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Zuldaer Zeitung

flirioti Bruckner.

Kl 8s DmkDMere hundertstem Geburtstage.

Am 4. September fihrt sich Anton Bruckners Ge- bmtstag zum hundertsten Male. Der Gedenktag wird md Beachtung finden; denn Bruckner ist einer der Tro­tzen unserer Zeit und man darf wohl dem Manne, des- sen Schaffen heute abgeschkoffen vor uns liegt — er wurde am 12. Oktober 1896 in die Ewigkeit abberufm — unter einem historischen Gesichtswinkel einige Worte widmen.

Bruckner ,kn Obe rösterresch geboren, war Autodidakt. Aks Schulgehilfe bildete er sich zu einem tüchtigen Mu- Mer aus. In außerordentlich dürftigen Berhältnisien ausgewachsen, zeigte sich schon früh seine starke Seite: der Organist und Kontrapunktiker, sodaß er 1855 bei dem Wettbewerb um die Orgauistenstelle in Linz glän- siegte. Don Linz fuhr er dann jeweils nach Wien, um dort bei Sechter weiteren Unterricht zu nehmen. Diesem MusikpMagogen verdankt Bruckner seine Be- rufung als Lehrer an das Wiener Konservatorium, wo­durch er in die Reihe der wisienschastlichen Musiker eintrat. 1875 wurde er Lektor für Musik an der Wie­ner Universität, deren philosophische Fakultät ihn 1891 chrenhaLer zum Doktor ernannte. Aber immer noch erkannte man das in ihm schlummernde Talent nicht und erst kurz vor seinem Tode wurde er berühmt. Bruckner hatte eben einem andern großen Wiener Mei- Mr gegenüber einen schweren Stand: Brahms. Die­ser war Anhänger der alten Meister, jener der Vertreter der Kunst Wagners. Diese Gegensätze riefen im Ge- samtmusikleben schrille Mißklänge hervor, die ihrerseits aber wieder das Gute geboren haben: die Sinfonie. Ihre Dorlänfer lassen sich wohl bis in die neapolitanische Oper des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen und auch dsrtsche-rseits finden wir von Haydn über Mozart zu Beethoven hin eine „symphonia cornmums"; aber die spezielle Sinfonie, die durch das Studium Bachs und der Meister des 16. Jahrhunderts befruchtet war, wie es bet Wcahms geschah, und die von Wagner beeinflußt wurde, fehlte. Aber nur Weister von solcher Gegen- satzlichkeit wie Brahms und Bruckner konnten sie fchaf- fen. Wir haben von ihm acht Sinfonien, die neunte ift unvollendet. (Die Es-dur-Sinfonie, die romantische genannt, kam auch in Fulda im Mai vorigen Jahres unter Eugen Messiers Leitung zur Aufführung.)

Auch in den Sinfonien Bruckners finden wir, wie Sei andern großen Meistern, ein gesteigertes Streben nach Vervollkommnung. Ist seine erste Sinfonie noch mit dem „Sturm und Drangt feines Lebens behaftet, so finden wir Brucknerschen Geist ins Riesenhafte er­weitert in der Gestaltung feiner letzten Sinfonien, der siebten besonders, die man auch als dis volkstmnlichste bezeichnet.

Außer den sinfonischen Werken des Meisters kennen nsir ein Quintett von ihm, drei große Messen und das TÄieum für Soli, Chor und Orchester, das in Wien im Jahre 1886 erstand. Hierzu kommen noch einige kkinere Sachen, wie Männerchöre, Psalm 150 u. a.

Der bekannte Dresdener Musikhistoriker Prof. Dr. Eugen Schmitz schätzt an Bruckner zunächst den echt deutschen Charakter seiner Kunst. Deutsche Ge­mütswerte in einem weiten Stimmungskreis, der vom Choral bis zum Ländler führt, geben feiner Musik den seelischen Hintergrund. Und solch nationales We­sen hat heute, unberührt von allen politischen Stimmun­gen, seine ganz besondere Wirkungskraft. Aber muh für das Monumentale, das sich in Bruckners Kraft ver­körpert, blitzt die Menschheit von heute, die in zer­schmetternden Rhychmen den ehernen Schritt der Welt- geschichte dröhnen hörte, ein besonderes Organ.

