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WulSaer Zeitung

Kultur und 6elftesleben der Gegenwart

lischen Kirche behalfen haben, daß m bezug auf die < benslehre die katholische Kirche keine Konzessionen

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di« römische Luft deutsch- Luft ist . . . Luther ho» nur einen Anlauf genommen, die Heilandslehre von der römisch-jüdischen Fälschung zu befreien. Er hat die Distel nur geköpft, sie aber nicht mit der Wurzel aus- gerottet, weil er die Lügenlehre des Alten Testamentes zu spät und die in ihr wurzelnde Lügenlehre des Paulus überhaupt nicht erkannt hat. (6. 203). »Das Kirchen- christentum geht darauf aus, das Mißverstehen der r>ei- landslehre durch die noch im alttestamentarischen Wahne befangenen Jünger und Evangelisten zu verewigen.'

Aus diesen wenigen Aeußcrungen des deutsch-völki- scheu Stils läßt sich Dinters religiöse Auffassung leicht überschauen. Er steht weder aus katholischem, noch auf protestantischem Boden, sondern will über Katholiken und Protestanten hinweg eine deutsche Christenheit (?) aufbauen. Ganz recht sagt Dinier: »Die tiefste und letzte U^ache unserer völ­kischen Zerrissenheit und politischen Zerfahrenheit ist die religiöse Zerrissenheit!' Der neue Religions- xiünder befindet sich aber auf einem falschen Wege, wenn er »die Einigung der derttschen Christenheit im Geiste der dogmenlosen Heilandslehre' vollziehen will.

Zu einer Einigung von zwei Parteien gehören beide Widerfacher, und Dinier als gewesener Katholik er stammt aus dem katholischen Elsaß wird so viel von seinem Katechismus bel-alten haben, daß fein Versuch .eines von allen alttestamentarischen und dogmatischen Fälschungen befreiten Cvangelimns' dasselbe Fiasko ma- chen wird, wie die Versuche seiner erneuernden Dor­gänger und Nachfolger, die heute zum alten Eisen zählen. Auch das wird er aus der Geschieh- der katho­lischen Kirche behalten haben, daß in bezug auf die Glau-

vr. Vinter alsKatholik".

Znm Porträt eines völkischen Führers.

In der »Sächsischen Volkszeitung' lesen wir:

man sich in die einmal bestehende Ordnung, hoffend und wiflend, daß sie von innen heraus sich einmal von selber überwinden werde. So fällt die Schale ab, wenn ein Kern zur Reif« kommt. Dem Militärdienst entzogen sich dir Christen nicht, sondern zogen mit den Legionen aus, um bte Grenzen des Reiches zu verteidigen. Ihr Pazifismus war Bekämpfung der Lest^nschasten, die schließlich tieffte Ursache aller Kriege sind. Wenn sie sich aber den weltlichen heidnischen Gerichten entzogen, dann war mich dies nicht revolutionär. Sie wollten der Liebe den Vorrang geben, und das sollte nicht geschehen durch lieblose Hetze gegen allerlei Institutionen, sondern durch hinreißendes Beispiel. Solange sich christlicher Herois- mus dieser ferner Eigenart bewußt bleibt, solange er sich die Freiheit, die auch von der Natur gegeben, nimmt, um damit ein Beispiel zu geben, dann alle Achtung, auch vor denen, die dem Haß der Nationen begegnen mit Taten herrlicher Femdsliebe.

Die Bergpredigt revolutionär verstehen bedeutet dem­gemäß ein großes Mißverständnis. Ja, es ist geradezu ihre Verkehrung in das Gegenteil. Die Revolutionen wollen schließlich alle gewaltsam zum Siege kommen. Etwas mit Gewalt erreichen wollen, ist aber genau der heidnische Gegensatz zum Evangelium der Liebe. Es heißt auch arbeiten mit ganz äußerlichen Mitteln. Die Seele bleibt dabei unberührt. Und eben daran scheitern alle Revolutionen. Nicht so sehr, weil ihr Ziel nicht richtig wäre, nein, aber weil sie dieses Ziel mit falschen Mitteln erreichen wollen. Durch Terror wollen sie Freiheit schaf­fen, durch Gewalt Liebe! Welche Verkehrung nicht nur des Christentums, sondern sogar der gesunden Vernunft!

