Mldaer Leitung
Ans der Welt der deutschen Wirtschaft und Körse
frankfurter Dsrse
Berliner Kursbericht
ScliallpIaUen
lcben Sie einen
J. Mollenhauer & Sohne.
W. Hauck.
Industrien, glaubt man auch das frühere Wirtfchafis-
sich hat. Fulda.
— ver Kcliabfofi tm Mär,. Die ocnnuen Ziffern des Absatzes des deutschen KalifhndikateS im Monat März stehen noch nicht feit. Ein U berschlap ergibt in. besten, wie die ,Rhein. Wests. Zeituna' meldet, schon heute, daß sich der Märzabsatz dieses Jahres auf der Höhe de? Märzabsatzes der früheren Jahre halten wird, mit Ausnahme des Vorjahres, das auf Grund der Jnflationserscheinun ien kein rechtes Ver. gleichSbild bietet. Demnach ist bamtt zu rechnen, daß sich im Monat März eine Gesamtabsatzziffer (Inlands- und Auslandsabsatz, von 1 Million Doppelzentner. K2 O ergeben wird. Der Absatz für die Frühlrn-Sfeldbestel. lung ist im übriaen keineswegs abgeschlossen. Mit Rück- sicht auf die anormale Witterung und die lange Hinauszögerung des FrüdlingS wird sich daS Frühlin.is- geschäft der Kaliindustrie voraussichtlich noch weit in den April hinein ziehen.
— Meßzweigstelle der Dresdner Italienischen fion- fiulats in Leipzig. Wie das Dresdner Italienische Kon- ftllat dem Leipziger Meßamt mitteilt, hat die Kgl. Italienische Botschaft in Berlin genehmigt, daß künftig während der Messe in Leipzig eine Zweigstelle des Dresd- ner Italienischen Konsulats eingerichtet wird. In dieser werden Pässe visiert und sämtliche Konsulatsangelegen, heiten erledigt. Sie wird 2 Tage vor Beginn der Messe eröffnet. _________________
Prinzip auf die hälftigen Derhältniste übertragen zu dürfen.
So z. B. gilt es fast als allgemeines Gesetz, daß die Industrien wieder Dorraisläger im Friedensmaße besitzen müssen. Da nun der deutsche Ausverkauf und der Zwang zur BeschoAmg flüssiger Mittel infolge der starken Geldklemme eine ganz erschreckend« Leerung der Waren- und Rohstosfbestände herbeigesührt hatte, mu^te sich ein äußerst heftiger Kampf um die Rohstoffbestande des Weltmarktes eichpinnen, der natürlich auf die Preisgestaltung derselben einen preistreibenden Einfluß hatte. Um nur ein Beispiel zu erwähnen, ist die Nachfrage rad) Leder eine ganz außerordentliche und entspringt, wie ssestgestellt werden konnte, der Absicht, erhebliche Vorratsbestände zu schaffen. Die Entwicklung der Preis« am Häute-, Leber- und Schuhmarkt findet dm her eine ganz natürliche Erklärung. Da selbstverständlich dieser Zustand ein ungesunder ist, wird zwangsmäßig eine Reaktion erfolgen. Sie ist zu bem Zeitpunkt zu erwarten, wenn der Kampf um die Dividende entbrennen wird.
Es hat sich ia der allgemeine Brauch herausgebildet, daß die Gesellschaften, wie das vergangene Jahr zeigte, keine Dividenden zahlen, somit eine erhebliche Stärkung ihrer eigenen Betriebsmittel vornehmen. Ganz anders wird jedoch die Lage im nächsten Jahre fein, wenn sich der unerbittliche Zwang ergeben wird, eine möglichst hohe Dividende zu zahlen. Da selbstverständlich die gegenwärtige Kapitalknappheit noch auf lange Zell htn> aus, wenn auch wohl in vermindertem Maße bestehen wird, die Industrie jedoch auf Kapitalzufuhr aus dem Reservoir de; Sparkapüals unbedingt angewiesen ist, wenn sie nicht ihre Betriebsmittel durch Substanzver- äußerung bis zum Weißbluten beschaffen will, andererseits aber das Sparkapital durch die bisherige Gewalt- polftik der Industrie enttäuscht, andere Anlagemöglich- kesten auffudjt, wird ein Kampf um dieses Kapital durch Anlockung in Form von möglichst hohen Dividenden entbrennen. Welch« Rückbildungsprozesse der Wirtschaft dann erfolgen werden, besonders im Sinne einer weiteren Vertrustung, läßt sich haute noch nicht abfehen.
