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Zur Unterhaltung

j Zuldaer Zeitung Nr. 136.

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so formen- und etikettenhast rote ein Norddeutscher oder ein Engländer ist. Er vergißt nicht die Würde des Ortes, wenn er in der Kirche ist und sich unterhält und ISchÄt oder umherschcutt. Ich H-Se nach dieser Richtung scharf beobachtet, um die Wahrheit des Spruches zu prü­fen:3e näher noch Rom, desto schlechter die Christen." Das sst ein meistens gedankenlos gebrauchtes Wori, oder auch aus einer Verärgerung heraus gesprochen, wenn an einem nicht die Wunder geschehen, die man, gewöhn­lich m materieller Beziehung, von Rom für sich selbst erwartet.

Ostern in Rom.

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JlnftTTP TTZnrip Utlh ich I »Franz, üebster Bruder, kommt es dir wirklich so I schroer an, tue ich Unrecht. Armer, armer Schelm, willst

Erzählung von 3.33. Sroaau. . L I du, daß ich mein GLck opfere, Franz, komm sag es nur 11, (Schluß statt Foctsetzmlg). 1 frei ich bin bereite

- , .. . 2 tfefe innigen, in bangendem Mick so tränenvollen

gm praihSgen Zwerfparmer des Hotels, nobel rote I geben Lugen-

cneritart^e E^nbahnkömge, fuhren mir Mn Morgen I .Rein, nein, meine gute Marie, nein, du sollst glück» Fußen des 33efuv hegende lachende Land. I fuf), recht glücklich werden. Sieh, mir haben nicht Sater uach Sorrent ,La gentck, das schlanke, ^el» noch Mutter mehr, aber ihren Segen sollst du mtt dem

^mm^nenut es derDoltemmte, und er wahrhaft meinen haben. Seid gWcklich Xmber du und dein

ee4t W« eine gtgantksche Komgskrone erheben sich starr I Fritz,-

Meereswogen die leitend«, roten Und wie ich nun, selbst die Tränen des Glück« im türmen sich die hohen, I Auge, mein liebes Schwesterlein so herzlich in meinen H-o^llchen, weiß«, Mebrf der Hauser und eleganten Armen halte, die volle Seligkeit in ihrem Micke lese und

u»d mittendurch mrd nach oben steiÄrg mnkrän- die reine Storno küsse, da drängt sich ein blonder Kopf

AMd zieht sich bte °°Ite ®*tenPra^t bes ^,en5 I zwischen uns. Fritz, dessen Kommen wir nicht bemerkt, «ahr, dte Sage hat Rech», wenn sie erzählt, daß die lacht uns sthelmisch bBend an und sagt:

, t^.$au6lr^llfs .®ito IFranz, nicht wahr, diesmal bekomme ich auch meinen vor holder Scham errötet seien. Doch weiter rollte der I Zti mit ab?

^cn, r^rnnbarmhe^ig dem Auge zu schnell die .Nun ja' beim du bSser Herzensdieb, dann nimm Mienen Bilder stehend mch doch wrsderum stets auch du den Segen einer treuen Bruderliebe u* dann ** glanM°lle Kliffen vorschebend. Wie grüßten «a» roeiM M-klich miteinander!----

lerno, an weiten Felde bte mächtigen Tempelrmnen von I Bor Ändert Jahren schrieb Johann Gottfried Samte Paestum und zogen dann ein in die unbeschreibSche Herr» I m feinemSpaziergang nach Syrak- von dieser ltck>keit von Amalfi I hirmnlischen Gegend:Jeder Fuß trieft von Segen

Was ine gelange Phantasie der Romantik an markigen I Dieses überwälligonde Gefühl überkam uns alle, da wir Gestaltungen und zarter Lieblichkeit nur ausdenken kann, I nunmehr zur Rückfahrt im Wagen lehnten und noch- hier ist es zu einem Bilde voll Majestät und seliger Emp» I mals die Wunder der Natur an unserem Auge vorbei- sindung zusammengefragen. Wer immer den Spuren I zogen. Langsam neigte sich die Sonne zu dem über» des verlorenen Paradieses nachgeht, der mag hier den I goldeten Meere, die leiden Rebel webten um die Fel» Fuß stille stehen heißen. I fett, um die fernen Inseln rosablaue Schleier und vor

Da droben auf der von üppiger Vegetation über- I uns loderten aus dem machtvollen Kegel des rauchenden schütteten Felswand lehnt die einzig schöne Terrasse des I Vesuvs die Hellen Feuergarben zu dem Firmamente ehemaligen Kapuzinerklosters. Der Weinstock rankt über I empor.

