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Hutdaer Leitung

Kreuz und Kultur

KarfreitagSgebanken von Friedr. Muckermann 8.7.

Karton, den der Verkäufer in einem Geschäft znrückließ.

von

Der brütigen Auflage unserer Zeitung liegt ein Prospekt der Firma Karl Rübsam Wachswarenfabrik 11.-®. Fulda über die bekannten „Viaja“ Fabrikate bei, auf welche» wir unsere Leser besonders aufmerksam machen.

stammt aus Bonn a. Rh.

- Tuchjchwindler. Unter dem Decknamen Johann Günther aus Würzburg reist augenblcklich ein Schwind­ler durch den Frankfurter Wirtschaftsbe­zirk und verübt zahlreiche Schwindeleien. Er stellt sich als Reifenden einer Stuttgarter Tuchwarenfabrik vor und nimmt Bestellungen auf Nähfaden, Borden, Knöpfe Lssw. entgegen und läßt sich als Anzahlung ganz er­kleckliche Summen cmshändigen, liefert aber selbstver­ständlich die Ware nidrt. Viele Personen, besonders solche aus dem Schneidcrgewerbe, wurden bereits um recht stattliche Summen gebracht. Der Betrüger ist 35 bis 40 Jahre alt, trägt schwarzen Ueberzieher mit Samt­kragen, schwarz-weiß gestreifte Hose, weichen grauen Filz­hut rnd schwarze Schnürschuhe.

Kreuz stammt.

Darum ist alle christliche Schönheit so unbegreif- lich tief. Daher der Zauber unserer Liturgie. Daher das Ergreifende in all dem. Es sind eben die Wonnen des Kreuzes.

Nur die Rückkehr zum Kreuze und seiner Kultur kann unserer Zeit jene Tiefe Wiedergaben, die wirklich beglückt. Mit jenem Glück, das den eigentlichen Herzensfrieden birgt. Kultur der Ober­fläche, Kultur ohne kultivierte Menschen, wird im­mer em Chaos von Kultur bleiben, ein Spiel der Leidenschaften, ein Weltkrieg oder eine Weltrevo- lutivn, aber niemals wahre Kultur. Was wir aber an wahren Kultuvwerten im Abendland be­sitzen und was wir in ferner Zukunft noch erhoffen, es kann nur aus dem Kreuze kommen, und nur jene Macht konnte die Mutter der Kultur des Abendlan­des werden, die mit diesem Zeichen des Segens in die nordischen Wälder einzog.

0 crux ave, spes unica I

'M 93.

Freitag, 18. April 1924,

2. Blatt.

Druck der Fuldaer Actiendrntferet in Fulda

renbet des K. B. ins Leben. Wer im katholischen Leben Berlin« sich einmal umgesehen hatte, kannte den trefflichen Mann, einen vorbildlichen Katholiken, und bewahrt ihm ein treue« Gedenken. Dr. R

— „Der Katholizismus als Erfüllung der «egenmarf nennt sich eine Tagung, die vom 4. bis 1L Mat in Wien stattfindet. Der akademische Verein .Logo«» in Wien hat eS übernommen, führende Katholiken deutscher Sprache zusammenzurufen, um da» katho­lische Weltbild vor dem Hörer au« allen, au« katholischen wie au« nichtkatholischen Kreisen zu gestalten. Wa« die Welt bewegt, wird hier all­dem Katholizismus gesagt werden. Bundeskanzler Dr. Serpel spricht über „Katholizismus und Gegenwart . Hermann Bahr über „Katholizismus und Kunn». Pater Alois Mager und Dr. Linus Bopp setzen ft» mit den okkulten Strömungen und Verwirrungen bei Psychoanalyse auseinander, Albert Graf Appony uni Professor Eibl sprechen über „Internationale uni Nation», Professor Bauer über „Nationalökonomie» Pater Peter Lippert über .Da» innere Gotterlebm»» Pater Erich Pzywara über die „ModernePhilosophie , Dr. Josef Eberle über „Katholizismus alS Beben«# Prinzip». _____________

Mensch, darauf kommt es an, und ist einmal hier das richtige Verhältnis gewonnen, dann fprudetn die Brunnen unserer Kultur. Unüberbrückbar ist m der Tat der Gegensatz zwischen Kreuz unb hem, was sich moderne Kultur nennt. Denn eine Kultur ohne das Fundament eines kultivierten Menschen ist eine Lüge und ein Widersinn. Der kultivierte Mensch aber ist ein Dandy, wenn mit Kultur nicht Herzenskultur gemeint ist. Alle die moder­nen Systeme des Liberalismus, des Kommunisrmts, des Sozialismus, des Kapitalismus scheitern eben daran, daß sie diese Grundtatsachen nicht beachtet haben. Sie wollten Ku l tu r p a rad t e fe ohne das Kreuz. Aber nur im Kreuze ist Heu. Im Gottmenschen, der leidet, der büßt, in dem sich die Menschheit vor der Gottheit beugt bis zürn Tode.

