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uldaerZettuna

Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Stadt Fulda.

51. Zahrg.

Sonntag, 19« Oktober 1924»

Nr. 245

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Der Ablauf der Regierungskrise.

Die Knauzkonftreilz.

3m November In Varls.

Der Brüsseler Berichterstatter desTemps" meldet, daß man sich in belgischen Regierungskrei­sen augenblicklich mit den Vorbereitungen zur Konferenz der Finanzmini st er be­fasse, die nach den in London getroffenen Bestim­mungen im November in Paris zusammen- treten sollen.

Französische, englische, italienische und belgische Sachverständige würden am 27. November in Pa­ris eine Vorbesprechung haben, um die Tagesord­nung der Konferenz zu regeln. Auf der Tages­ordnung stehen u. a. die Regelung der Verteilung der Erträgnisse der Ruhrbesetzung und ferner dis Frage der Verteilungder Reparations­zahlungen unter den Alliierten und schließlich die Frage der Verwendung der nach dem Dawesplan eingehenden Beträge. Ruch dem Be­richt ist man in Brüssel etwas erregt, daß augen­blicklich mehr als die Hälfte der Monatszahlungen zu anderen als Reparationszahlungen verwendet werden.

Die Anleihe.

Der Erfolg in England.

wtb London, 18. Off. (Td.) Der »Times" zufolge verlautete gestern, daß die Zeichnungen für den britischen Anteil an der deutschen äußeren Anleihe 150160 Millionen Pfund be­trage, sodaß also die Anleihe etwa 13malübrr- zeichnet i ft

Finanzbedarf der Franzosen.

wtb London, 18. Off. (Test) Das Reuter- Büro meldet aus Newyorf, daß Thomas 3. fi. Morgan im Ausland gewesen sei, um bei der Festsetzung der Eiazelheitenderdeutschen Anleihe mitzuwirfen, sich zurückhaltend gezeigt habe, als er gebeten wurde, die Nachricht zu bestä­tigen, daß der amerikanische Markt in den nächsten Wochen aufgefordert werden solle, eine große französische Anleihe zu zeichnen, die, wie gerüchtweise verlautet, den Befrag der deutschen Anleihe übersteigen werde. Man berichtet, daß diese Anleihe möglicherweise 150 Millionen Dollar be­fragen werde mit einem Zinsfuß von 7 Prozent Die Anleihe soll zn etwa 95 Prozent angeboten werden.

Laillaux in Paris.

wtb p a r i s, 18. Off. (Set) Es bestätigt sich, daß Ea illau x, dem der Sfaafsgerichtshof be­kanntlich auf fünf Zahre den Aufenthalt in Frankreich verboten hat, gebeten hat, heute der Beisetzung von Anatole France bei­wohnen zu dürfen. Der Minister des 3nnern hat die Erlaubnis erteilt. Caillaax wird heute nachmittag der Feier im 3nstitut de France bei­wohnen. ___________________

Die MoMfmge.

Der 'Präsident des VölkerbundsratS Hymans teilte dem Generalsekretär des Völkerbundes mit, daß er eine außerordentliche Tagung des RatS zur Prüfung deS englisch-türkischen Gegen­satzes in der Mosiulfrage einberufen werde. Zeit­punkt und Ort der Tagung sollen so schnell wie mög­lich festgesetzt werde»? Man nimmt an, daß die Tagung zwischen dem 25. und 27. Oktober stallsinden wird. Als Ort der Tagung kommt Genf, Brüssel oder Paris in Betracht.

Bombenabwürfe.

wtb P a r i s. 18. Off. (Set) havas meidet ans Angora, die Lagean der 3rakfroatsei un­verändert. Dorf sollen am 15. Oktober englische Flugzeuge Ehevani überflogen und Bomben abgeworfen haben. Zwei Frauen seien dabei getötet worden.

Vie tage in China.

Das diplomatische Korps in Peking hat den Be­hörden der internationalen Niederlassungen in Schang­hai Anweisung gegeben, General ösuichnsen, der ver­sucht hak, die Truppen, die Lungha besetzt haben, durch Geld auf seine Seite zu bringen, auszuweisen. Der General wird wahrscheinlich nach Japan geschickt. In Schanghai und Umgebung ist alles ruhig.