«e schweren Säulen klassische Formen. Wohltuend legt I Trunken der Blick von aller der Zaubermacht unge- sich der Schatten auf unsere Augen, damit wir desto Heller I me ff eiter Schönheit, trunken dos Herz von der Morgen- die Schönheit des sonnbeglänzten SDteeres, die Ueppigkeit I röte eines goldenen Glück«, so schieden wir von Neapel, der abwechselungsreichen Natur fassen können. | nicht wie der Dichter sagtNeapel sehen, dann sterben,

sondern um neu aufzuleben und mit stetigen Erinne­rungen das liebe Daheim auf trauter deutscher Dater- erde zu umkränzen.

Hurra! Noch eine Station, dann sind wir zu Hause.

Ster, Marie, deinen Schirm und die sieben kleinen

Hauptbahnhof. Während der helligen Messe kam ein junges Paar herein, richtete sich vier Betstühle zurechl und setzte sich hin. Man kniet im Süden gewöhnlich nicht während der ganzen Messe. Die beiden waren ziemlich unruhig und Lebhaft, aber beim Evangelium und de« Hmgtteilen zeigten sie eine Haltung, die all« wieder ausglich. Sie gingen sogar zur heiligen Kommunion und ich muß gestehen, daß der Ausdruck ihres Gesichtes bei der Rückkehr auf ihren Platz beispiellos natürfidj und voller ehrlicher Frömmigkeit und kindlicher Dank­barkeit war. An einem anderen Tage war ich in de« Peterskirche und sah, wie es unten links in der Tauf­kapelle ziemlich lebhaft zuging. Ungefähr ein Dutzend kleiner (Erbenbürger war hereingebracht worden. Außse den Paten drängten sich in der Taufkapelle noch so giele, namentlich junge Angehörige, daß der Küster seine Last hatte, durchzukommen. Das war eine Geschäftigkeit und eine Anteilnahme. Da gibt es keine Rangunterschiede, aber viel Unterhaltung. Den amtierenden Geistlichen störte das all« nicht im geringsten und alles ging mit einer erstaunlichen Schnelligkeit. Aber ich habe nichts den Eindruck gewonnen, als ob es flüchtiges und ge­dankenloses Getue fei, sondern gedacht:Dieses Volk meint es in seiner Art recht gut.

Nun halle man einmal das Benehmen der Fremden dagegen! Gemessen und etwas dünkelhaft, ruhig und etwas kav, ernst mit etwas geringschätzigem Lächeln um die Mundwinkel, oder wenn laut, dann so unausstehlich, daß « geradezu abstoßend wirkt. Wenn zwei dasselbe tun, so ist es nicht dasselbe.

Ich will meine Verteidigungsrede mit einem Verr gleich schllehen, den ich aus meinem Berufsleben nehme. Das darf ich schon machen, weil « ein jeder aus eigener Erfahrung kennt. Zudem paßt solch eine Abschweifung in den Rahmen meiner Aufsätze, die volkstümlich sein sollen.

Ich besuche eine Weschützenklasse. Da ruft so ein kleines Nüdelchen:Du, Herr, Lehrer Rektor, ich habe dich gestern gesehen. Oder ein ander« sagt:Soll ich dir mal was Vorsingen? Andere Kinder nehmen gar feine Notiz von mir und unterhalten sich ober so ein kleiner Junge ruft mit einem Male dazwischen, während ich etwas erzähle:Wir haben gestern kleine Stallhasen gekriegt. Die Kleinen sind lustig und jed« will sich von seiner bestm Sette zeigen. Ein Fremder würde vielleicht sagen:Die haben ja gar keinen Respekt. Aber ich sage:Sie haben Zutrauen. Nun bin ich in einer Oberffaffe. Ich weiß genau, daß die Schüler Zutrauen zu mir haben. Dürfen sie « aber in gleicher Wesse äußern rote bte Kleinen? Sicherlich nicht.

Geht es in einer größeren Familie nicht ähnlich zu?! Mfo machen wir die Anwendung, wenn wir die ver­schiedenen Rattonen, namentlich die südauropäischen, be­züglich ihr« Verhaltens in den Kirchen beurteilen wollen.

