Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Stabt Fulda.
Nr. 241.
Verantwortlich ür die SchriMeitung: Dr. Jobanues Kramer. Äureigen: I. P arreller, Fulda. Rotatwnddruck und Verlag der f Fuldaer Setieudruckerei in Fulda. Fsrnivrecher Nr- 9. #
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Mittwoch, 15. Oktober 1924.
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51. Zahrg.
dieKursührungderLondoner > Protokolls.
Die Reparationskommission in Paris oerösfent- sicht eine zweite Feststellung hinsichtlich der Ausführung des Londoner Protokolls, die sie vorgenommen hat.
1. Die Reparationskommission stellt fest, daß Deutschland folgende Maßnahmen durchgesührt hat:
a) Der Reichstag hat die durch die Reparationskommission gebilligten notwendigen Gesetze für die Ausführung des Sachverständigenplans ange = n«p m nt e n.
c-b) Die Ausführungs - und Kontrollorgane, die im Sachverständigenbericht Vorgehen find, find zum Zwecke des normalen Funktionierens eingefetzt worden.
c) Gemäß dem Bericht des Organisationsausschusses über die Reichsbank und die R e i chs- eisenbahngesellschaft sind die notwendigen endgültigen Konstituierungen vorgenommen worden.
b) Dem Trusty sind übermittelt worden die Zertifikate der Reichseifenbahnobligationen und die Zertifikate der industriellen Obligationen gemäß dem Bericht der Organisationsausschüsse.
2. Die Reparationskommission stellt fest, daß Kontrakte abgeschlossen wurden, die die Unterbringung der Anleihe von 8 00 Mill. Goldmark sicher stellen, sobald der Sachver- Mndigenplan ausgeführt und alle Bedingungen er- Mlt sein werden.
Diese Feststellung wird offiziell zur Kenntnis der Regierungen gebracht, die das Londoner Abkommen unterzeichnet haben, ferner zur Kenntnis des Agenten für die Reparationszahlungen und der Dankengruppe, die mit der Plazierung der 800- Millionenanleihe beauftragt ist.
Die Repko hat ferner beschlossen, die gemäß dem Artikel 248 des Versailler Vertrages auf den Bestand und den Einnahmequellen des Deutschen Reiches und der deutschen Staaten lastenden e r st en Hy potheken teilweise aufzuheben.
Durch diesenDeschluß wird ein Teil des deutschen Besitzes und der Einnahmequellen Deutschlands für den Anleihedienst zur Verfügung gestellt. Hierbei ist bestimmt worden, daß der Zinsen- und Amorti- sationsdienst der Ankethe eine sofortige und vorbehaltlose Verpflichtung der deutschen Regierung bildet, mit der der gesamte Besitz und alle Ein- pahmequelken belastet sind.
Der Wahlkampf in England.
Wacdonald hat sich nach Glasgow begeben, am dort seinen Wahlfeldzug zu beginnen, in dessen Verlauf erden Blättern zufolge über 100 Reden halten wird.
In seiner ersten Wahlrede erklärte Macdonald, daß die Auflösung des Parlaments im nationalen Intereffe gelegen habe. Die Arbeiterpartei habe in der Außenpolitik bedeutende Erfolge davongetragen irnd damit den Befähigungsnachweis zum Regieren gebracht. Die Frage der russischen An» ritze wird Macdonald in seinen Ansprachen in ClySe nd Birmingham behandeln.
Die Türken und England.
Die türkische Regierung hat an das Völker» bund ssekretariat ein Telegramm gerichtet, in das gegen die letzten englischen Grenzverletzungen im Irak-Gebiet protestiert wird und in der sie er» Rärt, daß die von den Türken besetzten Linien den statnS quo darstellen, den die englische ur-b die türkische Regierung sich am 30. September vor dem BvÜerbundSrat 'innezuhalten verpflichteien.
