Auldacr .'{citina
15. 10 16.1!>.
Berliner Kursbericht,
Deutsche Staatspapiere.
Industrie-Aktien.
Ausländische Werte.
scher Bauart).
Belgien.
toertbeft. Anleihen.
Versicherungs-Aktien
Schisfahrt-werte.
Bank-Aktien.
5[852
Vertreter: ADAM GEIL, FULDA, Eidisfeld 4 :: Fernruf 404
Verlag der Fuldaer 5lctiendruckerei, Fulda.
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In Belgisch-Kongo wird in kurzem zwischen Leopoldstadt und Elisabethstadt eine neue Lustlinie eröffnet werden, für die von der belgischen Lufttransport-Gesellschaft ein besonderes Flugzeug erbaut wurde. Auf dieser Linie wird ein regelmäßiger Dienst eingerichtet werden. Augenblicklich braucht man 45 Tage, um die Strecke von 1200 Meilen zwischen den beiden Städten zurückzulegen, die neue Luftfahrtlinie wird es ermöglichen, die Reise in zwei Tagen zu machen. Um die Gefahr zu vermeiden, daß Führer und Passagier sich im Falle einer Notlandung im Walde verirren, soll das Flugzeug in ständiger drahtloser Verbindung mit den Flugstationen an der Strecke stehen.
Vezirksjugendtag des Mam-Nmzrg- gaues zu Soden-Stolzenberg.
Der diesjährige Bezirksjugendtag des Main-Kinzig- gaues am 5. Oktober zu Soden-Stolzenberg nahm einen erhebenden Verlauf. An die 500 Jungmänner aus 20 Ortschaften der Dekanate Hanau, Salmünster, Bad Orb nahmen daran teil.
Der neugegründete Junqmännerverein Soden mit seinen 60 Mitgliedern holte um 2 Uhr mit der Musikkapelle des Musikvereins Soden die Vereine vom Bahnhof ab und zog geschlossen mit diesen zur Kirche. Hierselbst war eine feierliche Andacht. Bezirkspräses Kura- tus M e h l m a n n-Oberrodenbach begeisterte die Jungmannen in seiner herzlichen Sprache für Maria, die Rosenkranzkönigin, als der Helferin in den Seelenkämpfen der Jugendzeit. Der lich an die kirchliche Feier anschließende Festzug, der sich unter klingendem Spiel durch die festlich geschmückten Straßen Sodens bewegte, gestaltete sich zu einem offenen Bekenntnis unserer ka- tbolffchen Jugend. Mehr noch die Festverfammlung auf der höhe des Stolzenberges. Nach herzlicher Begrüßung und kurzem Bericht des Bezirkspräses Mehlmann über den Stand unserer Iugendsache im Main-Kinzigbezirk und einem freundlichen Willkommgruß vonseiten des Vertreters der Stadt Soden, Herrn Beigeordneten Sebastian Herbst, sprach aus. warmem, jugendlichem Herzen Redakteur Meurer-Frankfurt über das Ziel des katholischen Jungmannes. Er fand herrliche Worte über die Treue, die der junge Mensch sich selbst, seinen Eltern, seinen Freunden und Mitmenschen und vor allem seinem Herrgott und seiner Kirche schuldig ist. Die Gesangsabteilung des kathol. Jungmännsroereins der Pfarrei Romsthal brachte unter der Leitung ihres Dirigenten Herrn Franz Rehm zwbi fein ab gestimmte Chöre zu Gehör. Kuratus Kind-Marborn sprach im Namen des Bezirksvorstandes herzliche Dankesworte und feierte in seinem Schlußwort den katholischen Gedanken unseres Verbandszieles. Dieses wolle, weil katholisch, den gan-
Barm. CreMtbank Baijr. h. u. wdk. Barmer Bank-D. Berllnerfianbelsb. Commer;bank vanr. Privatbank Darmftäbter Bank D. flfiat. Bank
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Rußland.
