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uldaerZertung

Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Stabt Fulda.

Verantwortlich iür die Sckriltleituna: Dr. Jobanner R ramet. Ameisen: I- D arretier, Jutda. Rotationsdruck unb Perlag der s Fuldaer Sleticndrnckerei ht Fulda. Feruldrecher Nr- 9. s BeruaSdreiS für Adr >: PosiLesiellrna 1.8V. Stabttws i .50 TOL

greitag, 2. IHal 1924.

An»eisen»VreiIc: Äletmeile (Solonel) lokal 0,15 Soldmart, auswärts 0L0 Soldmark: Reklame,eil« lokal 0,60, «oldmark, :: auswärts 0,80 Soldmark. r

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51. Zahrg.

Bor dem Tage der Reichstagswahl.

Die Zahl der Wahlberechtigten fei den kommenden Nerchstaoswahlen wird sich auf etwa 3 6 Millionen belaufen. Davon treffen etwa 221/; Millionen auf Preußen, 4 Millionen auf Bayern einschließlich Pfalz, 1,3 Millionen auf Ba­den, knapp 3 Millionen auf Sachsen, etwa 1,3 Mil­lionen auf Thüringen, 800 000 je auf Hamburg und Hessen-Darmstadt, und etwa über 500 000 auf Meck­lenburg.

Würden sämtliche 36 Millionen Wahlberech­tigter wählen, dann würde der neue Reichstag, fco für ein Mandat 60 000 Stimmen notwendig I sind, 6 0 0 Abgeordnete zählen. Diese Ziffer ist aber nicht zu erreichen. Der letzte Reichstag zählte 459 Abgeordnete. Es ergab sich also eine Durchschnittswahlbeteiligung von 75 Prozent.

Zur Reichstagswahl Hegen vor: 486 Kreisrvahl- vorschlüge (gegen 296 im Jahre 1920) unb 23 Reichswahlvorschläge (gegen 15). In den Kreis- wahivorschlägen sind 4514 und in den Reichsrvahl- ovrschlägen 428 Kandidaten aufgeführt. Die meisten Kandidaten (26) bringt der Wahlvorschlag Rr. 4 der Deutschnationalen Volkspartei im Wahlkreis 22 Düsseldorf-Ost und die wenigsten, nämlich 1, der Wahlvorschlag der Zentrums­partei im Wahlkreis 11 Merseburg. Unter den 23 Reichswcchlovrschlägen enthält der Reichswahl­vorschlag Nr. 16 des Häußerdundes nicht we­niger als 50 Namen. Hauber ist bekannMH ein Wanderprediger und Naturaxostel. Er hat ver- > «milkt? den Hauptteil feiner gesamten Anhän- j gerschaft auf dem Zettel unterschriftlich ver- , einigt.

Ak SuWoii Hilf üie MMeii ist wohl noch nie mit einer solchen amerikanischen ) Großzügigkeit betrieben worden als bei der s diesmaligen Wahl. Deutschvölkifche Red- i ver sagen jetzt sogar: wenn ihre Freunde, die Deutschvölkischen, ans Ruder kämen, brauchten keine Steuern mehr bezahlt zu werden. Auf der anderen Seite behaupten dieselben Kreise, eine Rechtsregierung würde sämtliche a b g e - bauten Beamten w i e d er ein st eilen. Alto "Seine "©»ect5emiitt^nTerr "9BrtI) "VMMch "W '* gegen erhöhte Staatsausgabsn durch Rückgangig- machimg der Sparmaßnahmen: Jeder Deutsche, der solche konfusen Gedankengänge mit anhören muß, sollte protestieren, daß man ihn so unter d i e Dummen rechnen will. Das braucht sich niemand gefallen zu lassen.

Zentrum und Yypothekensrage.

