MdaerZertung
Amtlicher Anzeiger für den Kreis und die Stadt Fulda.
Nr. 178.
Verantwortlich für die Schriftleitung! Dr. Johannes Kramer. Anzeigen: I. P arreller, Fulda. Rotationsdruck und Verlag der s Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Rr- 9. s Bezugspreis für Juli: I.S0 Ml.
$reitag, l. Slugust 1924.
Anzeigen-Preiie: Kleinzeile (Colonel) lokal 0,15 Goldmart, auswärts 0.20 Goldmark: Reklame,eile lokal 0,60, (Soldmark, n auswärts 0,80 Goldmark. ,.
Bei Wiederholungen Rabatt. Boitfcheckkonto Frankfurt a. M. 4051
51. Zahrg.
gehörigen zwingt, aus handelsüblichen Grundlagen
die Waren z« liefern. Die deutsche Regierung erklärt sich einverstanden mit der Einrichtung eines
auf berief, daß tatsächlich diese Exterritorialität schon bestände und im stillen ausgeübt worden sei.
Nun war allerdings früher die Handelsvertretung der russischen Botschaft angeschlossen und umfaßte ein beschränktes Personal von ca. 15 Personen. Später aber war sie in ein eigenes Gebäude
deutschen Regierung ausgestellt, kommt es zu keiner Verständigung zwischen Deutschland und dem Sonverkierungsausschuß oder zwischen den alliierten Regierungen und dem Sonvertierungsaus- fchutz, so wird von der Reparakionskommission oder vom Präsidenten des Haager Schiedsgerichis- hofes ein neutraler Schiedsrichter ernannt.
* Ergebnislose Verhandlungen. Wie aus Mün chen gemeldet wird, sind die Verhandlungen zwischen der Reichsregierung und der bayrischen Regierung über die Eisenbahnfrage zu keinem Ergebnis ge« langt. Reichsverkehrsminister Oeser und Reichs» finanzminister Dr. Luther sind wieder nach Berlin zurückgekehrt.
Exporttätigkeit rechnet, also beispielsweise der Lieferung englischer und amerikanischer Waren nach Deutschland; aber für uns kommt es im gegenwärtigen Augenblick auf. die Regeneration unserer Wirtschaft an, für die dann der Bezug von Rohstoffen aus den kreditgewährenden Ländern ohne weiteres in Betracht kommen wird, und zwar um so mehr, je schneller und ausgreifender die Gesundung der deutschen Wirtschaft fortschreitet. — Ja, darüber hinaus haben wir alles Interesse daran, di» deutsche Ausfuhr zu fördern. Denn die Rückzahlung der Kredite nur durch Uebertragung von Devisen oder Noten würde eine Belastung für die deutsche Währung bedeuten, die nicht lange tragbar märe. Hier scheint gerade die deutsche Zuckerrübenindustrie mit ihrem Kredit' gut arbeiten zu können. Gelingt es ihr, größere; Mengen Zucker zu exportieren, so kann sie aus diesem: Export ihre Kredite zurückzahlen; ja, darüber hinaus der Reichsbank Devisen zur Verfügung stellen, die wieder der gesamten deutschen Volkswirtschaft zugute kommen.