Uebererhaben normal wirkt Bruckner, der tief- gläubiger Katholik war, aber nicht nur durch seine Kraft und Monumentalität, sondern auch durch den religiö­sen Ton seiner Musik. Dieser erschöpft sich keineswegs in den paar gewaltigen Kirchenwerken, die der Meister schuf, auch nicht in den Choralklängen seiner Sinfonien; er strömt fMsagen aus jedem Takt seiner Musik überhaupt. „DeRi überirdischen Freunde, dem lieben Gott gewidmet", steht auf der Partitur der neun­ten Sinfonie. Dieses Wort könnte Motto seines ge­samten Schaffens sein, Spiegelbild der Welt im kind­lichen Herzen eines naiv Gottgläubigen: das ist Bruck­ners Kunst. Als solches fühlen wir sie, und auch das verbindet sie uns besonders innig. Gerade weil heute ernüchternder Materialismus sich brutaler denn je breit macht, lechzt in Stunden der Einkehr das Herz nach Botschaft vom Reich über den Sternen. Bruckner bringt sie mit weihrauchumwallter Feierlichkeit und mit dem Lächeln eines humoristischen Heiligen, mit romantischem Naturlaut und mit der Schwärmerzunge seiner in imendsiche Fernen blickenden Adagiomelodien.

Das ist Bruckner: ein Tonkünstler ad majorem Sei gkoriam, zur größeren Ehre Gottes. I

\ Nr. 204 vom 2. Sept. 1924

Zur Unterhaltung.

Island, Land und Leute.

'<i. Don M. B. Helfbernd in Reykjavik.

-T" • • i. ■

Island zählt in mannigfacher Hinsicht zu Sen merk- würisigsten Erdteilen. Das Land mit seiner ganzen Na­tur und Beschaffenheit einerseits, das Volk mit seiner Geschichte, Sprache un8 Literatur anderseits bieten Er­scheinungen dar, welche in gleichem Maße das Jnteresie des Geographen und Naturforschers, wie des Ethnogra­phen, Sprachforschers und Kulturhistorikerz erregen müs­sen. Gleichwohl ist JslanS cmkschieden das unbekannteste Land Europas. Cs fehlt durchaus nicht an Schrfften über diese wunderbare Insel; im Gegenteil, es ist eine ganze auf Island bezügliche Literatur vorhanden. Der größte Teil aber dieser Literatur besteht aus wisienschast­lichen Arbeiten über Altisland und so folgen noch einige Reifebeschreibungen.

Die Insel Island (6. h. Eisland) liegt am Rande des nördlichen Polarkreises zwischen 63° 24‘ bis 66” 33' nörd­licher Breite und 6° 59* westlicher bis 4” 9‘ östlicher Länge von Ferro, 260 Klm. östlich von Grönland und 1010 Klm. westlich von Norwegen und was auf dem großen, unterseeischen Gebirgsrücken, der sich von Schott­land in nordwestlicher Richtung bis nach Grönland er­streckt. Island sit 104 782 Klm. 1 groß und hat ca. 100 000 Einwohner.

Die Physiognomie des Landes ist infolge des eigen­tümlichen Baues der Insel eine ganz eigenartige und dabei scharf ausgeprägte. Sie zeigt sich in ihrer ganzen Fremdartigkeit zumeist schon an der Küste und bringt auf denjenigen, der die Insel vom Lande aus zmn ersten Male erblickt, einen mächtigen Eindruck hervor. Man mag sich der Insel nähern in welcher Jahreszeit und von welcher Seite man will, überall treten dem An­kömmling sine Menge wilder, mit ewigem Eis bedeckte Gebirgszüge und Dergkegel entgegen, woraus teils der gebirgige Charakter des Landes, teils die hohen Dreite- grade, unter welchen Island gelegen, sogleich erkennbar werden. Rur an ganz wenigen Orten können Seeschiffe landen, well die Ufer gewöhnüch steil gegen das Meer obscckken, und gefährliche Riffe vor sich lagern haben.

Der erste Anblick Islands von der Südseite ist schauer, lich imposant und bleibt unvergeßllch. In der Röhe von Cap Reykjancs steigen, ungefähr einen Stemwurf von der Küste entfernt, Drei senkrecht erhobene Felsen ans dem Meere empor, wovon der eine einem Manne und der andere einer Fran nicht unähnlich sieht und die dar­um von den Isländern Mann und Frau genannt werden. Rach 8er Sage ein zu Stein verwandeltes Riesenehe­paar, welches früher die Reisenden beraubte.