Merkwürdiges Paradoxon: Gerade der Verzicht auf Schönheit um jeden Preis ist der beste Ouell- grurrd reiner schöner Menschlichkeit. Wir sehen es ja in den „schönen" Kulturen, wie schnell sie ver­flachen, wie die Kraft ihnen ausgeht, wie sie herab­sinken zur Spielerei mit der reinen Form. Alexan- drinertum, Talmi, Kitsch, Zivilisation. Umgekehrt wenn das Kreuz im Mittelppunkt bleibt, dann ist cs ganz unmöglich, daß der Mensch veroberftächlicht. Dann steht er immerfort im schwersten Ringen. Dann befruchten immerfort die tiefsten Geheimnisse fein Leben. Und so ist der ethisch religiöse Auftrieb jener Macht vergleichbar, die den Springbrunnen in die Höhe treibt. Je größer der Auftrieb, um so gewaltiger die Säule, die sich hoch m die klaren Lüfte schwingt, ihre Wasser in Millionen Perlen zerteilt, von denen jede die Sonne spiegelt und ihr weißes Licht in wundervolle Regenbogen zerlegt. Dann kommt die Schönheit heraus, die aus dem

Neues aus Frankfurt.

— Zwei Linder erstickt. Im Haufe Darmstädter Landstraße 108 brach in der Wohnung des Küfers Michels ein Brand aus, bei dem die beiden kleinen Kinder im Alter von 2 «mb 4 Jahren den Erstickungstod fanben. Als die Muster später von der Arbeit nach , Hause kam und von dem Unglück erfuhr, versuchte sie ! sich mrs Berzweiflung aus dem Fenster zu stürzen, konnte aber noch im letzten Augenblick baran gehindert werden. Die unglückliche Frau mutzte aber trotzdem dem Krankenbause zugeführt werben.

— Todessturz aus dem Fenster. Die Ehefrau Dock­weiler versuchte cm Dienstag nachmittag in ihrer Woh­nung, Vogelsbergstraße 33, die auf einem Gestell vor dem Fenster liegende Wäsche herein zu holen. Sie be- kam habet das Uebergewicht und stürzte vom vier­ten Stockwerk in den gepflasteten Hof. Die Frau kam mit schweren inneren und äußeren Ver­letzungen in das Bürgerhospital, wo sie kurz nach der Einlieferung verstarb.

— Auf den Spuren des Zooräubers. Die Diebstähle ; seltner exotischer Vögel in den verschiedensten Zoolo- - gischen Gärten, u. a. auch in Frankfurt, sind jetzt zum : Teil aufgeklärt. Die Ermittlungen der zuständigen Po- j lizeiverwaltLNgen führten auf die Spur eines jungen Mannes, der diese Diebstähle ohne Zweifel im Umher- i reifen gewerbsmäßig betreibt. In Berlin erschien i er in Dogelhandlungen und bet Papageien und Silber- 1 fasanen zum Kauf an. Er hatte stets einen Pappkarton j bei sich, der für zwei Vögel eingerichtet war, und er»

vermischtes.

* Gefängnis und Ehrverlust für Kohlenfchieber. Ein Kohlenschiebimgsprozeß, in dem auch der Ver­ein gegen das Bestechungsmrroesen, Berlin, Straf­antrag gestellt hat, wurde vor der Strafkammer $u Gleiwitz verhandelt. Durch die Abtrennung Oberschlesiens wurde die Kohlenversorgung der Industrie stark gefährdet. Die verbleibend« oberfchlefische Erzeugung mußte rationiert wer­den. Diese Lage benutzte der Rechmmgsführer Konrad Urbamczyk, der im Handelsbüro der Berg- werksdirektion in Hindenburg angeftellt war, um mit Hilfe des Kohlenhändlers Wilhelms Oczko und des Ingenieurs Kurt Waldbrunn in Hindenburg eine bevorzugte Belieferung solcher Abnehmer zu organisieren, die „Provisionen" zahlten. Das Urteil lautete gegen Urbamczyk auf 9 Monate Ge- fängnis und 5 Jahre Ehrverlust, gegen Oczko auf 7 Monate Gefängnis und gegen Waldbrunn auf 3 Monate Gefängnis.

