Einzelbild herunterladen
 

ÄL 120.

DonnevKtag, 22. Ma! 1924«

* Fuldaer Zeitung

s. Blatt.

*¥* Druck der Fuldaer Actieudruckerei m Fulda

bemerkenswertes aus der Wahlstatistrk.

Nach der jetzt vorliegenden amtliche« Auf. Mlung der endgültigen Wahlergebnisse ergibt sich kür daS Zentrum die nachstehende Gewinn« und

Verlustliste:

1 Ostpreußen

1924

85201

1920 21 Reichsliste

91489

25201

^Berlin

44123

36547

13169

8. Potsdam n

29046

23858

^4. Potsdam I

19067

15663

20612

5. Frankfurt a. O.

51545

41561

6. Pommern

7670

6290

7670

"7. Breslau

176370

177240

8. Liegnitz

53378

61770

8437

9. Oppeln

198689

204096

^-Magdeburg

15809

12863

15929

Ü. Merseburg

8799

6534

12. Thüringen

51321

48470

1g—Schleswig-Holstein

7498

5592

7498

z^Weser-Ems

126691

133802

453

15. Osthannover

5422

5298

16. Südhannover

48 340

49750

~ 20 484

17. Westfalen-Nord

380 484

397 869

13. Westfalen»Süd

333 074

327 237

33074

19l Hessen-Nassau

202966

192 808

22966

25. Köln-Aachen

438660

443 252

18660

zi. Koblenz-Trier

323159

296912

23159

22. Düffeldorf»Ost

218323

230070

38 323

23. Düffeldorf-West

306120

301207

6120

24. Oberbayern

10097

—

10097

25. Niederbayern

6210

6210

26. Franken

16333

—

16333

27. Pfalz

• 39063

—

31063

28. Dresden

11782

14583

11782

29. Leipzig

3 320

2584

3320

30. Chemnitz

3672

2396

3672

31. Württemberg

265 496

269 477

25 496

32. Baden

325 645

344020

25 645

33. Heffen-Darmstadt

96130

95548

35130

34. Hamburg

9612

5797

9612

35. Mecklenburg

2683

1591

2683

Insgesamt 3920798

3845 001

440 798

Gegenüber dem vorläufigen Wahlergebnis stel- ken sich die Zendrumsstimmen in der endgültigen Statistik noch wesentlich günstiger heraus. Stark verschoben hat sich besonders das Bild in Schlesien, Thüringen und Hannover. Der Wahlkreis Thü­ringen, zu dem das katholische Eichsfeü) gehört, hat nicht, wie es zuerst hieß, 10 000 Stimmen weniger als bei der letzten Wahl aufgebracht, sondern fast 3000 S dimmen mehr. Durch höhere Ziffern in den Wahlkreisverbänden sind in diesen zwei Ab­geordneten mehr als in der ersten Aufstellung an­gegeben worden (Breslau inti) Hannover-Süd) und auf die Reichsliste infolgedessen zwei Abgeordneten weniger.

Das Zentrum hat in 2 4 von den 35 Wahl­kreisen einen Stimmenzuwachs zu verzeich­nen. Mehr als die Hälfte der jeweils überhaupt

abgegebenen Stimmen erhielt es im Wahlkreise T ri er-Koblenz, fast die Hälfte im Wahlkreise Köln-Aachen und Düsseldorf-West. Es verdient festgestellt zu werden, daß die Deutsch- nationalen in keinem einzigen WalMreise die Hälfte der abgegebenen Stimmen erreicht ha­ben, sie nähern sich der Hälfte in P o m m e r n und kommen auf ein Drittel der abgegebenen Stimmen nur noch in Ostpreußen (zwei Fünftel), Frankfurt a. O. (drei Achtel), Breslau, Liegnitz und Schleswig.

Die Berufsstände in der Zentrumspariei.

Die aus den jetzigen Reichtagswahlen hervor­gegangene neue Zentrumsfraktion stellt sich wie­derum als ein getreues Abbild der sämtlichen, in unserem Volke wirksamen politischen, wirtschaft­lichen, sozialen und geistigen Kräfte dar. In keiner andern Fraktion ist das in dem Maße der Fall, wie bei der Zentrumspartei.

