Fuldaer Zeitung
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Karl Stumpf, Polsteret
Sprechstunde: nur wodtenläglidi vorm. von 10—1 Uhr, nadtm von 3 5 Uhr Samslaa nadim. keine Sprechstunde.
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bekannter Zucht zu
400 Metern vorgesehen, der stellenweise bis auf 300 Meter herabgesetzt werden kann, was etwa dem Bogen des Melfmrger Eissnbahnviadukts entsprechen würde. Im Oberlauf müssen scdoch viele Flußgradleonngen vorge- nommen werden, wobei auch Kanaltunnels mit in Aus- icht genommen sind, da sonst das 80 Meter lange Schstf mit der Länge des Schleppkabels und des Schleppdampfers die Bogen nicht herausbekommen würde. Cs werden daher zahlreiche Flußboqen trockengelegt und mit Erdboden verfüllt werden müssen. Da der Kanal den größten Teil des Flußwassers beansprucht, so werden nur ganz geringe Wassermengen (2 Sekundenliter pro
au# dem Leben des berühmten Komponisten, der mit glänzendem Erfolg die italienische Musik aus dem Felde schlug und der deutschen Oper zu einem ersten Platz in der Welt verhalt, zu erfahren. Karl Maria von Weber wurde am 18. Dezember 1786 zu Eutin in .Holstein, wo sein Vater Musikdirektor wir, geboren. Letzterer war der Oheim von Mozarts Gattin Constanze. Bald nach dem Tode der zärtlich geliebten Mutter k - der 12jädrige Karl nach Hildburghausen um hier bei dem tüchtigen Kammermusikus Heuscbel einen geregelten Unterricht zu genießen. Seine Talent entfaltete sich doit in solchem Maße, daß der Vater sich entschloß ihn 1797 nach Salzburg zu Michael Haydn zu bringen. Unstimmigkeiten mit Letzterem veranlaßten den Vater mit
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wozu die Mitglieder ergebenst eingeladen werden. Tagesordnung:
Beschlußfassung über Aenderung des Paragraphen 1.
Abänderung des Paragraphen 4.
Wahl einer Einschätzungskommission.
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man achte aber darauf, daß die Würze aus F ___ großer Originalflasche gefüllt wird; denn in Flaschen darf gesetzlich nichts anderes als MAGGI« Würze
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Sonntag, 6en 6. Upril, nachmittags 3’/. Uhr stndet
Im Gasthof zum „Siern" eine
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4.. Bagb. S. II • • £°k , , 4’/s AnatoL S. I 4*/,.. S. II 4«e.. S M Mex. Anleihe
Geisa, den 26. März 1924.
Ser AüULkswt jesIWiiß- und §var-vmlus e. G. m. 6. S. ®?W- Emil Weber. Vorsitzender.
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0,097 0,53 0,309 0,96
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0,35 0,305 0,46 0,75 0,7
ht Aussicht genommen und zwar soll ein solcher bei Kassel bei Melsungen, bei Lispenhausen und bei Bronn- »e'll zur Ausführung kommen. Ferner sind im oberen Gebiet der Fulda im Döllbachtal, im Salzbachtal und nn Kinzi-stal Talsperren vorgesehen. Der Kanal wird von der oberen Fulda zur Kinzig den Distelrasen über- steigen und in einer Kanalbrücke das Tal bei Stenum überqueren.
Die Wassertiefe des Kamst» ist auf 2,20 Meter be- rechnet Die Schiffe werden je nach Waflerstand und Ladesähigkest 1,60 bis 2 Meter Tiefgang haben. Der Großschissahrtsweg wird etwa di« Maße des Mittekland- kcmals cmfweifen und eine Schegelbreite von 44 und eme Sohlenbreite von 31 Metern haben. Unterhalb der Gbter erweitert sich der Kanal bis auf 82 Meter Spiegelbreite, da nicht mehr als 60 Zentimeter Stromschnelle zulässig sind. Der Kanal ist für das Tausendtonnenschiff vor- ecsehen, das eine Länge von etwa 80 Metern und eine Breite von 9,60 Metern hat, sodaß die Schleusen, welche aleichzeitig noch den Schleppdampfer aufnehmen sollen, eine Länge von ungefähr HO Metern Wien muffen. Nahe Melsungen wird bei Schwarzenberg eine Staustufe '^Die Linienführung des Kanals wird sich im allgemeinen dem Fuldafluß anpaffen, soweit die Flußbogen dies im Unterlauf zulaffen. Es ist ein Halbmesser von
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sucht für Kreis Fulda und die Rhön gut eingeführten
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im alten Flußlauf
bleiben, sodaß nur noch das nötigste Wasser für die Fischhaltung und Reinigung des Flußbettes übrig bleibt.
