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M UZ.

Sonntag, 13. Mal 1924.

Fuldaer Zeitung

s. Blatt.

Truck der Fuldaer Aetieadruckerei in Fulda

Welt

irtfchaft und Volkswirtschaft.

Dollar und Pfund.

Don wirtschastspolittjcher Seite wird uns ge- ^Ehie sehr merkwürdige, aber auch für die De- vrtviümg der internationalen Eelvoerhältmsse auberordentlich charakteristische Erscheinung hat sich soeben gezeitigt. Dir führenden amerikanischen Finanzleute Haden sich gegen den in dem Sachver­ständigen -G mach i-tn ausgejprocl-enen Plan ge« wtmbt, wonach die Rechnungseinhrit für die kom­mende deutsche ColLnotendank das englische Pfund sein soll. Sir beanspruchen di« Heran­ziehung des amerikanischen Dollars für eine der­artige Grundlage unter dem Hinweis darauf, daß das englische Pfund Schwankungen ausgesetzt sei, denen der Dollar nicht unterworfen wäre. Die amerikanischen Finanziers machen aber geltend, daß es nunmehr von entscheidender Bedeutung sei, daß wirklich stabil« Wahrungsoerhältnifs« ge­schaffen würden, und um zu einer wirklichen Welt­stabilität zu kommen, muß« «len der amerikanische Dollar die Rechnungseinheit abgeben.

Diese Vorgänge sind von einem ganz außer­ordentlichen Interesse. Der Wetrkanrpf zwischen dem amerikanischen Dollar und dem englischen Pfund ist schon seit Jahr und Tag im Gang. Eng­land war früher der unbestrittene Herrscher auf dem internationalen Geld- und Kapitalmarkt. Das hat sich aber gründlich seit dem Krieg« ge­wandelt, seichem Amerika der Hauplgläubiger der äßett wurde und selbst England unter seinen Schuldnern sah. Im Krieg« konnte Amerika feinen schon bis dahm sehr stattlichen Goldschatz außer- ordentlich verstärken. Er wird heute mit nicht weniger als 18 Milliarden Goldmark beziffert unter Einschluß der in Amerika immer besonder» hoch gehaltenen Restrven in un gemünztem Me­tall. Die Größe dieses Goldschatzes gibt auch eine Erklärung dafür, daß in der ganzen Welt Dollar­noten umlaufen können, ohne daß sich eine Verän­derung des Wertes ergibt. Ein großer Teil dieses Goldschatzes liegt aber seit langem brach, und das ist auch mit die Ursache für gewisse Lerkalkungs- erscheinungen In der amerikanischen Wirtschaft. Diese Goldreserven bedürfen einer aktiven Betäti­gung, und darum ist das Interesse der amerikani­schen Wirtschaft an der Nutzbarmachung dieser Schätze auf dem Wege einer K r e d i t h e r g a b e an das Ausland in letzter Zeit sehr stark ge­wachsen. Freilich will Amerika damit ein gutes Geschäft machen und vor allen Dingen unbedingte Skherheit für seine Gelder haben. Größere ameri­kanische Kapitalien wären daher trotz altem erst zu erwarten, wenn Frankreich und Deutsch­land sich wirtschaftlich verständigt haben und wenn aus einer solchen Basis die Aussicht auch auf einen Ausgleich der politischen Gegensätze gegeben wär«. Einem Europa, dem jeden Augenblick eine neue Kriegsgefahr droht, würden sich alle ausländi­schen Geldgeber, guerft die sehr geschäftstüchtigen ätmerifaner, versagen.

Dieses Ringen des amerikanschen Kapitals um die Vorherrschaft des Dollars als Rechnungsgrund- cage für den Goldpreis auf der ganzen Welt hat eine hohe wirtschaftliche, aber auch eine noch viel größere weltpolitische Bedeutung. In den Vankkontoren Huben und drüben wird nun «ine Schlacht geschlagen, von deren Ergebnis nichts Ge- ringeres abhängt, als die nächste militärpoli­tische Kon st eil ation auf den Schlacht­feldern eines neuen Krieges.