Man sagt wohl: Die Gewährung von Auslandskrediten ist immer unsicher und ränkevoll. Mag fein. Eine gewisse Vorrechtstellung werden die Geldgeber immer genießen; aber man braucht die doch nur vorübergehend gewährte ftemde Hilfe nicht zur Gefahr' werden zu lassen; wenn man nur nebenherlaufend mit allen Mitteln versucht, im Innern Keimzellen der K a pitalneubildung zu schaffen. Und das geschieht durch: Sparen. — Lenken wir zunächst einmal unsere Bücke auf die Vergangenheit; welchen Umfang hatte vor dem Kriege die Kapitalneubildung in Deutschland? Nach Helfserichs Darstellung in seinem Buch: Deutschlands Volkswohlstand 1888—1913, zeigt sich folgendes Gesicht: Das jährliche Gesamteinkommen betrug nach Helffe- rich etwa 43 Milliarden Goldmark; der durchschnittliche Jahreszuwachs an neuen Börfenwerten annähernd 3 Milliarden Mark. Die Guthaben bei den deutschen Kreditbanken zeigten einen durchschnittlichen Jahreszuwachs von etwa 460 Millionen Mark; die deutschen Sparkassen hatten eine Vermehrung ihrer Einlagen um 690 Millionen Mark im Jahresdurchschnitt aufzuweisen; das Vermögen der Arbeiterversicherung und die Prä- mienreseroen der Lebensversicherungen wuchs um mindestens 500 Millionen Mark jährlich. Allein daraus ergibt sich eine Kapitalneubildung von mehr als 5 Milliarden Mark jährlich. Nach der Veranlagung der Ergänzungssteuer aber konnte man einen jährlichen durchschnittlichen Vermögenszuwachs von 6 Milliarden Mark fentstellen; nach anderen Berechnungen sogar, wenn man den Wertzuwachs zugrunde legte, einen Zuwachs von 8—10 Milliarden Mark. Das würden rund 20 PrG«-t
* Brasilien noch immer unruhig. Das ti New-8)ork in Umlauf befindliche Gerücht von Wei' ter en revolutionären Unternehmungen in Brasilien ist bisher unbestätigt. Die Zeitungen bringen nichts darüber. Die letzten Nachrichten, die das Staatsdepartement erhalten hat, betreffen bib Räumung von Sao Paolo. Die brasilianische Gesandtschaft erklärt, daß die Revolution v o l l st ä n d i beendet ist.
Ausführung der Lieferungen überwacht. Treten in dieser Beziehung Meinungsverschiedenheiten aus, so wird das oben aagesührte jchiedgerichtliche Verfahren in Anspruch genommen.
Die alliierten Delegierten im Spmchausschutz werden von der Reparakionskommission ernannt. Das § 5 Anhang 6 zum Sachverständigenbericht, der die Konvertierung anlangt, so wird die Kontrolle von der in diesem paragrqih die Rede ist.
mark erwuchsen. Die Kosten der Alarmierung
v Ä . .und Verwendung der Reichswehr sind nach Auf-
vou dem Konvertierungsausschutz und von der 1 fajjung der Regierung vom Reich zu träger
Die Amnestie in Frankreich.
wtb Paris, 31. Juli. (XeL) Der Senat hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, entsprechend dem Antrag der Kommunisten der Regierung einbeschränktesAmnestierecht ein- zuröumen. Der Antrag wurde angenommen gegen die Zusicherung, daß im Laufe des September der Amnestiegesetzentwurf, den die Kammer angenommen hat, im Plenum zur Beratung gelangen wird.
aus alliierten und deutschen Delegierten zusammengesetzten Spruchausschusses, der entscheidet und die
Vie tolgesagte Konfetti}.
Totgesagt ist die Konferenz von London nun schon. Aber vorläufig lebt sie noch. Die in Paris und auch in Berlin verbreitete Nachricht von dem A b b r u ch der Konferenz war eine Erfindung. Sie kann aber als Beweis dafür dienen, daß die Verhandlungen in London tatsächlich auf immer größere Schwierigkeiten stoßen. Wie die Aussichten der Konferenz in französischen parlamentarischen Kreisen beurteilt werden, ergibt sich auch aus einer Mitteilung des „Temps", wonach in den Wandelgängen darauf hingewiesen wird, daß die Londoner Konferenz vielleicht in der Annahme mehrerer Prinzipien ihren Abschluß finden könnte und daß es dann die Aufgabe einer später zusammentretenden zweiten Konferenz wäre, deren Durchführung in finanzieller und wirtschaftlicher Hinsicht zu regeln.
Eine Falschmeldung.
Aus London meldet Wolffs-Büro:
Die von der Eca-Korrespondenz verbreitete Meldung, daß die Londoner Konferenz abgebrochen sei, wird an hiesiger unterrichteter Stelle als eine Tendenz Meldung bezeichnet, der jede Grundlage fehlt.