Dom Reichsgeneralsekretariat der Deutsche, ZenirUmspartei wird uns mitgetei't:

Angesichts der in letzter Zeit laut gewordenen Kritik an der dritten Steuernotverord- n u n g fei nachstehend die Stellungnahme des Zen­trums dargelegt: Die dritte Steuernotverordnung ist unter dem Druck erlassen, daß unsere Kredit­würdigkeit m hohem Maße von einer übersichtlichen hypothekarischen Belastung unseres Grundbesitzes abhängt. Diese Ilebersichtlichkeit wird wesentlich dadurch erreicht, daß der Hypothekenbetrag durch den Grundducheintrag oder durch Gesetz bestimmt ist. Die Entscheidung des Reichsgerichts hat die Ueberfichtlichkeit zerstört. Die Steuernowerordrrung hat ganz offenbar eine Lösung gebracht, über deren Dringlichkeit kein Zweifel bestehen kann, die aber für viele Fülle unbillig ist. Die Neuwahlen führen zu einer erneuten Prüfung des ganzen Fragenkomplexes, an der sich das Zentrum mit voller E ewifsenhaftigksit und allem Ernst beteili­gen wird. Bei der Verschiedenheit der Emzelfälle wird in dem demnüchstigen Gesetze eine Sonder- behandlung der einzelnen Kategorien sich als rotmendig erweisen."

Mir den Eingeweihten wirkt es geradezu hmnv- ristisch, wenn Rechtskreise, namentlich auch die ! der Großindustrie so nahe stehende Deutsche !

Dolkspartei sich als Schutztruppe der Hypo­thekengläubiger auffpitit. Sie berufen sich dabei auf den Abg. Düringer, der allerdings ein tat- fräftiger Anhänger der Aufwertung ist, aber ein einsamerweißer Rabe" unter den andern Volks- parteilich-industriellen Kreisen, die gerade den Hauptwiderstand gegen eine andere Rege­lung der Auswertung leisten unter Hinblick auf Lasten, die durch Aufwertung der Hypocheken und Dbfcgationen der Industrie entstehen. Gerade eine Partei, die der Geltung des Rechts seit Jahr- Zehnten treu dient, rote die Zentrumspartei, bietet west bessere Gewähr dafür, daß sie im geeig­neten Augenblick auch den Widerständen, die der Geltendmachung verbriefter Rechte im Wege stehen, energisch zu Leibe gehen wird, als eine Partei, in der der Einfluß der wirtschaftlich Mächtigen sehr groß ist.

Parität in Preußen.

Dir haben kürzlich, im Anschluß an einen Heber» blick über die Imparität im alten Preußen, ge­sagt, im neuen Preußen sei es in dieser Hinsicht anders geworden.

Wir bitten, uns nicht falsch zu verstehen. Wir wollten damit keineswegs sagen, das Preußen von heute sei in bezug auf Parität so eine Art M usterländle" geworden, das ist nämlich durch­aus nicht der Fall.

Rur ein Beispiel: Herr Richter, preußischer Fiu anzmin ist er, hat bis zum 1. Mai noch 28 Ministerialräte in seinem Ministerium, darunter 4 Katholiken. Vom 1. Mai ab fallen infolge der Abbaumaßnahmen sechs Stellen fort, und wenn Herr Richter sich alsdann im Kreise seiner Räte umschaut, wird er entdecken, daß von den vier Katholiken nur noch zwei übrig geblieben sind zwei unter zweiundzwanzig !

Herr Richter aber wird jagen, daß l. unsere Behauptung denTatsachen nicht entspreche", denn wir hätten einen Vortragenden Rat, der auch katholisch ist, nicht mitgezählt, und daß 2. beim Ab­bau in seinem Ressort nicht nur nach oen bekannten streng sachlichen" Gesichtspunkten, sondern auch vurchans paritätisch Verfahren worden sei, denn bei den Abgebauten sei die Parität gewahrt: zwei Katholiken unter sechs Abgebauten . . . Und über­dies: anderswo, z. B. bei Herrn Sever ing im preußischen Ministerium des Innern, habe man nicht einmal zwei katholischeMmisterialräte, sondern nur einen untelc sechzehn..... Gs.

ZMMMMKM Bei Bet MsWlki.

