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DeuHthe Bonk D. Ueberfee-Bonk Disconto.Komm. Dresdner Bank IHelnlng. 6pt.-Bk mittetb. Creöltbk. Oeff-Creblt Reidjsbank

aufzupassen, und wenn man einen derartigen Trieb sieht, ihn einfach zwischen den Fingern zu zerdrücken. Kommt dann eine Art Brühe heraus, so hat man die Raupe getötet. Das ist zwar nicht gerade appetitlich, hat aber

Barm. Crebitbank Bagr. 6. u. wbk. Barmer Bank-D. Berllnerfianbelsb. Cammer, bank Danz. Privatbank Darmffäbter Bank D. flfiat.Bank

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lich und unerwartet durch Schlaganfall inner» halbwenigerMinutpndas Ehepaar Rein­hard und Mathilde Lattermann im Alter von 61 und 56 Jahren. _ r

♦ Die Verteilung der Aerzke m Preußen. Aus Grund der amtlichen Statistik gibt die „Klinische Wochenschrift" einen Ueberblick über die Vertei­lung der Aerzte in Preußen. Ihre Gesamtzahl betrug 24 010; davon waren 4649, also 19,4 Proz., hauptberuflich im Staats-, Gemeinde- und Kran- kenhausdienst angestellt. In Städten über 30 000 Einwohner waren 32 Prozent ansässig. In den

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das literarisch wertvolle Buch ist in besonderer Weise geeignet, für unsere Ideale zu werben. Es lockt mit dem Zauber der Schönheit auch solche noch, die zunächst von unserer Religion nichts wis­sen wollen. So drängt die religiöse Seele zur Ver­breitung guter, von Idealen erfüllter Literatur.

Die nationale Bewegung.

Wir meinen nicht irgend eine kriegerische. Wir meinen die viel wichtigere, die darauf ausgeht, die moralischen Schäden zu heilen und zu be­kämpfen. Ohne Zweifel hat gerade die schöne Literatur in Deutschland viel dazu beigetragen, unser Volk zu vergiften. Es sei nur an die ganze Flut von okkultistischer, erotischer und fremdländi­scher Modeliteratur erinnert. Da haben wir uns entschlossen, mit einzugreifen, um dem deutschen Buch die Wege in unsere Familien und in unsere Vereine zu ebnen. Wir legen Wert darauf, daß in den Büchern, die wir verbreiten, echt deut­sche Gesinnung zum Ausdruck komme, daß deutsche Sitte und Treue darin sichtbar werden, und daß die alten, großen Ideale unserer Ge­schichte darin wieder aufleben.

Der Stand unserer katholischen Literatur. Wir haben einen Aufschwung in den letzten Jahren erlebt. Eine Reihe von weit­hin achtunggebietenden Namen zählen zu den un­fern. Es muß mehr geschehen, um sie ins Volk zu bringen. Viele Katholiken selbst haben kaum eine Ahnung, wie viel auf unserer Seite schon ge­schehen. Sie kennen weder unsere Dichter noch un­sere Zeitschriften. Vielfach sehen sie sogar noch verächtlich darüber hin, als könne von einem kath. Dichter nichts Gutes kommen. Dazu tritt noch die Tatsache, daß in ziemlichem Umfange bei der katholischen Bevölkerung die ästhetische Kultur zu­rückgeblieben ist. Um sich vor dem Geist der mo­deren Literatur zu sichern, schloß man sich allzu sehr ab und verzichtete zu stark auf die Mitarbeit an der Pflege der Literatur und der schönen

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gßas Bohnenkraut .

ist ein sehr beliebtes Gewürzkraut unserer Gärten. Man I unterscheidet Sommer- und Winterbohnenkraut: das erste I ist einjährig, das zweite dagegen ausdauernd. Das I Sommerbohnenkraut sät man im April, Anfang Mai, I das Winterbohnenkraut dagegen im Herbst, da es sonst I sehr schlecht keimt. Am empfehlenswertesten ist das I Sommerbohnenkraut, das, wenn einmal gesät, sich durch I Samenausfall immer wieder selbst erneuert. Man hat I nur einige der Pflanzen stehen zu lassen, damit sie I blühen können und für Samen sorgen. Sonst schneidet I man das Bohnenkraut bei Bedarf ab, für den Winter I zur Blütezeit. Die betreffenden Zweige werden lang- I sam im Schatten getrocknet und dann am besten in einem I Beutelchen, das luftig aufgehängt wird, verwahrt.