Den wiederum ereignisreichen Tag beschloß ich mit einem Besuche in der Anima, wo in einem Zimmer hinter der Pförtnerstube die deutschen Gesellen in Rom sich ein Stelldichein geben. Ich habe da urwüchsige junge Leute getroffen, die auf ihrer Wanderschaft schon weit herumgekommen waren. Cs waren keine Fechtbrüder, sondern solche, die erst bann weiterzogen, wenn sie an einem Ort etwas dazu gelernt und sich einen guten Batzen verdient hatten. Es waren keine frömmelnden Betbrüder, aber doch frische, fromme, fröhliche Burschen mtt gesundem Humor, echte Kolpingssähnel

Auf der steinernen Bank im Gärtchen aber saß' etn älterer Herr und wartete auf den Rektor der Anima. Ich tarn mtt ihm in ein Gespräch und wir sanden bald, daß wir schon einmal beruflich zusammengekommen waren. Der Herr war früher Schauspieler gewesen und spBer Rezitator geworden, der den Oberklassen Schillers Tell Dortrug. Hier führte uns das Geschick wieder zu» sannnen. Er war nach Rom gekommen und konnte nirgends unterkommen. Wie der Harfner saß er auf der Bank, bittern Harm im müden Antlitze und unmutsvolle Klagen auf den Lippen über das ungastliche Rom. Das päpstliche Rom fei schlecht und mißachte das Gebot der Nächftenüebe. Die reiche Kirche ließe die Armen darben, während die Kardinale vierspännig in Galakutschen durch die Stadt führen. Es war der in Vorurteilen ausge­wachsene Protestant, der so sprach und den eben sowenig der Augenschein wie auch ich vom Gegentell überzeugen konnten. Er stellte das päpstsiche und das königliche, das kirchliche und das moderne Rom einander gegen­über, tadelte jenes und lobte dieses» bis ich ihm zu t>er= stehen gab, daß es dann gut wäre, wenn er im könig­lichen Rom ferne Zuflucht suchte. Er behauptete, er finde bestätigt, was er aus der Geschichte über Rom wisse: « fei ein Babylon. Er ging und ich war an Stelle d« Rektors der Anima der Blitzabletter für ein Gewitter gewesen, wie sie dort an der Pforte nicht fetten find._______________ (Fortsetzung folgt.)

hetrenQrtikel

ixcheim geblieben!" waren sie gekommen, ...

Bruderherz, sei nicht grausam. Du weißt, daß ich I nur eine vermißte ich und als wir etwas Luft hatten, nichts verloren, sondern nur ein treues Herz, bas dich gestaltete ich mir an die gnädige Frau Majorin die innig Hebt, hinzugeroonnen habe. Fritz und ich wer- I Frage zu ruhten: den dich immer lieben, und bei ums bleiben mußt du IFräulein Gretel hat wohl häusliche Pflichten, daß » , K . ,, , .. ..

auch immer, immer. Das mir Fritz -mch versprochen, fe nicht mitgekommen ist? I etn gmy anveves Bmchmen m den Krr-

daß ich dich so lieb haben darf rote zuvor, unddaß in Die Majorin wurde bet diesen Worten ganz beängftU °xr Aschen «gewohttt sind. Am erften

unserm Hause deine alte Gemütlichteit wie bisher unge- S-nd bleich und schnappe «st einige Mal vor Erregung 2?"a $os2eiwn-

tt0rt feto roirbl" I nach Atem, ehe sie antwortete: tz-» war ooll^von itnllemfchem Lott, das mcht m Sonn-

Ei, famos, also soweit sind wir schon. Ihr seid "Herr Doktor, denken Sie nur cm, die undankbare nÄcksich gnädig, mich als zu erwartenden (Erbostet bei Person, der ich meine volle mütterliche Liebe geschenkt, sEblfcf euch zu dulden. Schließlich werde ich noch Vorsteher einer die meine Töchter wie eme Schwester angesehen, sie hat mX/L» mie -m Kleinkmderbewahranstatt und werde wohl auch noch zu I uns verlassen. Selbständig machen wolle sie sich, hat I $ Das klappernde Geräusch der Vetttüble auf^twtn Rein, Marie, da habt chr doch die Rechnung ohne den wohl d» Wett bmmmM können. Run wird sie wohl der heflrgen Messt, besonders bei der WandlungArrschte Wirt gemacht; lieber ziehe ich drüben zu dem Einsiedler I rrgend aus einem Dachstübchen herumhocken und sich nach vollkommene Ruhe und der Akt der Anbetmra zeigte aus dem Monte Tiderio zu Capri und trinke mit ihm den I den verlassenen Fleischtöpfen zurücksthnen. Ach, wenn bas I diests einfach« Voll der Straße in einer solchen (Whmn

