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j j Fuldaer Leitung j

3m goldenen Silberdorn.

Ein Bild vom der Ostsee.

Wir entnehmen dem ersten der drei Nachlaß­bände von Hermann Löns, die jetzt Wilhelm Deimann unter den Titeln:Mein niedersäch­sisches Skizzenbuch",Gedanken und Gestalten", undFür Sippe und Sitte" bei Adolf Sponholtz Berlag G. m. b. H., Hannover, herausgibt, diese charakteristische Skizze:

Es ist heute Sonntag und deshalb fliehe ich den Btronb, er wimmelt von Menschen. In Hellen Haufen quellen sie aus den Dampfern und stürzen sich vor den Landungsbrücken auf den schmalen Strich weißen San­des zwischen See und Land.

In mein Versteck hier findet keiner von ihnen ^n, alle gehen daran vorbei. Sie streifen mit flüchtigen Klicken die hohen Stranddornbüsche, deren silbernes Laub von goldenen Beeren leuchtet, machen etwas ver­wunderte Augen und eilen vorüber, ohne so recht zum Bewußtsein dieser Pracht gekommen zu sein.

Ich liege gegen einen großen bunten Granitblock ge­lehnt, den vor unausdenkbaren Zeiten der Gletscher hier ablud, horche auf das, was mir die Hummeln vorsum­men und die Schwalben erzählen und starre mit halb- offenen Augen nach dem Stückchen blauen Himmels, das von dem starren Astwerke des Stranddorns mit Altsilber und rotem Golde eingefaßt ist, und unter dem ab und zu eine Möwe vorübergleitet.

Cs ist Mittagszeit, dis See hält ihre Unterstünde. Nur schwach, wie ein leises Atmen, kommt ihr Rauschen bis zu mir her, und es will mich betonten, als tuschelten dre Pappeln nur leise und als flüstere das hohe Rohr verstohlen, um sie nicht aufzuwecken, damit sie nicht böse werde und mit mürrischem Grollen auf den Strand springe. Selbst die Hänflinge schwatzen nicht so laut, wie es simst ihre Art ist.

Siele weiße Falter tanzen um die rosigen Feder­büsche des Waflerhanfes und ab und zu ein bunter, und hin und her füttern Libellen mit leisem Geknister. Die Heuschrecken geigen schläfrig, Schwebfliegen blitzen über den weihen Dolden, und Bienen summen um den blühenden Quendel. Auf einem schwarz und weiß ge­fleckten Flintsteine liegt breit und behaglich eine Eidechse, ein Kaninchen sitzt still da und läßt sich von der Sonne bescheinen, und stumm hüpft der Grünspecht im Grase umher, sein roter ScheitA leuchtet wie eine helle Flamme, bald hier, bald da.

Gesegnet ist dieser Tag mit seiner warmen Sonne und der frischen Luft, die das Meer ausatmet. Niemals war es schöner hier, selbst an jenem Maimorgen nicht, als die Küchenschellen überall ihre blauen Glocken ent­falteten und die blühenden, von den Bienen umläuteten Oelweidenbüsche heißen Honigduft ausströmten, und ich Hier lag und mich des neuen Lebens in mir und um mich freute. Der heutige Tag ist größer, stolzer und feierlicher, denn der Stranddorn schmückt ihn mit Sil­ber und Gold. Fast scheint es, als glühe die Sonne nur feinechalben so heiß.

Ich tarnt mich nicht satt an ihm sehen, an feinen star­ren Stämmen, an seinem silbergrauen Laube, an der Mille der sonnenroten blanken Beeren, die aus dem Blatt­werke nur so herausbrennen. Zu Tausenden bedecken sie die Aeste und Zweige und quellen sogar aus den Stämmen hervor. Ich liege unter einem vergißmeinnicht­blauen, mit silberner Seide gestickten und mit goldenen Perlen benähten Baldachin. Kein König hat einen schöneren.

