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Fuldaer Heilung

Zur Lage auf dem Balkan

Berliner Kursbericht

Ans dem Nachbargebiet.

O Hamm.

Zollircihdt

Willi Wwiislrr

bewilligt worden. Dadurch verbilligen sich meine anerkannt vorzüglichen spanischen Messweine in Zukunft um 50 Pfg. pro Flasche- Ich empfehle der hochw. Geistlichkeit, sich sofort den Bedarf für längere Zeit zu sichern.

Guter schwarzer Mutterboden iann abgefahren werden.

Schmiedcmelfker Bernhardt

werksamt über das Verlagsrecht entstandenen Dif­ferenzen besprochen. Das Handwerksamt hat den Verlag an sich gezogen, was den Anlaß zu den Dif­ferenzen gegeben hat. Eine Kommission soll dahin wirken, die Streitfrage zu regeln.

Die gegenwärtige Mehrheit besteht aus den Ra­dikalen, dem Dzemijet und den Deutschen, insge­samt 129 Stimmen. Die mazedonischen Türken stim­men mit den Serben, weil sie von diesen Schutz cor den Ueberfällen der Mazedonier erwarten. In der parlamentarischen Opposition stehen die Demo­kraten, die Slowenische Volkspartei und die Spaho- Gruppe, zusammen 92 Mann. Mit ihnen stimmen regelmäßig der montenegrinische Separatist, die beiden dalmatinischen Kroaten und die 11 Zeml- joradniki, sodaß der oppositionelle Block bisher über 106 Stimmen gegenübersteht.

legiertenversammlrmg stellte sich einmütig hinter Vorstand und Syndikus. Man war ferner der An­sicht, daß der A n s ch l u ß a n Frankfurt ener­gisch zu betreiben sei. In der Presseangelegenheit wurden die zwischen dem Begründer der Hand­werkerzeitung G. Schrecker sen. und dem Hand-

Erziehung zur Mitverantwortung.

Der aus dem rechten Flügel der Dolkspartei stehende Graf Albrecht zu Stolberg- Wernigerode tritt in der „Zett' den Bestre­bungen entgegen, die Sozialdemokraten auszschalten. Er betont, daß es für eme Par- tei gar nichts angenehmeres geben könne, als in der Opposition zu stehen imü, frei von jeder Verantwor­tung, agitieren zu können. Wer den „Marxismus' wirksam bekämpfen wolle, müsse die Sozialdemo- traüe zur Mitverantwortung heranziehen.

Gleichzeitig schreibt der auf dem linken Flügel der Deutschen Volkspartei stehende Abg. Dr. von Eampe in der „Kölnischen Zeitung':

„Die Deutschnationalen aus dem Ueber- schwang der nationalen Phrase — ja es muß ge­sagt werden, vielfach der Demagogie — zurückzu­führen zur Wirklichkeit, zur Politik nationalen Ver­antwortlichkeitsgefühls, das ist eine Aufgabe des Tages des kommenden Reichstages. Und das ge­schieht am basten durch eine Heranziehung zur Regierungsverant wortlichkeit.'

Durch Verfügung des Reichsfinanzministers ist für ausländische Messweine, die nur für gottesdienstliche Zwecke verwendet werden, vorübergehende

Anzeigen-Expedition Th eodor Hecke.

Schillerst. 1 Heidelberg Telefon 1021

übernimmt die Vermittlung von Anzetgen aller Art für sämtliche Zeitungen u.

Zeilfchrifren zu Orginalpreijen.

Don einem besonderen Wiener außenpolitischen Mitarbeiter:

Die innenpolitische Verwirrung im König­reiche der Serben, KroatenundSlowe- n e n hat ihren Höhepunkt erreicht. Der opposirio- nelle Block hat zu einem schweren Swß ausge­holt, um die jetzige Regierungsmehrheit zu be­seitigen und die ganzen letzten Wochen hindurch ha­ben die Führer der Opposition sich den Kopf zer­brochen, was der „alte Fuchs" — ersinnen werde, um die Majorisierung der Majorität zu vereiteln. Statt dessen scheint es, daß Pasic die Tore des Ka­binetts öffnet, und die Opposition bereit­willig zum Eintritt emlädt. Und nun beginnt die ganze Schwere des Problems für den oppositio­nellen Block.