.»Warum nicht, Franz, zum Einsiedler hast du just I und Eegenfinn hat sie von chrer Mutter, d« sich fa twch I war ich in Santa Maria degO Angeli, unmittelbar die rechte Figur. Richte dich nur in dem zerfallenen Pa- | 55 9eBen unfern Willen m die Familie hmemdrangte.

last des Tiberius recht häuslich ein, ich werde dir dann I f°^ 65 übrigens recht sein, meine Schwelle braucht zuwellen die holdstligen Töchter der Majorin Schluritz, I sie nicht mehr zu betreten, ich hab« meine Wicht an ihr Ria und Lene, herüberschicken, damit sie nach deiner I erMA.

Hmutzigen Wäsche sich gelegentlich umsthen. I _ -«6er» F«m Majorin, so etwas Frechetts- und

JDtarte, mache keine dummen Witze. Du weiht, ich I belbständigkettsgefühl ehrt doch schließlich den Menschen.

habe mich bisheran nickst mit Selbstmordgedanken getrn- I ®*e W 2hnen nicht werter zur Last sein wollen. gen. Wenn ich aber im Falle solch äußerster Rot zur I .Weitere Worte saitt» die sonst so redegewandte Dame Rettung einen schiefen Tritt vom Seifen in Ne lockende I nit^ ««b sich für besiegt.

baue See machen würde, so glaube ich, würde bei meiner I * *

Ankunft fdbft Sankt Petrus sagen:Schön und gut war I *

das nicht, mein Junge, aber, da du von zwei liebeln das I Gestern war Hochzeit in unserem Haust. Den g

Heünere wähltest, so mach immerhin, daß du hinein- I Gäste, aber alles ein Herz und eine Seele, ein neidloses

kommst. I ungetrübtes Glück war gekommen und hat mir die böse

Schreckensmensch, fo schlimm wäre die Geschichte denn I und doch so gute Marie, mein Bebes Schwesterlein ent» doch nicht. Ich würde den beiden ja auch die kleine I führt. Am Bahnhof haben wir beide, die Gretel und Gretel mit auf den Weg geben und ich zweifle nicht, daß I ich, gestanden, mit den Tüchern nachgewinkt und recht die dich noch im entscheidenden Augenblicke beim Wickel I aus dem Herzen heraus viel Glück und Gottessegen gefaßt hätte. Ja, gelt die Gretel allein würde auch den I ihnen auf die Lebensfahrt gewünscht.

griesgrämigen Siödelmann aus dem allen düstren Römer- I Nun fahrt dahin, ihr Sieben» wieder in die strahlenden verließ herauslocken in bte Helle, freundliche Sonne eines I Gefilde Italiens und saugt 66e Seele voll von den

glückstrahlenden Lebens. I leuchtenden Bildern, und kommt dann zurück und Der»

Schwester, Schwester, die Siebe hat dir dein hübsch« I spürt am eigenen Herde, wie unendlich süßer die alte, Köpfchen total verdreht. Wie kannst du in so wenig I traute Heimat ist. Daim hängt als siebe Bilder die Erin- Worten so viel buntblühenden Unsinn schwätzen. Hab I nerungen des Wunderlandes auf, damit ihr heller Son» ich dir nicht schon mehr als einmal gejagt: Was geht | nenschein auch dann den Sinn erheM. wenn hier ein» mich die Gretel am? Kaum haft du selbst das böse Sch-l- I mal im Alltagsleben sich der Himmel mit grauen Wollen

wenstück vollbracht, dich gegen alle feierlichen Ab- I trübt.

machungen bis über beide Ohren zu verlieben und nun I Gretel, Gretel, du herzigesMädel, komm her, Sin halbes soll ich mich auch gleich todesmutig in dm gleichen rasen- I Jährlein, dann fahren auch mir vereint der Sonne, dem den See stürzen? Und dabei ist das arme Mädel einige Glück entgegen und fingen aus liebejauchzendem Herzen hundert Mell« wett von hier und denkt wahrscheinlich I der Majorin Schluritz nnb ihren Töchtern zum Trotz:

mehr an ihre Noten und ran den zu verpflegenden Kana- IJa, so zwei, wie wir zwei, die gibts hall nicht mehr.