* Line gefährliche „Amazone". Das Schöffen- gericht in M.-G ladbach verurteilte eine Frau, welche am 10. November 1923 in Rheydt «men Trupp von etwa 100 Männern bei Plünderungen in Geschäften angeführt hatte, einschließlich ei­ner bereits wegen Landfriedensbruches gegen sie verhängten Strafe von 5 Monaten zu 15 Mona­ten Gefängnis. .

* Der Aufbau bei Hagenbeck. Dor einigen Ta­gen erhielt der berühmte Tierpark Hagenbeck in Hamburg die erste Tiersendung dieses Jahres. Unter anderen trafen ein: sechs indische uni) drei afrikanische Elefanten, zehn prachtvolle junge Löwen, zehn Tiger, acht Leoparden, etwa 350 Affen, 17 Ze­bras, 21 Antilopen, 38 Meerkatzen, 5 Geier, 11 Gift- und 220 andere Schlangen, 22 Seelöwen und zahl­reiche Bären, Schakale, Panther und viele Vogel­arten.

* Bon dem Erdbeben, das am Dienstag von der Erdbebenwarte verzeichnet wurde, sind auch die Schweiz und zwar der Kanton Wallis, zwei­tens Teile des Stillen Ozeans betroffen war- den. In Wallis hat der Erdstoß die Bevölkerung in große Aufregung versetzt und an zahlreichen Häusern beträchtlichen Schaden angerichtet. Im Stillen Ozean ist in der Hauptsache die Küste Chile heimgesucht.

* Unfall eines itatlenischen Lenklustschisfes. Auf dem Flugplatz Ciampmo bei Rom wurde das Lenklufifchiff Nr. 1, das zu einer Probefahrt bereitlag. non,einet heftigen Bae fortgeriffen. Ein Arbeiter und zwei Soldaten, die die Taue nicht rechtzettiq los gekästen hatten, warben etwa 100 Meter hoch mit forigeführt, i stürzten ab und blieben tot liegen. Das Lenkluftschifi landete später ohne Zwischenfall.

Rhön erkennen und die zur Durchführung bean- ä. *n* D-ch-!««ch ।

zu erwarten, daß die landschaftlichen Reize - - -..... ™

der Rhön nicht ganz außer Acht gelassen werden.

Beschäftigung. Es ist zu wünschen, daß Reich und ' zähste, er sei erst kürzlich von einer Auslandsreise zu Staat die Bedeutung dieser Kulrurarbüten in der ; Sch'ff in Hamburg angekommen, baae eine Anzahl cus> ----- - - 1 - ..... - ländischer Vogel mitgebracht unb müsse ste letzt cms Rot verkaufen. In einigen Fällen ist es ihm geglückt, Papa-

6us Geisa und Umgebung.

Sulkivlerung von Oedland ta der Rhön.

Die umfangreichen Oedflächen der Rhön sollen sstzt der landwirtschaftlichen Ausnutzung zugeführt werden. In mehreren Besprechungen mit den Ge- -msindevorstehern von Kaltennordheim, Vacha, Geisa und Dermbach wurde die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung dieser Kulturarbeiten für die Hebung der Viehzucht in der Rhön nachgewissen und betont, daß diese Arbeiten Gele­genheit zur Beschäftigung der zahlreichen Erwerbs- lofsn bieten, die noch im Landekveise Eisenach vor­handen sind. Da die Arbeit aus Mttteln der pro- h aktiven Erwerbslosenfürsorge gefördert werden Men, stimmten sämtliche Gemeindevertreter dem Plane zu.

Es sollen etwa 1010 Hektar Hutfläche ver­bessert und Wiesen- und Ackerflächen drainiert wer­ben. Bei diesen Arbeiten finden 400 Erwerbslose

Hus dem Nachbargebiet.

■Warbad» Für die beiden Dfterfeiertage plant der , männSefangt>erein mit einem Theaterabend eine unb edle Erholung unb Unterhaltung 5U bieten, lehrreiche iuu> geführt: „Das Ave-Glock- oo/sdjate. Es zeigt uns, wie die Jagd nach bem ^chtglücklich unb zufrieden macht, sondern Sieben nach überirdischen Gütern, wie die mo- ?“rJL des Kommunismus unb Bolschewismus die

Kdibebt nicht glücklich machen können. In einem zwei- ^^" humoristischen Stück „Bauer als König Aerobes" (eben mir die Wahrheit des Spruches: stfvfte' bleib’ bei deinem Leisten!' Ewige kleine giüdt GefangsvortrSge des Vereins und Mustkvor- '^Zoe '-sollen für angenehme Unterhaltung Jörgen.