Die Rote schließt mit folgenden Sätzen: Wenn Mgland die Verpflichtungen übergeht, die es hin» sichtlich der Entscheidung des Völkerbundes über» nommen hat, wenn es die Ruhe stört und angreift, dann wird die Verantwortung auf England zmmckfallen. Die Türkei ist berechtigt, den Völker» bundsrat zu ersuchen, Maßnahmen zu ergreifen, zu dem Zwecke der Innehaltung der Entscheidung, die die beiden interessierten Teile sich zu halten verpflichteten. Die türkische Regierung ersucht darum, »aß diese Note den Mitgliedern des Völkerbundsrates «gestellt werde._______________________
Um Schanghai.
Reuter meldet aus Schanghai: Die Feindseligkeiten zwischen den Tschekiang-und SHangfu» truppen sind endgültig eingestellt worden. Die Verhandlungen zur Uebernahme der ^Kontrolle und der Verwaltung der Chinesenstadt Schanghai haben begonnen. Die chinesischen Behörden wünschen, daß die Kiangsutruppen in ihren jetzigen Stellungen bleiben.
Laut Associated Preß hat dos amerikantzche Kriegsministerium aus Tokio die Nachricht erhalten, daß Lu-Jung-Tschang und Ho-Feng»Lin, nachdem sie Schanghai den Regierungstruppen übergeben haben, nach Japan geflüchret sind.
VasZchicksal desdeutschenLigentums als amerikanische Wahlparole?
Man schreibt uns von wirtschaftspolitischer Seite:
Gerade in der letzten Zeit ist die Frage nach dem Schicksal des beschlagnahmten Eigentums im Auslande in Wirtschafts- und Finanzkreisen wieder außerordentlich lebhaft erörtert worden. Da gegenwärtig auch die Arbeiten für die Goldumstel
lung im Zuge sind, ist es selbstverständlich auch für die Gesellschaften von allergrößter Wichtigkeit zu wissen, was aus ihrem Auslandbesitz wird.
Nun ergibt sich bezüglich des in Amerika beschlagnahmten deutschen Eigentums, daß dessen Schicksal förmlich zu einer Wahlparole für die kommende Präsidentenwahl wird. Es gibt zwei große Strömungen in Amerika in dieser Frage, von denen die eine die Zurückhaltung des deutschen Eigentums bis zur Regelung der amerikanischen Gegenansprüche fordert, während die zweite Richtung für die sofortige Freigabe sich einsetzt. Beide sind sich lediglich darin einig, daß eine Wegnahme, eine Konfiskation also des deutschen Eigentums, nicht in Frage kommt. Der amerikanischen geschäftlichen Einstellung durfte es zweifellos mehr entsprechen, daß eine völlige Freigabe des deutschen Eigentums solange nicht erfolgt, als bis tatsächlich nicht die amerikanischen Gegenforderungen befriedigt sind. Jedenfalls zeigt dieser Vor-
Neues vom
Unter Anteilnahme der ganzen zivilisierten Welt fährt das Luftschiff Z. R. 3 über das Weltmeer zwischen Europa und Amerika. Die Funksprüche von Bord des Schiffes erreichen nun schon lange die amerikanischen Aufnahmestationen. Am Nach- mtttag des Montag, gegen 3 Uhr amerikanischer Zeit, befand sich das Schiff 130 Meilen westlich von Fayal. An Bord war alles wohl. Um 6.30 Uhr abends amerikanischer Zeit überflog der Zeppelin die westlichsteAzoreninsel Flores.
Der Funkverkehr mit der Landungsstation.
wtb Rewyork, 13. Okk. (Funkspruch). Die Lustschiffstation L a k e h u r st fing heute vormittag eine halbe Stunde lang undeutliche Funksprüche von Z. R. 3 an die amerikanischen Kreuzer auf. Der erste Spruch wurde 9 Ahr 15 Mn. amerikanischer Zeit ausgenommen. Die letzten Zeichen erfolgten 10 Uhr 25 Mn. Ahr. Am 11 Ahr 10 Mn. fing Lakehurst folgenden Spruch von Z. R. 3 an den amerikanischen Kreuzer Milwaukee auf: Schiff und an Bord alles wohl.
