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M. 186»

Sonntag, 10. August 1924.

Fuldaer Leitung

2. »latt.

Druck der Fuldaer Aetieadruckerei itt Fulda

I

Alle« ehrbare» DSrgrnr unb deren Familie», s, sich }» kurMkiligrm gufenthaUe im Kade Salsichlirs aufhaltr», dietr ich einen lISrkr»dr» Trunk nach altzSustiger AU, ,u ihrer gobung und gegen alle Grbrrstr» in meine»

Altderrlichen Trinkstnbr«

bi» ma» auch »e»ut

Zum Illerbor«

gelegru i» der Aahnhafstrahr, beim Illrrhas, wo mau stubrl uuter grünen Aeblanbr» eine lauschig« Terrasse. Dan rUcht hier bi» Trank (DU», Hier und Liqueur) i» tzläseru «ab i» Louieiüeu, so jeder beliebt,

G. Iker, Aad Salflchlirf.

folgende:

Verwund.

0875

8195

Gold-

13250

9000

9496 5615 0380

1000 0150 0353 3800

0350

0 040

0246

4950

23159

33 421 81324

26 522

15 636

1387

4000

46323

24858

1802 0732

4198

4247

3200

0306

0152

4200 1693 0429 0950 0140

Tote

1809 1200 0437 0101

1354 0067 0869 0202 0 600 0115 0159 0 707 0015 0107 2758

Total 213362 215 Milliarden Dollar oder über 1200

Mill- 65 51 23

6 40

55 45

376 35 7,5 7,5

3 4,6

91 166

Was der Krieg gekostet hat.

Der Pariser Mitarbeiter der „R. 93." schreibt: Anläßlich der zehnjährigen Wiederkehr des Ausbruchs des Weltkrieges werden in allen ßün- ?rn interessante Statistiken über die Verluste ver- »sfentlicht, von denen besonders die offiziellen Statistiken des Jahrbuches des Deutschen Reichs ,,nd die Angaben des Journal de la Societe de Statistigue de Paris zur aufschlußreichen Statistik Veranlassung geben.

Zu Kriegsbeginn standen 120 Millionen Men- {Aen der Zentralmächte 278 Millionen Menschen tzer Entente gegenüber. Rechnet man die farbigen Msvölker noch hinzu, so ergibt sich ein Zahlen- /erbältnis von ungefähr 1 : 5. 1918 befanden sich 25 Staaten mit 1344 Millionen gegen Deutschland im Kriegszustände. Zum Kriegsdienste als Sol­daten ausgehoben waren: in Deutschland 13,25 Millionen, in Oesterreich 9 Millionen, in Frank­reich 7,9 Mill., in Großbritannien 8,3 Mill., in Ita­lien 5,2 Mill., in Amerika 3,8 Mill., in Rumänien 1 Million, in Belgien 0,4 Millionen, in Rußland rund 10 Millionen, in der Türkei und Bulgarien zusammengenommen 2,5 Millionen, in den kleinen Staaten der Entente zusammengenommen 1 Mill. Menschen.

Die Stärke des deutschen Heeres betrug am 1. August 1914 3,9 Millionen, am 6. September 1916 8,2 Millionen, am 11. November 1918 8 Millionen Mann.

Die Verluste an Toten und Verwundeten sind

Die Totalverluste beziffern sich also auf über 10,5 Millionen Menschen. Um diese To­ten zu bestatten, müßte man einen Friedhof von 1000 Quadratkilometer anlegen. Nicht minder­erschreckend groß sind auch die Zahlen der Ver­stümmelten. In allen kriegführenden Staaten zusammen zählte man etwa 150 000 Einarmige und über 200 000 Krüppel ohne Beine.

Heber die Kriegskosten der verschiedenen Län­der liegen zahlreiche Statistiken vor. Die folgende Tabelle rührt von dem Volks Wirtschaftler Find-

Deutschland Oesterreich-llngarn Türkei

Bulgarien Frankreich Französische Kolonien England DominionS/Kolonien Italien Belgien Rumänien Serbien Griechenland Amerika Ruhland

franken stellen eine Summe dar, deren wirtschaft­liche Bedeutung kaum zu ermessen ist.

Der größte Reichtum Deutschlands ruht in seinen Eisenbahnen. Die Sachverständigen der Alliierten haben den Gesamtwert der deutschen Eisenbahnen auf 25 Milliarden Goldmark geschätzt. Die Summen, die der Krieg verschlungen hat, hätten ausgereicht, um vierzigmal sämtliche Eisen­bahnen Deutschlands zu errichten. Mit anderen Worten, diese Summe hätte ausgereicht zur Er­bauung aller Eisenbahnen auf der ganzen Welt, mitsamt Tunnels, Brücken usw.

