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Fuldaer Heilung

geworden. Das

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ihnen auf den Knien. Dabei reden sie noch gwhe Tön«, wonacham deutschen Wesen die Welt ge­nesen" soll. Daß Deutschland aber seine Weltmacht­stellung verloren hat und daß ganz andere Krfftalli- fationspunkte machtpolitischer Art sich m der Welt anfgetan haben, kommt diesen Großspre­chern gar nicht zum Bewußtsein. Damit bestätigen sie aber auch, daß sie keine Politiker sind. Die Fragen der Politik haben sich für Deutschland unge­heuer gehäuft, die Probleme sind komplizierter ge­worden; es wird dem Laien immer schwerer, die Fülle und Schwere der Fragen zu überschauen. Diese Tatsache nun wurde und wird auch heute noch zur politischen Verhetzung ansgenützt. Während schon der Abgeordnete seine liebe Not hat, sich durch die Fragen der verschiedensten Art hindurchzuar- beiten, und immer mehr das S p e z i a l i st« n t um auch in der Politik in Erscheinung tritt, weil der einzelne Abgeordnete sich gar nicht mehr mit allen Fragen befassen kann, lösen diese politischen Schwätzer und Streber, die nach keiner Seite hin eine Verantwortlichkeit kennen oder zu tragen ha­ben, alle außen- und innenpolitischen Fragen im Handumdrehen.

Daraus ergibt sich aber auch, daß viele Kreise den BHck dafür verloren haben, was überhaupt Politik fft. Politik weiden heißt nach meinem Da­fürhalten: Sich um das Vaterland bekümmern, feine innere Wohlfahrt anstreben und fordern, feine äußere Ehre wioderherftellen, erhalten und schützen; das Wohl des Dolksganzen im Auge haben und es fördern wollen. Das ist Zentrumspolitik! Politische Irrlichter aber sind schon jene Kreis«, die nur an den persönlichen Vorteil denken oder auf Vorteile nur eines Standes, nur einer Gesell- schafts- oder Berufsschicht bedacht sind, mag alles andere zu Grunde gehen. Wo solche Politiker ent­scheidenden Einfluß gewinnen, da steht Klasse gegen Klasse, eine Berufsschicht gegen die an­dere und das Endergebnis ift nicht tne Förderung des allgemeinen Wohles, sondern der Kampf Aller gegen Alle. Diese Art Politiker über­sieht die wirtschaftlichen Zusammenhänge; sie weiß nicht oder will es nicht wissen, daß nur dann der einzelne Stand auf die Dauer bestehen kann, wenn die Wohlfahrt des Gesamtvolles, der Nation sicher gestellt ich. Der falschoerstandene Standes- egoismus ist ein« der tiefsten Ursachen für die Un­fruchtbarkeit der parlamentarisch-politischen Arbeit; die Quelle verbitterter Kümpfe, die Ursache so vieler

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brüchigen Ast.

DerStaat" sind wir alle. Alle find verant­wortlich für die Gestaltung des öffentlichen Leben-, für die Zukunft der deutschen Nation. Politische Pflichterfüllung setzt aber politisches Wissen, po­litische Meinung, politisches Urteil voraus. Wer praktisch Politik treiben will, kommt aber nur durch die politischen Parteien an die politischen Kernfragen heran. Wer das Wohl des Staatsgan- M, den Vorteil des Gemeinwohles schätzt, der muß sich zur deutschen Zentrumspartei bekennen. Auf dem Boden der Zentrumspartei ist Gelegenheit zur Mitarbeit für alle Kreise gegeben, die guten Willens sind. Der Zentrumspartei ist mit politisch trägen Massen nicht gedient, sie will möglichst viele Mitanreger snuhtbarer, staatspolitischer Ge­danken, Mitverbreiter staatspolitischer Ein­sichten und mitverantworlungsbewußte Staatsbür­ger in ihren Kreisen haben.