In M o s k a u fand dieser Tage die erste Jahresversammlung derAktionäre der russischen Freiwilligen Lufts chiffahrtsgesellfchast statt, auf der von der Verwaltung der Geschäftsbericht für das erste Jahr erstattet wurde. Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zuerst 2 Mill. Goldrubel, ist aber inzwischen auf 5 Mill, erhöht worden. Die Gesellschaft verfügt über 18 Flugzeuge. 12 Flieger und 10 Mechaniker haben die Flugkurfe der Gesellschaft besucht. Die erste in Betrieb genommene Fluglinie war die zwischen Mos- kau-Jwonowo-Wasossensk-Nishni-Nowgorod, auf der 97 Flüge stattgefunden haben. Ende 1923 wurden die Linien Moskau-Nishni-Nowgorod-Kasan, Sewastopol-Jalta-Fupatgrid-Taschkent-Wernij und Chiva-Buchora eröffnet. Im laufenden Jahre sollen die alten Linien aufrecht erhalten bleiben und die Krim-Linie bis Odessa und Neworossisk verlängert werden. Aus folgenden zwei neuen Fluglinien soll der Verkehr ausgenommen werden: Kasan-Astrachan und Moskau Ninsk, im Anschluß an den Verkehr Warschau-Paris.
Tschechoslowakei.
Ein aus vier Flugzeugen bestehendes tschechisches Militär-Flugzeuggeschwader ist in Prag zum Rund- flug über die Staaten der Kleinen Entente aufgestiegen und nach Preßburg geflogen. Von dort fliegt es nach Agram und von dort nach Neusatz, um der jugoslawischen Flotte einen Besuch abzustatten.
Die Entwicklung der tschechischen Luftstreitkräfte zeigt nachstehende Aufstellung: 1919: 30 Flugzeuge, (alte deutsche und österreichische). 1920: 150 Flugzeuge (davon 115 französischen Ursprungs, 1923: 260 Flugzeuge (davon 220 tschechoslowaki-
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Teuft der Fuldaer «rtiendruckerei in Fulda
das wundervolle Wäfche-Einweichmittel schont nicht nur die Wäsche, wie es bei keinem anderen Verfahren erreicht wird, sondern man sparL dabei auch noch Seife, FeuerungmaLerial und Arbeit in erheblichem Matze! Burnus ist in den einschlägigen Geschäften zu haben. Fattinger-Werke A.-G* Berlin NW 2.
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Samstag, 18. Oktober 1924
Die Spezialfirma für Qualitätsware
Fulda. Friedrichstrasse
™ es eu» fflk (ga größteAuswahl, erster Fabrikate
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IT H »M EmJ Kgl. und Päpstlicher Hollieferant L 3 SN MW® Gegründet 1£46.
Vie Rüstungen in der ?ust.
Dieser Tage hatten wir Mitteilungen über die tustrüstvngen der verschiedensten Mächte veröffentlicht. Inzwischen sind uns neue Informa- Honen zugegangen, die starkes Interesse beanspruchen dürsten. Wir lassen sie nachstehend folgen:
England.
Der Gesamtluftverkehr Englands belief sich 1923 auf über eine Million Meilen in 5012 Flügen gegenüber 778 000 Mln. in 400 Flügen im voraufgegangenen Jahre Die Zahl der beförderten Passagiere betrug 15 013 gegenüber 11 460 im voraufgegangenen Jahre. Die Menge der beförderten Güter stellte sich aus 427 Tonnen gegenüber 216 Tonnen im Vorjahre. Es entfällt ein noch größerer Anteil des Personen- und Güterverkehrs auf die Beförderung über den Kanal als bis dahin der Fall war. Der britische Anteil an den Verkehr stellte sich aus 79 Prozent gegenüber 76 Proz. im Vorjahre.
Eine neue englische Lustverkehrs- Linie soll demnächst zur Verbindung mit Iland zwischen Sretna und Belfast eröffnet werden. Flug- dauer etron 1% Stunden. Der Verkehr soll täglich für Passagiere und Gepäck stattfinden.
Frankreich.
Gelegentlich eines Vortrages im Aero-Klub von Frankreich machte der französische Unterstaatssekretär für das Luftfahrwesen Laurent Fynao für Deutschland recht bemerkenswerte Ausführungen über die Verwendungsmöglichkeit von Verkehrsflugzeugen im Kriege. Die Verkehrsflugzeuge feien nach 1919 nur für den friedlichen wirtschaftlichen Luftverkehr gebaut und da- Ker den Anforderungen, die man an ein Kriegsflugzeug stellte, nicht gewachsen. Kriegsflugzeuge mühten heute ein Steigvermögen von 8 bis 9000 Meter und mindestens 250 Kilometer Stundengeschwindigkeit haben. Die modernsten Verkehrs- -flugzeuge hätten aber bei 120 Kilometer Stundengeschwindigkeit ein Steigvermögen von nur etwa 2500 Meter, das auch völlig genügte. Die Wirtschaftlichkeit ließe stärkere Motoren mit höherem Brennstoffverbrauch und größere Geschwindigkeiten nicht zu.