Die Verluste an Privateigentum berechnet Bogardt auf 30 Milliarden Dollar zu Lande und 6,8 Milliarden Dollar zur See. Die Gesamtsumme beträgt 184 Milliarden Goldfranken.

1. Dauernde Verluste jährlich 30 Milliarden Gold franken, 2. Endgültige einmalige Verluste

a. Kriegskosten 1295 Milliarden Goldfranken,

d. Verwüstungen 184 Milliarden Goldfranken,

Total 1479 Milliarden Goldfranken.

Die mittelbaren Folgen lassen sich ohne wei­teres gar nicht errechnen; z. B. nicht die Schäden durch die außergewöhnliche Sterblichkeit der Zivil­bevölkerung, sowie der Geburtenrückgang; ebenso wenig die Verluste der Neutralen, die Bogardt auf 1,75 Milliarden Dollar schätzt, und schließlich auch nicht die allgemeine Verminderung der Pro­duktion, die gleichfalls ein ungeheures Defizit von vielen Milliarden Dollar. darstellt.

Bevölkerung __ . „ .

vordem (Alle Zahlen in Tausend.) flriene Mobilisierte ~

mann her.

Kriegskosten: Amerika England Frankreich Ruhland Italien Belgien Japan Deutschland» Oesterreich-Ungarn Türkei Bulgarien

Englische Dominions

Zum deutschen Verfassungstag.

Das fürstbischöfliche Generalvikariat Breslau weist die Pfarrgeistlichkeit an, den kommenden Verfassungstag auch kirchlich zu begehen, und zwar am Tage selbst durch ein feierliches Votivamt zur Erstehung des inneren und äußeren Friedens und durch entsprechenden Hinweis in der Predigt des vorausgehenden Sonntags. Als Beweggründe zu dieser kirchlichen Feier werden angegeben: „Die Liebe zu einer höheren staatlichen Ordnung im Vaterlande zu bekunden, um gegenüber den auf Umsturz sinnenden Parteien die christliche Lehre von den Pflichten gegen die Obrigkert in Ennne- rung zu bringen, und um zugleich der Teilnahme an den schweren Leiden der Bevölkerung des Ruhr­gebietes und des übrigen besetzten Gebietes von neuem Ausdruck zu geben."

Mag man an der neuen Reichsverfassung ta­deln, was man will, das eine kann man ihr nickt absprechen: sie hat dem deutschen Volke nach den Tagen des Zusammenbruches, der angemaßten oder Notherrschast, wie man die sozialistische Zwi­schenherrschaft nennen mag, wiederum eine klar erkennbare staatliche Ordnung ge­geben. Der Bürger, der Beamte wußte nun, wem er zu gehorchen habe. Eine solche Ordnung zu schaffen, darin waren doch bei der Wahl zur Na­tionalversammlung die Parteien und die Wähler einig. Nun sie nicht so geworden ist, wie mancher Wähler und Parteiführer sich gedacht, ist sie des­halb ganz zu verwerfen? Wer sein deutsches Volk liebt, freue sich, daß er wenigstens den Gedanken der Einheit unb Zusammengehörigkeit aus dem Zusammenbruche gerettet und diesen Willen feier­lich in feiner Verfassungsurkunde zum Ausdruck gebracht hat:

„Das deutsche Volk, einig in seinen Stämmen und von dem Willen beseelt, sein Reich in Freiheit und Gerechtigkeit zu erneuern und zu festigen, dem inneren und dem äußeren Frieden zu dienen und den gesellschaftlichen Fortschritt zu fördern, hat sich diese Verfassung gegeben."

Der Gedanke der O r d n u n g, der „segensreichen Himmelstochter", ist ein hervorragend religiöser, dem Katholiken ganz besonders vertrauter, ebenso wie der der Einheit und Solidarität, des Zusam­mengehörigkeitsgefühls, christlich ausgedrückt: der Nächstenliebe. Sind derartige Gedanken lei­der in weiten Kreisen unserer Volksgenossen nicht mehr aus die ewig wahren Glaubenslehren gestützt, sondern erscheinen nur als Ergebnisse natürlicher Ueberlegung, so verlieren sie damit doch nichts an ihrer für das Staatswohl grundlegenden Be­deutung, und wir haben allen Grund, über ihr Vorhandensein bei unseren Volksgenossen uns zu freuen und in ihnen einenden gemeinsamen Boden zu sehen, auf welchem wir mit diesen am Ausbau des deutschen Volkes arbeiten.