Die Absplitterung einer sichnational-liberale Bereinigung" nennenden Gruppe von der deutschen Volkspartei hol in die reichshauptstädtische volks- parteilühe Presse eine starke Verwirrung ge- ' brockst. DieZeit" ist das offizielle Organ der Deutschen Volkspartei. . DieDeutsche Allgemeine Zeitung" nahm bisher auch für sich in Anspruch, deutsch-oolksparteiliche Politik zu treiben, wenngleich sie sich immer zum Sprachrohr des unter schwerem industriellem Einfluß stehenden Flügels innerhalb der Volkspartei machte, was ja auch dadurch zu erklären war, da S t i n n e s selber das Unterneh­men finanzierte. Nrm hat sich dieD. A. Z." der national-liberalen Vereinigung verschrieben und das hatte zur Folge, daß inner­halb der Redakrion ein vollständiger Wechsel sich vollzogen hat.

Dasselbe Chaos sthÄrit auch bei SdnFrank­furter Nachrichten", die bekanntllch auch im Besitz der Firma Stimres sind, und ihren Kopsblättern zu herrschen. Teilweise wird für dir Volkspartei, die doch von Außenminister Dr. Stresemarm im Sinne einer BerstäiMgungspolltik geführt wird, ge­worben, dann wird wieder ganz im Smne der Deutschnationalen die Polirik der Regierung kriti­siert und schließlich finden sich wenigstens in den Kopfblättern der F. N. auch Sympathiekund- gSbungen für die Deuilchvölkifchen.

Nun adsr Msziplm!

Don einem Gemeindepolitiker.

Ich bin ein guter Zentrumsmann, aber diese Liste wähle ich nicht. Da steht der Müller, der doch ein Heuchler ist, der Meier, der nur seine Interessen vertritt, da stellt man wahrhaftig den Schulze an die dritte Stelle, den Becker an die Zwölfte, während es richtiger umgekehrt gewesen wäre. Das soll nun eine Zentrumsliste fein. Nein, die wähle ich nicht." So und ähnlich heißt es jetzt oft nach Auf­stellung der Eemeinde-Wahlvorschlagslisten, beson­ders in kleineren Städten und Gemeinden.

Gemach, gemach! Bist Du ein guter Zen­trumsmann, der Du so sprichst? Oder gilt nicht auch von Dir, was Du an einzelnen der aufgestell­ten Kandidaten oder Kandidatinnen mit Recht ober Unrecht auszusetzen weißt? Ueberfegen wir einmal zusammen die Lage:

Di» Listen sind ausgestellt und eingereicht. Die eingeschriebenen Parteimitglieder oder die von die­sen mit der Auswahl der Kandidaten beauftragten Ausschußmitglieder hatten Gelegenheit, Kritik zu üben, bessere Kandidaten in Vorschlag zu bringen, ßuf die Reihenfolge derselben einzuwirken. Ist diese Gelegenhett ausgenutzt worden, gut, bann suuß ber Mehrheitswille geachtet werden, m sie nicht ausgenutzt worben, dann ist verspätete Kritik nicht angebracht. Jetzt heißt es vielmehr, Disziplin halten, heißt es, die Zentrums- nste auch dann wählen, wenn Dir der eine ober j «nbere Kandidat nicht paßt, wenn Du eine andere 1

Reihenfolge gewünscht. hast, ober wenn Du gar D ich s elbst für zu unrecht übergangen hältst. Es geht bei ber Fragewähle ich Zentrum?" um Höheres als um Kirchturnspolitik unb Eifersüchte­leien.