gen vorgesühat.
Auf der Straße rufen die kleinen Händler ihre Bananen, Apfelsinen und 5 Tafeln Schokolade für eine Mark ausl Kleine mechanische Figuren laufen uns zwischen die Füße und der neueste Mesfeschlager .Drück mich, dann schrei ich." kleine, quäckende Gummipuppen, finden rei- ßenden Absatz. Vor einer Apotheke riesiger Menschen- aufktlf, aber kein billiger Jakob ober Bananenmann, sondern ein anatomisches Präparat, die Bauchspeicheldrüse des Menschen, ist die Ursache der Ansammlung. Einen kleinen Zettel drückt man, uns in die Hand: „Ber- Abend bei Tiitanchamon . . Uns
Der heutigen Auflaae unserer Zeitung liegt ein Pro- spekt der Firma Karl Rübsam Dachswarenfabrik A -G. Anisa über die bekannten „Mas a * Fabriiate bei, auf welchen wir unsere Leser beionbers aufmerksam mach em
Gegenüber dieser Deflationskrife, die das Bankgewoibe gegenwärtig in Schwierigkeiten bringt, verdient die Entwicklung des industriellen W i rtfcha f ts k ör- p e r 5 aufmerksamste Beachtung. Dieser Zweig unserer Wirtschaft hat es im allgemeinen wesentlich bester als die Banken verstanden, sich auf substanzerhaltend« Grundlage umzustellen und zeigte, nach einer verhältnismäßig kurzen, wenn auch sehr scharfen Unterbrechung z. Zt. der Währungsstabilisierung ein stetiges Wiederaufleben. So sehr diese Tatsache zu begrüßen ist, entdeckt man doch bei näherer Betrachtung, daß der Aufschwung des Wirtschaftslebens in einem Umfange erfolgt, der zum verkleinerten Rahmen unseres gesamten Wruffchastskoniplexes in keinem Verhältnis mehr steht. Industrie und Handel haben sich zum Teil nur in geringem Umfange die Erkenntnis zu eigen gemacht, daß dem räumlich verkleinerten Deutschland, dem Verlust von etwa einem Achtel seiner Bevölkerungszahl und der etwa auf di« Hälfte des früheren Volksvermögens zu schätzenden Verarmung des Landes eine ganz erhebliche Verkleinerung des Wntschafisapparates entspre- chen muß, dar, wenn er in gleichem Maße wie in normalen Zeiten ertragreich arbeiten will, nicht einmal an bi« Ausrüstung des Dorkriegsd«ftschlands heranreichen dürste, geschweige denn an die zum Teil ganz gewaltige Expansion während des Krieges und zur Zeit der In- flation. Abgesehen von der außerordentlichen räumlichen
3. Blatt.
Dr«S der Fuldaer Aettrrrdruckerer in Fulde
Markte.
