M 125.
Sonntag, 25. Mak 1924.
--- Fuldaer Ejeitung
s. Blatt.
**♦"* Druck der Fuldaer Aetieudruckerei in Fulda
Volkswirtschaft und Sozialpolitik.
Deutschland arbeitet wieder.
gis zu Ende November 1923 m Deutschland I__5 Millionen Arbeiter und Angestellte ganz oder
iettoeife erwerbslos waren und mit ihnen ruuri) 10 Millionen Familienangehörige — etwa v der Bevölkerung des Reiches! — grumte niemand m deutschen Landen, ob und wie ^as deutsche Volk durch den vergangenen Winter dindurchgehen würde, ohne daß Millionen von Volksgenossen verhungern sollten. Wenn auch die Hilfstätigkeit der privaten Organisationen in weitem Umfange die vorhandene Not zu lindern wußte, fo blieb doch die Frage offen, ob sie für die Massen der Verelendeten hinreichen würde. Daß die geringen Sätze der öffenllichen Erwerbslosenfürsorge zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel, daß funach die auf diese Erwerbslosenfürsorge Angewiesenen dem Elend erbarmungslos preisgegeben fein würden, das allerdings wußte jedermann. Andererseits war es angesichts der Finanzlage des Reiches ausgeschlossen, die Erwerbslosensätze ent- entsprechend zu erhöhen.
Trotz alledem sind wir durch die furchtbare Winterszeit hindurchgekommen. Die Erfahrung hat uns gelehrt, daß in dem Maße, in dem die Festigung der Währung, die Rückkehr also zu stabilen Kalkulations- und Arbeitsverhältnissen möglich war, auch die Erwerbslosigkeit und zumal die Kurzarbeit abgenommen hat. So tft die Zahl der unterstützten Erwerbslosen hn unbesetzten Gebiet beispielsweise von 1 474 000 am 1. Dezember auf 1 440 000 am 1. Februar und 476 000 am 15. April zurückgegangen. Zusammen mit den nicht unterstützten Erwerbslosen dürfte die Zahl für das unbesetzte Deutschland etwa 560 000 betragen. Dazu kommen dann noch etwa 700 000 Arbeitslose im besetzten Gebiet.
Die Entlastung, die diese Besserung des Arbeitsmarktes für den Etat des Reiches bedeutet, mag aus der Tatsache ersehen werden, daß schon jetzt im Vergleich mit den Monaten Dezember oder Januar monaüich 25—30 Millionen Goldmark weniger ausgegeben werden müssen. Wenn auch in manchen Gewerben, so insbesondere in der Exportindustrie, die Nachwirkungen der Inflationszeit noch fühlbar sind, wenn auch die Preise gewisser Wirtschaftszweige der allgemeinen Verarmung des deutschen Volkes und der Abnahme der Kaufkraft der breiten Massen noch nicht entsprechen, und wenn infolge dieser Erscheinungen die Absatzmöglichkeit mancher Industrien noch zu wünschen übrig läßt, so kann doch aus der Tatsache, daß in den Gewerben, die dem Konsum dienen — Textilien, Bekleidung, Schuhwerk, Hausrat, Lebensmittel — die Wirtschaftskrise überwunden zu sein scheint, auch für die nächste Zeit auf eine weitere Besserung der Arbeitsmarktlage geschlossen werden.
Gewiß nicht weniger wichtig aber als diese wirt- schafüiche Seite der Besserung der deutschen Wirtschaftslage ist ihre politische: Millionen von Arbeitern und Angestellten und ihre Angehörigen konnten dem Elend der Arbeitslosigkeit in oerhäft- msmäßig tzrrzer Zeft entrisien werden. Das hat uns vor dem Sturz m den Abgrund, vor dem politischen Chaos gerettet, vor dem wir standen und der ohne diese Besserung zweifellos eingetreten wäre.