Im Mittelpunkt der Meldungen über die Konferenz steht weiterhin
der neue französische Vorschlag.
wtb Paris» 31. Juli. (XeL) Der Londoner Sonderkkerichkerstatter des »Echo de Paris" gibt folgende Einzelheiken über den Aufbau des neuen französischen Sompromißvorschlages:
Artikel 1: Die alliierten Regierungen erklären auf Grund § 22 Anhang 2 Abschnitt S des Versaillesvertrages: Wenn die Repko eine Verfehlung Deutschlands gegen den Friedens- verttag oder den Sachverfkandigenplan festgestellt hat, jedoch hierüber keine Einstimmigkeit erzielt wurde, kann jede Regierung vom achten Tage ab eine Schiedsgerichkseatscheidung verlangen. Es wird eine dreigliedrige Schiedsgerichtliche Kommission, oder wenn diese sich nicht darüber einigen könne, vom Haager Schiedsgericht ernannt. Der Vorsitzende des Schiedsgericht ist ein Amerikaner.
Ferner kommen die alliierten Regierungen darüber überein, daß zur Feststellung - er Verfehlungen die amerikanischen Mitglieder der Reparationskommission zugezogen wird.
Arükel 2: Was die Konvertierung aulangt, so hat, wenn sich heraussiellt, daß eine Verfehlung gegen den Sachverständigenbericht begangen wurde, (§ 8, Anhang 6 des Sachverskändigenplanes bctr.
Berlin und Moskau.
Von einem unserer außenpolitischen Mitarbeiter.
Der deutsch-russische Konflikt, der bekanntlich durch die Polizeiaktion vom 3. Mai d. I. im Gebäude der russischen Handelsvertretung in Berlin entstanden war, ist, wie schon berichtet worden ist, durch die Unterzeichnung eines Protokolls glücklich beendet worden. Langwierige Verhandlungen zwischen Deutschland und Rußland haben stattfinden müssen, bevor ein Ergebnis erzielt wurde. Hauptsächlich drehte es sich um die grundsätzliche Frage, daß, in Uebereinstimmung mit dem Vertrage vom 21. Mai 1921, der in Rapollo geschlossen worden war, die russische Handelsvertretung Exterritorialität genieße, um sie so in Zukunft vor dem Eindringen der Polizei und anderer Behörden zu schützen. Die deutsche Regierung stellte sich dabei auf den Standpunkt, daß von einer grundsätzlichen Exterritorialität der Handelsvertretung nicht gesprochen werden könne, während sich Rußland dar-
Uebergriffe untergeordneter Beamten sich dadurch immerhin erklärlich machen.
Hoffentlich hält die russische Regierung die in Absatz IV gegebenen Versprechungen, „daß sie den Insassen der Handelsvertretung verboten hat, in irgend einer Weise an dem innerpolitischen Leben Deutschlands teilzunehmen." Nicht nur in Deutschland, sondern auch in England, Frankreich, Italien und Amerika hat man es wiederholt unangenehm empfinden müssen, daß Sowjetrußland unter dem Schutze der Exterritorialität Propaganda für die kommuni st ischen Ideen, und vor allem die von ihm propagierte Weltrevolution macht. Bei aller Achtung vor dem internationalen Recht tonn1 kein Staat es dulden, daß unter der falschen Flagge' dieses Rechts der Boden, auf dem er aufgebaut ist, unterminiert wird. - - >- -•
Die russische Handelsvertretung in' Berlin hat der „Deutschen Allgemeinen Ztg." zu-> folge ihre Tätigkeit wieder in vollem Umfange ausgenommen. ■ \ *>-
. * k
Aus Moskau wird gemeldet: Die Mitteilung, daß in Berlin das Protokoll unterzeichnet worden ist, durch das der deutsch-russische Zwischenfall beigelegt wird, hat, wie die Russische Telegraphenagentur meldet, in Handelskreisen der Sowjetunion große Genugtuung hervorgerufen. Es wird angenommen, daß von jetzt an eine Belebung in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern eintreten wird.
