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Sonntag, 23. Mär; 1924.

Neues aus Frankfurt.

- yitz eines tollen Hundes? Im Stadtteil Bocken- heim wurde dieser Tage eine Frau von einem größeren Hunde, der nur einen Schnauzeuriemen trug, flebtpen. Die Eigentümerin des Tieres verschwand sofort mit dem Hunde und konnte bisher nicht ermittelt werden.

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für den 23. März 1924:

Nach voriiberqehender Abnahme der Bewölkung wieder meist bedeckt. Temperaturen über Null. Nieder» schlage. ________

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1. Das katholische Schulideal lautet: Katholische Schulen für katholische Kinder!

Die katholische Schulorpanisation tritt mit allen Mitteln dafür ein, datz dieses Ideal verwirklicht wird.

Demnach müssen die Rechte der an der Erziehung der Kinder naturgemäß beteiligten Faktoren: der Eltern­schaft der Kirche und des Staates zur Geltung kommen.

Die katholische Schule mutz im Geiste des katholischen Bekenntnisses erziehen. DaS ist nur möglich, wenn bekenntnistreue katholische Lehrer und Lehrerinnen an ihr wirken. Sie soll die Ergebnisse der pädagogischen Theorie und Praxis, besonders der katholischen Er- ziebungswiffenschaft tn sich aufnehmen und zu einer organischen Einheit gestalten.

2 Auch in der gegenwärtigen öffentlichen Schule müßen die Rechte der Eltern und der Kirche gewahrt 1ei63. Neben der öffentlichen Schule ist der Privatschule Entwicklungsmöglichkeit zu lassen. Das staatliche Schul» Monopol lehnen wir ab. Wir sehen es durchaus im Interesse der Entwicklung des deutschen Schulwesens liegend an, wenn unter Wahrung der Bildungshöhe, die der Staat verlangen kann, eine freiere Gestaltung der Schule ermöglicht wird. Die Privatschule hat ein Recht auf ausreichende öffentliche Zuschüsse.'

Hus dem Nachhargebiet.

vieterrhan (bei Fulda). Hier beginnt morgen eine hl. Volksmission, die 8 Tage dauern wird Sie wird von einem Oblaten-Volksmissionar aus dem Sankt Nikolauskloster in Kapellen (Rheinland) gehalten. Die Einwohner von Dietershan werden auch von dieser Stelle aus zur eifrigen Ausnützung dieser Gnadenzeit herzlich eingeladen.

= Hünfeld. Am 22. März begeht Herr Buch» druckereibesitzer Wilhelm Albi es, der Herausgeber des .Hünfelder Tageblatt«, seinen 70. G ebur tstag. In langen Jahren hat er als Stadtverordneten» Vorsteher und Mitglied des Magistrats und des Kirchenvorstandes erfolgreich zum Wohle der Stadt gearbeitet. Dem rüstigen Greis, der alle edlen Bestrebungen mit Rat und Tat unterstützte, wünschen seine zahlreichen Freunde und Bekannte noch viele Jahre in guter Gesundheit.

= Aus Thüringen. Das neue Thüringer Mini­sterium plant jetzt auch in den staatlichen Foistbe- trieben eine größere Sparsamkeit infolge des Be» amlenabbaugesetzes durchzuführen. Die Thüringische Forstabteilung in Gotha ist am 17. März aufge-

vie Industrietagung in Berlin.

Am 26. und 27. März 1924 werden in Berlin die beiden führenden industriellen Spitzenorganisationen, der Reichsverband der Deutschen Industrie und die Vereiniauny der Deutschen Arbeitgeberverbände zum ersten Mal eine gemeinsame grotze Jndustrietagung ab­halten. Die Veranstaltungen werden eingeleitet durch Verhandlungen in den Sonderausschüffen der beiden Verbände und durch getrennte Mitgliederversammlungen sowohl des Reichsverbandes wie der Vereinigung. Am Abend des 26. März wird ein gemeinsamer Industrie- empfang stattflnden, zu dem zahlreiche Vertreter der Reichs, und Staatsregierung, der politischen Parteien, der Wiffenschaft und der Presse ihr Erscheinen zuge­sagt haben. Am 27. März findet dann die gemeinsame Tagung der beiden Verbände im Staatstbeater am Königsplatz statt. Diese Tagung wird von Herrn Dr. Sorge, M. d. R. geleitet und eröffnet. Der Herr Reichskanzler, sowie die für die Wirtschaft in Frage kommenden Reichsminister werden das Wort ergreifen. Anschließend werden folgende Dorträae itattfinden: Generaldirektor Dr. Bögler, M. d. R, Dortmund: Staat und Wirtschaft", Geh. Kommerzienrat Dr. E. v. Borsig, Berlin: .Industrie und Sozialpolitik", Rechtsanwalt Lammers, Berlin: .Wirtschaft und Kultur-.