Die Folgerung, die wir hieraus zu ziehen haben, ist klar. Sie lautet: Mft allen Mitteln zu versuchen, die Stabilitäten unserer Währung zu halten, indem wir für die weitere Aktivierung unserer Zahlungsbilanz und für die Bilancierung des Reichshaushalts Sorge tragen. Ohne schwere steuerliche Opfer, ohne die äußersten Anstrengungen aller Faktoren der Wirtschaft wird dies freilich nicht möglich sein.
Industrie und Sozialpolitik.
lieber ein Kapitel, daS leider in manchen Streifen noch aus recht kleinlichen Gesichtswinkeln heraus besprochen wird, erhallen wir folgende richtunggebenden Ausführungen.
Alle Well fft sich heute darüber einig, daß, falls eine Lösung des Reparationsproblems auf der Grundlage der in den Vorschlägen der Sachverständigen - Gutachten gezeichneten Wege erfolgt, Deutschland auf viele Jahre hinaus mit einer schweren Belastung bepackt ist, und daß es mehr wie gewöhnlicher Anstrengungen aller Kreise des deutschen Volles bedürfen wird, wenn unser Vaterland wirffchaftlich und politisch seine volle Freiheit viedergewinnen soll. Die Ableistung solcher Lasten, iie sie uns aufgebürdet werden sollen, würde uns hon vor dem Kriege kaum möglich erschienen sein, damals waren wir aber ein reiches Land, heute nd wir dagegen verarmt und zwar in einem Haße, wie wir es uns nur widerwillig emgestehen. ie Hälfte unseres Kapitals, also unseres Volksver- lögens, ist verloren, unsere Leistungsfähigkeit in er Schaffung von Werten, der Gütererzeugung, ist uf mindestens Dreiviertel von ftüher gesunken, die lrbeitskraft des Gesamtvolkes geschwächt. Um wie 'l größer werden daher die Anstrengungen und ter fein Müssen, die wir für unsere Selbstbefrei- 1 werden zu bringen haben! Und da wir sie aus hvermögen allein nicht leisten können, werden umsomehr die gesamte Arbeitskraft un- res Volkes, die Arbeit aller unserer Bürger, her- Mhen müssen.
. Nur dann aber wird die Arbeit, die körperliche geistige, als Hauptquelle für die Wieder- utmachung zu dienen und die Ansprüche, die an e gestellt werden, tatsächlich zu erfüllen fähig , sein, >enn sie sich ordentlich geschützt weiß. Sozial- ■ 01 i t i t als Mittel zur Erhaltung der menschlichen Arbeitskraft kann daher auch in Zukunft unter kei- ‘*en Umständen entbehrt werden. Diese Sozialpolitik, der wir uns aus wirtschaftlichen Erwägungen aus Gewissenspflicht seit Jahrzehnten T^annt, und die wir aus das eifrigste gefördert ha-
Muß heute aber mehr denn je in den Grenzen rjutter eben skizzierten wirtschaftlichen Kräfte hal-
Man wird dem Großindustriellen E. v. Borsig 0rn6tnmcn können, wenn er auf der viel beachteten Industriellentagung Ende März in seinem . ^at über „Industrie und Sostalpolitik", in wel- Zl1’1 er „unumwunden" für die Notwendigkeit einer Sozialpolitik sowie eine unbedmgre *ße- vositiv an ihr mitzuarbeites. sich aus
sprach betonte: „Wie jede Politik fft mich die Sozialpolitik nur eine Politik des Möglichen, des Durchführbaren, des Tragbahren. Nicht allein der Gedanke, daß etwas „gut" oder „wünschenswert" ist, kann die Sozialpolitik bestimmen, sondern dazu muß die Gewißheit kommen, daß die zu treffenden Maßnah-me mit den vokhan- denen Mitteln durchführbar ist und daß sie nicht andere, ebenso wichtige Volksglieder zum Schoden des Ganzen ungebührlich benachteiligt. Es muß eine praktische, reale Sozialpolitik fein, d h. sie muß auf dem realen Boden der Wirtschaft ruhen." („Veröffentlichungen des Reichsverbandes der deutschen Industrie". Heft 21, S. 40).