Die volkswirtschaftliche Bedeutung und Tragweite dieser Kredite ist jedem wirtschafllich Einsichtigen klar; sie bringt das deutsche Wirtschaftsleben wieder in Fluß und belebt es. Das tut uns zur Zeit fo nötig wie das tägliche Brot. Gewiß ist sicher, daß das Ausland uns feine Kredite nicht gewährt hat und auch in Zukunft nicht gewähren wird aus eitel Lust und Liebe, sondern wohl deswegen, weil es mit der Gewährung von Krediten und der durch sie hergestellten Kaufkraft auf seine eigene
wtb Paris, 31. Juli. (Tel.) Der perkreker des „Malin" meldet, beunruhigende Gerüchte hätten bereits gestern abend über die neuen französischen Vorschläge zirkuliert. Man be> Haupte, daß die Amerikaner sich dem Schieds- spruch für den Transfer widersetzen und die Engländer dem Vorschlag über die Sachlieferungen, denn es paffe ihnen nicht, wenn Frankreich die deutschen Grubenbesitzer zwingen könne, Koks zu liefern, da sie selbst dafür als Verkäufer austreten.
Die Repko in London.
Reuter erfährt: Die Vertreter Frankreichs, Belgiens und Italiens in der Reparationskommission werden gleich nach der Ankunft in London mit ihrem
WÄreiiite rniii innere Spartätigkeit
Dr. Johannes Dierkes, Berlin.
englischen Kollegen John Bradburh eine Besprechung
über die Einladung der alliierten Ministerpräsidenten I verlegt und außerdem ihr • Personenstand zum na$ London gerufen worden I mindesten um das Fünffache vermehrt worden, sind. Der Zweck ihrer Reise ist nicht ganz klar; I Deshalb hielt die Reichsregierung an ihrem Stand- gerührt insofern einen etwas heiklen Punkt, punkt fest, daß höchstens das Maß der Auswir- als die Reparationskommission als ein souveränes I kungen dieser Exterritorialität streitig sein könne. Drgan zu betrachten ist. I Das kommt auch in dem jetzt unterzeichneten Pro-
--------— — | tokoll dadurch zur Geltung, daß das Prinzip, daß _ ., I die ganze Handelsvertretung nicht exterritorial sei.
Der Streit unter den DotKischen. I aufrecht erhalten wurde. Die Meinungsverschieden- . , I heften, über die durch den Rapollovertrag der russi-
Im völkischen Lager Nürnberg wird der I scheu Handelsvertretung zugestandenen Rechte hat Kampf aller. gegen alle weitergeführt. Der Ant- man nunmehr dadurch aus der Welt geschafft, daß ? e i ch e r s auf das erste Flugblatt der I die Exterritorialität der oben schon erwähnten 15 Parteileitung der Nationalsozialistischen Deut- I russischen Handelsvertreter personell bestätigt wird scheu Arbeiterpartei setzt diese ein zwei- I und daß ferner von der Gesamtheit der gegenwärtig tes Flu gb l att entgegen, das noch gründlicher I zur Handelsvertretung gerechneten Räumlichkeiten als das erste mit Streicher abrechnet. Das Vor- I ein zusammenhängender Teil von den übrigen voll- “,ort FlugUatt hat der Herausgeber I ständig abgetrennt wird und zwar so, daß er sogar
Öes »Völkischen Echo Kellerbauer geschrieben, der einen eigenen S tr a ß en e i n q a n g erhält,
Streicher bescheinigt, daß fern Verhalten nach- und dieser Teil des Gebäudes als unverletzlich er-
gerade gemeingefährlich geworden fei. Im klärt wird.