Der SHS.-Staat zählt unter seinen Einwoh­nern nicht nur Serben, Kroaten und Slowenen, sondern au Mazedonier, Montenegriner, Italiener, Türken, Magyaren und Deutsche. Die Türken zerfallen in zwei Grup­pen. Die eine, die der bosnischen Türken, heißt nach ihrem Führer die Spahe-Gruppe, achtzehn Mann, die andere ist die dreizehn Mann starke Dzemijet-Gruppe. Mazedonier, Italiener und Magyaren sind im serbischen Parlament überhaupt nicht vertreten, Montenegro hat zwei Abgeordnete davon gehört einer der serbischen radikalen Partei an, der andere ist montenegrinischer Separatist. Die Deutschen haben neun Abgeordnete in der Skupschtina. Die Kroaten sind fast vollzählig in dem unter der Führung Radic stehenden Block ver­einigt, der siebzig Abgeordnete zählt, außerhalb stehen zwei dalmatinische Kroaten. Von den Slowenen gehören 24 Abgeordnete der Sloweni­schen Dolkspartei an, sie steht unter der Führung des Abgeordneten Keresec, der seinerzeit dem öster­reichischen Parlament angehört hat. Endlich gibt es Uvei rein serbische Parteien, und zwar die Ra­dikale Partei, 107 Abgeordnete, der der Minister­präsident Pasic, der Außenminister Nincic und die anderen Mtglieder des Kabinetts angehören und die 11 Zemljoradniki, serbische Grundpächter aus Bos­nien. Die 50 Abgeordnete starke demokratische Partei, beren bekannteste Führer Davidovic und Pribivevic sind, besteht wohl hauptsächlich aus Ser­ben, zählt aber auch einige liberale Slowenen und Kroaten. • l

Der SHS.-Staat ist entstanden aus einer Pa­role der Kriegspropaganda, die die Zusammen­gehörigkeit und Einheitlichkeit der Serben, Kroaten und Slowenen als einer Nation verkündet hat. Nach dem Zusammenbruch wurde diese Parole bald fallen gelassen. Die Kroaten bestreiten der «kupsch- tina in Belgrad jedes Recht, über das kroatische Volk irgendwelche Entscheidungen zu treffen und die Radikale Partei, die die Mehrzahl der serbischen Mandate in Besitz hat, macht kein Hehl daraus, daß sie den Staat als einen serbischen Staat ansieht, der von Serbien nach serbischem Interesse regiert werden muß. An der sogenannten jugoslawischen R>ee im engeren Sinn, nämlich an der einheitlichen Nation der Serben, Kroaten und Slowenen, hän­gen eigentlich nur noch die Demokraten und viel­leicht noch in gewissem Maße die Slowenische Dolkspartei. Zwischen diesen beiden besteht aber der bedeutende Unterschied, daß die Demokraten jugo­slawisch-zentralistisch denken, während die Slowenen im einheitlichen jugoslawischen Staat gewisse Auto- nvmiewünsche haben. So sanden sich die serbisch- zentralistischen Radikalen und die iugoslawrsch-zen- tralistischen Denwf raten zu jener Regierungskoali- hon, die am 28. Juni 1921 unter Ablehnung aller Anträge der Opposition die zentralistische Vidovdan- Derfassung beschloß. Der Vidovdan, der Sankt- Deits-Tag, ist der Tag, an dem sich d'e beiden größten Ereignisse der serbischen Geschichte abge­spielt haben. Am Vidovdan des Jahres 1389 wurde das serbische Reich vom Halbmond niedergeworfen, ärn Vidovdan 1914 wurde der Erzherzog-Thronfol­ger von Oesterreich in Sarajewo ermordet.

JTo 79.

Mittwoch, 2. April 1924.

2. Blatt.

o Druck her Fuldaer Aetiendruckerei i« Autbs

der Regierung Pasic.