Die menschliche Arbeit als Schöpferin und Vermittlerin von Leistungen, die sich mit dem Rohstoff ober Halbfabrikat zu dem einen Wert darstellenden Gut vermählen, zieht ihre Kraft aber nicht nur aus materiellen, physischen Zentren, sondern auch aus solchen der Seele. Die Sozialpolitik, die physisch den Schutz des Körpers vor übermäßigem Kräfteverfall, vor Unfall und Gesundheitsschädigung bedeutet, besagt seelisch die Achtung der Persönlichkeit des Arbeitnehmers, seine menschliche Wertung im Erzeugungsprozeß, kurz den Schutz der Menschenwürde. Aus dieser Sozialpolitik fließt die wahre Arbeitsfreude; sie ist für die Hervorbringung wirklicher Leistungen nicht minder wesentlich notwendig, als der physische Kräfteerfttz und Gesundheitsschutz. Ein weitblickendes Unternehmertum in Industrie wie in der Gesamtwirtschast wird daher aufs äußerste bedacht sein müssen, in ehrlicher Gemeinschaftsarbeit mit den Arbeitnehmern alles zu vermeiden, was geeignet erscheinen kann, die Arbeitsfreude zu beeinträchtigen und alles zu tun, was dieser neue, leistungssteigernde Antrieb zu verleihen vermag. Hier wird vor allem das Verhältnis des Unternehmers zu den Gewerkschaften sowie den betreiblichen Vertretungen der Arbeiterschaft in Betracht kommen. Es verdient alle Beachtung und freudig begrüßt zu werden, daß nach dieser und sonstiger Richtung hin das sozialpolitische Programm der Industrie, wie es Ende März 1924 in Berlin zum Vortrag kam, seitens der verständigen Arbeiterkreise grundsätzliches Einverständnis gesunden hat (vgl. „Zentralblatt der chrfftlichen Gewerkschaften"). Einige Beanstandungen vermögen dem allgemeinen Charakter dieses Urteils feinen Abbruch zu tun.
Als Wertung und Schätzung der Arbeiterpersönlichkeit m diesem Sinne, als Mittel zur Weckung der Arbeftsfreudigkeit und Arbeitstriebe kann die Sozialpolitik aber auch unter einem dritten Gesichtspunkt nicht entbehrt werden. Nur mit einer innerlich ausgeglichenen, sozial und politisch versöhnten Arbeitnehmerschaft kann der Wiederaufbau von Wirtschaft und Staat gelingen. So wird die Sozialpolitik zu einem Problem und einer Aufgabe auch der inneren Politik. Don diesem Gesichtspunkt aus ist es erfreulich, daß die neuerlichen antisozialen Bestrebungen, die auf ein Wiederaufleben alter scharfmacherischer Tendenzen schließen fielen, wenigstens soweit die führenden Unternehmer und deren Spitzenorganffatio- nen in Betracht kommen, vorläufig abgetan erscheinen. Das ist gut so. Don einer aus den Gefühlen der Menschlichkeit betriebenen Sozialpolitik, die dabei ganz gut auch „real" fein kann, wird schließlich nicht mir die Arbeitnehmerschaft, sondern auch die Industrie selber profitieren.
Frankfurt a. M. als Luftverkehrshafen.