Und feiner einen Hofstaat wie ich. Meine Hofkapelle spielt eine verworrene, leise Weise, die Heuschrecken, Hum­meln, Bienen und Fliegen, und ein Balletkorps ausFeuer. foltern, Bläulingen und Zitronenvögsln zusammengesetzt tanzt mir einen Elfentanz, leicht und scheinbar regellos, und deshalb erlösend und besänftigend wirkend. Irgendwo singen meine Sanger, Hänfling, Grasmücke und Schwalbe ein Lied, das ist jo leise und so fein daß ich die Worte nicht verstehe und die Melodie nur ahne. Sie sind gut geschult, meine Künstler. Ich werde sie königlich be­lohnen. i

Aber vor allem werde ich es dem goldenen Silberdorne gedenken. Ich will ihn berühmt machen vor aller Welt, indem ich ihm feierlich diesen Titel verleihe. Tritt her, du guter und getreuer Knecht! Hinfüro sollst du nicht mehr Sanddorn heißen, und auch nicht Stranddorn, und niemand soll es bei meiner allerhöchsten Ungnade magert, dich so zu nennen und anders als mit dem Namen, den ich dir gab, du Dorn mA dem silbernen Laube und beit goldenen Perlen darin. Wer es tut, dem sollst du das Gesicht zerkratzen und die Kleider zerreißen und ihn zum Gespülte machen vor allem Volke.

Denn schön bist du, mein lieber Dom, zu allen Zeiten. Im Frühling schmückst du dich mit silbernem Laube, durchstichst es im Sommer mit grünen Perlen, prangst im Herbst mit goldenen Korallen, die du den Winter

Zur Unterhaltung.

über behältst, wenn der Nordost dir die Blätter nimmt. Das will ich dir in Gnaden gedenken und nie vergessen, und dich nicht mißachten, auch wenn du vor dem Frühling kahl dastehst, denn auch dann verstehe ich dich und weiß, was deiner nackten Zweige Runen mir sagen wollen. Es ist eine herbe Lehre, die sie verkünden, und sie lautet: Alles hat feine Zeit, o Mensch, das silberne Laub und die goldene Frucht. Doch ist das Leben rauh zu dir, so wirs die Güte ab und die Milde und wappne dich mit scharfen Dornen, barmt deine Feinde dich achten und ehren unb um btd) herumgehen. Deinen Freunden zuliebe aber lächele wieder, ist es an der Zeit, wie jetzt, wo du strahlst unb glühst, du Strauch mit dem Mondlichtlaube unb den Sonnenscheinbeeren, du goldener Silberdorn.

Die Kfylisten.

Bon Kriminalkommissar Ernst Engelbrecht-Berlin.

In letzter Zeit hörte man in Berlin viel vom Asyl erzählen, die Zeitungen berichteten, daß bei den letzten Unruhen vorwiegend die Asylisten sich betätigt hatten, und auch als Urheber mehrerer Raub- unb Mordüber­fälle wurden einige Asylisten ermittelt. Und doch wissen nur wenige, was unterAsylisten" zu verstehen ist, nur wenige ahnen, welch furchtbares Elend sich unter dem Namen Asyl verbirgt unb welch armselige Geschöpfe die Asylisten sind. Das große Publikum merkt ja von all der großen Not wenig und macht sich kaum Gedanken darüber, daß es unglückselige Menschen genug in Berlin gibt, die keine Wohnung, kein Heim haben unb monate­lang, ja noch länger int Asyl für Obdachlose Unterkom­men müssen. Nur wenige Menschen haben Gelegenheit, tieferen Einblick in das unsagbare Elend dieser Asylisten zu tun, das allerdings wohl meistens selbst verschuldet ist.

Wer den Rordosten Berlins kennt, der kennt auch den riesigen Häuserkomplex mit den großen kasernen­artigen Gebäuden, welcher von der Greifswalder-, Prenzlauer- unb Danzigerstraße eingeschlossen wird. Alle diese Gebäude gehören zum Asyl für Obdachlose bezw. zu den chm angeschlossenen Sonderabteilungen. Wäh­rend in einem Teile desObdachs" wohnungslose Fa­milien und kranke, arbeitsunfähige Personen unterge­bracht sind, nimmt der Hauptteil tagtäglich die zu Tau­senden einströmenden Obdachlosen auf. Der südliche Block ist einem besonderen Zweck vorbehalten, hier wer­den die der Zwangsheilung unterworfenen kranken Dir­nen untergebracht. Der interessanteste Teil ist der Mit­telbau, welcher den zahlreichen Obdachlosen Berlins vor­übergehend ein Heim bieten soll. Wohl kein Ort in ganz Deutschland bietet dem Kriminalisten zu Studienzwecken beffere Gelegenheit als dieses Asyl, in welchem allnächt­lich viele Tausende von Frauen und Männern jeden Alters ihr Unterkommen finden. Daß int Winter der Zuspruch besonders stark ist und den des Sommers er­heblich Übersteigt, ist leicht verständlich, wird doch in warmen Sommernächten häufig ein Freiquartier int Grünen dem im Asyl vorgezogen.

