Einzelbild herunterladen
 

Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Sladl Fulda.

\

51. Zahrg

Mittwch, 7. Mai 1924

eultoärtl 0.80 Oolbmart

»:

tJri SSiebfr6ü'mtflt:i Slobatt- le^ltoelfen1» ^ranfurt a. M. 4051

Reufes. W 661. D 7

(66), Z 508 (426),

99 ASgeotimete,

66, DD 1, K 3.

2.

309, DN 57, DB 6, DSP

2,

RomnmnalpMifcher.

ni

oüel

für die kommunalen Wahlen geleil-et wird,

i

Wnietaen«!8reiit: Rleinietle (Qolonei) letal 0.15 Godmari. auSwLrU 040 »olbmart: Reklame, eil« total 0.60, »olbmart.

61

32

62

45

24

15

10

5

9

4

trete zählen:

Der. Eoziakdem. Partei

-- Sr-nerisch« a«eth<nnung Mr Nie «erteMNearpeit bet Senlrnntt. Tie sozialdemokratische .Rheinische >jto.' brscha.ftigt filr in einem längeren Sh titel mit der Ikommunalpolstifchen Vereinigung der ZentrumSpa'tei, der auch die Zentrumsfraktion der städtischen Körper- schaft in Fulda feit Ian em an geschloffen ist. ?n dem Artikel beißt e«: .In Ha en .Westfalen) tarte vor eini en Tagen die Ko umitnalpolitische Beretnigunfl der Zenirumkpirtei. Eie zei t ober auch die außerordentlich starke geistige und oraanisatorifche Vor­der eitun aSa rb ei t. die in den R ihen der Z.ntiumS

zeigt eine «rotze Rühriikeit auf dem Gebiete der Koinmunalpolitlk, die für die sozialdemokrattschen Vemeindevertieter ein«nsporn sein muh, auch ihrer, seit» durch Zusimmenschliih und SflitSbau der geoen- feiti en Vrt'tändiiung die Qualität der kommunal» politifchen Arbeit übe all zu erhöhen. . . . Der Außen» sichende muh jeden? ll« au» den Berichten den Sm. druck gewinnen, den da» Zentrum trotz aller inneren «e. ensätze immer wieder hervorrust, baß eine fest- nefünte und gut geleitete Organisation den Zeiitrumktur n vor vielen Stürmen zu bewahren Bet. sieht Die so ialdemokr tischen Gemeindevertretungen weiden RtoeiteUo» alle x'lnnren unpen treffen müssen, um durch Zus 'mmenschluh und den Ausbau mindesten» promnzieller ®emem)eDetmittiunn»blätttt die Werde» traft der Sozi iidemokratie auf dem Gebiete der Gemeinde» arbeit zu er oben. Die Gemeindevertreter der Zen. tiuwSp rteiwiffen.tvarsieanibierSchutiiNgkorgani ation hoben. Auf die Dauer wird dort nur, man auch ein» mU alt Sxbla wort ein; Zeitlang Eindruck mache»', «ochliche, hochstehende Ülrbett m der <Leme>noeonlitik Sr>olg bannen.

Der NMrilt des bayer. Kabinetts.

Ter bahetischeMinisterpräsident Knil- ling hat an den Präsidenten de» bayerischen Land­tage» Königsbauer folgendes Schreiben gerichtet:

Sehr geehrter Herr Präsident! Nach § 58 der bayerischen Verfassung wird das Gesaniimtnisterium durch den Landtag brftellt Der Landtag, au$ dessen Bestellung da» gegenwärtige Ministerium her­vorgegangen ist, ist aufgelöst und an feine Stelle nitt nunmehr nach Dollzug der Neuwahlen in ganz Boyern der künftige Landtag. In Uebereinstimmung mit den übrigen NegiernngSmngliedern erkläre td>; deshalb namens des GesomtminifleriumS seinen' Rücktritt. Tie Mitglieder deS bisherigen Kadi» netiS weiden entsprechend der versasstingSmäßigen Verpflichtung die Geschäfte b:S zur Bildung eines neuen Ministeriums weiterführen. Mit ter Versiche­rung ausgezeichneter Hochachtung verbleibe ich Euer Hochwohlgeboren ergebener gez. Knilling.

