten an ihren Gräbern; Öen auch dankbarst der Dielen, auf deren ätten in weiter Ferne wir heute keinen Kranz unb kein Gebet niederlegen können: ver­weht doch darum nicht vergessen. Ihr toten Brüder de» Weltkrieges, wir grüßen euch alle, wir danken euch, wir denken an euch:Vergiß, vergiß mein Soft, die treuen Toten nicht." Sie starben für uns, undNiemand hat eine größere Liebe, als wer sein Leben hingidt für feine Brüder".

In diesen Allerseelentagen feiert der Unsterdlichkeitsglaube des Christsn sti- nen Sieg.Roch am Grobe pstanzt er die Hoff­nung auf." Der Phllofoph Paulsen sieht die Unsterblickstett zunächst im Nachruhm der Go- schickste; Graf Keyserling in dem Aufblühen und Ausreiftn der Saat, die ein Menschenleben ausstreute, die sich dann über Tot und Grab hin­aus fortietzt und auswirkt. Beides besagt zu wenig: Davon würden auch nur verhältnismäßig Wenige betroffen. Das Christentum erhebt alle, auch die einfachsten und einsamsten Menschen­kinder, in die persönliche Unsterblichkeit der Seele hinauf, die chrem Leben den höchsten krönenden Abfluß verleiht: das Einmünden in den unend­lichen Gott. Steht dieser Bereinigung noch eine trennende Wand von Schatten, Fehlern, kleineren Sünden entgegen, so kann das Gebet der Erden­pilger ihnen zu Hilfe kommen. Heber den Tod und das Grab hinaus lebt und siegt die Siebe,die stark ist wie der Tod". Wahre Pietät ist heute selten. Diese Festtage zeigen $re siberitzKjche Kraft. * f4».TR*

wechselnd Strbcifer-ftebinefte und kon­servative Kabinette fein und so wenig zahlreich and vorübergehend nach die «rsteiter- fabtoefte sein werden, so würden sie doch genügen, um in einigen Wochen das nationale Werk der Konservstiven-Kabinette zu zerstören. Großbritan­nien kehre zum Awei-Parteien-System zurück, das periodisch das ganze Volk lahm legen würde.

Starke Iunochme der Arbeltcrffimmen.

wtb £ e n b o n, 31. Off. (Tel.) Den Blättern zufolge besteht feto Zweifel darüber, daß viele Tausende der Liberalen bei der letzten Wahl fon- fervativ gestimmt haben, weil sie der Ansicht gewefon seien, daß nur so die soztosiffffchen Kan- didaten zn schlagen gewesen seien.Daily Tele­graph" nennt den Sieg der Konservativen über­wältigend, betont jedoch, daß in den meisten Wahlkreisen die für die Arbeiterpartei ab­gegebenen Stimmen nm laufenbe zu­genommen haben.

Die Lümmergebnisse.

wtb £onbon, 3L Off. (Tel.) Die genaue Zusammensetzung der verschiedenen Abstimnmngs- ergevniste ist jetzt bekannt. Sie ergibt für die

Konservativen 5 980 000

Arbeiterpartei 5 502 000

Liberalen 3 105 600

Kommunisten 56 000 Stimmen.

Der konseroative Sieg beruht demnach nur auf dem englischen Dsthlxechl» sicht auf der Stim-

Der Rücktritt Macdonalds.

wtb London. 31. Oft (Tel.) Räch der Daily Lrprotz" fit n so gut wie sich«, doch Mac- nonaid nach der hontiGe« Labinettosihnng dem Kö­nig seinen Rücktritt unfeibretieit wird. Bald­win werde, wenn der König ihn anfford««, eine konservative Regierung zu bilden, den Antrag an­nehmen and sofort mit der ftebttutisbilbxng de Storren.

Rach derWestminster Sazrtle" werden dem neuen Sadintot Chamberlain und Lord S ir- fenhead ««gehören. Wenn L h n r ch i l l in die Regierung ausgenommen werde, werte sr tvefrr- jchrtzchch ein hohes erhatton...

Die bayerischen Generale und Ludendorff.