M lmSlMWMü Mlflon in öer MU

Der Reichsminister für Ernährung und Land­wirtschaft, Graf K a n i tz, hielt auf Einladung der brandenburgischen Landwirtschaftskammer «inen Hochbedeutfamen Vortrag über die reichs­gesetzliche Förderung der landwirtschaft­lichen Produktion für die nächste Zukunft.

Nachdem er die pnmöglichkeit, die Wirtschaft allein durch gesetzgeberische Maßnahmen zu mei- tem, beleuchtet und auf die Mitarbeit der beruf»- ländischen Vertretung selbst hingewiesen hatte, kizzierte er ein feftumriffene» großzügiges Agrar- irogramm, welcher er als eine der Hauptaufgaben es neuen Reichstages in Anbetracht der sich täg­lich verschärfenden Agrarkrise darstellte. Unter Zu­stimmung der Versammlung betonte er die unbe­dingte Notwendigkeit, die Rentenmark zu halten, und sprach über die verschiedenen Möglichkeiten der Kreditbeschaffung, wobei er, wie bereits de» öfteren, auf die Notwendigkeit hinwies, nach Ein­treten einer internationalen Beruhigungsatmos­phäre der Frage der Kreditbeschaffung aus dem Auslande ohne direkte Derfchuldung des einzelnen Landwirts an das Ausland ' näherzutreten. Er iprach über die inflationistischen Erscheinungen, die sich infolge katastrophalen Geldbedarfs in der Preis­gestaltung für gewisse Jndustrieprodukte gezeigt

haben. Die kommende Reichsregierung müsse hier­auf ein sorgsames Augenmerk haben.

Nachdem Spartrieb, Sparvertrauen und Sparmöglichkeit zurzeit so gut wie dahin seien, müsse man nach jedem Mittel zur Finanzierung der Landwirtschaft greifen. Er führte u. a. aus: Nach dem Sachverständigengutachten soll die neue Gold- Notenbank als Zentralnoteninstitut und auch als Z e n t r a 1t r e b i t i n ft i t u t fungieren. Die Eoldbiskontdank und die Rentenbank sollen nach Ablauf einer bestimmten Frist liquidiert wer­ben. Die Rentenbank soll ihre Kredite an die Wirt­schaft nicht wieder erneuern. Meines Erachtens läßt der Expertenbericht die Frage völlig offen, wie und wo denn zukünftig der landwirtschaftliche Kre­ditbedarf beschafft werden soll, nachdem di« neue Coldnotenbank hierfür ihrer Natur nach als Nv- teninftitut kaum in Frage kommen kann, da sie voraussichtlich nur kurzfristige Wechsel wird aus- geben können. Der neue Reichstag muß Mittel und Wege finden, die Grundlagen für eine Agrarbank, welche die kreditgebende Funktion der Rentenbank nicht nur übernimmt, sondern wei­ter ausbaut, bald zu schaffen. Die Vorarbeiten für diesen Gedanken werden in meinem Ressort ge­leistet. Da wir auf jeden Ausweg bedacht fein müssen, halte ich des weiteren die Einrichtung eines Warrantverekhrs, wie er sich bereits in vielen Län­dern der Welt findet, für nötig. Der Warrantver­kehr ist ein wichtiger Faktor zur Finanzierung der Landwirtschaft in den stillen Monaten und gleicht dem Cchieleschen Konzertifikat. Eine dies­bezügliche Gesetzgebung wird in meinem Amt vor­bereitet.