Man klagt, daß durch die Revolution die Ach­tung vor dem Gesetz geschwunden sei, die Straf­taten sich unheimlich vermehrt hätten. Zugegeven mit der Berichtigung, daß die unzähligen, von den Herausgebern selbst nicht befolgten Kriegs- verordnungen auch ihr gerüttelt Maß Schuld an der Verachtung aller Rechtsnormen tragen, aber muß denn nicht endlich wieder die Achtung vor dem Gesetz dem deutschen Volke in Fleisch und Blut übergehen? Mit welchem Gesetz sollte füg­lich der Anfang gemacht werden, Achtung zu ge­nießen, wenn nicht mit dem Grundgesetz, mit der Verfassungsurkunde?

Wir Katholiken befolgen mit dieser Stellung­nahme eine gradlinige Politik. Revolution wurde von uns stets verurteilt, nicht aber verfassungs­mäßige Fortbildung der Verfassung. Die deutsche Reichsverfassung ist kein Kind der Re volu- t i o n, sondern der freigewählten Nationalver­sammlung. Sie hat uns manche wertvolle Neuerung gebracht; es fei bloß an den Abschnitt über Reli­gion und Religionsgesellschaften erinnert, Bestim­mungen, deren Aufnahme in die bismarckische Verfassung der erste Reichskanzler dem Ersuchen des Bischofs Ketteler gegenüber schroff ablehnte. Wir geben zu, sie hat auch ihre Mängel. Die Achtung darf ihr aber nicht versagt werden, sonst kommen wir aus Putschen und Revolutionen nicht heraus. Liebe zum Volke, Freude am Staate kann nur wachsen und gedeihen auf dem Boden einer freiheitlichen, von allen Staatsbürgern hochgeschätzten Verfassung.

Die Beid)$fßrbeit.

Vernünftige Leute werden sich über die Frage | „Schwarz-rot-gold" oder „Schwarz-weiß-rot" nicht I die Köpfe einschlagen. Darüber sprechen kann man aber einmal. In der verfassunggebenden Natio­nalversammlung in Weimar ist über die Flaggen­frage eingehend verhandelt worden, ehe die Flagge in dem Verfassungsgesetz festgelegt wurde. Die

Linksradikalen traten damals für die r o t e Flagge ein. Im Lager der Rechten war man für die Bei­behaltung von Schwarz-weiß-rot. Im Lager der Kompromißparteien gingen die Meinungen aus­einander. Auch in den einzelnen Parteien selbst. U. a. sprach der demokratische Abg. Petersen aus Hamburg mit allem Nachdruck für „Schwarz- weiß-rot". Die Mehrheit der Nationalversamm­lung stimmte für den Kompromißantrag, wonach die Reichsflagge „Schwarz-rot-gold" ist, die Han­delsflagge „Schwarz-weiß-rot" mit einer schwarz- rot-goldenen Gösch in der oberen inneren Ecke. Mitbestimmend war damals die Hoffnung auf einen bevorstehenden Anschluß der deutsch-österreichischen Lande an das Reich. Von 301 Abstimmenden ha­ben damals 211 Abgeordnete für Schwarz-rot-gold gestimmt, 89 dagegen.

In Fulda hat glücklicherweise der Kampf um die Farben, der an manchen Orten, namentlich in Bayern zeitweilig mit großer Heftigkeit geführt worden ist und zwar zu ungunsten von Schwarz- rot-gold, nicht die unliebsamen Formen angenom­men. Immerhin hört man auch hier zuweilen An­sichten, die darauf schließen lassen, daß gerade über das „Schwarz-rot-gold" irrige Ansichten verbrei­tet sind. Man weiß, daß „Schwarz-weiß-rot, die Farben des Bismarckschen Reiches waren, in dem uns glückliche Zeiten beschieden waren bis zu dem Augenblick, da der Krieg ausbrach. Nun meinen viele, daß die Farben „Schwarz-rot-gold" die Farben der Revolution von 1918 seien. Die Farben dieser Revolution aber waren, freilich von Anfang an von der Mehrheit des deutschen Volkes energisch abgelehnt (bei den deutschen Front- truppen ist sie überhaupt nicht aufgekommen) die rote Flagge der Internationale. Da­gegen ist die schwarz-rot-goldene Fahne schon durch ihre Rolle in der deutschen Geschichte ehrwürdig, sollte es auch für denjenigen sein, der nicht den richtigen Grundsatz teilt, daß bestehendes Recht der Kritik gemessene Grenzen zieht.