Lrdeltskampf in Gberschlesi'n.

Nach einer Meldung derVoss. Ztg." aus DreS« lau hat die Konferenz der Bergarbeiter in Ober» schiessen wegen der neuerlichen Veidandlungen über die Arbeilszeit den Generalstreik proklamiert.

Im Zwickauer Bergbau sind die Belegschaften ausgesperrt worden. Zum Teil waren die Ar­beiter gar nicht mehr zum Schichtwechsel angetrelen/ nachdem der bergbauliche Verein bekannt gegeben hatte, daß sich die Arbeiter al» fristlos entlassen zu betrachten hätten, wenn am 5. Mai nicht die Acht­stundenschicht unter Tage und die Neunftundenschicht über Tage verfahren wird.

In Bochum findet eine Konferenz der Funktio­näre deS Alten BergarbeiletverbandeS statt, die fick mit der DerbindlichkeitSerklärung deS Schied- prucheS über die Arbeitszeit und die Lobnfrage beschäftigen wird. Die Funktionäre des christlichen Berga, bsiter- verbandes werden zur gleichen Zeit in Essen tagen. Ein großer Teil der Belegschaften hat die Arbeit vorzeitig verlassen.

Die Delegierten der Kieker Werften haben in geheimer Abstimmung den Hamburger Schi dSspruch mit 90% der abgegebenen Stimmen abgelehnt. Ter seit Mitte Februar andauernde Streik der Kieler Werftarbeiter geht also weiter.

8), DN 1.

Aus dem kreise Hünfrid.

llUchtwähLet 2.

Nüst. Z 91, DN 20, DDölkilch 5, Svz 2, DL DW 1, Ung. 2, Nichtwähler 4.

Aus dem kreise Schlüchtern.

Ung. 11.

Melperts. W 74, Z

Uffhausen. W 182.

Kommunisten

Deutschvölk. Freiheirspart« Zentrum

Deutsche Volkspartei Demokratische Partei Bayerische Volkspartei Mittelstand u. Bay. Dbd. Deutfchhannoveraner Sandbrmd

Deutsche Soziale Partei

Einzelergebnisse.

Aus dem Kreise Fulda.

norffcorn. W 150. Z 94, DSP 32, DV 2, Unabh. 3.

Großenlüder. W 1097 (919). Z 835 (785), DN 15 (8), DB 20 (8), K 18 (0), DSB 3, DW 2, DSP 32 (10), Unabh. 4 (44), D 5 (0), NF 3.

. 3 149, DN 3, K 1. BSP Wienau. W 184. Z 143 (147), DSP 3 (S, U u.K

aus dem Handwerk.