--- Berliner prodriktenbörse vom 11. April. Amt- sich festgesetzte Preise. Getreide und Oeisaaten per H’OO I-x, sonst pro 100 kg. (In Gotdmark der Goldanleihe oäerin Rentenmark): Weizen märt 169—175, pomrnerscher 1^5—167, Rogaen mark. 135—142, Po mm. 130—135, westpreuß. 130—132, Futtergerste 1">5—165, Sommergerste 170—180, Haser mark. 124—131, Pommer- scher 120—128, westpr. 000 -000, Mais loko Berlin Äaagon frei Hamburg 000, Weizenmehl pro 100 kg frei" Berlin brutto mit. Sack (reinste Marken über Notiz) 25,00- 27,00, Noggenmehl pro 100 kg frei Berlin brutto in». Sack 21,00—23,25, Weizenkleie frei Berlin 10,70-10,80, Roggenkleie frei Berlin 8,60—8,70, Raps 310—000, Leinsaat 410—415, Viktoriaerbsen 27,00 —29,00, kleine Speiseerbsen 16,00—17,00, Futtererdsen 13,50 bis 14,00, Peluschken 12,50—14,00, Äckerbohnen 16,00 bis 18.00, Wicken 12,00 14,00, Lupinen, blaue 12,50 bis 13,00, gelbe 16,00—17,00, Seradella 12,00-14.00, Raps- kuchen 11,50—11,60, Leinkuchen 22,00—23,00, Trocken- ichnitzel 9.60—9,70, vollw. Zuckerschnitzel 00,00 - 00,00. Torfmelaste 30/70 8.40- 8,60, Kartoffelstöcken 20,20-20,30.
Die amtlichen Notierungen am Frühmarkt waren loko frei Wagen oder ex Waggon pro 1000 k? m Gotdmark: Hafer 146—153, Ptatamais 000—000, Roggenkleie 90—00, Weizenkleie 110—000, Gerste 190-204.
Kartoffelnotieruni en (amtlich) per 50 kg E-zeugerpreise ab märt. Vollb.-Stationen: Speisekartoffeln : weiße 2.40, rote 2.50, pelbfleischize 3.50.
Heu und Stroti. Bericht der Prcisuotierungs- komrnission für Rauhfutter (amtliche Notierungen). G> oßhandelspreise p; o 60 kg ab märt. Station für Den Bert Markt (in Goldmark): draht zepr. Nocmen-und Weizenstrob, (Ouadratballen) 0.80— 1,0g, deSgl. Haferstroh 0.65 —0,80, üeSgl. Gerstensiroh 0,60—0,80, Noggenlangstroh und bindsadengepr. Roggen» und Wetzenflroh je nach
31 89.
Sonntag, 13. April 1924.
1300
Aufnahmen vorrätig. Preis 2.80 Mark und höher.
zucWtl«Z!«mttrM!imW.
Zeit einer Reihe von Wochen ist ein schleichender Äulland zu einer offenen K isis geworden, besten zwangs, läufige Folge von einsichtsreichen Wirtschaftspolit k'rn bereits seit langemvcraus esehen war. Eshandelfsich darum, daß da? Zusommenbrecbcn des inflationiftischcn Gebäudes, das zunäcdst die ranze Scheintonjunttur der Wntickaft als rin ho. les Trugbild enthüllte, auch denjenigen Wirtschaftszweig erfaßt, der in bet Inflation den bellen Nährboden zu finden glaubte: Das Ban k- gewerbe. Kaum ein Zweig der Wirtschaft dürste sich so üpp:g und so aufgebläht entwickelt Haden wie das Bantgewerbe in der inflationistischen Hochperiode, «gonge Gebilde, mit einer zwar imponierenden Menge Papiermark als Kapital gegründet, das sich aber auf Goldinarkgrundlaie auf eine bescheidene Summe redu- ziert, fdioffen auS dem Boden hervor Da die Großbanken infolge des unaestümen Drän: enS der Markbe- sitzer nach Sacbwerterhaltung die kleinen Kunden ruck- siastSlos abschüttelten, sanden dre Ncuaründungen wie auch die übrigen kleineren Bantinstitute d:e gesuchten Mitläufer. Mit der Währungkstabilisierung dämmerte ti in der Wirtschaft. Die Industrie criiihr zuerst die brutale Wahrheit der Realität. Die Erkenntnis hatte eine wesentlich bcscheidcnere Beiriebssützrung sowie das Streben nacb rationellstem Wirtschaften zur Folge. Einer plötzlichen und hefLiren Stockung folgte eine langsame, ober im Grunde gesündere Wetterführung des wirtschaftlichen Lebens.