Schon in den Mittagsstunden belagern dichte Men­schenmassen die Eingangstür, um auch sicher ein Unter­kommen zu finden. Um 4 Uhr wird geöffnet unb bann ftrönten dauernd neue Gäste in die Empfangsräume. Hier, in den Empfangssälen, sind Angestellte damit be­schäftigt, die Massen zu ordnen und sie getrennt nach Geschlechtern ihren Schlaflälen zuzuführen. Jeder be­kommt feine Abendfuppe und fein Bett mit Decke zuge­wiesen. Während er im Bett liegt, wird feine Kleidung mittels heißer Wasserdämpfe desinfiziert. Morgens 5 Uhr beziehungsweise 6 Uhr wird geweckt. Nach ein­gehender Toilette in großen Waschsälen bildet eine Morgenfuppe das Frühstück und jeder Gast bekommt ein Stück Brot mit auf den Weg. Menschenfreunde haben dieses Werk geschaffen und die Stadt Berlin läßt es sich angelegen fein, auf das beste für die Aermsten der Annen zu sorgen. Welch segensreiche Einrichtung! Und doch sieht es in der Praxis ganz anders aus. Die Obdachlosen bestehen nur zum kleinen Teil aus wirklich bedürftigen Leuten, denen ein Dach über dem Kopf, ein Bett und ein Teller warme Suppe herzlich gern zu gönnen ist. Vorwiegend setzen sich dagegen die Gäste des Asyls aus anrüchigen Elementen zusammen, die gewiß auch wohnungslos sind, diese Wohnungs- losigkeit aber nur ihrer Trägheit und Liederlichkeit zu verdanken haben. Alle die vielen Vagabunden, welche die Kafchemnen bevölkern ober als Hausbettler Berlin burchziehen, sind Stammgäste des Asyls. Für sie ist das Obdachlosenasyl wirkllch ein Asyl, denn abgesehen von kleinen Stichproben eines dorthin kommandierten Kriminalbeamten sind sie hier wirklich vor allen Ver­folgungen der Kriminalpolizei geschützt. Cs würde den Ideen der Stifter zuwiderlaufen, wenn die Kriminal­polizei hier eindringen und aufräumen würde. Deshalb muh sich die Kriminalpolizei damit begnügen, außerhalb des Asyls die Gäste abzufangen und sie näher anzu­

sehen. Die Kriminalpolizei ist auch im Bilde, sie weiß, welches Gesindel hier verkehrt, und rasche Zugriffe, Mas­sensistierungen der das Asyl verlassenden Gäste, haben immer wieder einen überraschend guten Erfolg. Diese Ueberrumpelungen auf der Straße fürchten auch die alten Asylisten und versuchen deshalb, wenn sie Grund haben, eine Begegnung mit der Kriminalpolizei zu ver­meiden, durch ftüheres, oft sogar heimliches Verschwin­den der Gefahr zu entgehen. Dieses Gesindel hat leider vermocht, gute alte Sitten und den bisherigen anstän­digen unb bescheidenen Ton im Asyl über den Haufen zu werfen. Völlig unhaltbare Zustände im Asyl waren die Folge hiervon. So wurde Brennspiritus unter den Asylisten alsBrennabor" zu hohen Preisen umgefegt und getrunken und ein lebhafter Handel mit Zigaretten, Lebensmitteln und Kleidungsstücken aller Art wurde im Asyl getätigt. Ein Teil der Gäste, die stärksten und ge­waltigsten taten sich zusammen und führten alsMord­kommission" über ihre Leidensgefährten ein wahres Schreckensregiment. Sie betrachteten den Handel mit Brennabor, Zigaretten und anderem als ihr Privileg unb butbeten keine Konkurrenz. Besser aussehende Gäste wurden von ihnen in eine Schlägerei verwickelt und hierbei aller Werffachen beraubt. Die Frechheit dieser Gesellen ging sogar so weit, daß sie sich der Geschäfts­leitung gegenüber Befugnisse anmaßten und sich selbst an den Angestellten des Asyls tätlich zu vergreifen such­ten. Wenn auch seitens der Hausleitung sofort gegen derartige Anmaßungen Front gemacht wurde, so kann von einer durchgreifenden Abweisung dieses Gesindels doch nicht die Rede sein. Unter allen diesen Mißständen leidet natürlich der wirklich bedürftige Obdachlose, zu dessen Besten das Asyl überhaupt begründet wurde.