Von der Stöbt. Nachrichtenstelle der Stadt Frankfurt a. M. wird uns geschrieben:
Die seit dem 1. Mai d. I. von 6er Trans-Curopa- Unron fahrplanmäßig beflogene Luftllnie Frankfurt- Fürth-München mit Anschluß nach Z ü r i ch - G e nf bezw. Wien-Budapest macht sich bereits in den frühen Morgenstunden des Verkehrslebens bemerkbar. Das Stadtbild der Mainmetropole fft um einiges Lustverkehrsleben bereichert. Morgens und nachmittags rattern die Flugzeuge über die Stadt hinweg. Die an den hauptoerkehrsplätzen angebrachten roten Briefkästen der Flugpost werden entleert, die Postanstaiten haben den Inhalt samt der ihnen zugebrachten Luftpaketpost der Sammelstelle zugeführt und die Sammelladung wird auf schnellstem Wege zum Flugplatz Rebstock, dem in der Neutralen Zone liegenden neu eröffneten Frankfurter Lustbahnhof befördert, denn 8.30 Vorm. startet bereits das Flugzeug Richtung Nürnberg-München. Mit der direkten Straßenbahnlinie 12 und im Kraftwagen finden sich die Fluggäste auf dem Verkehrsflughofen ein, wo bereits der metallene Lustvooel fein notorisches Propeller- heb versuchsweise anstimmt.
Das metallene Flugzeug, weiches keine besondere Unterkunftshalle benötigt, hat die Nacht bei Mutter Grün im Schutze des langgestreckten Werkstättengebäudes und unter sicherer Bewachung zugebracht. Die Flugleitung, in direkter Verbindung mit der Wetterdienststelle und der Funkleitstelle, hat indessen bereits auf Grund der Wetterprognose zur Sicherung der Luftwege ihren Lustmeld-dienst zum Abschluß gebracht und nun werden noch rasch die letzten Flugsicheinformaliiäten erfüllt. Die Luftpost, das Lufttrachtgut sowie das Passagiergepäck werden verstaut und die Fahrgäste nehmen in der weichgepolsterten geschloffenen Limousine Platz. 5 Personen nimmt das Fahrzeug außer dem Führer auf, und ■ in kurzem Anflug entschwebt es unseren Blicken. Die Junkers-Ganzmetall-Limousine mit ihren 180 PS. ist einem erfahrenen Flugzeugführer anvertraut, welcher seine vielseitigen Kriegserfahrungen in den friedlichen Dienst des neuzeitlichen Luftverkehrs gestellt hat.
Nachmittags 4.30 kommt das Flugzeug aus Richtung München wieder an. Zuverlässigkeit und schnellste Be- förbertmq bei größter Sicherheit sind di« Stärke dieses neuen Verkehrsmittels, welches dem rasch disponierenden Geschäftsmann der Neuzeit zur Verfügung steht. So bat sich der Luftpostdienst in der kurzen Zeit seines Bestehens bis zu einem Gewicht von täglich 30 Klg. Luftpost und darüber entwickelt. Di« Banken haben ein großes Interesse für schnellste Beförderung von Wertpapie- ' ren, Wechsel und Akzepten. Warenproben, hochwertige Sendungen aller Art werden in stets zunehmendem Matze zur schnellsten und zuverlässigen Beförderung der Luftpost anvertraut. Die Sendungen, die um 8 30 vom Flugplatz Frankfurt abgehen und der Reihe nach in Nürnberg, München, Zürich, Wien und Budapest usw. 10.15, 12.00. 2 45, 3.20 und 6.30 vorliegen. erfahren gegenüber der bisherigen ’Beförberung einen Zeitgewinn von 9%, 11, 1654 und 20 Stunden.
Auch die P r e f f e macht sich dieses neue Verkehrsmittel zu Nutze. Die Frankfurter Morgenzeitungen treffen bereits am aleichen Tage m ihrem Bestimmungsort ein, was gegenüber der Bahnbeförderung einen wesentlichen Vorsprung bedeutet.