Der französische „Kleinflugzeugwettbewerb" ist ein ziemliches Fiasko geworden. Von 15 gemeldeten Flugzeugen genügten nur drei Flugzeuge den Vorprüfungen. Von diesen restlichen drei fielen während der ersten beiden Tage zwei aus. Der Ueberlebende gewann mit seinem 30pferdigen Flugzeug den Preis.
Der „Temps" vom 30. Sept. 1924 bringt die Nachricht, daß der Leutnant Therst auf dem Flugplatz des Alpilles einen Segelflug von 9 Stunden 4 Minuten ausgeführl und damit den Weltrekord des deutschen Lehrers Schulz (8 Stunden 42 Min.) geschlagen habe.
Die französischen Zeitungen veröffentlichten kürzlich die Statistik des Lckjtverkehrs Paris-London im Monat Juli. Die Flugzeuge der beiden Gesellschaften (eine englische und eine französische) haben in 449 Flügen 171 656 Kilometer durchflogen und 2559 Passagiere und 120136 Kgr. Gepäck befördert.
Der tägliche Durchschnitt beträgt: 15 Flüge in beiden Richtungen 5537 Km. 82 Passagiere und 3875 Kgr. Gepäck.
Amerika.
Auf wie hoher Stufe der amerikanische Flugmotorenbau steht, erkennt man aus den außerordentlich schweren Abnahmebedingungen. Noch vor nicht allzu langer Zeit begnügte man sich mit 5 Läufen von je 10 Stunden Dauer, bei denen im allgemeinen 90 v. S). der Vollast verlangt wurde. Die Anforderungen wurden dann erhöht auf zuerst 3—100 Stunden und später auf einen 300stündigen Vollgasdauerlauf. Diese harte Prüfung haben tatsächlich fast alle amerikanischen Mo- tore zwischen 60 und 700 Pferdekräften, foweit sie heute noch gebaut werden, überstanden. Für Leistungen bis 300 Pferdekräften scheinen die luftgekühlten Sternmotoren den wassergekühlten vorzuziehen sein. Die amerikanische Marine schreibt daher bis zu dieser Leistung grundsätzlich Motoren dieses Typs vor.
RonrsfiiMc * yaute und feilealler
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I zen Menschen erfoffen, ihn nicht bloß ^lisch, sondern 1 auch körperlich ertüchtigen Daher legt unser katholi cher i Juqendoerhond in der Deutschen Jugendkrast besonderen । Wert auch auf die Bslege edler Körperkultur. In einer \ dmldigung an den f)L Vater sand die Festversammlung einen begeisterten Ausklang.
Di-- Vereine zoaen hierauf gemeinsam hinunter tn : die Räume des Kurhauses, wo die Beürkstagung einen harmonischen Abschluß fand. Der Jungwannervermn I Großkrotzenburg gab einen humoristischen Einakter, der i großen Beifall sand. Der Musikverein Soden verherrlichte mit seiner Kapelle die Feier durch fein exaktes Spiel. Die ganze Tagung bedeutet für unsere katho- lsche Iugendsache einen neuen Schritt aufwärts!
Der deutsche Hausbesrtzertag.