Eine Partei wie die Zentrumspartei kann ihre Hoffnungen nicht setzen auf die negative Polemik gegen die Gegner, ihre einzigste und stärkste Hoff­nung muß sie setzen auf den Erfolg ihrer Arbeit. Wer unentwegt treu und verantwortungsbewußt für Staat und Volk arbeitet, den wird das Voll nicht enttäuschen. Weil das die Zentrumspartei ge­tan hat, fft sie in der Hauptsache mit alter Stärke wiedergekehrt; noch Mehr Aufklärung und die Zen­trumspartei wird in der Zukunft erneut erstarken, weil sie ist die deutsche, die christliche bi« nationale Vollspartei, die Partei der pflichtbewußten Arbeit und der sittlichen Tat!

2. Blatt.

Druck der Fuldaer Aetteuvrnckerei in Untb«

JH 128.

Sonntag. 1. Juni 1924.

und tiefgehender Enttäuschungen. Alle Dolks- kreise haben im letzten großen Kriege Gut und Blut daran gesetzt, das Vaterland zu erhalten, groß und stark zu machen, und jetzt sind wir uns schon

Evangelischer Gottesdienst.

Sonntag,!. Sunt. Fulda SBorm. 8n 9'/, Pfarrer Weber, 11 Kinderaottesrienst. Bad Salzschlirf. Vormittags 9* i Sup. Ruhl.

DienStaa, s. Juni. Fulda. Abends 8 Kirchenchor (Hebung für Pfingsten).

Mittwoch, 4. Juni. Fulda. Abends 8 Bibelstunde (Gemeindehaus).

«»angel, landeskirchl. «emelnfchaft, $ulba, Butflarftr 17.

Sonntag, 1. Juni. Abends 8*'* Evangelisation. Montag abends 6 Kinderbund. Dienstag abendS 8 Bidelstunde (.Pfarrer Weber). Mittwoch abends 81/« Aefangstunde.Donnerstag abends 8V« Jugendbund. Freitag abends 87« Bibel- und Gebetstunde.

Evangelischer Zranenbund.

Montag, den 2. Juni, abends 8 llhr, Mitglieder. SBerjammlung des Evangelischen Frauenbundes im Schwesternhaus.

Sottesdlenstordnung.

Katholischer Gottesdienst.

Sonntag, 1. Juni. Dom. »'A Ö uV.7 bl. M., um 6 hl. M. u. Kom f. d. Mitglieder d. Mannerapvstv. lates, 7 Pfarramt, 7,9 nach Eintreffen der Prozesstonen Bischöfl. Hockamt m. Pred., 7«12 letzte bl M. m. Pr nachm. 4 Bittprozession aus den Frauenberg, abends 7 Bonifatius -Andacht in der Gruft. Stadt- Pfarrkirche. (Kollekte für den Bonifatius. Verein.) 87, Kom., 5/« hl. M., 67« hl. M. u. Kom. f. d. Männerapostolat, 8 feiert Prozession zum Grade des HI. Bonifatius, dort Predigt und Biscbofl. Hochamt, 8V, hi. M 11 zweiter ©cbr.igb. u. Pr., I1', Ebr. f. ö. Junefr., 27, Rosenkranz-Bruderschaft. Pfarrkirche zum heiligen Geist. 7,7 Frühmesse, 8 Hochamt m. Pr hierauf Ebristenlehre, abends 7,8 Herz-Jesu»Andacht (Während der Monats Juni jeden Freitag abends 7,8 Herz-Jefu-Andackt.) Severikirche. Sonntags 7,7, werd, tags 6 hl. M. Oberrealfchulgottesdienst: Sonntags 8, werktags 6'°. Her^-Jesn-Heim Sonntag 8 Pr. und Amt, 2 Srg-nSandgcht. Mittwoch abends 87« SegenS-A. Frauenberg. 5, 7,\ 6, 7,7 u. 7 hl. M., 8 «ingmcsie m. Pr., 9 Levitenamt, 7,5 A. f. d. Bittw illfahrt a d. Dom- Pfarrei, abends 7,8 feierliche Eröffnung der Herz-Jesu- Andackt. Der Novizenunterricht tft auf Pfingstmontag verlegt.

In der FriedhosSkapelle am FranzosenwSldchen Montag, den 2. Juni, morgens 67, Uhr hl. äliede^- Wer von den Gläubigen kommunizieren möchte, möge etwas vor Anfang der Meffe da sein.

