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weiß oder auf deren Besetzung Einfluß hat, na­mentlich bei Hauslehrerstellen, Privatschulstellen oder Stellen in Handel und Industrie, der mache der Kath. Schulorganisation sofort Mitteilung. Vorschläge und Hilfsmittel nehmen wir gern ent­gegen. ____________

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Auf beet Felde ermordet. Nach der ,Braun. schweigischen LandeSzeitunz^ wurde der Pächter des Kammergutes Wickensen bei Eschershausen, AmtSrat Hum bürg, am Samstag morgen, als er sich nach

Technik und verkehr.

Per »«erika-Seppeli«. Der Termin für den erst«, Aufstieg des für Amerika bestimmten Zeppelrns mußte abermal» tzinauSgeschoben werden. Der bei voller Ausnutzung vorgenommene 40stündige Probe- lauf der Motoren hat gezeigt, daß diese noch einmal überholt werden müssen, wenn eine Gewähr für rhre Betriebssicherheit bei der großen Fahrt gegeben fern soll Diese Arbeit wird sich noch bis etwa in dre Mitte der August hinstehen. Sofort nach dem endgültigen Einbau der Motore wird dann zunächst eine kurze Werftfahrt de, Luftschiffes erfolgen, an die sich un- mittelbar die große 24ftündige Probefahrt von Frieo- richshafen über München, Berlin, Kopenhagen brS nach Stockholm und zurück anschlietzen soll. Nach befriedigen» dem Verlauf dieser ersten Fernfahrt des 2uf.' mffeS soll dann der Flug über den Ozean, der bekanntlich über Schottland führen wird, noch vor Eintritt der kalten Witterung unternommen werden.

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IhfTMif ist. für die Bekenntnis chule emzutreten, B in biefer glaubensarmen Zeit den Kindern ba^ B-ste wa- der Katholik auf Erden hat, der kathottsche Glaube, gerettet wird. Das katholisck-e Bo'k weiß auch die Treue hoch zu schätzen mit d-r die katholische Lehrerschaft mit ihm Schulter an Schulter um die Erhaltung und Forderung der katholischen Schule kämpst. Das katholische Volk kann diese Treue nicht hoch genug einschätzen, da bei den kommenden Kämpfen auf die Haltung der Lehrerschaft so ungemein viel ankommt und die Lehrerschaft von den Freunden der bekennt- nisfreien Schule ständig umworben wird. Da ge­nügt es nicht, der Lehrerschaft bloß die Sympa- Hien auszusprechen. Das katholische Volk mutz feinen Lehrern auch seinerseits die Treue hatten. Treue um Treue! Das gilt vor allen Din­gen dem Nachwuchs der Lehrerschaft, den Jung­lehrern und Junglehrerinnen gegen­über. Gerade in chren Kreisen zeigt sich oft ein so prachtvolles katholisches Leben. Aber man darf sich nicht wundern, wenn allmählich eine immer größer werdende Erbitterung in ihre Kreise ein­zieht, da ihnen zwar viele schöne Worte, «wer so wenig praktische Hilfe entgegengebracht wird? Die Zukunst der katholischen Schule hängt vom Seist der katholischen Lehrer der Zukunft ab. Das schönste Reichsschulgesetz würde allem uns Nicht helfen, wenn wir nicht eine echt katholische Leh­rerschaft haben. Treue um Treue! Erbitterung ist ein schlechter Ratgeber, und ihre seelische Wir- kung ist oft eine furchtbare!

Sollte das katholische Volk bei der Junglehrer- schast Enttäuschungen erleben, so k«mn es nur sagen: mea culpa! Die Sorge für die katholischen Junglehrer und Junglehrerinnen muß eine der wichtigsten Sorgen der katholischen Elternschaft sein. Tag für Tag fliegen der Katholischen Schul- Organisation die erschütterndsten No tf ch r e r e der Junglehrer zu. Sie wollen Arbeit, ehrliche Ar­beit, um das Lebensnotwendigste zu verdienen, im Schuldienst oder außerhalb des Schuldienstes. Dre Schulorganisation hat sich an eine ganje Ineibe von katholischen Unternehmungen gewandt, um Mitteilung der freien Stellen gebeten und Hilfe bei den verschiedensten Stellen gesucht. Fast Nichts wurde bisher erreicht. Wo bleibt die kahtolische Solidarität und Gewissenhaftigkeit? Katholisches Volk! Wenn du von deinen Lehrern verlangst, daß sie den Umschmeichelungen der Feinde der Be- kenntnisschule gegenüber in aller Not und Ent- behrung deinem Ideal und deinem Kinde treu bleiben, dann ist es deine heiligste Pflicht, ihm auch das Stück Brot zu geben, das zu seinem Le- bensunterhalt notwendig ist. Es ist wahr, datz alle Stände zur Zeit schwer um ihre Existenz rin­gen. Bei der Junglehrerschaft aber handelt es sich um einen Stand, dem du um deiner Kinder willen beispringen mußt, desien ideale Berufsauffassung und Berufsfreude bewahrt bleiben musien!