Was aber um Himmelswillen wird diese Ma­jorität Zusammenhalten? Was sie zusammenführt, ist der Sturz Pasic und der Radikalen. Aber was dann? Die Demokraten waren in dem Kabinett Pasic, das die Vidovdan-Verfassung gegeben hat, durch sechs Minister vertreten, die Slowenen sind wegen derselben Verfassung m die Opposition ge­gangen und die Kroaten erklären die Vidovdan- Versassung überhaupt als für sie ungültig und nicht zu Recht bestehend. Den Vertrag mit Italien haben alle Gruppen der werdenden Majorität wütend angegriffen, aber niemand zweifelt daran, daß sie keinen Versuch machen werden, etwas daran zu ändern. Auch das wirklich gute Budget des Herrn Stojaünovic läßt man pasiieren. So bleibt nur eine gemeinsame Losung, und das ist der Schlacht­ruf: Fort mit der Korruption! Eine ausgezeichnete Parole, aber als Regierungspro­gramm kaum ausreichend, wenn man über die Ver­fassung so verschieden denkt. Im SHS.-Staat sind wenig Beschwerden über parlamentarische Korrup­tion, aber allgemein ist die Erbitterung gegen die Verwaltung, insbesondere in den unteren Instan­zen. Werden die drei verschiedenen Brüder sich jetzt einträchtig zusammensetzen, um hn Schatten der VÄovdan-Verfassung die Verwaltung zu refor­mieren?

Auf diese Schwierigkeiten rechnet Pasic, und es mag wohl sein, daß er deshalb den Oppositionellen Block unbehindert in die Regierung einziehen läßt. Der Glaube cm die Verschlagenheit Pasic' ist so groß, daß niemand daran zweifelt, daß er diese Mehrheitsbildung hätte verhindern können, wenn er gewollt hätte. Er hat ja auf dem parlamenta- rksc^r Boden Unglaubliches geleistet und die An­nahme der Vidovdan-Verfassung, für die es nicht nur keine Zweidrittelmehrheit gegeben hat, son­dern für die weniger als die Hälfte der gewählten Abgeordneten gestimmt hat, war wohl ein Meister­stück. Aber interessant ist es, wie der 83jährige Mann Politik treibt wie einer, der sicher ist, daß er noch zehn Jahre das politische Leben meistern wird. Er hat Zeit.

Die Slowenische Volkspartei hat jetzt wieder den vollen Wind in den Segeln. Sie hat m der ganzen Aktion die führende Rolle, und Korosec ist in Slo- roenien der Held des Tages. Aber das schwierige Problem beginnt erst, auch für ihn. Don den Ra- dic-Leuten werden 20 oder 30 oder 50 Mitglieder auf den König und auf die Didoodan-Derfassung schwören. Welchen Eindruck das auf die kroati­schen Bauern 'machen wird, ist nicht abzusehen. Un­durchdringlich wie immer steht Ra dies Politik vor uns. Aber es ist eine Tatsache, daß er bisher das gesamte kroatische Volk um fein Banner geschart hat.

WIU. Ounkcl, M. Inspektor a. D.

Lindenstrasse 19.

65. Generalversammlung der Katho­liken Deutschlands.

Hannover 31. August, 1. und 2. September 1924.

Alle katholischen Organisationen, die gelegentlich der diesjährigen Generalversammlung der Katholiken Deutschlands in Hannover Sondertagungen und Son- derveranstaltungen abzuhalten gedenken, werden dringend gebeten, bis spätestens 10. Mai sich anzumelden beim vorbereitenden Lokalkomitee Hannover, ClemenS- straße 5. Das Lckalkomitee hat alle in Hannover zur .Verfügung stehenden Säle bereits gemietet und wird jeder Organisation entsprechende Räume zur Verfügung stellen.

Jede Organisation wird dringend ersucht, bei ihrer Anmeldung anzugeben, an welchem Tage sie ihre Ver- anstaltung halten möchte und mit welcher ungefähren Zahl von Besuchern sie rechnet. Organisationen, die sich BiS zum 10. Mai nicht gemeldet haben, können weder bei der Verteilung der Säle noch bei Aufstellung des Programms für Haupt» und Nebenveranstattungen berücksichtigt werden.

Spanische Messweine!

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Technik und Verkehr.