Auch ein Pazifismus, der durch äußere Mittel den Krieg abfchaffen mitt, ist unchristlich. Denn Christus fängt immer von innen an, weil das Aeuhere nur dann Bestand hat, wenn es aus echter Innerer Gesin­nung kommt. Kriege werden von selbst aufhören, roerm wir Herren unserer Leidenschaften sind. Und alle Tribunale des Friedens und alle internationalen Ab- machungen werden in entscheidender Stunde versagen, folange die Menschen für diese Dinge nicht innerlich reff geworden. Intensives Christentum, praktisches Christen­tum, Selbstüberwindung, das ist der Kern der Bergpredigt. Die Geschicke der Welt ottf einem anderen und kürzeren Wege beeinflussen wollen, bleibt Oberfläch- lichkeit, Phantastik, Utopie und Schwarmgeisterei.

HW M MmsriMI.

Don Friedrich Muckermann S. J.

Nichts ist kennzeichnender für Zeiten geistiger Der- otrrung als die Schwarmgeisterei. Sie entsteht immer, penn starke Gefühle sich entwickeln, ohne daß sichere Maßstäbe für Wertung vorhanden wären. Es gibt in Deutschland keine gememfame Philosophie, keine gemein« same Religion, keinen gemeinsamen Plan für den Wie­deraufbau. Und die klügsten Programme vermehren nur den Wirrwarr, wenn das eine wider das andere ist. In dieses begriffliche Chaos brodelt nun eine mächtige Ge- sühlswelle. Eine urrgeheure Sehnsucht nach Ordnung, noch Frieden, nach ein wenig seelischer Ruhe.

Es ist verständlich, daß in eine solche Sehnsucht Worte wie das achtmalige Selig der Bergpredigt wie eine Er­lösung hmeinklingen. Verständlich ist es, wenn auch immerhin merkwürdig, daß sich auf diese wunderbare Bot­schaft vom Berge so verschiedene Richtungen berufen wie die christliche und die kommunistische. Aber weder die einen noch die andern haben sich hier vor einer Gefahr der Zeit zu hüten gewußt, ich meine vor der Schwarm- geisteret. Dokumente wie die Bergpredigt muß man studieren und zu verstehen suchen, um dann erst die Folgerungen zu ziehen. So wenig wie bei irgend einem anderen Schriftstück darf man ihre Sätze aus dem Zu­sammenhang reißen und auf irgend eine phantastische Fahne schreiben. Das ist aber geschehen.

Die hier schlurnmerende Hauptfrage fft folgenbe: Ist die Bergpredigt mit ifjrem starken Ruf zur Armut, zum Frieden, zu Erneuerung em revolutionäres Ma­nifest, ober verhält es sich damtt ganz anders? Die Kommunisten und unterschiedliche Christen nehmen das Revoluttonäre aus ihr heraus und führen für sich an, daß die ersten Christen ja in ganz revolutionärer Weise die Lebensverhältniffe geändert hätten. All ihr Gut hätten sie zufammengelegt, um dann ein kommunistisches Gemeindeleben zu führen. Etwas von dieser Stimmung beherrscht auch ein an sich so begeisterndes Buch wie etwa Sankt Sebastian vom Wedding.

Also: Wie verstand Christus selbst die Bergpredigt? Wollte er Revolution oder Evolution? Um das gu er­kennen, muß man die Bergpredigt im Zusammenhang der Heil. Schrift betrachten imb namentlich feststcllen, wie Christus, der uns «N Deffpiel geworden, feine Lehre persönlich durchgeführt hat. Ergänzend kann man hin- zunehmen dos geben der jungen Kirche, die dem Evan- litrm zeitlich so nahe war. Da ergibt sich nun folgendes: Christus war kein Revoluttonär in dem Sinne, daß er die Ordnungen der Natur gewaltsam durchbrochen hätte. Er war seinen Ellern untertan, er hat seine Steuer ge- eft, er hat Gehorsam der Obrigfeit gegenüber gelehrt.