Nach den bisher bereits vorliegenden Anmeldungen ist mit der Teilnahme von über 2000 Industriellen zu rechnen.___________

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Kunst und Literatur.

= Di« cröhtrn verlaorhäuser Deutschlands. Dem Buchhändler-Fachorgan (.Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel« 1924, Nr. 39) entnehmen wir eine interessante Zusantmenstellung, in der die grössten deutschen Ber­lage nach der Zahl ihrer Veröffentlichungen im Jahre 1922 geordnet aufgezählt sind. Wir begnügen uns da- mit, die grötzten Verleger zu nennen, und stellen mit Genugtuung fest, datz der Verlag Herder unter den katholischen Verlegern an erster, unter den gesamten deutschen Verlegern an vierter Stelle steht: 1) Julius Springer, Berlin; 2) B. G. Teubner, Leipzig; 3) Vereinigung wissenschaftlicher Verleger, Berlin ; 4) Her­der & Co., Freiburg t. Br.; 5) Philipp Reclam jun., Leipzig; 6) Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart; 7) Carl Heymanns-Verlag, Berlin; 8. Gustav Fischer, Jena.

Von Rheuma, GW. MUmmen, Ischias nnö tzmnMtz lowie auch von Schmerzen F in den Gelenken und Gliedern, Influenza, Grippe und Nervenschmerzen befreit man sich durch das hervor­ragend bewährte Togal. Die Togal-Tabletten scheiden die Harnsäure aus und gehen direkt zur Wurzel des Uebels. Togal wird von vielen Aerztrn und Kliniken in Europa empfohlen. Es hinterläßt keine schädlichen Die Schmerzen werden sofort bei Schlaflosigkeit wirkt Togal

.Die Tagung des Reichsausschusies nimmt an, daß aller Voraussicht nach das Reichsschulgesetz durch den gegenwärtigen Reichstag nicht mehr verabschiedet wer- den kann. . , ..

Sie erwartet, datz der neue Reichstag unverzüglich an die parlamentarische Lösung der Reichsschulfrage | herantritt. Sie gibt noch einmal ihrer Ueberzeugung Ausdruck, datz eine solche Lösung nur denkbar ist auf dem Boden der Gewiffensfreiheit und der Gerechtigkeit.

Sollte im neuen Reichstag eine baldige Losung nicht möglich sein, so werden toir_ über das praktische Vorgehen neue Beschlüsse fassen müssen.

Wir fordern das katholische Volk, vor allem dre Ausschüsse der Schulorganisation und die Eiternder» einigungen auf, nicht nachzulafsen, für die Verwirklich­ung des katholischen Schulideals bei teder sich bietenden Gelegenheit einzutreten. .

Die Arbeiten der Vergangenheit, jur dre tmr allen Mitarbeitern unseren Dank aussprechen der Dank gilt vor allem der Mitwirkung bei der Unterschristen- sammlung haben das Ziel erreicht, das bisher ein Schulgesetz gegen uns nicht zustandegekommen ist. Datz daS auch in Zukunft vermieden wird, dafür bür­gen uns die Einheit und die Geschlossenheit der katho­lischen Schulbewegung. Mag es auch lange dauern, bis wir das schulpolitische Ziel einer gerechten Schul­tragelösung erreicht haben, wir Katholiken werden nicht ermatten, sondern stets und überall unsere Pflicht in der Arbeit und im Kampfe für die Schule erfüllen.

Wir wollen aber auch nicht unterlassen, um unsere Schulen auf jede mögliche Werse zu fördern und sie trotz Abbaumatznahmen zu bestmöglichsten Erzrehungs»

Aus Geisa und Umgebung.

Geisa. Die Bürgermeister aus den Landgemeinden des Kreises Eisenach haben sich zu einer Anzahl von Konferenzbezirken zu» sammcnqeschlossen, die alle Orte umfassen, die zu einem Amtsgerichtsbezirk gehören. Es sind folgende Konferenzbezirke gebildet worden: Eisenach, Ge- stungen, Bocha, Geisa, Stadtlengsfeld, Kaltennord­heim und Thal-Heiligenstein. Diese Bereinigung be« zw'ckt, in den Konferenzen wichtige Gesetze und Verordnungen eingehend zu besprechen, nach Mög­lichkeit mit Vertretern der Eisenacher Kreisdirektwn.