Auf dem jetzt in Karlsruhe abgehaltenen HauS- besiherlag besprach der Vo> sitzende Humar-Munchen die Mietzinsbildung und bemerkte, daß in dem Satz, daß nach dem Matzstabe der Zahlungsfähigkeit der Arbeitslosen und Kleinrentner der Mietzms für den Hausbesitzer bemessen werden muffe, der Widersinn der ganzen Mietzinsbildung offen zu Taae trete. Nicht nach den zahlungsfähigen Schichten der Bevölkerung, sondern nach einer verschwindend kleinen Gruppe bon leider armen Leuten, werde die im Gesetz vorgesehene LefftungSfähigkeit bemessen und darum brauchten auch alle reichen Mieter keine entsprechende Mtete zu bezahlen. (Sehr richtig!) Bei den Steuern mache man eS anders, ort werde die Steuer nach den zahlunasfähigsten Kreisen eingestellt und der dann nicht zahlen könne, möge dies beweisen. Der Redner untersuchte dann noch, welchen Anteil zahlenmäßig die Erwerbslosen und Kleinrentner innerhalb der Gesamtmieterschast darstellen und erklärte: Wir werden dieses Material an alle 18 Landesregierungen senden mit dem Ersuchen, die Mietsprers- bildnng in Zukunft auf Grundlagen aufzubauen, d,e es dem Hausbesitz ermöglichten, fein Haus wirtschaftlich zu erhalten und wieder instandzusetzen.
Zur Aufwertungsfrage erklärte der Redner: Hie/stehen wir grundsätzlich auf dem Standpunkt, daß die Hhpothekengläubiger und Pfandbriefinhaber ein gewisses Recht auf Aufwertung haben. Zu unterscheiden ist dabei der Zinsendienst und die Kapitalsruckzahlung. Der Zinsendien st kann für aufgewertete Hypotheken nur in dem Umfange geleistet werden, wie die Siiet« zinssteuer abgebaut wird und die freiwerdenden Beträge dem Hausbesitz zur Verfügung gestellt werden. Die Kapitalsrückzahlung kann nur im Wege von Tilgungshypotheken erfolgen. Es ist unmöglich, dem Hausbesitz auch noch die Sorge für Aufbringung des Kapitals aufzuerlegen. Wenn auch in der brüten Steuernotverordnung eine Stundung bis 1932 vorgesehen ist so wird doch einmal das Kapital fällig, und dann kann der Hausbesitzer sehen, wie er unter neuen Opfern ein anderes Kapital beschafft. Kem Mensch kann wissen, wie im Jahre 1932 die Verhältnisse liegen; der deutsche Hausbesitz ist verarmt und kann neue Gefahren und Lasten nicht auf sich nehmen. Es mutz daher schon jetzt durch Gesetz bestimmt werden, daß die aufgewerteten Hypotheken nur Tilgungshypotheken sind, lieber den Tilgungssatz kann man sich einigen.
Kus der Zentrumspartei.
= Die Nassauische Zentrnmspartei hat, wie die meisten Landesorganisationen des Zentrum?, vor dem bevor- stehenden Parteitag durch ihren Vorstand zu der Lage Stellung genommen. Der Vorstand tagte tn Ems unter den Vorsitz des Landtagsabg. SanttatSrat Dr. St em ml er. Von Parlamentarien waren noch an- wesend die Landtagsabgeordneten Fink- Wiesbaden und Schmitt - Molsberg. Die beiden nassauischen Reichstagsabgeordneten waren durch ihre Berufung nach Berlin am Erscheinen verhindert. Domkapitular Stadtpfarrer Dr. F e n d e 1-Limburg, Dekan Mayer-Langen- schwalbach und Kaplan Wiegand-Wetzlar waren dte Vertreter der Geistlichkeit. Die Wiederherstellung des Parteisckretariats wird für notwendig erachtet und der Vositzende mit der Anstellung eines Parteisekretäres vom 1. Januar 1925 ab beauftragt Der seitherige Jahresbetrag wird auf zehn Pfennig auf den Kopf der abgegebenen Reichstagswahlsttmmen herabgesetzt Der Bildung von besonderen Berufs aus- schüssen als Beiräte innerhalb des großen Landesaus- schuffes wird näher getreten. Danach werden sieben Sonderausschüffe gebildet: 1) Beamtenbeirat, 2) Handels- und Industriebeirat, 3) Handwerkerbeirat, 4) Arbeiter, und Anaestelltenbeirat, 5> Beirat -.für die Landwirtschaft, 6) Beirat für die freien Berufe, 7) grauenbetrat. — Den Schluß der Verhandlungen bildete der Hinweis des Vorsitzenden auf die politische Lage im Reich. Erst die nächsten Tage werden eine Klärung der Ver- hältnisse bringen. Aber eins ist schon jetzt notwendig: Vorbereitungen zu treffen zu einer neuen Reichstags Wahl.
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