s sind nicht eben kommunistische Forderungen. Aber was bedeutet denn die Bergpredigt? Sie bedeutet einen Ruf an die Gesinnung der Menschen. Chrfftus wollte von der Seele und von der Gestnmmg aus die Wett verbessern. Er wollte Menschen, die innerhalb der Verhältnisse, in die Gott sie gestellt, nach den höchsten Idealen streben. Hätten alle seine Anhänger dieses recht begriffen und führten sie es wirklich durch, so würde sich auf diese Weise zweifellos nach und nach das Antlitz der Erde erneuern. Der Reiche neigte sich in Mitleid zu dem Armen, Gehorsam und Freihett fänden sich im Liebesbunde und die Menschhett würde zur Gottesfamilie mit dem gerechten und allerbarmenden Vater im Himmel. So wollte es Christus und man sollte seine Worte nicht gegen fein Leben ausfpielen. Man sollte das Wort nicht über den Geist stellen. Christus sagte einmal: Wenn man dich auf die rechte Wange schlägt, so reiche auch die linke dar. Aber (so bemerkt ein ©reget, dem ich viel verdanke) als er selber auf die eine Wange geschlagen wurde, hat er nicht die andere dargereicht, sondern eine Antwort gegeben, wie sie vor Gericht paffend war auch hier den Ordnungen der Natur imb der menschlichen Ge­sellschaft treu bleibend.

Aehnlich hat auch die erste Ehristenhett gehandelt. Das waren keine Revoluttonäre. Der »Kommunismus', der eine Spanne Zett von einer kleinen Gemeinde geübt wu-.de, war freie Liebes tat. Nicht nahmen die einen de-i anderen alles fort, sondern alle gaben freiwillig ihre Habe zrffammen. Dieser Zuftand erhieü sich aber nicht lange, schon well die größere Ausbreitung des Christen- /tans ihn unmöglich machte. Die Sklaverei wurde nicht Plötzlich aufgehoben, sondern selbst in diesen Dingen fügte

s ch e n.

Dinier hat vor kurzem eine neue »Uebersetzung' des Evangeliums unseres Herrn imb Heilandes Jesus Christus nach den Berichten des Johannes, Markus, Lukas und Matthäus »im Geiste der Wahrheit' ge­liefert, d. h. er hat aus den vier Evangelien ein Lebens- bild Jesu ziffammengesielü unter Weglassung der ihm nicht paffenden Texte. Im Anhang« dazu hat er eine Erklärung gegeben, die feinen Standpunkt zu den ver­schiedenen Lehren und Ereignissen im Leben Jesu er« läutert Dr. Dinier will einen germanischen Christus herausdestillieren. Darum erklärt er alles, was irgendwiesemitisch' klingt, einfach als unterschoben. Echt gilt ihm nur das U r a r i f d> e.Das hier von allen a(tteftamentarifd)en und dogmatischen Fälschungen ge­reinigte Evangelium", S. 207):die reine, unver­fälschte Lehre des Heilandes durch Ausmerzung der alt- testchnenarischen Lügenlehre und des ganzen jüdisch- paulinffchen Dogmenkrams' (S. 206) will Diäter in feinem neuübersetzten Evangelium vorlegen. Dinier ver­höhnt zwar den unfehlbaren Papst, aber sich selbst er- klärt er als unfehlbaren Pontifex der Deutschvölkffchen im alleinigen Besitze der Wahrheit und her echten un­fehlbaren Uebersetzungskunst. Auch den Protestan- ten in seinem Gefolge hält er vor:Der Protestantis­mus fft nur ein verkrüppeltes römisch-jüdisches Christen­tum, wie das römisch-jüdische Recht deutsches Recht, wie

5* imen>loäen

Telephon 82.

M 83.

Sonntag, 6. April 1924,

seine Unwissenheit nicht beleuchten, als durch diese Ge­genüberstellung in der päpstlichen Unsthlbarkeit.)

Von der Konsttukttonssähigkeit des neuen völkischen Kirchenbaumeisters noch ein Pröbchen.

