Fuldaer Heilung
2. Blatt.
Druck der Fuioaer Aetieabrnckerei in Fulda
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Sanrrtag, 4. Mai 1924.
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iJ) Brück, Geschichte 4. Band S. 419. ’) Franziskanische Studien S. 146.
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Daraufhin reiste Pater Damasus selbst nach Fulda, um persönlich die letzten Vorbereitungen der Rückkehr zu treffen, nachdem er zu seinem Kommissar in Amerika Pater Dionysius Schuler ernannt hatte.
Bald darauf rief Pater Damasus die Fratres Maximilian, Bonifaz und Saturnin von Paterson nach dem Frauenbergs zurück, damit sie mit einigen Patres, die bis, dahin in der Diözese Fulda und in anderen europäischen Provinzen tätig gewesen waren, sowie mit einigen neu hinzugekommenen Kandidaten das Klosterleben auf dem Frauenberge wieder aufnehmen sollten. Nach neunjähriger rastloser Tätigkeit stard Pater Damasus Rüsing infolge eines Herzschlages. Als Nachfolger wurde Pater Dionnfius Schuler, bisher Kommilfar für die amerikanischen Klöster, einstimmig zum Kustos gewählt. Die Mitgliederzahl der Kustodie war inzwischen auf 133 gestiegen. Durch den Generalminister wurde die Kustodie zu dem früheren Rang einer rechtmäßigen Or- denspravinz erhoben. Der erste Provinzial war Pater Dionysius Schuler. Das neue Aufblühen des Ordens machte die Abtrennung der amerikanischen Klöster wünschenswert. Die amerikanischen Klöster wurden zu einer eigenen Provinz erhoben, die sich bisher fortwährend in aufwärts bewegender Linie entwickelt. Sie zählt jetzt 13 Häuser. Sie hat über 100 Pater, 100 Kleriker und 60 Brüder. Allen Klöstern sind Pfarreien angegliedert, die wiedenun Filialen zu versorgen haben. Bei allen Klöstern sind Pfarrschulen, die von Schulschwestern geleitet waren. Die Provinz gründete außer- dem High Schools (Gymnasien), Kollegs und Semino- rien. (In den High Schools gibt er drei Abtellungen, eine klassische (the Arts), eine naturwissenschaftliche (the Scienences), eine kaufmännische (High School Commrr- cial Departement). Die Zahl der Studenten in Alle- gany beläuft sich allein auf 560. Der Ausbau dieser An- stall zu einer Universität wird erstrebt und ist der Verwirklichung sehr nahe, ebenso erstrebt man die Gründung eines Studienhauses in, Washington. So hat der deuffche Kulturkampf auch für Amerika recht günstige Wirkungen gehcckt. Was Deutschland umgekehrt den s. Zt. aus Deutschland vertriebenen und eingeborenen amerikanischen Ordensleuten verdankt, wollen wir nur andeuten. Die finanziellen und materiellen Unterstützun- gen, die sie in den Zeiten schwerster Not unserem Volk geleistet und organisiert haben, läßt sich jetzt nach dem Weltkrieg nicht auch nur annähernd feststellen., Es ist sicher, daß ohne diese amerikanische Hilf« allein schon viele von Ordensschwestern geleitete Hospize, Waisenhäuser, Krankenhäuser, Anstaüen für Idioten, Bewahranstalten, Stechenhäuser, Suppenanstalten und bergt ihren segensreichen Betrieb hätten einstellen und die Or- densleute selbst sich noch größere Entbehrungen hätten auferlegen muffen, als es tatsächlich der Fall war.
Angesichts dieser offenkundigen Tatsachen muß man sich fragen, wie es mögsich und mit dem gesunden Menschenverstand vereinbar ist, die deutschen Katholiken wegen chrer Zugehörigken zu der für all« Völker gegründeten Kirche Christi als „internationale Vaterlandsfeinde" von gewisser Seite bezeichnet und bekämpft werden. Wehe dem deutschen Vaterland, wenn diese Kulturkämpfer wie- der ans Ruder kommen sollten. — Gegenwärtig zählt die thüringische Provinz zehn Konvente und neun Re- sidenzen in Deutschland einschl. des Konvent und Kollegium in Watersleyde in Holland mit 323 Mitgliedern.