Auch der Zuspruch an Paisa gierbesorde- r u n q hat mit dem Einsetzen der guten Witterung und mit Bekanntwcu den 8:s rege'mäßigen Flugdienstes in er« treulicher Weile 4tnrf tuoenommen Altt Tage hinaus
sind die Plätze vielfach vergeben. Die bevorstehende Regelung auf Vereinfachung der Paßformalitäten in direkter Verbindung mft der Flugleitung wird dem weiteren Ausbau des einfetzenden internationalen Luftverkehrs zugute kommen. Generalvertretung der Trans-Europa- Union in Frankfurt a. M. ist der „Reifedienst der Harn- burg-Amerika-Linie" und des Meßamtes. Flugscheinausgabe erfolgt hn Reffebüro der chapag, Kaiserstrahe 14 am Kaiserplatz und bei der Flugleitung, Flugplatz Rebstock, Telephon Maingau 2120. Eine Erweiterung des bestehenden Luftoerkehrsnetzes fft ebenfalls in die Wege geleftet und zwar soll die FÄiglinie der West-Ost-Route über Leipzig-Dresden-Breslau-Gleiwitz demnächst ausgenommen werden. Es steht ferner zu erwarten, daß auch die derzeitigen Hindernisse für den Luftweg nach Westen überwunden werden, womit die Bahn frei wird, Frankfurt zu einem internationalen Lustverkehrshasen auszugestalten, und damft Frankfurt auch im Luftverkehr die gleiche Bedeutung einnehmen wird, welche es als großer europäischer Eisenbahnknotenpunkt beretis in der Vorkriegszeit inne hatte.
Aber auch die während der Reisesaison zunehmende Belebung unterer nahen Bäder- und Luftkurorte wird sicherlich auf den hiesigen Flugverkehr nicht ohne Einwirkung bleiben. Es darf als ein Verdienst des im Verein mit Frankfurter Jntereffentenkreisen tätigen städtt- schen Wirtschastsamtes gebucht werden, daß es endlich gelungen ist, die vielseitigen Nennungen zu überwinden, die eine langjährige Ausschaltung Frankfurts auf dem Gebiete des Lustoerkehrswesens zur Folge hatte.
Gewerkschaftlichem
Dezirkskonserenz des christlichen Melnllarbelker- verbavdes.
Am Sonntag, den 18. Mm, fand in Frankfurt a. M. nach mehrjähriger Pause eine Bezirkskonferenz des christlichen Metallarbeiterverbandes statt, die aus allen Tellen des Bezirks Hessen-Nassau, Helsen und angrenzende Gebiete stark besucht war. Der Bezirksleiter W « sp richtete an die Erschienenen herzliche Begrüßungsworte, besonders an den Gründer des Berbandes, Abg. Wiebe r-Dmsburg, der im Oktober d. 3. auf eine 25jährige Tätigkeit als Verbandsvorsitzender zurückblicken kann.
Der darauf vom Bezirksletter erstattete Jahresbericht gab ein Bild von der wirffchafilichen Lage und Ent- wicklung innerhalb des Bezirks. Durch die Ruhraktion und die damit verbundene Inflation wurden nicht nur die meisten Metallarbeiter arbeitslos, sondern auch die Organisationen wurden aufs schwerste erschüttert. Dank der unermüdlichen Arbeü der Vertrauensleute konnte der Verband gerettet werden. Abgesehen von einem kleinen Rückgang der Mitgliederzahl, der im Mai d. I. infolge der zahlreichen Betriebsstillegungen eintrat, ist ein dauernder Ausstieg der Mftgliederzahl festzustellen. Es ist Pflicht der Arbeiter, bezüglich der Dsrbandsbetträge die größten Opfer zu bringen, da nur dann die Organisation leistungsfähig bleibt.