Im Bankgewerbe behauptete sich der Schein. Der Wahn der Effektenkurse und der in ihnen schlummernden Gewinne verhinderte lange Zeit die Erkenntnis, daß infolge der völligen Verschiebung her Tätigkeit der Banken bi« Weiterexistenz aller Institute nur durch ein Zehren von der Substanz erlaubt wurde. Zu spät wurde erkannt, baß die Banken, geblendet durch den mutlosen Gewinn im Effekten- und Devisengeschäft, versäumt hatten, sich rechtzeitig auf eine so solide Geschäftsgrundlage umzustellen, die jede Erschütterung, di« ein Abbremsen des abwärts rollenden Rades der Währungsentwicklung mit sich bringen mußte, durchhalten konnte. Aber selbst als die Erkenntnis kam, wurden falsche Schlußsolge- rungen gezogen. Man versuchte mit den in der Inflationszeit gesammelten Eigenmitteln Geschäfte zu machen und am Effekten- und Devisenmarkt di« notwendigen Gewinne zum Durchhalten der Betriebe zu erzielen. Die enge Verstrickung zwischen Geld- und Devisenmarkt, dazu als treibendstes Moment die verlustbringende Spekulation in französischen Franken, machten diese Hoffnung zunichte. Die Banken mit Eigenkapital kannten die nun ausgebrochene Krisis überstehen, alle Fassaden- banken bauen nach und nach, mehr ober minder geräuschlos, mehr ober minder katastrophal, ab, sei es durch offenen Bankerott, fei es mit „Stützung", die im wesentlichen ein Aufgehen in einem leistungsfähigeren Körper bedeutet, fei es in der Reduzierung des Gefchästsumfangs auf das allerbescheidenste Maß. Die wirtschaftlich« Bedeutung des Bankwesens, die ein Sammelbecken für Sparkapitalien und ein Verteilungsapparat derselben in die wirtschaftlich arbeitenden Kanäle sein soll, war seit langem vergessen worden. Der ohnehin stark gesunkenen Sparkrast des Volkes war man rücksichtslos ablehnend gegenübergetreten. Auch nach dem Zusammenbruch der Jnflatianswirtschaft versäumte man es, rechtzeitig das geschwundene Vertrauen des Sparers wiederzuerlangen, abgesehen davon, daß die Vormachfftellung des Bankgewerbes gegenüber der Industrie sich zu Un- gunsten der ersteren verschoben hatte, da die verttkale Konzernbildung in logischer Entwicklung auf eine Selbstfinanzierung der Wirtschaftsgruppen zu einer Loslösung von der Vormundschaft der Banken hindrängte.
Da das etwa zur Hälfte gegenüber dem Friedensstand gesunkene deutsche Gesamteinkommen bet erhöhten Kosten der Lebenshaltung auf absehbare Zeit keine beträchtliche Kapitalbifdung zulassen wird, werden nur diejenigen Bankinstitute durch die gegenwärtigen Schwierigkeiten ohne Verluste hindurchkommen, die flüssiges Kapital besitzen und dem Kredithunger der Wirtschaft entgegenkommen können. Diese Geschäfte allein werden vorab die hauptgewinnbringende Tätigkeit der Banken bleiben.