- vertrüge auf der Zrankfurler Messe. Die Lei- tung der Frankfurter Messe hat sich bemüht, den in großer Zahl zu erwartenden Meffe-Besuchern auch in verschiedenen Borträgen, Groß-Borführungen usw. Be- sonderes zu bieten. Beispielsweise sei darauf hrnge- wiesen, daß ein Vortrag über den Feuerschutz der Industrie unter Beruckfichtrguna besonders feuergefährlicher Betriebe gehalten wird. Der Vortrag findet am 8. April, nachmittags 4*/i Uhr, im großen ■ Hörsal des Physikalischen Vereins statt Redner rst der1 Chemiker Dr. Jng. R. Behthien-Heidelberg der u. a. einen Film von besonders interessanten Loschdemon» strationen der Hamburger Werft vocführenwrrd. Außer­dem wird der Redner auf Grund von Modellen usw. die Möglichkeit zeigen, besonders feuergefährdete Be- triebe mit Hilfe von stationären Schaumloschanlagen vor großem Feuerschaden zu schützen.

bet re ten hatten. Wie man sieht, genügen 40 Radic-Mandate, um die Minorität in eine Majori­tät zu verwandeln. Die Radic-Gruppe hat aber 70 Mitglieder. Pasic konnte also in Belgrad ohne Demokraten nur so lange regieren, als die Radic- Gruppe nicht nach Belgrad ging. Radic hielt jedoch kxsher die Abstinenz für wichtiger als den Sturz

werks und Gewerbes für Stadt und Land­kreis Hanau wurde nach Erledigung von Wahlen, Erstattung des Jahres- imb Rechnungsberichtes auch über die eingetretenen Gegensätze zwi­schen Hand werk skammer und Hand- werksamt Hanau berichtet. Als von der Handwerkskammer eine Versammlung nach Geln­hausen emberufen worden war, hatte Hanau, das diese Tagung beanspruchte, Protest erhoben, was zu einer Auseinandersetzung in der Presse führte. Ein Artikel in der Hanauer Hcmdwerkerzeittmg gab dann wetter Anlaß zu Unstimmigkeiten, mit denen sich auch kürzlich die Vollversammlung der Handwerk stammet beschäftigte. Der Vorstand der Handwerkskammer hat bereüs beschlossen, gegen den Vorstand des Haupt- und Innmtgsaiusschusses m Hanau Stralfantralg zu stellen, ebenso gegen den damaligen verantwortlichen Redakteur des Handwerkerblattes G. Schrecker sen. Die De-

MMWtrik

neu eingerichtet mit der Herstellung von Hous- unb Küchengerä'en gut beschäftigt, da inmitten größerer Waldungen mit Holzhandel und Säge­werksbetrieb leicht zu verbinden,

soll umständehalber verkauft werden

Erf. Kapital ca 43 000 G - Alk.

Anfragen unter 3- 3- 815 an die Geschäfts»!

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Vereidigter Messweinlieferant Päpstlicher Hoflieferant.

Diese Konstellation wird nur durch den einen Umstand ermöglicht, daß bis vor wenigen Tagen die Anhänger des kroatischen Führers Stjepan Radic den Saal der Skupschtina noch nicht Wie man sieht, genügen 40

Die Taten sprechen

fiic die deutsche Zentrumspartei. Sie war Die. einzige bürgerliche Partei, welche feit Kriegsende und Revolution ununterbrochen Sie schwere Last der Verantwortung trug. Ihr gelang es, Ten schland aus den Weg der Ordnung zu führen. Dankbar erkennt jeder das an, was in den letzte« Monaten erreicht wurde. Dieser dankbare« ««erkennung gilt es Ausdruck zu verleihe« durch den Beitritt znr Zentrumspartei, durch die Wahl der Zeutrumskandtdaten am4. Mai. Ein starkes Zentrum verbürgt eine konsequente Politik nach innen und nach außen, eine Poltttk, die sich den Auswüchse« und lieber,paunrmge« Ser Rechte« wie der L,«ke« seruhSlt.

frankfurter Dörse.

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243 . perfekt t Stenographie, Schreibmaschine ».Buchführung, an felbilänbipcs Arbeiten gewöhnt, iuchi sich umsiändeha der |oh>tt zu verändern. la. Zeugnisse und Reffkienzen vor­handen. Offert. unL Nr. 2479 an die Gesch. d. Ztg. erbeten.

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