Wer das politische unb wirtschaftliche Geben «nner Gemeinde kennt, weiß, wie schwer es ist, es jedem recht zu machen, weiß, wieviel mensch­lich» Schwäche und Kleingeistigkeit das größere Ziel oft verdunkelt. Er weiß auch, daß bei Auf­stellung der Wahlvorfchlagsliften diese Mängel nicht so sehr selten den Wert derselben herabsetzen. Er weiß aber auch, daß es gerade bann wichtig ist, bei ber Stange zu bleiben, seiner Partei bie Treue zu bewahren. Die Wiederholung solcher Mängel immer mehr zu verhindern, muß bann eines der Ziele der praktischen Parteiarbeit bis zur nächsten Wahl sein. Andererseits darf aber auch nicht ver­gessen wcHden: bei- nicht wenigen ber Kritiker ist non oorneberein jede Wahlvorschlagsliste grund­sätzlich schlecht, wie ja bei ihnen überhaupt die politischen Führer von ihrem Handwerk meistens nichts verstehen. Gut wäre eine Wahlvorschlags­liste eigentlich nur bann, wenn f i e selbst dar­an f st ä n b e n, wie ja auch die große Politik besser aeleitet wäre, wenn sie den Derusskritikern, den Besserwissern am Biertisch und an den Straßenecken anvertraut wäre. Wozu rechnest Du Dich? Zu den berufsmäßigen Kritikern und Besser­wisser? ober zu den Wählern der praktischen und ausdauernden Parteiarbeit?

Wenn Du einmal daran gehst, das Zentrums- Programm durchzulefen und durckzudenken, so sin-

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MW-WMA SWBW.

wtb London, 1. 2HaL (Tel.) Der Bericht- erstatter derTimes" schreibt, die ttastenischc Re­gierung habe beschlossen, ihre ganze Kraft an- zuwenden und jede mögliche Initialive zu ergreifen, um zu erreichen, daß die Sachverständigenberichle wirklich angenommen und sobrckd als möglich zur Durchführung gebracht werden. Mussolini sei bestrebt, das vollständige Zusammenwirken zwischen Großbritannien, Italien und Belgien zu erreichen. Er werde nach London eingehende In­struktionen in dieser Richtung senden. Der Schritt bedeute eine neue Entwicklung in der italienischen Politik, welchem größte Bedeutung zukomme. 2Huf- solinl sehe in dem S achverslandigenbericht die erste verheißungsvolle Aussicht, um der Politik des Laisser-faire ein Ende zu bereiten.

Bei Coo idge.

wtb. Paris, 1. Mai (Tetz) HavaS meidet aus Washington: Die drei aus Paris zursiistgekehrten Sachverständigen, DaveS, Sohns und Rodknsohu hatten gestern eine längere Unterredung mit Präsident Coolidge. Die Sachverständigen wei­gerten sich, irgend eine Erklärung über diese Unterredung abzugeben. '

Deutsch-französischer Handelsvertrag?

wtb Paris, 1. Mai. (Tel.). 3n einer Ber­liner Nachricht, die das »Journal" abdruckt, heißt es, der französische Handelsminister Louche.tr sei angesichts des demnächst ;» erwartenden neuen Parteiregimes mit der Ausarbeitung eines fran­zösisch-deutschen Handelsvertrages beschäftigt. Er habe auch die Absicht, eine Kommis­sion nach Berlin zu schicken, der Industrielle, Kauf­leute und französische Exporteure angehören sollen.

beft Du, wie wichtig es ist, daß diese Partei auf bie öffentlichen Angelegenheiten btr Stadt- und Landgemeinden möglichst großen Einfluß gewinnt. Unb ber Zentrumsprinzipien wegen wählst Du doch die Zentrumslifte. Wie daher, wenn nun wirklich Egoisten ober Schöntuer bie Liste belasten? Sollst Du ttotzdem diese Lifte wählen? Diese Frage stellt Dich zweifellos vor eine schwere Entscheidung. Es befinden sich da oft auf den Wahlvorfchlagsliften anderer Parteien die Namen von Persönlichkeiten, die als offene Charaktere unb selbstlose Mitar­beiter am Gemeinwesen bekannt sind und auch von Dir geschätzt werden. Ihretwegen möchtest Du schon lieber dieser Liste Deine Stimme geben. Und trotzdem muß es heißen: Zentrumwählen.