Graf Kam'tz sprach weiter über eine gesunde Zollpolitik und erachtete deren baldige Be­handlung im neuen Reichstag für dringend er­forderlich, damit die neue Ernte zum mindesten unter der psychologischen Erleichterung der kom­menden Zollgesetzgebung stände. Redner wandte sich des weiteren der Frage des Futtermittelschutzes sowie der Notwendigkeit einer Düngemittelgesetz­gebung zum Schutze des verbrauchenden Landwirts vor Ueberrorteilung zu. Er sprach weiter über die in feinem Amt vorbereitete Pflanzenschutz- gesetzgebung und wies auf die Millionen- Verluste hin. die durch die verschiedenen tierischen und pflanzlichen Schädlinge der deutschen Land­wirtschaft entständen. Auf dem Gebiet des Ver­kehrs mit Milch stellte er eine Verordnung in Aussicht, durch die die bestehenden Vorschriften, soweit sie produktionshemmend seien, beseitigt werden müßten. Kanitz sprach sich ganz entschie­den gegen eine weitere Enteignung von Kultur­land zum Zwecke von Neusiedelungen aus. Ein­mal fehle es an Geld, wirklich neu zu fiedeln, und zum andern böte die von ihm im Februar erlassene Verordnung zur Vereinfachung der Genossenfchafts- bildung eine Handhabe, Moor- und Oedlän- dereien in gewaltigem Umfange der Kulturnutzung zuzuführen.

Nachdem Kanitz noch über den Gedanken der Dnerbengesetzgebung gesprochen, berührte er schließ­lich die Notwendigkeit einer starken amtlichen Reichsspitzenvertretung der Land­schaft, wie er sie in dem Entwurf des Reichs- landwirtschaftskammergefetzes erblicke. Er führte aus: Der neue Reichstag wird von den ersten Ta­gen ab ein großes Maß von fachlichem Arbeits­eifer im Interesse der Erhaltung der landwirtschaft­lichen Produktion aufbringen müssen. Wenn er sich nicht dazu durchringt, diese heute wichtigsten Lebensfragen des deutschen Volkes ohne parteipoli­tische Bindung als gemeinsame Fragen der Nation zu betrachten und zu behandeln, geht die Landwirtschaft einer unvermeidlichen Katastrophe entgegen. Vor allem muß der neue deutsche Reichstag vermeiden, alles zu atomisieren und zu analysieren, ganz gleich, ob der Patient, die kranke deutsche Wirtschaft, inzwischen stirbt. Ich bin mir des furchtbaren Ernstes der Stunde voll bewußt; ich sehe die Schwere der Verantwortung, die in näch­ster Zukunft auf den Regierenden und den hinter ihr stehenden Parteien liegt. Trotz der Not der Zeit weiß ich uns Landwirte einig in dem starken und unwandelbaren Willen, die deutsche Ernäh­rung aufrecht zu erhalten und uns durch diese furcht­baren Zeiten hindurchzukämpfen. Die unbedingte Anerkennung der Staatsnotwendigkeiten feiten» der Landwirtschaft und die Ueberzeugung, daß die Landwirtschaft niemals Selbstzweck, sondern immer nur Mittel zum Zweck« der Erhaltung einer ge­sunden Nation ist, gibt uns Landwirten di« mora­lische Kraft, mit gufammengebiffenen Zähnen einer besseren Zukunft entgegenzuarbeiten. Dem neuen Reichstag, dem ich in meinen Ausführungen ein Agrarprogramm an die Hand geben wollte, rufe ich zu:Schnell an die Arbeit! Hüte und erhalte die heimische Scholle, das heiligste und wertvollste Gut der Nation! Und der Brandenburaischen Kammer rufe ich einGlück auf!" zu, daß sie wie bisher in ihrer fegensreichen Arbeit fortfahren möge zum Wohle der geliebten Heimat."

Präsident von Oppen dankte dem Minister mit herzlichen Worten für feine vortrefflichen Ausfüh­rungen und wies anerkennend auf die stille und großzügig« Arbeit hin, die der Minister in den vergangenen Monaten dadurch geleistet habe,

daß er zahlreiche Gesetzentwürfe zur Produktions- förberung für den neuen Reichstag umfassend vor­bereitet habe. Die brandenburgische Landwirt­schaftskammer habe nunmehr gehört, daß die Land­wirtschaft nicht nur mit Worten abgespeist würde, sondern daß seitens der leitenden Reichsressorts praktische Arbeit von höchster Bedeutung für die Zukunft geleistet werde.