tl. Sozialer Kursus für Handwerker In Paderborn Don Sonntag, 18., bis Dienstag, 20. Mai. veranstaltet der Volksverein für das katholische Deutschland in Ge» memschast mit den vereinigten Jnnungsausschüffen von Rheinland und Westfalen und dem Kartell rheinisch-west- fälifchor.lippischer Handwerker-Fachverbände, Sitz Esten, einen sozialen Kursus für Handwerksmeister. Derselbe findet, Shnlich wie die sünqsten Kurse für Junglehrer, Jungbauern, Hochschulstudenten, der 17. Volkswirtschaft­liche und Staatsbürgerliche Kursus statt Im Volks- vereinshauz zu Paderborn, Jnseibad, Flusten- weg 11. Dieses hat den Vorzug, den Teilnehmern wäh­rend der drei Kursusiage für insgesamt 15 Gmk. Unter« tunst, Verpflegung und ein freundschaftliches Zusammen­leben bieten zu können. In Vorträgen und Aussprachen' kommt all das zur Sprache, was geeignet ist, den be­ruf s st ä n d i f ch e n Gemeinschaftsgeist. die Seele der Gemeinfchaftsarbeit der handwerkerorganifa- ttonen, damit die D e r u f sfr e u d e in den Handwerks» meistern und in deren Nachwuchs zu wecken und zu pfle- gen Der Dolksverein hat bisher schon i eiche Kurse in M.Gladbach mit bestem Erfolge abpebalten. Nun ist den Handwerksmeistern Gelegenheit geboten, im un''cseß'en Gebiete einen solchen Kursus zu besuchen. Zur Dehand- lunq kommen folgende Fragen: Der Anteil des Hand­werks an unserer Volkswirtschaft; Die Eigenart der Handwerkerpersönlichkeit, ihr Werden und Wachfen; Der Sinn der berufsständischen Gemeinschaftsarbeit; Der Handwerker und sein jugendlicher Nachwuchs; Der Hand­werker als Bür'« in Gemeinde und Staat; Das Pro­blem der Pflichtoroanisation: Meister und Grielle <Jn» nuna und Gewersichaf!); SBeen und Bedeutung der ke» rufsständischen k-lbswerwaliung. Anmeldungen sind zu richten an das Dolksvereins. fKursuh-haus in Pader» born, Furstenweg 11. Dasselbe liegt 20 Minuten vorn Dalmhot entfernt; ter Weg führt lSnas der Slrakzenbehn in Richtung Neuhaus-Sonne bis zur Haltestelle Für- ftenroefl.

Vie englisch-russischen Verhandlungen.

Eine langwierige Auseinandersetzung.

Sie Presiemelbung über angebliche S t o ck u n - g e n in den englisch-russischen Verhandlungen wird von unterrichteter Seite nachdrücklich dementiert. Die Aeußerung betont, daß die Ausschüsse drr Konferenz sich bisher nur damit beschäftigt hätten, das Tatsachenmaterial vorzubereiten, das die Grundlage für die kommenden Hauptverhand­lungen über Probleme grundsätzlicher Art bilden soll. Die nächste Sitzung der Vovkonferenz wird wahrscheinlich in der kommenden Woche statt­finden. Der Ausschuß für den Entwurf eine? Han­dels» und Schiffahrtvertrages hat eine Sitzung ab- gehasten. Wie verlautet, haben die Erörterungen auf diesem Gebiete gute Fortschritte gemacht. Auch die Arbeiten der übrigen Ausschüsse gehen normal vorwärts. Von englischer Seite wird betont, daß die Verhandlungen nach der Natur der Dino» lange Zeit in Anspruch nehmen.

Ein Zwischenfall.

lieber das Eindringen deutscher Kriminalbe­amten in das Gebäude der Berliner Handels­vertretung der Sowfetrepublik ist ein Notenwechsel zwischen dem Außenminister Stresemann und dem russischen Botschafter in Berlin erfolgt. Es handelt sich darum, ob auch die Handelsvertretung dar Recht drr Exterriorialität hat, das dem Botschafter zusteht.

(49), DW 1, Z 268 (253), DD 6 (0), DN 9 (0), K 36 (1).

----- 7 (4), Unabh. 2 (19) DSP 47 I, DD 3 (5), VSV 8 (0), DN

Bieber. W. 511. D 9 (36), Unabh. 2 (0), DW 62 (0), 3 205 (161), DV 9 (62), DSB 68 (0), DN 54 (21), K 67 (38).

Mrstem. W 685. NF 1 (0), D 44 (43), Unabh. 6 (10), DSP 12 (200), DW 3 (0), Z 62 (55), LV 117 (92), DSB 45, DN 136 (114), K 29 (2). DSB 43, DN 211 (127), K 121 (35).

Kreis Gelnhausen. NF 87 (0), HB 15, (0) D 1155 (1381), Unabh. 166 (1568), DB 3420 (5285), DW 153 (0), Z 7087 (634), DV 2024 (2648), BSD 1210 (0), DN 6025 (3331), K 4651 (2044).

