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ein Watt in Licht überführt, während der Rest als Wärme verloren geht. Die Akademie der Wissenschaften in Paris scheint in der Erforschung des Problems des kalten Lichtes neue Fortschritte gemacht zu haben. Camille Dussard hat eine 200-Kerzenlampe kon­struiert, die keine Hitze erzeugen soll. Sollten diese Versuche praktische Erfolge zeitigen, so könnte vor allen Dingen auch die mit der Elektrizität verbundene Feuers­gefahr herabgemindert werden.

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Mit dem 10. Januar 1925 wird Deutschland von den handelspolitischen Bindungen des Ver­sailler Vertrages frei. Mit diesem Termin erlangt Deutschland wieder seine handelspolitische Frei­heit und Selbständigkeit. Damit steht Deutschland wieder an der Pforte des Weltmarktes.

Um der ganzen Größe und Bedeutung der ge- genwärttgen handelspolitischen Verhandlungen bewußt zu werden, muß man sich gerade diese Tatsache vor Augen führen, daß Deutschland nach zehnjähriger Verbannung von dem Weltmarkt wieder als gleichberechtigte Macht auf ihm erscheint. Die inzwischen vollzogenen welt- aber auch wirtschaftspolitischen Wandlungen, der Umstand insbesondere, daß während der Blockade Deutschlands das Ausland in sehr hohem Maße Mittel und Wege suchte, um sich von dem

Tagung der Görresgesellschast.

Heidelberg, 28. Sept. 1924.

ä (Eigener Bericht der Fuldaer Zeitung.)

Für die Tagung der Görresgesellschast ist m diesem «fahre Heidelberg gewählt worden, weil die Heidelberger Universität mit dem Namen des Patrons der Gesellschaft miss engste verknüpft ist, denn Görres hat gemeinsam pH von Arnim einige wenige, aber für seine geistige Entwicklung bedeutsame Jahre in Heidelberg zugebracht. Kie Stadt Heidelberg hat denn auch alles getan, chren Güsten den Aufenthalt angenehm zu gestalten.

Am Samstag abend waren die Teilnehmer ' zum erften Male zusammen. Der Dorsitzende der Ortsgruppe Heidelberg begrüßte die erschienenen Gäste, u. a. den Hochw. Herrn Bischof von Speyer, den badischen Staats­präsidenten Köhler, die Vertreter der Reichsregierung Jtnö der Stadt Heidelberg, sowie die Gäste aus dem Ausland. Aus der Reihe der Begrüßungsansprachen leien hervorgehoben die herzllchen Worte des Vertre­ters der Stadt, die Grüße, die der Vertreter der oster-

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bifchof von Freiburg zelebrierte Ponüfikalamt in der Jesuitenkirche an, in dem der Kirchenchor Cacilia die C-Dur-Meffe von Beethoven unter Begleitung des stSdttfchen Orchesters aufführte. In feiner Begrüßungs­ansprache gab der neugewählte Präsident der Gesellschaft Geheimrat Finke-Freiburg, anknüpfend an das Ab­leben des Freiherrn von Hertling und des letzten Prä­sidenten Geheimrat von Grauert, eine Schilderung über die Entstehung der Görresgesellschast, die 1876 ins Le­ben gerufen wurde, um der katholischen Wistenschast wieder die Stellung zu erkämpfen, die sie um die Mitte des Jahrhunderts unzweifelhaft verloren hatte. Der Red­ner würdigte dann eingehend die Arbeit der Gesellschaft, wobei er u. a. auf die große Zahl der Publikationen, auf das römische historische Institut, auf Pastors Ge­schichte der Päpste, vor allem aber auf das Staatslexikon hinwies. Die Zukunft soll vor allem den Ausbau der kunstwissenschaftlichen Abteilung und eine Umarbettung des Staatslexikons bringen, mit den besonderen Auf­gaben, die der jungen (Generation gestellt find.

Von den weiteren Begrüßungsansprachen feien her- ovrgehoben die Worte des Vertreters des auswärtigen Amtes, der der Wistenschast völkerverbindende Aufgaben zuwies, die Worte des Erzbischofs, der Verbindungs- ltttten zwischen Kirche und Wistenschast zog, vor allem aber die Worte des badstchen Kultusministers Hellpach, der, die Problematik der Wifsenfchast, das Problem ^Wissen und Glauben" aufzeigte und, felbst Protestant, den Einzug des Kacholizismus in die Kultur begrüßte.