wenn Schlinge angepslanzk werden handelt es sich darum, sie gleich möglichst stark anzu- I gießen, damit sie nicht vertrocknen. Am besten hilft man I sich dabei, wenn man um das einzelne Pflänzchen eine I flache, muldenförmige Vertiefung macht, in die das Was- I ser gegossen wird. Auf diese Weise kann es nicht ab- I laufen, sondern sickert allmählich in die Erde, wodurch I die Wurzeln bis an die Spitzen hinab angefeuchtet wer­den. Zu heißer- Zeit wird es sich empfehlen, über die Pflänzchen noch einen Blumentopf oder ähnliches die I ersten Tage während der Mittagsstunden zu stülpen.

Die Bekämpfung der Zwiebelmade muß so zeitig wie möglich geschehen. Man entferne hierzu alle gelb aussehenden Pflanzen, da man mit Recht annimmt, daß diese von der Zwiebelfliege befallen sind. Im Herbst kalkt man beim Graben den Boden reichlich und sieht auch auf Fruchtwechsel. Auf diese Weise wird die Zwiebelfliege nie überhand nehmen können und ihr Schaden kaum bemerkbar sein.

Schöne und kräftige Sellerieknollen erzielt man mit Sicherheit, wenn man Ende August die Blätter nach oben zu mit einem Bastfaden zusam­menbindet. Das Wachstum der Blätter wird hierdurch gehemmt, sodaß der Saft, den die Wurzeln aufnehmen, den Knollen allein zugute kommt. Das Wegfchneiden der guten Blätter ist nicht richtig, weil diese für die

I Lebensfunktionen der Pflanzen gebraucht werden.

Die beste Zeil

I zum Abpflücken von Obst ist der frühe Morgen, dann I haben die Früchte, meist noch vom Tau benetzt, den I größten Reichtum an Saft und auch das schönste Aroma. I Nur Winterobst soll man mittags pflücken, jedoch nicht I bei Regenwetter. Fallobst muß man mehrmals täg- 1 lich auflesen. Fast immer sind Maden darin, die leicht I auskriechen und dann noch anderweit Schaden anrichten. I Reife Birnen, Pfirsiche, Aprikosen und Aepsel I schmecken am besten ein bis vier Tage nach dem I Pflücken, sofern die betreffende Sorte nicht überhaupt I erst em längeres Liegen erfordert.

Der Rosenwickler.

Wo anscheinend einige Rosenblätter zusammengeklebt I sind oder der Eindruck hervorgerufen wird, als ob sich I die Triebspitzen vergeblich um Entfaltung bemühten, da I steckt sicherlich die Larve eines Rosenwicklers, von dem I es verschiedene Arten gibt, und frißt geruhsam die Blät- I ter und die Blüten auf. Oeffnet man solche zusammen- I gewickelte Blattstände, so findet man eine kleine Raupe, I meist gelblichgrün oder braungelb, vorausgesetzt, daß I das bewegliche Räupchen nicht vorher entschlüpft fft, in» I dem es sich schleunigst an einem Gespinstfaden zur Erde I niedergelassen hat. Es entwickeln sich im Laufe des | Sommers zwei Generationen, die gefährlichere tat Mai I bis Juni, die weniger gefährlichere im August. Am besten hilft der vorbeugende Anstrich von Schwefelkalium I oder Karbolineum. Aber ein oder das andere Exemplar I wird doch entschlüpfen und die Plage in beschränktem I Maße neu beginnen. Deshalb ist es das Richtigste, gut

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Fast keine andere Pflanze ist so den Krankheiten I und dem Ungeziefer ausgefetzt, wie gerade die Rose. I Glücklicherweise hat man mit dem Schwefelkalium eine I Art Univerfalmittel, das im Herbst oder im zeitigen I Frühjahr, also während der Ruhezeit verwendet, alles I tötet, was sich von Pilzen, Insekten, Larven, Eiern usw. I an den Rosensträuchern befindet. Zwar stinkt das I Schwefelkalium abscheulich (es entwickelt sich Schwefel- I Wasserstoff), aber dafür ist es auch äußerst wirksam. Am I besten nimmt man den Anstrich (25—40 Gramm aus I 1 Liter Master) im Herbst nach dem Beschneiden bezw. I beim Eindecken zum Ueberwintern vor.