Gelnhausen. W 3159. NF 1 (0), D 288 (381), Unabh. 7 (183) DSP 163 (411), DW 27, Z 198 (180), DD 401 (829), DSD 306, DN 691 (265), K 519 (316).

höchst. W 457. Nnatch. 1 (9), BSP 2 (18), Z 400 (325), DSB 2 (0), DN 6(0), K 12 (6).

Herolz. W 329. Z 266, DSP 20, DN 19, DSB 6, D 2, Unabh. 2, DD 2, K 1.

Kasiel. W 708. DSP 9 (32), DW 3 (0), Z 523 (282), DD 13 (14), DSB 8 (0), DN 18 (0), K 23 (34).

SakholrschwUeuroth. ® 129. DSP 1 (1) DW 1 (0), 3 71 (93), DD 2 (1), DSB 3 (0), DN 13 (1), K 2 (3).

Meerholz. W 637. NF 2 (0), D 26 (49), Unabh. 6 (4), BSP 131 (118), DW 2, Z 10 (4), DV 99 (132), DSB 26. DN 167 (132), K 50 (28).

Mernes. W 361. D 1 (0), Unabh. 1 (0), DSP 5

Scoßenkasi. W 438. Z

5, Una'ch. 1, Ung. 19,

Mackenzell. Z 248, DN 3, D 3, DV S, Soz. 2, K 1, DDötkifch 1, Frvihsitsp 2, Ung. 5, Nicht­wähler 19 (meist tränt und verzogen).

Molzbach. $ 84, DN 12, DDölkijch 1, Ung. 4,

5 (0), K 24 (0).

Orb. W. 2740. NF 8, HB 6, D 303 (89), Unabh. 25 (337), DSP 493 (278), DW 46 (0) Z 958 (1091) DD 95 (213), . VSB 37 (0), DN 90 (6-5), St 303 (347)

Mriheim. W 528. D 2 (1), «GP 10 (21), Z 347 (338), DD 8 (7), DSB 11 (0), DN 20 (6), K 48 (4).

Wächlersbach. W 909. NF 3 (0), D 157 (196) DSP 135 (209), DW 1, Z 71 (36), DV 98 (128), BSD 43, DN 211 (127), K 121 (35).

Vas Echo des Auslands.

Frankreich.

DerTemps" schreibt, das ziffernmäßige Ser» HAtnis der verschiedenen Parteien oder besser der verschiedenen politischen Tendenzen scheine nicht von Grund ausumgestürzt zu sein. Man stelle nur fest, daß die Deutschnationalen Terrain nach links gewonnen und sehr wenig an die äußerste Rechte verloren hätten. Andererseits hät­ten diesmal viele ehemals unabhängige Sozialisten für die Kommunisten gestimmt, also für Kan­didaten, die anstatt, wie im letzten Reichstag, sich nachher mit den Mehrheitssozialisten zu verschmel­zen, ihre Richtlinien von Moskau erhal­ten würden. Wenn künftig die Deutschnationalen, die Rechtsradikalen, die Bayerische Volkspartei und die Kommunisten gegen Gesetze stimmten, die von den Sachverständigen verlangt worden seien, so werde es unmöglich sein, diese Gesetze in gültiger Form zur Annahme zu bringen. Bestenfalls wür­den die von den Sachverständigen geforderten Ge­setze Gefahr laufen, von Admiral Tirvitz oder aber von Moskau zensiert zu werden. ' Diese Aussicht habe nichts Angenehmes für die friedlichen Nationen Europas.