Staufer und Luftschiff.
wtb Rewyork, 13. Oft. (Funkspruch.) Am 5.15 Ahr (M. E. Z.) fing die Station in Lakehurst Funksprüche auf, ans denen sich ergab, daß der Kreuzer „Detroit" mit Z. 2t. 3 die Verbindung anfzunchme« versuchte. 3. 2t. 3 funkte an den „Detroit" zurück, daß die Sprüche ausgenommen seien und daß der Kreuzer weiter funken möge. Offenbar erhielt der Kreuzer „Detroit" diese Funksprüche nicht, denn der Kreuzer setzte die Anrufsversuche fort Daher griff nun die Station in Lakehurst eia und benachrichtigte den Detroit, daß Z. 2t. 3 die Funksprüche erhalten habe. Sie gab Weisung, den Z. 2t 3 weiter anzufunken.
Auf der drab^osen Station Boston wurden, wie die Bostoner Aadiogesellschast mitteilt seit 11 Uhr abends fast dauernd Funksprüche von Z. 2t. 3 ausgenommen.
Bordgerichte.
wtb London, 14. Oft (Tel.) Die Blätter bringen an Bord des 3- 2t- 3 aufgenommene und in der Röhe von Bordeaux abgeworfene nach Paris per Zug und von dort per Luftschiff nach 3reiben beförderte Photographien des Luftschiffs während des Flugs und der Offiziere des Luftschiffs. Die „Daily Chrouicle" veröffentlicht das bis Sonntag abend bestehende Logbuch des Kommandanten des Z. 2t. 3, des Kapitäns Dr. Eckener, das vom Luft- । schiff drahtlos übermittelt wurde. Der Bericht ist datiert an Bord Z. 2t. 3 über dem Atlantischen Ozcan. Das Lustschisf teilt mit, daß das Wetter
’ nd der ganzen Fahrt gut gewesen sei, daß ■in Bord wohl sei, dick die durchschnittliche
fall, daß die Regelung dieser Dinge noch sehr geraume Zeit in Anspruch nimmt. Börsentechnisch spielen alle diese Fragen insofern eine große Rolle, als gerade auch hier die Ungeklärtheit der Lage zu Spekulationszwecken benutzt wird. Das zeigte sich jetzt wieder in den Canada-Shares, von denen freilich irrtümlicherweise verlautete, daß ihr Gegenwert der deutschen Regierung nicht ausbezahlt, sondern auf Liquidationskonto gutgeschrieben würde. Das hatte einen ganz enormen Kurssturz dieser Scheine zur Folge, bis sich dann herausstellte, daß über die Gutschrift der deutschen Ansprüche durch die kanadische Regierung überhaupt noch keine Enffcheidung gefallen sei.
Bei dieser Gelegenheit kann noch mitgeteilt werden, daß die Verhandlungen mit I a p an wegen der Freigabe des deutschen Eigentums günstig vorwärts gehen und daß Japan die Neigung zeigt, die deutschen Forderungen möglichst weitgehend zu berücksichtigen.
„Zeppelin".
Von den Azoren geht es nun über das Kern- tück des Ozeans. Bis zu den Bermudas -Jn- eln, dis der Ostküste Nordamerikas vorgelagert ind, gibt es keine Landungsmöglichkeit für das Schiff. Es find über die Reise durch diese Zone folgende neueste Meldungen eingelaufen:
wtb flotte (Insel Fayal), 13. Okt. Das Luftschiff „L. Z. 116" hob sich deutlich umrissen von dem blauen, hier und da von Wolken gefleckten Himmel ab. Das Wetter ist schön bei leichtem Nord- westwind.
Höhe auf der Fahrt über Frankreich 850 Fuß betragen habe, daß die Maschinen glänzend arbeiteten und daß alle in ausgezeichneter Stimmung feien.
vorfichtsmaßregeln.
wtb London, 14. Off. (Tel.) Der „Times" zufolge hat der amerikanische Kreuzer „Detroit" berichtet, daß sich gestern eine Lnftstörung über dem Ozean südlich vonGrönland gezeigt habe.