Zur Taris- und Lohnpolittk Übergehend, bemerkte der Redner, daß durch die Instation die Kaufkraft des Lohnes nicht gesteigert wurde. Der christliche Metallarbovteroer» band ist überall an den Kollektivabkommen, die im vergangenen und in diesem Jahre abgehalten wurden, beteiligt. Redner kam dann auf die Stellung des Verbandes in der Arbeftszeitfwge zu sprechen. Ohne Opfer gibt es keine Gesundung, kein Ausstieg unserer Wirt- ichast. Der christliche Metallarbellerverband hat dies er. kamst und stellte sich in der Frage der Mehrarbeit in der Uebergangszell auch danach ein. Mit Schlagworten und starrem Festhalten an Parteidogmen und Prinzipien Girieren wir die zerschlagene und zerrüttete deuffche Wirt- schäft nicht. Hier müssen, wenn wir die weitere Verelendung der Massen verhindern wollen, ave Schichten des Volkes Opfer bringen.
Zum Schluß feiner Ausführungen gab der Bezirksleiter Anweisungen, wie in Zukunft gearbeitet werden muß, um den Verband auf feine alte Höhe zu bringen. Darauf folgte der Vortrag des Herrn Marschanz, Betriebsrat in den Höchster Farbwerken, über die Sage der Metallarbeiter in der chemischen Industrie, lieber Ver- waldungsarbeit berichtete Herr Neudeck-Frankfurt. An die drei Dorttäge schloß sich eine rege und nutzbringende Aussprache an.
In einem zweistündigen Dortrag gab sodann Reichstagsabgeordneter Wieder ein Bild von der Entwicklung des Verbandes, der heute die zwellstärkfte Organffation unter den Metallarbeitern Deutschlands fft. Er ermahnte alle Delegierte, nicht müde zu werden in zielbewußter Arbeit.
In seinem Schlußwort forderte Dezirksleiter Wels die Anwesenden nochmals zur praktischen Gewerkschaftsarbeit für den christlichen Metallarbeiterverband auf. Mit einem Hoch auf den alten Führer Wieder und auf den Verband fand die überaus anregende Tagung ihr Ende.
Reise und Wanderung.
= Norderney Die für eine Nordseeinsel recht umfangreichen und tm Schmuck des prächtigsten Frühlingsgrüns sichenden Anlaren werden bereits von einer ansehnlichen Zahl von Sturpäiien belebt, die die Vorzüge der Vorsaison auf Norderney dein bunteren und regeren Leben während der Hauptsaison vorzieben. Dabei bietet der Aufenthalt auf der Insel während der jetzigen ruhigeren Jahreszeit den Erholungsbedürftigen nicht weniger Annehmlichkeiten, als sie von dem größeren Teil der Besucher Norderneys während der Hauptkurzeit gesucht zu werden pflegen. Tie Freunde guter Musik
werden allerdings erst vorn 1. Juni ab Gelegenheit haben, die unter Leitung des Professors Frischen stehen, den regelmäßigen Kurkonzerte zu besuchen. Auf den 1. Juni ist auch der offizielle Beginn der vierjährigen K.irzcit festaesetzt Näheres über Norderney und die Kürzest 1924 ergibt der illustrierte Führer, der von der Badeverwaitung Norderney und den zahlreichen Auskunfts- und Reisebüros unentgeltlich bezogen werden kann.
Sronkfurter Dörse.
Die Notierungen verliehen nd) la Bi Hexen Prozent, letzt. Kurs 23 5. letzt Kurs 83. 5.