Der3ntrani'igentw schreibt, Deutschland habe es trotz der im Stillen betriebenen leidenschaftlichen Kampagne der Chauvinisten und Revanchepofitiker aller Art nicht gewagt, sich der Politik der Gewalt­streiche in die Arme zu werden. Vielleicht habe es unter dem Eindruck der festen Haltung und des guten Einvernehmens der Alliierten, seiner Geg­ner, gestanden. Vielleicht habe e» das Gefühl gs- habt, daß, wenn es offen die Fahne der Revanche entfalte, es ein Europa vor sich haben würde, das entschloffen wäre, Deutschland zu bezwingen. Viel­leicht neige es auch in seiner Mehrheit der Resig­nation zu, die für den Augenblick ihm den Frieden verschaffen würde. Wenigstens könne man sagen, daß niemals die Notwendigkeit dringender erschie­nen sei, an der Spitze der französischen Regierung einen Mann von Erfahrung zu lassen, der seit 2)4 Jahren die Diplomatie fest in der Hand habe, der fest und geschmeidig, entgeaenkommend, aber stark sein müsse. Wer anderer Meinung sei, möge den Versuch machen, einen für diese Ausgabe geeig­neteren Mann nachzuweisen als Poincare.

DieSibert#* schreibt, aus den bis setzt be­kannten Ergebniffen laste sich erkennen, daß die republikanische Idee in Deutschland keine sehr tiefen Wurzeln habe. Die Völkischen hätten nicht die von ihn-n erhoffte Stimmenrahl erhalten. Es seien die politisch klügeren Deutschnationalen, die auf der Rechten di: Oberhand behalten hätten.

Neuere Stimmen.

wtb Paris, 6. Mai. (Tel.) Zu dem Ererb- nis der Reichstagswah'en fchreibk drrIFafin": Dir Hoffnung, daß sich in Deutschland eine Demo fratie entwickeln werbe, fei bereits durch die Mah­len im Jahre 1920 stark erschüttert worden. Die noraeftrigs Abstimmung wird sie vollständio be­seitigen. Die Anhänger der Gewalt im Innern und der Ift enteilter nach Außen ha'wn triumphiert, sowohl auf der äußersten Linken wie bei den Bür­gerlisten.

DerPetit Parisien" schreibt: Die Sieger des Tages sind die deutschen Ttafiouaiifi n und die Kommunisten. Welches auch die Losung hinsicht­lich der Bildnnq eines Kabinetts fein möge, es sind die er kernen Parteien, dis den Takt an geben i und besonders die kommunistische Partei, dir i« 1 nachdem sie sich auf die eine oder andere Seite

«hl. NF 1, Unabh. 1, DSP 8 (17). Z 123 (102), VSB 1, K 5.

Eckardrokh. D 3 (2), Unabh. 2, BSD 39 (43), 3 156 (132), DD 5, Ä 15.

Horbach. W 340. Unabh. 1 (12), BSP 5 (1), Z 276 (228), DD 1 (0), DN 7 (8). K 19 (24).

fterbeteöotf. BSD 4 (20), DW 17, Z 105 (85), - DD 85, DN 5 (3).

^enftall. Z 59 (68).

^chlgchkrn. Gesamtergebnis des Kreises. NF 43, HB 7, D 513, Unabh. 93, DSP 3461, DW 67, 3 4034, DB 742, DSB 1517, DN 4328, K 562.

Sonneti. NF 1, D 2, Unabh. 1, DSP 19, DW 1, 3 131, DD 1, VSB 23, DN 19.

Sortob, Rodenstein u. Rebsdorf. HD 1, D 1 (1), LSP 3 (6), 3 124 (135). DN 10.

Uerzell Klesberg. D 1, DSP 1 (9), 3 143 (142), DN 2.

Strich-Haufen. NF 1, HD 2, D 1 (16). DSP 28 (50), 3 160 (152), DD 28, »SB 3, DN 116 (80), K 7 (12).

«Wert. BSD 1 (9), 3 61 (51), DN 11. K 1.

Deiperz. DSP 6 (20), 3 186 (147), DD 4 VSB 4, DN 3.

Züntersbach. NF 1. D 1 (4), DSP 15 (HO), 3 los (82), DV 16 (20), DSB 3, DN 73 (20), K 55.

Aus dem Srests Gelnhausen.

Lustnau. W 402. HD 1, D 4 (3). Una' h. 1 (1), «SP 33 (116), DW 1, 3 134 (122), DD 27 (35),

D»B 12 (0), DN 31 (26), K 108 (1).

W AMls Her MMzrMl.