Plöudcrtmgen.

wtb London, 18. Oft. (Tel.) DieTimes" Meldet aus Hongkong über die Kampfe in Kanton, daß nach Ueberwindung der freiwilligen Verbände der Kaufleute durch die Truppen $un-3at-Sens Mordtaten und Plünderung eingesetzt hätten. Mindestens zehntausend Kaufläden seien zerstört worden. Der Schaden werde auf 5 Mil­lionen Dollar geschäht werden.

3n Lust und Wasser.

wtb London, 18. Oft. (Tel.) Der Lerichf- trstatter desDaily Mail" aus Mukden will erfah­ren haben, daß Wu-Pai-Fu, der die S freiff raffe >er Pekinger Regierung im Kampfe gegen Tschang- jvlin befehligte, sein Hauptquartier auf 'inetn Kriegsschiffe im Hasen von Lschin-Dan-Tav in der Rahe des Ostendes ter Großen Mauer aufgeschlageu habe. Am Don­nerstag hätten 30 Flugzeuge Tschangsulius die Kriegsflotte der Pekinger Regierung im Hafen von Licbin-Wan-Tav angegriffen und versucht, auf wel-

Don Stunde zu Stunde wurde in den letzten Tagen die Krise in Berlin mit wechselnden Mitteln zu bannen gesucht. Am Freitag abend wurde folgende Mitteilung ausgegeben:Nach­dem sich die Unmöglichkeit ergeben hat, auf dem Wege der Verhandlungen mit den Fraktionen des Reichstags zu der notwendig gewordenen Erwei­terung der Reichsregierung zu gelangen, hat der Reichskanzler nach Beratung mit den Reichsminl- ftern die Beauftragten der Deutsch- nationalen Volkspartei zwecks Verhand­lungen über die Einbeziehung deutschnationaler Parteimitglieder in die Reichsregierung em­pfangen."

In den Mittagsstunden hatte man noch geglaubt, durch ein Uebergangskabinett die Krise lösen zu können. Darüber erhielten wir folgerwe Information aus dem Reichstag:

In dem Bemühen, eine Reichstagsauflösung zu vermeiden, da niemand eine Gewähr dafür bieten kann, daß eine Neuwahl tatsächlich eine wesentliche Aenderung in der parteipolitischen Gruppierung herbeiführt, ist man nun auf den Ausgangspunkt der Krise zurückgekommen und damit auf diejenige Lösungsmöglichkeit, die auch an dieser Stelle sofort als die gegebene bezeichnet wurde: Beibehal­tung des bisherigen Kabinetts und Ergänzung der freigeroorbenen Mi­nisterposten durch Persönlichkeiten, dis der Rechten nahe stehen. Man würde auf diese Weise zu einem Uebergangskabinett kom­men, das dazu befttmmt wäre, die Geschäfte unter Wahrung der bisherigen politischen Linie nach in­nen unb außen fortzuführen, bis unterteilen die politische Entwicklung, namentlich bei den Parteien selber, soweit gediehen ist, daß man wirklich mit Aussicht auf Erfolg neue Verhandlungen wegen einer Zusammenfassung der positiven bürgerlichen Elemente in die Wege leiten könnte.

Ob dieser Plan Zum Ziele führt, wird entschei­dend davon abfiangen, wie sich die Deutsche Dolks- partei stellt. Wenn die darauf besteht, daß jetzt schon die Dekttschnationalen als Partei mit in die Regierung aufgenommen werden, so würde ihr, da alle Bemühungen, das zu erreichen, inzwischen als aussichtslos erkannt werden mußten, nur noch übrig bleiben, aus der Koalition überhaupt aus» Zuscheiden und die volksparteilichen Minister aus dem Kabinett zurüSzuziehen. Dieser Schritt ist bis jetzt noch nicht getan worden, und insbesondere der Reichskanzler bemüht sich seinerseits darum, die Parteien der bürgerlichen Mitte als Kern der Politik der Mitte zufsrnmenzuhalten. Tatsächlich ist es auch ein grundlegendes Erfordernis für die Gesundung unserer gesamten Politik, wenn diese Parteien eine geschlossene Einheit wenigstens in den Grundfragen der politischen Taktik bilden.