Srcnkt. Bonk 1,1 1,1 krank’. Boden — —
jronk!. tznv Bonk 1,65 — Sronkf. Gas <,5 4,5
SronkJ.pfonöbr. Bant 2,0 3,0 krankt. Qof 9,0 8 0
rnnielö. Kreöitb. 1,9 1,85 Rf. potz und wtttz 2,1 2,1
®e(tb Srank* 0,4 0,4 Gothaer tDooqon 1,6 —
Kan gr Straften bohr 18,t 18,0 fie'b und Neu IS.l 17,0
Söt Gebr. tOäihtersb 1,4 1,35 ßeöö. Kup*er 6,2 6,1
Ob>er u Oppenheimei — — fiöchOer Zorbw 11,2 11,0
*haffenb Zell(t. 15, M,15 Komma KaHersl. 7,3 7,1
Solodiliri 7,3 7,8 Kon'enr- Braun 0,-1 0,81
B-löur piano 1,5 1, > Lech fluosb e,37£ 8,0
31» L fienftel C 2,1 2,! Moindrott« -,7 5,0
3'fig. Metollw. 2,25 3,15 Meonin Sutzb. 13,’S- 13,7;
Breuer L Co. 6,0 — Motor Oberarm 12,3 10,0
Brodihues 6,0 5,5 lediar. ftohrz. ♦,» 4,0
.«meni Kariftobl 5,5 5.» Df tz ITähm. 1,« 1,5t
vhem Griesheim 11,b l',0 Sdiudterl flbg 3t,8 33,o
Daimler THot 2,6 2/5 SthuhfloR Sulba 8,5 3,5
Deulid-er Derlaa 20,0 — Schutz, fjerr $1. 2,0 1,6
vürtzopo — — Schutz,. Ceonber Offt 1,9: 1,95
Katierslautern 1,25 Siehe, Sc Co 1,62. 5,4
Cberfefö Kup’er — >,0 Siemens eietztr Betr 7,0 6,0
clutr. tief 6et 10,5 10,25 Ihür. £te'. Sei 3,7u 3,7
El. Eicht und Kra't 8,7 8.5 0. jsoftf. Kali 1.8» 1,8
€mag. Sranm. o. M 0,3 0,35 woytz & Sretji 2,375 2,45
Stlzlobrik Sulbo — 8.1 ZuAert. Sronkentha, 3 a 2,tz
Gottesdienstordnung.
Katholischer Gottesdienst.
Sonntag, 25. Mai. (Bittsonntag.) Dom. V,6, 6, W u 7 hl. M., i. d 6 U.-M. ©eneralfom. d. christl. Müitervereins, 7 i. d. Marienkapelle hl. M. u. General» kom. der Caristenlehischülerinnen u. d. Agnesgruppen, 8 Pfarramt m. Pr., in demselben Generalkom. d. Schüler u. Schülerinnen des sechsten Schuljahres, *A1O Käthe» bralamt in. Pr., ‘412 letzte hl. M. m. Pr., '/«Z Mütter- vererns-Andacht m. Pr. u. Segen, 4 Bittprozession a. d. Frauenberg, abends 7 Maiandacht. In den Bittagen; Montag, Dienstag u. Mittwoch *A8 hl. M. m. Segen und es wird in ihr die Allerheiligen-Litanei voriebetet zur Erstehung des Segens für die Feld fruchte. — Stadtpfarrkirche. 5V« Kom., 5’/« hl. M., 6’/* hl. M. u. Kom. der Frauen und Mütter, 8 erster Schnlgd. u. Pr., g'/, Pfarramt u. Pr, 11 zweiter Schulgd. u. Pr., 9*/« Ehr. s. d. Jün st. i. d. Severikrrcbe, ll/i Bittwallfahrt nach dem Frauenberg, 3*4 A. f. d. Mütterverein, 8 Mai- Andacht. — Pfarrkirche zum heiligen Geist. 7 Frühmesse, 8 Hochamt und Predigt, abends *'«8 Maiandacht. — Sodaliiät. VilO. — Severikirche. Sonntags l/i7, werktags 6 hl. M. Oberrealschulgottesdienst: Sonntags 8, werktags 6’°. — Michaelökirche. Nachm 2 Bruderschaft von den 7 Schmerzen Mariä: Predigt und Andacht. — He»j-Jesu-Heim Sonntag 8 Pr. und Amt, 2 Segensandacht. Mittwoch abends 8*/« Segensandacht. — Frauenberg. 5, */»6, 6, */»7 u. 7 hl. M., 8 «ingmeffe m. Pr., 9 Levitenamt, nachm. 2 A. f. d. Bittwallfahrt d. Stadtpfarrei, */,5 A. f. d. Bittw illfahrt d. Sompfarrei. lMontag, Dienstag und Mittwoch der Brttwoche 6V« Bittprozession, darauf Amt.) — Lehnerz: 7 Amt m. Pr. — Dietershan: 9 Amt m. Pr., jedesmal mi Austeilung der hl. Kommunion.
