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Zur Unterhaltung
- Fuldaer Leitung Nr. 171
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oum Spiel. Unter den damals ausgehobenen Teilnehmern der Spielpartie befand sich auch die Gräfin zu Sternau von Hohenau, eine Ungarin von Geburt, die bis zu ihrer Verehelichung mit dem Grafen Hohenau den Namen Rosa Stenzel führte, ferner eine Daronin Julie von Schack, ein Fräulein Löwenstein, eine Frau Gerda Biber und eine Baronin Schenkel, der jedoch eine Beteiligung am Spiel nicht nachgewiesen werden konnte, sodaß sie nur als Zeugin geladen war. Die Verhand- lung nahm ein unerwartetes Ende. Der Verteidiger regte an, von Paragraph 153 Gebrauch zu machen. Die Sache liege vier Jahre zurück und es sei eine kleine Spielaffäre, sodaß es sich rechtfertige, das Strafverfahren wegen Geringfügigkeit einzustellen. Dem Anträge wurde stattgegeben und das Verfahren auf Kosten der Staatskasse eingestellt.
Ihre Zähne. Bor der Trauung sinkt die Braut ihrem Erwählten weinend an die Brust und flüstert: .Liebster, ich muß dir ein Geständnis machen — ich habe fatsche Zähne." — „Aber Liebste, das habe ich längst gemuht.^ — „Ja, aber sie sind noch nicht bezahlt." v
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gefunden habe, deren chemische Natur festzustellen ihm nicht gelungen sei. Herr Jänicke stellte uns derartig« Rückstände zur Verfügung mid hat uns überhaupt bei unseren arbeiten in uneigennützigster Weise dankenswert unterstützt.
Bei der Analyse eines Rückstandes von 5 Kilogramm Lampenquecksilber etwa 0,5 Gramm — fanden wir m der amalgamartigen Masse außer zahlreichen anderen Verunreinigungen, die zum Teil wohl dem Ausgangs- quecksilber angehastet haben mögen, Gold.
Dieser Befund hätte vor zehn Jahren wohl kaum di« Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Cs hätte durchaus wahrscheinlich erscheinen müssen, daß das Ausgangsqueck- stlber — trotzdem es nach Jänickes Angaben doppelt destilliert worden war — diese seltene Verunreinigung enthalten hatte. Damals war die Möglichkeit einer Umwandlung eines Clementes in ein anderes in die Rumpelkammer menschlicher Irrtümer verwiesen. Heute durften wir an dieser Beobachtung nicht achtlos vorübergehen.
Es erschien nicht unmöglich, daß das Quecksilber, dessen Atomgewicht dem der radikalen Substanten so nahe steht, unter bis dahin unbekannten Bedingungen zum Verfall zu bringen war. Dagegen sprachen allerdings Auffassungen, die bis jetzt unbestritten geblieben sind. Das geringe Voltgefälle und die aufgewandte Gesamtenergie in einem Quecksilberbogen — etwa 15 bis 20 Vcm. bei unserer Anordnung — erschienen vollkommen unzureichend, um den Vorgang auch nur gÄubhaft zu machen. Anderersetts spricht nichts dagegen, daß das Quecksilber unter geeigneten Versuchsbedingungen aus dem normalen „metastabilen" Zustand in einen „labilen" gelangen kann.
Hierüber konnte nur der Versuch entscheiden, und das eindeutige Ergebnis zahlreicher Versuche war: das Quecksilberatom zerfällt. Die gewählle Versuchsanordnung war folgende: Die benutzten Lampen haben das Gemeinsame, daß die Anode, wie vorher ausgeführt, mit der Außenluft kommuniziert; dadurch ist das Potenttalgefälle wesentlich festgeliegt. Cs kann u. a. durch Ueberdruck gesteigert werden. Die Rohrwette beeinflußt das Poientialgefälle nur unbedeutend. Bei den erfolgreichen Versuchen arbeiteten wir stets mit einer Spannung von etwa 17 0 Volt an den Elektroden. Die Lampe verbrauchte dabei je nach Derfuchsbedmgun- gen 400—2000 Watt. Der Strom wurde 20 bis 200 Stunden eingeschaltet.
Ohne genaueren Untersuchungen vorzugreifen, glauben wir jetzt annehmen zu dürfen, daß die Goldbildung ein gewisses Minimum von Spannung und P o - tentialgefalle erfordert. Damit steht di« Tatsache im Einklang, daß wir in lang benutzten Queckstkber- lampen des Handels keine Spur Gold nachweisen konnten. Ebenso mässen wir bis jetzt den negativen Ausfall einiger eigener Versuche im ©inne der Verwendung zu geringer Spannungen, und Potentialgefälle deuten.