Die Gruppe der L a n d w i r t e ist die stärkste in der Fraktion. Neben 8 Landwirten und 2 Guts­besitzern gehören zur Zentrumsfraktion 3 land­wirtschaftliche Organisationsleiter, ein Genossen­schaftsdirektor, 1 Landwirtschaftsschuldirektor und ein Leiter eines staatlichen Versuchsgutes. Dies sind zusammen 16 Vertreter der Landwirtschaft.

Die nächststarke Gruppe stellen die aus dem Arbeiter stände hervorgegangenen Abgeord­neten dar. Insgesamt sind es 10. Davon sind 3 Verbandsvorsitzende, 4 Arbeitersekretäre, 2 Mi­nister a. D. und ein im Reichsarbeitsministerium als Beirat tätiger Parlamentarier.

Für die Handwerker sind 3 in der Hand­werkerbewegung tätige Beamte und ein Genossen­schaftsleiter. Weiter gehören zur Fraktion 3 In­dustrielle. Aus dem Kauf manns st and: 2 Kaufleute, 1 kaufmännischer Angestellter und ein Konsumverbandsdirektor. Zu den freien Be­rufen gehören: 2 Schriftleiter, 1 Schriftstellerin, 1 Hausfrau. Zwei Rechtsanwälte, die noch hierhin gehören, fallen auch unter die 10 Köpfe starke Gruppe der Juristen. Hierzu rechnen 1 Ober­staatsanwalt, 1 Landgerichtsdirektor und als Mi­nister bezw. Reichskanzler angeführter Parlamen­tarier. An Staatsbeamten gehören zur Zentrumsfraktion 2 Oberregierungsräte, 1 Mini­sterialrat, 1 Oberpostsekretär und ein Postsekretär.

Aus dem Beruf der V o l k s w i r t f ch a f t l e r hervorgegangen sind 2 Minister, 1 Ministerialdirek­tor und 1 dritter Parlamentarier. Der Lehrer- beruf stellt 1 Universitätsprofessor, 1 Kreisschulrat, 1 Oberlehrer, 1 Oberlehrer a. D„ 1 Mittelschullehrer und 1 Lehrerin. Dem geistlichen Stande gehören 5 an: 1 Minister, 1 Universitätsprofessor, 2 Domherren und 1 Pfarrer. Schließlich sei noch erwähnt, daß zur Zentrumspartei vier Frauen gehören.

Die Reichstagswahlen in Hessen-Nassau seit dem Zufammendruch

Tag der Wahl:

19.1.19

6.6.20

4.6.24

»/«-Satz der gültigen Stimmen

Stimmen

Stimmen

Stimmen

19.1.19

6.6. 20

4.5. 24

Zentrum.............

209477

192808

202966

17,4

17,0

17,0

Demolratische Partei . ........

26536t

116084

85249

22,0

10,2

7,1

Deutsche Voikspartei.........

80555

182511

146985

6,7

16,1

12,3

Mehrheits-soztaldemokratische Partei .....

494600

310736

302886

41,0

27,4

25,2

Unabhängige Sozialdemokratische Partei . . .

45734

139321

11555

3,8

12/3

1,0

Kommunistische Partei.........

—

16a24

111495

——

1,4

9,3

Deutschnationale Volkspartei . ......

110310

177273

242995

9A

15,6

20,2

Völkisch-sozraler Block.........

—

—

66604

—

—

5,5

Verschiedene ............

279

——

29108

2,4

Rach Parteigr

Uppen:

Zentrum . . • V V . . . • »

209477

192808

202966

17,4

17,0

17,0

Liberale Parteien ..........

345916

298595

232234

28,7

263

19,4

Sozialistische Parteien . ........

540334

466581

425936

448

41,1

35,5

110307

177273

309599

9,1

15,6

25,7

Verschiedene............

—

—

29108

——

—

2,4

aus der Zentrumrpartei.