Krebswunden an Obstbäumen muß man baldigst, jedenfalls noch vor dem Herbst, ver- I binden. Man schneidet sie bis auf die gesunden Holz- und Rindenteile aus, verschmiert sie mit Lehmbrei und Holzasche, und gibt noch einen Verband von Leinen darüber, der mit Bast festgehalten wird.

Die sogenannten Lungenkräuter haben zum Teil die Eigenschaft, das Aushusten des Auswurfs zu befördern, zum Teil wirken sie zugleich hustenreizlindernd. Wenn es sich nun darum handelt, größere Schleimmasten zu beseitigen, sind die Kräuter der ersten Art (Schafgarbe, Spitzwegerich, Schlehen- ! blüte) angebracht. Soll aber zugleich ein lästiger Reiz beseitigt werden, dann empfiehlt es sich, Kräuter der zweiten Ari (Eibichwurzel, Isländisch Moos, Lungen­kraut) in Anwendung zu bringen. Besonders zweck­mäßig ist es, die Drogen nicht für sich, sondern zu glei­chen Gewichtsteilen zu benutzen. Man kocht daraus in der üblichen Weise einen Tee und trinkt morgens, mit- tags und abends eine Taste.

Waschstoffe aller Art.

besonders die dünnfaserigen Gewebe, dürfen nicht ge­stärkt aufbewahrt werden. Die feine Stoffaser würde sonst sehr leicht zerbrechen und der Stoff zeigt ein rissi­ges Gewebe. Man rollt die sauberen Kleidungsstücke aus Waschstoff zufammen und hebt sie, .in ein glattes, sauberes Tuch zusammengebunden, auf, bis sie zur Ver- I Wendung gelangen.

Ein ausgezeichnetes Fleckwasser

I besteht aus 50 Gramm Salmiakgeist, 50 Gramm reinem I Spiritus, 50 Gramm Schwefeläther und 50 Gramm Benzin. Alles wird tüchtig geschüttelt. Man bürstet

I damit die Garderobenstücke strichweise ab, hängt sie dann I auf Kleiderbügel und läßt sie trocknen. Das Mittel I reinigt vorzüglich die speckigen Ränder an Herrenkragen, I Mützen usw. Feuergefährlich!

Der Nutzen der Lute

I besteht vor allem in der leichten Mastfähigkeit. Hierzu eignen sich nicht alle Rassen, am besten die Peking-, Aylesbury- und Rouenente. Die beliebte Laufente stt als Eierlieferantin vorzüglich. Die weißen Schläge lie­fern auch gute Federn. Der andre Nutzen ist nur neben­sächlicher Art, z. B. die Vertilgung von Ungeziefer ufw.

Bozener Kompott

I besteht aus Birnen, Pflaumen und Aepfeln. Man löst 500 Gramm Zucker in einem kleinen Tassenkopf heißem I Master und kocht darin zunächst 500 Gramm Birnen. I Hiernach nimmt man diese mit einem Schaumlöffel heraus, kocht in dem Saft 500 Gramm geteilte Aepsel, ] nimmt auch diese heraus, verfährt ebenso mit 500 I Gramm entfernten Pflaumen, kocht den Saft nochmals gut auf und gießt ihn auf die inzwischen vermischten I Früchte in einen Tontopf, der gut mit Pergamentpapier I verbunden und an einem kühlen Orte aufbewahrt wird.

3. Blatt.

Druck »er Fuldaer Nctiendruckerei ta Fulda

1,550

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Die notierungen vergeben (Id) In Bl Honen Pro«1* test. Kurs 8.8. leit. Kurs

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Sonntag, 10. Augttft 1924.

Deutsche Staatepapiere.

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vom Patteigründer hautzer. i

Don Louis Häußer, der bei der letzten Reichstags- Mühl die sog. Häußer-Partei gründete, auf die auch in Lnferem Wahlkreis einige Wähler hereingefallen sind, «eldet die .Franks. Ztg. : .