ersten Kapittt des Extrablattes wird als Milde- I Bedauerlicherweise mußte die Regierung das rungsgrund für das Vorgehen Streichers ange- Vorgehen der Polizeibehörden in Berlin miß- fuhrt, daß «langst der Behandlung in einer billigen und den Leiter der politischen Polizei $ n a, t bedürftig sei, und es wird ihm I seiner bisherigen Diensttätigkeit entheben. Wenn nut Bezug auf eme Auslassung m seiner letzten sich die deutsche Regierung zu diesem Entgegenkom- Versammlung, daß Deutsche, die gegen Deutsche I men bereit gefunden hat, so sicherlich auch nur des- karnpften, aufgehangt gehörten, der freundliche Rat halb, weil die Aktion der politischen Polizei die gegeben,, sich zu allererst selbst aufzuhangen. I erlaubten Grenzen überschritten hat. Allerdings Die interessanteste politische Feststellung findet I kann und muß man immerhin zu ihrer Entschul- sich im zweiten Kapitel, worin die „Hitlertreue", I digung anführen, daß bei dem damals so kritisch die deutfcken Durckkreuwnasverfuckm' nhi» I beren M Streicher rühmt, eine besondere Beleuch- gelegenen Fall — es handelte sich bekanntlich um S tung durch die Anschuldigung erfährt, daß Sttei- die Verhaftung des deutschen Kommunisten Bo- Konvertierung) lede Regierung das Recht hat, die cher mtt Zähigkeit daran gearbeitet habe, die nord- Izenhardt, der auf dem Gefaugenenttansport
Reparanouskomnnsston aufzufordern, eine Mn- bayerischen Ortsgruppen der Nationalsozialistischen I von Württemberg nach Berlin entwichen und in
lersuchung einzuleilen und einem Durchkreu- I Arbeiterpartei von Hitler loszulösen und eine I dem Gebäude der russischen Handelsvertretung
zungsversuch entgegenzuwirken. Wenn die Repa- I eigene unabhängige nationalsozialistische Partei I Schutz gesucht und gefunden hatte — ein schnelles
rationskommisfion oder Deutschland der Ansicht I Nordbayerns zu gründen. Dieser Versuch sei da- I Handeln der Polizei notwendig war und daß
find, daß die Frage nicht zur Zuständigkeit der ™Is Hitler noch glücklich verhindert worden.
p."^w"^omnnss,ou 'M gegebenen Fall keinen I als meisterhafter Gefühlsheuchler bezeichnet und
einstimmigen Beschluß erzielt, wird der Schieds- I ihm jede geistige und moralische Fähigkeit abgefpro«
gerichtshos in Anspruch genommen, der auf fünf I chen wird. Er eigne sich, heißt es, nicht zum Bau-
Jahre ernannt wird. Dieser Schiedsgerichts- ! meister oder Bauführer, sondern höchstens zum I Für das durch den gewaltigen Ausblutungsprozeß des
Hof wird von der Reparakionskommission, die hierzu I Stein- und Mörtelträger. I Krieges und der Nachkriegszeit verarmte deutsche Wirt-
einffimmigen Beschluß fast und von Deutsch- I Gegenüber diesen Angriffen der völkischen Par- I schastsleben gibt es nur zwei Möglichkeiten der Rege- land gebildet, kommt ein einstimmiger Beschluß teileitung wehrt sich Streicher seiner Haut. Er I neration: entweder werden ihm durch Gewährung von in der Reparationskommission nicht zustande oder eine große öffentliche Versammlung der Groß- Auslandskrediten von außen neue Lebenssäfte gibt Deutschland nickt feine Wfimmtina fo tner deutschen Volksgemeinschaft einberufen, zu der er zugeführt, oder es müssen sich im Innern Keimzellen bilden die 2 Übriaen JmnmuKEIbezeichnender Weise unter dem Schlagwort einlädt: den durch Schaffung von Spar kapital. Beide
En -LS, X 9 des amerckam- „Wo steht der Feind?' Quellen werden für Deutschland fließen müssen, wenn