Für die Zwischenlösung, die nach der Natur der Sache ein Uebergangskabinett nur fein könnte, würden recht bedeutsame Ministerien zur Verfü­gung stehen. Einmal handelt es sich um das Innen­ministerium. mit welchen zugleich auch die Dize- Kanzlerschast verknüpft ist, das dadurch frei wird, daß der bisherige Inhaber, Minister Dr. Jarres, geneigt ist, feine frühere Tätigkeit als Oberbürger­meister von Duisburg wieder aufzunehmen. Ferner ist das Derkehrsministerium durch die Ernennung des bisherigen Ministers Def e r zum Generaldirek­tor der Reichseisenbahngesellschaft frei geworden, und außerdem ist das Justizministerium seit Em­mingers Rücktritt unbesetzt und wird von einem Staatssekretär verwaltet.

Gelingen diese Bemühungen nicht, bann wird das Kabinett Marx, auch wenn die Deutsche

chein Schiffe sich Du-Pai-Fv befinde. Die Flug­zeuge hätten eine große Zahl von lOOpfünblgen Bomben abgeworfen. Die Kriegsschiffe wu-Pai-Fus seien darauf unverzügllch in See gestochen. Zwei von ihnen seien getroffen worden «nd brennend gesunken.

Amerikanische Kriegsschiffe.

' wtb Paris, 18. Oft. (Tel.) Die .Chicago Tribüne" meldet aus Hongkong, daß amerikanische Kriegsschiffe nach Santon zum Schutz des Lebens und Eigentums der amerikanischen Bürger entsandt worden seien gemäß einem Be­richt des amerikanischen Konsuls Penkins, der mif- getellt habe, daß das Lebender Fremden in der Stadt gefährdet sei. Die amerikanischen KanonenbooteSacromento" und .Pamplug", die zu dem amerikanischen Geschwader in den chine­sischen Gewässern gehören, haben Befehl erhalten, Kanton aufzufuchen und Landungskräfte bereit zu halten. L

Deutsches Reich.

* Wegen Beleidigung der Republik und der Reichswehr wurde vom großen Schöffengericht Berlin-Mitte der Schriftsteller Ernst Friedrich zu drei Ttonaten Gefängnis verurteilt. Die unter Anklage stehende Strafhandlung hat der Verurteilte in einem in der anarchistischen Freien Jugend veröffenüichten Flugblatt verübt, rt- i

* Ein Hebert ritt Der deutsch-nationale Land- tagsabgeordnete Voß- Hannover-Ost ist laut Deutscher Tageszeitung zur nationalsozialistischen Freiheitspartei übergetreten.

* Kamps um den Schutz-,oll in Bremen. In der Sitzung der Bremischen Bürgerschaft tourte nach längere: Debatte daS von der Sozialdemokratie ein» gebrachte Mißtrauensvotum gegen den Se.

Volkspartei inzwischen aus Ihm ausscheiden würde, vor den Reichstag treten, um dort die Entscheidung über den Fortbestand der Regierung oder Auf­lösung in offener Feldschlacht herbeizu­führen.

Nach der neuesten Meldung ist also diese Lö­sungsmöglichkeit im Laufe des Freitag abend auf- gegeben worden.

3m Wandckgang des Reichstages.

Nach dem Empfang der deutschnationalen Be- auftragten durch den Reichskanzler trat die deutsch­nationale Reichstagsfraktion zu neuen Beratungen zusammen, die jedoch, obwohl sie bis in die späte Nacht fortgesetzt wurden, noch zu keinen be­stimmten Vorschlägen an den Reichskanz­ler geführt haben.

Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, wer­den die Deutschnationalen am Samstag Vormittag dem Reichskanzler bestimmt die Beschlüsse ihrer Partei vorlegen. In den Wandelgängen des Reichstags spricht man davon, daß der Reichskanz­ler den Deutschnationalen vier Sitze im Reichskabinett zugestanden haben soll. Als künftige deutschnationale Minister werden die Reichstagsabgeordneten Hergt und Leopold, der Landtagsabgeordnete von Kries und Freiherr von Gayl genannt Angesichts des erneuerten Beschlus­ses der demokratischen Fraktion, keinem Demokraten die Zugehörigkeit zu einem Kabinett zu gestatten, in dem die Deuischnationalen eine einflußreiche Stellung einnehmen, sind Kräfte am Werk, um trotzdem das Verbleiben des Reichswehrministers Geßler zu sichern. Geßler selbst erklärte, daß er unbedingt Par­teidisziplin wahren wolle.