Bei der prozentual immerhin minimalen Menge des gebildeten Goldes mußten wir — die gewöhnlichen Methoden des Goldnachweises sind nicht besonders sicher lind scharf — weitgehende Vorsichtsmaßregeln anwenden, um die Tatsache selbst über allen Zweifel zu erheebn. Vestigia terrent. Daher wurde das Ausgangs- quecksilber in ebenso großen Mengen jedesmal den Analysen unterworfen, wie das aus dem Versuch zur Verfügung stehende. Selbstverständlich wurde nachgewiefen, daß die Stromzuführungen usw. kein Gold enthielten. Das bei den entscheidenden Versuchen benutzte Quecksilber
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erwies sich nach Analysen von Ä. A. Hofmann überein, stimmend mit dem unsrigen als goldfrei. Auch die überaus verfeinerten analytischen Methoden, die Haber aus« gebildet hat und die wir durch fein Entgegenkommen bei unserer Arbett im Ergebnis verwenden durften, konnten kein Gold mtt Sicherheft Nachweisen. Nach dem Abschluß des Versuchs ergab dies Quecksilber den üblichen Goldgehalt.
Der Goldnachweis selbst, der an dem Rest des hn Vakuum ab destillierten Quecksilbers geführt werden konnte, wurde folgendermaßen sichergestellt: Das Metall, das nach Lösen des letzten Quecksilbers in Salpetersäure zurückblieb, war goldgelb, bestand aus einem Agglomerat schön ausgebildeter, spiegelflächiger, würfelförmiger und okiaedischer Kristalle. Das Metall, welches beim Abdampfen des Quecksilbers bei Rotglut zurückblieb, bestand nach dem Behandeln mit Salpeterfäure aus nieren- und traubenförmigen Krusten von leuchtender Goldfarbe. Das Metall war in beiden Fiiöllen geschmeidig unter dem Polierstahl und zeigte den Strich von Feingold. Rach doppelter Reflexion des Lichtes an der Oberfläche des geglätteten Metallhäutchens zeigte sich die befannte JRefb strahlenfarbe von Feingold. Die Lösung in Königswasser erfolgte leicht und ergab beim Abdampfen der Lösung Kristalle von Grundform und Habitus der Kristalle, die aus einer entsprechenden Lösung natürlichen Goldes gewonnen waren. Die Kassius-Probe verlief genau wie bet natürlichem Gold.
Eine Atomgewichtsbestimmung war für uns ebenso wenig ausführbar wie der Nachweis von Helium bezw. Wasserstoff ober einer Beta- und Alpha- Strahlung im Ofen. Diese Nachweise dürften aus einleuchtenden Gründen sehr schwierig sein. Sie sind aber natürlich von der größten theoretischen Wichttgkett.
Daß der gefundene Zerfall des Quecksilberatoms — wenigstens vorerst — feine wirtschaftliche Bedeutung hat, bedarf keiner Erwägung. Jeder Gedanke in dieser Richtung ist zum mindesten kühn.
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' Don Annette von Drost«- Hüls h off. So gern hält' ich ein schönes Wed gemacht Don deiner Webe, deiner treuen Weise, Die Gabe, die für andre immer wacht, Hätt' ich fo gern geweckt zu deinem Preise.
Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr. Und wie ich auch die Reime mochte stellen, Des Herzens Fluten wallten drüber her, Zerstörten nur des Liedes zart« Wellen.
So nimm die einfach sthllchte Gabe hin, Don einfach ungeschmücktem Wort getragen. Und meine ganze Seele nimm darin: Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel ..... sagen.
Aus aller Welt
* Trägerinnen arislokrakischer Namen, Gräfinnen und Baroninnen, gaben sich ein Stelldichein vor der Strafabteilung des Amtsgerichts Schöneberg, um sich wegen Glücksspiel zu verantworten. Im Oktober 1920 wurde in der Wohnung der Gräfin v. Fischler-Treuberg ein Spielklub ausgehoben, der dort Nacht für Nacht seine Sitzungen abhielt: die gerichtliche Verhandlung hatte sich jedoch bis jetzt hinausgezögert. Die Gräfin Treuberg war als Spielklubleiterin angeklagt. Puffi Uhl, wie sie einst hieß, war eine gefeierte, in der Lebewelt sehr bekannte Schönheit gewesen und durch eine Namensheirat Gräfin v. Fischler-Treuberg geworden. In späteren Jahren war sie die Geliebte des bekannten Geldverleihers Heinrich Pariser und als dessen Gehilfin in den großen Wucherprozeß, der vor einer Reihe von Jahren in Moabit verhandelt wurde, mitverwickelt gewesen. Sie hatte eine Strafe von einem Jahr drei Mon. Gefängnis wegen Betrugs, Erpressung und Wuchers erhalten und diese auch verbüßt, während sich Heinrich Pariser der Strafverbüßung durch dauernden Aufenthalt an der Riviera entzogen hatte; dort ist Pariser auch gestorben. Die Gräfin war fast mittellos und lebte seitdem vorwiegend
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Sorgen. „Weiht dich denn dein Mann in alle Ge- schästssorgen ein?" — „Ja, immer, wenn ich «te neue» Kleid haben will."