Nicht unerwähnt dürfen wir die zur Fuldaer Provinz gehörige Franziskanermission in Japan lassen, die sich auch während des Krieges und trotz des Krieges über Erwarten gut entwickelt hat. Sie unterhält zehn Stationen. Volk und Beamte waren fast stets freundlich gegen die Franziskaner, obschon sie Deutsche waren.
Vergessen soll nickst werden, was die Franziskaner im letzten Krieg geleistet haben in der Feld-Seelsorge, im Sanitätsdienst im Felde und ht der Heimat wie im Feldwaffendienst. Es waren einberufen von 1914 bis 1918 im ganzen 232, darunter 43 Patres. Die Gesamtzahl der Verluste beträgt an Gefallenen 28, Gestorbenen 5, Verwundeten 45, Erkrankten 80, Gefangenen 13, zusammen 171. Don den Kriegsteilnehmern wurden 35 Prozent mit dem Eisernen Kreuz dekoriert, die Gesamtzahl der Auszeichnungen betrug 48 Prozent. An freiwilliger Kriegshilfe wurden geleistet: Kloster G o r h e i m stellte 50 Betten für Verwundete zur Verfügung, das Gorheimer Lazarett wurde von den Feldgrauen als das beste weit und breit gerühmt; im Kloster Fulda wurden 221 Verwundete verpflegt. Daß es den Feldgrauen dort gefiel — auch den Nichtkatholiken — beweist der Dankbrief des Herrn Pfarrer Reich?) Ein Genesungsheim in Salmünster wurde 1915 eröffnet mit 25 Betten. Anfangs 1917 wurden die letzten waffenfähigen Brüder eingezogen und das Genesungsheim mußte ein« gehen.
und Verkauf neuer und
s) Jahresbericht der Thür. Franziskanerprovinz 1914 1920.
vm.
an auswärtige Käufer verschleudert wurde zum großen Bedauern derjenigen, die diesen Verkauf nicht verhindern konnten. In diesen Tagen starb nach langem, schweren Leiden Pater Anselm Kremer, wodurch die preußische Regierung einer kleinen Verlegenheit enthoben wurde. So konnte er in die Kloster-Gruft zu seinen entschlafenen Brüdern getragen werden, anstatt als Todkranker vielleicht noch aus dem Kloster hinausgeschafft zu werden. Die F. Z. schrieb damals einen längeren Artikel: „Das letzte Begräbnis in dem Fram ziskanerkloster auf dem Frauenberge." Der erste Satz desselben möge genügen: „Wir haben schon vielen Leichenbegängnissen beigewohnt. So viele Tränen, solch allgemeine und tiefe Trauer wie bei dem Begräbnis, das am verflossenen Samstag morgen im Kloster Frauenberg stattfand, haben wir noch selten wahrgenommen.“ Das Grabgewölbe, welches die Leiche des Pater Anselm ausgenommen hat, war dos letzte in der Reihe.