Während der anständige Asylgast bald nach 5 Uhr morgens das Asyl verläßt, um seiner Arbeit nachzu­gehen oder in den Straßen Berlins verzweifelt nach Ar­beit zu suchen, zieht das arbeitsunlustige Gesindel erst später ab, und zwar zunächst in die benachbarten Lokale der Danzigerstraße. Hier treffen sie sich mit den Wei- bern, hier wird das Brot verkauft und der Erlös ver­spielt oder vertrunken und hier wird dann Kriegsrat gehalten, was am Tage zu beginnen ist. Während ein Teil von ihnen dann in den Mittagsstunden die be­kannten Verbrechersammellokale der Schönhauserstraße auffucht, um von dort aus später ihre Diebes- und Raubzüge anzutreten, zieht ein Teil nach dem Westen Berlin, um hier ihremLebensberuf", der Hausbettelei nachzugehen. Die Vernehmung festgenommener Ver­brecher, Räuber, Einbrecher und Mörder ergab sehr oft, daß sie ständige Gäste des Asyls waren.

So wirkt deshalb die Einrichtung des Asyls nur ganz beschränkt segensreich. Sie erschwert die Bekämpfung des Verbrechertums ungemein, weil sie einerseits das Zusammenfinden der Verbrecher erleichtert und anderer­seits gerade durch ihre menschenfreundlichen Einrich­tungen die Trägheit und Gleichgültigkeit ihrer Besucher fördert. Und wie sehr wird die Hilfsbereiffchast der Stadt Berlin von diesen Gesellen ausgenutzt! Nicht nur, daß sie ohne jede Enffchädigung dauernd Freigäste der Stadt Berlm sind, schlafen sie die Vorteile bestmöglichst weiter aus und versuchen, mit allen nur erdenklichen Mitteln, sich weitere Vorteile zu verschaffen. Das be­treffende Dezernat des Magistrats wird um neue Klei­der, Anzüge ufw. angegangen, der Antragsteller weist seine völlig zerlumpteSchale" vor und erhält schließlich hier einen neuen Anzug. Aber er behält ihn nicht, schon einige Stunden später ist der Anzug weiter ver- fauft, der Asylist hat wieder feine alteSchale" an, dafür aber meist einen Mordsrausch.

So bildet das Asyl für Obdachlose, das städtische Ob­dach, trotz feiner wohltätigen Bestimmung eine erheb­liche Gefahr für die Bevölkerung. Hier werden junge, unerfahrene Leute dem Verbrechen gewonnen und hier wird so ost der Plan zu allen möglichen Kapitalver­brechen ausgebrütet. Im allgemeinen Interesie dürfte es deshalb liegen, wenn der Magistrat der Stadt Berlin sich von allen bisherigen Bedenken freimachen konnte und der Kriminalpolizei eine ständige Ueberwachung der Gäste in den Räumen des Asyls selbst ermöglichen würde. Dann würde das Asyl auch wieder restlos den Zwecken zugeführt werden können, für die es bestimmt ist, nämlich, armen obdachlosen und arbeitslosen Leuten vorübergehend ein sauberes Unterkommen zu bieten. . ------ ---------- , ............. a

Wir dürfen das tätige Christentum nicht zwischen Kirchenmauern und Krankenstuben allein oder in unsere nächsten häuslichen Kreise einschlietzen, son- dem wir müssen es frisch und wohlgemut ins bürgerliche Leben hinaustragen und mit demselben alles zu durchdringen suchen, was nicht bereits in rettungslose Fäulnis übergegangen, oder zu kaltem Stein verhärtet ist. abofi floü)ina.