Die überseeische Auswanderung nach Ziel und Beruf.

Die Auswanderung Deutscher nach überseeischen Ländern im Jahve 1923 verdient betonterer Beach­tung. Die wircschafitiche Not in der deutschen Be­völkerung hat bis November vorigen Jahres von Monat zu Monat eine steigende Zahl von Ange­hörigen aller Berufsschichkn dazu getrieben, ihre alte Heimat zu verlassen, um sich jenseits des Ozeans neue Eristenzmöglichkeiten zu suchen. Sie hat ins- gesamt "im vorigen Jahre die überseeische Aus­wanderung gegenüber ter des Jahves 1922 mehr als vervierfacht. Von Interesse sind die Richtun­gen, in die sich ter Strom der temschen Auswande­

rer bewegt.

Di« HauptmtswandarungsM« gehvn ans ter untensteh nten Tabelle hervor. Es zeigt sich, daß die Auswanderung nach Südamerila in den Jahren 1920=23 ste.ig gestiegen ist. Hatte sich aeer besonders tn den Jahren 1920 und 1921 der Haupt­strom ter deutschen Auswanderer nach Südamerika gerichtet, so ist das gewaltig« Anschwellen ter Zahl der Auswanternten 1922 und 1923 vorwiegend Nordamerika, insbesondere den Vereinig­ten Staaten, zugute gekommen. 2m Jahre 1923 gingen 81,1 Prozent aller Auswanderer nach Nordamerika.

Es gingen nach:

Mesamtzahl der Sütem oTmenäh.

Au»wanoernden Nordam Brasil. Ar-rnr. röezelchnung;

1920 8 :i58 1 429 131 688 0 078

1921 23 451 9080 6 872 2 066 3:90

1922 3! 527 24 608 5 261 4 996 730

192! 115416 93 576 8920 9 640 1 138

Di« deutsche Auswanderung 1923 ging zu 99 Prozent über Hamburg und Bremen. Dir Glie­derung der über diese Häfen beförderten deutschen Auswanderer nach Berufsschichten geht aus

folgenter Uebersicht hervor:

Land- und jiorsiwlrtschast 16903

Ber bau, Hütten und Salinenwesenl 843 Industrie Gewerbe) ciruchl. Laugewcrbe 45 418 Handet»!'.ewerbe, Versicherum,» eroerbe 13 070 Verkehr«gewerbe, Gast» u. Schankwirtsch. 3 128 Häurttche Dienste 11564

Üohnarbeil 3 039

Freie Berufe, öffentlicher Dienst 4 454

OhneBeruj u.BcrusSgewerbe (gainilien- angehörige ufto.) 14393

14 9

1 6

39.9/

11,5

2,7

10,2 °/°

2,7 «/.

8,9/.

12,6/.

113 812 100.«/«

In den ersten drei Monaten 19 2 4 zeigt sich im üorigen ein erheblicher Rückgang der Auswanderung. ImJtooemLer 1923 man- Sterten etwa 16 000 Deutsche nach überseeischen Ländern aus. Von diesem Höchststand ist die mo­natliche Au-wanderungsziffer bis April 1924 auf etwa 4000 gefallen. Das ist vor allem darauf zu- . rückzuführen, daß die Vereinigten Staaten nur einer bestimmten Anzahl von Deutschen die Einwande­rung jährlich gestatten, und daß für das laufend« Geschäftsjahr bis Juni 1924 diese Quote erschöpft , ist. Im Juli wird mit dem Fortfall der nordameri­kanischen Sperre mit einer erneuten erheblichen Steigerung der Auswanderungsziffer zu rechnen sein.

) Ein Teil der nach Südamerika 8u»gewandevten hat keine nähere Bezeichnung dr» Au»wandeiung»ziete» an «geben. Daher mutz angenommen werden, da; die Zahl der nach Brasilien und Argentinien Ausgewanderten, insbesondere in den Jahren 1920 und 1921, erheblich höher ist, al» au» der Tabelle heroorgeht.

wirtfchastsdlenst der K. K. v.