Die RegierungslMung wird im Reichstag nach dem Ergebnis der Wahl, das jetzt im allgemeinen Erliegt, noch schwieriger sein wie bisher. Eine Erleichterung der parlamentarischen Lag«, die inan erhofft hatte, ist nicht eingetreten. Die Mitte Ku durch die Einbußen der Deutschen Dolks- pertet und der Demokraten stark gelitten. Dir Flügel rechts und links stehen sich, m ihrer Gesamtheit betrachtet, gleichwiegend gegenüber. Es muß jetzt darauf ankommen, von den Flügeln Kräfte zu der Mitte hmzuziehen, damit eine ziel- klare Außen- und Irrnenpolirik gemacht werden kann. 5m Einzelnen ist bemerkenswert, daß die Entwicklung des Radikalismus auf der Rech­en nicht den befürchteten Grad angenommen hat. Die hohen Mandatszrffem der DerrtschvAkischen sich ausgebliebsn. Dagegen haben sich die Rad i° taten auf der Linken beängstigend oerrnehrt. Die Kommunisten erscheinen mit der vierfachen Mandatsstärke. Beim deutschen Mrgerrum, so sehr es Auspeitschungen des Gefühls zugängig ist, steht dem Radikalismus doch noch gesunder Men­schenverstand genug gegenüber. Bei der im Klassenkampf großgewordenen deutschen Arbeiter­schaft fehlen diese oernunstsmäßigen Hemmungen und die Flucht m den Moskauer Wahn ist unauf­haltsam.

Fest und treu steht in dem Hinüber und Herüber, dem Wechsel der politischen Ziele und der politischen Taktik, der Zentrumsturm. Den Männern, die in ihm die Führung haben auf Grund ihrer Fähigkeiten und Bewährung, haben jetzt wieder die Tausende von Zentrumswählern in bewunderungswürdiger Geschlossenheit das 33er- trairen ausgesprochen, daß sie auch in den nächsten Tagen ihr« Entscheidungen so treffen werden wie es politische Einsicht u-nd chrfftliches Gewissen ge­bieten. Das Wohl des Volkes muß das höchste Gesetz fein.

Die Stärke bet Irakttouen.

Nach den letzten Ermittelungen, die als vor­läufiges amtliches Wahlergebnis be­zeichnet werden, wird der Reichstag 465 Abgeord-

a NvWlMMklgW. (MMM.WlMrz W.)

uldaerZeitmrg

schlägt, die Rechle oder Linke matt setzen kann. So ist also der Sachverständio.cnplan dem Wohl­wollen von Moskau ausgesetzt.

DieLhicsgo" erklärt, das Ergebnis bedeute eine große Ilnkerstühunc, der extremen Flügel. Es kann Beunruhigung einslößen, aber kein Erstaunen Hervorrufen.

Da» »Oeuvre" schreibt: Die Patteten. aus denen bisher die verschiedenen Regierungen gebildet wur­den. scheinen die Hauptbesiegtea zu fein. Aller Wahrscheinlichkeit nach werde nichts geändert, keine Regierung könne sich- sei es mit den Kom­munisten, sei es mit den 'Anhängern der Rechls- parkeisn, behaupten.

Tie .Souonör Industrielle" weist bei bet Be­trachtung auf das RepatationsptoHem hin und fragt, ob dar Ergebnis der Wahlen es schwie­riger gernscht habe. Das Blatt der Schwet- indttfttie verneint diese Frage und schreibt: Wir glauben es nicht, weil die deutsche Repa- roNonspolitik seit vier Jahren niernals dem Einfluß der Rakisnalislen entzogen wer und weil die An­nahme oder Ablehnung Deutschlands in dieser 5tage nicht von politischen und juristischen, sondern von wirtschaftlichen Erwägungen ausgeht.

England.