Wir bitten hiermit die breite katholische Oef- fentlichkeit um Hilfe. Wer irgend eine freie Stelle

dem Felde begeben wollte, von einem Manne, der ihm aufgelauert hatte, erschossen.

Die kampfttichtige Jungfrau. Eine Lübecker Chronik berichtet, daß sich um da» Jahr 1600 eine Dienstmagd an einem Turnier Beteiligt habe. Sie hatte mit einem Zeugschmiedegesellen um eine Tonne Lübecker Weißbier gewettet, ihn innerhalb weniger Minuten vom Pferde stoßen zu können. Die kühne Jungfrau, die über eine junonische Gestalt und dem­entsprechend gut entwickelte Körperkräfte verfugt haben loll, wurde in eine Rüstting gezwängt, mit einem Speer versehen und auf ein Streitroß gesetzt. Dos gleiche geschah mit ihrem Widersacher, dem Zeugschmiedegesellen. Alsbald begann ein wütender Kampf, der zahlreiche Zuschauer herbeilockte. Schon nach kurzer Frist wälzte sich der Gegner der Ama­zone auf dem Erdboden. Sie hatte ihn durch einen wohlgefübrten, mächtigen Stoß aus dem Sattel ge­hoben. Die schneidige Jungfrau hatte nun ihre Tonne Bier gewonnen; doch verschmähte sie den kühlen Trunk, den sie ihren Freunden, Anhänger- und Bewunderern überantwortete. Und ,,e8 Hub ein großes Gesäuse an", berichtet der Chronist.

* Der Bürokratismus ist anscheinend nicht tot- zukriegen. In Strehla (Sachsen) erhielt dieser Tage ein Handwerksmeister von der Reichsbank­nebenstelle Oschatz die Papiere der von ihm im Jahre 1922 gezeichneten Zwangsanleihe in Höhe von 10000 Mark (--- 1 Millionstel Goldpfennig) zuge- sandt. Der Meister mußte für die kostbare Sen- düng, die als portopflichtige Dienstsache befördert worden war, 40 Gotdpfrnnig, also 400 Milliarden Papiermark, zahlen.

* Opfer der Berge. Wie der.Salzburger Wacht aus dem Mürztale gemeldet wird, sind dort drei Arbeiter, die am 29. Juni beimToten Weib eine Bergtour auf die Hinteralm unternommen hatten, ab gestürzt. Franz Diegruber und Roman Schalk aus Salzburg waren auf der Stelle tot, während der Dritte mit dem Schrecken davon kam.

* Todessturz eines Fliegers. Oberleutnant Zak von der Flugschule Eger stürzte mit seinem Flug- zeug nordwestlich von Eger aus einer Höhe von 900 Metern ab und war auf der Stelle tot.

* Das Neueste an Bord eines modernen Ozean­riesen ist ein K a u f h a u s im Kleinen, wie es vor der letzten Ausreise des DampfersS)omeric" ein­gerichtet wurde. In diesem Kaushaufe kann man alles, was zur Bekleidung gehört, vom Schnürband bis zum Gesellschaftskleid erhalten und zwar kann man sowohl Konfektionsware bekommen als auch Maßsachen bestellen. In diesem Falle nimmt ein Schneider Maß, die betreffenden Angaben werden nach Newyork oder nach dem englischen Ankunft- Schiffes in dem Bestimmungshafen wird das Be- kleidungsstück dem Besteller im Hotel überreicht. Mehr kann man wirklich nicht verlangen.

* Ein Heuschreckenzug von 250 Kilometer Lange. Tausende von Heufchreckenschwärmen sind in der Katabari, der südafrikanischen Sandwüste zwischen dem Orange- und Zambesifluß, versammelt und drohen, in doS südafrikanische Ackergebiet einzuringen. Ein einziger dieser Schwärme mißt rund 250 Kilo- meter in der Länge und ist in raschem «orschreiten in der Richtung Johannesburg begriffen. Em Reisender erzählte, daß er während zweier Tage und NächtedieRusenschwärmederHeuschrecken gesehen habe.