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l Nr. 226 vom 27. Sept 1924. \ \

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Hu$ aller Welt

Ein neues Weltall. Das entfernteste Objekt, wel­ches je von einem Menschenauge gesehen wurde, fft vom Harvard-Observatorium entdeckt worden. Phowgraphien zeigen einen blassen, ganz lichtschwachen Fleck am Fir- mament, der in Wirklichkeit ein Weltall wie das unsere vorstellt. Das Licht braucht eine Million Lichtjahre, um von dort zur Erde zu gelangen. Die entferntesten Sterne und Nebelflecken, die bisher beobachtet wurden, haben nur eine Entfernung von 250 000 Lichtjahren. Das neue Weltall ist 6 Ouintillionen Meilen weit. Es wurde zuerst vor einigen Jahren von dem verstorbenen Dr. Barnerd beobachtet, aber erst jetzt konnte man Auf­nahmen machen durch das 100-Zoll-Teleskop von Mount Wilson, welches, nebenbei bemerkt, das größte der Welt fft; und erst durch die Photographien konnte man fest­stellen, daß es sich bei dieser Sternwolke um ein Uni­versum handelt. Es enffpricht, wie es in derUmschau" heißt, den Magelhaens-Wolken, schwachen Lichtflecken am südlichen Himmel, die zuerst von Magelhaens ge* sehen und jetzt als ein großes Sternsystem erkannt mür­ben, verschieden von der Milchstraße und unserem eige- nen Sternsystem, aber kaum kleiner. Der Durchmesser unseres Weltalls wurde bisher auf 350 000 Lichtjahre geschätzt. Der weiteste Ausläufer der Unendlichkeit, den der Menschengeist nach dieser neuen Entdeckung erfaßt hat, ist dreimal so weit!

wenn die Sonne ein Sandkorn wäre. Von der ungeheuren Große des Weltenraumes, soweit dieser augenblicklich der menschlichen Erforschung zugänglich ist, vermag folgende Uederlegung vielleicht einen Begriff zu geben. Man denke sich nach dem Vorschläge von Prof. Haas in seinem WerkeDas Naturbild der neuen Physik" (Verlag de Greyter, Leipzig 1924) ein Welt­modell, in dem unsere Sonne zu einem Staub­körnchen von ein Zehntel Millimeter Durchmesser, und alle anderen Himmelskörper und Entfernungen enffpre- chend, zusammengeschrumpft wären. In einem solchen Modell wäre die Erde von der Sonne 1 Zentimeter ent­fernt, der Neptun 30 Zentimeter. Der nächste Fixstern stünde aber schon in einem Abstand von 2 Kilometern von der Staubkörnchen-Sonne, die hellen Sterne im Orion in einem Abstand von 150 Kilometern und der nächste Stemenhaufen in einem Abstand von 12 000 bis 13000 Kilometern! Die Winzigkeit unserer Erde in einem solchen Weltmodell ist kaum auszudenken; beträgt ihreMasse" doch nur ein Dreihundertoierundzwanzig- tausendstel der Sonne, welche wir im Modell mit ei» Zehntel Millimeter Durchmesser eingesetzt hatten. ,

heiteres.

Freundinnen.Nun, was sagst du zu den Gedich­ten meines Bräutigams? Richt wahr: das ist Tiefe der Empfindung!"Gewiß, in ihren Werken flut die Dichter ja immer anders als im Leben."

Mißverstanden. Kunde:Bitte, ich mochte Unter­hosen haben für den Sommer." Verkäufer:Lange?" Kunde:Was heißt lange? Ich will sie nickst miete? sondern kaufen."

Backfisch-Weisheit. Lehrerin:Else, wie heißt die Zukunstsform von sieben?" Else:heiraten, Fraulech Lehrerin!"

Eigentümlich.Cs ist doch sonderbar, wenn ich an einer Kneipe vorbeikomme, bann kann ich nicht wider­stehen, und wenn ich dann wieder auf der Straße bin, bann kann ich wieder nicht stehen."

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