Prof. Grab mann-München eröffnete bann mit feinem ReferatDie Bewertung der weltlichen Wiffen- schaftsn durch Thomas von Aquin" den wistenschaft- lichen Teil der Tagung. Er gab zunächst eine Skizze der geistesgeschichtlichen Situation der Zeit des hl. Thomas, zeigte auf der einen Seite das starke Mißtrauen kirch­licher Kreise gegenüber der Philosophie, das in dem Arsttotelesverbot, in mancher Studienverordnung und anderen Dingen seinen Ausdruck fand, zeigte dann auf der anderen Sette den Parster lateinischen Averrhois- mus, der nach dem Grundsatz derdoppelten Wahrheit" den Spall zwischen Glauben und Erkenntniswelt aufge­rissen hatte. Er wies nach, wie Thomas erkenntnis- theoretisches System, vor allem fein Bekenntnis zur natürlichen Wahrhettskrast der Vernunft und zur (Eigen- gesetzlichkeit der Wistenschast, zum ersten Male das rich-

Handesvertragsverhandlungen stehen demnächst auch mit Italien bevor. Es werden dann solche im Gange sein mst Rußland, B e l g ie n, Frankreich, England und Italien. Die Reichsregierung steht auf dem Standpunkt eines gemäßigten Schutzes der deutschen Produktion, unter Verlangen nach Gewäh­rung unbedingter Meistbegünstigung. Frei­handel kann für Deutschland nicht in Frage kommen, da es sich dann sofort den Zollmauern des Auslandes gegenübergestellt sähe.

Was die KrM an einzelnen Sätzen des dem Reichswirtschaftsrat zur Begutachtung vorgelegten Zolltarifs anlangt, so ist darauf hinzuweisen, daß dieser Entwurf ja nur eine Diskussions- b a f i s geben soll. Es gilt das speziell auch für die für die Textilwaren aufgenommenen Sätze, die bereits hier und da in der Presse als Prohibitiv­zölle bezeichnet waren. Auf die von England ver­langten Bindungen kann deutscherseits schon des­halb nicht eingegangen werden, da die deutschen Zollsätze noch gar nicht feststehen.

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Bezug deutscher Produkte zu emanzipieren, schafft für uns eine sehr schwierige Situation. Unsere Unterhändler stoßen bei der Erörterung dieser Probleme immer wieder aus schwere Hemmnisse und obwohl, wie man feststellen muß, auf beiden Seiten der Wille zu Entgegenkommen offenbar ist, gibt es doch Angriffspunkte genug, die mehr als einmal schon die Verhandlungen als solche in Frage gestellt haben. Aus diesen Momenten ergab sich auch das Derücht von dem Abbruch der deutsch­englischen Wirtschaftsverhandlungen, ein gleiches Gerücht hat sich entspannen bezüglich der Verhand­lungen Deutschlands mit Belgien und nun auch mit Italien. Inzwischen sind auch die Delegierten für die deutsch-französischen Wirtschastsverhand- lungen ernannt worden, und gerade diesen Aus­einandersetzungen kommt eine ganz außerordent­liche, nicht nur wirtschaftliche, sondern auch poli­tische Bedeutung zu.

Die deutsche Reichsregierung hat alle Vorkeh­rungen getroffen, um die Wirtschaftsverhandlun­gen mit den ausländischen Mächten mit stärkstem Nachdruck führen zu können. In dem beteiligten Ministerium sind besondere Abteilungen gebildet worden, in denen eigentlich schon seit Jahren das Material für die jetzt zu leistenden Arbeiten zusam­mengetrogen und vorbereitet worden ist. Ein gro­ßer Wettkampf wird sich entspinnen und wer die Technik unserer Handelsvertragsverhandlungen noch kennt, der weiß, daß es kaum ein Gebiet gibt, auf dem so sehr mit tendenziösen Gerüchten, auch mit Tricks und Bluffs gearbeitet wird wie hier. Die Erhebung der 26prozentigen Abgabe auf die deutschen Einfuhrwaren durch England, Frank­reich und Belgien ist gleichfalls als ein derartiges Kampfmittel anzusehen.

An dem Zustandekommen von Handelsverträ­gen mit Deutschland hat das Ausland ein ganz besonderes Interesse und man weiß ja, wie eifersüchtig gerade von englischer Seite allein schon der damals in London aufgetauchts Plan der un­mittelbaren deutsch-französischen Wirtschaftsver­handlungen verfolgt worden ist. Aber auch Deutschland selbst hat an dem Zustandekommen solcher Verträge das allerdringlichste Interesse. Wir als Industrieland mit drei trockenen Grenzen und einer starken industriellen Bevölkerung sind dar­auf angewiesen, unsere Waren auf den Weltmarkt zu bringen, sonst sind wir nicht im Stande, Mil­lionen von Volksgenossen zu ernähren.

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