Der bekannte Wanderprediger und „Apostel einer -guen Heilslehre, Louis Häußer, war im März 1923 Toxn Landgericht Oldenburg wegen Verletzung des Kesetzes zum Schutze der Republik, insbesondere auch wegen Beleidigung hoher Beamter, zu einem Jahr neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er wurde zu­nächst nach der Strafanstalt Vechta in Oldenburg ge- hracht, wo er vier Monate blieb. Im August 1923 batte er sich vor der Strafkammer in Stettin wiederum wegen Beamtenbeleidigung zu veranworten. Auf dem Rücktransport nach Vechta erkrankte Häußer in Ber- gn so schwer an einem Magenleiden, daß ihn sein Transporteur in dem Untersuchungsgefängnis Moabit zurücklassen mußte und allein nach Vechta fuhr. Häußer blieb zwei Monate in ärztlicher Behandlung und hei­ratete in dieser Zeit seine Anhängerin, Fräulein Lo­renz aus Kiel, die bisher schon einen erheblichen Teil der Kosten für seine Agitationsreisen und für seinen kost­spieligen Lebenswandel bezahlt hatte. Der Gefängnis­arzt Medizinalrat Dr. Thiele bescheinigte die Haft­unfähigkeit, fodaß Häußer schließlich aus der Haft ent­lassen werden mußte.

Die wiedergewonnene Freiheit nutzte er aus, um im Reich herumzureisen und für die Reichstagswahlen sich um ein Mandat zu bewerben und zu predigen. Mit Stolz verzeichnete er 40 000 Anhänger, und er versprach tn feinen Wahlaufrufen dem Deutschen Reich die Be­freiung von der Rhein- und Ruhrbesatzung innerhalb acht Tagen, wenn er in den Reichstag gewählt würde. Durch dieses Auftreten hatte er sich aber der Staats­anwaltschaft in Oldenburg in unliebsame Erinnerung gebracht, sodaß er am 24. Juni von neuem verhaftet und nach der Strafanstalt in Vechta gebracht wurde. Kaurn war Häußer im Gefängnis, so erkrankte er wie­derum und trat in einen Hunger- und Redestreik. Er verweigerte jede Nahrung und magerte immer mehr 'ab. Der früher stark beleibte Mann hatte in kurzer Zeit 44 Pfund abgenommen. Neue Haftentlassungsanträge waren abgelehnt worden, west die Oldenburger Aerzte auf dem Standpunkt standen, daß sich die Krankheit bei Häußer immer nur dann einftabe, wenn er zur Strafver­büßung aufgefordert werde. Im Auftrage zahlreicher Anhänger Häußers hat sich Rechtsanwalt Dr. Schwindt nach Oldenburg begeben, um bei der Staatsanwaltschaft und dem Ministerium wegen erneuter Unterbre­chung der Strafverbüßung vorstellig zu wer­den. Die Behörden zeigten sich seinem Anträge keines­wegs abgeneigt. Allerdings wird es Voraussetzung für die Haftentlassung Häußers fein, daß er für längere Zeit alle weiteren Angriffe gegen die Oldenburger Staats­behörden und die deutschen Reichsbehörden in Wort und Schrift unterlaste.

flad).-THünd). V $rkf. flllg- Dtr|. Srank. R. u. NI. IRagbeb. Seuero.

rungen dieser unserer Zeit entsprechend. In- dienstnahme aller neueren Arbeitsweisen.

Pflege des katholischen Gedan- kens: Uns ist das Wichtigste im Leben unsere Religion und unsere Kirche. Wir sehen sie als die Mutter der Kultur des Abendlandes in den Kampf gestellt gegen Liberalismus, Marxismus, Neu­heidentum und andere Mächte der Zeit. Wir füh­len, daß wir für sie kämpfen und arbeiten müssen. In dieser Arbeit werden wir das Antlitz der Erde erneuern. Opfer und Arbeit aus dem Glauben an diese allumfassende und tiefste Idee des Daseins ist unsere eigentlichste Kraft.

In der L i t e r a t u r: Wir bebauen nicht das ganze Feld des deutschen Schrifttums. Wir pfle­gen nur ein besonderes Gebiet, ein besonders schönes, wichtiges und gefährdetes. Nur Bücher kommen für uns in Betracht, die auch Anspruch aus Formwertung erheben.