Die vertriebenen deutschen Ordensleute fanden in der allen und in der neuen Welt das freundlichste Willkommen und konnten 'dort ungestört ihre segensreiche Wirksamkell fortsetzen. Das klösterliche Leben nahm besonders in Nordamerika einen herrlichen Aufschwung, die Zahl der Niederlassungen vermehrte sich immer mehr und auch die Nichtkatholiken anerkannten den hohen Nutzen der Orden für das geistige und leibliche Wohl der Menschheit, während man sie in dem eigenen Vaterlande als verderbliche und staatsgefährliche Instituts behändeste und ihre Existenz durch ein besonderes Gesetz immöglich machen wollte. Aber wie einstens die 23er« iteibung der ersten Christen aus Jerusalem die junge Saat nicht, wie die feindseligen Juden beabsichtigten, im Keime erstickte, sondern nur zu deren größeren Entwicklung und Ausbreitung diente, so war es auch hier?) Der Konvent von Paterson mürbe das.Hauptkloster der nördamerikanfschen Ansiedlung der Fuldaer Franziskaner, in dem das Noviziat und Klerikat untergebracht wurden. Als im Jahre 1878 der Kustos Pater Aloysius Lauer sich in Paterson dauernd niederließ, war die in Deutschland mit Gewalt aufgelöste und auseinandergesprengte Thüringische Kustodie vorerst in Amerika wieder zu neuem organisierten Wesen tmb Leben erstanden.-) Schon im Januar 1880 konnte Pater Aloysius Lauer zu Paterson das erste Halbkapitel seit Ausbruch des Kulturkampfes abhatten. . Erwähnen wollen wir nur, daß auch in Holland, Belgien und Frankreich unsere Franziskaner eine Zuflucht gefunden hatten.
Pater Aloysius Lauer, der als liebreicher Vater feiner Ordensgemeinde in Holland, Belgien, Frankreich bald hier, bald da gewirkt, hatte in Amerika eine staunenerregende Tätigkeit entfaltet. Die alte Kustodie der Vereinigten Staaten wurde durch neue bedeutsame Gründungen zur Provinz erhoben. Die Zahl der Häuser der Franziskaner steigerte sich auf zweiundachtzig. Im Jahre 1880 wurde er nach Rom als General- d e f i n i t o r berufen. Als Präsident des ausgezeichneten internationalen Kolleg zum hl. Antonius brachte er dasselbe durch seine Gelehrsamkeit und Klugheit zur höchsten Blüte. — Das große Werk eines einheitlichen Gesetzbuches für die nach dem Wunsche Leo XIII. zu vereinigenden Franziskaner-Familien wurde unter dem Vorsitz Pater Lauers nach langwierigen Arbeiten vollendet. Hocherfreut über bas glücklich vollendete Werk zog er sich in fein liebes Kloster am Frauenberg zurück, wo er seine Tage zu beschließen gedachte. Doch ein unerwarteter Befehl rief ihn nach Rom vor den hl. 23ater, der ihn zum höchsten Leiter des vereinten Ordens ernannte. Er war der erste deutsche General fett Gründung des Ordens. Ihm folgte 1903 Pater Dionysius Schuler, jetzt Erzbischof von Nazianz, noch heute hochverehrt von seinen Ordensbrüdern des In- und Aus'andes. Er starb in Gorheim bei Sigmaringen auf der Reise nach Deutschland, um in der Heimatlust zu gesunden. Die Leiche des hschwür- bigften Herrn General Pater Aloysius Lauer ruht in der Totengruft der Franziskaner am Frauenberg. Viele schätzten chn wie einen Heiligen wegen seiner ganz hervorragenden Charaktereigenschaften und Tugenden.
Indessen wandten sich die Dinge in der allen Heimat zum Besseren. Schon im Jahre 1879 hatte die Stadt Fulda das Kloster Frauenberg dem preußischen Fiskus abgekauft und die Klosterkirche ihrem ursprünglichen Zwecke zurückgegeben. Um die Vorbereitungen für die in Aussicht stehende Wiedereröffnung des Klosters zu übernehmen, sandte Pater Kustos Damasus Rüsing im Oktober 1886 auf Wunsch des damaligen Bischofs Kopp den Quardian von Paterson, Pater Ferdinand Müller, ein geborener Fuldaer, auf den Frauenberg, der aber bereits im April 1887 starb.