rienvoogel der Majorin Schluritz, als an mich armen IGretel, Gretel, hör auf mit deiner Umarmung! Teufel, dem man in der schönsten Gegend der Wett das I Und sie tute nicht, die böse Gretel, liebe Leserin! Da

Herz so grausam schwer macht. 1 ich dann die Feder weg:

IGretel, Gretel, rote glücklich sind wirf

In 8er Karwoche besucht man die Trauernvtten am Mittwoch im Lateran, am Donnerstag in Sankt Peter und am Freitag in M Gefu. Das gut katholische römische Doll beteiligt sich außerordentlich stark am Besuche seiner Kirchen und verrichtet vor dem hochwürdigsten Gute oder vor dem im Srabe ruhenden Heilande seine Andacht. Ich habe mich an ihm erbaut und nichts gemerkt von dem bereits sprichwörtlich gewordenen wenig würfligen Benehmen des Römers in den Kirchen. Von Pfücht, die erfüllt fein muß, und von Gewvhnhett, well es einmal so Mode sst, war nichts merken. All die Beter und Beterinnen schienen mir gekmnmen, weil sie mtt dem leidenden Helland Mitempfinden wollten, well sie ihm soviel zu sagen hatten. Das lebhafte Gemüt der Ita­liener sucht dabei neue Kn drücke, bte fein Inner« zu Gott erheben. Deshalb besucht er so viele Kirchen. Jeder hat etwas besonders Derehrungswürdig«. Das zieht ihn von neuem an und bewahrt ihn vor Lange­welle. Alles aber in den Kirchen konzentriert sich jedes­mal um den Gekreuzigten. Wie könnte es auch anders fein?

Santa Maria Maggiore! Die größte Muttergottes- kttche in Rom, daher ihr Name. Vom Lateran aus be­gaben wir uns durch die Via Meruiana, an der rechts Sant Antonio, das Hauptkloster der Franziskaner mit Sitz des Ordensgenerals liegt, zu Maria Maggiore. Welch ein flutendes Leben auf dem mit einer Marten­fäule gezierten großen Platze vor der Kirche und auf der großen Freitreppe! Ein Kommen und Gehen! Eben ist Schluß der Trauermette. Durchzütern nicht noch dte Klagetöne der Lamentationen die mtt vielen Säulen geschmückten Hallen der aus dem fünften Jahr­hundert stammenden Basilika, unter deren Hauptaltar . . . ------------- - ----- -------- -----,------, , ein Tell der Gebeine des helligen Apostels Matthias

Hier faßen rotr nun. .Diane und «h, traumverloren, sondern um neu aufzuleben und mit seeligen Erinne- ruhen? Im Altar der reich geschmückten Konfessio be­während Fritz drunten am Meere noch eine früher an» I rangen das Hebe Daheim aus trauter deutscher Vater- I wahrt man seit Pius IX. die hellige Wiege d« Jesus-

gefangene Skizze vollenden wollte. , I erde zu umkränzen. kind« auf. Die Decke des Hauptschiffs ist mtt dem

Bor acht Tagen waren wir als zwei übersprudelnde, I Hurra! Roch eine Station, bann sind mir zu Hause. I Gtede geschmückt, das zuerst aus Amerika nach Europa

«ach schönsimngen Genüssen hungernde ®elfter in das Ifiter, Marie, deinen Schirm und bte sieden kleinen I herübergebracht wurde, und über den Säulen zieht sich

Land lang gehegter Sehnsucht, in den Süden Italiens, I Schachteln, die anderen einundzwanzig größeren werde I eine noch aus dem vierten Jahrhundert stammende

.eingesahren. Wie hatten wir uns daheim den Aus- I ich wohl glücklich aus dem Coupee herausbringen." Der I Moscnkbllderreihe hin, die Darstellungen aus dem alten

lausch der Gedanken so lebhaft, so bis in das Innerste I alle Herr, der mit uns das Wagenabtell inne hatte, Testamente fragt und schon die alte, um 360 erbaute

des Herzens, jede, auch tfe geheimste Fakte erschließend, I atmete erleichtert auf, ba er aus dem heillosen Belage- I Kirche zierte. Ebenso interessant sind die Mosaiken bes