Weyhers. Der Turnverein Weyhers- «h/.rsbera hat in wochenlanger Arbeit die Dorberei- ^raen getroffen, um feinen Freunden unb SDtitgliebern ®'s Ostectage, abends 8 Uhr, in Weyhers em Sahn- ? ‘ ft j n i e l von hohem inneren Wert und echter Volks- t'imlichkett vorzuführen. Das Festspiel wurde bei bem ,'nteri Kreisturnfest bes 7. deutschen Turnkrerses (Ober* mefer) in Kassel mit größtem Erfolge dargestellt. D« Aufführung bedeutet für einen Landverein eine schwere, ober anerkennenswerte Aufgabe. Umrahmt von einem abwechslungsreichen Programm turnerischer, gesanglicher und musikalischer Art, bietet die Veranstaltung zugleich viel Neues und Anregendes auf dem Gebiete des Jugend-

So sind wir, das merkwürdige Volk der ChMen, wir stellen das Kreuz in die Mitte unserer Welt. Auf den Zinnen unserer Türme rote m °en Heun- lichsten Winkeln unserer Wohnung wollen wir es grüßen, an stillen Pfaden und auf ragenden HoMt, nicht nur im Heiligtum, sondern auch m den Garten der Kultur. . . , „, mil6

Ein junger Dichter sagte mir einmal: .3d) wählen zwischen Christus und Pan, zwischen dem Gekreuzigten und Dionysos. Ich aber will rocht den Tod, sondern das Leben. Keine Brücke StmfäM1 Kalvaria und Olymp. Ich hasse ihn, den Gekreuzi^ ten " Stimme eines einzelnen, aber auiy Stimme eines Zeitalters. Was will auch das Kreuz in unseren Theatern und Vergnügungsstätten, m unseren Universitäten, in den Straßen und auf den | Märkten unserer Riesenstädte, auf den 'nrerna^o- | roden politischen Konferenzen und o ' chifche Göttinnen stellen wir m unsere Parke, Den schönen Menschen, aber rocht den her Prophet ’agt, daß er rote em Wurm fei und kein Mensch mehr, daß sie alle seine Gebeine ge-

^Aber man vergaß und vergißt eine Tragik. Kultur und vor allem künstlerische. Krümr mmer Erscheinung eines Uebeilinnsichen m der tform. ersten großen Gestalter wollten nichts anderes, als im irdischen Symbol das E ro i g e unter scheu zu stellen. Man sollte mit Händen greifen können, war sich uns so leicht entzieht. Aber so ist der Mensch: Die Erscheimmg berückt chn. Ueber der Form vergißt er den Gehalt. Homer, so sag. man hat den Griechen ihre Gotter gAenkt Das ist wahr: er hat den Göttern ein menschliches Gesicht gegeben. Mel wahrer aber ist am Ende das Gegen- tell: Er hat den Menschen ihre Gotter geraubt, denn er machte seine Götter zu Menschen. Gang der Entwicklung einer jeden Kultur, die außerhalb des Kreuzes blieb. Ihre tteffte Tragik.

Wie ganz tmtoers roir Christen. Wohl gab es auch bei uns „GlanMeiten" der Kultur und der Kunst, in denen schöne Menschlichkeit das Göttliche umgab. Aber irgenbeme Tragik war immer m sob chen Zeiten. Pius V., der heilige Papst, der nach dem Jahrhundert der Renaissance kam, bedeutet eine geschichtliche Korrektur, eine Rückkehr zum ur- christlichen, das im Heidentum zu versinken drohte. Der Kernpunkt christlicher Kultur liegt, nicht 'm Aesthetischen, sondern im E t h i s ch - R e l i g i o f e n.

Wir leugnen das Ästhetische nicht. Wir Haven Lionardo, Raffael, Murillo, aber wir kennen die Gefahr der „schönen Menschlichkeit . _ Rcht der schöne Mensch gehött in die Mitte dcr KulMr,In­dern der sittlich wertvolle. Sittlicher Wen erwächst aber immer nur aus Gnade und Enya- gung. Schön oder häßlich ist für ihn zunächst be- Ianglos. Auf den seelischen Trieb zu Gott, und

Israelitische Gemeinde.

Freitag, 18. April. Margen» 6.15 Uhr.

SamStag, 19. u. Sonntag, 20. April. Pessach Corabenb« 7, morgen» am 2. Tag Predigt 8, nach«. 5, abenb» 8.15 U6r. — WochengotteSbienst: Morgen» 6.30, abends 7.55 Uhr.

Briefkasten der schriftleitung.