Stdnung für die vonisatlurproz« fion von beti Stadtpfarrkirche nach dem Dow am Sonntag­vormittags 8 Uhr:

Schulknaben.

Schulmädchen.

Schülerinnen der Engt Fräulein.

Jünqlingsverein.

Jugendabteilung des kath. Kaufmann. Verein».

Gesellenverein.

Meister- und Männerverein.

Arbeiterverein.

Winsridia.

Kathol. Kausm. Verein.

Bürgerschaft.

Musikkapelle.

Geistlichkeit.

Jungfrauenveretn.

Frauen.

Das Siadkpfarraml. Gramm.

Die Abgeordneten im Reichs- und Landtag können die erforderliche politische Aufklärungsarbeit nicht allein leisten. Während vor dem Kriege dec Reichstag alljährlich nur etwa zwei bis vier Monate hindurch Sitzungen abhielt, tagte er in den letzten Jahren mmdeftsns doppelt so lange. Die sich über­stürzenden politischen und wirtschaftlichen Ereignisse maststen immer wieder einen erneuten Zusammen­tritt des Reichsparlaments notwendig. Dadurch kamen die Abgeordneten selbst verhältnismäßig wenig dazu, in öffentlichen Versammlungen zu den politischen Problemen Stellung zu nehmen. Das aber erwies sich als em Fehler. Hinzu kam noch, daß die gesamte Presse in der Zeit der Geldent­wertung gar keinen Raum mehr zur Verfügung hatte, um einigermaßen übersichtliche Parlaments­berichte zu bringen. Ohne Presse bedeuten aber selbst die wertvollsten Reden im Parlament nichts. Unter der mangelnden Möglichkeit einer zweckentsprechenden Berichterstattung fitt das politi­sche Leben stark. Es stellte sich eine politische Müdigkeit ein, die gerade zum Verhängnis der die Verantwortung tragenden Parteien zu werden drohte und zum Teil auch geworden ist.

Hinzu kam, daß unser deutsches Volk auf das parlamentarische System noch gar nicht oder doch zu wenig eingestellt war und ist. Das geht schon daraus hervor, daß es vielfach keinerlei Unterschiebe macht m der Frage, ob eine Partei Regierungs- . oder O p p o f i t i o n s Partei ift. Daß die letztere alle Freiheit in der Kritik für sich in Anspruch nimmt und selbst jede Verantwort­lichkeit und oft jede sachliche Mitarbeit ablehnt, wäh­rend die Regierungsparteien sich in der Kritik zu­rückhalten müssen, um das Ganze nicht zu ge­fährden, wird von vielen Kreisen nicht oder doch niet zu wenig beachtet. Nimmt man die bewußte Irreführung des deutschen Volkes hinzu, die barm bestand, die Sache so darzuftellen, als ob nur andere politische Männer zu kommen brauchten, und daß bann die Schwierigkeiten sich schnell und leicht würden lösen lassen, so ist es zu verstehen, daß die Parlamente als die großen Ver­sager angesehen wurden und einen erheblichen Teil chres Ansehens zum Schaden des gesamten Volkes verloren haben. Indem man dem deutschen Reichstag bewußt Aufgaben zuschob, deren Lösung er von sich aus gar nicht durchführen konnte, (Außen­politik, Reparationsfragen, besetztes Gebiet und des­sen Befreiung ufto.) schuf man jene Stimmung, die in dem Ruf nach dem starken Mann, nach der Dik­tatur ihren Ausdruck fand. Als aber der vielge- fchmähte Reichstag der verfassungsmäßigen Regie­rung auf versasstmgsmäßigem Wege diktatorische Gewalt über trug, da wurde auch dieser Vorgang heftig angegriffen. Das Ziel gewisser Kreise ging aber weiter. Es ging auf die Ausschaltung des Miöbestimmungsvschtes des Volkes selbst hinaus; di« Rufer nach der Diktatur hielten sich allein für befähigt, unter der Zurücksetzung aller anderen Volkskreif« die Diktatur selbst auszuüben.