Abgelehnte Sta«dessemsrnfck>ast.

27 bayerische Generale haben folgenden Be­schluß gefaxt:

General Ludendorff 5<t in der Oeffentlichkeit gegen Seine KinWich« Hoheit den Kronprinzen eine be­leidigend« »eschnldiaung erhoben. Sr hat sich, nach­dem ihm nachgewiesen wer, daß seine Behauptung un­wahr sei, geweigert, die Beschuldigung in angemessener Weise Ssientlich za widerrufen. Das von Seiner Kö­niglichen Hoheit darauf gegen ihn beantragte Ehren­gericht hat er abgelehnt. Seine als Grund der Lb- lehnung angegebenen Forderungen, sich einem Ehren­gericht nur dann zu unterstellen, wenn da» Gleiche auch von Seiner Königlichen Hoheit dem Kronprinzen ge­schieht, steht in schroffem Widerspruch mit der Auffal- sung königstreuer Offiziere. Die unterfertigen Generale der alten königlich bayerischen Armee sehen sich daher gelungen, fernerhin die Standesgemeins ch a f t mit General Ludendorff abzulehnen. ,

Ein Veleidlgungsprozetz. ____

Wtb 2R ü n <b e n, 31. Oft. (Tel.) DemBaye­rischen Kurier" zufolge habe der K a r d i n al Faulhaber und Graf Soden (Frauenhofen) durch ihre Rechtsvertreter Strafantrag gegen den Vezirksoberlchrer Karl Deinlander in Weißen- bürg (Bayern) wegen Beleidigung ftcllen taffen. Die Beleidigung wird in einer Broschüre gesehen, als deren Berfafier Deinlander bezeichnet wird.

* Keine Stadtverordnetenwahl in Berlin. In der Berliner Stadlverardnetenversammlnng wurde der Antrag der Demokraten und Kommunisten auf AuSösuna der Stadtverordnetenversammlung ob ge­lehnt. Für den Antrag stimmten die Kommunisten die Demokraten und die Deutschnauonalen; alle i übrigen Fraktionen dagegen.

Tarifwesen.

= x^rsprnS im »c^rmfeeräewerbe. . Saut Sor- wärt« ist 'für da« Bnchbruckjewerv- rm Rmch-arbeitS. mimäenum ein Schiedsspruch rcsallt worben, der de« Spitzenlohn »am 1. 11. brS gum 2. 12. 1925 auf 37 Stark febfrtzt.

--- Verständig--, fei hamkmrO. 3«>tf4en den Ham- buraer Hafenarbeitern und dem Hastnbetr.ebrverem ist nach lanannertg«« 8er^ndlu«gen eine 61 n t g u n g über die Löhn- zustande Die Dertrauenrttute

der höienarbefeer haben dir Vereinbarung angenommen. Die Erklärung des Haf-nbetriebsvereins steht noch aus. Die Gefahreiner Ardeitsnietzepleaunr 0» Hamburger HM tzüch- b«W fein.

Uommuniftifche Rüstungen.

Eine Prüfung der bei dem kommunistischen Funktionär Knack in der Grenzstraße m Berlin auf«; gefundenen Explosivgeschosse hat ergeben, daß- eS sich entweder um Gasrohre oder umgearbertete Rücklausverstärker von Maschinengewehren hanveu, die mit Pikrinsäure, Schießbaumwolle und amen- konischem und englischem Rohrenputoer gefüllt waren. Der Sprengstoff war mit Nieten und kleinen Duchtzruckertypen durchsetzt. Versuche er- aaben die furchtbare Splitterwirkung der Eprenatsrper. Wie verlautet, hat der preußische Minister der Innere« Stettins den Setter der Ber. liner politischen Polizei zum Vortrag über dte An- eeleaaxtoit befohlen. Die vom LandeSPokizeibeztrk Setfin sett November v. I. beschlagnahmten kommunistischen Waffen aller Art belaufe» sich annähernd auf 5000.

KreuzerBerlin.