gÄacht. Und nun waren wir gezogen von einer bien- I rungszustand befreit wird. ' I Triumphbogens, welche die Gottesmutterschast Mariens

denden Schönheit zur andern, voll befriedigt und mst den I Nun endlich hält der Zug. Himmel, wie tut es dem I verherrlichen und ein Denkmal der Entscheidungen d« Augen die Herrsichkett nicht alle fassend, aber stumm und | Herzen wohl, wieder in der Heimat zu sein! Einige I "st 431 M Ephesus abgehaltenen Konzlls gegen stummer gegeneinander werdend. Zwar zog es uns im- I Dutzend Härite strecken sich uns zum Willkommen ent» I Irrlehre des Nestorius sind. Nestorius stritt der wer wieder magnettsch zu eincmder, ein warmer Hände- gegen. Jeder angelt ein Gepäckstück und wir können sie druck, ein träumerisches Anlehnen, ein sich nicht Tren- I ruhig Hingaben, denn wir sind nenkönnen von altem, langgepflegtem Glück, das redete I Bahnhase zu Neapel. Herrje, immer aufs Neue, der Worte ohnmächtig, die Sprache I Ria Schluritz frringt gar mit b« Herzens, sind doch dabei das Gefühl, in dem Weh- I Sßagen, umarmt uns stürmisch mut und Glück mit einander stritten, daß tine neue I des Gepäckträgers den größten

Blüte am Baume des Lebens des alten den Platz an I runde ßene ist auch nicht faul,

der Sonne ftreitig mache. I Reisedecke vom Arm gewunden und mummt sich lachend

»Franz, morgen geht unsere Herrsichkeik fn Neapel zu I darin ein, als ob sie geraden Weg« zu den Eskinws fah-

allerseligsten Jungfrau den TüelGottesmutter ab.

ja nicht mehr aus dem I So hat fast jede Kirche m Rom ihre besonderen Hei- was sst das, die lange I ligtümer und sst dem Einheimischen gleichsam ein schönes kühnem Satz in den I das er mtt kindlicher Freude betrachtet und woran und schleppt zum Neide er Herz erhebt. Unsere Religion sst eine Religion Kotter ab. Die kleine I Liebe mit einem strengen Pflichtenkreis zwar, aber fcfmell hat ße mir bie I °&ne finstere, kalte Strenge. Unsere Kirchen sind ®ot- teshäuser, bte in ihrer Pracht den am Sinnlichen hasten­den menschlichen Geist bieten, woran er sich zu seinem Ende!" begann Marie und legte dabei mit einem "tiefen, I ven wollte. ' I Gotte emporrichtet. So etwas sst doch gewiß Himmel-

ihre ganze Seele verratenden Bücke ihre Hände in bte I Zwei Schritte weiter fleht auch dem süßesten I wett von Götzendienst entfernt. Puritanisch nüchterne

meinigen. I mütterlichen Lächeln, beide Anne west geöffnet, als ob I Cinsachhst in Kirche mrd Gottesdienst und kalvinssch

Allerdings Marie, der Zeiger unserer Kaffe weist I sie mir gleich den Segen für das Leben geben roolße, I Snpere Strenge mtt fatalistischem Einschlag verträgt die

auf 5 Minuten vor 12 Uhr. Das nennt die West einen I die Majorin. Schon wollen die Fangarme mir Aermften I katholische Rewgion nicht. Und mm denke man sich da

Lotteriegerointn der letzte Psennig ist verpulvert imd I näher kommen, da huschte meine Marie, dte Gefahr I ^^n den Südländer, der lebhaften ©elftes und nicht

dabei habe ich schllehlich noch das größte und beste Sos, I erkennend, opferwillig dazwischen und herzte die affe ""

das mir kein Mensch hätte nehmen dürfen, obendrein noch I Same, daß sie ein ordentkicher Hustenanfall überkam imb verloren. Die viel schwesterliche Küsst haben wohl das I für mich nur noch die Kraft zu einem warmen Hände» Versprechen besiegelt, daß wir nicht wie andere Leute I druck verblieb. Nun gab « von allen Setten ein Fragen Dummheiten machen würden. Frellich, der sMtaSenssche I °^nc ®n6e» f° daß sechs Reisehandbücher nicht Me ge» hftnmel der verdreht den Kops. Marie, wären wir hübsch I wmsschte Auskunft hätten erteilen können. Alle, alle, ixrheim geblieben! I waren sie gekommen, am dieItaliener abzufangen.