Der Boden hierfür wurde in jahrelanger Unter« minierarbeit vorbereitet. Die antidemokra­tische SÄmmung wurde planmäßig ins Volk hin- eingetragen. Die Entartrmgserschrinungen des Parlamentarismus, die vielfach ursächlich mit der durch den verlorenen Weltkrieg bedingten Volksnot zufaimmenhängen, wurden aufgebauscht; die viele mühevolle, verantwortungsbewußte und viel­seitige Arbeit des Reichstages wurde unter­schlagen, bte Staatsautorität wurde planmäßig geschwächt und die Unsicherheit im öffentlichen Le­ben systematisch gefördert und der Revolver als politische Waffe bei uns in Deutschland eingeführt. Im Hintergrund des Ganzen aber stand der a n t i- soziale Geist, der Kampf gegen die wertvollen politischen Güter des deutschen Staatsbürgers, das politische Strebertum und das verantwortungslose Draufgängertum. Die letzten Wahlen haben leider gezeigt, wie selbst in n'higdenkenden bürgerlichen und bäuerlichen Kreise diese volksfeindlichen Tenden­zen haben Anklang finden können und wie der ge­sunde Menschenverstand einer gedankenlosen und bis ans verbrecherische grenzenden Schlagwort­politik vielfach zum. Opfer gefallen ist.

Erleichtert wurde den Volksfeinden von rechts und links ihr volkszersetzendes Handwerk durch tue Unübersichtlichkeit und die Fülle der politischen Probleme, vor die das deutsche Volk durch den ver­lorenen Krieg gestellt worden fft. Viele Deutsche stellen sich leider die Dinge auch heute noch sehr ein­fach vor. Sie setzen ein mehr oder minder s ch ö n es Programm auf, schlagen mit der Fanst auf den Tisch und glauben dann, die ganze Welt liege so­dann vor Schrecken gelähmt bauchrutschend vor

und stark zu machen, uni) jetzt sind wieder weitgehend innerlich fremd haben dieRurftandespolitiker" zu Weg« gebracht; sie haben den Volksgemeinschaftsgeist zerschlagen und mitgewirkt, ein Reichsparlament zu schaffen, von dem wir heute noch nicht wissen, ob es den Weg finden wird, die Deutschen Lebensfragen zu maijtept Versagt aber das Parlament in den großen und entscheidenden Fragen der Politik, bann sitzen all« Nurstcmdespolitiker auf dem dürren»

Politik, Politiker und Partei!

Von Abg. Andre- Stuttgart

katholische Welt.

var hl. Zahl und feine Geschichte. Kardinal Pompili hat namens der römischen Kirche soeben aller Well verkündet, daß das Jahr 1926 ein .Heiliges Jahr' fet. Für kommendes Jahr werden in Rom mehr als eine Millan Pilger erwartet. Umfan«ieiche Bauten zum Empfang der Gäste aus aller Welt werden dem. nächst tn Angriff genommen. Anläßlich des .Heiligen Jahres" wird im Vatikan auch eine große Welt- Missionsausstellung veranstaltet. Das erste »Heilige Jahr" wurde int Jahre 1300 unter dem Papst Bonifaz VI1L für das Chitstentum ungeordnet; jedes 100. Jahr sollte ein heiliges sein. Der Erfolg des erstenHeilteen Jaores" war so groß, daß der Papst bejchlotz/es solle fünfte hin alle 50 Jahre ein .Heiliges Jahr" abgehalten werden. 1350 wurde das zweite »Heilige Jahr" gefeiert. Papst Sixtus IV. führte den 25jährigen Zyklus ein, der 14-5 begann. Ohne Unterbrechung wurde die Feier des .Heiligen Jahres" bis zum Jahre 1750 innegebalten. 1775 und 1800 fielen die »Heiligen Jahre" aus politischen Gründen aus. 1825 nahm Papst Leo XII. bte Tradition wieder auf. Das letzte »Heilige Jahr" war das Jahr 1900. Es hat nach Rom fast eine Million Pilger gebracht.

Gegen Vadeunfitten.