In der Umgebung von Steinau (Kreis Schlüchtern) wird ein Arm des Kanals in der Kinzig über Gelnhausen nach Hanau gelegt und dort in den Main münden, während oberhalb Steinau ein Abzweig nach dem Flüßchen Sinn durchgelegt wird und bei Gemünden in den Mam fließt- _ .
Ws Frachtgüter für den Kanal kommen Steine, Holzer, Braunkohle, Schwerfabrikate ufw. in Frage, welche die teure Bahnfracht nicht vertragen können, während für die Durchfuhr der Einfuhrstoffe aus den östlichen Donauländern wie Weizen, Mais, Erdöl usw. angenommen werden. Wichtig ist, daß der Kanal eine direkte Verbindung von Ost und Süd nach Nord zu den deutschen Seehafen an der Wesermündung ermöglicht, welche von ausländischer Kontrolle unabhängig sind, und auch durch den Main eine Verbindung der Weser mit dem Oberrhein herstellt.
Auch in landwirtschastlicher Beziehung wird der Kanal erhebliche Bedeutung haben. Es werden viele Ländereien verschwinden und andere umgewandelt werden müssen, z. B. Felder in Wiesen und Wiesen in Felder.
Die'cm den Stauwerken gewonnene Elektrizität muß in dem Kanalgebiet absetzbar fern, da hiervon die Rentabilität ausschlaggebend obhängl.
Schließlich sei auch erwähnt, daß das Land- schaftsbild durch den Kanal ganz erhebliche Veränderungen erfahren wird. Aus die vorhandenen kleipe- ren Kraftwerke und Brücken kann keine Rücksicht Benommen werden — und doch soll dies teilweise geschehen —, so daß manches Wahrzeichen der Uferorte dem Kanalbau zum Opfer fallen wird. , ,
Bei der 5)öhe der Baukosten wird der Baubeginn wohl noch einige Verzögerungen erleiden. Es bleibt daher dem Fulda-Main-Kanalverein sowie dem Werra- Kanalverein vorbehallen, ihre Projekte bei der Reichsregierung weiter zur Durchfühnmg zu betreiben. Die geplante Werra-Kanalstrecke läuft von Hann. Münden die Werra aufwärts, übersteigt die Wasserscheide bei I Koburg zur Itz und mündet bei Bamberg in den Main, von wo aus die Wasserstraße über Regensburg, den alten Ludwigskanal und die Allmühl oberhalb Regensburg in tste Donau mündet. ®-
seiner Familie nach München zu ziehen. Hier erhielt K. M. v. Weber von Kalcher in der Komposation und von Wallischhauser im Gesang Unterricht. Gleichze'ng beschäftigte sich der hochbegabte Knabe mit der Li yo- graphie, die ihm aber bald zu eintönig wurde, da idm sein ungestümes Künstlerblut mit fast dämonischer Gewalt zur Bühne zog. Nach manchen Irrfahrten durch Deutschland, die Schweiz und Frankreich ländere er endlich in Dresden, wo er int Jahre 1817 eine «tet- lung als tzoikapellmeister des dortigen Hoftheaters an. nahm. Hier gelang es ihm nach langen schweren Kämpfen die italienische Musik aus dem Felde zu schlagen und der deutschen Oper den ihr gebührenden Ehrenplatz ein« luräumen. Am 14. November desselben JahreS verheiratete er sich mit der berühmten Opernsoubrette Karo- line Bauer und aründete so nach langem, unsteten Wanderleben den häuslichenHerd.Gleichzeitig entfaltete sich letzt sein künstlerischer Genius auf das glänzendste — 1821 am 14. März ging Preziosa rind am 18. Ium des- selben Jahres der Freischutz in Berlin zum erstenmale in Scene. So wurde Karl Maria von Weber der Gründer her nationaldeutschen, romantischen Oper Diesen Meisterwerken folgte 1823 die Oper .Euryanthe" und 1826 in London „Oberon“. Da er in letzterer Stadt selbst die Proben zu Eyryanthe leiten wollte reifte er, obwohl schon leidend, dorthin, die Krankheit (Limgen- tuberlulofe) nahm dort infolge deS ungünstigen Klima S solch reißende Fortschritte, daß er schon am 5. ^uni 18°6 in London starb. Seine sterblichen Lebeirefte wurden erst 1844 nach Dresden gebracht und in der Familiengruft auf dem katholischen Friedhof beigesttzt. Iw Jahre 1860 wurde dem großen Mustrer aaf dem Theaterpiatz in Dresden von Professor Rietschel ein Denkmal gesetzt. WaS die Musik Webers vor allem kennzeichnet, ist ein volkstümlicher, echt deutscher Zug, der sich mit der Genialität der Erfindung aufs g uck- lichste vereinigt; hiermit verbinden pch unilbertreffliche Charakteristik und ein durch Glanz und Mannigfaltigkeit überraschendes Kolorit.