Seit dem 1. April d. 3. ist vom Verband kath. kaufm. Vereinigungen ein Wirtschastsdienst ein­gerichtet worden. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, da» wirtschaftlich« Leben innerhalb de» Verbände», aber mich noch darüber hinaus unter allen katholischen Kaufleuten zu heben und zu fördern. Zu diesem Zwecke sind ver­schiedene Neueinrichtungen getroffen. Ein Waren- und Brancheverzeichni», da» jetzt schon über 5000 Firmen enthält, ermöglicht da, Heraurziehm bestimmter Firmen jeder Branche und au» verschiedenenLande»!« lrn. Ferner werden direkte Preisangebote vermittelt. Hierbei Hilst die in 40 000 Exemplaren erscheinende Zeitung Wirts chaftsdien st K. K. V. Die Rubrik in dieser Zeitzmg: »Anfragen nach Bezugsquellen" steht kostenlo» zur Verfügung. Auskünfte geschäftlicher und juristischer Art werden ebenfalls kostenlos erteilt. Der An- und Ver- ftnf von Geschäften wird übernommen. Hierbei wird besonders auf die Erhaltung des Inhabers als Katholik geachtet. Ein Bezugs quel le n-D erzeichni » ist dem Wirtschastsdienst beigegeben. Diese» Verzeichnis stellt eine nach Branchen geordnete Zusammenfassung der Firmen dar und hat den Zweck, die katholischen

Raufleute miteinander bekannt zu machen. Die Ge- schäftsverbindungen werden dadurch gehoben und jede selbständige Firma, Fabrikant oder Gcotzist, muß darin vertreten sein. ,,

Do, Messebüro Hai die Aufgabe, bei Messen Rau­fet und Verkäufer zusammenzubrinzen und Gcfchüstsver. bindungen unter den kath. Kaufleuten auzuknüpien. Eigene Ausstellungen sollen veranstaltet werten. Die erste Ausstellung dieser Art ist vom 6. bis 10. August in Raffe* anläßlich des Vsrbandrta es. H:er fft gerade für die Fuldaer Fabrrkant-n und Grotziften in Anbetracht der guten Verbindungen mit Raffet t;e teste Gelegenheit, diese Ausstellung zu beschicken. Ein Stand­geld wird hier nicht erhoben. Die Entwicklung der Ver­eine und des Verbandes im Bilde wird tn einer bei cm» deren Abteilung gezeigt. Der Wirtichifisdienst R. R. D. erscheint zur Ausstellung als Provaganda-Rumm-'r tn besonderer Ausstattung und erhöhter Auslage. Er ut somit für eine wirksame Reklame sehr geeignet. An­zeigen hierfür werden vorn örtlichen Vertrauensmann entgegengenommen Die Stellenvermittlung, d e sehr umfangreich ist, ergänzt die gro'-e Aufgabe, d.e lich der Wirtschastsdienst gestellt hat. Anfragen und Aus­künfte werden direkt an den Wirtsllmftsdienst R. R. V. Esten a. d. R., Rüttenschelder-Plotz 10. oder an den Ver­trauensmann für Fulda: Peter Schulte, ^ulda, L^her» straste 40, erbeten. Allen Anfragen ist Rückporto ('W zufügen.

Keife nn) Wanderung.