Der Kremer Berlin, Schulschiff fürOffi- rierSanwörter, tritt am 1. 11. von Kiel aus. eine große Auslandsreise an, die das Schiff über di« Kanarischen Inseln nach St. Thomas, dann nach Kolumbien, Mextto, Havanna, Venezuela, Port Rico führen wird. Mttte März 1985 wird der Kreuzer »her die Azoren nach der Heimat zurückkehren. Die, Stadt Berlin hat ihrem Patenschiff zu ferner Steife eine Ergänzung seiner Bücherei und Rauchwaren gesp-nden______________ m|

vom chinesischen Kampfplatz.

Lampsgafe. Da» Schicksal Pekings. Emr Kopfprämie.

wbt Paris, 31. Oft. (Tel.) DerNewyork Herold" berichtet: Rach einer Meldung aus Mnkden hätten die Lhisi-Truppen gefiern Kampfgase verwendet. General Lu-Pn-Hsiang sei in Alukden' angekommen und verhandele mit Tfchang-su-lio über dessen Rückkehr nach Schanghai.

Au» Lientfin wird gemeldet, daß entlang der Bahnlinie Liangsang-Han-hsun cin&ampfcnt- bräunt sei. Don dem Ausgang dieses Kampfes hänge es ab, ob Wn-Pei-Fu oder Feng über Peking mrd Tientsin herrschen soll. Mit Peking sei jede Verbindung gegenwärtig ab g esch n i11 e n. Die Stadt tff aber weiter ruhig. Feng kommandiere persitollch die DerteidigungsstreitfrSfte von Peking, die bei Fengtai zusammengezogen sind. Er beab­sichtige einen allgemeinen Angriff gegen die Lhili- etrmee und habe gestern einen Ausruf erlassen, in dem er 100 000 Taler für die Tötung Wu-Hei-Fus aussetzte.

von der Reichsbahn.

Die deutsche Reichsbahn ist dauerns bemüht, die Ausstattung der Personenwagen zu ber* bessern, während der dterjährigen Heizztit werde» die Abteile 1. und 2. Klaffe der V-Zugwagen mi(! Raßhaarläutem belegt. Die übrigen Wagen auch mit solchen Läufern auSzustatten, verbietet vorläufig die Finanzlage der Deutschen Reichsbahn. Eisen- dahnieifendt, die eine durchgehende Fahrkarte biS Kr Zielstatton nachweislich nicht erhalten können, den bei einer späteren RachlLsung in den Zügen keine Ganderaebühr mehr zu zahlen. ES wird ihnen al» AuSwei» auf der AuS.qangSstation ein roter Nachlösezettel auSgehändigt. Damit ent­fällt auch der Anlaß zu Beschwerden, wenn Reifende auf Anfchluhstattonen wegen der Verspätung bei benutzten Zu»eS ober wegen kurzer Uebergan^Szeit «ne Fahrkarte zur Weiterfahrt nicht mehr töfey kannte«.

Kurland.

* Lte Aaffen-e-enfätze in Belgien. Der Rassen­haß Msüfen Flamen undFranskiljons" ist neuerdings wieder in unerquicklichen Geschehnissen zu Tage getreten. In Brüffel gab eS noch unlängst bei einer harmlosen Gelegenheit blutige Parteikämpfe, die in der Tötung eines sogenanntenFaszisten" ihren traurigen Höhepunkt fanden. Der Täter, ein flämischer Beamter, wird von seiner Preffe als Held und Opfer gefeiert, von den Gegnern als Aktivist, Bösche und Mörder hingestellt. Die nationalen Gegensätze in der Bevölkerung, die sich auf die Kul­turzentren deS Landes fortsetzen, erscheinen nach wie Vor alS die größte Zukunfisgefahr für das Land.

* Der Schnaps in Rußland. Nach zehnjähri­gem Alkoholverbot ist jetzt der staatliche Schnaps- verkauf wieder ausgenommen worden. Der An­drang, der in den ersten Tagen sehr groß war, hat bereits erheblich nachgelaffen. Es hat sich herausgestellt, daß der von der Bevölkerung heim­lich felbftgebrannte Schnaps sich wesentlich bil­liger stellt und überdies auch noch stärker ist.

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: Das Heimatblatt |

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