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Es ist nicht nötig, zu schildern, welch große Schäden religiösem Gebiete die Sfufbcbung der Fuldaer Votier und die Ausweisung ihrer Bewohner verursachen Die Tätigkeit unserer Franziskaner im Beichtstuhl ,md auf der Kanzel besonders bei dem damaligen Prie- «ermangel ist unseren kath. Lesern zu bekannt, ebenso 1* segensreiche Wirken unserer Benediktinerinnen und unserer engl. Fräulein, welch erstere damals die Mädchenschule der Dompfarrei und letztere diejenige der Stadtpfarrei leiteten.
Für die altehrwürdige Stadt Fulda, die feit der Säkularisation fortdauernd schon die schwersten Verluste erlitten, hatte die Aufhebung ihrer Klöster aber auch orofie materielle Schäden im Gefolge. Das Gesetz jiher Vorbildung tmb Anstellung der Geistlichen hatte schon die Schließung des Priesterseminars, die Auf- bebung des Knabenseminars, den Wegzug der Profes- s^-en und die schon 6jährige Vakanz des bischöflichen Stuhles herbeigeführt. Das war für die hiesige Geschäftswelt ein großer Ausfall in ihren Einnahmen. Da- 3U kam das sog. Sperrgesetz, wodurch der kath. Eeist- sichkeit das Gehalt entzogen und dieselbe teilweise genötigt wurde, die Mildtätigkeit der Fuldaer Bürgerschaft -u beanspruchen. Durch das Klostergesetz war die Stadt genötigt, für die MödchensckMle der letztgenannten Jn- stttute für schweres Geld Ersatz zu schaffen. Van anderen Schädigungen der Stadt Fulda in der Kultur- kampfszell, z. B. durch den Verlust der Garnison und die Verlegung des dritten kurhess. Landgerichts nach Hanau durch mancherlei Machinationen der damaligen Kulturkampfsmehrheit ganz zu schweigen. (Dom Abgeordnetenhaus war das Landgericht Fulda zuerkannt worden. Auf Betreiben des nationalliberalen Dr. Weigel im Herrenhaus wurde es Fulda wieder entrissen.) Von der Fuldaer Geschäftswelt rourbe es sehr unangenehm empfunden, als die Landleute, welche in Scharen zur Feier der zahlreichen kirchlichen Feste am Frauenberg regelmäßig sich einzufinden pflegten, nicht mehr nach Fulda kamen. Abgesehen von der österlichen Zeit waren es besonders die Franziskanerfeste Portiunkula, Franziskus- und Antoniusfest, die neun Antonius- Dienstage, die Feste des Dritten Ordens ufw., welche große Anziehungskraft für das kath. Volk hatten und Taufende von nah und fern nach Fulda brachten. Hier pflegten die Landleute bann auch ihre Einkäufe vorzunehmen, sodaß sich an diesen Tagen em lebhafter Ge- schäftsverkehr entwickelte. — Manch einer hatte diese Konsequenzen der Maigesetze nicht erwartet.
Als der Kulturkampf 1875 die Ordensleute auswies, bestand die thüringische Eustodie zur hl. Esisabeth aus den Konventen zu Fulda und Salmünster, den Residenzen zu Dttbergen b. Hildesheim, Stetten b. Hechingen und Marienthal am Rhein.