Einmal zeigen in Gemeinden, in denen an ber Zentrmnswahlvorschlagsliste berechtigte Kritik zu üben ist, auch die anderen Listen ähnliche Män­gel. Du kommst also bei der Wahl einer dieser andern Listen aus dem Regen in die Traufe. Dann aber auch kommen die Fehler ber mit Recht kritisierten Personen doch meist nur auf einem Spezialgebiete zur Geltung, wel­ches für sich allein noch längst nicht alle Gebiete berührt, auf denen der Gemeindeverordnete mit- zuarbeiten hat, und endlich: eins kann man als Erfahrungstatfache behaupten: Wo es auf den allerwichtigsten Gebieten uni Zentrumsgrundsätze geht, nämlich auf den Gebieten ber Erhaltung unb Anwendung christlicher Grund­sätze in der Jugenderziehung, bei ber öffentlichen Darbietung von Wissenschaft und Kunst usw., auf diesen wichtigen Gebieten halten auch diese Personen bedingungslos an dem Parteipro­gramm des Zentrums fest. Unb das ist doch schließlich die Hauptsache. Darin gerade liegt überall die Hauptbedeutung ber Zentrumswahlvor­schlagsliste, nicht, wie es gegnerischerseits so oft bargestellt wirb; zum Fang ber Stimmen christlich denkender Kreise, während im übrigen Interessrn- ^olitik getriebeh werden dürfe, ümbern weil die Durchdringung des öffentlichen Le­bens wie des Lebens der einzelnen Familien unb Burger mit christlichem Geist immer mehr die Schattenseiten beseitigt, die im übrigen jede Wahlvorschlagsliste gleich welcher Partei be­gleiten. Christliche Gesinnung und christliche Tat Lahre hindurch gepflegt und geübt, bessert bei jeder Wahl bie Zentrumswahlvorschlagsliste und führt Dich damit auch Deinem Ziele näher, selbst wenn mit Recht die augenblickliche Liste Deinem Z-n- trumsideal nicht entspricht. Nichtwahl oder Wahl einer anderen Liste führt Dich dagegen doch nur von Deinem Ziele a b.

_ Zielbewußtes Weiterarbeiten an der Durch­dringung der Bürger und Bürgerinnen mit Zen- trumsgeift, an ber Heranziehung unb Heranbildung von Charakteren muß Dein Weg unb Ziel sein, wenn bie Wahlschlacht geschlagen ist. Unb immer wieder gilt es zu beachten: Z.entrnmsarbeit ist Sbealftreben. Der Weg ist weit und steinig. Die Mitarbeiter sind Menschen, mit allen deren Dielgestaltigkeit und Schwächen. Rach Idealen streben ehrenhafte Männer unb Frauen, nach Idealen zu streben, geben aber auch bie vor, bie mit biafem Schein Vorteile verschiedenster Art, und r ' s auch nur das Spielen einer Roll , in ber Gemeinde erstreben. Das ist in allen Parteien so, nicht nur im Zentrum. Und geraöc diese Leute sind am schwersten zu entlarven. Aber auch gerade ihnen darf es nickt gelingen. Dem Zentrumsgeb anken Abbruch zu tun.

Darum Disziplin! Wer Zentra ms- grunds ätze hat, muß Zentrum auch wählen!

wtb London,!. Mai. (Tel.) Die21torning post" meldet ans Saito, daß Nachrichten aus Syrien besagten, daß die ftanzösischen Behörden, die durch die (BcetiGactiegc an der Rordgrenre Syriens un­geduldig würden, Flugzeuge und Truppen auf eine Strafcxpedikion ausgefanbt hätten. Andere Meldungen besagen, daß die türkischen Banden er­klärt hüllen, sie beabsichtigten die Angriffe so lange forkzusehen, bis die türkische Südgrenze von ftan- zösischen Streitkräften gesäubert sei. Rach der Morningpost" find gewisse Beweise vorhanden, daß Angora diesen türkischen Guerillakrieg uuter- stützk.

Räuber-Romantik.

wtb London, 1. Mai. (Tel.)Daily Ex­preß" meldet aus Jerusalem, daß die französischen Truppen, welche in Nord-Syrien operieren, türki­schen Irregulären eine Niederlage beigebrachl hät­ten. Eine als Gendarmen verkleidete Bande von Räubern habe zwei Dörfer in der Rühe von Iaffa geplündert.

Große Schwärme von Heuschrecken seien ans Syrien erschienen und drohten nach Valästina einzudringen.