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r »Derjenige, der den Grund zu dieser geistigen Der- logenheit der Kirche gelegt hat so nennt Dimer den Bekenntniszwang war der Jude Paulus. Er war wirklich bei Dinier in Wahrhett der Antichrist, der reihende Wolf im Schafskleid, der erste jener falschen Prophsten, vor denen der Heiland seine Jünger gewarnt hat. In diesem flegelhaften Tone schreibt der deuffch- völkische Zwerg Sinter von dem Apostel, der allerdings keine völkischen Unterschiede innerhalb der Kirche Christt kannte, der aber alles sein wollte, «m sie zu retten für Christus, der das wunderherrliche 13. Kapitel des ersten Korintherbriefes (bas Jesiileiden, die Liebe) ge­schrieben hat. Verzeihung! Dinier weiß es beffer. »Dieses schöne Kapitel", sagt Dinier, stammt sicher nicht--von Paulus!!' «Hört! hört!) Dr. Sinter

hat gesprochen. Er--allein weiß es.

Mtt einer Stelle Dinters (6. 230 feines Buches) schließen wir recht gern: »Bon Gott berufene Führer- naiuren zeichnen sich durch Bescheidenheit und Selbstlosig­keit aus:' Nach den hier wiedergegebenen Leistungen ntüffen wir ihm ins Stammbuch schreiben: »Dr. Dinier ist also kein von Gott berufener Führer!'

Ob er sich noch katholisch nennen darf, erfahren wir aus den Sttchproben feiner Evangelien-Ueberfetzung.

Den Tod im Herzen!

Es ist ein irostlofes Gefühl, wmn man krank ist, schon alle möglichen Kuren durchgemacht Hai und als einziges Ergebnis dieser Kuren die Wahrscheinlichkeit bleibt, daß es wohl keine Hilfe mehr gibt. Diese traurige Gewißheit glaubte früher auch die Schreiberin d s soigenden Briefes zu haben, und man kann ihre Freude begreifen, als st» einen Weg zur Genesung fand:

Mar, 8. April 1923. .

Meinen innigsten Dank, datz Sie mir Ihr Neroisan zu» sandten. Ich will die Kur weiter fortjetzen, da ich jetzt die Wirkung von Neivirnn spüre. Das Zittern im rechten Arm und Rücken hat nachgelassen. Auch die Herznerven sind schon viel ruhiger geworden, nächst meinem Gott danke ich Ihnen, daß ich überhaupt noch lebe, ich weiß nicht, wie glücklich ich bin, ich werde Neroisan jedem Neroenletdenden empfehlen, bitte schicken Sie mii wieder....

Frau Sakh. Helfenbeln, Ww.

Die Nervosität ist ein sehr verbreitetes lieber, mancher hat es, ohne zu wißen, was die Ursache der bedrohlichen Eiicheinungen ist, die sich äußern in Kopfschmerzen, Gliederreißen, Zuckungen, Rückenschmerzen, Gesichtsfchmerzen, Schmerzen im Hal«, Armen und Gelenken, Augenflimmern, Blut» wallungen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, schweren oder schrecklichen Träumen, Beklem­mungen, Schwindelanfällen, Angstgefühlen, übermäßig er Empfindlichkeit gegen Ger Lusche, Reizbarkeit, besonders früh nach dem Auf- stehen, Launenhaftigkeit, Versagen des Ge­dächtnisses, gelben Hautflecken, Klopfen in den Adern, Gefühl von Taubheit in den Gliedern, Zittern der Hände und Knie bei Erregungen, blauen Ringen um den Augen, Ohrensausen, sonderbaren Gelüsten und Ab­neigungen, Schreckhaftigkeit, Neigung zu Trunksucht und anderen Ausschweifungen.

Dem erfahrenen Arzte sind natürlich solche Erscheinungen nicht« Neues, wenn einige davon zusammentreffen, so weiß er sofort, was sie zu bedeuten haben, und je erfahrener er ist, desto weniger wird er in die Gefahr kommen, mit un­genügend erprobten Mitteln Versuche anzustehen, sondern er wird sofort das Gute und Bewährte wählen.