Schulsonntag 1924. I

Katholische Eltern der Diözese Fulda.

Schulsonntag 1924 ist da. In einem Hir- «-«M^iben haben die Hochwürkugsten Herren ÄÄp Untedtübim« d-r

Schulorganisatron ""kgeruftn- 8at daß ihr alle geschlossen hmter der Malischen Schulorganifation steht! Im vorigen ÄSnfc Katholiken durch die Unterschriften- fnmmlung einen herrlichen Beweis ihrer Treue zum KlÄ Schulideal erbracht. Trotz der ungun- Zeitverhältnisse, trotz der kurzen Frist, die ^r^die Arbeit zur Verfügung stand, haben über «900 000 wahlberechtigte Katholiken

11 Millionen ihre Unterschrift für die Bekenntnisschule abgegeben. Wahrlich, em ^rfiches Zeugnis für die Bekenntnistreue unserer putschen Kacholiken! ,

Roch aber ist das Schulgesetz, das wir er­streben. nicht da, ist die R e i ch s s chu l f r a g e "'^Der R e i ch a u s ch u ß der katholischen Schul- oraanisation. der vor kurzem tagte, hat in zwei Ent- schlieMNgen zu «mserer Frage Stellung genommen. Die Entschließungen lauten:

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Die Schulorganisation wird auch weiter führen und beraten. Helft ihr aber auch, ihrer Ausgaben gerecht zu werden. Diedeutschen Auslands­schulen sind als neues Aufgabengebiet ihr über­wiesen worden. Denkt, wieviele Katholiken heute Mm Teil gezwungen im Auslande leben müssen. Denkt, welche Bedeutung dort unseren katholischen Auslandsschulen zukoMmen muß!

Das aanze private Schulwesen muß von der Schulorganisation mit beraten und vertre­ten werden. Das Privatschulweftn wird in Deutsch­land in der nächsten Zett an Bedeutung gewinnen. Vor allem weisen wir hin auf unsere Volksschulen in der Diaspora und auf unsere Ovdensschulen. Sie zu retten und avszubauen. aus ihnen blühende Er- ziehungsstätten eckt katholischen Geistes zu machen und sie immer mehr zu vervollkommnen, ist Pslicht- aufaabe des deutschen Katholizismus.

Der drohende Abbau wird auch kür die katholischen Schulen Gefahren in fick bergen.

i Da heißt es, gerüstet unh auf der Wacht fein.

So sehr aber auch der Kampf nöfia ist. noch mehr soll positive Aufbauarbeit für die innere Ausgestaltung des Schulwesens von uns geleistet werden. Für das deutsche Kind muß das Beste gerade gut genug fein. Für seine Erziehung fei unftre beste Kraft hingegeben.

Helft uns, Katholiken, die Aufgaben der nächsten und der Ameren Zukunft aiiftunehmen und kraft­voll durchzustihren Die katholische Erziehung un­serer katholischen Jugend verbürgt uns eine nach­folgende Generation 'mit sittlicher Kraft und ver- I trauensvollem Glauben. Helsen wir am

Schullonntag durch Gebet und reich­lich e M i t t e l' Je reichlicher die Gaben fließen, I um so mehr wird an Arbeit für unsere Jugend und I Kinder geleistet werden können.

Die Zentrale der kathslischen Schmorganisalion Deutschlands.

Sronkfurter Börje vl« notierungen oerflehen sich In Billionen Pro)ent

ratunoenim Bikdungsausschutz des Reichstages verdient.-

Alsa, Katholiken, es heißt, gerüstet fern für den Kampf in federn Augenblick! Unsere bisherige Är- best ist nicht vergebens gewesen. Em Schulgesetz - stände gekommen. Unsere

ster, unser Wille ist klarer und entschiedener geworden! Wir werden in der nächsten Zeit die katholischen Schulgrundsa^ m einer besonderen Schicht unseren kathonsci^n Eltern widmen können. Dann heißt es, die Aufklarungs- und Schulungsarbeit allüberall von neuem ausgrei-

nommen. Auch in den anderen staatlichen 3?er* waltungsbetriebrn sollen weitere Ersparnisse gemacht werden.' In dieser Woche finden in Weimar enf- scheidende Verhandlungen über den weiteren Um­fang des Beamtenabbaues bei den Verwaltungen statt. U. a werden die Verhandlungen auch den Abbau im Schulwesen zum Gegenstand haben, weil dieser noch zu Beginn des neuen Schuljahres zur Ausführung kommen soll.

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