= Die »eichrtagu«- Oer deutschen windthorst-vunde Das Reichsgeneralsekretariat der deutschen W'udthorst. Bunde teilt uns mit: Unsere Reichstagung kann nicht, wie sonst üblich, Pfingsten stattfinden, sondern mutz auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden, voraus- fichtlich Anfang Oktober. Nach Rücksprache mit dem schlesischen Gauverband teilen wir den endgiltigeu Termin in einigen Tagen mit.

— vom Reichsgeneralsekretariat Oer deutsche» Sen- trmnrpartei gehl uns folgende Mitteilung zu: Sie Reichsparteileitung legt Wert darauf, daS während des

Da; tzeidefchlotz.

Roman von Marie Harling. 29j -----------

-Keine Hoffnung," lautet fein Urteil, „wrr noch Stun­den kann der Kranke leben.

Elsa bleibt gefaßt, als man ihr auf ihr flehentliches Bitten den Ausspruch des Arztes miste ist: nur in ihren Augen liegt ein namenloses Weh. Keine Minute weicht !>e vom Lager des Gatten, sie geizt mit jeder Sekunde, sie noch bei ihm sein kann.

Spät am Nachmittag erst öffnet der Kranke die Augen, in tiefem Weh blickt er auf sein junges, sckpnerz- etftorrtes Weib, seine Hand tastet nach der ihren.

-Nicht traurig sein, Liebling! Vielleicht ist es besser p- Ich hätte dich so gerne selbst zu Deinem Vater ge= bradjt, doch Gott will es nicht, wir müssen uns seinem WUlen fügen. Ich bin ihm ja so dankbar für das Glück, er mir in Dir und unferm Kinde gegeben. Küsse ~rm9arb in meinem Namen und lehre sie den Vater Ueb behalten."

Da schluchzt Elsa bitter weinend auf.

»Geh itidjt von uns, Norbert, wir haben Dich ja fo Uotwendig zu unferm Glück."

2>a leuchten die Augen des Sterbenden sieghaft auf.

•So bist du wirklich glücklich gewesen bei mir, Elsa?"

Voll und ganz, Norbert. Wenn auch zuweilen meine *“9en trübe blickten, so war es nur die Sehnsucht nach ^Heimltt, die aus ihnen sprach, das Verlangen, den. ««er wieder nahe zu sein, dem ich so wehe getan. Sieh, CTbert, feit ich selbst Mutter bin, weiß ich wohl, wie lieb

Ellern die Kinder haben."

•^."^Eilling Du, wie glücklich machen mich Deine ne. Doch ich fürchte das Ende, lasse den Priester ttn, uh möchte Frieden machen mit Gott und der West.

füvUj1 bald als möglich, Liebling! Lohbergs werden

-O'ch sorgen."

toantt hinaus, um dem Wunsche des Gatten nach- men. Nur mit äußerster Willenskraft kann sie ■nnLZyfo hallen. Kurz ist der Todeskampf. 3» den

letnes Wsbes jchläst Norbert faust hinüber, in­

Wahlkampfes herausgekommene Wahl material zu sammeln. Es handelt sich um Flugschuften, Flugblätter, Wahlplakate und Wahlzeitungen sowohl der Zentrums- par et wie auch sämtlicher anderer Parteien. Es wird gebeten, dem Reichsgeneralsekretariat, Berlin W. 8, Französischestratze 62, mindestens je etn Exemplar des nt Frage kommenden Wahlmaterials zuzu,enden.

Technik und verkehr.

— Der französische weliflieger d'Oisy ist Sonntag mittag in Schanghai (China) eingetroffen.

des das Abendrot hinter den Tannengipfeln verglüht. Dis zum letzten Augenblick ist Elsa standhaft gewesen. Als sie jedoch den erstarrten Körper des Gatten aus ihren Armen läßt, bricht sie zusammen.

Tage und Wochen hat Elsa mit dem Tode gerungen. Ein schweres Nsrvensieber hatte sie ergriffen. Wirr wären die Fiebeireden ter jungen Frau; sehnsüchtig rief sie nach dem Gatten und dem Vater; aber auch ein anderer Name tönte so oft in banger Frage von ihren Lippen.

