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Dienstag, 13. Mai. Fulda. Abends 8 Kirchenchor (Hebung für das Gesangbuchjubiläum>
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Sonntag, 11. Mai. Nachmittag» 4 u. abends 8 Evangelisation (Pfarrer FuchSiocherV - Montag abends 6 Kinderbund — Dienstag abends 8 Bibelstunde iPfarrer Weber). — Mittwoch abends 8 Desangstunde. —Donnerstag abends 8 Iucendbundstunde. — Freitag abends 8 Bibel- und Gedetstunde. ___________
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Dingen der Außenwelt. Morgens um 6 Uhr war Wecken, dreimal am Tage erhielt der Gefangene heißes Wasser, um sich aus eigenem Vorrats kochen zu können, mittags gab es eine Schüssel Suppe' abends einen derben Pudding und täglich 400 i Gramm Schwarzbrot. Die Duldsamkeit dieser Ge- I fängnisbehörde ging erstaunlicherweise sogar jo ; weit, daß man ihm die Anbringung eines Kruzt- ’ fixes an der Zellenwand gestartete. Diese er- । zwungene Einsamkeit dauerte ein Lahr, nach dessen
Ablauf der Erzbischof wieder in das Gefängnis der G. P U. geschafft wurde. Zehn Tage wurde er wieder aller bisherigen Wohltaten beraubt, und am 11. April endlich holte ihn eins militärische Eskorte I aus dem Gefängnis ab, brachte ihn zum Bahnhof und dann mit der Eisenbahn an die Grenze. Kem Mensch sprach ein Wort mit dem Slräfl'ng, sodaß er nicht einmal erfrchr, wohin man ihn verschleppte. Endlich an der lettischen Grenze händigte man ihm den russischen Ausweisungsbefehl und die lettische Einreiseerlaubnis ein. Ohne jegliche Mittel, war es dem Erzbischof nur durch die Inanspruchnahme des Anerbietens eines mitfühlenden Reifenden möglich, nach Riga zu gelangen, wo er sich sofort zur Messe in die Kirche zu den Heiligen Märtyrern begab, — ein alter, bleicher, weißhaariger Mann, den die zelebrierenden Priester, seine früheren Schüler, j kaum wiedererkannten.
| Der Erzbischof hat sich inzwischen über Polen nach Rom begeben. In Polen war er Gegenstand begeisterter und rührender Ovationen. Seine einjährige Haft in russischen Gefängnissen wird eines
zu ien Händen der Sollchewiften.
Die LeÄen des Erzbischofs Lzepliak.
Wie das gesittete Emopa bereits erfahren hat, Fr crr'bil-wf Czepliak von den Sowjetbehörden .»hick aus dem Gefängnis befreit worden, tn dem !r über ein Jahr qualvoll gefchmaästet hat. 3m £kSc. 1923 weaen „kontrareoolutionärer Trerbe- < ,mn Tode verurteilt, gemeinschaftllch mit
Prälaten Budkiewicz, wurde er in das Ge- rntmis der G. P. U., der Nachfolgerin der berüch- liaten Tfcheka, in dunkle Einzelhaft gebracht, m der -r beinahe vierzehn Tage zubrachte, jede Stunds
Hje letzte erwartend, mutterseelenallein, von X Welt abgeschlossen, Trost im Gebete suchend findend. Seinen Wärtern war verboten, mit Ihn zu forschen, um ihn in ständiger gräßlicher Un- c»w: 'hnt zu lassen. Schließlich wurde er eines "'ages aus seiner Zelle hervorgeholt und m ver- A-lossenrm Automobil in das Bulisky-Gefängms ge- Lracht, wo zuerst er von der Hinrichtung Budkie- ivicz und seiner unter dem Druck der öffentlichen Meinung Euroras erfolgten Begnadigung erfuhr.
Im Butisky-Gefängms war di« Hast immerhin erträglicher als in den Schreckenszellen der G. P. U., er durfte Lebensmittel von Glaubensgenossen eM- p'angrn und von Zeit zu Zeit auch etwas Geld, von hem er sich Zeitungen kaufen lassen durfte, allerdings nur die „Prawda" und die „Isoestija", rm- nrerhin ober doch wieder eine, wenn auch noch so pro' lematrsche Fühlung und Verbindung mit den
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