Es würde zu wett führen, die traurigen Vorkommnisse, welche die Durchführung des Klostergesetzes mit sich brachte, des Nahem zu beschreiben. Wir begnügen uns mft einigen selbst erlebten Begebenheiten, die auch in der im zweiten Jahrgange erscheinenden Fuldaer Zeitung ausführlicher erwähnt wurden. Die Kunde, der größte Teil unserer noch übrigen Franziskaner werde Mittwoch den 29. September früh die Klostermauem verlassen, war von der Nachricht begleitet, der Abreise gehe gegen 3 Uhr morgens ein Abschieds-Gottesdienst voraus. Dies genügte, um die Klosterkirche am Frauenberg schon vor 3 Uhr derart mit Gläubigen anzufüllen, daß nur noch wenig Platz zu finden war. Nach Be- enbigung des Gottesdienstes folgte ruhig und still, sicht- sich ergriffen, die Menschenmenge den Wagen, welche die Söhne des hl. Franziskus zur Bahn brachten. Als der Zug sich in Bewegung fetzte, um sie nach ihrem nächsten Ziele Wien zu bringen, hallte ein kräftiges drei- faches Hoch ihnen nach. Das dürftige Inventar der Klo- fterkwck-e war an Kaufmann Joseph Schmitt verkauft worden. Ersteres wurde am Frauenberg an Ort und Stelle versteigert. Tramige, aber auch erhebende Er- innerungen des hierbei mehrere Tage beschäftigten Schreibers dieser Zeilen knüpften sich an diesen offen!, sichen Verkauf. Beim Verkauf des Hausrats zeigte sich die ganze Armut, in welcher die Klosterbrüder gelebt batten. Doch wurden die irdenen Eßgefchirre, Messer, Gabeln, Tassen und Topfe, an sich ganz wertlose Kruzi- sixe, Blldchen, Weihwasserbecken ufw. von den überaus zahlreich erschienenen Interessenten zu sehr guten Preisen ersteigert, um auf diese Weise den mittellos da- stehenden Ausgewiesenen eine Beisteuer zur Reise zu bieten, auch wollten viele noch ein Andenken an die guten Brüder erwerben. So wurde manches schadhafte Holz- kreuzchen ober dergl. mit über 20 Mark bezahlt. Die wertvolleren Oelbilder, die kostbaren Bücher der Biblio- chek und das Kircheninventar wurde für bessere Zeiten in Verwahrung genommen. Leider fehlte es an den nötigen Räumlichkeiten, sodaß ein Teil der Bibliothek
BekanntmächügT
Die Wählerliste der Stadt Fulda für die Wahlen zur Landwirtschaftskammer am 25. Mai 1924 liegt vom 4. Mai bis einschließlich 10. Mai 1924 im Dienstzimmer des Einwohnermelde, und Wählamts zu jedermanns Einsicht auf. Sinsprüche gegen die Wählerliste sind in der gleichen Frist beim Magistrat anzubringen. Wahlberechtigte, die m-olge Befriebswechsels oder Verlegung des Wohnsitzes bis zum Wahltage in einem anderen Stimmbezirk ober einem anderen Wahlbezirk stimmberechtigt werden, haben eine entsprechende Umschreibung tti den Wählerlisten zu beantragen. Wahlberechiigt ist ohne Unterschied des Geschlechts jeder Deuftche, der das 20. Lebensjahr vollendet hat, bte bürgerlichen Ehrenrechte besitzt, und feit mindestens einem Jahre entweder
1) als Eigentümer, Nutznießer oder Pächter land- und forstwirtschaftlich benutzter Grundstücke in Preußen die Landwirtschaft als im Haupib ruf ousubt; als Haup'beruf gilt die Betätigung, auf der hauptsächlich die Lebensstellung beruht und die gleichzeitig die Haupteinnahmequelle für den Lebensunterhalt bildet, oder
2) als Eigentümer, Nutznießer ober Pächter land» und forstwiitlchaftiich genutz'er Giunbstücke ht Preußen die Landwirtschaft tot Nebenberuf ausübt, wenn dtes nicht überwiegend zur ’Bettiebigung des eigenen hauswirtschaftlichen Bedürfnisses geschieht.
Den Eigentümern, Nutznießern und Pächtern stehen im landwirtschaftlichen Berufe mittätigen Ehegatten dieser Personen gleich.
Auch Personen unter 20 Jahren unb juristischen Personen steht das Wahlrecht zu, wenn sie die Voraussetzungen ”es Abs. 1 erfüllen; sie üben ebenso wie Bet onen, die obgefehen von ihrem Lebensalter, geschäftsunfähig ober in °er Geschättssähigteit beschränkt ftnb, ihr Wahlrecht durch einen gesetzlichen Vertreter aus.
Fulda, den 1. Mai 1924.
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