Die junge, blonde Frau, die so aufopfernd an Elsas Lager sitzt, zuckt schmerzlich zusammen, so oft sie diesen Namen Hütt. Mahnt er sie doch an ein eigenes Ver­schulden, das sie, Gott weiß es, damals nicht fo schwer erwogen hat.

An Norberts Todestag noch ist eine Kabeldepesche nach Deutschland abgegangen.

„Westermann soeben gestorben; seine Frau unfähig, allein abzureisen, erwarte Nachricht."

Danderstraaten war tätlich erschrocken, als er bas Telegramm in Händen hielt. Heinz war bei dieser neuen Trauerbotschaft seine erste Zuflucht. In der ersten Er­regung wollte Heinz selbst zu Elsa reisen; doch sagte er sich, Elsa möchte gerade in der Zeit der ersten Trauer seine Nähe unangenehm empfinden. So kam man denn überein, sofort an Franz und Ruth zu depeschieren und von diesen weitere Nachricht zu erbitten.

Ruth eilte auf die Schreckensbotschaft sofort zu Elsa, doch fand sie diese schon in wilden Fiebenphantasien.

Aufopfernd pflegte sie Elsa; fast täglich sandte sie Berichte an den Vater. Elsas jugendkräftige Statur siegte zwar, doch trauerte es lange, bange Wochen, bis die fieberglänzenden Augen sich wieder bewußtoollem Leben er Stossen.

Ihr erster Blick fiel auf Ruth. Ein unruhig fragen­der, banger Blick war es, der die junge Frau streifte. Ruth fühlte den forschenden Blick und ein Jubelruf drängte sich auf ihre Lippen, als sie bas auffetmenbe Verständnis in Elsas Augen sah.

„Ruth, Du? Wo bin ich? Wie bin ich hierherge­kommen?"

Leise, wie ein Hauch- kommen die Fragen von der Kranken Lippen.

Abführung -er Lohnsteuer.

Dom F in a n z a m t wird uns geschrieben:

Die Abführung (Ueberweisung) der Lohn- und Ge­haltssteuern (Ivproz. Steuerabzug) stößt bei vielen Ar­beitgebern oft auf Schwierigkeiten. Um Unstimmigkeiten am Jahresschluß, bei Ausstellung der Ueberweismrgsblat- ter und um unnötigen Schriftwechsel zu vermeiden, wird auf folgendes hingewiesen: .

Diejenigen Arbeitgeber, welche mehr als drei Arbeit­nehmer beschäftigen, müßen die Lohnsteuer in bar an die Finanzkasse einzahlen, oder durch Ueberweisung auf Das Postscheckkonto der Finanzkasse Fulda (Postscheckamt Frankfutt a. M. Nr. 80 606), die Dresdner Bank Filiale Fulda, die Kreissparkasse Fulda oder die städttsche Spar- kasie in Fulda vornehmen.

Bet der Grenzzahl 3 bleibt es ohne Solang, ob samt- liche Arbeitnehmer des Betriebs Lohnsteuern zahlen oder nur einzelne.

Die Abführung der einbehaltenen Lohnsteuern hat zu erfolgen für Lohnzahlungen in der Zeit vom 1-—10- eines Monats, am 15. für Lohnzahlungen in der Zeit vorn 11.—20. am 25. und für solche in der Zeit vorn 21. bis Ende eines Monats am 5. des folgenden Monats.

Da die Abführung der einbehaltenen Lohnsteuerbeträge je nach Zahlterminen dreimal monatlich zu erfolgen hat, ergeben sich bei einzelnen Arbeitgebern, weiche nur wenige Wochenlohnempsänger beschäftigen, an den ein­zelnen Terminen vielfach nur geringe Steuerbeträge. Wenn nun in einem Monat die Lohnsteuern sämtlicher Arbeitnehmer nicht 12 Mk. übersteigen, so sind dieselben bis zum 5. des folgenden Monats abzuführen.