Nach Srotzeplüder Die früher bestehenden Be. schränkungen der Wählbarkeit solcher Personen find aufgehoben. Sie sind uneingeschränkt wählbar.

Nathottsche wett.

= Znftßrak mobler-Berli« f Justizrat Albert Modler ist am Montagabend plötzlich verstorben. Modler war jahrzentelang der bekannteste katholische Anwalt Berlin«, der wiederholt auch in politischen Prozessen mit Erfolg die Interessen seine» Glauben» verteidigte. Nahezu 20 Jahre gehörte er dem Kirchen­vorstand von St. Hedwig an. Mit besonderer Begeiste­rung trat er stet» für die Jntereffen der katholischen Akademiker ein. Er selbst war Mitglied de» alten Sefeberein» und eine» bet ältesten und gleichzeitig eifrigsten Mitglieder des katholischen Studentenverein» ASkania (im K. SB.). Während de» Kriege» vertrat er den Verband der katholischen StuDentenbereine im Akademischen Hilfsbund und rief eine besondere Stieg»« hilfSka sse zur Unterstützung notleidender Studie»

turnwesens. ....

— Aus der Rhön. Don enter deutfchnattonalen Wahlversammlung in Tann (Rhön) kommend ver­unglückten mehrere Herren aus Gersfeld auf der Heimfahrt in der Nacht vom Samstag auf Palm­sonntag gegen 2 Uhr mit ihrem Auto zwischen Batten und Thaiden, wo der Wagen auf einen Da- ftaltstemhaufen auffuhr und sein vorderer Teil fast völlig zertrümmert wurde, während dieInsassen glücklicherweise unverletzt blieben. Ein tele- S- risch herbeigeholtes Lastauto brachte Sonntag den verunglückten Wagen nach Gersfeld.

--- Schlitz. Anstelle der mehrere Hundeti Jahre alten Fraurombacher Linde, die vor eini­gen Jahren gefällt wurde, ist jetzt eine neue Linde ge- pflariFt worden, die vom Grafen von edtfifc gestiftet wurde.

----- Lauterbach. In dem benachbarten Frau- -rombach ist ein neues industrielles Unter- nehmen gegründet worden, das für die roirt- schafüiche Entwicklung des Ortes von großer Be- deutung fein wird. Die Gebrüder Schmidt haben gemeinsam mit einem Frankfurter Unternehmen eine Diamantschleiferei errichtet, die mit den er­forderlichen Werkzeugen und Maschinen ausgestat- tet = Hersfeld. Die Stadtverordneten beschlossen die Erhebung des Gemeindezuschlags zur Ge­werbesteuer in der Höhe von 200 Prozent und zur Grundsteuer in Höhe von 100 Prozent. (In Fulda ist bekanntlich ein Einheitssatz von 120 Prozent gewählt, wodurch die aufzubringende Steuerlast auf brettere Schultern verteilt wird und nicht allein auf den Gewerbetreibenden hängen bleibt. D. R.)

— Bad Kissingen. Der Obst- und Gemüse­händler Reder wurde in seinem Schlafzimmer tot Gufgefunben. Al» Todesursache wurde Gasver­giftung festgestellt.

— HeMgenskadk. Der Landwirt Heinrich Gun­kel in Wachstedt hat eine 30 Morgen große Weide «ingezäumt. Der ganze Geländekomplex ist mit Pfählen und vierfach übereinander gespanntem Draht umschlosien. Mtt Drahtscheren sind die Drähte nachts nicht weniger als 270mal durchschnit- iten worden. Die Pfähle sind größtenteils heraus- gerissen. Anscheinend handelt es sich um einen Macheakt, der von mehreren handfesten Männern ausgeführt worden ist. Der Besitzer hat auf die Namhaftmachung der Täter eine Belohnung J.000 EoDmark ausgesetzt.

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Die flädtfichen Körperschaften haben zu der Banpolijei- aebührenordnurq vorn 8./S. Dezember 1921 einen III. Nachtrag beschlossen. Der Nachtrag tritt am Tage nach der Lekannigabe in Kraft. Er liegt In bet LoHrlefehalle unb in der Stadtlanzlei auf, kann auch gegen Eisiat.ung der Schreibgebühren vom etabtbauamt bezogen werden.

Fulda, den 14. April 1924.

Der Magistrat: 21 mb.

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S Kniike vorm Schöffengericht (Lustspiel).

3. Die drei fidelen Schnsterjnngen lEaupleis).

4. Der goldene Hochzeitsmorgen (Couplets).

Die Pausen werden durch Gesang- und Musikootträge ausgeslillt. — Ansang punkt V,8 Uhr.

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