Hebet die nenck Lösung

schreibt dieVossische Zeitung", daß ein Reichskabi­nett, das sich aus Deutschnationalen, der Deutschen Volkspartei, dem Zentrum und der Bayerischen Volkspartei zusammenfetzt mit Unterstützung durch die Wirtschaftspartei und den Bayerischen Bauern­bund auf dem Papier eine Mehrheit von neun Stimmen haben würde. Diese habe zur Voraussetzung, daß alle Bänke der Regierungs­koalition besetzt sind und daß alle Angehörige der Regierungsparteien auch geschlossen für die Re­gierung stimmen. Schon die Stimmenthaltung einer kleinen Gruppe von etwa 12 Abgeordneten würde genügen, um ein solches Kabinett zu Fall zu brin­gen. Aus dieser Feststellung ergebe sich, wie sehr entscheidendes Gewicht auf die Haltung der De­mokraten gelegt werden müsse, für die sowohl dem genannten Blatt, als auch dem Tageblatt zu­folge allerhöchstens eine wohlwollende Neu­tralität gegenüber der Reichsregierung, keines­falls aber eine offizielle Beteiligung an der Re­gierung in Frage kommt.

Die Ministerkandidaten.

Die Blätter nennen als mutmaßliche Reichs­minister noch den Reichstagsabgeordneten Schiele, der für das Wirtschaftsministerium in Frage komme und das Mitglied der Bayerischen Volkspartei Emminger, der das Reichsjustiz­ministerium übernehmen soll. Die Vizekanzler- schast werde nach den Vermutungen der Blätter Hergt, das Reichsministerium des Innern dem deutschnationalen Abgeordneten Frhr. v. Gayl übertragen werden.

nat wegen feiner Zustimmung zur Schutzzoll­dorlage mit 69 gegen 40 Stimmen angenommen. Dafür stimmten geschlossen die Eozialdemokraien, die Kommunisten, der größte Teil der Völkischen, ein Teil der Deutschnarionaleu, drei Haus­besitzervertreter und zwei Deutsche Volks- Part eil er.

* Hebertragbare Krankheiten in Preußen. In Preußen sind in der Zeit vom 3. August bis 6. Sept. d. I. dem Amllichen Preußischen Presse­dienst zufolge nachstehende Erkrankungen (Todes­fälle) an übertragbaren Krankheiten amtlich ge­meldet worden: Diphtherie 1825 (56), Fleckfieber 344 (109), spinale Kinderlähmung 61 (3), Körner­krankheit 190, Lungen- und Kehlkopftuberkulose 4283 (2491), Milzbrand 10 (2), übertragbare Ruhr 1219 (96), Scharlachfieber 2030 (17), Tollwut 3 (3), Unterleibstyphus 2309 (159), Fleisch-, Fisch- und Wurstvergiftungen (151) (3), Bißoerletzungen durch tolle oder tollwutverdächtige Tiere 195.

Lin deutsch-polnischer Zwischenfall.

Ein polnisches Flugzeug hatte kürzlich über der Stadt Beuchen Flugblätter abgeworfen, in denen für eine polnische Luftflotte Propaganda ge­macht wurde und die schwere Beleidigungen gegen Deutschland enthielten. Wie die Bläter melden, hat nunmehr der Berliner polnische Ge­sandte wegen diesem auf einem Mißverständnis beruhenden Vorkommnis um Entschuldigung gebeten. ____________

* Aus Oberschlesien sind, soweit eS zu Polen ge­kommen ist, nach genauen Zählungen zufolge des polni'chen Terrors bereits über 80,000 Deutsche, meist in das Reichsgebiet, ausgewandert. Demgegen­über haben nur saft 10,000 Polen, und zwar ans eigenem Entschluß, das oberschlesische Gebiet veilaflen, in der Hoffnung, daß sie eS .drüben" viel besser haben würden! Aber sie alle wurden enttäuscht!

vom englischen Wahlkamps.

Der politische Berichterstatter des ,®hn' schreibt, eS sei im liberalen Haupiq mrtier kein GebeimniS, daß man die Niederlage Macdonalds, Clynei und Henderson- in ihren Wahlkreisen sür wahr­scheinlich «msehe. Tie Walliser Wählerschaft deS Ministerpräsidenten sei besonders enttäuscht über die Verschlimmerung der Lage in Bergbau und Industrie seit der Regiertingsübernahme durch die Arbeiter, Partei.