Die schwarz-rot-goldene Fahne hat ein großes Stück deutsche Geschichte gesehen. Ihre Farben sind eng verbunden mit der wechselreichen Geschichte des vormärzlichen Deutschlands und der Zeit bis zur Gründung des neuen Reiches.

Auf den Vorschlag des Turnvaters Jahn hat die deutsche Burschenschaft, die nach den Be­freiungskriegen die Freiheit unb Einheit bes beut’ scheu Volkes ersehnte, die schwarz-rot-goldene Fahne als ihr Feldzeichen gewählt. Bestimmend war hierfür, baß bas Lützow'scheFreikorps, bie „schwarzen Jäger" eine schwarz-rote, gold­gestickte Fahne gehabt hatte. In seinen Reihen hatten viele ber Gründer unb Mitglieder der Burschenschaft für bie deutsche Freiheit gekämpft. Dieser bentmürbigen Herkunft entspricht auch bie Deutung der Farben: „Aus der Knechtschaft Nacht, durch blutigen Sieg zum goldenen Tag der Frei­heit."

Mit ber Unterbrückung ber Freiheitsbestrebun­gen burch bas Metternich'sche System würben auch bie Farben ber Burschenschaft als Zeichen eines ber Reaktion seinblichen Geistes verboten. Als bann im März 1848 bie deutsche Revolution aus­brach, hat bie Vertretung der deutschen Regierun­gen, der morsche Bundestag, im Drange der Not burch Bundesbeschluß die schwarz-rot-goldene Fahne zur Bundesflagge erhoben. Als dann die Bewegung niedergeworfen wurde und das deur- fche Volk in seiner Hoffnung auf eine freiheit­liche Verfassung unb Einigung abermals getäuscht würbe, verschwanb auch roieber die Bundesflagge. Ihre Farben waren aber stets das Symbol derer, die hoffnungsvoll ein einiges Großdeutschland er­sehnten. Noch einmal wurde im Jahre 1863 durch die Regierung der Versuch gemacht, bie beut« sche Frage zu lösen. Auf einer Fürstenversamm­lung in Frankfurt a. M. sollte eine Einigung er­zielt werben. Zum äußeren Zeichen hierfür wehte über bem Sitz ber Bundesversammlung zum letzten Mal bie schwarz-rotgoldeneFlagge. Der Bruder­krieg von 1866 hat dann bie schwierige deutsche Frage in anberer Weise gelöst als es ein großer Test ber Männer ber Paulskirche erwartet hatten.

So spiegelt bie schwarz-rot-golbene Flagge eine Zeit wieber, an ber unsere Väter mit innerstem Erleben beteiligt waren. Wenige wissen, baß zu diesen Farben diM deutschen Männer und Jüng­linge in der schicksalsschweren Zeit des vergangenen Jahrhunderts mit berechtigtem Stolz unb hoff­nungsvoller Freube emporgeblickt haben.

Jebenfalls wäre es ein Jammer, wenn sich heute burch ben Gegensatz zu den schwarz-rot- goldenen Farben für die Volksgemeinschaft, die schon an sich an allen Ecken und Enden bedroht ist, noch weitere Gefahren ergeben würden. Man achte und ehre die Geschichte ber Flagge, wenn man sie aus anberen Grünben nicht ehren zu können glaubt.

Aus dem Nachbargebiet.

e= Hünfeld. Der seitherige Kreisbrandmeister Fiedler hier ist von feinem Amte zurückgetreten. An feiner Stelle wurde der Landjägermetster a. D. Simon zum Kreisbrandmeister bestellt.

0 Hanau. Ein hiesiger Kohlenhändler ist in Untersuchungshaft geno m m e n wor­den, weil er bei der Lieferung von Kohlen erheb­liche Unterschleife begangen haben soll. Es ist in mehreren Fällen festgestellt worden, daß er bei der Lieferung ganzer Waggonladungen von Kohlen ganze Wagenladungen auf die Seite geschafft hat.

— Münden. Bei einer Fahrt mit einem Pad­delboot, die ein hiesiger 19 Jahre alter Sattler auf ber Fulda unternahm, kenterte das Boot. Der her Schwimmens unkundige junge Mann ist er« trunken.

— Weilburg. Wir berichteten, duß dieser Tage ein junger Mann aus dem nahen Kirschhofen beim Ueberschreiten bes Lahnwehrs in den Fluß stürzte und ertrank. Einem alten Volksbrauch folgend ließen jetzt die Bewohner des Dorfes Kirschhofen ein Brot backen, 'das den Namen des Ertrunkene» trug. Das Brot warf man in den Fluß. Man folgte am Ufer dem dahintreibenden Brotlaib. Dori wo es an zu kreisen fina, fischte man nach der Leiche des jungen Mannes. Und der Zufall fügte es nun, so wird aus Kirschhofen berichtet, das ganz m de» Nähe die Leiche aufgefunden wurde.