In der deutschen Literatur: Wir wollen Mitarbeiten am Wiederaufbau unseres Volkes. Dienst am Schrifttum ist uns Dienst am Volke. Schlimmer als der äußere Feind ist für uns die schrecklich um sich greifende Demoralisation. Wir arbeiten für die moralische und relig. Erneuerung.

Darum ans Werk! Ein Feuer hat sich ent­zündet, das von Herz zu Herzen flammt. Freieste Entfaltung persönlicher Tatkraft! Aber Bindung an die uns alle befreienden Grundsätze der kath. Kirche! Schon haben Hunderte unsere Idee ver- standen und wirken in der Stille, hier und dort. Ihre. Zahl soll nun wachsen, lieber bas^ ganze deutsche Sprachgebiet hin wollen mir em Netz von Menschen spannen, die das gute Buch kennen und verbreiten. Gegen die Macht des auf diesem Ge­biete herrschenden Geschäftsgeistes stellen wir den aus Gottes Kraft und Gnade arbeitenden kathol. Idealismus. Wir glauben an diesen Idealismus.

Anschrift des Bundes: \ Zentralstelle des Wolframbundes, Dortmund, Postfach 519.

Eine Arbeitsgemeinschaft zur praktischen Literaturpflege.

Von Friedrich Muckermann 8. J.

In der Zett kurz nach dem Kriege, als man sich bemühte, der Schmutzflut in der Literatur wirk­same Dämme entgegenzustellen, entstand auf kath. Seite eine Arbeitsgemeinschaft zur Verbreitung des guten Buches, die im Gegensatz zu anderen mehr negativ gehaltenen Versuchen ausbauende Arbeit leisten wollte. Sie nannte sich nach dem großen Dichter des christlich-deutschen Mittelalters Wolfram von Eschenbach.

Der Wolframbund ist also nicht von gestern. In mehrjähriger Kleinarbeit hat er sich innerlich entwickelt und umgestaltet, während sich seine Gruppen bis nach Südtirol und der Tschecho- flowakei hin ausdehnten. Viele Erfahrungen wur- den gemacht und viele Anregungen ausgenommen. Der Zeitpunkt ist da, wo es angebracht scheint, sich über Wege und Ziele einer vielversprechenden Be­wegung ganz klar zu werden.

Man versteht eine Bewgung immr am besten , aus ihren zeitpsychologischen Wurzeln heraus. ' Für den Wolframbund sind es folgende:

Die religiöse Erneuerung.

Aus den Druck der Zeitereignisie hin hat sich der Sinn der besten Menschen wieder dem Ewigen und Unwandelbaren zugewandt. Diese tiefgehende seelische Bewegung wirkt sich vor allem auch in der katholischen Kirche aus. Wir haben im Zu­sammenbruch so vieler Reiche und Werte von neuem erkannt, wie fest der Grund ist, auf dem wir stehen, wie reich der Schatz, den wir in unserer Religion hüten, wie ernst die Verpslichtung, von unserem Reichtum andern mitzuteilen. Von hier aus wachsen auch der Literatur ganz neue Aus­gaben zu. Im Schrifttum werden so viele Perlen aus alter Zeit aufbewahrt, das gute Buch ist ein hervorragender Träger unserer Ideen. Gerade

* (Ein Gifkmörder. Wegen Verdachts des Gift- nwrdes wurde der Angestellte Konrad Honnel in Düsseldorf festgenommen. Am 24. April starb plötzlich die Frau des Beschuldigten im Alter von 45 Jahren. Den Verwandten und Nachbarn erschien der plötzliche Tod sehr rätselhaft, da die Frau nie über Krankheiten geklagt hatte. Der Ver­dacht wurde dadurch bestärkt, daß Honnel seit Jah­ren ein Verhältnis mit einer anderen Person unterhalten und seine Frau häufig mißhaudell haben soll.