Den allgemeine!, Charakter des Island umgebenden Meeres beschreibt Satorius von Waltsrshcrusen im feiner Physisch-geographischen Skizze von Island mit folgenden Worten: Das Isländische Meer fleht durch Farbe und Bewegung im Einklang mit der Bildung der Wolken und der Gestalt der Gebirge, es ist ebenso stürmsich und so grau, als jene düster und drohend sind. Bon Ser Ebbe und Flui erst gesenkt, dann gehoben, rollen ferne Wogen in die engen Fjorde aus und ein; einsam don­nern sie in die Stille der Nacht um Lberhängends dunkle Vorgebirge und mn zernagte Klippen, die vom ©tadj der Brandung umhüllt unter ihren Schrägen erbittern. Wenn aber dann in der Frühe die Sonne ans dem Nebel hervorbricht, so ziehen hellgrüne Streiflichter durch das einförmige endlose Element. Dies ist der Charakter des nordischen Ozean; vergebens sucht man jenes cazurne Blau 8ss Meeres bei Capri oder der Enge von Messina, vergebms sucht man jene Pracht Ser Farben, welche die ebene Fläche des Goffes von Sorrent in den Abend­stunden vom Himmel zurückwirft.*

Das Klima ist im allgemein«! SeMigt von 8er gev- graMschen Lage, im besonder«, aber von einer Reihe lokaler Verhältnisse meteorologischer, orographischer, ost auch maritimer und sonstiger Natur. Seiner geogra­phischen Lage nach müßte Island, das an seinem nord- lichen Teile vom Polarkreis berührt wird, ein Äemus kaltes, strenges Klima haben, wie es Senn auch so häufig angenommen und behauptet wird. Wie aber Island in so mancher anderer Hinsicht als rÄsekhastes, wunder­bares Land gilt, so erscheint es Äs solches fast auch in Bezug auf fein Klima. Dasselbe sit nämlich verlMtnls- mäßig mild.

Em Ungemach des JslaiMchen Klimas sind Ke häu­figen Winde, bte sehr schnell auftreten und bisweilen zu schauerlichen Minnen anwachsen. Recht stille, ruhige Lust gehört geradezu zu den Ausnahmen. 3m allgemei­nen herrschen die östlichen Winde während des ganzen Jahres über vor; sie sind sehr unbeständig und wechseln häufig mit anderen ab. Besonders unangenehm ist ein Wirbelwind, der Sand, Bimstet« und Lavaasche auf- wirbelt und in dichten Wolken über das Land treibt.

Dieser SiauSnebel wird mit Recht sehr gefürchtet, west er überall seiner Feinheit wegen eindrmgt.

Aber auch eine oft schlimme und verhängnisvolle Heimsuchung bringt Island der Polarsturm, das Treib­eis. Dimh lang anhaltende Nord- und Westwinde wird dasselbe aus der Dahn des Polarstromes längs de-r Küste gedrängt, wo es Frost, Niederschläge und Gefahr für die Schiffahrt bringt. Dieses Treibeis bringt freilich auch oft willkommene Jagdbeute mit sich, Polarfüchse, Es- bären und Seehunde.

Da Island am offenen Meere gelegen, ist feine Ath- mosphäre sehr feucht, besonders hn Ost- und Südlande und es finden reichliche Niederschläge statt. Man kann durchschnittlich mit 200 bis 230 Regentagen rechnen. Schnee fällt nicht sehr häufig, doch gewöhnlich in großer Menge und man kann an der Westküste im Winter bis 80 Schneetage rechnen. Der durchschnittliche Schneefall beträgt 19 Zmtr., die Schneehöhe somit 190 Zmtr.

Infolge der nördlichen Lage Islands ift der Unter­schied von Tag und Nacht, je nach der Jahreszeit, sehr groß. Im Süden des Landes z. B., im Reykjavik, hat her längste Tag 21 Stunden und 6 Minuten der kürzeste hingegen nur 3 Stunden und 56 Minuten. Im Nord­lande ift zur Zeit der Wintersonnenwende die Sonne garnicht sichtbar, während sie in der Zeit der Sommer­sonnenwende nicht vom Himmel verschwindet. Also im Sommer Tag und Nacht hell, während hn Winter nur um die Mittagszeit etwa sov-el Licht, wie bei uns in Deutschland in den Dämmerstunden.

Am Himmel Islands gibt es wunVerSare Phänomene zu schauen, deren Anblick den Fremden trat Bewunde­rung und Staunen erfüllt und die dem, der sie gesehen, unvergeßllch bleiben. Zu erwähnen ist das überaus herrliche Abend- und Morgenrot m seinem tiefen Pur­pur. Nicht nur der Teil des Himmelsgewölbes, an wel- chem die Sonne auf- und untergeht, erscheint in den glühendsten Farben, das ganze Firmament sit rot und goldig, und die sonderbarsten Wolkenbildungen, auf das verschiedenartigste gefärbt, reißen einen zur stummen Bewunderung hin. Es scheint, als ob die Natur am Feierabend sich damit ergötzte, allerlei Phantomgestalten am Himmel zu schaffen und wie ein Gaukelspiel dem staunenden Menschemauge Phanjasiegebstde, Luttland- schaften vorzrsipiegeln. Rur wer das Alpenglühen der Schweiz kennt, vermag sich annähernd einen isländischen Sonnenuntergang vorzustellen.