Laut „Times" werden alle Vorsichtsmaßregeln getroffen, damit dem Luftschiff bei seiner Ankunft in Lakehurst nichts zustoße. Die Marinebehörden dort beabsichtigen unverzüglich das Was- ferstoffgas ans dem Schiffe zu entfernen nnd es durch das unentzündbare Heliumgas zu ersetzen. Bis das geschehen sei, werde keine Person zuge- lassen werden. Reben dem Kreuzer „Detroit" hätten die amerikanischen Kreuzer „Milwaukee" und „Totoka" Beobachtungen über die Wetterverhältnisse im Atlanfischen Ozean gemacht.
Englisches Lob.
wtb London, 14. Off. (Tel.) „Daily News" schreibt in einem Leitartikel, die Deutschen könnten sich mit dem Gedanken troffen, daß sie weiterhin die besten L «f tschif f b auer der Welt seien und daß, wenn Z. 2?. 3 seine Reise nach Amerika ohne Anfall vollendet habe, seine Tat als Triumph der deutschen Intelligenz und der deutschen technischen Geschicklichkeit darge- stellf werde.
Der letzte Standort.
wtb Paris, 14. Okt. (Tel.) Meldung des Z. R. 3, 7 Uhr 2 Mn. vormittags: Aus 41 Grad Nord und 38 Grad West, an Bord alles wohl.
41 Grad West, 38 Grad Nord.
wtb Berlin, 14. Oft. (Tel.) Aus Rewyork wird um 10 Ahr 28 Min. Dienstags vormittags .gemeldet: Das Luftschiff Z. R. 3 befand sich um 9 Ahr vormittags M. E. Z. ans 41 Grad 10 Minuten West und 38 Grad Nord. Schiff und Maschinen sind inOrdnung. An Bord ist alles wohl.
Die ReichslaWtzmg.
Auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung dcS Reichstages, die von dem Aeltestena n sschu, auf den 21. Oktober v. h mittags 3 Uhr kestgesetz wurde, steht die Entgegennahme eine Regio rungserklärung. *
Der Reichspräsident hat den Reichsverkehrsminister Oeser infolge der Ernennung zum Generaldirekior der Deutschen Reichsbahn auf feinen Antrag vom Amte als Reichsverkehrsminister entbunden. Die Geschäfte des Reichsverkehrsministeriums nimmt bis auf weiteres Staatsjekretär Dr. Kröhne wahr.
Regierungsbildung und Schulpolitik.
Zu dieser Frage sieht sich die Zentrumspresse immer wieder genötigt, nachdem die Deutschnationalen es auch jetzt nicht verschmäht haben, sich gewissermaßen als die M o n o p o l h ü t e r der christlichenSchulezu empfehlen. Die Deutsch- nationalen wissen sehr wohl, auf was sie fpekulie- ren, wenn sie gerade diese Frage in den Vordergrund ihrer taktischen Schachzüge stellten, um insbesondere auf das Zentrum einen Druck auszuüben. Man ist daher genötigt, den Deutfchnatio- nalen erneut vor Augen zu halten, daß sie selber das Nichtzustandekommen des Reichsschulgesetzes bis jetzt mitverschuldet haben. Wir stimmen der „Germania" durchaus zu, wenn sie in Polemik gegen den deuffchnationalen Abgeordneten Mumm zu der in dem Titel berührten Frage unter anderem folgendes ausgeführt:
„Schulangelegenheiten waren brennend während der Nationalversammlung und während des K a b i n e t t s C u n o. Während der Nationalversammlung hatte das Zentrum bei seinen Schulsorderungen verhältnismäßig leichte Kämpfe mit den Sozialdemokraten zu bestehen, die damals in der Regierung standen, schwere mit den Demokraten, die damals vorübergehend außerhalb der Regierung waren. Daß diese letzteren Kämpfe nicht befriedigend für die christliche Schule ausgingen, daran sind einzig und allein die Deuts ch-, nationalen unter Führung des Pfarrers Traub schuld gewesen. Mit den Sozialisten roar' ein sehr erträgliches Schulkompromiß bereits zu- standegekommen, konnte aber gerade wegen ber unverantwortlichen Taktik der Deutschnationalen nicht aufrecht erhalten werden. Die katholische Presse hat diese Vorgänge schon wiederholt eingehend erörtert. — Dem Cuno-Kabinett ge- gegenüber standen die Sozialdemokraten in der Opposition, die bürgerlichen Parteien waren bei der konfessionsfeindlichen Haltung der Demokraten allein zahlenmäßig nicht in der Lage, ein gutes Schulgesetz durchzusetzen. Als Oppositionspartei aber hatten die Sozialdemokraten selbstverständlich keine Veranlassung, ein Schulgesetz im Sinne der katholischen und evangelffchen Bevölkerung zu erleichtern. So blieb es in der Schwede.