Gewiß werden diese Zeilen genügen, um den Saal des Bürgervereins an diesen drei Tagen bis auf den letzten Platz zu füllen, umsomehr da sich der evangelische Volksverein in den Dienst der Wohltätigkeit stellt, ganz gleich welcher Konfession. Hoffentlich werden sich auch die besser situierten Bürger unserer Stadt bei dieser Aufführung einfinden, die sicherlich auf ihre Rechnung kommen werden. Die Regie für Spiel, Tanz und Musik liegt in bewährten Händen und glanzende Llchtestekte werden das Publikum überraschen. DaS Jnstrumcnt lst in liebenswürdiger Weife von der Firma Alohs Maier zur Beifügung gestellt und Mitglieder der Reichswehr, kapelle vervollständigen daS Orchester. Borverkauss- billets. sowie Textbücher sind von nächster Woche an in der Nehrkorn'schen Buchhandlung zu haben.
Der Dichter des Textbuches .Preziosa" ist PiuS Alexander Wolff, ein äußerst genialer Schaiffpieler und Dichter, den die innigste Freundschaft mit Weber verband.
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von Karl Maria von Weber.
Am 6. 7. und 8. April findet im Saale des hiesigen Bürgervereins eine Aufführung statt die gewiß in den weitesten Kreisen der hiesigen Bevölkerung größtes ^n- tereffe auslösen wird, umsomehr, da der ganze Rein, gewinn der Wohltätigkeit zugute kommen soll. Preziosa, Singspiel (Schauspiel) in 5 Akten von Karl Maria von Weber wird vom Evangelischen V olksverein unter Mitwirkung von ca. 45 Mitgliedern des Vereins, der in letzter Zeit so viel Gutes auf fchauipielerischem Gebiete gebracht hak, gegeben und gewiß volle Hauser erzielen. __________________
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,. einiefiieiten. >'
- «irn Anschluß an unseren kurzen Bericht über die Ta- ® bc9 staatlichen Vorarbeitenamts in Eisenach am I®1® b 19 März d. I. können wir noch folgende Etn- fSiten über das Fulda-Main-Projekt mittelen, da mit den Vorarbeiten und der Herstellung der Entz ^."für Werra-Kanal beauftragte staatliche Kanal- ffUf in Gifenad), welches am 1. April wegen Beendigung
Köne eingeht, auch den Futda-Kcmal bearbestet und M cOt hat, daß beide Kanäle keine Konkurrenzproiekte Esind, vielmehr seder Plan für sich sowohl technisch finanziell und auch wirtschaftlich ausführbar tft._ ’ Der uns besonders berührende
Fuldawasserweg ■
sMe finanzielle Grundlage hauptsächlich kn Sen ge- EnteTunb teils schon im Bau begriffenen tner Stau- fien in ber unteren Fulda, deren oberfta br. Guk- ®^ en liegen wird. Wenn die Ertragnisse dieser Was- Lfräfte zu? Verfügung gestellt merden.so fftder Kanal finanziell"gesichert. Die Wasserkräfte oberhalb des Em- K der Edder in die Fulda sind nicht so bedeutens LL Ausbau verursacht auch nicht so hohe Kosten, stdoch m die Durchführuna des Kanalimternehmens m diesem L-et wegen der Besiedelung, der vielfach steilen hange Md der landwirtschaftlichen Interessen begrenzt.
Im Kanallauf sind Höhen von 350 und 356 Metern ,u überwinden. Etwa 30 Stauanlagen und mehrere Hebewerke bis zu 50 Metern Höhe werden notwendig.
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