Daß Dr. med. Robert Hahn's Neroisan ein durchaus reelles und unschädliches Mittel fft, geht aus der Tatsache hervor, daß es an jeden, der es versuchen möchte, ganz kosten­frei zur Probe abgegeben wird. Dr. med. Robert Hahn & Co., m. b. $)., Magdeburg 550 stellt es jedem zu einem Versuche zur Verfügung. Es genügt, daß man unter Hin- weis auf diesen Artikel um Gratisübersendung einer Probe­dose sowie des hochintereffanten und lehrreichen Buches über »Nervenleiden und ihre Ursachen' btttet

Es ist aber zweckmäßig, sofort zu schreiben, denn natfir« lich werden auf diese Mitteilung hin viele Hunderte solcher (Bratisproben verlangt werden, und da ist es immer gut; wenn man mit unter den Ersten Ist.

Jedenfalls von demKalhosiken' Dinker rücken wir ab. Er, der feine Kirche, in der er getauft und erzogen wurde, der er fein Wissen verdankt, mit solch schmutzigen geistigen Waffen bekämpft, ist für uns ein Abtrünniger, ein Apostat.

Dennoch möchte ich nicht schließen, ohne Dinier btt versöhnende Hand entgegenzustrecken. Dinkers Denk«, und Sehnen ist eingestellt mff die Sehnsucht nach einer Vereiniaung aller Deutschen in Politik und Religion. Dieser Gedanke ist wurzelecht katholisch: »Uk omnes unum", daß alle eins feien aber nicht in einem ger­manischen, dogmenlvsen, sondern m einem katholischen, Völker und Nattonen umfangenden Christus, dem Licht» und Heilande der W e l tl

Durch feineRomane' hat Dr. Dinier sich als thokik schon genügend gebranbmartt. Nachdem er aber im Thüringer Landtage am 29. Februar d. I. alsconfeffor fidsi' d. h. als mutigen Glaubensbekennor sich selbst mtlfgeroogen hat, wollen wir ihn doch etwas schärfer unter die Lupe nehmen, obgleich Dr. Schömberg in der Sitzung vom 8. März chn gehörig an den Pranger stellte. Dr. Sinter steht als Spitzenkandidat in der vordersten Reihe dar Deutfchoö Itn

chen wird.

Es ist tlar, daß Sinter bei solchen Anschaungen, die int direkten Widersprach zur Lehre der katholischen Kirche stehen, ttotz feines katholischen Taufscheines nicht berech­tigt ist, sich als Katholik zu bezeichnen.

Aus einzelne .Ungeheuerlichkeiten" einzugehen, die als moderner Religionserneuerer Sr. Sinter sich aufzustellen erlaubt, würde an dieser Stelle zu weit führen. Ob ein katholischer Theologe es des Mühens wert hält, den unlogischen, stümperhasten Gedankengängen eines Sinter nachzugehen?

Sinter schreibt (S. 235): Das Dreifaltigkeit-!, b o g m a verlangt von mir die Nichtigkeitserklärung mei­ner elementarsten Verstand sfmrkttonen; denn es heißt mich glauben, daß 1 gleich 3 und 1 und 1 und 1 gleich 1 ist. (Sinter beweist damit seine ungeheuerliche Ignoranz in der katholischen Lehre und stellt sich an die Seite des Spötters E. Häckel. Obgleich diese Lehre Christi nickst mitestamentarisch' ist, verschwindet der Auftrag des Herrn im Namen der Dreffaltigkeit zu taufen, curs Sin­ters Uebersetzung, indem er die betreffenden Schlutzverse des letzten Matthäus-Kapitels wie so vieles andere feinem anttserntti sichen Wahn zum Opfer bringt. Ist das eine Uebersetzung im Geiste der Wahrheit?)

Auf derselben Sette spottet Sinter über da«Abend­mahldogma'. Er fährt dann fort: »Ein anderes Dogma verlangt von mir zu glauben, daß der Papst, wenn er in seiner Eigenschaft als Oberhaupt der Kirche eine Ent­scheidung fällt, im eigentlichen Sinne des Wortes un­fehlbar fei, obwohl er ein iröenber, unvollkommener Mei sich ist. wie wir alle sind.' (Besser konnte Sinter