Heues aus ßranksurt.

— Srsüoffen- Am Eisernen Stea wurde nachts der Bretzelverkäufer Heinrich Schaf, Kölner Straße 61, von drei Burschen überfallen und durch mehre^ Revolverschüsse derart schwer verletzt, daß er kurz nach der Einlieferung in das Heiliageisthospital verstarb. Die Täter wurden verhaftet. Einer der Burschen versuchte dann auf der Polizeiwache gegen einen der Beamten mit der Waffe vorzugehen, wurde aber rm letzten Augen« blick daran gehindert.

= Großfener. In einer im Aufbau begriffenen Matratzenfabrik in der Sagenstraße entstand ein Feuer, das an den Arbeit-stoffen reiche Nahrung fand und sich infolgedessen rasch über das ganze Gebäude erstreckte. Die Feuerwehr griff mit sechs Rohren den Brandherd an und verhütete ein weiteres Umsichgreifen der Flam« men. Der Schaden ist sehr beträchtlich.

— Unwetter. Ein schweres Unwetter richtete Donnerstag abend in den westlichen und nordischen, Vororten erheblichen Schaden an. Der Blitz sanug wiederholt ein, ohne indessen zu zünden. Em Wirbel- sturm/der das Gewitter begleitete, deckte von einer Bockenbeimer Maschinenfabrik das Dach ab unb schien- bette eS etwa 50 Meter wert fort Zahlrenche Dächer wurden zudem schwer beschädigt und titele Baume ent­wurzelt. _

aus Oberheffen und den hessischen Aemtern

△ Marburg. Oberbürgermeister Troje, ber seit 17 Jahren an ber Spitze ber Stadtverwaltung steht, ist mit bem 1. August aus gesundheitlichen Grünben aus seinem A m t g e s ch i e d en. Die Stabtverorbnetenversammlung genehmigte fern Rücktrittsaesuch. Marburg hatte außer bem Ober­bürgermeister in ber Person bes Herrn Dr. Muller bisher noch einen rechtskunbigen Bürgermeister.,

Goltesdienftordnung.

Katholischer Gottesdienst.

Sonntag, 10. August. Dom. */«6, 6, V*7 u. 7 hl. M. mit Austeilung der hl. Korn., V*7 hl. M. U. HI.. Kom. für die Marian. Jungfrauen-Sodalttat m der. Marienkapelle, 8 Pfarramt m. Pr., VilO Kathedralamt m. Pr., 3/4ll Ehr. f. d. Jünglinge, */«12 letzte hl. M.' m. Pr, */,2 Herz-Mariä-Bruderschaft, */«3 Versammlung der Jungfr.-Sodalität i. d. Marienkapelle, 4 Pr. m. A. u. Segen, 7 Herz-Mariä-Bruderschaft m. Pr. u. Segen t. d. Marienkapelle. Montag abends '/,8 Andacht mrt Segen. — Stadtpfarrkirche. Samstag Beichtgelegenheit 3—7, Sonntags früh von 51/»—7Va. Sonntag 51/« Kom., 5'/« hl. Messe, 6-/« hl. Messe u. Kom. der Jungfrauen, 8 vestwallfahrt mit dem Allerheiligsten nach Frauen- berg, dortselbst Predigt und Hochamt, 8'/, hl. M., 11 zweiter Schulgottesdienst mit Predigt, l1/» Ehr. f. d. Jungfrauen, 2*/i Bruderschaft von der Todesangst des Herrn. Jungfrauen-Sodalität wird auf 15. August verlegt. — Pfarrkirche zum heiligen Geist. 7 Frühm., 8 Amt m. Pr., darnach Ehr., si-8 abends Andacht — Severikirche. Sonntags */i7, werktags 6 hl. M. Ober­realschulgottesdienst : Sonntags 8, werktags 6“. — Frauenberg. 5, 1/i6, 6, lA7 u. 7 hl. M., */»8 Bruder» schaftsm., Vi9 nach Ankunft der Pestprozession au8 der Stadtpfarrei Pr. u. Levitenamt m. Auss., nachmitt. 2 Kreuzweg und Predigt (Kalvarienbergs. — Kapelle d»S Josephsheims. 7 Uhr Gottesdienst. —Lehn er z: 7 Amt mit Predigt. — Dietershan: V-9 Amt mit Predigt

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