** ^°9" Die „Fränkische Tagespost" weiß übrigens zu 65 wieder wirtschaftlich gesunden soll.
ernannt. I meßen, daß der Kompagnon Streichers, der völ- I Auslandskredite sind in letzter Zeit verschiedentlich ge-
Armet 3: Die Sachlieferungsliften werden I kifche Landtagsabgeordnete Wiesenbacher, wahrt worden: zunächst ein kleinerer Kredit von meh- ansgesteilt nachdem Deutschland sämtliche Verpslich- I dieser Tage führend an dem Ueberfall und der I reren Millionen Dollar von fünf amerikanischen Banken fangen, die der Friedensvertrag im Hinblick auf | Mißhandlung eines jüdischen Mitbürgers beteiligt I ,b'ie deutsche Zuckerindustrie. Er ist ein Pro- gewisse Erzeugnisse (kohle, Soks, Farbstoffe) ihm I war und dieserhalb wegen schwerer Körperverletzung j duktionskredit von weittragender Bedeutung, well er den auferlegt hat, und die 1925 bezw. 1930 nach dem i S«r Anzeige gebracht worden fft . I W«Wtten emiöglicht, mit einem ausreichenden Bern Betrockt kommenden tErieuaniffen «Mm.hm I - f I tnebskapital in ine neue Zuckerkampagne zu gehen und
f X eE hl Z t ablaufen, er- I . ~ „ | die Rückzahlung erst im günstigsten Moment, nach Ver-
süllt hat. Die Listen, die von der Reparation^- I einer Meldung der „Deutschen Tagesstg. arbeitung der Rübenernte vorzunehmen. Das wird ein-
fommiffion und dem Konvertierungsausschuß auf- Halle M dort von der ko mm u nistischen mal günstige Nebenwirkung auf die Landwirtschaft
gestellt werden, werden weder hinsichtlich der Art foXn fein Wn unb weiter manche Arbeitsgelegenheit für Äftm-
noch der Menge der zu leistenden Erzeugnisse Be- erstrecken foL^ $ ubet S-nr Deutschland arbeiter in der Rübenkampagne erhalten bezw. schaffen,
schränkungen unterworfen werden. I ' ' I Der Kredit wird von allen amerikanischen Banken zu
Weder die deutschen Industriellen noch die deut- I Das Berliner Zaneblati* meldet dabw.s A»- I 8- ?r°soeJrt "usgegeben; dazu kommt eine Provision von
fche Regierung würden der'einen od^ anderen trng^ £ ffiafif! oÄj
alliierten Regierung irgendwelche ungünstige, un- I gruppe Gaffen bei Guben des Reichsbanners I bic ÜMid)en Sceien^ie Gelamt^lasttma^E"d-n terschiedliche Behandlung angedeihen lassen ober "Schwarzrotgold" ein Verfahren wegen Ge ! diffuchenden dürfte'11-11 im JÄ>r nickt üblr°
Obstruktion treiben. Findet eine unterschiedliche I ^'mbündelei eingelettetworden ist. Die Ver I fteVn l Jifa
Behandlung oder Obstruktion statt, so haben die ! &onbIttn9 wtrd am 2. August m Guben stattfinden. I Golddiskontbank im Betrage von 25 Millionen Staatsangehörigen der alliierten Länder, die die i ... - * " I Dollar für Rediskontierung von Wechseln gewährt. Die
deutschen Sachlieserungen beziehen, das Recht, von I ^ach einer Mitteilung des „S t a h l h e l m" I Golddiskontbank nimmt nach wirffchastlichen Prinzipien Deutschland zu verlangen, daß es feine Staatsan- bie Vereinigung an den im Anschluß an den die Verteilung auf die einzelnen kreditsuchenden Jn-
• • - • 1 Reichsparteitag der Nattonalsozialistffchen Frei- I dustrie- und Handelskreise vor. Die Verzinsung für die-
heitspartei in Weimar am 17. August veranstalte- I sen Kredit beträgt gegen 3% Proz. Dazu kommen die
ten öffentlichen Kundgebungen nicht teilneh- I üblichen Zuschläge der deuffchen Stellen. Ein dritter
men. Der „Stahlhelm" Ichne es ab, bei Beran- I ®rei>it ’P endlich zwischen englischen Häusern und der
ftalhmgen politischer Parteien mitzuwirken. j deutschen Golddiskontbank in Höhe von 5 Millionen
I Pfund Sterling zum Abschluß gekommen, sodaß die Gold-
Die Ankosten des Hitlerputfches. " ~r;; I diskontbank über Rediskontmöglichkeiten von 200 Mil- 9f„= .. .. . , I linnen Goldmark Wechsel deutscher Unternehmungen Der»
Aus Anfrage über die dem hager. Staat anläß- | fügt.
lich des Hitlerputfches erwachsenen Kosten teilte das Finanzministerium mit, daß durch die Alarmierung und Verwendung der Landespolizei und der sonstigen Polizei in den Putschtagen dem bayenschen Staat Kosten von 108 698 Gold-