Eine andere Himmelserscheinung, die sich auf Island in ungewöhnlicher Pracht zeigt, ist das Nord- ober Polarlicht. Dieses herrliche Phänomen ist auf Is­land an solchen Winterabenden sichtbar, an welchem der Himmel von Nebel und Wolken nicht bedeckt ist. Es er­streckt sich von Nord noch Ost und der ganze Himmel gleicht einem sprühenden elektrischen Funkenregen in den verschiedensten Farben von blau, grün und gelb, lieber die Entstehung des Polarlichtes ist sich bte Wissenschaft noch uneinig, jedoch wird angenommen, daß es sich hier um Elektrische Entladungen der Atmosphäre handelt.

Island ist, wie bereits erwähnt, ein mächtiges Hoch­land, das sich durchschnittlich 2000 Fuß über dem Meeres- spiegel erhebt und in dem mittleren Teil wie gegen Süden und Osten hin am höchsten ist. Die Insel wird im Nordwesten von 2 Fjorde eingeschnitten, sodaß sie beinahe in zwei scharf von einander getrennte Teile zer­fällt, in das sogenannte Weftsjord und das Hauptland. Der mittlere Steil des Landes ist öde und unfruchtbar und besteht zumeist aus ungeheuren Landstrecken und Wüsten, wo weit und breit kein Halm zu finden ift Das Land ist reich cm hohen Gebirgen, die das ganze Jahr über unter einer Schneedecke ruhen.

Die Berge Islands sind oft von der sonderbarsten Gestatt, so daß sie mancher Landschaft einen ungemein pittoresken Charakter verleihen. Don den zartesten For­men angefangen, bis zu den imposantesten zackigen Ber­gen finden sich alle mögttchen, bald geometrisch regel­mäßigen, bald phantastisch-bizarren Berggestalten auf der merkwürdigen Insel vor, die ja mit seltenen Natur­erscheinungen in jeder Art so überaus reich bedachr sit.

Richt wenigm: als gegen 14 846 km» Islands find mit Gletschern bedeckt. Der Schnee verschwindet niemals, außer in Form von Lawinen an solchen Stellen, die so steil find, daß der Schnee nicht liegen bleiben kann. Die Glesicher bestehen zu oberst aus großen Schneefeldern, weiche niemals ganz verschwinden, so warm es auch im Sommer sein mag; weiter unten, wo die Kälte geringer ift, bildet sich glasartiges, blaues Gletschereis. Oft er- strecken sich Aeste von Gletschern in Täler und Schluch­ten, an einigen Orten sogar bis in die bewohnten Gegen­den hinab. Der größte Glesicher Islands ist der Datua- jökull mit 150 □•Stetten Ausdehnung. Er bedeckt bei­nahe den ganzen ösüichen Teil des Hochlandes; von ihm entspringen auch die meisten großen Flüfle Islands, weshalb er denn auch den Namen „Batuajötuö", d. h. Waflergkesicher trägt.

Aus dem Dorausgegangenen kann man ersehen, daß die Insel ihren Namen „Cisland" wohl verdient; mit

eben solchem Rechte jedoch könnte man dieselbe auch „Feuerland" nennen; denn vom Feuer wurde fie geboren, vom Feuer wird sie fortwährend heimges^t und oft verheert und vom Feuer erfährt die Insel bis in die neueste Zeit Umgestaltungen, vom Feuer hängt auch das zukünftige Schicksal der Insel ab. Jslatw sii nämlich durch und durch vulkanisch. Die größten feuerspeienden Berge sind die Hekla und Katla. Die Katla hatte ihren letzten Ausbruch 1922. Es gibt eine große Zahl von Vulkanen auf Island und man kann in den letzten 900 Jahren ca. 150 Ausbrüche von feuer­speienden Bergen nachweisen. Mit den vulkanisch«» Ausbrüchen sind fast immer Erdbeben verbunden. Solche sind auf Island auch sonst sehr häufig, obschon sie selten großen Schaden anrichten; sie treten gewöhnlich in der Umgebung der Vulkane auf. Das längste Erdbeben aus Island dauerte 6 Tage und war beim Ausbruch der Katla 1755.