Als Hauptmerkmal der derekschen Wahl«: be- zeichnen die englischen Blätter den Erfolg der Deutschimiionalen, betonen jedoch zugleich, daß die Sozialdemokraten trotz ihrer schweren Verlust« nach wie vor beachtlich bl er den. Birl beachtet wird auch die große Zunahme der kommun isti» s ch«n Stimmen, sowie die Tatsache, daß der Erfolg der äußersten Rechten ihren Erwartun- gen nicht entspricht.Eoening Standart" schreibt, bei der Bildung der neuen Regierung würden die Deutschnationatm der rnrscheidend« Faktor sein. Dagegen sei die Stellungnahme des. neuen Reichs­tags zu dem Sachverständigenplan unsicher.

Star" hält eine K o a li t io n s m e h rh el t zugunsten des Sachverständigenpla­nes stir gewiß.

^Manchester Guatdicm" schreibt, glücklrcherrveise kSnne kaum ein Zweifel darüber herrschen, daß auf jeden Fall eine Mehrheit für die Annahme des Berichtes vorhanden fein werde. Zum erftenmale d-m Kriege würden Dmtfchümd Bedingun­gen zur freien Wahl vorgelegt. Deutschland sei nicht verpflichtet, sie anzunehmen. Wenn «s sie aber annehme, fo müsse diese Entscheidung von der unbedingten Entschlossenheit getragen werden, sei­nen Anteil daran durchzuführen.

wtb. London, 6. Mal. (Tel.) Dir .Westmlasier «fknette* bezeichnet die Deukslbnationalen a!s den enf- scheidmden Aeiktsr In bet für.|cige;i Politik Deutschlands. Für Lnx-and nab für Europa sei die haupterwägung bei den Wahlen Ne wahrscheinliche Mrkana ans die fjal- teng DeusiHland» gegenüber dem Sachoerständlgrn- breicht. E» fei als unvermeidlich angesehen worden, baß die Politik Pvincares im Ruhrgebiei eine Reaktion 8n De-Ä.chlemd Hervorrufen werbe, die den Parteien zn- komme, die gegen jedes Kompromiß find. Mefe Sewesunq fil nicht fo weit gegangen, wir erwartet worden fei. Die Mehrzahl der Mikgllebet des Rrich»- tsges !«i für die Annahme des SachverstSndigenberichts. Don bet ^dhmg brr Deuffchnalwnalett hänge bk gr-, jamie Lage ter Derhanblungen ab.

Da» »Daily Ehrvnlklr" fchreibk: Die Antwort auf die wichtizfi« Frage, ob Deutschland für die Annahme des vawesderirht» sich enlfcheiden werde, fei für den Augenblick zweifelhaft. Es fei keineswegs sicher, baß die Sonferratloen Ihn ablehnen würden. Aber wenn von Ihrer Se-kr nicht bald du Zeichen in dieser Richkmrg käme, n: erbe es wahrscheinlich von «ngünfliger Rück­wirkung auf die Abstimmung bei den <rn Sonnlaa in Zfrankreich staktflndenden Wahlen fein.

Die »Dime«' schreibt: Das Scgtbni* der Wahlen «eschzinr kMerwea» «mullgrud für die Leute, die ua? etee Mibjse Hepelwxg des Rkpnrallonsproblrms gehofft 3>S*$ir.. Br^ugnshmenh auf das Telegramm Seines R»- tWfWtaWctS fährt ba» Pintl firt: $3 g« mit 6k hitlste der drnische« Ration fcheine für die Der wer- fnng des Sachverfiändigenberichls gestimmt zu haben. $inigt bet deutschen DISllee erklärten osfen. bafs natio­nale ttnb kommnnistifch« Stimmabgabe ange­sehen werden könne »als Schlag ins Gesicht des Dswesausfchufses-.

Berautwoeilich lür die Schriltlettun«: Dr. Soboxne« Kramer, tl» 4 (VT I Ameise«: S- r arretier, Iulda. RoiMwnrdruck unb verlas der lir. f V | - Iuldaer »cliendruckerri w stulda. sternlvrecher Ar-v.

j ver»«rvrei> kürAvrür Toffbtltenuns 1.80,@taMbei«gl.50St.