Bei der Einzahlung an eine Kaffe ist nur anzugeben: Lohnsteuer der Firma N. N für die Zeit vom......

bis 1924 .... Goldmark. Bei Einzahlung

durch Postscheck ist dieser Vermerk aus den Abschnitt zu setzen. Eine weitere Benachrichtigung an das Finanz­amt oder eine erläuternde Zuschrift über die einzelnen Einzahlungen ist nicht erforderlich. Diese Einzelnachweise sind von den Arbettgebern m den Lohnkonten so fest­zulegen, daß bei Prüfungen des Lohnsteuer-Abzugsver­fahrens in den Betrieben eine deutliche Uebersicht für jeden einzelnen Arbeitnehmer vorliegt.

Als Beleg für die in jedem Monat eingezahtten Sum­men ist bis zum 5. des nächsten Monats nur e i n e Bescheinigung beizubringen, welche eine pflichtgemäße Versicherung über die in dem betreffenben Monat ab­geführte Gesamtsumme darsteW.

Die Bescheinigung muß folgenden Wortlaut haben: Bescheinigung.

Der Firma N. N. in N. N.

Es wird hiermit nach bestem Wissen und Gewissen versichert, daß die an die Kasse des Finanzamts in Fulda von mir (uns) für den Monat . . . 1924 ab- geführten Steuerabzugsbeträge von insgesamt . . . Goldmark mit dem Gesamtbetrag der vom Arbeits­lohn meiner Arbeitnehmer in diesem Monat ein­behaltenen Steuerbeträge übereinstimmen.

Unterschrift.

Diese Bescheinigung muß von dem Arbeitgeber oder einer Person, die zur Vertretung der Firma rechtlich be­fugt ist, unterschrieben fein.

Es wird noch besonders daraus hingewiesen, daß die in der Bescheinigung aufgeführte Summe, mit den an den drei Dekaten-Terminen eingezahlten Summen genau übereinstimmen muß. Die Summen der zwölf Bescheini­gungen im Jahr ergeben bas Gosrnntsteuersoll der Firma und diese Summe muß am Schlüsse des Jahres durch Ausschreiben von Ueberroeijungsblättern für jeden ein­zelnen Arbeitnehmer nachgewiesen werden. Diejenigen Lrbeinehrner, welche die Bescheinigungen für die ver­flossenen Monate des Jahres 1924 noch nicht beige­bracht haben, wallen dieselben unverzüglich dem Finanzamt einreichen. ____________

Briefkasten der Bchriftleituirg.

„(Einer für alt". Wenn Sie ebenso vertraut mit der Obstzucht find, wie Ihre unterschriftslose Einsendung es mit unserem Papierkorb cietooiben ist, dann brauchen Sie allerdings keinen Obstbautechniker.

8. L Wer vaterländischer Trauer und nationalem Schmerz bei Tanz und komischen Vorträgen AuS. druck verleiht, der scheint uns der Sache, der er dienen will, keinen Dienst zu erweisen.

Handschuhe

Alle Leder- und Sfofferten. Führende deutsche Fabrikate.

Garantie für guten Silz und Haltbarkeit

Spezialhaus

ZOLKOS

Die Spezial |irma für Qualitätsware.

Fulde. Bad Salzschlirf,

'Husteii

„Still, Elsa, Du darfst nicht retten, Dich nicht auf­regen; spater erzähle ich Dir alles, versuche nun zu schlafen."

Gehorsam schließt Elsa die Augen, doch ein Zug peini­gender Unruhe matt sich in ihren Zügen.

„Ruth, wo ist Irmgard? Mir träumte, sie wäre fort?"

„Dein Kind ist bei Lohbergs, Elsa. Es ist gut auf­gehoben. Wenn Du folgsam bist und schlässt, hole ich es Dir nachher herüber."

Ein ganz leises Lächeln spiest um Elsas Lippen, dann schließt sie von neuem die Augen, und bald künden ihre ruhigen Atemzüge, daß sie der Ge.-esung entgegen­schläft.