In bet FriedhvfSkapelle am Franzosenwäldche» Montag, den 26. Mai, morgens 6'/- Uhr hl. Messe.
Hochgespannt
bleibt auch fernerhin die innen- und außenpoli- tische Lage Deutschlands. Niemand kann im eigensten Interesse jetzt auf eine tägliche Infor» mation über die Lage verzichten. Auch in den kommenden Sommerwochen ist die
Zeitung unentbehrlich.
Besonders die Leser auf dem Lande müssen schon aus Gründen ihrer Wirtschaft trotz der gehäuften Berufsarbeit auch im Sommer die Zeitung lesen, wenn sie sich von gar manchem Schaden bewahren wollen.
Das Heimatblatt des Mdaer Landes ist und bleibt die einzige in Fulda zum Druck kommende Tageszeitung, gleichzeitig amtliches Kreisblatt und Verkündigungsblatt sämtlicher Behörden, die
Zuldaer Leitung.
Klare politische Stellungnahme, volkstümliche Schreibweise, charaktervolle Vertretung einer Politik der Mitte und des Ausgleichs, reichhaltige Nachrichten aus dem Heimatbezirk, aus Stadt und Land, aus der Praxis geschöpfte Berichte über die wirtschaftliche Lage, ein umfangreicher, gediegener und sittlich einwandfreier Unterhaltungsteil, umfassender Anzeigen- tell, das sind Vorzüge der Fuldaer Zeitung, die sich nicht in Abrede stellen lassen.
wöchentliche Beilagen
sind die beliebte Unterhaltungsbeilage mft ausgesprochen heimatlichem Charakter
„Die vuchenb.ätter";
ferner die mit Bildstoff über die wichtigsten Tagesereignisse geschmackvoll versehene
Welt int Bild.
Wer es noch nicht getan hat, erneuere sofort die Bestellung der Fuldaer Zeitung für den kommenden Monat.
Selbstbinder
Strickbinder - Regattes - Diplomaten Nur das Neueste I
Hosenträger - Sockenhalter - Ledergürtel
Spe zialhaus
Z OLK O S
Die Spezial|irma lör Qualitätsware.
Fulda. Bad Salzschlirf.
Kinder - Blutarme
Kranke und Unterernährte linden in Cenovli-Hafer» Kakao ein natürliches Kräitigungsmittel, das infolge seiner stärkenden und blutbildenden Wirkung ein geradezu ideales Mittel zur Hebung und Gesundung der Körper- und Nervenkraft ist. — Im Entwcklungsstadium — also insbesondere bei Kindern — bewirkt der dauernde Gebrauch von Cenovis-IIaferkakao einen merkbaren Einlluss aut kräftige Körperkonstitu‘ ion; weshalb auch von ärztlicher Seite das Präparat wärmstens empfohlen wird. — Cenovls - Haferkakao soll also in jeder Familie — am best-n als Frühstücksgetränk — einen dauernden Platz erhalten, umsomehr, als auch der mässige Preis die Verwendung jedermann gestattet.
Hant-Bleichkrem
„.fttero" sowie Moroseste bleichen Gesicht u. Hände in kurzer Zeü rein weih. Wirksam erprobt« unschädliche Mittel gegen wstchSne Hautfarbe, Sommersprossen, Leberflecke, gelbe Flecke. Mit gen. Nnweis. in allen Tblorodont-Berkaufsstellen zu habeir.