= vamofekiahrte« ach den Seebälern. Der "'erb- deutsche Lloyd wird auch in diesem Sommer feine be­liebten Valuten von Bremerhaven.Lioho alle nach den Nordsecbädrrn 33 mjeroo t, Helgoland um Norderney wieder au,nehmen. Nach Wan eroo e fall örrtmal wöchentlich bet Dampfer .Delphin", na a Norderney zweimal wöbentlich der Dampfer9Z .jabc* verkehren. Außerdem werden an den Sonnta en Hin- und N ck- fa nten von Bre.nerh wen na h W ingeroo e sowohl wie nach Hel oland und au i, von No derney nach Helgoland au»gefuhit. Ifin eine Sonnla ttfahrt.m nach Hel oland finden auch von Wangeroo e au» statt. Der ronntag»- öienjt Bremerdav nH l oland ^rnd zurück soll durch den neräu ni en Dopperichraubcri-varonoamofer »ttjrütz» --ott'aus'esuhrt werden. An den beidenbfin i ft tagen finden Mahnen von Bremeih roen-LIoy ch itte nach Jcl 'O- land mit D. .(Srüjflott" undyoiroärt»* statt. Der Seebäder'ahrplan de» Norddeutschen Hioip w ro in den nächsten Ta en erscheinen und d MN von allen Vertretern deS Not: deutschen Lloys uno anderen Reisebüro» unent­geltlich ;u beziehen fein.

Die Qualen eines Nervösen.

Ein nervöser Mensch ist ein unglücklicher Mensch. Kleine Widerwärtigkeiten können ihn zur Verzweiflung bringen, die kleinste Aufregung kann ihm tagelang Kovf- ichmerzen oder Uebelteit verursachen, ihn ärgert die Fliege an der Wand, und er ärgert sich wiederum dar­über, daß et sich so ärgert.

Nervenleiden sind zumeist G:hirnleiden und Geisteskrankheit, unbewußte Handlungen, Nückenmarks- Mangen uw sind nur beionötr» laro.re , wgen der­selben In leichteren Fällen äußert I ich Nervosität durch Kopfschmerzen, Glie­derreißen, Zuckungen. Rückensch merzen. Gekichtsschmerzen, Schmerzen im Hal», Armen und Gelenken. Augenflimmern, Blutwallungen, Herzklopfen, Schlaflo­sigkeit, schwere oder schreckliche Träume, Beklemmungen, fecbroinorianfäiie, Ano st - a e f ü b I e , ühermäMae Emnflnd« ichkeit gegen Geräusche, Reizbarkeit besonder» früh nach dem Auf stehen, Unruh». Launen­haftigkeit. Verlagen de» GedächtniNe», gelbe Hautflecke. Klopfen in den Adern, Gefühl von Taubheit in den Gliedern, Zittern der Hände und Kniee bei Er­regungen. blaue Ringe um bie Augen, Ohrensausen, sonderbare Gelüste und Ab­neigungen, Schreckhaftigkeit. Diele weniger auffällige Erscheinungen treten einzeln oder zusammen auf und find Anzeichen dafür, daß die Nerven angegrif­fen sind. f

Zeigen sie sich, so sollte unbedingt sofort etwa» ge­schehen. Man muß den erfchövften Nerven diejenigen Stoffe zuführen, die sie bei der übermäßigen Anstrengung verbraucht haben. Diele Stoffe bestehen au» organischen Phorphorsöureoerbindunoen, und es ist der Wissenschaft gelungen, sie au» organischen Substanzen in sehr starker Konzentration zu gewinnen. In zweckmäßiger Zusam­mensetzung enthält sie das bekannte, sehr emrckohlene Dr. med. Robert Hahn» «Nervisan*. Hören Sie, wie es beurteilt wird:

Ich bin sehr zufrieden, fühle mich jetzt viel ro-Mer, hauptsächlich der Schlaf ist viel besser geworden, ich schlaf« jetzt fast jede Nacht ununterbrochen durch, wa, erst nicht der Fall war.....Bruder, Justizwachtmei­ster.......daß ich mit IhremNervisnn" febr zufrie­

den bin, ich bin mein Nervenleiden Gott fei Dank los. wofür ich Ihnen sehr dankbar bin.....Ich habe es

schon vielen empfohlen und werde es auch weiter tun. Dal. Göring..... zu meiner Befriedigung kann

ich Ihnen die freudige Mitteilung machen, daß ich mich wfeder rv-chl und gesund fühle und wieder ein ganz anderer Mensch bin. Werde mich bemühen. IhrNrr- Difan überall zu empfehlen, danke Ihnen nochmals nach­träglich. Fr. Fuch». . . . und viele andere mehr.

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