Bon diesem Tage an macht Elsas Besserung gute Fortschritte. Nur einmal noch, als sie sich des erlittenen Verlustes voll und ganz bewußt wird, bricht sie in bittere Tränen aus. Doch dann wird sie ruhiger, sie drückt ihren kleinen Liebling ans Herz und flüstert ihm zu: „Jnngard, Du und ich, wir beide allein wißen, welch ein edler, guter Mensch er war, wir werden ihn lieb behalten, solange wir leben."

Oft kommt Frau Lohberg mit dem Kind herüber. Irmgards munteres Geplauder zerstreut und erheitert die Kranke. Auf Norberts Grab aber blühen schon silber- ftemige Astern und duftende Reseden, als Elsa es zum ersten Mal besuchen kann. Lange kniet sie betend an dem stillen Hügel. Träne um Träne rinnt auf die gefalteten Hände, endlich aber rafft sie sich auf.

„Norbert, ich weiß, es würde Dir wehe tun, sähst Du mich hier trosllos meinen. Ich werde stark sein und meinen Schmerz bezwingen. Hast Du mir doch ein Pfand gelassen, das mich unendlich beglückt und für das sich wohl zu leben verlohnt. In jener schönen Heimat werden wir uns Wiedersehn. Lebe wohl, mein Geliebter, bete für Deine schwache, verlassene Elsa, wenn Du bei Gott bist."

Freier und leichter wird Elsas Gang und über ihr blasses, abgemagertes Gesicht zuckt wieder ab und zu ein Lächeln.

Der Arzt jedoch verbietet vorläufig noch die lieber« fieblung in die alte Heimat. Elsa sei zu schwach, um jetzt im beginnenden Winter solche Strapazen durchzu-

Frank

Bk Tlotleninc kl

Srankf. Bank srankf. figp. Bank Srankf.pfani>br.-Ban> mttelb. Kreöltb. ivestb. Srankf Kass. qr. Straßenbahn flöt Sehr, öächtersb flbter u. Oppenheimer fVdiaffenb. Zeit«. Bad Sahfchtlrf Balbur piano Beck & Senket C Bing. Melatlw. Breuer & Co. Brockhues Cement Karlstadt Chem Griesheim Daimler Mot. Deutscher Derlog Dürkopp 6ft». Kaiserslautern Clberfelb. Kupfer 6ektr. £kf. 6 es. £1. Licht unb Kraft Cmag. Zronbt. a M SUzfäbrik $ulba

fl

en ea

it. Kur

1,« 2,o 1,0 1,7t 0,4 r,«

9,0

2,5 2,5

5,71 5,6

11,K 2,9

1,3

1,7 10,5 9,87 0,37

3,5

irt

-stehen fld

s so. 5.

1,1

1,6

2,0

1,7

0,4

M

14,9

1,7

2,2

2,3

5,25

5,5

11,75

2,6 20,0

1,35

1,6

10,5

8,5 0,35

3,5

er Bei

In Billionen Pn leb

Srankf. Baben Srankf. Gas Srankf. tjof Sf. Pok unb tDltk Gothaer Waggon fiaib unb TTeu fiebb. Kupfer flCdirter Sarb«. Komma Kallers! Koniernt Braun £ech Auasb. mainkraftrn. meguln Bnhb. Motor. Obrrurfd Neckar! Sahrz. Pf tz. Nahm. Schuckert Nbg Schuhftoff Sulba Schuht fierz Sf- Schuht. Leander Offb Sichel & Co.

Siemens eiektr. Bett Thür. Eiet. Gel­lt. Safif. Kass Wanh & Srept Zuckerl Frankenthal

irf

>3 ent t Kurs

0,75 4,9

S 0 2,’S 1,9 19,76

6,4 11,7b

9,0 0,8 8,7 5,0

14,5

1,875 1,9

13," 3,6 2,5 2,0 5,6 9,9

4,5 2,1

2,6 3,1

e.

20. 5

4,2

8,0

M

6,2

11,2

9,0 O.»l

8,375

4,6

14,0

11,0

4,0

1,9

30,5

3,5

2,0

2,0 5,375

9,4

4,0

1,95

2,5

3,1

Berlir

Deutsche Sfao

Geldanleihe Dollar! chak-Anw.