RiRMrMr nanDet «littet»
Mittwoch der 9. April wird in den Annalen der Frankfurter Messe nicht „rot angestrichen" werden. Der Himmel machte sein trübstes Gesicht und c-uf die zahlreichen Besucher der Messe konnte man, wenigsten- für die Mehrzahl, ein Eoethezitat etwas verändert an- wenden: „Die Kauflust haft' ich wohl — allem mir fehlt der — Draht". Die drahtlose Zett macht sich 'm Geldbeutel der Konsumenten stark bemerkbar, im übrigen ist jedoch Radio Trumpf. Der Antennenraum auf dem Meßgelände übte die stärkste Anziehungskraft auf Alt und Jung aus. Der Regen setzt stärker em, doch die Menge staut sich vor einem im Freien montierten Radio- lautsprecher; wir wohnen einem Münchener Biergartenkonzert bei, überraschend klar bringen die Jodler aus dem geheimnisvollen Häuschen, auch vernehmen wir das Händeklatschen der beifallsfreudigen Münchner, es wirkt so luggeftio, daß sich auch einige Radiogast«, zum Klatschen verleiten lassen. Etwas spater Horen wir tm Antennenraum aus Nürnberg oder irgendwoher einen Herrn reden, besonders fein dramatisch gerolltes „R wird gut verstanden; über den Inhalt der Rede sind die Ansichten geteilt; Bienenzucht, Stabilisierung der Mark oder Tutanchamon soll das Thema gewesen sein, aber b-cfchwüren kann es kein Zuhörer, denn es klang bis auf das „R" etwas verworren!
Nach dem „Radio" ist es natürlich Tukan ch a m o n, in dessen Zeichen ta Messe steht. In den meisten Ab- tellungen spukt etwas vom Geiste der alten Mumie. Neben „Maja", „Dpii' und „Giefin" bewundern wir aud) Kerzen und Seife im Stile Tutancharnons; Dnef- befchwersrn, Hosenträgern, Tischlampen und vielen anderen nützlichen und angenehmen Dingen bat ber alte ägyptische König seinen Stempel nod) nad) 3000 Jahren aufgedrückt; ein Engländer hat kürzlich entdeckt, daß er ein direkter Nachkomme Tutancharnons sei, vielleicht hat er beim Rauchen von Tutanchamonchag diesen Spleen bekommen.^ Technik herrscht lebhaftes Treiben; dort schreiten Männer mit klugen Gesichtern und harten, schwieligen Händen zwischen den neuesten.Maschinen der verschiedensten Gebiete umher. Wie gebändigte Raub- tiere brüllen Eisenblöcke unter der Säge. Eine Eiien- toiene wird in Scheiben geschnitten, e- sieht so IP^nb aus als würde ein Schinken unter dem Meffer des Metz- gers zerlegt. Armdicke Spiralbohrer winden sich fast geräuschlos in eiserne Massen. Eine Klöpp.lma,chine klöppelt vor unfern Augen meterlange Spitzen, die das Entzücken der sachverständigen Damen bilden. Es riecht nach dem öligen Schwoihdunst der vielen Maschinen. Einen breiten Raum nehmen auch die Holzbearbeitungsmaschinen der Fuldaer Firma Klein und Stiesel em.