Wenn die Deutschnationalen sich nicht abseits stellen, ist bei den jetzigen Mehrheitsverhältnifsen ein Schulgesetz verhältnismäßig leicht durchzufüh- ren, ob nun die Sozialdemokraten im Kabinett sitzen ober nicht. Weshalb machen die Deutsch-, nationalen nicht einmal den Versuch, aus einem „Kabinett der Volksgemeinschaft" durch weitgehende Schulforderungen die Sozialisten hinaus zu manövrieren? Sie könnten sich da wirk-, lich einmal als politische Tatchristen erweisen! Für das Zentrum sind die Schulfragen immer Angelegenheiten grundsätzlicher Natur gewesen und werden es bleiben, ob es Regierungspartei ist oder nicht. Es wird dabei auch immer die positive Mitarbeit der Deutschnationalen begrüßen."
Die deutsche Anleihe und Amerika.
Der Vorsitzende der amerikanischen Tabakgesellschafi Hill erklärte, daß die Gesellschaft 10 Millionen Dollar der deutschen Anleihe gezeichnet habe. Hill gab der Meinung Ausdruck, daß die deutsche Anleihe ein gutes Geschäft für jede Gesellschaft sei, deren Geschäftslage es erlaube, Anteile zu erwerben und den Dawesplan zu unterstützen.
Gewerkschaft und Politik.
Auf der Tagung der christlichen Gewerkschaften in Köln referierten der Generalsekretär Bernhard O 11 i und der Gewerkschaftsführer B a l t r u s ch über wirtschaftlche und sozialpolitische Fragen. In der anschließenden Aussprache erklärte der Reichstagsabgeordnete I m b u s ch, die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Bewegung gingen nicht aus persönliche, sondern auf fachliche Gegensätze zurück. Die Bewegung müsse das bleiben, was ihre Gründer wollten, nämlich eine energische Vertretung der Interessen der Arbeiterschaft. Diesem Standpunkt schlossen sich das Mitglied des Reichswirtschaftsrats Wissel s-Essen und Reichstagsabgeordneter S t e- g e r-Esien an. Reichsarbeitsminister Brauns empfahl in der Frage „Gewerkschaft und Politik" die Einhaltung her Mittellinie. Stege rwa d warnte vor der Zerschlagung der Bewegung. Die Reichstagsabgeordneten ©iesberts und I o os betonten, daß die Gewerkschaften eine politische Mission zu erfüllen hätten, der sie sich nicht entziehen könnten. Nach Schluß der Aussprache wurde e i n- stimmig eine Reihe von Entschließungen angenommen, die sich u. a. gegen die Preistreiberei und den Zwischenhandel wenden, die reichsgesetzliche Schaffung von Arbeitsgerichten, die baldige Einbringung eines Arbeitszeitgesetzes sowie eine verbesserte Arbeitslosenversicherung fordern. Darauf wurde die Tagung geschloffen.
Das Heilige LMM Rem Weltmeer.
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