5 Reichsanteihe

ier

kspap

IS. 5.

4,2

77,2 0,075 0,43 0,21 0,875 0,069

1,5 0,115

0,221 0,195

0,27 0,40' 0,34

je We

8,0

4,5 4,875

20,25 5,5

4,9

3,0

Anlett

3,6 9,5

1,6

2,1 2,85

2,15 3,1

9,0

igs-A

120,0

70,0 36,0

63,0

n-AM

36,75 31,0

; 0,75

t-lBer

20,0

11,4 28,7

15,0

5,1 2,625

Een.

0,325

2,1

1,6

27,25

4,5

2,0

8,1

15,25

Ki

iere.

20. 5.

4,2

79,9 0,07 0,43 0,205 0,85 0,069

1,4» 0,104

0,209 0,18 0,265

0,37 0,74

rke.

8,0 4,375

4,6

20,4

4,9

3,5

zen.

10,1

1,7

2,1 2,85

2,15 3,0

9,0

ktterr

120,0

67,0 36,0

60,0

eu.

37,5

30,25

0,7

ke.

20,0 11,0 21,25

9,25 5,1

2,5

0,375

1,9

1,4

26,25

4,5

7,6

16,6

ursber

Deustche Bank D. Ueberlee-Bank Disconto«Komm.

Dresdner Bank

Melning. fipt.-Bk mittel». CreDltbk. Gest. Credll

icl

9,0

55,0

9,2

5,75

1,3

1,7 0,375

9 S

rit,

8,5

53,5

8,75

5,25

1,25 1,7 «•,375

24 0

. . Zmangsantethe

4 Sdjuhaebkt

5 Spor-Pr.-flnL

5 Pr.Schahant.22

4 pr.^Conf.

Industrie

Br fiefi & Serik „ Schutlh.-Pah

Aachener Spinn. Adler & Oppenh. ADkrmerke Kieper A.-G. f. Anilin Alexander« Alla Eiektr-Gel. Annener Guhstahl Rfchaffenb. Zellst. Augsb. Tlrb. IH. Babifche Anilin Basalt „

Bergmann € -w Bert. Anh. Masch- Bing Nürnberg Braunh. Brikett Buderus Chem. Griesheim Dt.Luxemb.Brgw „ 3utelpinnerei „ erdöt „ Kaliwerke

Dürkopp Gtberf. Sarbenf. eibetf. Kupfer eiektr. Cieferg. eil.Bab. Walk

Ullrich efchmeller Berg». Saber Bleistift Srankf. Gosg. Srankent Zucker iuchs wgggon Gelfenk Bergwerk Gefettlcb.f.elUntn. Gothaer Waggon fiarpen Bergm. stinbrichs Auff. filrfdi Kupfer Adchster Sarbrn- ßoefch

Kastel Seber). Caurahütte Linde Cismalch. Malchin. Breuer meguln Butzbach Matorenfab Deutz Neckgri.Zatzrzeuge Oberfthlet. Client»- eifen-3nbu(tr

Pbge eiektr. Reishotz Papier Rhein.Braunkohl- Uombadi-Süfk Sarotti Sloltwerk Geb hogtl. Match St.

I Wetterregeln

I Zellstoff walbh-

AMe

6,0 16,5

0,65

67,0

1,6

11,75

2,25 7,875

10,0

15,5

23,0

10,1

11,0

7,0

2,5

21,0 11,75 11,75 46,0 26,0

37,0

85,0

15,5

13,3

1,125 11,0

7,8

8,2 72,75

12,0

4,5 3,25

1,1 4,8

12,5

2,1

55.0

5,5 18,25 11,825 38,0 13,0

8,5

6,9

7,0

15,5

17,5

4,125 15,1 16,0

1,75

8,5

27,1 12,875

1,3 11,25

1,8 14,25

7,375

N.