* Die versickernden Paderquellen. Aus Pader­born berichtet die „K. V.": Seit längerer Zeit schon beobachtet man hier einen ständigen Rückgang der Wassermengen an den Paderguellen. Nettere Leute glauben mit Bestimmtheit versichern zu können, daß vor 50—60 Jahren der Wasseerstand an der Dompastorat z. B. 30 bis 40 Zentimeter höher gewesen sei. Besonders auffällig ist die Erscheinung gerade in den letzten Jahren geworden und man e wohl nicht fehl in der Annahme, daß das ser sich im- P l ä n e r Kalk neue unterirdische Auswege gesucht hat.

* Eia originelles Schreiben ging einer Dres­dener Firma von einem Kunden zu: „Jede Woche legen wir die Rechnungen unserer Liefe­ranten in eine Urne, schütteln sie ordentlich und lassen immer eine Rechnung herausfallen. Diese Rechnung wird dann auf Grund des Lotteriesystems bezahlt. Warten Sie, bitte, bis Sie herausfallen. Falls Sie weiter scharf mahnen, werden Sie von der Ziehung ausgeschlossen." — Also Vorsicht!

* Ruhrepidemie in Pommern. Nach einer Mel­dung des „Lok.-Anz.** ans Lübeck herrscht seit einigen Tagen in Vorpommern und an der meck- lenburgisch-pommerschen Grenze eine Ruhr­epidemie. Bisher hat die Epidemie, von der haupt­sächlich die Landbevölkerung betroffen wird, vier Todesopfer gefordert.

* Auch im Tode vereint. Wie aus Lichtenhain gemeldet wird, starb dort am Montag abend plötz-

einzelnen Regierungsbezirken war für die Städte über 30 000 Einwohner die Verteilung sehr ungleich: so kommen z. B. mehr als 2000 Ein­wohner aus einen Arzt in Stade, Münster oder Lüneburg, etwas über 1000 in Berlin, gegen 800 in Wiesbaden, Breslau, Koblenz. In ganz Preußen kommen durchschnittlich auf einen Arzt nach dem Stande von 1922 1968 Einwohner. Die Zahl der Aerzte hatte 1922 gegen 1912 um 3586, also 17,6 Proz., zugenommen. 1912 tarnen auf 10 000 Einwohner nahezu 5 Aerzte, 1922 dagegen 6,3 Aerzte.

Form. Daum fallen alle Bücher, die wir ver­breiten, sich auch schon durch ihre Formwerte empfehlen.

Endlich die Veränderung in der Auf­fassung des Vereinslebens. Man ist sich darüber klar, daß unser katholisches Vereins­leben vielfach nicht mehr das rechte Leben zeigt. Daß es leidet an Ueberorganisation. Rettung kann hier nur bringen stärkere Persönlichkeits­kultur. Wir müssen den Einzelnen wieder mehr zu persönlicher Arbeit erziehen und darum im Ein­zelnen mehr den persönlichen Träger einer Ge- meinschastsidee heranbilden. Nur solche können zu unserem Bunde gehören, die gewillt sind, ihre volle Persönlichkeit in den Dienst der Idee zu stellen. Dabei beugen wir doch der Gefahr eines zersetzenden Individualismus vor, der den Ein­zelnen leicht abgleiten läßt aus dem lebendigen Strom der Gemeinschaft, sodaß sein geistiges Le­ben versickert in unfruchtbarer Problematik. Die Ideale sind gegeben. Es ist der Glaube der kath. Kirche und der Inbegriff jener Kulturtradition, die mit der geschichtlichen Entwicklung des Katholizis­mus verbunden ist. Dies einigt uns» denn wir zergrübeln diese Ideale nicht, sondern wir nehmen sie demütig hin und wirken für sie. Diese Ideale bilden das Band unserer Gemeinschaft, die sich fruchtbar erweisen soll in der persönlichen Arbeit des Einzelnen.

Fassen wir zusammen:

Was ist der Wolframbund?

Es ist ein Arbeitsbund zur zeitgemäßen Pflege des katholischen Gedankens in der deutschen Literatur.

Ein Bund: das Wort bezeichnet eine Gemein­schaft freierer Art. Eine Gemeinschaft aus lebendi­gen Mitgliedern. Eine Gemeinschaft nicht des Redners, sondern der praktischen Kulturarbeit.

Zeitgemäß: Aus den Strömungen der neueren Zeit erwachsen und darum den Forde-

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20,0

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2,2

8,2

Wetterregeln

15,5

17,5

Zellstoff watdh

10,37.

11,5