Maria kommt vom Landaufenthalt zurück und erzähh begeistert von all den Herrlichketten, di« sie dort gesehen Ihre beiden wenig älteren Schwestern hören zu, wie sie erzählt, wie die Hühner Eier gelegt hätten und wie sie sie selbst aus dem Nest habe nehmen dürfen. Da stößt die Aeltere die andere Schwester an und sagt: „Du, b» Maria glaubt noch, daß die Hühner Eier legen!"-
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Srotzstadtkinder auf dem Lande. Unter dem Titel „Was Kinder sagen und fragen" hat „Großmama" köstliche Kinderaussprüche gesammelt und in einem soeben im Verlag R. Piper u. Co, München, er. schienenen Bändchen veröffentlicht. Wir geben au5 der Sammlung folgende Proben wieder:
Klärchen und Gustchen sind auf dem Lande bet Verwandten und genießen nach Herzenslust das ungenierte Landleben. Als mal rechtes Unwetter gewesen die Straßen kaum passierbar vor Schmutz, sagt Gust- chen zum Schwesterlein: „Komm hierher zu mir, hie, ist mehr Dreck!"
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Der Onkel bewundert eine Tanne und sagt zum kleinen Ulrich: „Sieh mal diesen schönen Baum, Bubi." „Ach, Onkel", sagt Ulrich, „Bäume, wo kein Kompott drauf wächst, habe ich nicht so gerne."
Otto geht mit seiner Mama über ein blühender Flachsfeld und wird belehrt, daß aus diesen Blumen Stoff zu seinen Hemden gewebt wird. Einige Stunden später kommt er mit dem Vater an demselben Feld vorüber: „Siehst du, Papa", ftohlockt er, da blüht meiy Hemd!"
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Der Gerichtsvollzieher zu Geisa.
«ünftliches Gold.
In einer früheren Nummer unserer Zettung haben wir über die Entdeckung des Berliner Prof. MIethe berichtet, dem es gelungen ist, den Zerfall des Quecksilbern tvms herbeizuführen. Bei diesem Zerfall hat sich als ein Baustein des Quecksilbers Gold ergeben. Prof. Mieths selbst hat nun im „Vorwärts" über den Gang seiner Forschungen berichtetet:
Anfangs April gelang es mir gemeinsam mit meinem Privatassistenten Dr. H. S t a m m r e i ch, den Zerfall des Quecksilberatoms zu verwirklichen. Ich spreche ausdrücklich von einem Zerfall, nicht von Abbau oder Zertrümmerung, um nichts Über den bis jetzt noch ganz ungeklärten energetischen Verlauf des Vorgangs aus$ufagen. Der eine Baustein des Quecksilberatoms, Gold, wurde in analytisch nachweisbarer Menge — es handelt sich um Mengen von der Größenordnung eines Hundertstel bis eines zehntel Milligramm — er- haÄen.
Bei der Unwahrscheinlichkeit des Vorgangs nach den jetzigen Vorstellungen mußten wir uns bis heute damft begnügen, die Tatsache selbst über allen Zweifel zu er« heben. Die Langwierigkeit der einzelnen Versuche, mangelnde Mittel und Hilfskräfte find die Ursache,, daß mir heute nach drei Monaten nur eine vorläufige Mitteilung bringen können. Aus begreiflichen Gründen wollen wir diese aber nicht länger zurückhalten.
Die neue Erkenntnis wurde auf folgendem Wege gewonnen.
Seft Jahren befaffe ich mich mit der Umfärbung bezw. Rückfärbung durchsichtiger Mineralien und Glasflüsse unter derWirkungultra-violetter bezw. langwelliger Strahlen. Hierbei wurden früher handelsübliche Quecksilberlampen benutzt. Im Juni 1923 lernte ich eine neue Quecksilberlampe des Herrn A. Jänicke kennen, die einen helleren konttnuierlichen Grund des Spektrums liefert und mir für meine Untersuchungen daher sehr willkommen war. Das Elekttodenmaterial dieser Lampe kommuniziert mft der Lust. Bei näherer Unterstcchung der Emtssion der Jänicke-Lampe zusammen mft Herrn Stammreich im Winter 1924 fanden wir, was auch dem Hersteller der Lampe nicht entgangen war, daß sie bei zu hoher Belastung schnell altert und schwarze Innenbeschläge bildet. Wir vermuteten, daß das Quecksilber bttrd) die Stromzuführung (Kohle-Eisen) verunreinigt wurde, und Herr Jänicke teilt uns mft, daß er beim Destillieren von Quecksilber aus allen Lampen Rückstände
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Neu eingetroffen
Bindsmahmaschmeii leidilzüglg für 2 Pferde. (Wo noch nicht kekannt, werden solche auch zur Probe gegeben.) Ferner: Fruchtmäher leichtzügig für 2 Kühe.
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Sonntag, den 27. Juli grosse Badrennen I, Jugendfahren, H. E: Öffnungsfahren, III. Hauptfahren 1 Stunde-Bennen, IV. Trostfahren. Konzert, Gesangsvorträge, Athletische Vorführungen, Kinderbelustigung to sportpork Johannisau
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