5,3

15,5 0,6

65,0

1,4 10,875

2,2 7,625

8,5

15,0

20,0

13,9

9,2

11,1 6,125 2,1

19,0

10,1 10,873 44,0 24,75

85,0

31,0 14,0

12,6

10,0

7,‘> 3,25

69,75

11,0

4,1

8,8

1,375

46,25

12,5

53,25

4,9 18,6 10,75 33,5 12,0

7,0

6,5

6,75

14,25

17,5

4,9 13,75 14,25

1,6

7,5

25,75

12,8

1,121

10,9 1,9

13,375 6,75

4 Bayer. Anleihe 3Vi do. do.

MuslSnOifd

4% Goli-Bente 4 lürk. flömin.

4.. Bagb. S. II

.. Lose

4Ve Anatol. 5.1 4'/,.. S. II 4'/,.. S. IH Mex. Anleihe

wsrkbest

6% flnt). Rogg. 5% Bad Kahl. 5% elektro K. 5o/a preufi. Kali 5°/o do Rogg.

5 Roq.-Rent Bk. 6% thüring. R- 6 UJeftfäl. Kohk

versichert»

»ach.Münch. V Srkf. Atlg. Derl. Srank. R. u. M. Magdeb. S euere.

EisenbaH

eiektr. Hochbahn Oefterr. Slaatsb Sdjantungbahn

Schiffahr

Kosmos Dp|. Neptun Dpfsch. ßapag Santa

L oyd Verein. Gide

Banfr5

Barm. Crebitbank Bayr. 6. u. Wbk. Barmer Bank-Ü.

Berliner fjanöelsb. Commer,bank Danz. Privatbank Darm(täbterBank D. Asiat. Bank

SWH ipiirl teuren Wer.'

8ommvr8pro88v»

Jetzt ist es Zeit, Sommersprossen, Leberflecke, gelbe Mecke im Gesicht und an den Händen zu beseitigen durch Bleiche» mit Klorokrem u. RIorofeife. Unschädlich u. seit Jahren bewahrt. Mit gen. Amotil. in allen Thlorodont-Derlaussstellen zu haben.

Glas, Porzellan, Küchengeräte.

Fernr. 773. Conr. Wiegand Ww-, Fulda, Marklstr. 19.

machen. Wenigstens bis zum solgenden Sommer muffe man damit warten.

Als Danderstraaten diese Nachricht erhält, entschließt er sich kurz, selbst zu Elsa hinüber zu fahren. Er kann die Sehnsucht nach seinem Kinde und seiner Enkelin nicht länger mehr unterdrücken. Ohne Bedenken überträgt er Heinz die vollständige Leitung seiner gesamten Werke; dann reist er sofort ab.

Als Elsa von der Abreise des Vaters erfährt, fttahlen ihre Augen zum ersten Male im alten Glanz. Ruth ist noch bei ihr, und sie bemerkt zu dieser Freudenbot­schaft: „Ich werde solange bleiben, bis Dein Vater kommt, Elsa. Dann aber verlangt es mich auch nach House, zu meinem Gatten und zu meinen Kindern."

Elsa erfaßt mit herzlichem Druck Ruih's Hand.

(Fortsetzung folgt.)

Im Unterhaltungsteil der Fuldaer Zeitg. kom men demnächst zum Abdruck:

Unsere M.rie und ich aus der Feder des rheinischen Schriftstellers Joseph Vincenz Grün au. Der gemütvolle Humor dieser Erzählung macht sie zu einer angenehmen, kurz« weiligen Lektüre. — Daran schließt sich:

Die Einsame.

Von Horst Werthern.

Dieses psychologisch interessante Romanwerk darf einer herzlichen Aufnahme gewiß sein. Mit wach­sender Aufmerksamkeit wird der Leser dem Schicksals­wege des verarmten, innerlich reichen FreifräuleinS aus altadeiigem Geschlecht folgen, das sich, um die Leere seines Daseins auszufüllen, eines in der Er­ziehung vernachlässigten Kindes annimmt und unter Verzicht aus brennende Herzenswünsche in der Er­füllung seiner Lebensaufgabe das reinste Glück findet. Ein packendes Seelengemälde von heldenmütiger Selbstentäußerung uud Aufopferung entrollt sich dem geistigen Aug».