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jammer und Harfe! Ausgewählte Gedichte von Oskar Herzog. Verlag Rudolf Bamberger, Fulda.

Ein junger Dichter im Arbeitsrock hat eine Bluten­lese seiner Kunst der Oeffentlichkeit übergeben. Nach qual­vollem Ringen und Suchen wurde er Konverttt. Die Widmung verrät uns die kluge Hand, an der Gott den Sucher zur Wahrheit führte. In ganz neuem Sichte erstrahlt ihm nunmehr Leben, Arbeit, Land und Vo.k. Was seine Seele bewegt, das findet lyrischen Nieder­schlag in seinen dichterischen Schöpfungen. Originelle Kraft der Gedanken, gepaart mit der Glut tiesinneren Erlebens und hoher Begeisterung für alles Ideale, hervorsprudelnd au8 gläubiger Seele, gibt jedem der Gedichte ein besonderes Gepräge und läßt eine.hohe dichterische Begabung erkennen. Möge die ErMings- frucht des jungen Dichters bei vielen freimbhc£ Auf. nähme finden und dazu beitragen, daß nach dem Wunsch des Dichters gerade in unserer wildbewegten Zeit auch fie etwas von dem Frieden finden, den dis Weit nicht geben kann. Möge ein voller Erfolg dem ersten Werk befchieben fein, und den jungen Künstler zu weiterem, fruchtbaren dichterischen Schaffen aneifern. Möge die Hand, die den Hammer zu führen gewohnt ist, immer schönere Weisen der Harfe entlocken. I. H.

Oie Bugen auf!

In letzter Zeit mehren sich die Anzeichen für eine systematisch betriebene, und mit geradezu raf­finierten Mitteln und Mechoden inszenierte Hetze gegenüber den Katholiken, dem Zentrum, und dem Reichskanzler Marx. Hat es doch auf dem sogenanntenDeutschen" Tag in Siegen Mitte Juni der General Ludendorff fertiggebracht, fol­gendes zu sagen: In Köln sind Herr Adenauer und der Jude Louis Hagen, denen der Reichskanz­ler Marx nicht fernsteht, die die Schaffung der Westdeutschen Republik betreiben. Mögen die Pläne zurzeit vorübergehend scheinbar zurückge- stellt sein, so bestehen sie doch noch in vollster Ge­fahr, denn das Streben der Zentrumspolitik, Preußen zu schwächen und Deutschland eine andere Gestalt zu geben, stammt nicht erst von heute, son­dern schon aus der Zett von 1866 und 1870-71... Nicht eher wird das Rheinland vom Separatisten­gesindel und seinem Anhang, der selbst zu dem engsten Familienkreise des Reichskanz­lers Beziehung hat, befreit.

Wenn man weiß, wie solche Reden aus fanati- ierte Menschen wirken, wenn man erlebt hat, wie olche irregeleiteten dann zur Mordwaffe greifen, o muß man diese Aeußerungen Ludendorffs als geradezu verbrecherisch bezeichnen. Den Reichs­kanzler Marx und seinen Familienkreis in Bezie­hungen zu bringen mit demSeparatistengesindel" ist wohl das stärkste Stück, das sich der geschlagene General Ludendorff leisten zu können glaubt, in der wahnwitzigen Annahme, damit seine politische Stellung zu stärken. Hier muß einmal mit aller Deutlichkeit solches Treiben gebrandmarkt werden, denn der Politiker Ludendorff, der sich so vergißt, und so schändlich das deutsche Volk zerreißt, ver­dient keine Schonung. Wie im übrigen gerade das Zentrum als Objekt einer großzügigen Hetze aus- ersehen ist, ergibt sich aus Aeußerungen des Frak- tionsgenoffen, Reichstagsabg. Kube, die dieser bei dem jetzigen Landesparteitag der Deutschvölkischen in Mecklenburg-Strelitz getan hat. Kube sagte: Neben der Demokratie steht das Zentrum, diese Karikatur auf jede Partei, die ruchlos konfessionel­len Hader schürt, und die Konfession zu politffchen Zwecken mißbraucht."

Das kst derselbe Faden, mtr eine andere Num­mer, wie er schon von Ludendorff in seiner un­glaublichen Hetzrede vor dem Münchener Volks- gericht gesponnen wurde, als er das treukatholische bayerische und rheinische Dolk geradezu des Vater- landsverrats bezichtigte.

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