Die Kandidakenausstellung.

wrb London, 18. Oft (Tel.) Heute findet ia England, Schottland, Wales und Nordirland dis Aufstellung der Kandidaten zur Wahl für das neue Parlament statt. DerTimes" zufolge werden eiwa 1400 Kandidaten für 615 Sitze auf- gestellt; etwa 37 Mitglieder, die in ihrem Wahl­kreis keineGegenkandidaten hätten, wür­den bis heute abend für das neue Parlament ge­wählt fein.

Macdonalds Programm.

Wtb London, 18. Oft (Tel.) Mscdsnald fügte in einem Wahlaufruf, die Niederlage der Re­gierung fei die erste Maßregel eines verabredeten planes, der Aröeiterregierung ein Ende zu machen. Wenn die Wahlen um einen Monat später statt finden würden, so würden sie dem Handel ernsteren Schaden zufügen und die längere Ungewißheit würde größere Nachteile und Verluste für jeder- mann herbeigeführt und zugleich Schwierrgfeiten in der Behandlung der auswärtigen Angelegenheiten hervorgerufen haben. Dies dürfe nicht übersehen werden. Macdonald ermahnte daraus das Land, die Regierung in den Stand zu sehen, ihr großes Werf für die beiden größten Ziele fortzusehen, für die man Unterstützung verlangen fcnn, nämlich den inneren und äußeren Frieden auch für die Stärfung des Familien- und nationalen Lebens auf der Grundlage der Politif der Arbeiterregierung auf dem Gebiet der Finanzen, der industrieller Unternehmungen nnb der Wohnungsfrage.

Die irische Frage.

wtb Dublin, 18. Off. (Tel.) Der Senat des irischen Freistaats hat eine Revolution zu­gunsten der Regelung der Grenzfrage angenom­men, wonach die Frage durch ein Zlebcreinfommen mit der Regierung von Ulster geregelt werden soll.

Deutsch-englische Flugverbindungen.

wtb London, 18. Oft. (Tel.) Die »Times" erfährt, daß der Besuch des Direfkors für das Zivilflngwefen, Brandet, In Deutschland hauptsächlich mit der Frage der Ausdehnung des britischen Handelsflug di en- fies nach Berlin Zusammenhänge. Die An­wesenheit eines Mitglieds des deutschen Lusfver- fehrramts in London gelte besonders dem Studium des englischen Systems der Kontrolle des drahtlosen Berfehrs.

3ahrhnndertfeicr in Rom.

wtb Rom, 18. Oft (Tel.) Die großen Feier- Üchfeiten zur 16. Jahrhundertfeier bet Lateran- firche werden am 6. November beginnen. Das feierliche Hochamt wird in Gegenwart sämtlicher Kardinäle am 9. November stattfinden. 3n diesem Zusammenhang sprechen alle Blätter wiederum von der UeberfLhrung der Leiche Leos . nach dem Lateran.

Um die Eskimo-Insel.

Streit zwischen Ametifa und Rußland tim 15 Untertanen.

wtb Paris, 18. Off. (Tel.) Die »Chicago Tribüne" berichtet aus Newyorf, daß es möglich sei, daß die Regierung der Vereinigten Staaten sich der formellen Besitzung Insel Wrangel durch die Sowjetregierung widersetzen werde. Obwohl man ursprünglich annahm, daß die in Frage stehende 3nsel ein britische Kolonie sei. hat sich jetzt nach einer Nachricht ans Nome (Alasta) her- ansgefiellf, daß sie zu den Vereinigten Staaten ge- hört Ein russischer Transport hat fürzlich von der 3nsel Besitz ergriffen. Die Kolonie besteht aus 15 Esfimos, an deren Spitze ein Eingeborener fleht, der amerifanischer Staatsbürger ist.

Die rote Fahne.

wtb London, 18. Oft (Tel.) Das Reuter Büro berichtet aus Newyorf, einer Nachricht aus Nome (Klafter) zufolge hat ein bewaffnetes russi­sches Transportschiff die amerifanischen Kolonisten von der Wrangel-Jnsel vertrieben und dort die rote Flagge gehißt.

Dr. Robert Faber f.

wtb Nagdburg, 18. Off. Der Herausgeber der »Magdeburger Zeitung", Dr. Robert Faber, der Vorsitzende des Vereins deutscher Zeifungsverlegerist heute vormittag 9 Uhr plötzlich gesiorber