Wir verlassen die Städte der Arbeit, durchwandern die Hauswirtschaftliche Abteilung; in der chemischen Abtei- lung fällt auch dem Nichtfuldaer die geschmackvolle Ausmachung der Fuldaer Wachsfabriken angenehm ms Auge. Ein schwarzer „Maja"-boy reibt uns die St.esel blank. Der Eeruck) von Leder und Parfüm empfängt uns im Haus Offenbach. Kostbare Lupusartikel in Schildpatt, Elfenbein und Leder, aus allen Teilen der Welt, fordern das Staunen der Bcfud)«r heraus Mancher verlangend« Blick hängt an den Offenbacher Meisterwerken; wohl dem, der sich freuen kann daran, ohne sich in die Skla- verei des Besitzes yj begeben! Noch ist soviel zu schauen, die Zeit ist kurz, wir treten ins Freie. Auf der Straße beängstigendes Treiben, doch alles wickelt sich in mufter- hafter Ordnung ab. Der Sdjupomtmn hoch zu Roß, wie ein Standbild aus früheren Zeiten, lenkt alles mit Ruhe. Am Haus der Erfindungen können wir nicht Vorbeigehen; wir treten ein; auf langen Tafeln liegen Patentschriften von Erfindern, die ans Licht wollen. Wieviel schlaflose Nächte, wie viel graue Haare mögen alle diese Ideen gekostet haben? Wir schlagen eine Mapp« aus; ein Schwarzwälder Bauersmann aus dem Rauchtal beschreibt mit rührenden treuen Kinderbuchstaben seine Gesund Hefts- schuh«. Ein Fuldaer tritt für die Abschaffung des Trauer- slors ein, an dessen Stelle eine gesetzlich geschützte Trauer- marke treten soll. Dem wirklich Iroucmben ist schließ- lich jedes Zurschautragen feiner Trauer verhaßt. In der Mitte — welch« llcberrafdjung — eine alte Bekannte, die ich einmal in Hannover und zuletzt vor etwa 12 Jahren in Goslar bewunderte — die Uhr aus Stroh! Doll- ständig fast 2 Meter hoch aus Stroh und richtig auf die •Ölinute gehend! Dieses Wunderwerk wurde von einem Schuhmachermeister in 10 Jahren hergestellt und stellt eine fast übermenschliche Leistung dar. Weiter werden uns Türangeln, Hosen streck er. Rasierklingenschärfer, Kof- ferrollen und andere weniger weltbewegend« Ersindun-
offerhien billig
■ *UI £Wul Wil für Wiederverkäufer
Ä Jost L Co. Fulda,
genügt der verlebte Tag; wir eilen dem Hauptbahnhof au, der im neuen Gewände prangt und die grauen Kriegs- und Revolutionsjahre auch endgültig hinter sich hat.
Wer die ersten Meffen nach bem Kriege mit der heutigen Frankfurter Messe vergleicht, kommt zu dem Schluffe, daß die Messe Ne Kinderkrankheiten hinter
Entwicklung, den riesigen Ncrubauten, Vergrößerungen f -Frachtlage, Häcksel 1,00—1,16, handelsübliches Heu 1,20 ber früheren Werke und der Schaffung neuer Groß- I bi? 1.40 gutes Heu 1,80—2.00, Mtlitzheu, lose 1,10 bis - - - - ■ ' v - ----- ■ ] 3o iitceheu, lose 2.50—2,90.
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0,4
Reisholz Papier
10,0
9,5
Banr. 6. u Wbk.
2,8
2,9
Rhein.Braunkohl.
25,0
2-,5
Barmer Bank-V
2,1
2,1
R.,mbal;-6ütte
15,1
15,75
BerlnerAanbetsb.
31,5
33,0
Sarotti
1,3
1,4
Commer bank
4,25
4,5
Sioliroerk Geb
13,75
14,25
Danz.Prioatbank
2,8
2,9
üogfl. Malch. St.
2,2
2,6
Darmftäbter Bank
7,75
7,9
| tOefterreaeln
16^5
18,25
D flfiat. Bank
17,0
—
1 3ellftoff tOolbh.
8,25
9,0
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Valentin Plappert
Gardinen
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Stores
Betten
Leibwäsche
Bettwäsche
Tischwäsche
Babywäsche
gegr. 1844
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IVM«W»!M»WW»W8MW | Grosse Vorteile! | •Srä: bieten wir den Sparern, indem wir volle Garantie der Wertbes‘änd(;-
keit auf DoLarbasis gemäss Bestimmung der Reichsbank zu- ^5---
ESSi sichern und vergüten hierfür
die höchsten Zinsen, M
die in unserem Kassenraum bekannt gegeben werden. — Ferner - mr fehlen wir uns zur Ausführung aller bankmässigen Geschäfte,
sowie Eröffnung von Ifd. Rechg, ~=
| Deutsche RalfidS€Bbonü A. <t. | Geschäftss^eSse Fulda (äCornitaus).
Reichsbank.-Giro-Konto. — Telef. 666. Postscheckkonto Nr. 85 685 Frankf. a.