Zu den vulkanischen Erscheinungen gehören auch die heißen ober kochenden Quellen, desgleichen die Sauerbrunnen und Schwefelquellen. Wie auf Island alle vulkanische Phänomene in besonderer Stärke und Häufigkeit auftreten, so ist es auch bei den heißen und warmen Quellen der Fall. Die bekanntesten dieser Quel- len sind der Gepsis und Strokkus. Insbesondere der Gepsis ist wegen seiner imposanten, leider im Abnehmen befindlichen Ausbrüche weltbekannt. Die Wärme des­selben beträgt an der Oberfläche 76 bis 86« C., nimmt aber in der Tiefe bedeutend zu. Das Master, weiches den Ausbruch bewirkt, ist 120 bis 130« C. warm.

Dor dem Ausbruch hört man ein Krachen und Stoßen unter der Erde und die Dampfmasten vermehren sich. Plötzlich schießt ein Wasserstrahl senkrecht in die Höhe, so ein zweiter und mehrere andere in rascher Folge, einer nach dem anderen, bis zu 100 Fuß empor. Jedoch tarn» es vorkommen, daß man tagelang warten kann, um einen Ausbruch zu erleben. Früher gab man einige Kg. Seife in den Gepstr, um ihn zu reizen, und gewöhn­lich reagierte er auch, aber nun ist es fast unmöglich, ihn auf diese Weise herauszufordern.

Die Insel Island ist ihrer vulkanischen Cnsitehung zufolge so gut wie ausschließlich aus älteren und jüngeren vulkanischem Gestein gebildet und auf Grund dessen reich an Mineralien. Island kann in dieser Beziehung als ein wahres Eldorado für den Mineralien­sammler bezeichnet werden. Dabei sind die Fundorte in der Regel leicht zugänglich und man kann die Pracht- vollsten Kristalle mühelos mit der Hand von dem Ge­birgsrand sammeln. Man findet auf Island: Schwefel, Kiefelinter, Doppelspatt, Eisen, Kupfer, Quecksilber, Ma- lachit (basisch kohlensaures Kupseroxid) und Gold. Letz- teres wird seit kurzem von deutschen Mineralogen zweck- eventuellen Abbaues untersucht. .

Die Flora Islands ist weder reichhaltig noch eigen- tümlich. Im allgemeinen sit die Vegetation hier die- selbe rote in den Polarländern Grönland und Sibirien. Wald findet man nicht, nur vereinzelt Birkenschonun- gen bis zu 10 und 15 Fuß Höhe.

Dieselbe Armut, welche die Flora Islands charakteri- fiert, finden wir auch in der Fauna dieses Landes. Von den Säugetieren kommen allein zwei, der Fuchs und der Eisbär, nicht durch das Zutun der Menschen, son- den» wie bereits erwähnt, mit dem Treibeis nach Is- land, alle übrigen, die man jetzt findet, das Schaf, das Pferd, das Schwein, das Hornvieh, der Hund u. f. w. bilden ein Gefolge des menschlichen Geschlechts. _ Ms die Herren erscheinen unter den Tieren die Vögel, die hier in beispielloser Menge vorhanden sind. Rächst den Vögeln sind es die Fische und zwar sowohl die Süß- roaffer- wie die Seefische, die sehr reichlich vorkommen.

heiteres.

Aus der Schule. Fritzchen Schulze ist, weil er nicht still sitzen kann, vor die Türe geschickt worden. Rach einiger Zeit kommt er wieder ins Klassenzimmer und fragt: „Herr Lehrer, darf ich mal hinausgehen?,"

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Das Pech der Zwillinge. Besucher: „Du und befn Bruder ihr seid Zwillinge, nicht wahr, mein 3unge?“ — „Ja, aber das ist gar nicht schön, Zwilling zu sein. Wenn der Vater mG rauskriegt, wer von uns etwas aiigefteOt hat, dann haut er jedesmal beide durch."

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2. Mißfarbener Zahnbelag

hervorgerufen durch starkes Rauchen von Zigarren und Zigaretten, ist weniger schädlich, aber ein um so auffallenderer Schönheitsfehler des Gebisses. Wie entfernt man Zahnstein und Zahnbelag? Weder mit Mundwasser noch mit sogenannten Lösungsmitteln; in dieser Beziehung ähnelt der Zahnstein auch dem Kesselstein, gegen den allerlei Lösungsmittel sich als wirkungslos erwiesen haben und die rein mechanische Beseitigung sich am besten bewahrt Millionen, bte heute Chloroöont täglich im Ge­brauch haben und ihre schönen weißen Zähne öleser Zahnpflege verdanken, haben es selbst ausprobiert, 6aß Mundwasser die mechanische Reinigungskraft

1. Der Zahnstein

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