Eine ganz allgemein beachtenswerte «Hebung wird vom Rheine gemeldet:

* Di Dechanten von Groß-Köln haben gelegent- der letzten Sonntagsgottesdienste die nach- tuende Erklärung und Mahnung von den Kanzeln »er Pfarrkirck-en verlesen taffen:

In dm Strandbädern und vor allem an den f-ien Bädeplägen am Rhein sind m den letzten Lhren Unsitten m die Erscheinung getreten, die

Mm anständigen Menschen geradezu als zfrentliches Aergernis empfunden werden urii Es steht zu befürchten, daß mit Beginn ter warmen Jahreszeit auch in diesem Jahre das Strandta>dewefen wieder Formen annimmt, die das Volkswohl aufs schlimmste schädigen. Wir Pfarrer von Köln erheben dagegen mit Ernst und Nachdruck unsere Stimme, mahnen Eltern und Erzieher gut Wachsamkeit und fordern energischen Widerstand seitens der Behörden und des Publi­kums überaü da, wo mit unverschämter Dreistig- »eit in aller Oeffentlichkeit die einfachsten Gebote des Anstandes und der Sittlichkeit außer acht gelas­tet werden.

Wenn hier und da, wie es im vorigen Jahre geschehen ist, die Ausschreitungen als harmlose Na- rurlichkeiten hingestellt werden, so hindert uns dies nicht, die Dinge beim rechten Namen zu nennen und sie als das zu bezeichnen, was sie sind: plumpe, ärgerniserregende Schamlosigkeiten. Bei solchen, jedem sittlichen Empfinden hohnsv" cherr- teu Vadefitten wird es dem anständigen Telle der Kölner Bevölkerung einfach unmöglich gemacht, die Strandbäder zu benutzen.

Uns scheint diese Warnung wenigstens ebenso wichtig und dringlich zu sein, wie der häufig« Hin­weis auf gefährliche Stellen im Wasser; denn was hier an sittlichem Volksgut, was an Zucht und Sitte unter jungen Menschen, was an Ehre und Ansehen des deutschen Volkes untergraben und zerstön wird, fft mindestens so schlimm und verhängnisvoll, als daß so manches junge Menschenleben einen beklagenswerten Tod in den Wellen findet.

Sie Pfarrer von Köln haben den zuständigen Behörden Vorschläge zur Abstellung dieser groben Mißstände unterbreitet. An unsere Pfarrcmgehö- rigen richten wir di« dringende Bitte, wo immer sie können, an der Beseitigung dieser Schmach imitzuwirken; insbesondere mögen Eltern und Er­zieher ihre Heranwachsenden Kinder vom Baden am Nheinstrand fernhalten, so lange di« gegen­wärtigen Zustände andauern. In ernster Sorge um das Wohl der gesamten Bevölkerung, vor allem um das Wohl unserer Jugend, rufen wir unseren Psarrangehörigen die eindringlichen Hirtenworte in Erinnerung, die unser Oberhirt im diesjährigen Fastenhirtenbriefe an uns richtete:

Gegen die Epidemie der Unlauterkeit und alles, was zu chr direkt oder indirekt hinführt, hilft heute kein stilles Bedauern, nicht einmal bloßes Beten, sondern mutiges, ja unter Umständen rücksichts­loses Abwehren. Mit Menschen, die der Unlauter« feit verfallen sind, mag man Geduld und Mitleid haben, aber kein Gedanke an Duldung, Nachsicht darf aufkommen gegen die Sünde selbst, gegen t**e falschen Grundsätze und verderblichen Zugeständ­nisse, die die heutig« Welt den fleischlichen Gelüsten gegenüber zur Geltung bringen will. Nur bann, wenn alle, die es angeht, sich endlich mit der Kraft des urchristlichen und urkatholichen Schwures: ,®r widersagen" zur unnachgiebigen Abwehr aufraffen und zusammenschliehen, nur dann fft noch Hoffnung, daß das tobbrngenbe Gift nicht noch tiefer sich ins Mark unseres Volkes hineinfrißt, und daß von diesem das schmählich; Schicksal an sittlicher Schwindsucht hmzusiechen, noch in. letzter Stunde abgemenbf: wird."

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§ 1.

Die über das Gehöft Rhöustrsße S verhängte Sperre mird oom 29. b. Mis. ab aufgehoben.

§ 2.

Die für das verseucht gewesene Gehöft im besonderen «hgeorbneten Bestimmungen werden zurückgezogen.

Fulda, den 22. Mai 1924.

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