Die Türkei wahn das Hansrecht.

wtb London, 1. Mai. (Tel.) DieTimes" meldet aus Honstankinopel: General Riazin Pascha hat befohlen, daß die Versuchsfliige der französisch- rumänischen Gesellschaft eingestellt werden müßten und daß die Flugzeuge die Türke« zu verlassen Höl­len. Es werde angenommen, daß diese Aktion auf die Spannung an der türkisch-syrischen Grenze zurückzuführen fei.

aus dem Ruhrgebiet.

Wie dem .Lokalanzeiger" aus Gelsenkirchen ge meldet wird, ist dort ein Kurier der Berliner Zentrale der kommunistischen Partei feft* genommen worden, welcher die Aufgabe hatte, mit allen Mitteln zu versuchen, die BetriebsführuLS der Ruhrindustrie zu verhindern. In einer geheimen Zusammenkunft der Kommunisten, wurde auch der Plan für einen Anschlag auf die ZechenWilhelmine Victoria" undGraf Bismarck* emworsen.

*

Rach einer Meldung desVorwärts* an? Bochum hat eine Revierkonferenz des Verbandes der Berg­arbeiter, Deutschland? für das Ruhrgebiet den Schiedsspruch vom 23. April über die Lohnfrage angenommen, dagegen den Schiedsspruch vom 28. April über die Mehrarbeit abgelehnt und be° schloffen, nach dem 30. April die alte Sieben» stu ndenschicht, über Tag acht Stunden, zu verfahren.

General v. Sccckt

der am Mittwoch einer Felddienstübung der Mün­chener Garnison begewohnt hatte, begiebt sich laut einer Meldung derBoss. Zig." nunmehr nach Regensburg zu einer Besichtigung des dortigen Reichs- wehrregimeniS. In seiner "Begleitung befindet sich der bayrische Lanoeskommandant Freiherr von Kretz zu Kressen stein.

Deutsches Reich.

* hetfssctchs flerblickw Aeberreste fickv g7«ck- zestig mit densn seiner Mutter in Mannheim eia- geäschert worden. Bei der Feier in der 23er brennungsannah sprach Konsistorialrat Fischer Berlin und Reichsfinanzmmister Dr. Luther.

katholische Welt.

» Aus der Diözese Limburg. Am 1.Dtai sind 26 Jahre verflossen seitdem der damalige Domkapitular Georg Hilpisch zum Dekan des hiesigen Domkapitels gewühlt wurde. Herr Domdekan Hilpisch. der mithin jetzt LS ^ahre an der Spitze des Domkapitels steht, hat dieses Amt länger 'inne als irgend einer feiner Borgänger. Nicht nur in Limburg, sondern auch in an­deren Diözesen ist der ehrwürdige Herr Domdekan weir- bekanM und geachtet.

Vie Zuftimmnng der Industrie,

In einer Tagung, die der Gesamtvorstand X Berbairdes rheinischer Industrieller dieser Tage in Köln abhielt, stellte sich diese industrielle Vertre­tung auf den Boden der vom Reichsverband der deutschen Industrie abgegebenen Erklärungen, die den Standpunkt der Reichsregierung billigt, wonach bas SaHverständigengutachten als Grundlage für weitere Verhandlungen anzujehen ist. In derselben Weise hat sich die Dorstandschaft des bayerischen inbuftrieGen Verbandes geäußert. Trotz großer Bedenken wegen der Eingriffe in die Hoheitsrechio des deutschen Reiches sieht man auch in diesen Krei­sen das Gutachten der Sachverständigen als einen auf wirtschaftticher Basis sich aufbauenben Fort­schritt an, den man nicht ohne weiteres preis- geben soll.

Selbstverständlich werden von beiden Organi- satumen die unerläßlichen Voraussetzung en, wie sie auch die Reichsregierung formuliert hat, ge­fordert.

Die Stellungnahme der Industrieverbände ist vor allem beachtenswert angesichts der w a t) l i af « tischen Behandlung, die die Stellungnahme zum Sachverständigengutachten in der deutschnationalen